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Re: Magen, Rücken und allgemeine Probleme

Beitrag von Juna » Donnerstag, 10.11.16, 20:01

Huhu ihrs,

ich weiß noch nicht so ganz, wo ich es rein schreiben soll, habe auch gerade nicht mehr den Kopf noch zu suchen (Essen steht an, Schati bekuscheln, den schmerzenden Kopf zur Ruhe betten, vom Schmerzibesuch runterkommen, vor allem....zur Ruhe kommen, ächz).

Hilfe, Hilfe, Hilfe, Hilfe, ich weiß gerade wirklich nicht wo ich das hinschreiben soll und habe gaaaanz viel...Panik und Fragezeichen im Kopf.
Mein Schmerzi hat mir, zum testen gegen den (vermutlichen) Reizdarm Imipramin 10 mg aufgeschrieben, dass soll ich versuchsweise testen (3x1), um zu schauen, ob es meinem Bauch dann besser geht. Des Weiteren meint er, soll ich, wenn die Durchfälle so super heftig sind ruhig mal Loperamid nehmen, dem stehe ich auch skeptisch gegenüber, da ich dabei Angst vor Verstopfungen habe, das ist aber noch ein anderes Thema.

Imipramin ist ein trizyklisches AD (wo mich dann wundert, ob es nicht müde macht, weil die Wirkung sagt man den trizyklischen ja, sofern ich weiß, zu).
Auf der einen Seite sagt alles, teste es doch mal für ein paar Tage, aaaaaaber....ich bin mein AD gerade los und mein ZNS hat mir das abrupte Absetzen immer noch nicht ganz verziehen..und dann wieder/ noch was?
Ich war sooo stolz endlich ein Medi weniger zu nehmen, soll ich es mir antun?
- Ja, versuch es, vielleicht tut der Bauch dann nicht mehr so weh, vielleicht sind die Krämpfe dann besser- Nein, Du bist bescheuert, lass das.-
Jaa, und das dreht sich gerade in Kreiselgeschwindigkeit.

Da dachte ich mir, frag ich doch hier mal vorsichtig nach, nen neuen Thread wollte ich dafür nicht aufmachen und....es gehört ja im Prinzip zu allgemeinen Problemen, oder nicht ;)

Ich danke euch schon mal, vielleicht könnt ihr ja....lach, eine von meinen 2 Seiten bestärken (ja ich weiß, die Entscheidung obliegt trotzdem mir, ich brauche nur trotzdem einfach Rat).

GGLG
Juna

Edit:
Na die NW´s sind ja fantastisch, vor allem auch die (wie schon vermutete) sedierende Wirkung, dann noch ne antriebssteigernde und auf´s Auto fahren (geht besser als laufen) muss ich dann auch wieder verzichten, grml, vor allem bei 3x1 ist das mit der sedierenden Wirkung doch Kappes. :evil:
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von TeaTime » Donnerstag, 10.11.16, 21:06

Hallo, liebe Juna,

da ist es schwer etwas zu raten. Wenn man endlich die ADs weg hat, will man dann was Neues nehmen, also wahrscheinlich nicht.
Wobei ein Reizdarm sich ja sicher nicht nur mit einem AD behandeln lässt, oder bekommt der dann gute Laune ? :D

Spaß beiseite, es ist ja ein ernstes Thema, die Frage ist eben ob bei Dir, grade weil Du ja erst ausgeschlichen hast, so eine Einnahme nicht alles wieder durcheinander bringen würde.

Natürlich will man schmerzfrei sein, Deinen Leidensdruck kannst nur Du selber beurteilen, das Riskiko trägst auch Du alleine. Dein Arzt sieht wahrscheinlich vorrangig das momentane Problem, bedenkt er aber, was diese Einnahme für Dich bedeuten kann?

Kennst Du Symbioflor 2 ? Das sind E.Coli Bakterien, die bei Reizdarm sehr gut wirken. Kannst Du Dir vorstellen Dir die zu besorgen und mal zu testen ? Sind Tropfen, die geöffnet im Kühlschrank aufbewahrt werden müssen.
Schaden können sie eigentlich nicht, weil sie eine gesunde Darmflora begünstigen/aufbauen.

Das wäre meine Idee, ob sie noch jemand gut findet weiß ich nicht.

Habe diese Tropfen nach schlimmen Problemen nach einer Antibiotikum Einnahme genommen, und sie haben mir super geholfen.

Gute Besserung und ich hoffe Du triffst die richtige Entscheidung.

Lieben Gruß,

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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von padma » Freitag, 11.11.16, 13:55

liebe Juna, :)

so quälend ein Reizdarm auch sein kann, ich sehe ein AD da wirklich nicht als Indikation. Zumal deine Darmprobleme ja vermutlich auch im Zusammenhang mit den Medikamenten bzw. dem Absetzen steht.
Es wäre ein erneuter Eingriff ins ZNS mit all den bekannten Folgen.

Weiter oben hast du geschrieben:
Mein Darm hat mir den psychischen Stress sofort gedankt, daran habe ich dann mal richtig gemerkt, wie sehr das Krankheitsbild auch mit dem Wohlbefinden zusammen hängt. Ich hatte abends dermaßen heftige Bauchkrämpfe und Bauschmerzen, dass ich bald die Welt zusammengeschrien hätte, außerdem hatte ich Durchfall in einer Intensität und Taktung, da war selbst das Abführen laripari gestern,
Das ist doch ein klarer Zusammenhang und damit auch ein Ansatzpunkt.

Ich denke, dein Schmerzarzt ist einfach hilflos und dann kommt der Griff zum Rezeptblock.

liebe Grüsse,
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von Juna » Dienstag, 29.11.16, 16:22

Huhu ihrs,

ich schreibe jetzt endlich mal wieder, auch wenn der Anlass nicht wirklich schön ist.

Also erstmal, Danke Tea- Time :)
Und dann auch Danke Padma,
ich glaube es war nicht Verzweiflung, sondern halt ein Versuch, damit ich aus der Schmerzspirale rauskomme, ich habe nochmal nachgefragt und diesem Medikament wird eine Unterbrechung der Schmerzweiterleitung nachgesagt, es soll gerade bei Reizdarm gegen die zerfressenden Schmerzen der Krämpfe sein. Skeptisch bin ich immer noch, wünsche mir allerdings in Bezug auf den Bauch, nichts sehnlicher als endlich mal wieder schmerz- und krampffrei zu sein. Naja, anderes Thema.

Ich bin doch jetzt tatsächlich (auch) an dem Punkt angelangt, an dem ich sage (schreibe), kann das wirklich der Entzug sein? Das geht doch gar nicht, das ist die Grunderkrankung und zwar schlimmer als jemals zuvor. Ich muss doch wieder was nehmen, anders geht es nicht, so habe ich keine Lebensqualität. Heul.
Aaaaaah, wie ich schon sagte, ich bin dort angelangt, ich schreibe und frage es nicht, weil....ich weiß doch mittlerweile, dass es mit dem Entzug zusammen hängt und nicht wieder die Grunderkrankung ist (oder doch?).

Mal langsam, mir geht es jetzt schon länger nicht sooo, gut, es hielt sich aber alles in Grenzen, ich hatte Elan, Kraft, Schwung und nen Antrieb ohne Ende. Ich habe so viel geschafft, wie in 2 Jahren nicht, zumindest gefühlt.
Am Freitag hatte ich dann ein ziemlich übles Ereignis beim eigentlichen Nachstechtermin für mein Tattoo. Er fand nicht statt und wird auch nicht stattfinden, weil ich stattdessen geplant von beiden im Laden fertig gemacht worden bin und dann raus bin und gesagt habe, dass wir das dann lassen, da war das Kind aber schon in den Brunnen gefallen. Seit dem ist alles mögliche wieder hochgekommen, ich habe am Samstag schon nur noch mein schwarz- weiß- denken gehabt, habe Aussagen von meinem Freund (statt verbesserungswürdig habe ich ein FALSCH draus gemacht) total negiert.
Am Sonntag habe ich dann nur noch geheult, jeder Versuch was zu erklären und meinem Schatzi zu antworten endete darin, dass ich geschwiegen habe/ schweigen musste, weil ich mein heulen kontrollieren musste, damit es nicht so wird, wie ich es gar nicht ertragen und aushalten kann. Am Abend konnte ich ihm dann unter Tränen einigermaßen erzählen was los war. Ich konnte noch nicht mal gut für mich sorgen, weil als ich es tun wollte, ich (auf ne falsch gestellte Frage) ein nein bekam und statt dann mal zu sagen, was los ist und um diese (blöde) Umarmung zu bitten, konnte/ habe ich dann nichts gesagt/ gemacht und das ganze noch mal verschlimmert.

Gestern dachte ich dann, hey, es ist besser, wir haben abends noch ganz viel gequatscht, ich habe ganz viel versucht zu erklären, habe ihm stolz gezeigt, dass sich doch sogar wieder ein Lächeln in mein Gesicht verirren kann.

Naja, heute morgen ist die Welt dann schwarz geworden.
Ich habe gar keine Energie mehr und noch weniger Lust auf iwas, ich habe keinen Antrieb mehr, ich bin abgrundtief traurig, ich heule so gut wie ständig. Zu allem Überfluss meckert mein Bauch noch richtig und dann hat sich (vermutlich, laut Physio) noch ein Nerv eingeklemmt und ich kann nicht richtig laufen. Ich wollte mich zwingen eine Runde für meine Gesundheit und meine Seele zu spazieren, geht nicht, kann nicht richtig laufen. Dabei war das Wetter heute doch richtig toll :(, morgen soll es doch wieder keine Sonne mehr geben :(

Ich überlege schon seit Tagen, was ich am Montag bei meinem Psychiater mache, klar werde ich ihm von der Situation erzählen. Ich bin seit dem WE soweit, dass ich sage, ich muss wohl doch wieder was nehmen, ohne geht es nicht, vor allem....ich muss doch am 13.2. fit sein, da beginnt meine Arbeitserprobung, mit hoffentlich darauffolgendem Training/ Weg zurück in die Arbeit. Ich habe da sooo für gekämpft, ich KANN nicht länger krank geschrieben sein, weil mein Krankengeld ausläuft und ich jetzt ja schon nur so gerade hinkomme. Ich will doch nur leben, ich will es ohne AD schaffen, aber geht das?
Ich überlege schon, ob ich nicht wenigstens frage, ob der Stimmungsstabilisator erhöht werden kann (sofern er überhaupt ne Wirkung hat), weil diese ständigen Tieftalfahrten/ Freefalltowerfahrten mir tiiiierisch auf den Senkel gehen. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll, obwohl ich doch weiß, dass ein AD KEINE Lösung ist und ich den Stimmungsstabilisator doch als nächstes absetzen wollte.

Boh, neerv, und schon wieder nur noch voll am heulen. Mir ist gerade selbst der Gang zur Toilette zu viel, ich habe gestern einfach mal meine Trinkmedis nicht genommen, heute das eine bisher nur einmal statt schon zweimal, ich trinke seehr wenig und esse noch weniger. Ich muss doch essen, sonst habe ich noch nicht mal die Chance wenigstens ein paar Gramm abzunehmen und meinem Magen tut es auch nicht gut.

Zu meinem Geburtstag kommt meine Freundin extra aus dem tiefsten Baden- Würtemberg angereist, ich habe sie seit über nem Jahr nicht mehr gesehen, ich freue mich e i g e n t l i c h riesig, im Moment fühle ich da gar nichts von, fühle nur Leere und habe Angst ohne Schatzi zu sein.
Voll krank. Ich möchte die Zeit mit ihr doch genießen. Ich glaube ich habe das schon mal iwo geschrieben, sowas hat echt noch nie jemand für mich getan, es ist da erste Mal seit viiiiielen, vielen Jahren, dass ich mich auf meinen Geburtstag freue.
Ich hoffe soooooo sehr, dass es bis dahin nicht mehr soooo schlimm ist, wie sieht das denn aus, wenn ich nur rumheule, grml.

Naja, jetzt....habe ich wieder mal nen halben Roman geschrieben.
Danke für´s lesen, danke für eure Hilfe. Ich weiß echt nicht was ich machen soll und das obwohl ich weiß, dass das typische Absetzsymptome sind, grml.

GLG
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von TeaTime » Dienstag, 29.11.16, 17:59

Liebe Juna,

Du hängst jetzt so ziemlich in einem Tief, und weil es vorher besser war, fühlst Du das nun mehr, als vorher.

"Bergauf und bergab" ist immer anstrengender als gradeaus zu gehen, auch wenn es die gleiche Entfernung ist.

Es ist schwer Dir für Deinen Reizdarm das richtige zu raten, es war ja schon bei Deinem letzten Eintrag die Frage.

Nach wie vor, das ist meine persönliche Meinung, sollte kein Mensch Schmerzen leiden müssen. Das zermürbt und dann liegen die Nerven nun mal blank. Und Juna, das ist normal, und würde wohl fast jedem so gehen. Dauerschmerzen gehen nun einmal auf die Psyche.

Aber was machen... und was hilft. Wenn mir ein Arzt ein AD dafür empfehlen würde, dann hätte ich immer irgendwo den Gedanken, dass der Arzt es für ein psychisches Problem hält. So wie Du es beschreibst, klingt es aber anders -"Unterbrechnung der Schmerzweiterleitung".- und Du schreibst, "grade bei Reizdarm".

Leider vermuten viele Ärzte hinter einem "Reizdarm" schnell psychische Probleme, der Patient hat Symptome wie bei Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa, aber..... er hat "nichts". DAS ist aber ein Irrtum, denn ein Reizdarm kann zwar psychische Ursachen haben, muss es aber nicht.

Nur Du kannst beurteilen, wie ernst Dein Arzt Dich und Deine Probs nimmt.
Nur Du kannst entscheiden, ob Du Dich einem AD aussetzen willst, weil Du (verständlicherweise) schmerzfrei sein möchtest.
Nur Du kennst Dich und Deinen Körper gut genug, um zu wissen, ob Du damit einem neuen Problem möglicherweise Tür und Tor öffnest.

Und nochmal zurück zum Anfang, Du hattest jetzt tolle Energie, manches klappte super, Du bist Schritt für Schritt voran gegangen...nun kommt ein STOPP... und es fühlt sich an wie ein Schritt zurück.
Aber so sehe ich das nicht, ich sehe es als STOPP.... das ist ein Unterschied. Es kamen nun soviele (für Dich negative) Dinge zusammen, dass es Dich aus der Bahn geworfen hat.
Und ja, Juna, man darf dann weinen, und traurig sein, man muss es auch, denn dann kann man das auch verarbeiten.
Und ja, Juna, man darf dann empfindlicher und sensibler sein, verletzlicher und jedes Wort auf die "Goldwaage" legen.

Das alles ist normal und menschlich !!

Und wenn man an seine Grenzen kommt, dann überfordert einen eben auch alles. Und selbst eine Verabredung, auf die man sich freut kann in "Stress" ausarten. Nicht weil man nicht will, sondern weil man das Gefühl hat, dass man nicht kann.

Und nun warte erst einmal ab, versuche innerlich zur Ruhe zu kommen.

Glaube bei Dir kommen jetzt einige Dinge zusammen, die einfach Druck machen, auch wenn Du Dich zum Teil auch freust.

Da sind auf der negativen Seite, das Erlebnis mit dem Tattoo. Die Schmerzen. Die Missverständnisse mit Deinem Freund.

Auf der positiven Seite, der Besuch Deiner Freundin. Der Einstieg ins Arbeitsleben.(aber auch die Angst, dass es nicht klappt)

Dazwischen, das Hin - und Hergerissensein, was Du nun machen sollst, gegen Stimmungstief und Schmerzen.

Juna, da prasselt im Moment soviel auf Dich ein, dass ich all Deine momentanen Probleme auch darauf schieben würde.
Also ich halte es weder für Deine Grunderkrankung, noch für eine alleinige Entzugssymptomatik. Wobei letztere sicher mit dafür in Frage kommt, dass Du im Moment so sensibel bist.

Montag hast Du ein Gespräch bei Deinem Psychiater, bis dahin dauert es noch, überlege in Ruhe was Du da sagen willst.

Das spiegelt nun meine Meinung wieder, nicht mehr und nicht weniger.

Wenn mal mehr Ruhe in Dein Innerstes einkehrt, dann findest Du auch Deine Energie wieder. Und dann findest Du auch Deinen Weg wieder. :hug:

Lieben Gruß,

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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von Juna » Dienstag, 29.11.16, 23:00

Liebe Tea- Time,

DANKE

Du schreibst mir gerade was, was ich echt nicht gesehen und noch weniger gefühlt habe.
Ja, es darf sein und es ist halt einfach so.

Ich werde es einfach mal ein paar Tage mit dem Imipramin austesten, vielleicht habe ich ja das Glück und kann ein paar unbeschwertere schöne Tage mit meiner Freundin verbringen, die sonst durch den Reizdarm so getrübt wären.

Der Doc weiß schon, dass es keine psychische Erkrankung ist. Ja, die Psyche spielt mächtig mit, er sieht es aber nicht so, wie man es früher betrachtet hat, als "Einbildung" und psychische Erkrankung.

Ich habe einen wunderschönen Abend mit Schatzi gehabt, habe gaaaanz viel gekuschelt, habe mich wieder spüren können (und dürfen), es tat und tut richtig gut.
Da ich eben dann noch was gegen die starken Poschmerzen genommen habe....merke ich auch nicht mehr viel von diesem negativen und traurigen Gefühl, das ist das erste mal, dass ich es entfernt nachempfinden kann, warum sich die Leute zudröhen und abschießen, den Rausch lieben. Ich hasse dieses Gefühl immer noch (ist für mich ein Kontrollverlust), weiß aber halt nicht mehr so intensiv von dem Gefühl tagsüber.

Mal schauen wie es morgen wird. Smile, wie war das, aufstehen, Krönchen richten und weiter laufen/ machen.

Gutes Nächtle,
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 30.11.16, 15:11

Liebe Juna,

und wenn Du an Deinem Geburtstag auch mal heulst - egal.
Dann machst Du danach genau das: Nase putzen, Krönchen richten, weitermachen!

Wichtig ist es, sich so Tage wie gestern zu "erlauben". Man "darf" alles schlimm finden (gerade wenn viel auf einmal kommt) und dann auch richtig verzweifeln. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass punktuell etwas komplett zulassen dabei helfen kann, es dann auch wieder ein bisschen hinter sich zu lassen.

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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von padma » Mittwoch, 30.11.16, 18:52

liebe Juna, :)

schön, dass es dir wieder etwas besser geht.

Ich denke, es ist ganz wichtig, in solchen Tiefphasen/Wellen keine vorschnelle Entscheidungen zu treffen. Immer erst mal abwarten.

Wenn du es mit dem Imipramin wegen deines Reizdarms probieren möchtest, dann teste erst eine Minimenge aus, ob du es verträgst.
Ich verstehe, dass du es versuchen möchtest, bin da abe sehr skeptisch, da es ja das Problem nicht wiklich angehen kann.

Hast du denn ernährungstechnisch schon alles versucht?

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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von Juna » Donnerstag, 01.12.16, 13:45

Huhu,

ja, ernährungstechnisch habe ich alles nur für meinen Magen und meinen Darm ausgerichtet -nerv- aber ist halt so.
Ich kann selber nichts mehr anders machen, kann nur dafür sorgen, dass ich nicht zu viel psychischen Stress habe, da der sich sofort auf den Bauch auswirkt und teste halt ziemlich selten noch mit Lebensmitteln rum, um zu sehen ob von dem theoretisch erlaubtem auch noch mehr geht.

Das mit dem heulen ist halt so ne Sache, vor meinem Schatzi kann ich es mittlerweile, da ist es nicht schlimm, vor anderen dann aber schon.
Ja, dass es so Phasen und Tage gibt und auch geben darf, ist mir jetzt auch klar, klingt blöd, ich brauchte aber wahrscheinlich nochmal die Erleuchtung ;)
Es ist jetzt schon besser und erträglicher, ich lasse es jetzt einfach so wie es ist, werde mit meinem Psychiater drüber sprechen und fertig ist.
Es ist halt schon ein Unterschied was das fühlen betrifft, es geht ohne AD noch wesentlich tiefer runter als mit :)

Smile, ja, ich weiß, es ist nur in diesen Phasen echt so, dass ich jetzt verstehe, warum die Leute die auf null sind, wieder was nehmen wollen, wenn es ihnen schlecht geht. Mir ist das theoretisch total klar und logisch, dass ich es nicht wieder möchte, in den richtig tiefen Tiefphasen kommt dieser Gedanke trotzdem auf :(

Ich danke euch und wünsche euch einen schönen, Schmerz- und Beschwerde- armen Tag sowie das "Licht" im Herzen und in der Seele.

GLG
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von TeaTime » Donnerstag, 01.12.16, 13:53

Liebe Juna,

Du schaust nach vorne, und genau das ist richtig !!!

"Auf und Ab" gibt es ja bei jedem Menschen, mit oder ohne Medikamente. Manche spüren das eben mehr, manche weniger. Und wenn man lange Psychopharmaka genommen hat, oder noch nimmt, ist man einfach empfindlicher.

Und klar, haben mache dann den Wunsch, das alles zu betäuben und wieder was zu nehmen, aber betäuben ist eben keine Lösung der Probleme.

Dass Du Dir nun keinen Druck mehr machen willst, wenn es Dich eben mal ganz nach unten zieht, ist der beste Vorsatz !!

Der Druck macht alles noch schlimmer.

Vielleicht wird das nicht immer funktionieren, aber jeder kleine Erfolg ist ein Erfolg !!

Auch Dir einen schönen und beschwerdefreien Tag,

Lieben Gruß,

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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von Juna » Donnerstag, 01.12.16, 15:12

Liebe Tea- Time,

ich habe mich durch das AD glücklicherweise nie betäubt gefühlt, DAS Gefühl mag ich gar nicht, ich mag halt auch das "high- sein"- Gefühl so gar nicht, immer dann, wenn sowas ist, verliere ich die Kontrolle, das geht genauso gar nicht.
Durch meine Verstoffwechselung habe ich die Wirkung aber halt auch so gut wie gar nicht, bzw. nur sehr selten, einzig das Oxygesic Akut lässt mich high- werden DAS reicht mir, bei dem Rest muss ich passen ;)

Danke und GLG
Juna
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von Juna » Donnerstag, 26.01.17, 16:28

Huhu ihr Lieben,

ich war heute zur Besprechung in der Humangenetik,

es ist bestätigt:

Ich bin getesteter High- Metaboliser!!!! Juuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuubel, ich freue mich dermaßen über die Diagnose, dass kann sich keiner vorstellen, das erklärt ganz viel in meiner "Medikamentenkarriere" und Fettleibigkeit.
Sie hat mir das so erklärt, dass ich genauso schnell wie ich die Medis verstoffwechsel die NW´s aufnehme und der Körperstoffwechsel dementsprechend gelähmt wird, deshalb sei es "ganz leicht zu erklären", warum ich bei der Kalorienzufuhr immer noch nicht oder nur seeeeeehr verhalten abnehme.

Hmm, es gibt ein Medikament dagegen, welches man versuchen könnte.
Dieses Medi senkt allerdings die Gerinnung und erhöht somit die Blutungsneigung, was gerade bei mir nicht so dolle ist, da ich nen Faktor 8- Mangel habe (allerdings ist der so gering ausgeprägt, dass ich deshalb nicht mehr oder weniger von der NW habe wie einer ohne meinen Faktor 8- Mangel). Weitere NW´s konnte sie mir nicht nennen, meinte nur "jedes Medi hat seine NW´s, jede Tafel Schokolade aber auch".
Jetzt bin ich mal gespannt, wie das Gutachten aussieht, welches sie meinem Schmerzi schickt, darin schreibt sie auch die Empfehlung und dann bin ich mal gespannt, was mein Schmerzi vorschlägt, ob er meint, dass ich es versuchen soll.
Für mich ist der Reiz hoch, da durch das Medi die Chance bestehen könnte, dass ich dann auch endlich vernünftig abnehmen kann, allerdings hätte ich dann wieder ein Medi mehr, ich war gerade stolz, dass ich "nur noch so wenig" nehme.
Was allerdings ebenfalls nicht von der Bettkante zu weisen ist, ist dass ich dann ne Chance darauf hätte, was gegen die Schmerzen zu nehmen, was dann auch adäquat hilft.
Ob das Medi wirkt, ist allerdings nicht gesichert, bei dem Körper würde ich dann erstmal damit rechnen, dass es nicht funzt, positiv überraschen lassen kann ich mich immer noch.

Wenn ich das richtig gelesen habe, habe ich eine komplette Cytochrom P-450-bedingte Arzneimittelunverträglichkeit (also alle Systeme die darunter fallen sind auffällig gewesen), schriftlich bekomme ich es am 18.2., da habe ich dann den Termin bei meinem Schmerzi.
;) für die, die mir die Info´s gegeben haben, Danke nochmal.

Öhm ja, das wollte ich euch erstmal so mitteilen :)

Ansonsten geht es mir recht durchwachsen, ich habe es jetzt nochmal mit dem Mebeverin gegen den Reizdarm versucht, das hat auch ca. 2 Wochen richtig super geholfen, seit vorgestern habe ich wieder wahnsinnige Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe, gestern war ich bei 9/10 auf der Schmerzskala und mir sind mit jeder Welle die Tränen in die Augen geschossen.

Vom Lamotrigin merke ich hin und wieder Entzugserscheinungen, im Vergleich zu dem, wie es mir aber ansonsten vom Bauch und vom Rücken her geht, sind das Peanuts.
Jetzt möchte ich gerne noch das Levomepromazin endlich weglassen, ich traue mich nicht auf null zu gehen und noch kleiner bekomme ich die Tabletten nicht, ja, ich könnte die Wasserlösmethode nehmen, mein Problem dabei ist allerdings, dass mein Magen sich so sehr ekelt, dass ich den widerlichen Geschmack dann 2x habe, also muss ich wohl noch warten, bis ich nächsten Monat bei meinem Psychiater bin, damit der mir die endlich mal noch niedriger dosiert aufschreibt. Ich bezweifel, dass er das macht, ein Versuch ist es trotzdem wert.

Mein Rücken treibt mich momentan auch wieder an den Rande des Wahnsinns, am 13.2. beginnt meine lang ersehnte Arbeitserprobung, ich möchte die unbedingt schaffen, um dann die Teilhabe am Arbeitsleben absolvieren zu dürfen, ich habe solche Angst, dass mir der Körper einen Strich durch die Rechnung macht, von meiner Angst davor verblödet zu sein ganz zu schweigen. Ich hoffe, dass ich nicht wg. meiner Konzentrations- und Gedächtnisstörungen abgelehnt werde und....ähm ja, ich mache mir wohl zu sehr einen Kopf. Davon hängt für mich aber soooooo viel ab, ohne das Training/ die Teilhabe am Arbeitsleben schaffe ich es nicht in meinen Job zurück zu kommen und das möchte ich doch so gerne.

Seufz, ich weiß, dass ich es wenn ich eine Absage bekomme eh nicht ändern kann, was ich dann machen soll weiß ich allerdings so gar nicht, dann habe ich finanziell ein richtig großes Prob, von meinem restlichen Leben her mal ganz abgesehen.

So, jetzt habe ich genug rumgeblubbert, ich danke euch fürs lesen und wünsche euch noch einen schönen schmerz- und beschwerdearmen Tag.

GLG
Juna
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 26.01.17, 18:37

Liebe Juna :hug: ,
ich freue mich, daß du eine Erklärung bekommen hast, die dich auch beruhigt.
Bin heute noch etwas matschig im Kopf, deshalb muß ich mir die Metabolisierungsgeschichte
später nochmal in Ruhe zu Gemüte führen.
Juna hat geschrieben:Hmm, es gibt ein Medikament dagegen, welches man versuchen könnte.
Weißt du, wie das heißt??
Ich frage deshalb, weil Medikamente, die das Gewichtreduzieren unterstützen sollen, meistens
über das ZNS wirken u. das wäre, glaube ich, nicht so günstig.
Juna hat geschrieben:Weitere NW´s konnte sie mir nicht nennen, meinte nur "jedes Medi hat seine NW´s, jede Tafel Schokolade aber auch".
Naja, der Vergleich hinkt aber ziemlich!! :o
Juna hat geschrieben:Jetzt bin ich mal gespannt, wie das Gutachten aussieht, welches sie meinem Schmerzi schickt, darin schreibt sie auch die Empfehlung und dann bin ich mal gespannt, was mein Schmerzi vorschlägt, ob er meint, dass ich es versuchen soll.
Ja, da würde ich deinen Arzt auch unbedingt einbinden - gerade wegen der Blutgerinnungsgeschichte.

Das heute nur kurz,
alles Liebe, Anna
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von TeaTime » Donnerstag, 26.01.17, 18:47

Liebe Juna,

also endlich mal eine Diagnose und Erklärung zu bekommen für eines Deiner größten Probleme, DAS IST GENIAL !!! :party2:

Also ich würde das Medikament mal testen, absetzen kannst Du es ja immer noch. Einen Versuch ist es doch alle Male wert.

Und dann vielleicht noch etwas zu finden, was bei Deinen Schmerzen hilft....ich finde das sind alles super Infos !!

Und sehe der Arbeitserprobung positiv entgegen, nicht schon im Vorfeld vom scheitern ausgehen, dafür gibt es keinen Grund.
Du hast jetzt so viel geschafft, so viele Situatonen gemeistert, da wirst Du das auch schaffen.

Lasse jetzt im Moment weiteres reduzieren erst einmal sein, damit Du bis dahin auch sicher stabil bleibst.

Und nicht schon weit im voraus überlegen, "was wäre wenn es nicht klappt".... überlege lieber was in der letzten Zeit alles geklappt hat. Immer positiv denken und sich nicht im Vorfeld selber ausbremsen.

Wichtig ist es jetzt, Darm und Rücken in den Griff zu bekommen und zumindest zu stabilisieren.

Du bekommst das hin Juna !!

Lieben Gruß,

TeaTime
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 26.01.17, 18:53

Liebe Juna,

super, dass du deine Ergebnisse hast und jetzt etwas mehr weißt über deine Besonderheiten bei der Verstoffwechselung, ich kann mir so gut vorstellen wie erleichternd das ist :hug:

Mich würde auch mal interessieren welches Medikament dir empfohlen wurde.

Ich verstehe dass eine Gewichtsabnahme und evtl bessere Wirkung von Schmerzmitteln sehr verlockend klingt, aber ich würde doch gut Risiken und Chancen abwägen, aber das machst du ja auch. Das würde ich sowieso inzwischen bei jedem Medikament machen, ich denke es gilt nicht nur für Psychopharmaka dass viele Präparate auf dem Markt sind deren Nutzen begrent sind und deren Risiken nicht unbedingt bekannt. Aber vielleicht ist es ja auch wirklich das richtige für dich.

Mich würde es auch einfach aus Neugier interessieren, welches Präparat das ist und wie es wirkt.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von Juna » Donnerstag, 26.01.17, 22:55

Huhu ihr Lieben,

DANKE für eure Antworten.
Lach, der Name interessiert mich auch, ich Honk habe nicht nachgefragt, jetzt muss ich halt noch bis zum 18. warten, ich möchte auch gerne wissen, wie es wirkt und wo es eingreift, wenn es ins ZNS geht, sinkt meine Motivation schon drastisch es ausprobieren zu wollen.
Nee, das Medi soll ja nicht wg. dem Gewicht wirken, DAS wäre nur eine seeeeehr positive Nebenwirkung, die auch nicht eintreten muss.
Vorsichtig und kritisch bin ich bei Medis (mittlerweile) eh, da wäge ich fünfmal ab, ob es das Wert ist.
Es soll wenn ja auch eher wg. der Schmerztherapie sein, zur Zeit kann ich 80 mg Oxygesic Akut nehmen und habe davon so gut wie gar keine schmerzlindernde Wirkung mehr, ich bin noch nicht mal mehr wirklich high und das war ich zu Anfang schon von 20 mg. Bei den 80 habe ich auch ein mega schlechtes Gewissen, glücklicherweise kommt das max. einmal im Monat vor, dass ich mir erlaube etwas zusätzlich zu nehmen, weil ich die Schmerzen nicht mehr aushalte, ich mag halt auch das wenige high- sein nicht.

Ansonsten lasse ich mich mal überraschen. Grml, ich habe schon versucht etwas im Netz zu finden, meine Suche war definitiv erfolglos ;)

GLG
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von Juna » Mittwoch, 26.04.17, 11:56

Huhu ihrs,

so, ich glaube jetzt schaffe ich es endlich hier zu schreiben.
Es ist ne Menge passiert und ich gehe zur Zeit durch die Hölle auf Erden.
Das Schöne hier im Forum ist, ich muss mich NICHT rechtfertigen und erklären, warum ich in der jetzigen, seit ca. 2 Monaten andauerenden und immer tiefer werdenden schweren depressiven Episode, mit meinem Psychiater übereingekommen bin, eben KEIN AD oder ähnliches zu nehmen.
Ich war am Donnerstag in einer Borderline- Ambulanz und hatte dort ein richtig gutes Erstgespräch, der Doc sagte dann doch tatsächlich zu mir, zum einen, er würde nicht in meine Medikation eingreifen, da ich schließlich einen Psychiater habe und zum anderen, dass es für meine Erkrankung eben KEIN Medikament gibt und er es gut findet, dass ich diese Einstellung habe und eben nichts nehmen möchte.

Ich sollte aber von Vorne anfangen denke ich.
Also zum einen, die "Erlösung" bzgl. eines Medis hat sich in Luft aufgelöst. Ich müsste Clopridogrel nehmen und DAS ist für mich keine Option, für meinen Doc übrigens auch nicht. Von wegen, die NW ist eine erhöhte Blutungsneigung, das ist ein Blutverdünner, wie mein Vater ihn wg. seiner Herzinsuffizienz neuerdings wieder nimmt (es gibt da wohl neue Gidelines, er war so stolz, dass er jahrelang kein Marcumar mehr nehmen musste, jetzt hat irgendjemand gesagt, dass Patienten mit einer Herzinsuff. doch Blutverdünner nehmen müssten und jetzt schluckt er sie brav, inclusive der ganzen Gefahren und NW´s, naja, jeder so wie er mag, wenn der Doktor das sagt, dann stimmt das schließlich).
Das kommt für mich nicht in Frage, ist mir viel zu riskant und gefährlich, dann lebe ich lieber so wie bisher und habe, hihi, noch einen "Grund" mehr, warum ich eh keinen PP´s nehmen brauch/ möchte, die Wirkung wird wahrscheinlich eh nicht eintreten ;)

Ich hatte ja geschrieben, dass ich endlich die Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben starten „durfte“. Naja, dort hieß es sofort, ich müsste von null auf hundert acht Stunden dableiben, genau DAS, warum ich eben eine LTA machen möchte, weil ich das weder physisch noch psychisch kann.
Es hieß übrigens vorher, dass das gesteigert wird, dementsprechend war auch meine Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit und Panik nach der Info am ersten Tag.
Naja, es wurde dann vereinbart, dass ich stundenweise höher gehe.
Ich bin in den drei Wochen in denen ich da war, durch die Hölle gegangen, ich hatte Dauerstarkschmerzen und war bei 9, iwas auf der Schmerzskala, ich war allerdings dann soweit, dass ich die restlichen 2 Wochen voll geschafft hätte, da ich einiges „angepasst“ hatte.
Soweit ist es aber nicht gekommen, da ich vorher aus der LTA geflogen bin, „netterweise“ hat die Rentenversicherung mir die komplette Bewilligung entzogen, da „die Fehlzeiten nicht vertretbar seien und es ja keine Kommunikation mit dem Rehaberater vor Ort gab“. Der Knaller ist, somit WUSSTE die Stätte, dass die RV das nicht mitmacht, wenn das stundenweise gesteigert wird, die Maßnahme war von vornherein zum scheitern verurteilt. Das hat man mir natürlich nicht gesagt, es hieß auch, ich müsse nicht mit dem Rehaberater kommunizieren.
Die haben mich an dem Tag des Rauswurfs dermaßen abgekanzelt, das war wie ein Strafgericht, es wurde mir wirklich alles im Munde umgedreht, alles was in irgendeiner Weise positiv war, wurde negativ gemacht, es wurden Lügen erzählt und...es war der Horror.

Damit haben die mir jegliche Lebensgrundlage geraubt, meine Zukunft zerstört und mich in den finanziellen Ruin getrieben.
Das Geld welches ich jetzt bekomme, deckt noch nicht einmal meine Grundkosten, Kleidung geht gar nicht und Nahrung...keine Ahnung, momentan klappt es noch, wenn die paar Euros, die ich noch auf dem Konto hatte, dann allerdings weg sind, kann ich mir diese wohl auch nimmer leisten.
Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll, wenn Schatzi nicht wäre, wäre ich glaube ich nicht mehr, ich kann nicht mehr, mag nicht mehr, will nicht mehr, ich weiß nicht, warum und wofür ich kämpfen soll, ich kämpfe wie ein Löwe und falle immer wieder auf die Nase.
Ich möchte doch nur endlich wieder arbeiten gehen können. Ich bekomme auch keine Rente, da ich „nur“ temporär erwerbsunfähig bin, allerdings wäre das noch weniger meine ich.
Ich dachte, es geht dann nimmer weiter, zur Zeit mahlen die Mühlen trotzdem weiter, ich habe einen Widerspruch eingelegt und meinem Rehaberater vor Ort eine Mail geschickt. Er kann eh nichts für mich tun, naja, an die Arge habe ich auch ne Mail geschickt, die können aber auch nichts für mich tun.

Das Schlimmste ist….in dem Bericht steht jetzt drin, bevor die RV jemals wieder aktiv wird, MUSS ich eine DBT machen (spezielle Therapieform, die u.a. für Menschen mit einer Borderline- Persönlichkeitsstörung entwickelt wurde). Die Psychologin da hat, ka (Achtung Unterstellung) wahrscheinlich irgendwann mal irgendwo gelesen oder gehört, dass Menschen mit einer BPS eine DBT machen müssen. Das ist für sie Fakt und da ich eben noch keine gemacht habe, es zumindest nicht schriftlich nachweisen kann, muss ich diese jetzt machen, sofern ich noch einmal Unterstützung von der RV haben möchte (auf die ich e i g e n t l i c h angewiesen bin). Deshalb war ich halt auch in der Borderline- Ambulanz, dort wird die DBT ambulant angeboten, da stationär für mich keine Option ist, ich habe es auch von meinem Psychiater schriftlich, dass ein stationärer Aufenthalt gerade im Moment für mich absolut kontraindiziert ist.
Total klasse finde ich, dass der Doc in der Ambulanz sich meine 2 Begründungen gegen einen stationären Aufenthalt angehört hat (halt Rücken und der Halt durch meinen Partner) und dann gesagt hat, er würde mich am liebsten sofort stationär aufnehmen, er hat aber verstanden und wird das deshalb auch nicht mehr ansprechen. HAMMER, ich habe mich noch nie so ernst und für voll genommen gefühlt, er hat auch überhaupt nichts gesagt, als ich sagte, dass ich trotz meiner Masse, im Kopf und im Verhalten immer noch magersüchtig bin, er hat argh, sogar Anorexie auf seine Diagnosenliste geschrieben, staun.

Das was in letzter Zeit positiv ist (ich habe es im „Abnehm“- Thread schon geschrieben), das mein Gewicht fällt. Langsam und wenig, aber gefühlt beständig.
UND, haha, der sogenannte EFL- Test während der Arbeitserprobung, welcher ergab, dass ich max. 3h/ Tag arbeiten kann (und dann iwie zur Zeit doch nicht???!!), hatte den positiven Effekt, dass ich etwas an meinem „Training“ geändert habe, ich gehe jetzt 2x/ Woche schwimmen, gehen 2x/ Woche mit Stöcken „spazieren“ und an den restlichen Tagen laufe ich in der Regel auch noch iwie durch die Gegend, und wenn es nur die 3,5 km zur Physio und zurück sind. Zusätzlich habe ich meine tägliches Trainingsprogramm mit dem Flexistab und dem Theraband verbessert und geändert. Was soll ich sagen, es lüppt vom Rücken her zur Zeit was besser. Sitzen geht immer noch nicht und wird wohl laut Neurochirurg auch nie wieder wirklich funzen, ich muss also immer zwischen stehen und sitzen wechseln, naja, das war mir eh schon klar, gerade nach diesen drei Wochen.

Ich versuche mir schöne Momente zu machen, nutze die Bewegung als AD, habe zumindest beim schwimmen für ne Stunde Ruhe von den blöden Gedanken, dem Hass, der Wut, dem Wunsch mich zu verletzen. Es geht, ich lebe, auch wenn das Loch immer tiefer und schwärzer wird.
Jetzt muss ich wieder warten, wenn der Widerspruch wieder über ein Jahr dauert, habe ich durch die „netten“ Spielchen der RV nicht nur jeglichen Anspruch auf Krankengeld für 3 Jahre, sondern auch den Anspruch auf ALG1 verwirkt. Klasse, super Sozialsystem.

Naja, ich habe das Levomepromazin jetzt doch reduziert, sonst komme ich nachher doch nicht dazu und erstaunlicherweise hatte ich nur ein paar Nächte komplett ohne Schlaf, zur Zeit schlafe ich Pi mal Daumen wieder so 3h, das ist mehr als ich mir erhofft hatte, ich hoffe jetzt, dass ich das in nächster Zeit noch weiter reduzieren und dann absetzen kann.

So, alles geschrieben.
DANKE für´s lesen.
Die Info bzgl. des Teams habe ich gelesen und wie schon in dem MSM- Thread geschrieben, finde ich es sehr wichtig, dass das beachtet wird und dass ihr es für euch auch beachtet und auf euch achtet.

Ich wünsche euch einen schönen Tag,

LG
Juna

Oh, das hätte ich fast vergessen, seit dem Rauswurf habe ich "netterweise" neuerdings mit Panikattacken zu kämpfen, die kommen dann meistens gepaart mit Heulkrämpfen, wobei ich die Heulkrämpfe auch so bekomme, mittlerweile heule ich nicht mehr zu 50% am Tag, es vergeht aber kaum ein Tag, an dem ich nicht vor Verzweiflung, Angst, Panik oder was weiß ich heule, weil ich halt keinen Ausweg weiß. Dafür habe ich nicht mehr mehrmals am Tag diese Heulkrämpfe, ist doch auch schon mal etwas.
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von padma » Donnerstag, 27.04.17, 19:04

liebe Juna, :)

es tut mir so leid, wie sie mit dir umgegangen sind. :hug:
Es ist so unsäglich, wie man von diesen Behörden etc. teilweise behandelt wird. :frust: (Ich habe da auch so meine Erfahrungen). Das kann einem wirklich den Rest geben.

In deinem Beitrag klingt durch dass du dich nicht unterkriegen lässt und du weiter für dich kämpfst. :D
Jetzt muss ich wieder warten, wenn der Widerspruch wieder über ein Jahr dauert, habe ich durch die „netten“ Spielchen der RV nicht nur jeglichen Anspruch auf Krankengeld für 3 Jahre, sondern auch den Anspruch auf ALG1 verwirkt. Klasse, super Sozialsystem.
Wenn sie nach 3 Monaten noch nicht reagiert haben, kannst du eine Untätigkeitsklage beim Gericht einreichen. Das würde ich unbedingt machen.

Gut, dass du in der Borderlineambulanz verständnisvoll behandelt wurdest. Einer Freundin von mir (ebenfalls Borderline Diagnose) hat übrigens DBPT sehr geholfen, sie hat damit die Selbstverletzungen in Griff bekommen und hat mittlerweilen auch keinen diesbezüglichen Druck mehr.
Ich versuche mir schöne Momente zu machen, nutze die Bewegung als AD, habe zumindest beim schwimmen für ne Stunde Ruhe von den blöden Gedanken, dem Hass, der Wut, dem Wunsch mich zu verletzen. Es geht, ich lebe, auch wenn das Loch immer tiefer und schwärzer wird.
Das finde ich wirklich enorm, dass dir das gelingt. Ja, du lebst und irgendwann wird es auch wieder heller werden.

Das Leben kann wirklich so hart sein, aber du schaffst das. :hug:

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von Juna » Freitag, 12.05.17, 10:33

Liebe Padma :hug: ,

Danke für Deine Nachricht :hug:
padma hat geschrieben:Gut, dass du in der Borderlineambulanz verständnisvoll behandelt wurdest. Einer Freundin von mir (ebenfalls Borderline Diagnose) hat übrigens DBPT sehr geholfen, sie hat damit die Selbstverletzungen in Griff bekommen und hat mittlerweilen auch keinen diesbezüglichen Druck mehr.
Ich bin jetzt glücklicherweise schon über 1,5 Jahre ohne, nennen wir es mal "aktive" Selbstverletzungen, ich habe also so lange schon nicht mehr geschnitten (ich habe es beim letzten mal auch "etwas" übertrieben :shock: ). Das heißt allerdings nicht, dass ich keinen Druck habe oder mir nicht eben mit anderen Verhaltensweisen schade :?
Echt? Sie hat es geschafft noch nicht einmal mehr den Druck zu verspüren? Wow und krass, ich dachte, damit müsste ich immer leben, ich würde halt anders damit umgehen, mir meine Skills schnappen und an der Achtsamkeit arbeiten. Auszüge aus der DBT habe ich in der Psychiatrie auch schon gemacht, ich habe es halt nicht schriftlich, zur Zeit arbeite ich mit dem interaktiven Skillstraining, demselben Programm, welches in der DBT auch genutzt wird, ich muss mal endlich wieder aktiv weiter machen, da ich zur Zeit eher still stehe, naja, besser etwas machen als gar nichts.

Wow, ich war gestern beim Schmerzi und habe meine Blutergebnisse besprochen, bis auf den Vitamin D- Wert ist alles top, der ist allerdings nur bei 10,9.
Ich habe jetzt Dekristol 20000 i.E. bekommen, davon soll ich initial 5 Kapseln/ 100000 i.E. nehmen und dann einmal in der Woche 2 Kapseln/ 40000 i.E.

Es wäre eine mögliche Erklärung dafür, weshalb diese nervigen Depris immer schlimmer und tiefer werden, könnte erklären, warum meine Schlafstörungen momentan wieder ziemlich strange sind und ich hätte noch ne Erklärung dafür, warum ich gerade in letzter Zeit dermaßen heftige Ganzkörperschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Sehnenschmerzen und eine unheimliche körperliche/ muskuläre Schwäche habe. ;) von der Antriebslosigkeit und dauernden Müdigkeit, selbst wenn ich lang genug geruht habe, mal ganz zu schweigen.
Naja, allerdings stehen die exogenen Ursachen für die Depri und die Depri an sich, plus die Schlafstörungen und die Fibro/ generalisierte Schmerzstörung halt "dagegen". Ich bin mal gespannt, ob sich etwas ändert, es würde mich freuen.

Eine Erklärung für meine ständigen Schwitzattacken, das unheimliche frieren (teilweise ist mir heiß und kalt gleichzeitig) und die extreme Kälte der Gliedmaßen, insbesondere der Hände und Arme habe ich leider- glücklicherweise nicht bekommen. Ich grübel noch, welcher Entzug da mitmischt, da dieser Zustand jetzt schon länger besteht und einfach nur nervig ist, ich trage bevorzugt schwarz, allerdings haben die Klamotten, vor allem die Hosen, nach einmaligem Tragen "nette" weiße Ränder an den Knien :evil: aus finanziellen Gründen habe ich zur Zeit nur eine Hose und diese ist noch viel zu groß, es nervt halt, die "stressig" waschen zu müssen, seufz.
padma hat geschrieben:Wenn sie nach 3 Monaten noch nicht reagiert haben, kannst du eine Untätigkeitsklage beim Gericht einreichen. Das würde ich unbedingt machen.
Danke für den Tipp, ich werde es im Auge behalten.
Grml, wie könnte es anders sein, der Mensch vom VDK schrieb, dass der Entzug der Bewilligung primär erstmal voll okay sei, jaahaaa, ich sag doch, die haben mich von vornherein über den Tisch gezogen, naja, mal schauen, was er jetzt noch so sagt, er hat auch angefragt, ob das "dauerhaft" sei oder nur temporär, bin mal auf die Antwort gespannt.
Als ich die Schreiben gesehen habe, noch mehr Lügen entdeckt habe, ist mir erstmal wieder ein Stück mehr Boden unter den Füßen entglitten, heftig, was die mit uns abziehen, da stimme ich Dir voll zu.

Zu allem Überfluss habe ich am Montag auch noch ein "Konfliktlösungsgespräch" oder so ähnlich, mit der Mietgenossenschaft, ich bin den Nachbarn unter mir, zu laut, seit dem ich hier in den Altbau gezogen bin, naja, jetzt darf ich antanzen, weil die Herrschaften sich wohl durch....öhm....diverse Aktivitäten noch mehr gestört fühlen. Grml, ich halte mich an die Ruhezeiten, nehme seit 5 Jahren Rücksicht ohne Ende....und habe jetzt die Nase voll, mal schauen, was die Frau da am Montag sagt, und welche Kompromisse ich eingehen soll, ich habe Schatzi dabei, wir haben uns schon Argumentationsketten überlegt und ich habe beschlossen, die Rücksichtnahme gibbet nimmer, habe ich keinen Bock drauf, hätte die Dame eh geleugnet, jetzt wird sie es eventuell merken, :frust: :frust: :frust: :evil: :evil: :evil: :sports:
Soll sie doch mal die Polizei rufen, wg. einer Ruhestörung mitten am Tag von max. einer Stunde, außerhalb der Mittagsruhe....wenn die kommen und mir das sagen...dann nehme ich mir davon auch etwas an :censored:
Ich bin sooooooooooooooooooooooooo wütend, gleichzeitig hat mich das wieder voll umgehauen, abstürzen lassen und ich habe.....schäääääm.....Angst :(
Naja, bin mal auf Montag gespannt, seufz

Ähm ja, iwie hört es momentan nicht auf.

Ach so, wg. der heftigen Sehnenscheidenentzündung am Daumen/ Handgelenk soll ich jetzt Naproxen nehmen, ich habe festgestellt, dass ich das noch nie getestet habe, allerdings geht das Zeug auf den Magen (O- Ton des Doc´s, dann nehmen sie halt für 2 Wochen wieder einen PPI, das macht nichts und ist nicht schlimm :censored: klaro, nur mein Rebound und was weiß ich, von der vermutlichen Nichtwirkung, abgesehen von den NW´s mal ganz abgesehen, hrmpf, wenn dann werde ich es mit mehr Heilerde versuchen) und ich weiß halt nicht, ob es überhaupt iwie wirkt, weil halt IBU und Co (die NSAR´s) bei mir alle durchweg keine Wirkung haben.

Naja,.....danke für´s lesen :)

GLG
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Re: Venlafaxin und Levomepromazin

Beitrag von Jamie » Freitag, 12.05.17, 10:49

Hallo Juna,

ganz kurz, initial 50.000 IE kann nach hinten losgehen. Vitamin D kann aktivierend wirken und Entzugssymptome triggern.
Das kann unangenehm werden.
Für Entzügige können schon 1000 IE zum Problem werden. Eigentlich würde ich dir raten für 6€ ein Päckchen Vigantoletten 1000IE in der Apo zu holen und es mit kleinen Dosen anzutesten und wenn du es verträgst, kannst du aufs Dekristol wechseln, aber das muss du entscheiden.

Bitte nimm Vitamin D zu einer fettreichen Mahlzeit ein; es wird besser aufgenommen.

Grüße
Jamie
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