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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Sonntag, 20.01.19, 12:15

Danke Ute :)

Für dein Verständnis und die lieben Worte.

Ich weiß einfach keinen Weg da für mich. Ich habe immer ein Nachreifen im Kopf, dass meiner Meinung während dieser Zeit passieren müsste, aber wie kann das aussehen und wer kann mich unterstützen, wenn ich mich so fühle, als kann ich keine Sekunde alleine sein..?

Manchmal komme ich auf den abwegigen Gedanken wieder zu meinen Eltern zu ziehen, aber da halte ich im Normalfall nur 2 Tage aus und düse aufgelöst wieder heim, weil diese Verletzungen viel aus meinem Elternhaus kommen.

Es ist eine schwierige Nr, unter der vollen Dosis komme ich schwer an diese Verletzungen ran, wobei momentan sind sie noch krass spürbar.
Dosiere ich ab, so ist es ein Fass ohne Boden und es gibt kein Halten mehr...

Ich habe das Gefühl, jemand muss auf mich aufpassen und ich weiß nicht wer das sein kann.Oder ich muss einen Anker haben, um was gegen diese Schmerzen ausrichten zu können und mich wieder in meinen erwachsenen Zustand begeben zu können.

Die letzte Reduzierung sprengte alle Rahmen und ich war regel- und grenzenlos, jede Abmachung habe ich gecrashed und alle wahnsinnig gemacht... :cry:

Ich hätte so gerne jemanden, der mich eine Zeitlang aufnimmt und mich aushält und stützt, das geht bestimmt vielen so. Ich fühle mich nach Nachholen von fehlenden Dingen von früher und kann mich da nicht von verabschieden...

Liebe Grüße, LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu » Sonntag, 20.01.19, 12:39

Hallo Lolla, :)

du hast dein komplettes Erwachsenenleben unter dem Medikament verbracht. :?
Für mich ist es kein Wunder, dass du so etwas wie einen Nachholbedarf verspürst.
Zudem kommen die alten Verletzungen, die du so nie verarbeiten konntest.

Ich verstehe, dass das alles sehr schwierig ist und du gerne jemanden hättest, der dir beisteht und dich hält.
Ich lese heraus, dass du dieses Gefühl bisher eher nicht erleben durftest.
Vielleicht fehlt dir deshalb heute so etwas wie ein Urvertrauen. In dich selbst und auch in deine Mitmenschen.

Ich habe allerdings leider keinen Rat für dich, wer das für dich sein könnte, wer das überhaupt leisten könnte.
:?

LG Ute
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Flummi » Sonntag, 20.01.19, 17:07

Hallo Lolla,
auf jeden Fall alles Gute für Dich!

Ich kenne das zumindest ansatzweise so vom Citalopram, dass ich ohne das so ein komisches Angstgefühl im Bauchraum hatte und manchmal hilft mir nur ignorieren. Es ist auch echt nervig und hat mich auch manchmal wieder an diese "Drogen" zurückgebracht. Hatten uns ja schon ausgetauscht über diese Hypochondrie :)
Also alles Gute!
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 22.01.19, 16:31

Hallo an alle :)

Die Klinik ist ein Trugschluss. Sie bieten nur ambulante Termine an :cry:

Ich hatte wirklich Hoffnung.

Claudia: leider gibt es da nichts zu ignorieren, es ist einfach purer Schmerz und ich werde zu ihm. Das hat auch nichts damit zu tun, dass ich denke, es ist körperlich was im Argen. Ich weiss, dass es seelische Schmerzen sind..


Leider weiss ich keinen Weg momentan.. bin sehr entmutigt..

Liebe Grüße, LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Sonntag, 03.02.19, 12:16

Hallo an alle :)

Ich habe das Gefühl verrückt zu werden. Ich mache mir so viele Gedanken und Sorgen.

Ich habe eine Heidenangst davor, niemals Amisulprid Reduzieren zu können. Die körperlichen Auswirkungen fürchte ich nicht, aber diesen vehementen psychischen Schmerz, gegen den ich bisher nichts auszurichten weiss.

Ich komme auf abwegige Gedanken und kann diese nicht stoppen.
Einer ist vielleicht nicht ganz so weit hergeholt, bzw. Vielleicht machbar, auch wenn ich damit sehr viel verlange.

Ich weiss iwie, dass traumatisches hochkommt beim Abdosieren und dass ich unendlichen Wunsch nach Nähe habe.

Ich bin so verzweifelt inzwischen und auch wenn das Verhältnis von früher belastet ist, so werde ich meine Mama fragen, ob sie bei meiner ersten Reduzierung die Zeit bei mir bleibt. Eigentlich kann ich das nicht verlangen, aber sie ist der einzige Mensch, der das vielleicht für mich tun würde. Ich hoffe so sehr, dass ich einmal diesen Prozess durchlaufen kann und iwie den Schmerz aushalte, der da in mir entsteht.

Ich muss nicht iwann auf 0 sein, aber verzweifle bei dem Gedanken, dass sich gar nichts bewegen lässt.

Als ich mit 19 das medi bekam, war ich gefühlt in 1000 Teile zersprungen. Der erste Satz, den ich meinem Arzt sagte, war, ich bin der einzige lebende Mensch ohne Persönlichkeit. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass dem so ist.

Ich würde so viel tun, geben, opfern, damit sich etwas verändert..

Was kann man tun gegen diesen Schmerz und das Gefühl keinerlei Halt und Sicherheit zu haben in sich selbst? Ich weiss es nicht, habe nur die Hoffnung, dass nach nähren etwas auszurichten vermag.

Ich sehe so iwie nicht viele Perspektiven für mich und weiss net wie es weitergehen kann.

Der Schmerz ist vielleicht so, wie wenn ein Kind Mama und Papa verliert und der Boden unter den Füssen wegfällt. Anders kann ich das nicht erklären und das war jetzt bei der 10 Prozent Reduzierung wochenlang mein Befinden.
Ich konnte mir nicht helfen, Gespräche und Freunde konnten nicht mehr helfen.
Dazu das Empfinden, dass sich die Realität verzerrt und ich in einer anderen schlimmen Unterwelt gefangen bist.
Das hört sich pathetisch an, ich weiss, aber genauso war es.

Ich habe nicht wirklich ein Erlebtes Trauma, an dem ich Dinge festmachen kann, ich habe ein sehr schwieriges Elternhaus und war in meiner Jugend sehr alleine und es war niemand für mich da, auch wenn ich äußerlich gesehen alles hatte, also finanziell z.b. Es gibt sehr viele Situationen die sehr doof gelaufen sind zu Hause. Q

Ich bin mit psychisch nicht gesunden Eltern aufgewachsen und habe nie wirklich etwas für mich entscheiden dürfen, der Weg war vorbestimmt.

Ich wünschte ich wäre einfach nur neugierig darauf und aufgeschlossen, was hinter dem medi steht und wer ich eigentlich wirklich bin. Nur ich werde zum Schmerz, verschmelze mit ihm und würde dann alles tun, damit das aufhört.

Es ist zuviel Leid, mehr als ich momentan ertragen kann und ich weiss auch nicht, ob ich es überhaupt nochmal ertragen kann, auch wenn die Reduzierung mein wirklich größerer Herzenswunsch ist!

Das geht mir heute und auch in den letzten Wochen durch meinen hitzigen Kopf.

Wünsche euch allen einen schönen Sonntag!

Auf bald, LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Anikke » Sonntag, 03.02.19, 12:35

Liebe lolla,
ich glaube, dass du bei deinem letzten reduktionsversuch eine Art "rebound-effekt" erlebt hat, also durch den schritt ist die ursprungssymotomatik verstärkt aufgeploppt.
Als ich begann, das mirtazapin abzusetzen, fühlte ich mich auf einmal so schrecklich, wie in der reha, wo ich das zeug nach einer retraumatisierung bekam.
Das war so, als seien diese Gefühle eingefroren gewesen und durch die absetzschritte wieder aufgetaut.
Ich hab ja hier im Ort eine Therapeutin, mit der konnte ich immer drüber reden und die retraumatisierung aufarbeiten.
Wie sieht es bei dir aus, hast du eine Therapeut*in, die dich auffangen kann?
Vllt geht es mit einer guten therapeutischen und sozialen Vernetzung und kleineren schritten?
Liebe grüße
Anikke
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Sonntag, 03.02.19, 12:51

Liebe annike :roll:

Das glaube ich auch.
Ich habe hier ganz gute Unterstützung, bin auch im ambulanten betreuten wohnen. Leider hat auch das nicht ausgereicht, auch wenn ich einen guten Stunde umfang habe.
Mit meiner Betreuerin bespreche ich schon sehr intime und persönliche Dinge und sie kennt mich sehr gut und auch schon lange.

Einen guten Therapeuten habe ich hier nicht aufgetan, bin an einem dran, aber der ist weiter weg und ich weiss nicht, ob ich das im Entzug realisieren kann so weit zu fahren.

Danke für deine lieben Worte!

Fühle mich wie ein Fass ohne Boden und beschäftige
Mich mit der Frage, wie kann ich mich selbst halten. ?
Und was kann ich gegen den Schmerz tun.
Das wirklich einzige was geholfen hat war körperliche Nähe, aber es kann ja niemand 24 h meine hand halten. :cry:
Es ist wirklich abgefahren.

Ich bin auch nicht so viel alleine, lebe mit einer Freundin zusammen, aber letztes Jahr ging nichts mehr, jede Minute alleine war eine Qual und ich möchte auch die Beziehung zu meiner Freundin nicht die ganze Zeit belasten.

Ich kann glücklich sein über mein Netz, es ist kein schlechtes. Trotzdem muss ich irgendeine Handlungsmöglichkeit haben in solchen Momenten, bzw. In dieser Zeit und ich weiss noch keine. Das Netz dass ich habe hat mir den Halt nicht gegeben, auch wenn es wie gesagt ein gutes Netz ist..

Ich bin teilweise im Wald gewesen, hinter wildfremden Menschen hergelaufen und habe mir vorgestellt, dass sie mich aufnehmen und mich behüten. :o
Schon verrückt, ist mir bewusst.

Liebe Grüße, LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von padma » Sonntag, 03.02.19, 19:30

liebe Lolla, :)

es tut mir so sehr leid, dass es dir so schlecht geht. :hug:

Ich denke schon, dass du eine schwere Traumatisierung erlitten hast. Es gibt nicht nur "Schocktraumata" sondern auch "Entwicklungstraumata". Bei den letzteren muss es keine einschneidende Gewalterfahrung geben, emotionale Vernachlässigung z.B. weil die Eltern nicht adequat auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen, über einen längeren Zeitraum, ist dafür ausreichend.

Und die Folgen können genauso schlimm sein, wie bei einem Schocktrauma.
Ich bin so verzweifelt inzwischen und auch wenn das Verhältnis von früher belastet ist, so werde ich meine Mama fragen, ob sie bei meiner ersten Reduzierung die Zeit bei mir bleibt.
Vor deinem Hintergrund, weiss ich nicht, ob das eine gute Idee ist. Ich bin da skeptisch.

Ich glaube, dass es wichtig wäre, dass du bevor du reduzierst, eine Traumatherapie machst. Vielleicht wäre eine Körpertherapie gut.
Ich wünschte ich wäre einfach nur neugierig darauf und aufgeschlossen, was hinter dem medi steht und wer ich eigentlich wirklich bin. Nur ich werde zum Schmerz, verschmelze mit ihm und würde dann alles tun, damit das aufhört.
Solange das so ist, ist es zu früh für eine Reduktion.
Was kann man tun gegen diesen Schmerz und das Gefühl keinerlei Halt und Sicherheit zu haben in sich selbst? Ich weiss es nicht, habe nur die Hoffnung, dass nach nähren etwas auszurichten vermag.
Ich glaube daran, dass das ein Stück weit möglich ist.

ganz liebe Grüsse, :hug:
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Montag, 04.02.19, 7:49

Guten Morgen :roll:

Danke liebe padma für deinen Beitrag! :hug:
Ich fühle mich verstanden.

Ich finde es nur sehr knifflig, weil hinter der Medikation so viel schlummert und ich da sehr grosse Angst vor habe.

Damals habe ich es als nicht ganz so schlimm erlebt wie
Jetzt...

Euch allen einen schönen Tag gewünscht!

LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 05.02.19, 19:22

Hallo ihr lieben,

Ich erneut.
Habe gestern das erste Mal offen mit einem Arzt über meine Problematik gesprochen, der als offener empfohlen wurde. Es war leider ein Reinfall und ich bin sehr lange dafür gefahren. Er empfahl dbt gegen Schmerzen und zur Not einen Umstieg auf haloperidol.
Das werde ich natürlich auf keinen Fall machen.


Heute hatte ich einen Therapeuten Termin, auch wenn ich den Therapieplatz noch nicht fest habe.
Mir ist wieder Mal bewusst geworden, wie wenig ich aus meiner Kindheit weiss, konnte kaum eine autobiographische Frage beantworten...

Glaubt ihr es gibt Strategien gegen Schmerzen dieser Art. ? Es tut mir leid, ich bin so verzweifelt und weiss nicht wie ein Weg aussehen kann. Natürlich ist Traumatherapie eine Möglichkeit, entmutigen tut mich aber, dass ich schon so viel Therapie gemacht habe und scheinbar mit nicht so grossen Erfolg.

Ich weiss, ich muss mich halten lernen und mir selbst wahrscheinlich wie eine Art Ersatz Mama oder Freundin werden und das scheint alles so weit weg.

Ich habe auch bisher keinen hier im Forum gefunden, der nach den ersten 10 Prozent diese Problematik geschildert hat ... Oder ich habe nicht richtig geschaut, das kann ja auch sein.


Ich bin kein zu Psychosen neigender Mensch, aber ich habe viele Erfahrungen mit Zwangsgedanken. Hinzu kommt das Problem, dass ich während der Reduzierung nicht mehr in die "reale" Welt konnte. Wenn ich mich unterhalten habe, dann immer iwie aus einer gefühlten Parallelwelt, in der es wahrlich nicht schön war.

Ich habe wirklich richtig Angst, auch wenn mir das nicht weiterhilft. Angst nicht runterzukommen. Ich würde mein Ziel auch gar nicht auf die 0 setzen, selbst wenn es iwann nur 50 MG weniger wären, dann wäre das für mich überragend...

Liebe Grüße, eine jammernde, traurige und perspektivlose LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Donnerstag, 07.02.19, 11:35

Hallo an alle :roll:

Es tut mir leid, falls mein letzter Beitrag egoistisch aufploppt. Natürlich weiss ich, dass viele unter einem Rebound leiden und kann natürlich nicht Ermessen, wie gross das Leid bei anderen ist.

Wenn ich damit jemanden vor den Kopf gestossen habe, dann tut mir das leid.

Ich war auf die Intensität meiner Symptome und vor allem der Gefühle nicht eingestellt...

Liebe Grüße und einen schönen Tag, LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 07.02.19, 12:06

Liebe Lolla :hug: ,
lollarossa hat geschrieben:
Donnerstag, 07.02.19, 11:35
Es tut mir leid, falls mein letzter Beitrag egoistisch aufploppt.
Nein, tut er nicht , keine Sorge - das hier ist dein Thread u natürlich kannst oder besser, sollst du hier über dein Befinden schreiben.
lollarossa hat geschrieben:
Dienstag, 05.02.19, 19:22
Es war leider ein Reinfall und ich bin sehr lange dafür gefahren. Er empfahl dbt gegen Schmerzen und zur Not einen Umstieg auf haloperidol.
Das werde ich natürlich auf keinen Fall machen.
Das ist natürlich Mist - diese Medis würde ich auch unter keinen Umständen nehmen, damit kommst du vom Regen in die Traufe. :cry:
lollarossa hat geschrieben:
Dienstag, 05.02.19, 19:22
Ich weiss, ich muss mich halten lernen und mir selbst wahrscheinlich wie eine Art Ersatz Mama oder Freundin werden und das scheint alles so weit weg.

Liebe Lolla, das ist schwer, aber nicht unmöglich.
Ich habe dazu ein gutes (finde ich) Buch gelesen:
Jasmin Lee Cori - Wenn die Mutterliebe fehlte -wie wir das ungeliebte Kind in uns entdecken u heilen!

Vllt kannst du dir das ausleihen u mal reinlesen.
lollarossa hat geschrieben:
Dienstag, 05.02.19, 19:22
Ich habe wirklich richtig Angst, auch wenn mir das nicht weiterhilft. Angst nicht runterzukommen. Ich würde mein Ziel auch gar nicht auf die 0 setzen, selbst wenn es iwann nur 50 MG weniger wären, dann wäre das für mich überragend...

Liebe Lolla, du wirst das Reduzieren auch schaffen, bin ich mir sicher - eben in deinem eigenen Tempo.

Vorher müßtest du aber mE erstmal versuchen, Ruhe u Planung in dein Leben zu bekommen (kein Vorwurf).
Du bist so durcheinander, das tut mir wirklich in der Seele weh. Würde dich am liebsten in den Arm nehmen - mache ich jetzt einfach mal virtuell :hug:

Ich hoffe, daß du einen guten Therapeuten findest, damit alles mal sortiert werden kann - es ist so schwierig, da ganz allein zurechtzukommen.

Und schreib bitte weiter, wenn dich etwas bedrückt - manchmal dauert es nur etwas mit einer Antwort.

Liebe Grüße von Anna
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 09.02.19, 10:30

Liebe Anna und alle anderen :D

Danke für deine Worte!! Und auch für die Umarmung!!

Es wird mir viel bewusst und doch zu wenig.
Es ist alles schwierig. Ich habe halt nicht das eine oder die zwei traumatischen Erlebnisse. Es zog sich eigentlich mein ganzes Leben hin.

Meine Eltern sind krank und doch Pflege ich noch den Umgang mit ihnen. Ich kann nicht mit ihnen und auch nicht ohne sie.
Mir ist bewusst geworden, dass ich eigentlich nur "überlebt" habe. Klar fehlte es mir nicht an Essen und finanziellen Möglichkeiten, aber ich habe die ganzen emotionalen Dinge vermisst, bzw. Vermisse sie auch jetzt noch. Immer noch im Glauben und der Hoffnung ich bekomme die Liebe und die Aufmerksamkeit. Ich renne dem hinterher, fühle mich ausgehungert. Ausgehungert beschreibt den Zustand gut, den ich beim Reduzieren hatte. Nichts war genug, ich wollte immer mehr Liebe, auch wenn ich diese auf der anderen Seite ganz schwer aushalte und ertrage.

Hat mir einer in der Zeit den kleinen Finger gereicht, so wollte ich seine Hand oder sein ganzes Wesen für mich haben, versteht man das? ..

Ich glaube, wenn einer die ganze Zeit da wäre, dann wäre es möglich gewesen, aber natürlich ist das utopisch.

Es gibt so viele Muster in meinem Leben. Rufe ich 4 Wochen zu Hause nicht an, so freuen sich meine Eltern immens, wenn ich mich wieder melde. Das reizt mich dann und ich finde kein Ende mehr und meine Eltern sind genervt und ich merke, es ist eigentlich kein Interesse da an meinen Themen und meiner Person, so wie ich bin..

Ich hatte in meiner Kindheit und Jugend keinen Ansprechpartner, oder auch keinen, der wirklich für mich da war. In der Jugend habe ich ein paar Jahre komplett für mich verbracht, das einzige, was mich am Leben hielt, war einmal wöchentlich die Therapie. Manchmal bin ich stundenlang vorher durch die Stadt getigert, weil sich alles auf diesen Termin fokussierte in mir, es war die einzige Person, wo ich einfach sein durfte..

Ich hatte keinen einzigen Freund wirklich über Jahre und es gab einfach niemanden. Ich habe alles mit mir ausgemacht, eine Fähigkeit, die ich nicht mehr besitze, weil jetzt der ganze Schmerz darüber zu gross ist.

Ich erinnere kaum noch Dinge aus meiner Kindheit und Jugend, es ist ein grosses schwarzes Loch.

Ich weiss wirklich nix mehr.

Ich weiss nur, ich musste funktionieren, meine Schwester ist auch krank zur Welt gekommen... Darauf gehe ich jetzt nicht näher ein.

Alle, wirklich alle Entscheidungen wurden mir abgenommen, auch wenn es die kleinsten waren.

Ich wusste net, bin ich schön, bin ich hässlich, bin ich klug oder dumm, es gab überhaupt keine feste Substanz. 1000 Teile, in die ich zersprungen war.

Manchmal momentan verliere ich die Hoffnung.
Ich bin so kindlich.

Ich habe schon so viele Medikamente geschluckt und bestimmt spielt auch der Kindling Effekt eine Rolle.. das wird ja alles nicht besser.

Ich will nicht unfair sein, ich habe wirklich gute Freunde und ein gutes soziales Netz, aber selbst wenn ich mir das bewusst mache, dann bleibt kaum Halt übrig.

Und die Schwierigkeit beim Entzug war auch, dass ich keinen Anker mehr hatte in die "normale" Welt wieder einzutauchen. Die ersten 3 Wochen war alles gut, bis auf die körperlichen Symptome, die ich aber aushalten konnte. Erst dann kippte das System.

Frustrierend und entmutigend. ..

Entschuldigung, ist ein langer Text geworden. .

Wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße, in der Hoffnung, dass es besser wird, LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von padma » Samstag, 09.02.19, 22:48

liebe Lolla, :)

es ist bedrückend zu lesen, wie allein gelassen du als Kind wurdest. :hug:
Hat mir einer in der Zeit den kleinen Finger gereicht, so wollte ich seine Hand oder sein ganzes Wesen für mich haben, versteht man das? ..
Ja, das verstehe ich. Das ist das Kind in dir, dass so ausgehungert ist nach Liebe und Fürsorge, dass es verzweifelt nach allem greift.
Ich will nicht unfair sein, ich habe wirklich gute Freunde und ein gutes soziales Netz, aber selbst wenn ich mir das bewusst mache, dann bleibt kaum Halt übrig.
Das ist sehr viel wert, auch wenn es dir aktuell nicht genug Halt gibt.
Manchmal momentan verliere ich die Hoffnung.
Ich bin so kindlich.
Du hast auch ein Erwachsenen - Ich, nur gerade ist das Kind sehr übermächtig.

Wenn das Kind sich angenommen und sicher fühlt, wird wieder mehr Raum sein für dein Erwachsenen Ich.

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Beitrag von lollarossa » Mittwoch, 13.02.19, 19:28

Guten Abend liebes Forum.

Danke liebe Padma für dein Riesenverständniss :hug:

Mir hilft es sehr mich mit euch auszutauschen und das Ganze wird mir doch etwas bewusster, was mit mir da eigentlich los ist und war.

Ich bin an etwas dran und beginne Dinge für mich zu verstehen.

Meine Angst bezüglich des Reduzierens bleibt bestehen. Auf der einen Seite denke ich vernünftig und wohlwollend, in der Richtung: Es ist egal, sebst wenn es nur 5 mG im Jahr sind, dann ist das okay, es muss für mich aushaltbar bleiben. Der Gedanke fühlt sich gut und gesund an. Trotzdem mein Misstrauen: Was ist, wenn selbst bei sowenig Abdosierung der Schmerz so immens zurück kommt?

Womit ich mich auch befasse ist, kann man unter der vollen Dosierung genug an sich arbeiten, sodass bestimmte Dinge einen nicht so heimsuchen werden, wenn man einen neuen Reduzierversuch startet.?

Ich habe Angst verfälscht zu sein, oder immer den Medikamentenpuffer zu haben und dann stellt sich die Frage, kommt da vielleicht dann noch mehr hoch und werde ich wieder zum Fass ohne Boden?...

Vielleicht dumme Gedanken, aber sie sind da. Vorerst werde ich da nicht mehr dran gehen, es bleibt ja nur die Möglichkeit mit der vollen Dosis an den Problemen und Schmerzen zu arbeiten...

Ich wünsche euch einen schönen Abend, alles Liebe, LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von padma » Donnerstag, 14.02.19, 19:02

liebe Lolla, :)

deine Überlegungen sind sehr nachvollziehbar. :hug:

Vielleicht kann es ja schrittweise gehen. Zuerst an Stabilität und Bewältigungsstrategien arbeiten. Dann wenn du bereit dafür bist, ein wenig reduzieren. Wenn dann wieder etwas hochkommt, damit arbeiten und solange nicht reduzieren. Anschliessend wieder etwas reduzieren u.s.w.

Es lässt sich vorab schlecht planen, man kann immer nur schauen, was der nächste Schritt ist, der ansteht.

liebe Grüsse,
padma
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Donnerstag, 21.02.19, 9:32

Guten Morgen :sports:

Mir ist etwas aufgefallen und ich wollte euch gerne etwas fragen.

Nehme ja grundsätzlich immer 200 MG Amisulprid.
Nachdem ich meinen missglückten Reduzierversuch hatte, habe ich angefangen einfach 2. 100 MG Tabletten zu nehmen. Also die nehme ich jeden Morgen.

Hatte jetzt vor ein paar Tagen nochmal eine 200 MG Tablette genommen und mir ist aufgefallen, dass mir dann abends wieder stark die Beine gejuckt haben. Ich habe sehr gekratzt und es hat kaum aufgehört.

Bei jemand anderem hatte ich auch diese NW gelesen...

Dann bin ich wieder auf meine 2. 100 MG Tabletten gegangen und ich meine, dass der Juckreiz dann nicht so ausgeprägt wäre.

Denkt ihr, das könnte einen Unterschied machen?

Mir ist es momentan nicht möglich zu reduzieren, aber ich hatte überlegt, ob es Sinn machen würde, wenn ich die 100 er Tabletten noch aufteilen würde, also als Ziel haben, eine morgens und eine abends einzunehmen. Natürlich würde ich das langsam verlagern wollen, habe zuviel Angst wieder so dazuhängen wie letztes Jahr.

Meint ihr, dies könnte rein nebenwirkungstechnisch einen Unterschied machen?

Wäre sehr gespannt auf eure Antworten.

Ich Grüsse euch, LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von padma » Donnerstag, 21.02.19, 18:26

liebe Lolla, :)

du hast also jeweils morgens insgesamt 200 mg genommen. Wenn du zwei Tabletten mit je 100 mg genommen hast, hattest du dieses Beinjucken nicht, aber bei einer Tablette mit 200 mg ist es aufgetreten.
Sind die Tabletten von der gleichen Firma? Vergleiche doch mal die Hilfststoffe, ob die identisch sind.

Wenn du weniger Probleme mit den 100 mg Tabletten hast, würde ich die nehmen.

Die Dosis auf zwei Einnahmen zu verteilen, wäre ein Versuch wert. Amisulprid hat eine HWZ von 12 Stunden. Bei zwei Einnahmen wäre der Spiegel gleichmässiger. Vielleicht hättest du dann weniger NW, es ist ein Ausprobieren.

liebe Grüsse,
padma
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Donnerstag, 21.02.19, 18:31

Liebe padma :)

Vielen Dank, ich vergleiche gleich Mal die Hersteller.
Ich dachte, vielleicht wäre das Ganze einen Versuch wert.

Hast du einen Vorschlag, wie man das auf den Abend verlagern kann, die eine Tablette? Jeden Tag eine Viertel h später nehmen? Das war so mein Gedanke, ich bin ja Typ extrem empfindlich... :zombie:

Liebe Grüße, LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von padma » Donnerstag, 21.02.19, 18:40

liebe Lolla, :)

eine viertel Stunde später jeden Tag wäre sehr, sehr vorsichtig und vermutlich auch schwer umsetzbar. Du könntest die Einnahme jeden zweiten Tag um eine Stunde verschieben, das wäre auch noch behutsam. Aber schau, womit du dich sicher fühlst.

liebe Grüsse,
padma
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