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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Sonntag, 22.04.18, 11:00

Hallo Jamie :)

danke für die Antwort.
Ich bin wirklich am Überlegen, ob das noch an dem Kaltentzug von Escitalopram vom letzten Jahr liegen könnte, oder ob es das aktuelle Absetzen des Venlaflaxins sein könnte.
Auch beim Amisluprid habe ich das Gefühl, dass es die Akne begünstigt und den Haaraufall verschlimmert.
Vermutlich ist es eine Mischung aus allem.
Doof, dass du das auch alles hast :vomit:
Hast du einen Ansatz gefunden, wie du damit umgehst?
Ich finde z.B. die "No Poo" Bewegung ganz gut, aber ist momentan noch nicht wirklich umsetzbar, vielleicht habe ich einfach nicht die passende Kopfhaut dafür...

Ich leide seit der Pubertät unter Knibbelakne, falls dir das was sagt und das macht das Ganze dann noch schlimmer...

Mit dem Schwitzen ist mir aufgefallen, dass ich unter Escitalopram so gut wie gar nicht geschwitzt habe, musste noch nicht mal Deo benutzen.
Als das Wegfiel, hatte ich schlimme Schweißattacken und musste mich erst wieder daran gewöhnen, dass ich schwitze, verrückt!

In dem Sinne, ich wünsche dir einen schönen Sonntag! :hug:

Liebe Grüße, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Freitag, 27.04.18, 11:28

Hallöle an Alle :)

Annanas schrieb mir hier mal in meinem Thread einen kurzen Beitrag über das körpridentische Progesteron, einmal als Kapselform und einmal als Creme.
Gestern habe ich mit meinem Hausarzt telefoniert, wegen einem kleinen Blutbild, plus Zink und Eisenwert, dort war alles unauffällig.
Habe ihn über meine Hormonwerte (Testosteron, Östrogene und Prolaktin) aufgeklärt und er stellte das PCO Syndrom in den Raum. Habe mir das alles durchgelesen, aber ich glaube nicht wirklich daran, sondern bin sehr sicher, dass das Amisulprid diese Veränderungen hervorruft.

Nochmal Meckern auf hohem Niveau, ich leider wirklich massiv unter Haarausfall und mein Hautbild ist eine einzige Katastrophe (Akne).
Ich habe über die Möglichkeit mit dem körpereigenen Progesteron nachgedacht, bin aber unschlüssig, weil ich eben auch sehr viel rauche.. :vomit:

Was würdet ihr davon halten? Ich weiß, dass das vielleicht ein wenig voreilig ist, aber jeder Haarwaschgang und jedes Kämmen ist ein einziges Gräuel...

Bin schonmal ganz froh, dass das Blutbild in Ordnung war und das verstärkt meine Vermutung mit den Hormonen, wobei die Schilddrüsenuntersuchung noch aussteht.

Wäre sehr dankbar für einen Rat, oder auch andere Empfehlungen, was man noch probieren könnte.

Die aktuelle (doch größere Reduzierung) vom Venlaflaxin scheint zu klappen, darüber bin ich ganz froh. 8-)

Sende liebe Grüße,
LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Murmeline » Freitag, 27.04.18, 12:27

Hallo!

Ich verweise mal kurz auf den Thread zu Hautproblemen:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=9299
Vielleicht ist da eine Info für dich dabei.

Grüße, Murmeline
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Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Gwen » Freitag, 27.04.18, 12:35

Hallo lolla,
die Probleme mit der Haut habe ich auch. Ich hab immer wieder Pickel und obwohl ich immer versuche, nix dran zu machen, quetsch ich dann doch irgendwann dran rum :vomit: entsprechend hab ich gerad fast immer irgendwelche entzündeten Stellen im Gesicht :cry:
Liebe Grüße Gwen
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Freitag, 27.04.18, 19:36

Hallo Gwen :)

danke für deine Nachricht und "Anteilnahme". Dann kennst du das Problem ja auch gut.
Es ist für mich einfach schwierig damit umzugehen, weil ich mich wirklich schäme...

Den Thread zu Hautproblemen kannte ich schon, aber lieben Dank, Murmeline. :roll:

Hättet ihr noch eine Einschätzung zu dem bioidentischem Progesteron, dem Ultrogest? (wegen hormonellem Ungleichgewicht, Haarausfall, Regel, etc. und dem Risiko Zigarettenkonsum)

Wünsche euch einen schönen Abend und uns allen eine samtweiche Babyhaut. :pillowtalk:

Gruß, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Jamie » Freitag, 27.04.18, 21:03

Hallo Lolla, :)

wenn Progesteron, dann nur als Gel oder Creme.
Das ist meine bescheidene Meinung dazu.

Ich habe hier in all den Jahren schon einige Frauen im Entzug begleitet, die irgendwann Hormone dazu nahmen, um eben dieses oder Problem anzugehen; ich erinnere mich aber eigentlich nur an Crashs.
(Ausnahme: schwere Erkrankungen wie Nebenniereninsuffizienz oder Hypophysentumor etc., wo die Hormone in dem Fall überlebenswichtig sind)

Hormone wirken sich massiv aufs Entzugsgeschehen aus.
Zum einen sind sie oft selbst nicht im Lot durch den Entzug - dann ist das Geschehen aber entzugsbedingt und wird sich von selbst regulieren, wenn der Entzug abebbt, zum anderen bedeutet ein hormoneller Eingriff von Außen, dass eine Reihe weiterer Körperfunktionen nach der Einnahme sich auch nachgeschaltet verändern, weil alle Hormone kaskadenartig miteinander verwoben sind. Man muss das wissen!

Ich bin sehr zurückhaltend mit den Hormonen im Entzug, aber natürlich muss jede Einzelne für sich selbst entscheiden, ob sie das probieren möchte.

Grüße
Jamie
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 28.04.18, 13:01

Liebe Jamie :)

Vielen lieben Dank für deine Einschätzung und die Erklärungen.
Ich habe auch nicht wirklich ein gutes Gefühl dabei und denke, dass ich es lassen werde.
Es ist nicht ganz einfach die Ruhe zu bewahren, wenn man so viele Haare verliert.
Ich bin sehr dankbar für all die Dinge, die ich durch das Forum und durch euch lerne und wünschte, ich hätte euch schon vor Jahren gefunden.
Mit 18 wo ich das amisulprid verschrieben bekommen habe, war ich sehr blauäugig und habe mir nur Linderung erhofft. Wahrscheinlich ging das vielen so.
Wollte dich noch fragen, wo ich deinen Thread finde, hatte den bereits entdeckt, aber weiss nicht mehr wo... :party:
Liebe Grüße und allen ein schönes WE!
LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 29.04.18, 10:03

Hallo Lolla,

hier ist Jamies :) Thread
viewtopic.php?f=51&t=13072&p=239933&hil ... le#p239933

LG Ute
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 05.05.18, 14:50

Hallo an Alle :)

kurzes Lebenszeichen und Update:
Die Reduktion um 2 Kugeln Venlaflaxin war zu groß. Ängste und Unsicherheiten haben leider massiv zugenommen...
Noch warte ich ab, werde aber beim nächsten Mal definitiv nur eine Kugel runtergehen.. :?

Eine Frage zu den Ängsten habe ich allerdings, ist es so, dass die Ängste im Entzug schwieriger werden, die man sowieso schon hat?
Ich las davon, dass das zumindest bei hypochondrisch veranlagten Menschen so wäre.

Bei mir sind es eher soziale Ängste und die haben definitiv zugenommen.
Und ich habe auch das Gefühl, ich schütte bis zum späten Nachmittag eindeutig zuviel Cortison aus.

Ich frage mich die letzten Jahre oft, warum meine Ängste so schlimm geworden sind. Ich kann mir das manchmal nicht anders erklären, dass Medikamentenwechsel, Entzüge und die Langzeitmedikation des Amisulprids daran beteiligt sind.

Im Vergleich zu meinem früheren Ich habe ich nämlich schon einiges dazu gelernt und viele Dinge verstanden, dewegen bin ich so irritiert.

Ich wünsche euch einen schönes, sonniges Wochenende. Vielleicht könnt ihr das Wetter mehr genießen als ich 8-)

Bis bald, liebe Grüße,

LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 06.05.18, 9:47

Hallo Lolla,

Angst ist ein sehr häufiges Absetzsymptom.
Viele Betroffene berichten auch, dass sich die beim Absetzen verspürte Angst anders anfühlt als die "normale", irgendwie körperlicher.
Deshalb ist ihr oft auch mit erlernten Strategien schwer bis überhaupt nicht beizukommen.
Vielleicht beruhigt dich das etwas oder hilft dir dabei, die Angst zu ertragen und sie auszuhalten.

Ich würde übrigens beim nächsten Schritt auch nur ein Kügelchen reduzieren.
Du bist fast durch, da würde ich überhaupt nichts mehr riskieren.
Du hast sooo viel geschafft.

LG Ute
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Sonntag, 06.05.18, 11:05

Danke Ute für die mutmachenden Worte :hug:
Darüber freue ich mich gerade sehr! :party2:

Nein, ich riskiere nix mehr beim Venlafaxin und Versuche Ruhe zu bewahren.

Dann wirklich nur noch ein Medi, das ist toll!

Einen schönen Tag wünsche ich dir!

LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Gwen » Sonntag, 06.05.18, 12:07

Hallo lolla,

es gibt einen Thread zum Thema Angst im Entzug: viewtopic.php?f=57&t=14714&p=238041&hilit=Angst#p238041

Liebe Grüße Gwen
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 12.05.18, 23:39

Guten Abend :)

Kurz Mal updaten.
Und noch lieben Dank Gwen fürs verlinken.
Ich bin sehr sehr ängstlich und hänge mich ständig an schlimmen Gedanken und Zukunft's Szenarien auf, das ist sehr anstrengend und ich komme sehr schlecht zur Ruhe.
Ich kenne das von mir, dass ich einen Gedanken (meistens keinen guten), festhalten muss und zu Tode denken muss, aber momentan ist das sehr extrem.
Mein Umzug rückt näher und das ist immer so gewesen, dass mich das destabilisiert.

Habe hier auch mit meiner jetzigen Wohnung und der Vermieterin keinen guten Griff gemacht und es sind keine gültigen Vorgaben in meinem Vertrag.
Trotzdem und auch trotz Mitgliedschaft im Mieterschutzbund kann ich nicht entspannen in Bezug auf Übergabe und Streitereien... :vomit:

Es stimmt, dass die Gefühlslage eine sehr körperliche Natur hat und ich jedes Gefühl, vor allem die negativen körperlich stark wahrnehme.

Das größte Problem gerade ist, dass ich mich durch den bevorstehenden Umzug in so einer Aufbrechstimmung befinde und in meiner Wohnung nicht zur Ruhe komme. Das belastet mich und nagt an mir.

Es gibt iwie auch keine Woche, die Mal ohne eine gefühlte Katastrophe abläuft, irgendwas ist ja bekanntlich immer und ich rutsche mindestens einmal in der Woche in eine Krise ab und bin trotzdem mitten im Reduktionsprozess.. :?

Ja, würde gerne erfreulicherweise berichten, aber so sieht es gerade bei mir aus.

Danke fürs lesen und eine ruhige Nacht allen, ich habe jetzt Nachtdienst und werde leider nicht so viel Schlaf bekommen.
Grüße, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 15.05.18, 21:24

Guten Abend :)

Ich bin gerade im Kurzurlaub mit einer guten Freundin.
Es ist sehr schön hier, ich verbinde viele Kindheitserinnerungen mit diesem Ort und war seit über 10 Jahren nicht mehr hier.

Ich wollte euch um einen Rat bitten, bzw. um eine Einschätzung.

Es fällt mir trotz der freien Zeit schwer abzuschalten, ich vermute, ich kann das gar nicht mehr..
Ich glaube ich habe meinem Körper und meiner Psyche in den letzten Monaten, seitdem das mit dem Kaltentzug von Escitalopram war, viel zugemutet.

Gerade habe ich im Spiegel meine Haare betrachtet und hätte wieder anfangen können zu weinen, weil es so wenige sind...
Es sollte zweitrangig sein, aber manchmal drängt es sich in den Vordergrund...
Ihr habt mir wahrscheinlich schon alles dazu gesagt, was sich dazu sagen lässt.

Ich habe mich gegen Hormone jeglicher Art entschieden und muss versuchen auch erstmal die Schilddrüsenuntersuchung abzuwarten, die nächste Woche ansteht.
Falls jemand noch eine Idee hat, was man tun kann, so wäre ich sehr sehr dankbar.

Desweiteren habe ich überlegt einen Absetzstopp einzulegen, weil ich wie beschrieben einfach so viel Medikamentenchaos hatte in den letzten Monaten..
Ich war und bin sehr motiviert das Venlafaxin auszuschleichen und hatte mir die Absetzschritte schon alle überlegt und notiert. Trotzdem ging meine Gedanken in die Richtung, dass ich Körper und Geist Ruhe gönnen sollte in der nächsten Zeit, da nicht Mal ein paar Tage vergehen, in denen nicht gefühlsmäßig eine Katastrophe abläuft.

Und was vielleicht auch dafür spricht, ist, dass sich hormonell wieder einiges einpendeln könnte, zumindest für diese Zeit.

Ich bin gedanklich schon ganz beim Umzug und im Aufbruch, auch dass ist für mich so ne Sache, die mir etwas zeigt, dass ich eigentlich möglichst viel Stabilität brauche und vielleicht erstmal nicht weiter runtergehen sollte.
Vielleicht habt ihr da einen Rat, oder ein Bauchgefühl zu diesen Vorhaben, ich würde mich freuen.

Viele Grüße von einem Ort aus meiner Kindheit, es ist trotz meinem Strudeln ein magischer Ort für mich,

LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 16.05.18, 10:15

Hallo liebe Lolla,

ich finde Deine Überlegungen zur Absetzpause sehr vernünftig! Man soll nicht zu viel auf einmal ändern! Gerade wenn jetzt schon von außen so viel Veränderung ansteht, solltest Du die Medikamente nicht auch noch verändern.

Konzentrier Dich erst Mal auf den Umzug und das Einleben in der neuen Wohnung. Ich finde so was ja immer schon stressig genug (ich gehöre wohl eher zu den Gewohnheitstieren und brauche da immer erst Mal ein bisschen, bis ich mich umgestellt habe und zur Ruhe komme).
lollarossa hat geschrieben:
Dienstag, 15.05.18, 21:24
Es fällt mir trotz der freien Zeit schwer abzuschalten, ich vermute, ich kann das gar nicht mehr..
Ich glaube ich habe meinem Körper und meiner Psyche in den letzten Monaten, seitdem das mit dem Kaltentzug von Escitalopram war, viel zugemutet.
Was das Entspannen angeht, hab ich auch das Gefühl, dass ich jetzt im Entzug viel länger brauche um wirklich runter zu kommen. Altostrata hat dazu Mal folgendes geschrieben:
Sogar bei Menschen, die unter den schlimmsten Antidepressiva-Absetzsyndromen leiden, werden die Serotoninrezeptoren wahrscheinlich lange vor dem Abklingen der Symptome regeneriert. Während der Reparaturphase des Serotoninsystems gerät jedoch das vegetative Nervensystem aus dem Gleichgewicht. Das „Flucht oder Kampf“-Zentrum im Locus caeruleus wird enthemmt und das Glutamat-System wird aktiver als im Normalzustand. Dies nennt man Enthemmung des körpereigenen Alarmsystems und es ruft Symptome wie Panik, Angstzustände, Schlaflosigkeit und furchtbare Vorstellungen hervor.
Hier ist der komplette Artikel
viewtopic.php?f=51&t=9887#p105627

Ich wünsch Dir eine schöne Aus-Zeit ,
viele liebe Grüße Gwen
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Freitag, 25.05.18, 20:10

Guten Abend :)

ich wollte mich mal kurz mitteilen.
Es geht mir sehr schlecht heute, ist aber ehrlicherweise auch etwas getriggert durch Alkohol, den ich gestern getrunken habe.

Ich bekomme in der etzten Zeit Mails von einem ehemaligen Freund, mit dem ich gebrochen habe, da er auf einer Party körperlich wurde in einer unagenehmen Art und Weise und mich vor allen Gästen gedemütigt hat.

Er kann das nicht für sich stehen lassen, dass ich diese Freundschaft nicht mehr möchte und schreibt mir Mails, die nur darauf abzielen mich zu verletzen. Habe ihn jetzt geblockt, aber immer noch ein schlimmes Angstgefühl in der Magengrube und Panik den ganzen Tag schon, ich halte es kaum aus.

Ich habe noch ein paar meiner Möbel in seinem Keller und damit setzt er mich unter Druck.

Mir sind die Möbel egal, ich möchte nur meine Ruhe und meinen Frieden. Mein Fehler war es, dass ich anfänglich nach einer fairen Lösung wegen den Möbeln gefragt habe und dann ging es richtig los.

Ich habe schimme Vorstellungen in meinem Kopf und das Panikgefühl hat mich überwältigt, sodass ich eine Tavor genommen habe. Ich weiß, dass er mir nichts tun kann und ich in Sicherheit bin, aber wenn ich diese Mails lese, dann bin ich nicht gefestigt genug, mich abzugrenzen und für mich klar zu bekommen, dass das nicht stimmt.

Ich möchte wirklich nicht übertreiben und keinen vor den Kopf stossen, aber ich bekomme bei solchen und auch bei anderen eher kleinlichen Auseinandersetzungen eine unnormale Angst, so, als müsste ich sterben und mir tut mein ganzer Oberkörper so weh.
Meine Beine zittern und ich kann für Stunden an nichts anderes mehr denken, auch wenn ich logisch denken und schlussfolgern kann, dass mir nichts passiert. Angst vor der Angst, aber unheimlich.
Es ist vermutlich ähnlich einer Panikattacke, nur, dass es Stunden anhält....

Danke fürs Lesen, Gruss von einer heute sehr verzweifelten LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von padma » Freitag, 25.05.18, 22:26

liebe Lolla, :)

das geht ja schon in Richtung stalking und das ist keine Kleinigkeit. Ich verstehe, dass dich das in Panik versetzt. :hug:
Und dass er auch schn mal übergriffig wurde, trägt zu deiner Angst vermutlich auch bei.

Möglicherweise wurde auch was Altes bei dir getriggert, hört sich etwas so an.

Was könnte dir denn jetzt mehr Sicherheit geben?
Erstmal ist es zweitrangig, wie realistisch deine Angst ist. Sie ist nun mal da.

Kannst du mit einer Freundin verabreden, dass du sie jederzeit anrufen kannst?
Vielleicht die Türklinke blockieren?

Komm gut durch die Nacht,
liebe Grüse,
padma
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 26.05.18, 19:18

Hallo Padma :)

danke für deine Nachricht!!
Ich bin mir ziemlich sicher, dass etwas altes hoch kommt, mal wieder... Und noch immer habe ich nicht klar, was es ist.

Die Klingel muss ich nicht blockieren, mein ehemaliger Kumpel ist blind und kann sie nicht bedienen.

Es geht mir immer noch ziemlich scheusslich. Ich komme aus diesem angespannten, ängstlichen und inzwischen auch total depressivem Zustand gerade nicht raus..

Das Schlimme ist wirklich, dass ich nichts Gutes von Aussen annehmen kann,obwohl ich es versuche. Für ein paar Minuten beruhigt sich mein Kopf, wenn ich versuche einzulenken, aber dann klopft wieder was an und ich muss es von vorne bis hinten durchdenken.

Ich bin ziemlich kraftlos, hatte heute schon Frühdienst und muss später noch einen Nachtdienst machen. :zombie:

Ich weiß nicht so recht was mit mir los ist, ich wünsche mich einfach weg, womit ich keine suizidalen Handlungen meine.

Danke, dass ihr da sein,

Viele Grüße, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von padma » Samstag, 26.05.18, 19:46

hallo Lolla, :)

es könnte wirklich eine Traumareaktion sein.

Ich meinte nicht Klingel sondern Klinke :o blockieren ( z.B.was drunter stellen), oder irgendetwas anderes, dass dir hefen würde, dich sicherer zu fühlen.

Vielleicht können auch Imaginationsübungen, wie der sichere Ort helfen viewtopic.php?f=4&t=14902

Ich würde jetzt möglichst nicht grübeln, was da an alten Sachen da ist, schon eher versuchen, dich im Hier und Jetzt zu verankern. Achtsamkeitsübungen könnten auch hilfreich sein. Den Boden unter den Füssen spüren etc.

Beruhigungstee, sanfte Musik, alles was dir gut tut.


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

lollarossa
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Sonntag, 27.05.18, 20:43

Liebe padma :)

Danke dir erstmal.
Klinke oder Klingel, ich dachte, du hättest dich verschrieben. :haha:
Ja ich muss mich iwie Erden und das ist schwerer als gedacht.
Der panikartige Zustand hält an und macht mich müde und depressiv.

Kaffee, selbst schwarzer Tee vertrage ich gar nicht mehr und der Alkohol am Donnerstag hat wohl sein übriges getan...

Ich bitte um einen Rat, ob ich das Venlafaxin kurzfristig wieder aufdosieren soll auf 5 Kugeln. War sehr motiviert mit den 2 Kugeln weniger, aber ich brauche alle Stabilität, die ich bekommen kann....

In meinem Kopf sind viel zu viele Baustellen und jede gleicht einer Katastrophe, obwohl sie objektiv betrachtet vielleicht nichtig sind!

Ich muss mich den ganzen Tag zusammenreißen nicht zu weinen und befürchte mein Leben ist zuende. Nicht, weil ich mir etwas antue, sondern weil ich so eine Todesangst habe...

Der bevorstehende Umzug stresst jetzt schon und die Sache mit meinem Kumpel hat mir dann allen Boden genommen, der noch da war...

Ich habe auch gestern noch n Doppel Dienst gemacht und auch da schien sich eine neue Baustelle wie von selbst zu eröffnen. "Was ist, wenn ich meinen Job nicht halten kann."
Lauter Horror Visionen in meinem Kopf und dementsprechend gestalten sich gerade auch meine Träume. :cry:

Ich weiss wirklich gerade nicht was mit mir los ist und wohin mit mir.

Eine Freundin, die mich lange und gut kennt, meinte, ich bin immer so dünnhäutig, wenn ich etwas an den Tabletten verändere.
Aber selbst das bekomme ich nicht in einen Zusammenhang gedanklich, sondern empfinde das gerade so, dass ich immer genauso bin wie jetzt...
Kann das nicht besser erklären.

Auch heute hätte ich gerne euch was schönes geschrieben und es gibt das bestimmt auch Dinge, die ich aber gerade überhaupt nicht sehen kann...

Herzliche Grüße an alle, LOLLA
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