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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 09.12.17, 20:19

Hallo Lolla,


zum Mönchspfeffer hat dir Annanas :) ja schon alles Nötige geschrieben.

Bei mir war es so, dass sich die Schleimhaut in der Gebärmutter immer zu hoch aufgebaut hat. Ich habe dann erst zu spät angefangen zu bluten und dann nicht mehr aufgehört.
Der Hormonstatus im Blut war dabei aber normal.
Irgendwann habe ich dann gar nicht mehr aufgehört zu bluten.
Ich habe dann ein Progesteronpräparat genommen und trotzdem weiter geblutet.
Irgendwann war dann der HB Wert bei 10 und es konnte nicht so weiter gehen. :zombie:
Also wurde ausgeschabt.
Ich habe das wirklich gut weggesteckt, trotz der Vollnarkose. Der Eingriff wurde donnerstags durchgeführt und Montag konnte ich schon wieder arbeiten.
Geblutet habe ich übrigens trotzdem noch vier Wochen, in denen ich nicht mal Tampons benutzen durfte. :o

Hoffen wir mal gemeinsam, dass dir da erspart bleibt. :hug:

LG Ute
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Freitag, 15.12.17, 11:22

Hallo an Alle :)
Ich war am Mittwoch bei dem anderen Arzt, wegen der Zweitmeinung und es ist alles gut :D :D
Es ist ein Bekannter meines Papas, insofern hatte ich wahrscheinlich einen kleinen Bonus in Punkto auf die Patientin eingehen, zuhören und die Untersuchung.
Es fing damit an, dass bei so jungen Frauen wie mir (ich werde 30) seiner Meinung nach Ausschabungen nicht gemacht werden, insofern hatte er mir schon vor der Untersuchung einiges an Panik und Nervosität genommen.
Hatte mir alles aufgeschrieben, was ich fragen und erzählen wollte. Er fing dann auch mit Pille an, hat aber gemerkt, dass ich das nicht möchte und eingelenkt.
Ob Progersteon eine Option wäre, wird abgeklärt. Er hat die kompletten Hormonwerte abnehmen lassen, das Ergebnis bekomme ich nächste Woche.
Bei der Untersuchung sagte er, dass alles abgeblutet ist und er nicht wüsste, was die Kollegin da gesehen haben will.
Er war auch bisher der Einzige Arzt, der sich Sorgen um die Gesundheit meiner Knochen gemacht hat, wegen den Hormonwerten und der oft ausbleibenden Blutung. Das erschien mir schon ganz kompetent!
Ich bin über alle Maßen erleichtert und will euch allen nochmal danken, denn mein Thread hier hat mich doch sehr gestützt in dieser turbulenten Zeit! :group:
Ich nehme daraus mit, dass ich grundsätzlich bei solchen Situationen immer die Meinung eines anderen Arztes noch mit einholen werde, schon krass, wie unterschiedlich die beiden agiert haben.
Mein Vorhaben derzeit ist es meinen Entzug erstnoch eine Weile zu beobachten. Es kommt wirklich alles in Wellen und ist so leider nicht vorhersehbar.
Wenn das alles so klappt, dann will ich im Februar anfangen mit Amisulprid, von 200mg runter auf 180mg.
Ich hoffe, es kehrt jetzt mal ein wenig Ruhe ein, die Arbeit werde ich wahrscheinlich von dem Stundenumfang her reduzieren, da ich gerade noch mehr Zeit als sonst für mich brauche.. :party:
Danke Ute, dass du deine Erfahrung mit mir geteilt hast!! Tut mir Leid, dass du um diesen Eingriff damals nicht drumrum gekommen bist.... :cry:
Freut mich, dass Mönchspfeffer dir hilft, ich bin auch sehr dankbar, dass ich ihn für mich entdeckt habe!
Auch dir herzlichen Dank Anna, habe mir die Symptomtrigger angeschaut und muss wohl verstärkt darauf achten, was ich so zu mir nehme und generell auf meine Lebensumstände. Andererseits sehe ich das so, wie bereits beschrieben, ich acht mehr auf mich, kümmere mich besser um mich und glaube (hoffe), ich kann mich langfristig auch besser wertschätzen und annehmen. Habe in den letzten Wochen echt einiges in meinem Leben verändert :party2:
Ich wünsche euch einen guten Wochenabschluss und ein schönes Wochenende, ganz liebe Grüße, LOLLA :group:
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Donnerstag, 28.12.17, 10:30

Guten Morgen an Alle,

ich hoffe, ihr habt Weihnachten alle gut verbracht und überstanden. :roll:
Ich für meinen Teil bin froh, dass es rum ist...
Ich habe eine Frage, am 30.11 bin ich mit der Mini Dosis Venlaflaxin gestartet (2,5mg), nehme 8 Kügelchen täglich ein. Meine Hoffung war, dass es mir helfen könnte den Entzug besser zu meistern...
Jetzt werde ich etwas unsicher. Zwar denke ich, dass ich noch nicht "über den Berg" bin, aber möchte es vermeiden, dass ich von einer neuen Substanz abhängig werde.
Bin mir auch unsicher, ob es im Hinblick auf den bevorstehenden Entzug mit Amisulprid sinnvoll wäre, es drin zu lassen, oder ob es das Beste wäre, jetzt davon loszukommen. Habe es jetzt ca einen Monat eingenommen und muss laut der Recherche hier auch langsam (10%) ausschleichen.
Amisulprid wird definitiv eine große Baustelle, die ich erst nach meinem Umzug in eine andere Wohnung starten werde.
Vielleicht habt ihr einen Rat für mich bezüglich des Venlaflaxins. Grundsätzlich bin ich sehr dünnhäutig und ängstlich und die Arbeit ist schwer, weil ich da immer gezwungen bin raus zu gehen und nicht vermeiden kann. Das ist gut, denn so komme ich nicht gänzlich in die Vermeidung, andererseits ist es sehr anstrengend und manchmal kann ich nichtmerh unterscheiden, zwischen dem, was wirklich nicht geht und dem, dass ich zu vermeiden suche.
Ich versuche da sehr ehrlich mit mir umzugehen, dennoch ist es sehr komplex.
Werde mit der Arbeit auf 70 h runtergehen, statt 80. Manchmal habe ich auch Doppeldienste, dass sind dann bis zu 15 h am Stück.Wenn ich Glück habe, dann nimmt meine Chefin mich da wenigstens raus, oder nimmt etwas Rücksicht.. :zombie:
Liebe Grüße an Euch alle und einen guten Rutsch, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 28.12.17, 13:29

Hallo lolla,

hat dir das Venla denn geholfen ?
Wenn ja, dann würde ich auf jeden Fall noch abwarten.
Es tut deinem ZNS sicher gut, sich nun eine Weile an eine gleichbleibende Dosis anpassen zu können.
Das Amisulpirid würde ich erst absetzen, wenn du eine Weile relativ stabil bist und in deinem Umfeld keine großen Veränderungen oder Belastungen abzusehen sind.
Gut, dass du deine Arbeitszeit etwas reduzieren konntest.
Ich wünsche dir auch einen guten Start ins neue Jahr.

LG Ute
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 30.12.17, 9:17

Hallo Ute :)

ob mir das Venla hilft, oder geholfen hat, kann ich leider nicht sagen, es war ja ursprünglich als Deckelung des Escitaloprams gedacht und das hilft ja anscheinend selten...
Aber, dass ich meinem ZNS mal ne Erholung geben sollte, damit hast du wahrscheinlich Recht! :party:
Weiterhin bin ich sehr sensibel und schnell überlastet und an meinen Grenzen..
Ich habe das Gefühl, dass meine zwischenmenschlichen Ängste zunehmen und ich damit insgesamt schlechter umgehen kann, als vorher.
Das könnte an dem Entzug des Escitaloprams liegen, aber ich bin mir auch nicht wirklich sicher.
Es ist nicht leicht, weil ich ja in einem sozialen Beruf arbeite, auch wenn ich eine tolle Arbeitgeberin habe, die mich sehr stützt. Trotzdem gerate ich so oft in Situationen, die ich sonst gerade eher meiden würde, wie z.B. den Trubel in der Stadt. :vomit:
Danke für die guten Wünsche,
alles Liebe, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 06.01.18, 19:02

Hallo ihr Lieben :)

ich würde gerne ein paar Gedanken festhalten, da mich so vieles beschäftigt.
Ich habe ja wieder mit meiner Arbeit angefangen, auch wenn ich Stunden reduziert habe (arbeite 70h im Monat). Leider ist es nach wie vor so, dass ich sehr sehr ängstlich bin und auch, wenn ich nicht auf der Arbeit bin (wo ich mir selbst den Druck mache funkionieren zu müssen), Dinge und Situationen vermeide.
Auch meine Arbeigeberin und gleichzeitig die Dame, die ich auch unterstütze, hat mich darauf angesprochen, dass ich mich verändert habe und sie Rücksicht auf mich nimmt, wenn es z.B. darum geht in die Stadt zu gehen, etc. Auf der einen Seite is das sehr rücksichtsvoll von ihr und nett. Auf der anderen Seite belastet es mich, weil wir im letzten jahr viel mehr zusammen unternehmen und erleben konnten (sind z.B. auch in eine Disco gegangen).
Mir ist die Beziehung zu ihr wichtig und ich mag sie gerne.
Ich überlege, was ich aktiv tun kann, um meine Ängste besser "im Griff" haben zu können. Meistens sind sie dann übermächtig, wenn ich mich wieder in einem kindlichen Modus befinde, dass geht bei mir manchmal in sekundenschnelle. Das ist dann oft sehr schmerzhaft und unaushaltbar, weil dazu noch mein inneres Kind "Terror" macht, weil ich es dann nicht beschützen kann. Ich glaube, das trifft es auf den Kopf.
Ich habe ein sehr großes Problem damit Wut zuzulassen und zu äußern, weil ich schon vorher so große Angst vor der Reaktion meines Gegenübers habe.
Diese Angst lähmt mich, das führ dazu, dass ich gar nichts mehr sage und mich anschließend wie ein Feigling fühle. Das is so seit jahren mein teufelskreis, aus dem ich nicht rauskomme und der meistens ob kurz oder lang zu einem Desaser führt. :frust:
Manchmal überlege ich, ob das auch eine Nebenwirkung des Amisulprids sein kann, dass sich Wut sofort in Angst umwandelt und gar nicht rauskommt, so sehr ich mir das auch wünsche.
Ich sah letztens einen Film, wo ein Mann, der Neuroleptika einnahm, bemerkte, dass diese Wut unterdrücken und einem Arzt erklärte, was das mit einem macht, wenn die Wut nicht raus kann.
Er sagte: "Wissen sie, was passiert, wenn die Wut nicht raus kommt? Das macht innerlich tot.."
Das ist mir irgendwie im Kopf hängengeblieben und das bringe ich mit meinem Teufelskreis irgendwie in verbindung. Ich nehme Amisulprid nun seit 10 Jahren und auch, wenn ich mich wenig an die Zeit davor erinnern kann, so war das Problem mit Wut und zu Wehr setzen damals nach meinem Gefühl nicht so schwer wie es jetzt ist.

Mein Entzug mit Escitalopram ist glaube ich auch noch nicht durch, ich habe an manchen Tagen sehr starke Kopfschmerzen und Druck auf den Augen und ein Gefühl von Nebel im Kopf. Ergeht es mir so, dann kann ich nicht anders, als den ganzen Tag im Bett liegen. Könnte mir auch gu vorstellen, dass die Ängste auch davon nochmal angekurbelt worden sind.
Zu dem Venlaflaxin, was ich nach wie vor nehme (2,5mg) habe ich gar kein Gefühl, kann nicht sagen, ob es mir hilft, oder ob ich dadurch Nebenwirkungen wahrnehme, auch, weil der Entzug mit Escitalopram, also Dosis auf 0 jetzt erst knapp 2 Monate her ist.

Das sind so meine Gedanken am Samstag Abend. :whistle: War jetzt einfach ein kleiner Tagebucheintrag für mich und für die, die es lesen mögen.
Ich wünsche euch allen ein schönes, symptomarmes Wochenende,
viele Grüße, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Gwen » Samstag, 06.01.18, 19:52

Liebe Lolla,
ich finde es beeindruckend, wie klar und reflektiert Du Deine Gedanken und Gefühle zu dieser Wut und den Ängsten und was sie mit Dir machen ausdrücken kannst. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Medikamente einen Einfluss darauf haben, wie wir mit solchen Emotionen umgehen. Ich war früher praktisch nie wütend oder aggressiv, aber jetzt im Entzug muss ich manchmal so die Zähne zusammen beißen und sage auch teilweise wesentlich deutlicher wenn mich was nervt....In mancher Hinsicht ist das gut, weil ich Dinge dann eben nicht in mich rein fresse und dann nicht depressiv reagiere (ich habe schuld, bin schlecht etc), aber andererseits ist es manchmal auch einfach übertrieben und ich kann es dann aber trotzdem erst Mal nicht ändern, dass ich diese Wut in mir habe.

Vielleicht ist das bei Dir ähnlich, nur andersherum, dass Du diese Wut eben früher besser ausdrücken konntest und die dich jetzt eher in Angst verwandelt.

Was meinst Du denn, findest Du es gut, dass Deine Chefin Rücksicht nimmt? Sonst könntest Du ja auch mit ihr sprechen und ihr könnt vereinbaren, dass ihr probiert, welche Aktivitäten Du schaffst. Wenn sie so verständnisvoll ist, könnte ich mir vorstellen, dass sie da auch kein Problem damit hat wenn Du ihr ehrlich sagst, dass Du in einer bestimmten Situation überfordert bist. Einen Ausflug in die Stadt zB kann man ja dann auch beenden oder irgendwo hin gehen, wo es ruhiger ist.

Wie ist das denn, wenn Du Dich in diesem "Kind-Modus" befindest. Kannst Du Dir dann klar machen, dass Du heute eben kein Kind mehr bist und Dir bewusst machen, das Du als Erwachsene Handlungsmöglichkeiten hast und der Situation nicht ausgeliefert bist?

Ich wünsche Dir einen schönen Abend,
Liebe Grüße Gwen
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 06.01.18, 20:17

Liebe Gwen,
danke, dass du mir deinen Umgang mit Wut schilderst. Ich finde es gut, dass du sagen kannst, wenn dich etwas stört, selbst wenn es manchmal "übertrieben" ist.. 8-)
Wie beschrieben fehlt mir das komplett. Leider ist es auch so, dass ich Unbehagen gegenüber den Leuten, die mir nahe stehen besser äußern kann, als bei Fremden, oder solchen, die ich nicht mag. Ich finde das schon fast unfair von mir. Alle Fremden machen mir in solchen Momenten zu viel Angst, auch wenn ich weiß, dass meine Freunde einen viel größeren Stellenwert in meinem Leben haben (haben sollten).
Es ist so, dass ich wohl Menschen Macht über mich gebe, die sie eigentlich nicht haben dürfen, ist das verständlich? Also unbedeutende Dinge, Sätze, oder Personen bekommen dadurch Macht, weil ich nichts sagen kann, mir zuviele Gedanken mache und in große Anspannung verfalle und mir ausmale, was alles passieren kann... :x
Das Gefühl, dass der Entzug "genervtheit" auslösen kann, nehme ich allerdings auch wahr... Manche Dinge machen mich wütend, obwohl es nur Kleinigkeiten sind...
Aber das große Thema Angst und im Modus bleiben schwebt immer über mir.
Ich mag meine chefin sehr gerne, sie ist ein lieber Mensch. Ob ich die Rücksicht gut finde weiß ich nicht. Auf der einen Seite schon, aber das könnte auch meine Seite sein, die gerne vermeidet...
Auf der anderen Seite finde ichs schade und verfalle gleich in Selbstmileid, weil ich die Zeiten vermisse, wo das anders war.... :zombie:

Ich habe für mich leider nich wirklich viele Strategien, wie ich wieder in meinen erwachsenen Modus komme. Mit meiner früheren Therapeutin haben wir daran gearbeitet, dass ich mir dann sage, wie alt ich bin und das ich eben jetzt erwachsen bin..
Leider fällt mir das in solchen Situationen partout nicht ein. Das Einzige was mir etwas hilft, ist mein Akkupressurring, den ich immer trage, wenn ich aus dem Haus gehe. Den drücke ich kräftig, um wieder mehr ein Körpergefühl zu bekommen und mich zu spüren.
Es ist für mich am Unerträglichsten bestimmte Personen zu treffen, z.B. Leute von meinem alten Arbeitsplatz, weil ich da fluchtartig gekündigt habe, aus einer Art Mobbingsituation heraus. Dann male ich mir manchmal stundenlang vorher aus, wie das ist, wie die mich ansehen könnten und habe auch schon beim Ausmalen das komplette Gefühl, wie sich das Anfühlen wird.
Von meinem Verstand her weiß ich, dass diese Menschen keine Bedeutung (mehr) in meinem Leben haben, aber mein Gefühl gibt jede Macht an die mir gegenüberstehende (gefürchtete) Person ab und ich mache den Duckmäuserich, schon fast unterwürfig... Damit tue ich mir selbst ständig weh und ich weiß das auch...
Leider kann ich mit dem Reduzieren von Amisulprid noch nicht starten, da ich mir da erst andere Umstände schaffen muss (Umzug, neue Wohnung)...
Alles Schritt für Schritt und am besten nicht kopflos ( kann ich auch gut :rotfl: )
Danke für deine Gedanken und auch fürs Mut machen in punkto Medikament und Wuterleben.
ich wünsche dir einen schönen Abend, :party2: LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Montag, 15.01.18, 13:59

Hallo ihr Lieben.
im Vorhinein Entschuldigung, das wird ein Beitrag wo ich mich in meinem Brei suhle und mir ist das bewusst, aber ich platze gleich vor Traurigkeit und Anspannung.
Ich stehe unter Stress wegen der Wohnungssituation, weil ich kündigen will und einen ganz blöden Knebelmietvertrag in meiner jetzigen Wohnung habe. Bin jetzt im Mieterschutz und hoffe, dass die mich stützen können.

Das ist das, was immer in meinem Hinterkopf is, mir Sorgen und viele Ängste bereitet.
Aktuell belastet mich, dass ich das Gefühl habe, mich grundsätzlich falsch zu verhalten und mich später darüber zu beklagen, dass ich keine Freunde habe und mich alleine fühle. Es ist schwer für mich, mich in andere reinzuversetzen, wenn ich mich so hilfebedürftig fühle und anscheinend bin ich in solchen Momenten viel zu sehr bei mir (von mir gerade empfunden und befunden als egoistisch).

Eben war eine ältere Freundin von mir da und wir haben
über diese Situationen gesprochen und sie hat mir "den Kopf gewaschen".
Irgendwie kann ich dann nicht anders als sehr kindlich zu reagieren und mich abzustempeln, als unfähig und egoistisch, es ging um zwei Freundschaften von mir, wo es Auseinandersetzungen gab.

Sie gab mir zu bedenken, dass ich immer im Hinterkopf haben muss, dass gerade beim Anderen auch etwas "Los" sein könnte und ich das dann zu persönlich aufnehme und denjenigen beschuldige. Ich weiß, sie hat damit recht und ich glaube, dass dieses Muster mich seit Jahren verfolgt und mir mein Leben schwer macht.

Ich verfalle dann immer in eine kindliche Rolle und denke, jeder muss mich beschützen und für mich da sein, ich weiß natürlich von meinem Verstand, dass ich das erstens nicht erwarten kann und zweitens weiß ich auch, dass der Andere sein ganz eigenes Leben mit all seinen Hindernissen hat.

Leider ist mein Gefühl dann so übermächtig, dass mein Verstand nichts auszurichten vermag.
Gerade geissel ich mich mit schlimmen Gedanken und kann nicht aufhören zu weinen...

Dieses Gefühl so egoistisch zu sein, halte ich gerade nicht aus und gleichzeitig auch nicht das Gefühl, dass ich dieses Muster nicht steuern kann oder im rechten Moment verstehe, was ich da tue. Ich fühle mich wie ein Kleinkind, reagiere mit Trotz, mit SELBSTMITLEID und mit Trauer, weil ich mir nichts mehr zutraue und denke jeden zu vergraulen...
Entschuldigung, ich musste das gerad mal für mich festhalten.
Danke fürs Lesen, liebe, aktuell verzweifelte Grüße, LOLLA
Zuletzt geändert von Jamie am Montag, 15.01.18, 19:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Donnerstag, 18.01.18, 19:23

Hallo an Alle,
ich könnte nochmal eure Hilfe brauchen, falls jemand Rat weiß.
Ich habe heute meine Kündigung für meine Wohnung zur Post gebracht. Die erhält eine Maklerin, die ihr Büro direkt nebenan hat und sehr unsymphatisch ist, außerdem nur auf Kohle aus ist...
Ich wollte das schon lange machen mit der Wohnung, weil sie zu klein ist und mitten in der Stadt, was meiner Psyche nicht zugute kommt.
Nun befinde ich mich in der Situation,dass ich erstmal abwarten muss, was zurückkommt, weil ich leider so nen dummen Knebelmietvertrag habe und bangen muss, ob alles so durch geht mit der Kündigung.
Bin zwar im Mieterschutzbund und habe da wahrscheinlich Rückendeckung, trotzdem ist meine Angst unaushaltbar. Ich weiß, dass das nicht wirklich zu der Situation passt und ich der doofen Tante gedanklich zuviel Macht gebe, doch kann ich mich nicht gegen mich und die Angst durchsetzen, was passieren könnte, was sie zu mir sagen könnte und wie ich mich dann damit fühle....
Ich habe in meiner Signatur und auch allgemein vergessen zu erwähnen, dass ich öfter (mehr als 3 Mal pro Monat Tavor nehme).
Meistens nehme ichs ein, wenn ich arbeiten muss, weil ich dann den Anspruch an mich habe zu funktionieren...
Gerade klappe ich zusammen wegen meiner Angst und habe Sorge, dass mir mein Leben um die Ohren fliegt und ich zur Not übergangsweise zu meinen Eltern ziehen muss, die weiter weg wohnen und zu denen ich ein schwieriges Verhältnis habe (jedes Mal wo ich auch nur kurz da bin kommen Sachen von früher hoch).
Meine Frage und mein Anliegen ist es die Zeit der Kündigungsfrist vielleicht etwas einzunehmen, außer Tavor. Habe mir Cannabidiol als Pflanze bestellt (gibts bei Amazon) und köchel mir sozusagen mein eigenes Cannabidiolöl. Das ist aber glaube gegen diese Form von Angst nicht stark genug.
Ich habe sehr viel Sorge, dass ich mich nicht mehr raus traue und auch davor meinen Job zu verlieren, bin da leider sehr extrem... :cry:
Hatte hier etwas davon gelesen, dass manche Lavendelöl als "natürliches" Benzodiazepin einnehmen.
Ich habe auch kritisches hier darüber gelesen, aber wollte fragen, ob ihr das in meiner Situation vielleicht als eine Art Notlösung sehen könnt.. :zombie:
Ich weiß nicht, warum ich immer so und nur so reagieren kann und es belastet mich sehr...
Ich wäre dankbar um jeden Rat und wünsche allen einen schönen Abend! :schnecke:
Tut mir Leid, dass ich in letzter Zeit nichts positives zu berichten vermag..
Liebe Grüße, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 19.01.18, 12:20

Hallo Lolla,

es tut mir leid, dass du so einen Ärger mit deiner Maklerin hast.
Ich hoffe, das klärt sich schnell.
lollarossa hat geschrieben:
Donnerstag, 18.01.18, 19:23
Ich habe in meiner Signatur und auch allgemein vergessen zu erwähnen, dass ich öfter (mehr als 3 Mal pro Monat Tavor nehme).
Meistens nehme ichs ein, wenn ich arbeiten muss, weil ich dann den Anspruch an mich habe zu funktionieren...
Wie oft arbeitest du, bzw. wie oft nimmst du Tavor und wie viel davon ?
Leider macht es oft sehr schnell abhängig und Verstärkung von Angst und Dünnhäutigkeit ist dann auch ein Entzugssymptom.

Lavendel könntest du ausprobieren. Viele hier profitieren auch von Passionsblumen- Produkten oder Baldrian. Das ist sehr unterschiedlich und du müsstest es testen. Es gibt auch homöopathische Alternativen.
An die Wirkung von Lorazepam wird wohl aber keines davon heranreichen.

Ich glaube, eine Therapie wäre für dich wirklich wichtig aber das siehst du ja selber so und ich drücke dir die Daumen, dass sich da bald etwas ergibt.

LG Ute
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von padma » Freitag, 19.01.18, 13:18

hallo Lolla, :)
Dieses Gefühl so egoistisch zu sein, halte ich gerade nicht aus und gleichzeitig auch nicht das Gefühl, dass ich dieses Muster nicht steuern kann oder im rechten Moment verstehe, was ich da tue. Ich fühle mich wie ein Kleinkind, reagiere mit Trotz, mit SELBSTMITLEID und mit Trauer, weil ich mir nichts mehr zutraue und denke jeden zu vergraulen...
Ich würde das nicht als egoistisch bezeichnen. Du bist dann verzweifelt und das innere Kind rebelliert.
Vielleicht kannst du versuchen Selbstmitleid in Selbstmitgefühl zu verwandeln. Mit Selbstmitleid ziehst du dich weiter runter, bei Selbstmitgefühl erkennst du an, dass die Situation gerade sehr schwer ist, du verzweifelt, traurig etc bist. Und du versuchst das innere Kind zu trösten.

Therapeutische Arbeit mit dem inneren Kind könnte hilfreich sein. Solche Heilungs- und Reifungsprozesse brauchen viel Zeit und Verständniss.

Was gar nicht hilft, ist dich für diese Muster zu verurteilen, das macht es nur noch schlimmer. Du kannst in solchen Situationen derzeit nicht anders reagieren, da steckt ja keine böse Absicht dahinter.

liebe Grüsse, :hug:
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Beitrag von lollarossa » Samstag, 20.01.18, 10:03

Hallo Padma, :)
padma hat geschrieben:
Freitag, 19.01.18, 13:18

Therapeutische Arbeit mit dem inneren Kind könnte hilfreich sein. Solche Heilungs- und Reifungsprozesse brauchen viel Zeit und Verständniss.

Was gar nicht hilft, ist dich für diese Muster zu verurteilen, das macht es nur noch schlimmer. Du kannst in solchen Situationen derzeit nicht anders reagieren, da steckt ja keine böse Absicht dahinter.
Genau das fällt mir unheimlich schwer derzeit.
Aber du hast recht damit, ich versuche es wieder und wieder.

Einen guten Therapeuten habe ich leider nicht und es ist hier auch scheinbar sehr schwierig jemanden kompetenten zu finden.
Danke für deine tröstenden Worte, ich bemühe mich sie anzunehmen.

Hallo Ute,
Ululu 69 hat geschrieben:
Freitag, 19.01.18, 12:20


es tut mir leid, dass du so einen Ärger mit deiner Maklerin hast.
Ich hoffe, das klärt sich schnell.

Ich habe gerade alles kaputt gemacht, hielt meine Angst nicht mehr aus und habe meinen Plan über Bord geworfen, werde meine Kündigung (die scheinbar eh nicht gültig ist) zurückziehen.
Es schien alles so gut geplant und ich hatte alle Hilfe, die ich kriegen konnte, doch ich habe meine Angst nicht ausgehalten, auch bezüglich der Maklerin und Reibereien zwischen Mieterschutzbund und ihr. Ich habe resigniert und aufgegeben und mir selber alles schwerer gemacht.
Ich habe Angst, dass mir mein Leben um die Ohren fliegt.
Gestern war ich auch nicht arbeiten...


Wie oft arbeitest du, bzw. wie oft nimmst du Tavor und wie viel davon ?
Leider macht es oft sehr schnell abhängig und Verstärkung von Angst und Dünnhäutigkeit ist dann auch ein Entzugssymptom.

Danke fürs Aufklären, ich glaube manchmal 2-3 Tabletten a' 1mg pro Woche, manchmal weniger.
Ich nehme schon an, dass mein Körper sehr daran gewöhnt ist und ich wahrscheinlich schon einen Wirkstoffverlust erlitten habe.
Ich arbeite 80 h im Monat und nicht immer an den gleichen Tagen, manchmal habe ich 4 Tage frei und dann folgen Dienste wieder hintereinander...

Lavendel könntest du ausprobieren. Viele hier profitieren auch von Passionsblumen- Produkten oder Baldrian. Das ist sehr unterschiedlich und du müsstest es testen. Es gibt auch homöopathische Alternativen.
An die Wirkung von Lorazepam wird wohl aber keines davon heranreichen.
Ich werde mich informieren und dann berichten.
Diese Woche bin ich komplett gekippt, scheinbar ist irgendetwas altes hochgekommen und ich kann nicht sagen was es ist... Mir tut alles weh.
Ich kann kaum alleine sein und gestern konnte ich meine Freundin nur knapp davon abhalten, dass sie den Notarzt ruft. Ich glaube, sie war überfordert und ich weiß auch, dass ich mich höchst bizarr verhalte, auch bezüglich der Wohnungssituation.
Andererseits habe ich im Hinterkopf, dass ich irgendwie auch noch im Entzug bin von Escitalopram, so lange ist das ja noch nicht her und manchmal erkenne ich mich kaum wieder.
Letzte Woche ist mein Helge gestorben, auch einer aus meinem Clan (Meerschweinchen), das mich zusätzlich noch sehr belastet und tut es immer noch...
Ich glaube, eine Therapie wäre für dich wirklich wichtig aber das siehst du ja selber so und ich drücke dir die Daumen, dass sich da bald etwas ergibt.
Danke, ich bleibe dran. :schnecke:
Ich kann gerade leider nur bei einem Kumpel schreiben, weil mein Internetzugang nicht funktioniert, aber auch da kümmere ich mich drum und werde auch die Signatur noch aktualisieren.
Herzlichen Dank für euren Beistand.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 20.01.18, 10:03

Tut mir Leid, irgendwie hat das mit dem Zitieren nicht so geklappt... LG
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Katja » Samstag, 20.01.18, 11:10

Liebe Lolla,
lollarossa hat geschrieben:
Samstag, 20.01.18, 10:03
Ich habe gerade alles kaputt gemacht, hielt meine Angst nicht mehr aus und habe meinen Plan über Bord geworfen, werde meine Kündigung (die scheinbar eh nicht gültig ist) zurückziehen.
Es schien alles so gut geplant und ich hatte alle Hilfe, die ich kriegen konnte, doch ich habe meine Angst nicht ausgehalten, auch bezüglich der Maklerin und Reibereien zwischen Mieterschutzbund und ihr. Ich habe resigniert und aufgegeben und mir selber alles schwerer gemacht.
Ich habe Angst, dass mir mein Leben um die Ohren fliegt.
Gestern war ich auch nicht arbeiten.
[...]
Diese Woche bin ich komplett gekippt, scheinbar ist irgendetwas altes hochgekommen und ich kann nicht sagen was es ist... Mir tut alles weh.
Ich kann kaum alleine sein und gestern konnte ich meine Freundin nur knapp davon abhalten, dass sie den Notarzt ruft. Ich glaube, sie war überfordert und ich weiß auch, dass ich mich höchst bizarr verhalte, auch bezüglich der Wohnungssituation.
das klingt ja wirklich nach einer schweren Zeit bei dir. :(
Wieso ziehst du denn deine Kündigung zurück? Aber bis zum Monatsende hast du ja noch etwas Zeit, bis dahin kannst du zur Not ja nochmal kündigen.
Ich glaube nicht, dass wegen der Kündigung dir dein ganzes Leben um die Ohren fliegt, auch wenn du davor jetzt sicher Angst hast. Ich habe fast keine Ahnung von Ängsten, deswegen habe ich leider keinen Tipp für dich, wie du dich verhalten kannst. Es tut mir leid, dass deine Freundin fast einen Notarzt gerufen hat, gut, dass du sie noch davon abhalten konntest!
Ich hab 2016 auch mega die Krise bekommen und musste mir ganz oft sagen, dass eigentlich nichts passiert ist, außer in meinem Kopf. Ich leide ja auch immer noch darunter, dabei läuft mein Leben jetzt fast wieder wie vor der Krise. Man braucht wirklich viel Geduld mit sich selbst! Und du kommst auch ganz sicher irgendwann aus dieser Situation wieder raus, auch wenn es dir jetzt noch total ausweglos erscheint.
lollarossa hat geschrieben:
Samstag, 20.01.18, 10:03
Letzte Woche ist mein Helge gestorben, auch einer aus meinem Clan (Meerschweinchen), das mich zusätzlich noch sehr belastet und tut es immer noch...
Das tut mir sehr leid für dich! :hug: Wie viele Meerschweinchen hast du denn?

Pass auf dich auf, ich glaub an dich!
Liebe Grüße
Katja
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 23.01.18, 10:49

Hallo ihr Lieben :)
danke für die lieben aufbauenden Worte in der letzten Zeit, das hat mich etwas getragen und mir Halt gegeben.

Huhu Katja,

ich ziehe die Kündigung zurück, weil ich sonst nicht mehr zur Ruhe komme, bin sonst 24 h im Angstmodus und habe ja 3 Monate Kündigungsfrist. Wenn ich bedenke, dass das jetzt wochenlang so geht, dann warte ich lieber noch etwas und versuche mich erstmal zu stabilisieren.
Das Haus wird ja wie beschrieben von so ner Maklertante verwaltet und die hat ihr Büro passenderweise direkt gegenüber.
Ich weiß, dass meine Ängste irrational sind, aber ich entwickle dann auch Angst vor dieser Frau, die ohnehin schon ein für mich unangenehmer Mensch is...
Ich weiß, dass ich im Recht bin und da wurde mir vom Mieterschutz auch bestätigt, aber ich kann gerade absolut keine Reibereien vertragen...
Geduld mit sich selbst ist auch ein großes Thema bei mir, ich setze mich selbst immer massiv unter Druck.
Mit meiner Freundin konnte ich mich glücklicherweise aussprechen und sie hat sich auch entschuldigt, wir waren beide überfordert am Freitag...

Würde kurz noch etwas zu meiner aktuellen Lage schreiben, wie es aussieht nach dem Kaltentzug.
Also ich bin leider seitdem noch wesentlich dünnhäutiger und anfälliger für Ängste und auch für Krisen.
Manchmal erkenne ich mich gerade selbst nicht wieder und vermisse fast schmerzlich mein Ich vom letzten Jahr, wo ich feiern war, mein Job lief und ich insgesamt gelöster war.
Ich befürchte gerade meinen Job nicht mehr halten zu können. Glücklichweise habe ich eine nette Chefin und kann vielleicht komplett auf Nachtdienste umsatteln. Abends gehts mir insgesamt besser und da muss ich ja dann nicht mehr raus gehen, sondern meine Aufgabe ist es einfach bei meiner Dame zu sein und sie ins Bett zu bringen.
Ich weiß, dass das stark in die vermeidende Richtung geht, aber ich befürchte, wenn alles so weiter läuft wie gehabt, macht es irgendwann Bumm und ich gehe far nicht mehr hin. Das zieht sich leider wie ein roter Faden durch mein Leben. :?
Das mit der Wohnung erlebe ich etwas wie eine persönliche Niederlage, aber vielleicht war auch einfach zu viel in der letzten Zeit... Versuche da etwas gnädiger mit mir zu sein.

Mit dem Cannabidiol habe ich etwas gefunden, dass mich schonmal runter bringt.
Ich werde jetzt verstärkt auf das Tavor achten und es vorerst nicht mehr einnehmen. Leider habe ich die genaue Einnahme nicht wirklich beobachtet, aber es kam schon vor, dass ich 3 Stück a 1mg pro Woche genommen habe...
Danke auf jeden Fall fürs Aufklären, habe mir wohl einiges zugemutet und es schlimmer gemacht.

Ich wünsche euch eine gute Woche mit wenig Symptomen!
Liebe Grüße aus einer verregneten Stadt :D
LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Montag, 05.02.18, 20:12

Hallo ihr Lieben,
wollte mal ein kurzes Update geben.
Tavor habe ich seit 3 Wochen nicht mehr eingenommen. Damit geht es mir ok, denke ich.
Ich habe mir gerade meine Signatur angesehen und bemerkt, dass ich nicht eingetragen habe, dass ich seit Anfang Dezember Venlaflaxin a 2,5 mg einnehme.
Ich aktualisiere das noch.
Habe mich jetzt dazu entschlossen, dass langsam abzudosieren und bin gestern auf ca. 2,25 mg gegangen, sprich in meinem Fall 7 Kugeln statt 8.
Ob es mir irgendwie geholfen hat, oder alles verschlimmert hat, dass kann ich leider nicht sagen.
Grundsätzlich bemerke ich seit dem Kaltentzug von Escitalopram, dass ich wie erwähnt um sehr vieles dünnhäutiger bin. Zudem schwitze ich mehr, habe im Nachhinein das Gefühl, dass Escitalopram normales Schwitzen total unterdrückt hat. Dazu kommt, dass meine Haarstruktur sich verändert hat und ich jetzt schon ein zweites Mal innerhalb von 4 Wochen meine Tage bekommen habe.. :party:
Ich glaube da ist ein ziemliches hormonelles Chaos ausgebrochen in mir..
Ich beobachte die Sache mit dem Zyklus weiter, habe aber am Donnerstag einen weiteren Frauenarzttermin, wo der Hormonstatus von November besprochen wird, ob der jetzt noch wirklich aussagekräftig ist, dass weiß ich nicht...
Ich denke, dass der Arzt mir ein Präparat zum regelmäßigen menstruieren vorschlagen wird, aber wenn ich den Zyklus jetzt vielleicht durch meine pflanzliche Therapie halten kann, dann werde ich mir das gut überlegen.

Wollte mich noch ganz herzlich bedanken für die tolle Begleitung, wenn ich mir jetzt meine Beiträge durchlese, dann empfinde ich das als pures Chaos. Danke trotzdem, dass ihr immer Worte für mich gefunden habt, dass hat mir viel bedeutet.
Ich hoffe, es kommt jetzt mal eine etwas ruhigere Phase. Venlaflaxin wollte ich jetzt immer 4 Wochen auf einer Dosis halten, hatte irgendwo gelesen, dass sich der Wirkstoff schon nach 4 Wochen fest verankert hat.
Das ist gerade so ein Mini Kompromiss, den ich mit mir habe, dass ich das Amisulprid vermutlich dieses Jahr nicht anrühren werde, aber dafür das Venla loswerden möchte, dass ich ja jetzt noch nicht so lange einnehme und das nur angefangen habe, weil ich mir im Kaltentzug eine gewisse Deckelung davon versprochen habe.
Ich habe wirklich überhaupt kein Gefühl für das Venla, ob die Symptome, die ich aktuell habe NW sein können, oder, ob das die Nachwehen von dem Kaltentzug sind.
Ich wünsche euch allen einen guten Montagabend und einen guten Start in die neue Woche, herzliche Grüße, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Flummi » Dienstag, 06.02.18, 11:32

Hallo lollarossa,
Was wäre denn ein "Präparat zum regelmässigen Menstruieren"? Meint er die Pille?

Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 06.02.18, 13:13

Hallo Flummi (Claudia), :)
das ist jetzt erst der zweite Kontakt mit dem Frauenarzt. Denke, ich habe beim ersten Mal sichergestellt, dass ich die Pille nicht einnehmen werde.
So genau kenne ich mich ledier nicht aus, aber er meinte, dass es "schonendere" und "natürlichere" Präparate gibt, die auch Frauen in den Wecheljahren bekommen.
Ich werde mir das erst Mal anhören und dann auch berichten, bevor ich mich entscheide.
Habe ja jetzt fast im Zyklus im Januar nochmal meine Tage bekommen und wenn ich das jetzt so hinbekommen würde, dann werde ich vermutlich nix weiteres einnehmen.
Werde später mal bei dir reinlesen, habe gerade in deiner Signatur gelesen, dass du Zigaretten ausschleichst?...
Einen schönen Tag, Gruß, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 07.02.18, 9:22

Hallo lolla,

Ne Weile ging das mit dem Ausschleichen der Zigaretten, aber jetzt bin ich wieder bei mehr Zigaretten. Ich verschieb das jetzt gerade immer wieder, irgendwo denke ich auch, es hat mit dem Abilify zu tun, dass ja auch Süchte verstärkt. Dafür hat mein Mann gerade aufgehört von einem Tag auf dem nächsten. Es tut ihm sehr gut. Mal gucken, wie es da weitergeht.

Schreib gern mal, was Dein Arzt da vorschlägt. Irgendwo denke ich, das wird sich bei Dir schon einpendeln und ich würd vielleicht einfach warten. Du ninmst, wie ich an der Signatur sehe, ja noch die gleiche Ausgangsmenge Amisulprid oder? Immerhin schleichst Du ja grad noch ein ssri aus. Diese Wirkstoffgruppe erhöht den Prolaktinspiegel nämlich auch. Ich hatte von meinem ssri auch Zyklusprobleme. Daher kann es auch einfach mit dem Ausschleichen besser werden. Ob man da jetzt noch ein Präparat drauf setzen sollte, Hmmm, also ich bin ein Freund von Zeit lassen und Geduld haben, wenn die Ursache ja doch nur in den Medis liegt.

Sei lieb gegrüsst,
Claudia
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