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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Annanas » Sonntag, 03.12.17, 20:39

Hallo Lolla :) ,
lollarossa hat geschrieben:Mein größtes Problem (auch unter Medikation) ist, dass sich Wut und Ärger sofort in Angst umwandelt und so oft dazu führt, dass ich vermeide, oder im schlimmsten Falle meine Arbeit kündige.
Dieses Verhaltensmuster hatte ich bis vor ein paar Jahren auch - bei mir entstand es durch die kindliche Erziehung - Leistungsdruck durch die
Eltern, Probleme durfte man als Kind nicht haben, Wut u. Ärger gehörten sich schon mal gar nicht. :cry:
Irgendwo mußten aber die Gefühle hin u. so wandelten sie sich in Angst - Angst und Wut verursachen auch die gleichen körperlichen
Beschwerden, wahrscheinlich weil ähnliche Kreisläufe in Gang gesetzt werden - Cortisol wird ausgeschüttet, Muskelanspannung steigt ,
Atmung wird schneller usw.

Wenn man diese Muster durchschaut - die Ursachen versteht, wird es einfacher!

Vor Jahren bin ich dann darauf gekommen, wenn Wut bzw Ärger aufkamen, den Grund zu finden - wenn andere Menschen das in mir auslösten,
tief durchatmen - ggf. gleich oder später ein sachliches Gespräch führen.
Wenn das nicht möglich ist, z.B. war es bei mir mal die Aussage meines obersten Chefs - da hätte ein Gespräch überhaupt nichts gebracht - eher
im Gegenteil, dann habe ich mir das von der Seele geschrieben - hatte längere Zeit so eine Art Tagebuch geführt.
Das war dann wie ein Ventil u. bei mir kam dadurch keine Angst mehr auf.
Über einen längeren Zeitraum praktiziert, half das sehr!

In unserer jetzigen Situation muß man da allerdings etwas unterscheiden - es gibt ja diese Neuroemotionen, bei mir z.B. auch Wut u. Gereiztheit,
da finde ich dann überhaupt keinen Grund - sie fühlen sich aufgesetzt an u haben nichts mit meinem täglichen Leben zu tun.
Es sind dann pure Absetzsymptome - da hilft das Aufschreiben nicht, sondern nur, daß ich mir immer sage, das ist jetzt nicht echt, das sind
Absetzsymptome.
lollarossa hat geschrieben:Eigentlich weiß ich, dass es mir gut tut zu arbeiten, ich brauche eine Aufgabe und auch das Gefühl gebraucht zu werden.
Dieses Wissen hole dir am besten in solchen Momenten immer wieder hervor!!
Gwen hat geschrieben: Um so mehr man vermeidet, um so schlimmer! Zumal Du ja anscheinend wirklich eine tolle Klientin/Chefin hast. Das solltest Du nicht aufs Spiel setzen.
Ich kann mir auch vorstellen, dass es Dich ablenken und Dir damit helfen wird. Ich vermute auch, dass Du das in der Situation dann viel besser hin bekommen wirst, als Du es Dir gerade ausmalst . Oft ist es ja so, dass man wenn man funktionieren "muss", es dann auch schafft!
Da bin ich auch der gleichen Meinung wie Gwen :) !

Du schaffst das, Lolla!

Liebe Grüße von Anna
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Sonntag, 03.12.17, 20:55

Liebe Gwen, liebe Anna,
ihr habt beide ins schwarze getroffen.
Ja, ich habe eine wirklich tolle Chefin und wäre schon blöd, wenn ich das aufgeben würde.
Anna: Ich glaube meine Erziehung war sehr ähnlich, ich musste immer funktionieren, hatte ich als Note eine 2, hieß es oft, beim nächsten Mal wirds besser... :frust: Oder mir wurde Angst damit gemacht, dass ich eh nur Klofrau werden würde. Leistungsdruck kenne ich nur zugenüge.
Was mir etwas bei der Angst hilft und wieder ins Körpergefühl zurückzukommen, sind Akkupressurringe, die ich immer dabei habe, egal wo ich hingehe, da kann ich schon oft etwas Anspannung dran abbauen.
Schwierig wirds nur, wenn ich in triggernden Momenten meinen erwachsenen Modus verlassen habe und nur noch als Kind agieren kann, da ist dann so gut wie gar nicht mehr möglich.
Die Idee mit dem Tagebuch finde ich aber gut, da ich sowieso gerne Dinge aufschreibe, danke! <3
Sachliches Gespräch ist wohl im jetzigen Zustand eher ein weiteres Ziel :sports:
Freue mich und bin dankbar für eure Antworten, dass Kopfkino heute war kaum auszuhalten und hat mich sehr auf Trapp gehalten.
Eine hoffentlich gute Nacht, LOLLA :hug:
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Drehrumbumm » Montag, 04.12.17, 7:12

Hallo lollarossa ,

Verlasse bitte nicht Deinen Weg ...
Ich wäre Froh , Heute überhaupt noch eine nützliche Tätigkeit in der Gesellschaft antreten zu können , die Gesetzgebung in Deutschland macht mir aber dies sogut wie unmöglich , leider ... , aber Aufgeben gibts nicht , .... Auf keinen Fall , ... also einfach nur in die Zukunft schauen , und niemals zurück !

LG Drehrumbumm
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Vorgeschichte:

Dez. 1987 Diagnose paranoide Schizophrenie nach einem Zusammenbruch , Diagnose ist bis heute nicht gesichert , es kann sein , das diese politisch motiviert war , Einstellung auf sehr hohe Dosis Haloperidol und Parkopan
Juli 1988 Schwehrer Arbeitsunfall / Wegeunfal mit dem Verdacht auf unbewußten Suizid wegen zu hoher Medikamentendosis , seit dem zu 70 % Schwehrbehindert
ab 1990 Einstellung auf Depot Lyrodin
1993 2 - maliger Aufenthalt von jeweils 8 Wochen in einer Psychotherapie , Entlassung ohne Medikamte ,
und ohne irgendwelche Beschwerden oder Auffälligkeiten , danach wieder sofortige Einstellung durch Psychater auf Medikamente

Okt. 1994 Durch Falsche Medikamente totaler Zusammenbruch mit dem Ergebniss des Tötungsversuchs an meiner Frau und anschließender Zwangseinweisung in die Psychiatrie , Zwangsbehandlung und Einstellung auf Halloperidol Depot jeweils eine Ampulle ( xxx ml ) pro Woche , Resultat : Angstzustände , Depressionen über Jahre
Febr. 2002 Umstellung auf Amisulprid 400 mg - 0 - 400 mg - 0 und Valproinsäure 1000 mg - 0 - 1000 mg - 0
Resultat : chronischer Durchfall , chronische Schmerzen wegen unverträglichkeit bis Heute , ständige Aufenthalte in der Psychiatrie wegen Depressionen und Psychosen


Absetzversuch :

Jan. 2017 Absetzen aller Medikamente und Schmerzmittel , welche mir durch Hausarzt und anderer Fachärzte verordnet wurden
Apr. 2017 Absetzen der gesamten Dosierung von Valproinsäure ( tägl. 2000 mg ) , absolutes Chaos im Kopf, Resultat : Selbsteinweisung im
Aug. 2017 in die Psychiatrie , dort wurde ich aber wieder unter Drogen gesetzt , daraufhin habe ich die Klinik sofort verlassen

Anfang Oktober 2017 Absetzen von 400 mg Amisulprid von der gesamten Tagesdosis auf
200 mg - 0 mg - 200 mg - 0 mg, Resultat : Depressionen , Wahnvorstellungen , Suizidgedanken , wahnsinnige Schmerzen im gesamten Körper , keinerlei Psychatrische Hilfe , außer der meiner Hausärztin
Nach Stabilisierung und Eigenstudium über das Absetzen von Amisulprid nun Beginn über fast normale Verhältnisse weiter zu reduzieren


19.11.2017 Amisulprid 187,5 mg - 0 mg - 187,5 mg - 0 mg ... Extreme Reaktion , Schmerzverstärkung bis zu nicht behandelbaren Kopfschmerzen
25.11.2017 Amisulprid 200 mg - 0 mg - 200 mg - 0 mg , dazu Ibuprofen 4% Saft , bis zu 4 x tägl. 10 ml (bei Bedarf) , da ich nun überhaupt nicht mehr schlafe absofort radikale Erhöhung
01.12.2017 Amisulprid 300 mg -0 mg - 300 mg - 0 mg
Anfang Dezember 2017 Amisulprid 400 mg - 0 mg - 400 mg - 0 mg , Klinikaufenthalt mit Neueinstellung auf Depotmedikament ( wird nachgereicht ) , Resultat Manische Depressionen ohne Ende
ab Januar 2018 zusätzlich 50 mg Prometazin zu Schlafen

:wirbel: Der Zombie ist nicht totzukriegen , er trachtet nach dem Leben :alptraum:

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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Montag, 04.12.17, 21:10

Hallo nochmal,
melde mich nochmal kurz zu Wort und wollte kurz einen Beitrag von mir anhängen, den ich in einen anderen Thread gepackt habe.
Es tut mir Leid, dass ich so ungeduldig bin, das Ganze macht mir einfach Panik und deswegen hänge ich meinen Beitrag hier noch dran. :cry:

Hallo an alle,
gerade habe ich hier den Thread entdeckt. Mein großes Problem ist der Prolaktinspiegel durch das Amisulprid (200mg). Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich monate-, bis ein Jahr lang meine Tage nicht bekomme.
Auch Milchfluss habe ich dadurch bekommen. Seit ca 1 Jahr nehme ich Mönchspfeffer, dass Präparat von Bionorica ein. Anfänglich,bzw nach 3 Monaten habe ich meine Tage bekommen. Dann wieder nicht mehr, es war, als hätte sich der Körper schon zu sehr dran gewöhnt... :(
Zudem habe ich Frauenmantel für mich entdeckt, den trinke ich als Tee und lasse ihn sehr lange ziehen, manchmal auch über Nacht.
Mein Problem ist, dass ich durch diese Präparate anscheinend den Prolaktinwert verbessert habe, dieser aber noch nicht weit genug unten ist, sodass ich meine Tage bekomme, dies ist sehr selten der Fall. Nun war ich letzte Woche beim Frauenarzt und meine ganze Gebärmutter ist voll Schleimhaut, die nicht abläuft. Jahrelang war das kein Thema, da, wie ich vermute, den Zustand einfach hingenommen habe und nicht versucht habe, mit pflanzlichen Mittel gegenzusteuern.
Nun habe ich ein Zeitfenster bis Januar, wenn ich bis dahin nicht blute, dann wird ggf. eine Ausschabung gemacht. Das bereitet mir gerade sehr viel Angst und Kummer.
Habtihr vielleicht noch Ideen, was ich aktiv tun kann, damit ich blute? Habe schon überlegt zeitweise 2 Tabletten von dem Mönchspfeffer einzunehmen, habe aber nicht wirklich was gefunden im Netz zu Dosiserhöhung.
Es steht auch im Raum, dass ich vorläufig einen Prolactinhemmer bekommen soll, bisher haben sich Frauenarzt und Psychiater da gegenseitig die Karten zugeschoben und es ist nichts passiert... :(
Muss das zwischenzeitlich verdrängen, da es mich so ängstlich und auch wütend macht...
Liebe Grüße, LOLLA

Danke euch fürs lesen und generell für die wertvolle Unterstützung! :party2:
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Jamie
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Jamie » Montag, 04.12.17, 21:26

Hallo Lolla, :)

also eigentlich spricht nichts dagegen die Mönchspfefferdosis zu erhöhen, sofern die Packungsbeilage das vorsieht und es dir bekommt.
Es ist allerdings für mich fraglich, ob die Pflanzenheilkunde, von der ich übrigens viel halte, gegen das Amisulprid ankommen kann, das deinen hohen Prolactinspiegel verursacht.

Ich finde es allerhand, dass man dich überhaupt so lange hat mit einem so hohen Spiegel durch die Weltgeschichte rennen lassen :o ; ich kenne Ärzte, für die sind hohe Prolaktinspiegel ein No Go, weil sie eben bei den Frauen (Männern natürlich auch) zu massiven Zyklusstörungen führen können etc. mit all dem, was du jetzt auch nennst.

Die Frage ist, wäre es möglich das Amisulprid etwas schneller runterzusetzen oder nicht möglich? Möglicherweise wäre das hilfreich, wenn es ginge, aber man muss das gut abwägen wegen der Absetzsymptome.

Zu dem Prolaktinhemmer fehlen mir sämtliche Erfahrungen. Ich würde mir auf jeden Fall den Beipackzettel gut durchlesen und was das alles für Nebenwirkungen hat. Letztlich ist es Abwägungssache, ich fürchte diese Medikamente haben sehr viele Nebenwirkungen :(
Bist du bei einem Endokrinologen in Behandlung? Sowas sollte kein Wald-Feld-Wiesen-Doktor machen, sondern ein Spezialist. Der hat vielleicht auch noch andere Ideen außer dir gleich mit dem Skalpell zu wedeln?
Bist du für Homöopathie / Heilpraktiker offen? Vielleicht wäre das Geld gut in einen kompetenten Heilpraktiker investiert, der auch noch Tipps hätte?

Also ich weiß eins: ich würde mich nicht so einfach unters Messer legen, das wäre für mich last option.
Vorher würde ich gucken, was ich selbst tun kann (du bist ja auch schon dran), um an dem Zustand etwas zu ändern.

Und einen Satz noch: Ärzte wollen oft und schnell "schnippeln". Was würde denn passieren, wenn du dir selbst mehr Wartezeit geben würdest als Ende Januar? Würde da ein bedrohlicher Zustand einsetzen oder was? Ich frage das ernst, weil ich es nicht weiß. Aber man sowas wissen müsste, um Entscheidungen treffen zu können und Herr (Frau) der Lage zu bleiben.

Grüße, alles Gute
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Gwen » Montag, 04.12.17, 21:27

Hallo liebe Lolla, ich habe leider keinen Tipp für Dich und kenne mich in dem Thema auch nicht aus. Aber ich wollte Dir trotzdem einen Drücker da lassen, da ich die Vorstellung einer Ausschabung auch sehr fies fände und total verstehen kann, dass Du da irgendwie drum rumkommen willst! Was ein Mist!!!

Ich drück Dir die Daumen, dass Du einen guten Rat bekommst und sich die Periode einstellt!!
Liebe Grüße Gwen
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Montag, 04.12.17, 21:52

Hallo Jamie :)

danke :hug:
Leider kann ich das Amisulprid nicht ohne weiteres Absetzen. Erstens stecke ich noch im Entzug mit dem Escitalopram und zweitens wird das ein mind. 2 jähriges Projekt, alles andere würde mein Leben zerstören, die Erfahrung habe ich leider schon machen müssen :cry:
In der Packungsanleitung steht 1 Tablette täglich... ich bin mir da sehr unschlüssig... :vomit:
Bei einem Endokrinologen bin ich nicht, habe nur meine Frauenärztin. Was passieren würde, wennich länger warten würde, das weiß ich leider nicht. Ich habe da sehr große Angst vor, vor allem, weil das ja keine Dauerlösung ist und ich ja gegenarbeiten muss.
Wahrscheinlichhabe ich den zustand durch die pflanzlichen Mittel insoweit verschlimmert, dass ein Follikel gereift ist (ich eben den Wert gedrückt habe) und sich Schleimhaut aufgebaut hat...
Das lässt mich gerade sehr verzweifeln.
Manchmal blutet es ab, wenn ich Sex habe, aber eben auch nicht immer und bin auch nicht in einer Beziehung, was das ganze erschwert...
Der Prolaktinspiegel unter demAmisulprid erhöhte sich so krass erst nach 2 jähriger Einnahme des Medikamentes, da war ich schon sehr in der Abhängigkeitsspirale gefangen.. :cry:
Bisher hat mir da noch niemand helfen können. Bis vor kurzem war ich noch der felsenfesten Überzeugung, dass ich Amisulprid mein ganzes Leben einnehmen muss, weil ich eine sehr schlimme Erhafrung mit dem Absetzen gemacht habe. Inzwischen denke ich schonmal, es ist möglich, könnte mir aber auch gut vorstellen, dass ich da dem Schneckenclub angehören werde.
Lieben Dank nochmal für deine schnelle Antwort, vielleicht finde ich ja noch Lösungsansätze...
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Flummi » Montag, 04.12.17, 22:31

Hallo lollarossa,
Ich habe Dir etwas in den pms Thread geschrieben, als Antwort. Beruhige Dich vielleicht erst mal. Wenn Du keine ausschabung willst, zwingt Dich doch keiner. Du schreibst, es ist zufällig herausgekommen. Schön sind nw ja nicht, aber Du hast wie ich verstanden habe auch keine Beschwerden mit der aufgebauten schleimhaut. Daher würde ich da einfach nicht mehr hingehen, wenn Du keine Probleme hast. in einer schwangerschaft ist die schleimhaut neun monate aufgebaut und am ende kommt alles raus. Ärzte sehen gern probleme und machen einem ängste, da nehmen sich gynäkologen nicht viel von psychiatern. Hör ein bisschen in Dich rein. Gut, du weisst, da ist die schleimhaut und die baut sich gerade auf, aber hat Dein Unterleib irgendein Problem gerade? Auch beim absetzen soll man ein bisschen in sich reinhören. Willst du da ein Messer in Dich rein lassen?
Ich würde Jamie zustimmen und fragen, ob das amisulprid etwas schneller runtergesetzt werden könnte. Also lass Dich nicht stressen, Ärzte sind nur menschen.
informier Dich vielleicht über die Nachteile, die aussschabungen haben können. Wie sieht das später mit Kinder kriegen und Risiken für eine Schwangerschaft aus zb eileiterschwangerschaften. Ich persönlich würde erst was machen, wenn wirklich Probleme auftauchen. Und bisher hattest du keine, bis der Arzt eine stark aufgebaute gebärmutterschleimhaut fand.
sei lieb gegrüsst,
Claudia
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Montag, 04.12.17, 23:08

Hallo Claudia,
ein zügigeres Absetzen kommt für mich leider nicht in Frage, dann werde ich psychotisch, diese Möglichkeit habe ich nicht.
Trotzdem lieben Dank für deinen Beitrag
Hatte überlegt diese beiden Präparate zu kombinieren:http://www.bionorica.de/gynaekologie/ma ... Csten.html
und
http://www.bionorica.de/gynaekologie/ag ... C2%AE.html das nehme ich bereits täglich.
Habeleider keine Idee, ob das Sinn machen würde...Lasse ich gleich mal durch den Wechselwirkungscheck laufen.
In dem Sinne eine gute Nacht, lg, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Annanas » Dienstag, 05.12.17, 8:17

Guten Morgen, Lolla :) ,
lollarossa hat geschrieben:Mein Problem ist, dass ich durch diese Präparate anscheinend den Prolaktinwert verbessert habe, dieser aber noch nicht weit genug unten ist, sodass ich meine Tage bekomme, dies ist sehr selten der Fall. Nun war ich letzte Woche beim Frauenarzt und meine ganze Gebärmutter ist voll Schleimhaut, die nicht abläuft. Jahrelang war das kein Thema, da, wie ich vermute, den Zustand einfach hingenommen habe
Wenn die Gebärmutterschleimhaut so hoch aufgebaut ist, steckt da meistens eine Östrogendominanz/ein Progesteronmangel dahinter -
Die Ursache dafür u. für den hohen Prolaktinwert liegt in deinem Fall sicher an den Medikamenten.
lollarossa hat geschrieben:Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich monate-, bis ein Jahr lang meine Tage nicht bekomme.
Auch Milchfluss habe ich dadurch bekommen. Seit ca 1 Jahr nehme ich Mönchspfeffer, dass Präparat von Bionorica ein. Anfänglich,bzw nach 3 Monaten habe ich meine Tage bekommen. Dann wieder nicht mehr, es war, als hätte sich der Körper schon zu sehr dran gewöhnt...
Mönchspfeffer (Agnus Castus) kann dabei hilfreich sein, reicht aber in manchen Fällen nicht aus, gerade, wenn du noch einige Zeit das Amisulprid
nehmen mußt.
Pflanzliche Mittel, wie eben Mönchspfeffer oder homöopathische Mittel, wie das Mastodynon, werden bei dir wegen des Amisulprids u. ggf. noch der Nachwehen vom Escitalopram-Absetzen, nicht genug Wirkung erzielen, befürchte ich.
lollarossa hat geschrieben:Nun habe ich ein Zeitfenster bis Januar, wenn ich bis dahin nicht blute, dann wird ggf. eine Ausschabung gemacht. Das bereitet mir gerade sehr viel Angst und Kummer.
Habtihr vielleicht noch Ideen, was ich aktiv tun kann, damit ich blute?
Eine Aussschabung würde ich als wirklich letztes Mittel betrachten.
Du könntest bioidentisches Progesteron einnehmen - z.B. Utrogest (eine Kapsel enthält entweder 100 mg oder 200mg) - das kann deine Gynäkologin verschreiben. Bioidentisch deshalb, weil es genau den gleichen Aufbau hat, wie das vom Körper gebildete.
Dadurch müßte eine Blutung wieder einsetzen - der Prolaktinwert wird gleichzeitig auch gesenkt.
lollarossa hat geschrieben:Es steht auch im Raum, dass ich vorläufig einen Prolactinhemmer bekommen soll, bisher haben sich Frauenarzt und Psychiater da gegenseitig die Karten zugeschoben und es ist nichts passiert...
Das würde ich auf keinen Fall empfehlen - zumindestens nicht, wenn es "nur" um hochaufgebaute Schleimhaut u. einen erhöhten Prolaktinwert geht, dessen Erhöhung auf Medikamente zurückzuführen ist, die du ja aktuell absetzt.

Diese Mittel werden auch bei Parkinson gegeben u greifen massiv in den Hirnstoffwechsel ein, speziell beim Neurotransmitter Dopamin - dadurch
haben sie auch entsprechende Nebenwirkungen.

Liebe Lolla, keine Angst - rede bitte mit deiner Gynäkologin über eine Progesteronverschreibung - wichtig: wirklich Progesteron, wie o.g. z.B. Utrogest - auf keinen Fall ein Gestagen (das ist chemisch u. hat zahlreiche NW - meistens in der Verhütungspille enthalten).
Leider schmeißen das manche Gyns immer noch in einen Topf!!

Es gibt auch noch die Möglichkeit, eine Progesteroncreme (enthält 3% Progesteron auf 100 mg) verschreiben zu lassen - diese müßte allerdings privat bezahlt werden u. ich bin mir nicht ganz sicher, ob diese ausreichen würde, schnellstens eine Blutung auszulösen - auf längere Sicht genommen allerdings schon.
Der Vorteil hierbei bestünde, daß man individueller dosieren könnte.

Liebe Grüße von Anna
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 05.12.17, 16:37

Hallo Jamie, hallo Anna, hallo Claudia :pillowtalk:
danke euch für die Antworten.
Ich habe heute meine Ergebnisse von der Blutentnahme zum Prolaktin bekommen, der Wert läge bei 80 (was auch immer), wäre somit im Normbereich. Leider hatte ich nur die Arzthelferin am Apparat, die meinte, Periode müsste sich jetzt einstellen.. Bin mir da leider nicht so sicher, nach ausführlicher Recherche...
Habe das Gefühl, dass ich die übelste PMS habe, immer kurz davor stehe, die Blutung zu bekommen, fühlr mich "Voll".
Dann wieder nichts und wieder warten... :vomit:
Dir Anna lieben Dank für deinen tollen Beitrag, kann ich vieles draus ziehen!!
Leider habe ich die Ärtzin nicht persönlich ans Telefon bekommen und muss meinen Termin im januar abwarten, dieses Jahr wären keine mehr verfügbar.
Das ist etwas dumm, weil ich soviele Fragen habe und das Internet DR Google :rotfl: nicht so viel an Antworten bereit hält, wie ich mir wünsche.
Mein unterer Rücken tut weh und es kneift immer wieder im Bauch, einerseits beruhigt mich das, auf der anderen Seite bekomme ich Panik davor, es hätte sich bereits irgendwas entzündet oder es gäbe bereits Komplikationen. Und so lag ich bis 4 heute morgen wach....
Habe mich etwas über Progesteron schlau gemacht und klingt alles recht schlüssig.
Hier hatte ich einen guten Artikel gefunden: https://www.netzwerk-frauengesundheit.c ... einsetzen/
Ich habe leider keine Ahnung, ob ich meine Frauenärtzin zu einer weiteren Blutentnahme hinsichtlich Hormonen überreden kann und weiss auch nicht wie ich das im Falle der Fälle verkaufen soll, ohne, dass sie sich in ihrer Kompetenz in Frage gestellt fühlt. Dieses Problem habe ich leider ständig, ihr bestimmt auch :frust:
Im Fall der Fäle müsste ich vielleicht nochmal den Weg über meinen Papa machen (den ich sehr ungerne gehe) und mir von ihm ein Rezept ausstellen lassen, oder ihn bitten, dass er mir Blut entnimmt.
Soweit ich richtig verstanden habe, sollte man nämlich eine Hormontestung gemacht haben, bevor man mit Progesteron startet....
Oh Mann, ich fühle mich wie ein Alien in der Medizinwelt... :zombie:
Morgen geht die Arbeit wieder los und ich hoffe, ich bekomme das erstmal gewuppt. Ansonsten muss ich den Fokus tatsächlich auf meine Gesundheit richten, wobei die Arbeit da ein wichtiger Bestandteil ist. Ist sehr schwer abzuwägen, was kann ich, was kann ich nicht, was überfordert mich? und dem Aspekt, was will ich nicht tun, will ich vermeiden? Da muss ich sehr ehrlich zu mir sein und das fällt mir in der letzten Zeit und momentan sehr schwer... :cry:
Ganz liebe Grüße, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Flummi » Dienstag, 05.12.17, 16:51

Hallo lollarossa,
Ich glaub, mein prolaktinwert lag bei 100-200, irgendwo dazwischen. Auch über mehrere monate/Jahre amisulprid genommen.
Ich habe schon in einem anderen Thread, in den du gepostet hast, geschrieben, dass das Problem beim Absetzen von amisulprid ist, dass es in höheren Dosen antipsychotisch und sedierend wirkt, in unteren aber anregend.
https://www.infomed.ch/pk_template.php?pkid=301
Ich bin dann irgendwann umgestiegen, weil ich keine Möglichkeit mit amisulprid sah , das langsam zu reduzieren. Unterhalb einer bestimmten Marke wurde es schnell psychotisch bei mir. Ich glaube, du schriebst auch, dass du das Gefühl hattest, bei Dir würde das Medikament diese psychotischen Symptome machen.
Ich fand amisulprid mit das blödeste Medikament, das ich hatte.
aber vielleicht gibt es hier auch Erfolgsgeschichte mit dem absetzen von amisulprid. ...
Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von padma » Dienstag, 05.12.17, 17:35

hallo Lolla, :)

Ich habe leider keine Ahnung, ob ich meine Frauenärtzin zu einer weiteren Blutentnahme hinsichtlich Hormonen überreden kann und weiss auch nicht wie ich das im Falle der Fälle verkaufen soll, ohne, dass sie sich in ihrer Kompetenz in Frage gestellt fühlt. Dieses Problem habe ich leider ständig, ihr bestimmt auch :frust:
Ich habe mit dem "Verkaufen" eine gute Erfahrung damit gemacht, es so zu vermitteln, dass die Ärztin sich in ihrer Kompetenz anerkannt fühlt.
Also etwa so: "Ich habe da etwas Interessantes gefunden, Sie kennen es ja bestimmt, ich hätte da ein paar Fragen dazu. ..... Was meinen sie, könnte das bei mir zutreffen und wäre es möglich das weiter zu untersuchen."

liebe Grüsse,
padma
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 06.12.17, 13:54

Hallo Lolla :) ,
wenn deine Ärztin sich absolut querstellt, hast du auch noch die Möglichkeit, die Hormone mittels Speicheltest
bestimmen zu lassen.
Ob Blut- oder Speicheltests aussagekräftiger sind, da streiten sich z.Zt. die Gelehrten.

Die Ärztin, bei der ich damals in Behandlung war, favorisierte allerdings die Speicheltests, weil hier nur die freien
Hormone (u. damit aktiven) gemessen werden. Im Blut dagegen werden freie und gebundene (nicht aktiv, da an ein
Transport- oder Depotprotein gebunden) bestimmt.

Bei mir stimmten auch die Ergebnisse mit den Beschwerden überein.

Einen Speicheltest kannst du selbst anfordern, zu Hause durchführen, einschicken u. bekommst dann den Befund
samt Auswertung.
Allerdings kann der nicht abgerechnet werden, sondern muß privat bezahlt werden :( !
Hier ist mal ein Link dazu:Speicheltest Hormonprofil der Frau
Quelle: medivere.de

Es gibt auch noch umfangreichere oder Zusatztests, aber der müßte reichen!

Liebe Grüße von Anna
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Donnerstag, 07.12.17, 9:59

Hallo ihr Lieben :)

danke, danke für die Antworten und auch den Hinwei, wie ich das alles dem Arzt verkaufen soll.
Gestern habe ich doch tatsächlich meine Tage bekommen!! :party:
Erst war ich sehr panisch, weil es nur so wenig war und ich mir Kopf gemacht habe, ob das was gibst. Jetzt ist es besser und ich hoffe, dass alles "raus" kommt.
Also haben Frauenmantel, Mönchspfeffer u so doch eine Wirkung gehabt. :party2:
Ich werde mir jetzt trotzdem noch bei einem anderen Frauenarzt noch eine zweite Meinung einholen und deinen Rat befolgen Ananas. :)
Werde mir das glaube ich vorbereiten, wie ein Referat in der Schule, sodass ich darauf zurückgreifen kann und etwas zum Festhalten habe.
Wichtig ist, dass ich irgendwie im erwachsenen Modu bleiben kann, sodass dieser mih im besten Fall ernst nimmt und nicht das Gefühl hat, da sitzt ne heulende Irre vor ihm :haha:
und im Fall der Fälle, werde ich das mit dem Speicheltest vorschlagen, super Anregung.
Kann wirklich nur danke sagen! :group:
LG; LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 07.12.17, 14:33

Hallo Lolla,

schön, dass da was in Gang kommt bei dir.

Ich habe auch schon unter Zxklusstörungen gelitten. Allerdings war bei mir das Gegenteil der Fall, ich habe nicht mehr aufgehört zu bluten.
Auch nicht durch Hormongaben. Selbst nach einer Ausschabung habe ich noch wochenlang weiter geblutet.
:cry:
Dann habe ich nochmal Hormone bekommen, diesmal das doppelte der normalen Dosis. Dann endlich würde es besser.
Durch das Forum (Danke Annanas :D ) bin ich dann auf den Mönchspfeffer gekommen.
Bei mir hat er Wunder bewirkt. Jetzt läuft alles wieder gut.

LG Ute
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 07.12.17, 14:37

Hallo lollarossa,
Na, das ist doch schön. Freu mich sehr für Dich. Frag mich halt im Nachhinein, ob Deine Frauenärztin nicht einfach nur eine aufgebaute Gebärmutter kurz vor der Blutung gesehen hat. Selbst wenn es lange gedauert hat. Jetzt hat es leider etwas Panik bei Dir verbreitet, aber Du hast den richtigen Weg gewählt: abwarten und Tee trinken :)
Na dann, willkommen zurück im Leben! :)
Alles Gute wünscht
Claudia
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 07.12.17, 15:24

Liebe Lolla :) ,
lollarossa hat geschrieben:Gestern habe ich doch tatsächlich meine Tage bekommen!!
Super!! Da bin ich gleich mit erleichtert - die Ausschabung als Damoklesschwert über einem hängend, ist ja nicht gerade beruhigend!
lollarossa hat geschrieben:Ich werde mir jetzt trotzdem noch bei einem anderen Frauenarzt noch eine zweite Meinung einholen
Falsch kann das nicht sein - obwohl ich Zweifel habe, daß die sich mit den Folgen der AD-Einnahme/des -Absetzens auskennen u.das so vllt nicht im richtigen Kontext sehen!
lollarossa hat geschrieben:Werde mir das glaube ich vorbereiten, wie ein Referat in der Schule, sodass ich darauf zurückgreifen kann und etwas zum Festhalten habe.
Wichtig ist, dass ich irgendwie im erwachsenen Modu bleiben kann, sodass dieser mih im besten Fall ernst nimmt und nicht das Gefühl hat, da sitzt ne heulende Irre vor ihm
Das ist eine gute Idee u. vllt am besten einen Stichwortzettel mitnehmen - ich habe während des Absetzens die Erfahrung machen müssen, daß, wenn ich vor dem Arzt saß, alles gedanklich Zurechtgelegte irgendwo im Gehirn-Nirvana verschwunden war :o !
lollarossa hat geschrieben:und im Fall der Fälle, werde ich das mit dem Speicheltest vorschlagen, super Anregung.
Im Grunde brauchst du ihm das gar nicht vorschlagen, wenn er keinen Bluttest machen will, da "rumzickt", dann kannst du dir den Speicheltest selbst bestellen u. das zu Hause durchführen, einschicken und wie schon geschrieben, eine Auswertung bekommt man dazu geliefert.

Mönchspfeffer würde ich trotz allem weiterhin nehmen u. auch den Tee trinken - wenn eben vllt in deinem Fall nur schwach wirksam, aber letztendlich hat es wohl doch noch etwas gebracht!

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Beitrag von lollarossa » Samstag, 09.12.17, 9:57

Hallo an Alle :wink:
danke fürs Teilhaben an meiner Situation.
Ich habe jetzt wieder angefangen zu arbeiten und es läuft solala. Aber ich denke das ist besser als grübeln und zu Hause rum sitzen... :party:
Meine Tage habe ich ja, aber das Gefühl, es kommt nicht genug...
Habe mich gestern bei nem Kumpel in die Wanne gelegt und bewege mich zusätzlich viel, weil ich mir da Druck mache, weil ja alles irgendwie raue muss...
An Ute: Wollte dich fragen, welche hormonellen Veränderungen du hattest und welche Hormone du in der Zeit bekommen hast.
Ich bin mit dem Mönchspfeffer auch ganz zufrieden, aber in meinem Falle ist er wohl nicht starkt genug, alleine eingenommen.
Tut mir Leid, dass du die Erfahrug mit der Ausschabung machen musstest. :cry:
Hast du, oder jemand anderes Ahnung davon, ob ich ggf. auch 2 Tabletten des Mönchspfeffers einnehmen kann? Habe zu Dosisänderungen im Internet nicht viel gefunden, oder es hat mich verwirrt..
Überlege, ob es Sinn machen könnte, kurzfristig die Dosis zu erhöhen, gerade, weil ich gerade das Fenster meiner Periode habe und abbluten will. :bettzeit:
Oh Mann, ich glaube mittels Google und der ganzen Recherchearbeit könnten wir alle bald unter die Mediziner gehen, wir brauchen nur jemanden, der in unsrem Auftrag die Rezepte ausstellt. :haha:
Wollte noch kurz von einem "Erlebnis" mit einer Flasche Wein erzählen. Diese hatte ich am Dienstag unvernünftigerweise geleert und hatte doch fast bis gestern Nachmittag den übelsten Überhang davon. Auch Kaffee, den ich normalerweise gerne und viel trinke, muss ich mir bis auf eine Tasse morgens verbieten.. Ansonsten werden da meinem Gefühl nach die übelsten Entzugssymptome getriggert, vor allem Ängste und Unruhe..
Andererseit, wenn ich das positiv betrachte, lerne ich vielleicht besser auf mich und meinen Körper zu achten, denn ich gehe oft schlecht mit mir um.
:zombie:
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende, ich habe heute und morgen noch Dienst und dann habe ich glücklicherweise 4 Tage frei! :party2:
Ganz liebe Grüße, LOLLA
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Beitrag von Annanas » Samstag, 09.12.17, 17:04

Hallo Lolla :) ,
lollarossa hat geschrieben:Hast du, oder jemand anderes Ahnung davon, ob ich ggf. auch 2 Tabletten des Mönchspfeffers einnehmen kann? Habe zu Dosisänderungen im Internet nicht viel gefunden, oder es hat mich verwirrt..
Enthält dein Präparat Trockenextrakt des Mönchspfeffers und wieviel mg davon ist für eine Tablette angegeben??

MWn soll man erstens nicht über 40 mg einnehmen und zweitens hilft eine Steigerung wenig - entweder es kurbelt die körpereigene Progesteronproduktion mit der angegebenen Dosis an oder es reicht nicht.
Es ist kein Ersatz für Progesteron, es unterstützt eben nur die Hormonbalance.
lollarossa hat geschrieben:Oh Mann, ich glaube mittels Google und der ganzen Recherchearbeit könnten wir alle bald unter die Mediziner gehen, wir brauchen nur jemanden, der in unsrem Auftrag die Rezepte ausstellt.
Das habe ich auch schon oft gedacht - vor allem habe ich den Eindruck, daß wir auf manchen Gebieten bald mehr wissen, als manche Ärzte :roll: !
lollarossa hat geschrieben:Wollte noch kurz von einem "Erlebnis" mit einer Flasche Wein erzählen. Diese hatte ich am Dienstag unvernünftigerweise geleert und hatte doch fast bis gestern Nachmittag den übelsten Überhang davon. Auch Kaffee, den ich normalerweise gerne und viel trinke, muss ich mir bis auf eine Tasse morgens verbieten.. Ansonsten werden da meinem Gefühl nach die übelsten Entzugssymptome getriggert, vor allem Ängste und Unruhe..
Das sind wirklich typische Trigger - Alkohol, Kaffee (auch schwarzer Tee z.B.)!
Hier haben wir eine Liste der Symptomverstärker:
Symptomtrigger
lollarossa hat geschrieben:Andererseit, wenn ich das positiv betrachte, lerne ich vielleicht besser auf mich und meinen Körper zu achten, denn ich gehe oft schlecht mit mir um.
Diesen Aspekt ins Positive umzuwandeln, ist auch ein guter Schritt :) u. ja, ich glaube auch, daß wir in der Zukunft achtsamer mit uns umgehen werden!
lollarossa hat geschrieben:Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende, ich habe heute und morgen noch Dienst
Dankeschön - dir wünsche ich dann erträgliche u. vllt werden es sogar schöne, Arbeitstage!

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