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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: wir sind bisher noch nicht zu einer tragfähigen Lösung gekommen und müssen unseren Aufnahmestopp daher leider länger als geplant aufrecht erhalten.

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Domurat: 36 Jahre Neuroleptika

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
Domurat
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Re: Domurat: 36 Jahre Neuroleptika

Beitrag von Domurat » Sonntag, 09.06.19, 19:50

Hallo escargot,
zur Psychotherapie gehe ich im Moment nicht, aber demnächst zur Asperger-Diagnose, obwohl das eine große Anstrengung für mich ist.

Ich weiß zwar nicht, ob ich diese Diagnose auch bekomme; möglich ist es aber.

Dann können die Ärzte mich nicht mehr so einfach in die Psychotiker-Schublade tun.

Liebe Grüße
Domurat
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Seit 1975 Schlafstörungen
Ab 26.10.1981 4mg Haloperidol am Tag und 200mg Perazin 3 Monate lang.
Ab Dezember 1982 1mg Pimozid am Tag
Ab 09.08.1983 3mg Pimozid am Tag
ab 1986 Tinnitus
im Sommer 1986 zusätzlich Thioridazin
Im Dezember 1989 1mg Haloperidol zusätzlich einen Monat lang
Ab 1996 massive Schlafstörungen,
1-3mg Haloperidol zusätzlich bis ca. 1998 und danach
Ab 2001 4mg Pimozid
Ab Dezember 2003 erst 2, dann 4, schließlich 6mg Risperidon am Tag, ab Januar 2004 80mg Chlorprothixen dazu
dadurch besserer Schlaf
2006 Kurzfristige Reduktion von Risperidon auf 5mg am Tag
6mg Risperidon bis Februar 2017
Chlorprothixen 80mg bis ca. 2010. Danach erst 90, dann 110mg am Tag, wegem schlechterem Schlaf.
Ab 2012- 07.10.2016 Reduktion von Chlorprothixen bis auf 0.
Im Sommer 2012 bis zu 5mg Haloperidol dazu wegen psychischer Krise
Danach immer Haloperidol dazu
Im Sommer 2014 zunehmende psychische Probleme, ständig 1-8mg Haloperidol dazu.
Chlorprothixen im Sommer 2014 auf 40mg heruntergefahren
In den folgenden Jahren immer wieder Haloperidol zusätztlich 1-4mg
Ab Februar 2017 Reduktion von Risperidon von 6 auf 5,5mg.
Von Juni-Juli Reduktion von Risperidon schrittweise bis auf 0 am 11.08.2017
Seitdem ausschließlich Haloperidol bis zu 19mg am Tag
Ab 26.07.2017 vor allem im Winter 2017/2018 Absetzpsychose. Mehrere Wochen 16-17mg Haloperidol. Danach klingt die Psychose wieder ab.
Ab 13.06.2018 30mg Omeprazol statt 40mg, dass ich 16 Jahre genommen habe. klappt gut.
Ab 01.09.2018 20mg Omeprozol statt 30mg, will nicht klappen (Bauchschmerzen abends). Deshalb nach 2 Wochen wieder hochgesetzt auf 30mg.
Seit September 2018 wieder in der Krise
Seit 24.10.2018 mit 15mg Haloperidol am Tag stabil
Seitdem schwere Schlafstörungen
Seit 24.12.2018 mit 11mg Haloperidol stabil
Seit 20. November 2018 nehme ich wieder 40mg Omeprazol am Tag
Seit Frühjahr 2018 Depressionen (Nebenwirkung von Haloperidol)
Seit Frühjahr 2018 hoher Augeninnendruck (Nebenwirkung von Haloperidol)
Im Dezember 2018 schwer im Kaufrausch (Nebenwirkung von Risperidon)
Seit 4.1.2019 10-11mg Haloperidol
Momentane (12.1.2019) Medikation:
10-11mg Haloperidol am Tag
10mg Ramipril am Tag
10mg Amlodipin am Tag
2x200mg Retard Duspatal am Tag
2x 250mg Lefax am Tag
2x240mg Gingko am Tag
1x Vitamin B12 am Tag
1x Vitamin B7 5mg am Tag
1x Omeprazol 40mg am Tag
13.1.2019 seit einer Woche wieder schwere Schlafstörungen
Seit 17.01.2019 9mg Haloperidol wegen schwerer Depressionen
Andauernde Schlafstörungen
27.02.2019 ich bleibe erst einmal bei 9mg Haloperidol
28.02.2019 ich setze Vitamin B12 ab
am 8.3.2019 8mg Haloperdol
am 9.3.2019 9mg Haloperidol
ab 10.03.2019 10mg Haloperidol
ab 15.03.2019 9mg Haloperidol
ab 30.03.2019 8mg Haloperidol
ab 5.4.2019 7mg Haloperidol
ab 11.4.2019 8mg Haloperidol
am 20.04.2019 7,2mg Haloperidol
ab 21.04.2019 7,5mg Haloperidol
Fortgesetzte Depressionen
Dauererektionen Nebenwirkung von Haloperidol
Langsamer Herzschlag Nebenwirkung von Bisoprolol (von 2007-2017) und von Haloperidol
ab 23.05.2019 7,3mg Haloperidol
Viel Trinken und viel kaufen wieder
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Re: Domurat: 36 Jahre Neuroleptika

Beitrag von escargot » Dienstag, 11.06.19, 13:05

Hallo Domurat,

doch das können die Ärzte trotzdem noch (schubladieren / Psychotiker).

Letztlich ist das „Etikett“ vielleicht auch gar nicht sooo wichtig. Die brauchen das, um mit den KK abrechnen zu können.

Einmal Etikett Psychotiker wird man aber auch nicht mehr so leicht los.
Ich hab auch immernoch den Traum da vom Psychiater mal weg zu kommen. Und neulich beim HNO war ich sicher, dass meine Diagnose irgendwo auf der Krankenkassenkarte ist. Ist sie aber angeblich nicht. Aber die Art und Weise, wie ich behandelt wurde lässt mich daran doch zweifeln.

Was wäre denn für dich anders mit (zusätzlich) Aspergerdiagnose?

Ich würd mir das ernsthaft überlegen ...
nixx für ungut
esc.
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DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf max. 2 mg Tavor!

Täglich :
Olanzapin 2,5 mg, Risperdal 1,5 mg, Tavor 0,8 mg
400 mg Magnesium
Vitamin B12
....
► Text zeigen
01.01.19 0,8 mg O, 1,5 mg Risperdal, 1 mg T
Schlafprobleme
02.01. über Stunden vernichtende Stimmen (verschwanden bei Brockenwanderung)!!
ab 17.01. 14,6 mg CBD-Öl
ab 20.01. 44 mg CBD-Öl
ab 27.01. immer wieder anfliegende Angstzustände ohne Extra-Tavor weggeatmet, erschöpft
08.02. 0,8 mg O, 1,6 mg Risperidon, 1 mg T
13.02. 0,8 mg O, 1,5 mg Risperidon, 1 mg T
26.02. nach 5 Tagen morgens Tavor 1 mg jeweils diese nun halbiert, sonst alles geblieben
sehr unruhig, kalter Schweiß, BläSse, Übelkeit, reizsensibel
01.03. keine Morgentavor mehr! :)
07.03. zusätzlich morgens 1 mg Tavor + 1 mg Bedarf
12.03. nach 6 Tagen morgens Tavor 1 mg diese nun halbiert, sonst alles geblieben
22.03. 0,5 mg T + Bedarf, 1,5 mg Olanzapin, 1,5 mg Risperidon, 1 mg T
28.03. Synkope, Angstzustände
29.03. 0,25 mg T, 1,5 mg O, 1,5 mg R, 1 mg T
Muskelschmerzen, DP/DR
01.04. CBD-Öl abgesetzt
09.04. 0,25 mg T, 2,5 mg Olanzapin, 1,5 mg R, 1 mg T
12.04. angefangen CBD zu rauchen
15.04. morgendliche Tavor 0,125 mg
18.04. morgendliche Tavor NULL! Angst, Unruhe, kalter Schweiß, Übelkeit
19.04. CBD-Rauchstopp
01.05. 2,5 O, 1,5 R, Tavor 0,9 mg
Schlafprobleme, Muskelschmerzen
15.05. Tavor 0,8 mg
starke Dissoziationen, Angst, Muskelschmerzen
12.06. 2,5 O, 1,25 Risperdal, T 0,8

Arianrhod
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Re: Domurat: 36 Jahre Neuroleptika

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 11.06.19, 13:47

Hallo escargot,
escargot hat geschrieben:
Dienstag, 11.06.19, 13:05
Hallo Domurat,

doch das können die Ärzte trotzdem noch (schubladieren / Psychotiker).

Letztlich ist das „Etikett“ vielleicht auch gar nicht sooo wichtig. Die brauchen das, um mit den KK abrechnen zu können.

Einmal Etikett Psychotiker wird man aber auch nicht mehr so leicht los.
Ich hab auch immernoch den Traum da vom Psychiater mal weg zu kommen. Und neulich beim HNO war ich sicher, dass meine Diagnose irgendwo auf der Krankenkassenkarte ist. Ist sie aber angeblich nicht. Aber die Art und Weise, wie ich behandelt wurde lässt mich daran doch zweifeln.

Was wäre denn für dich anders mit (zusätzlich) Aspergerdiagnose?

Ich würd mir das ernsthaft überlegen ...
Bin zwar nicht @Domurat, aber in einer ähnlichen Situation gewesen, daher wollte ich ein paar Anmerkungen machen:

Zu (Asperger)Autismus dürfen auch psychotisch anmutende Episoden gehören, ohne dass die jetzt mit NL behandelt werden müssen. Meist kommt das durch einen Overload = "Überladung" des Gehirnes zu vielen Reizen.
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... t=Asperger
Ohne Autismus zu berücksichtigen, darf die Psychosediagnose gar nicht gestellt werden.
Manche von uns nehmen Medikamente, aber immer nur freiwillig und wesentlich niedriger dosiert als bei Psychose.

Es ist wichtig, gerade bei somatischen Ärzten zu sagen, dass man Asperger Autist ist. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, wenn ich erkläre, dass meine Reizverarbeitung anders ist, dass ich Schmerzen beispielsweise garnicht oder übertrieben wahrnehme.
das liegt daran ( meiner Meinung) dass Ärzte ein neurologisches Problem weit besser akzeptieren als ein psychisches.
( Ist unfair , :x :x :x :x "

Last not least : Wenn man wirklich Asperger Autist , bekommt man vielleicht endlich die Hilfen, die man wirklich braucht, das kann von Persönlicher Assistenz bis zum inkludierten Arbeitsplatz gehen. Was bringt es, wenn man ständig Hlfen für Psychotiker bekommt, die aber gar nicht hilfreich sind, weil die Diagnose nicht stimmt oder da gar nicht das Hauptproblem liegt?

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Domurat: 36 Jahre Neuroleptika

Beitrag von Domurat » Dienstag, 11.06.19, 15:34

Liebe escargot,
das Asperger-Syndrom ist angeboren, während (paranoide) Schizophrenie im Kindesalter entsteht. Eine Diagnose Asperger-Syndrom schließt die Diagnose Schizophrenie aus, meine ich jedenfalls.

Ja, die Kassenärzte sind das Problem, und das was in meiner Patientenakte steht. Deswegen werde ich dieser Akte dann die Diagnose "Asperger-Syndrom" hinzufügen, ausgestellt von einer Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.
Dann wird sich womöglich auch herausstellen, dass die Diagnose "Paranoide Schizophrenie" von 1981 falsch war, und die darauffolgende Behandlung auch.

Außerdem wird man wegen seiner Medikamente als psychisch krank eingestuft. Und zwar hängt das auch von der Psychopharmaka-Dosis ab, als wie krank man eingestuft wird. Je Medikamente man einnimmt, wird man um so kränker eingestuft. Deswegen habe ich vor kurzem mit einer systematischen Reduzierung meiner Haloperidol-Dosis begonnen. Wenn das so weiter klappt, bin ich in 4-5 Jahren von den Pillen herunter.

Schließlich habe ich vor, auf Dauer in privater psychiatrischer oder psychologischer Behandlung zu bleiben. Dann erfährt die Kasse und die Kassenärzte weiter nichts mehr.

Liebe Grüße
Domurat
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ab 1986 Tinnitus
im Sommer 1986 zusätzlich Thioridazin
Im Dezember 1989 1mg Haloperidol zusätzlich einen Monat lang
Ab 1996 massive Schlafstörungen,
1-3mg Haloperidol zusätzlich bis ca. 1998 und danach
Ab 2001 4mg Pimozid
Ab Dezember 2003 erst 2, dann 4, schließlich 6mg Risperidon am Tag, ab Januar 2004 80mg Chlorprothixen dazu
dadurch besserer Schlaf
2006 Kurzfristige Reduktion von Risperidon auf 5mg am Tag
6mg Risperidon bis Februar 2017
Chlorprothixen 80mg bis ca. 2010. Danach erst 90, dann 110mg am Tag, wegem schlechterem Schlaf.
Ab 2012- 07.10.2016 Reduktion von Chlorprothixen bis auf 0.
Im Sommer 2012 bis zu 5mg Haloperidol dazu wegen psychischer Krise
Danach immer Haloperidol dazu
Im Sommer 2014 zunehmende psychische Probleme, ständig 1-8mg Haloperidol dazu.
Chlorprothixen im Sommer 2014 auf 40mg heruntergefahren
In den folgenden Jahren immer wieder Haloperidol zusätztlich 1-4mg
Ab Februar 2017 Reduktion von Risperidon von 6 auf 5,5mg.
Von Juni-Juli Reduktion von Risperidon schrittweise bis auf 0 am 11.08.2017
Seitdem ausschließlich Haloperidol bis zu 19mg am Tag
Ab 26.07.2017 vor allem im Winter 2017/2018 Absetzpsychose. Mehrere Wochen 16-17mg Haloperidol. Danach klingt die Psychose wieder ab.
Ab 13.06.2018 30mg Omeprazol statt 40mg, dass ich 16 Jahre genommen habe. klappt gut.
Ab 01.09.2018 20mg Omeprozol statt 30mg, will nicht klappen (Bauchschmerzen abends). Deshalb nach 2 Wochen wieder hochgesetzt auf 30mg.
Seit September 2018 wieder in der Krise
Seit 24.10.2018 mit 15mg Haloperidol am Tag stabil
Seitdem schwere Schlafstörungen
Seit 24.12.2018 mit 11mg Haloperidol stabil
Seit 20. November 2018 nehme ich wieder 40mg Omeprazol am Tag
Seit Frühjahr 2018 Depressionen (Nebenwirkung von Haloperidol)
Seit Frühjahr 2018 hoher Augeninnendruck (Nebenwirkung von Haloperidol)
Im Dezember 2018 schwer im Kaufrausch (Nebenwirkung von Risperidon)
Seit 4.1.2019 10-11mg Haloperidol
Momentane (12.1.2019) Medikation:
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2x240mg Gingko am Tag
1x Vitamin B12 am Tag
1x Vitamin B7 5mg am Tag
1x Omeprazol 40mg am Tag
13.1.2019 seit einer Woche wieder schwere Schlafstörungen
Seit 17.01.2019 9mg Haloperidol wegen schwerer Depressionen
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27.02.2019 ich bleibe erst einmal bei 9mg Haloperidol
28.02.2019 ich setze Vitamin B12 ab
am 8.3.2019 8mg Haloperdol
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ab 10.03.2019 10mg Haloperidol
ab 15.03.2019 9mg Haloperidol
ab 30.03.2019 8mg Haloperidol
ab 5.4.2019 7mg Haloperidol
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am 20.04.2019 7,2mg Haloperidol
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Re: Domurat: 36 Jahre Neuroleptika

Beitrag von Domurat » Mittwoch, 12.06.19, 16:04

Hallo Arianrhod,
vielleicht war das damals im Oktober 1981 ein sogenannter Overload.

Im Sommer 1981 wohnte ich in Hamburg seit einem Dreivierteljahr allein und war sehr einsam. Wie ich das dem Psychologen erzählte, bei dem ich damals in Behandlung war, sagte der, ich solle doch in ein Studentenwohnheim ziehen, um mehr Kontakt zu haben.
Da machte ich dann auch auch zum neuen Semester. Anfang Oktober 1981 zog ich ein in eine kleine 1-Zimmer-Wohnung im Studentenwohnheim ()*.

Sobald ich eingezogen war, brach es über mich herein. Ich bekam starke laufende Gedanken, die ca. 2 Wochen anhielten; ich aß zuletzt nicht mehr, veließ die Wohnung nicht mehr, schlief schließlich nicht mehr und ich redete dort auch mit niemandem. Das traute mich nicht, weil ich schon länger kein richtiger Student mehr war. Wenn es mir besser ging, jobbte ich für meinen Lebensunterhalt.

Eigentlich wollte ich zum Wintersemester mein Studium (Lehramt für Gymnasien mit den Fächern Englisch und Geschichte) wieder aktivieren, doch dort im Studentenwohnheim brach es über mich herein. Ich fühlte mich als Versager.

Nach zwei Wochen laufenden Gedanken kam dann die Krise (das war am Sonntag, dem 25.10.1981) über mich. Ich wandte mich an Komillitonen, damit die meine Eltern anriefen.
Ich hatte dann einen Nervenzusammenbruch und heulte nur noch.

Meine Eltern nahmen mich dann mit mein Geburtshaus. Nächsten Tag brachte mein Vater mich zum Psychiater, der mir bis 4mg Haloperidol und 200mg Perazin verschrieb.
In den folgenden Tagen wurden dann die Angst- und Spannungszustände, die ich hatte, besser und die laufenden Gedanken waren erst einmal weg. Mir wurden unter Haloperidol zum ersten Mal die laufenden Gedanken bewusst.

Nach drei Monaten ging es mir dann wieder besser. Ich setze die Medikamente wieder ab und fuhr dann wieder nach Hamburg, und fing wieder an zu jobben.

Im Mai 1982 konnte ich von dem Geld, dass ich mittlererweile verdient hatte, ein Auto kaufen. Damit kehrte ich dann am 22.11.1982 nach Haus zurück und gab das Studium auf.

Liebe Grüße
Domurat
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Ab 26.10.1981 4mg Haloperidol am Tag und 200mg Perazin 3 Monate lang.
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Ab 09.08.1983 3mg Pimozid am Tag
ab 1986 Tinnitus
im Sommer 1986 zusätzlich Thioridazin
Im Dezember 1989 1mg Haloperidol zusätzlich einen Monat lang
Ab 1996 massive Schlafstörungen,
1-3mg Haloperidol zusätzlich bis ca. 1998 und danach
Ab 2001 4mg Pimozid
Ab Dezember 2003 erst 2, dann 4, schließlich 6mg Risperidon am Tag, ab Januar 2004 80mg Chlorprothixen dazu
dadurch besserer Schlaf
2006 Kurzfristige Reduktion von Risperidon auf 5mg am Tag
6mg Risperidon bis Februar 2017
Chlorprothixen 80mg bis ca. 2010. Danach erst 90, dann 110mg am Tag, wegem schlechterem Schlaf.
Ab 2012- 07.10.2016 Reduktion von Chlorprothixen bis auf 0.
Im Sommer 2012 bis zu 5mg Haloperidol dazu wegen psychischer Krise
Danach immer Haloperidol dazu
Im Sommer 2014 zunehmende psychische Probleme, ständig 1-8mg Haloperidol dazu.
Chlorprothixen im Sommer 2014 auf 40mg heruntergefahren
In den folgenden Jahren immer wieder Haloperidol zusätztlich 1-4mg
Ab Februar 2017 Reduktion von Risperidon von 6 auf 5,5mg.
Von Juni-Juli Reduktion von Risperidon schrittweise bis auf 0 am 11.08.2017
Seitdem ausschließlich Haloperidol bis zu 19mg am Tag
Ab 26.07.2017 vor allem im Winter 2017/2018 Absetzpsychose. Mehrere Wochen 16-17mg Haloperidol. Danach klingt die Psychose wieder ab.
Ab 13.06.2018 30mg Omeprazol statt 40mg, dass ich 16 Jahre genommen habe. klappt gut.
Ab 01.09.2018 20mg Omeprozol statt 30mg, will nicht klappen (Bauchschmerzen abends). Deshalb nach 2 Wochen wieder hochgesetzt auf 30mg.
Seit September 2018 wieder in der Krise
Seit 24.10.2018 mit 15mg Haloperidol am Tag stabil
Seitdem schwere Schlafstörungen
Seit 24.12.2018 mit 11mg Haloperidol stabil
Seit 20. November 2018 nehme ich wieder 40mg Omeprazol am Tag
Seit Frühjahr 2018 Depressionen (Nebenwirkung von Haloperidol)
Seit Frühjahr 2018 hoher Augeninnendruck (Nebenwirkung von Haloperidol)
Im Dezember 2018 schwer im Kaufrausch (Nebenwirkung von Risperidon)
Seit 4.1.2019 10-11mg Haloperidol
Momentane (12.1.2019) Medikation:
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10mg Ramipril am Tag
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13.1.2019 seit einer Woche wieder schwere Schlafstörungen
Seit 17.01.2019 9mg Haloperidol wegen schwerer Depressionen
Andauernde Schlafstörungen
27.02.2019 ich bleibe erst einmal bei 9mg Haloperidol
28.02.2019 ich setze Vitamin B12 ab
am 8.3.2019 8mg Haloperdol
am 9.3.2019 9mg Haloperidol
ab 10.03.2019 10mg Haloperidol
ab 15.03.2019 9mg Haloperidol
ab 30.03.2019 8mg Haloperidol
ab 5.4.2019 7mg Haloperidol
ab 11.4.2019 8mg Haloperidol
am 20.04.2019 7,2mg Haloperidol
ab 21.04.2019 7,5mg Haloperidol
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Dauererektionen Nebenwirkung von Haloperidol
Langsamer Herzschlag Nebenwirkung von Bisoprolol (von 2007-2017) und von Haloperidol
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Re: Domurat: 36 Jahre Neuroleptika

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 12.06.19, 17:47

Hallo Domurat,
Domurat hat geschrieben:
Mittwoch, 12.06.19, 16:04
vielleicht war das damals im Oktober 1981 ein sogenannter Overload.
das kann schon sein.
Allerdings können diese Patienten auch dekompensieren und damit in psychoseähnliche Zustände geraten. Dies vor allem dann, wenn sie aufgrund (scheinbar) unüberwindbarer äußerer Anforderungen unsicher, verwirrt und ratlos, vielleicht auch übermäßig angespannt, fast chaotisch
werden. Doch nachdem die sichere Routine des Alltags wiederhergestellt ist, verschwinden auch diese peinlichen Verwirrtheitszustände und das gewohnte starre, aber eben für sie auch hilfreiche Verhaltensmuster kehrt zurück. Um solche Verwirrtheitszustände von psychotischen Symptomen einer Schizophrenie abgrenzen zu können, nannte man das im englischsprachigen Bereich „chaotic states“, also Chaos-Zustände.
schreibt Professor Faust http://www.psychosoziale-gesundheit.net ... perger.pdf

liebe grüße Arian
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