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potatoiv: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Nora » Mittwoch, 16.12.15, 17:42

Hallo Potatoiv!

Mir geht es seit dem letzten Absetzschritt eigentlich gut. Seit 2 Wochen bin ich jetzt auf ca. 1,25 mg Olanzapin - eine halbe Tablette der 2,5 mg Tablette. Vorher war ich drei Wochen auf 1,9 mg. Dabei hatte ich aber viele Weinkrämpfe, wohl weil ich so verzweifelt war wegen der Olanzapineinnahme. Jetzt die letzten 2 Wochen nach dem Runterdosieren auf 1,25 mg musste ich nur einmal kurz weinen. Das Absetzen spürte ich bisher eher immer körperlich mit 1 - 2 Tagen Bauchschmerzen, Rückenschmerzen und Schmerzen bei der alten Knieverletzung.
Jetzt nach 2 Wochen sind die Rückenschmerzen zurückgegangen und das Knie schmerzt in dem Maße, wie ich es vor dem Psychopharmakachaos hatte. Ich bin schon wieder so ungeduldig und würde am liebsten schon weiter runtergehen auf 0,7 mg, also nur mehr ein Viertel der 2,5 mg Tablette.
Ich werde aber damit warten, bis der 24. vorbei ist.

Alles Liebe und Gute
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Okt 2013 - Jän 2015
50 mg Sertr-abrupt abges.-keine Entzugsersch.

20.-24.8.2015
50mg Sertr.-ab 2. Tag Weinkrämpfe, Unruhe, Durchfall, Durchschlafprobleme, Herzklopfen-Einn. beendet-es wurde schlimmer-zu Ärzten

28.8.-15.9. 5mg Olanzapin Symptome klingen schnell ab-doch Verstopfung, Mundtrockenheit, abgestumpfte Gefühle
16./17.9. 2,5mg Olanz
18.9. Olanz abges.
18.-24.9. keine Entzugsersch.
25.9.-1.10. Entzugsersch. beginnen-tgl. schlimmer: nervöser Darm, kein Schlaf, Weinkrämpfe, innere Unruhe, Zittern, Tinnitus, "Nerven"-Schmerzen im Knie

Ab 3.10. tgl 2,5mg Olanz
4.10-6.11. guter Schlaf, in der ersten Woche: vm. weinerlich, geringer Appetit, Mundtrockenheit, stärkere Knieschm, Tinnitus, Unruhe, Zittern, Schwächegefühl, Brustkorb und Rücken schmerzhaft verspannt; ab der 2. Woche Weinkrämpfe nm/abends, alle Symptome wurden ständig besser

Ab 6.11. tgl 1,9mg Olanz
7.-13.11. selten Watte, verspannte Muskeln-leichte Rückenschm, am 12./13. starke Nervosität, Knie gleich
14.-30.11. sehr selten Watte, manchmal Unruhe, häufig nm/abends Weinkrämpfe; Knie gebessert
1.12. Verzweiflung wegen Knie und vor allem wegen Olanzapineinn. wächst tgl, daher -->

Ab 1.12. tgl 1,25mg Olanz
2.-8.12. etwas schlechter eingeschl., mehr Rücken.- und Knieschm., dafür keine Weinkrämpfe mehr, Seele fühlt sich wohl
-15.12. gut eingeschl., Rücken.- und Knieschm. bessern sich langsam, Seele zufrieden
-22.12. guter Schlaf, Rücken-Knieschm. besser, Seele zufrieden

Ab 22.12. tgl 0,7mg Olanz
23.-29.12. ersten Tage schlecht eingeschl., stärkerer Tinnitus, etwas Übelkeit und Unruhe, Grübeln und Angst vor eventuellen Absetzerscheinungen, Knie gleich
-5.1.16 besserer Schlaf, Übelkeit, Unruhe und Grübeln weniger, kurzzeitig stärkere Rückenschm. und Tinnitus, Knie gleich

Ab 6.1.2016 KEIN Olanzapin mehr!!!
-9.1. merk noch nix Negatives, kann gut schl., bin innerlich relativ ruhig
-13.1. leider Übelkeit, kaum Schlaf
-20.1. besserer Schlaf, aber nur 3-4 h, Übelkeit mal wenig-mal sehr stark mit Brechreiz
-24.1. schlechter Schlaf, nur 2-3 h, dann aufwachen mit Angstgefühl, Übelkeit wird mit MCP-Tropfen gelindert
ab 25.1. Schlaf besser mit 4-6 h, 2x tgl. 0,5 mg Metoclopramid gegen die Übelkeit wirken sehr gut
ab 29.1. nach ca. 4 Stunden Schlaf wachliegen mit seltsamen "Angst"gefühl u. Unruhe, nur mehr morgens 0,25 mg Metoclopramid gegen Übelkeit nötig; "Weicheirigkeit", häufig Wattegefühl-ev. durch zu wenig Schlaf
ab 8.2. Schlaf bessert sich immer mehr-weniger Morgenunruhe, keine Übelkeit-kein Metoclopramid mehr! weniger "weicheirig" und Wattegefühl, Knie wird ab 22.2. 2 mal tgl. mit Voltadol eingeschmiert

16.3.2016 - 10 Wochen auf Null die Absetzsymptome sind kaum zu spüren, leider ist das Knieproblem (Ursache der Psychopharmakaeinn.) noch nicht gelöst, aber es bessert sich ganz langsam
ab 4.4. versuche nun, komplett ohne die Baldrian-Einschlafhilfe zu schl., damit bin ich "clean", Knie wird nur mehr vorm. mit Voltadol eingeschmiert
ab 6.4. Zeckenstich und "Überbein" regen mich sehr auf, bald auch Tinnitus und daher wenig Schlaf; Weinen, Watte, Angst, auch Aggressionen; also wieder Baldriantabletten vorm Schlafengehen

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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Mittwoch, 16.12.15, 18:06

Liebe Nora,

schön, dass der Absetzschritt so gut geklappt hat! Ich wünsch dir, dass alles glatt geht und du das Zeug bald los bist!
Würde aber an deiner Stelle auch bis nach den Feiertagen warten!

Ich bin auch sehr unglücklich das Olanzapin nehmen zu müssen...werde aber erst im Frühjahr einen neuen Reduktionsschritt machen!

Alles Liebe,
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von padma » Mittwoch, 16.12.15, 18:37

liebe Potatoiv, :)

schön, von dir zu hören.

Dass es dir zwischendurch wenigstens so einigermassen geht, ist ja wenigstens etwas. Dass es dann immer wieder auch so schlimm ist, tut mir sehr leid. :hug:
Es ist wirklich sehr hart, was du da durchmachst :( , Stück für Stück wird es besser werden, auch wenn es so lange braucht.

Danke dir für den Tipp mit dem Chlorella. Es wäre hilfreich, wenn du uns weiter von deinen Erfahrungen damit berichten könntest.

Ich hoffe, dass es dir über die Feiertage einigermassen gut geht und auch wirklich schöne Momente dabei sind.

Weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen
liebe Grüsse,
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Mittwoch, 16.12.15, 19:04

DANKE liebe Padma!

Ich wünsche dir auch schöne Feiertage und alles Gute!

Wegen dem Chlorella...ja, ich werde bestimmt weiter berichten!

Alles Liebe,
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Nora » Donnerstag, 17.12.15, 10:41

Liebe Potatoiv!

Ich wünsche dir, dass es dir bald viel besser geht. Du wirst es bestimmt schaffen, vom Olanzapin los zu kommen!

Alles Gute
Nora
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28.8.-15.9. 5mg Olanzapin Symptome klingen schnell ab-doch Verstopfung, Mundtrockenheit, abgestumpfte Gefühle
16./17.9. 2,5mg Olanz
18.9. Olanz abges.
18.-24.9. keine Entzugsersch.
25.9.-1.10. Entzugsersch. beginnen-tgl. schlimmer: nervöser Darm, kein Schlaf, Weinkrämpfe, innere Unruhe, Zittern, Tinnitus, "Nerven"-Schmerzen im Knie

Ab 3.10. tgl 2,5mg Olanz
4.10-6.11. guter Schlaf, in der ersten Woche: vm. weinerlich, geringer Appetit, Mundtrockenheit, stärkere Knieschm, Tinnitus, Unruhe, Zittern, Schwächegefühl, Brustkorb und Rücken schmerzhaft verspannt; ab der 2. Woche Weinkrämpfe nm/abends, alle Symptome wurden ständig besser

Ab 6.11. tgl 1,9mg Olanz
7.-13.11. selten Watte, verspannte Muskeln-leichte Rückenschm, am 12./13. starke Nervosität, Knie gleich
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Ab 1.12. tgl 1,25mg Olanz
2.-8.12. etwas schlechter eingeschl., mehr Rücken.- und Knieschm., dafür keine Weinkrämpfe mehr, Seele fühlt sich wohl
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-5.1.16 besserer Schlaf, Übelkeit, Unruhe und Grübeln weniger, kurzzeitig stärkere Rückenschm. und Tinnitus, Knie gleich

Ab 6.1.2016 KEIN Olanzapin mehr!!!
-9.1. merk noch nix Negatives, kann gut schl., bin innerlich relativ ruhig
-13.1. leider Übelkeit, kaum Schlaf
-20.1. besserer Schlaf, aber nur 3-4 h, Übelkeit mal wenig-mal sehr stark mit Brechreiz
-24.1. schlechter Schlaf, nur 2-3 h, dann aufwachen mit Angstgefühl, Übelkeit wird mit MCP-Tropfen gelindert
ab 25.1. Schlaf besser mit 4-6 h, 2x tgl. 0,5 mg Metoclopramid gegen die Übelkeit wirken sehr gut
ab 29.1. nach ca. 4 Stunden Schlaf wachliegen mit seltsamen "Angst"gefühl u. Unruhe, nur mehr morgens 0,25 mg Metoclopramid gegen Übelkeit nötig; "Weicheirigkeit", häufig Wattegefühl-ev. durch zu wenig Schlaf
ab 8.2. Schlaf bessert sich immer mehr-weniger Morgenunruhe, keine Übelkeit-kein Metoclopramid mehr! weniger "weicheirig" und Wattegefühl, Knie wird ab 22.2. 2 mal tgl. mit Voltadol eingeschmiert

16.3.2016 - 10 Wochen auf Null die Absetzsymptome sind kaum zu spüren, leider ist das Knieproblem (Ursache der Psychopharmakaeinn.) noch nicht gelöst, aber es bessert sich ganz langsam
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Donnerstag, 17.12.15, 21:05

Liebe Nora,

DANKE!!!! Es muss einfach wieder werden!!!
Heute hatte ich einen Tag mit ganz viel unaufhaltbarer Unruhe und war schon ziemlich verzweifelt! Aber was soll es!
Es muss einfach irgendwann wieder besser werden und bergauf gehen!

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...alles abgesetzt

Zyprexa 3,75 mg ( 1,5 Tablette 2,5 mg)....seit ca. Dez. 2013
Zyprexa 3,125mg (1,25 Tablette 2,5 mg)....17.4.2015-25.4.2015
Zyprexa 3,75 mg weil es mir so schlecht ging
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Zyprexa 2,5 mg....seit 10.6.2015
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Freudentraenchen » Freitag, 18.12.15, 10:16

Liebe potatoiv,

ich habe ein wenig in deinem thread herumgelesen u. will dir mal einen Gruß dalassen. :-)
Du schlägst dich hier sehr wacker und gehst mutig deine Probleme an. Toll finde ich auch, wie du dir im Einzelnen Gedanken zu dem Thema Psychopharmaka machst und recherchierst.
Lass dich nicht unterkriegen! Du hast schon viel geschafft! Manchmal läuft es so mies und scheint kein Ende zu nehmen. Meine Erfahrung ist aber, dass es stets doch irgendwann eine Möglichkeit gibt und du arbeitest dran.

Ganz liebe Grüße
S.
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Diagnose: emotional-instabile Persönlichkeitsstörung und/oder paranoide Schizophrenie
Neuroleptika nehme ich wegen Wahnzuständen.

2010: hohe Dosen von unterschiedlichen Neuroleptika (Zeldox, Risperdal, Clozapin), zum Schluss 30 mg Abilify + 300 mg Amisulprid.
Anfängliche Wahnvorstellungen (vor Einnahme von Neuroleptika) steigerten sich nach plötzlichem Absetzen dieser und ließen sich lange Zeit nicht bessern. Es dauerte über 2,5 Jahre um wieder stabil zu werden.
2014: Nach Stabilisierung alles abgesetzt, falls ich Absetzerscheinungen hatte, habe ich diese nicht als solche eingeordnet
April 2015: Rückfall der Psychose, 8 mg Risperdal
ca. Mitte Juli: Reduktion von 8 mg auf 6 mg.
24.07.15: 3 mg Risperdal, Absetzerscheinungen: Kribbeln im Kopf, Herzklopfen, Kopfweh, Zittern, Dröhnen im Ohr, dass Tage später anhält
28.07.15: Dosis wieder auf 4 erhöht. Nehme kognitive Einbußen wahr, die sich bessern umso länger die Einnahme her ist.
02.08.15: Die starken Nebenwirkungen nicht länger ausgehalten. Reduktion auf 3 mg. Nach zwei Tagen Lichtempfindlichkeit, sich von Reizen (akustisch) schnell gestresst fühlen. Ansonsten alles o.k. Nach ca. einer Woche mäßige psychotische Symptome.
15.08.15: Aufgrund der psychotischen Symptome Erhöhung auf 3,5
(in der Zwischenzeit schwankte die Dosis leicht. Dummerweise habe ich experimentiert... aus Ungeduld. Ich weiß, nicht, überhaupt nicht gut.)
15.11.15: Runterdosiert auf 3,0
7.12.15: Erhöhung auf 3,25
12.12.15: Erhöhung auf 3,5

Meine AD-Geschichte bekomme ich nicht mehr ganz auf die Reihe. Hatte teilweise öfter ausgesetzt (bevor ich wusste wie gefährlich das werden kann).
2007: Fluoxetin (kalt abgesetzt)
Ab 2010: Citalopram (kalt abgesetzt)
Ab März 2015: 50 mg Sertralin

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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Freitag, 18.12.15, 12:09

Danke liebes Freudentränchen,

wir werden das hinbekommen!

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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Dienstag, 22.12.15, 20:52

Hallo alle!

Ich hätte eine Frage...leidet ihr, wenn ihr depressiv seid, auch so stark unter Grübelzwängen und Zwangsgedanken...zur Zeit ist es unerträglich...es quält mich den ganzen Tag.
Habt ihr vielleicht Tips für mich, wie man damit gut umgehen kann...hab ja so einiges gelesen, aber eigene Erfahrungen sind immer besser!

Danke,
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Oliver » Dienstag, 22.12.15, 21:05

Hallo,

Wenn es akut ist, hilft mir Spazierengehen und Hörbücher hören.

Alles Gute
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Jamie » Dienstag, 22.12.15, 22:50

Hallo,

also von Zwangsgedanken bin ich glücklicherweise verschont geblieben, aber die endlos-12-Stunden-bis-in-den-Zusammenbruch-hineingehende-Zwangsgrübelei kenne auch ich :o .
Anfangs war ich so sehr darin gefangen, dass ich mein Verhalten überhaupt nicht reflektieren konnte und ich war wirklich ausgeliefert!
Kannte das Forum nicht, hatte kaum jemandem zum drüber reden.. war sehr schlimm :( .
Mittlerweile habe ich Techniken drauf, aber es ist wirklich so, dass jeder selbst rausfinden muss, was ihm hilft.

Liste ohne Wertung, wobei Punkt 2 für mich am wichtigsten war und auch Haushalt mich zumeist runtergeholt hat:

1) Hab irgendwann zu Leinwand und Ölpastellkreide gegriffen und meine Gefühle ausgedrückt
2) Immer wieder Eckhart Tolles Mega-Hörbuch "Jetzt! Die Kraft der Gegenwart" angehört. Das ist derart krass und beansprucht den Verstand so sehr, dass man überhaupt nicht mehr grübeln kann. Ich sage es immer wieder hier im Forum: Dieses Hörbuch hat mir das Leben gerettet!!!!
3) Nordic Walking
4) Moderates Putzen, Aufräumen, Sortieren
5) Mit Postcrossing begonnen (www.postcrossing.com)
6) Computerspiele, daddeln, Nintendo DS damals im WIFI-Modus :wink:


Grüße
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Mittwoch, 23.12.15, 7:52

Lieber Oliver, liebe Jamie,

danke vielmals....ich hasse diese Grübelzwänge wirklich schon extrem...sie kommen immer schubweise, dann ist es wieder ein paar Tage besser und dann gehts wieder los....das schlimme ist, dass ich dann irgendwann anfange, die Dinge von den Zwangsgedanken fast schon zu glauben...das ist schrecklich, man weiss überhaupt nicht mehr, was stimmt, vor lauter denken! Kennt ihr das auch so extrem?

Ich werd mal durchprobieren von euren Vorschlägen!

Alles Liebe,

potatoiv
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 23.12.15, 8:55

Hallo potatoiv, mir ging und geht es oft ähnlich, auch hab ich oft Kathastrophendenken dabei, wie wenn ich zur Türe rausgehe, das mit plötzlich durch den Kopf schießt, du kommst nicht wieder , nie wieder wirst du diese Türe aufschließen, dir wird was ganz schreckliches passieren. Ich sag mir dann immer das ist der Entzug , mir wird gar nichts passieren monoton vor mich her bis ich wieder ruhiger bin. Wenn ich dann nach Hause komme sag ich mir bewusst an der Türe siehst du war alles Quatsch du bist doch nach Hause gekommen. Was ich auch besonders hab ist wenn ich ein Lied gehört habe , das sich das ständig in meinem Kopf wiederholt, stundenlang, echt gruselig. Oder ich fang an mein Leben zu inspizieren, warum hast du da so gehandelt und nicht so ? Was wäre wenn ich anders gehandelt hätte und ich da von hundertsten ins Tausendstel abtauch.

Was mir dann hilft, ist mich abzulenken, ich nehm mein Smartphone und mach mir mit Kopfhörer Musik auf die Ohren am besten geh ich dann mit meinen Hunden raus in die Natur und merke dann nach einiger Zeit das es ruhig wird in meinem Kopf, dann lausche ich bewusst Vögeln, Geräusche der Blätter , spiel mit meinen Hunden , das schaltet diesen Grübelzwang bei mir aus.

Zuhause hilft mir aus diesem Zustand rauszukommen ganz banale Sachen wie putzen, kochen. Mittlerweile hab ich das ganz gut im Griff und merke wenn ich wieder droh in diese Gedankenkreiseln abzutauchen mir innerlich sofort ein strenges Stop zu setzen. Das funktioniert ganz gut wenn man sich da gleich am Anfang bei erwischt. Wenn man schon mittendrin steckt ist es schwieriger da wieder den Ausgang zu finden. Ich hab mir auch schon bewusst den Fernseher angemacht um ner Sendung zu lauschen die mich interessiert. Oder ich lasse ne Meditationtext laufen und mach die Übungen mit, bei youtube gibt es zahlreiche Angebote.
Frohe Weihnachten wünscht dir Petra
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Mittwoch, 23.12.15, 10:30

Liebe Petra,

danke für die weiteren Tips...es tut mir leid, dass ihr das auch so habt...aber irgendwie beruhigt es mich...ich komm mir immer so völlig irre vor...aber wenn ich höre, dass andere das auch haben, dann nimmt mir das dieses Gefühl.
Ich habe zur Zeit starke Zwangsgedanken wegen meinem Freund...ich glaube ich habe starke Angst ihn zu verlieren, weil es mir so schlecht geht und ich glaube, er wird das nicht immer mit durchstehen...sobald wir dann eine kleine Meinungsverschiedenheit haben, dann wird das ganz extrem...ich fürchte mich dann richtig vor den Gedanken, dass ich ihn verlassen muss, dass wir keine Zukunft haben und in weiterer Folge, dass ich ihn nicht mehr lieben könnte ( bin ja durch die Depri und die ganzen Entzüge auch so gefühllos), das steigert sich so, dass ich dann totale Angstzustände von dem Schmarren bekomme und voll verkrampfe und es rattert den ganzen Tag weiter dahin in meinem Schädel...bis zu dem Punkt, wo ich mir denke, wenn ich solche Gedanken über ihn habe, dann hat das ganze ja nie wieder einen Sinn, denn sonst würde ich ja nicht so denken...die Gedanken bestätigen sich sozusagen dann selbst....dann geht es mir hundeelend und ich werde total hoffnungslos.
oder ich denke die ganze Zeit, dass ich gleich verrückt werde, jetzt gleich, jetzt gleich und das macht natürlich die gleiche Angst...
und noch eine Reihe von Angst vor der Angst - Gedanken... sich hineinsteigern in die Angst...

schiach wie man sich selbst durch Denken das Leben schwer machen kann! Theoretisch weiss ich, dass das Angstgedanken, Grübelzwänge, Zwangsgedanken sind, die durch den Entzug und die Depression kommen, aber irgendwie glaubt ein kleiner Teil von mir, es könnte es wahres dran sein und dann steigert es sich wieder...

Danke auf jeden Fall und schöne Festtage,
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 23.12.15, 10:49

Liebe Potatoiv,

Also dass mit den fixen Gedanken gg. dem Partner, das kenne ich auch. In der letzten Krise hab ich meine Mutter angeschrien, dass ich von ihm weg muss, weil er mit jemandem wie mir nie dauerhaft zusammensein kann und sollte. All diese zwanghaften Gedanken führten zu noch mehr Zusammenbrüchen. Ihn hab ich mir nach so stunden des Grübelns auch geschnappt und ihm lang und breit dagelegt, warum das auch in seinem Sinne besser ist, wenn es sofort beendet wird.

Er blieb immer ruhig und sagte, wir können das in sechs Monaten wieder besprechen, derzeit wird nix entschieden.

Ich bin sicher, dass es sich wahr anfühlt ist das tückischste an diesen Gedanken. Ich konnte mich nie wirklich stoppen, wenn ich drin war. Es bleibt also nur, zu schauen, dass es einen nicht so sehr reinzieht, und wenn man das verpasst hat, dann muss man leider oftmals einfach nur durch und warten, bis es abklingt.

Drück dich mal, Grüße murmeline
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Mittwoch, 23.12.15, 12:38

Liebe Murmeline,

vielen vielen Dank für deine Geschichte...ich komme mir wirklich total irre vor, aber anscheinend gehört das wirklich auch dazu... ich glaube, der Partner steht einem halt am Nächsten und wenn es einem so elend geht, versucht man einfach irgendeine Lösung zu bekommen, damit es einem besser geht und dann denkt man in alle Richtungen...vielleicht liegt es ja an der Partnerschaft, dass es einem so schlecht geht...ausserdem nimmt man eh nur das Negative wahr...

DANKE,
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Beitrag von Oliver » Mittwoch, 23.12.15, 13:53

Hallo,

ich hab da auch meine eigene Version von, gegen die ich nun seit vielen Jahren mehr oder minder erfolgreich ankämpfe. Vorher gabe es eine sehr lange Phase, wo diese Ideen auch schon da waren, aber so sehr "ein Teil von mir", dass ich mir gar nicht bewusst war, dass das vielleicht einfach selbstzerstörerische Zwangsgedanken sind, gegen die ich angehen kann. Meine Zwangsgedanken oder Zwangsideen in meinen dunklen Phasen sind ganz einfach: Ich bin eine Last und ich bin schlecht für die Menschen um mich herum und ziehe sie nur runter.

Das fing schon in meinen Teenagerjahren an und es hat lange gedauert, bis ich das überhaupt als etwas identifiziert habe, gegen das ich angehen muss. Vieles was ich in meinen Teenagerjahren und bis so ca. Anfang 30 getan habe, war unbewußt getrieben von diesen Ideen. Ich war dadurch sehr leicht zu manipulieren, weil ich "als Ausgleich" versucht habe, es allen Recht zu machen und das hat Menschen angezogen, die das auszunutzen wussten. Ich hatte glaube ich trotzdem viel Glück, weil ich auch immer von lieben Menschen umgeben war, die es gut meinten, aber ich bin schon auch auf ein paar Leute reingefallen, die ich heute als gut getarnte Soziopathen bezeichnen würde.

Die Tatsache, dass ich das alles nun eigentlich weiß schützt mich trotzdem nicht davor, dass ich da immer mal wieder reinrutsche. Wenn ich da dann richtig drinstecke, finde ich auch immer Beweise dass das so ist und ich denke immer, ich muss weg von allem und irgendwo hin, wo ich keinem zur Last falle (meine Selbstmordgedanken in meiner schlimmsten Phase in 2002 waren so gesehen einfach nur eine konsequentere Art, das erreichen zu wollen - ich wollte einfach nicht mehr existieren, weil ich dachte, dass das dann besser für alle Beteiligten ist). Ich finde den Umgang damit bis heute sehr schwer und ich denke mittlerweile, dass das so tief drin steckt, dass ich das vielleicht niemals wirklich überwinden kann, aber seit einigen Jahren habe ic zumindest das Gefühl, dass ich lerne damit zu leben und es so zu integrieren, dass es möglichst wenig Schaden anrichtet.

Alles Gute
Oliver
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von Nora » Mittwoch, 23.12.15, 14:49

Hallo, Liebe Eva!

Das mit dem Grübeln bis hin zu Zwangsgedanken kenne ich leider auch und komme selber immer nur schwer davon weg.
Ich habe dazu zwei Taktiken, um sie ein bisschen loszuwerden, vor allem beim Einschlafen! Die eine hab ich mir selber "erfunden" (vielleicht gibts die sowieso irgendwo niedergeschrieben): Ich gehe gerne im Wald bei kleinen Bacherln wandern. Ich stelle mir also bei düsteren Gedanken so ein Bacherl vor und schmeiß diese Gedanken dann dort hinein und das Bacherl spült die Gedanken fort. Oder ich stell mir auch vor, dass Bacherl rinnt durch meinen Kopf und spült gleich von dort die düsteren Gedanken raus...
Die andere Taktik hab ich in einem Buch "Der Biophilia-Effekt" von Clemens G. Arvay gelesen: Wenn unliebsame Gedanken auftauchen, soll man sie kurz betrachten und zu Wolken umdenken, die dann wegfliegen. Ist überhaupt ein schönes Buch über die heilsamen Kräfte des Waldes/der Natur.

Unter tags schau ich öfters meine Lieblingsserien auf DVD in Englisch an und dazu die deutschen Untertitel. Einerseits ist es sehr interessant, die originalen Stimmen der Lieblingsschauspieler zu hören, andereseits lenkt das Englisch verstehen bzw. das Lesen der deutschen Untertitel sehr ab, man braucht viel Konzentration dazu und kommt so weg von den Grübeleien!

Das Gefühl, nur mehr eine Belastung für die liebsten Menschen zu sein, kenne ich auch nur zu gut.

Hier - viewtopic.php?f=8&t=10648 - hab ich dazu mal meine Gedanken niedergeschrieben.

Wünsch dir alles Liebe und Gute, dass es dir bald besser geht!!!

LG Nora
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2008-2010 50mg Sertralin-abrupt abges.-keine Entzugsersch.
1.7.2013 Knieverletzung
Ab 27.9.2013 50mg Sertr-bald Weinkrämpfe, Übelkeit, Brechreiz, starke Unruhe
Okt 2013 - Jän 2015
50 mg Sertr-abrupt abges.-keine Entzugsersch.

20.-24.8.2015
50mg Sertr.-ab 2. Tag Weinkrämpfe, Unruhe, Durchfall, Durchschlafprobleme, Herzklopfen-Einn. beendet-es wurde schlimmer-zu Ärzten

28.8.-15.9. 5mg Olanzapin Symptome klingen schnell ab-doch Verstopfung, Mundtrockenheit, abgestumpfte Gefühle
16./17.9. 2,5mg Olanz
18.9. Olanz abges.
18.-24.9. keine Entzugsersch.
25.9.-1.10. Entzugsersch. beginnen-tgl. schlimmer: nervöser Darm, kein Schlaf, Weinkrämpfe, innere Unruhe, Zittern, Tinnitus, "Nerven"-Schmerzen im Knie

Ab 3.10. tgl 2,5mg Olanz
4.10-6.11. guter Schlaf, in der ersten Woche: vm. weinerlich, geringer Appetit, Mundtrockenheit, stärkere Knieschm, Tinnitus, Unruhe, Zittern, Schwächegefühl, Brustkorb und Rücken schmerzhaft verspannt; ab der 2. Woche Weinkrämpfe nm/abends, alle Symptome wurden ständig besser

Ab 6.11. tgl 1,9mg Olanz
7.-13.11. selten Watte, verspannte Muskeln-leichte Rückenschm, am 12./13. starke Nervosität, Knie gleich
14.-30.11. sehr selten Watte, manchmal Unruhe, häufig nm/abends Weinkrämpfe; Knie gebessert
1.12. Verzweiflung wegen Knie und vor allem wegen Olanzapineinn. wächst tgl, daher -->

Ab 1.12. tgl 1,25mg Olanz
2.-8.12. etwas schlechter eingeschl., mehr Rücken.- und Knieschm., dafür keine Weinkrämpfe mehr, Seele fühlt sich wohl
-15.12. gut eingeschl., Rücken.- und Knieschm. bessern sich langsam, Seele zufrieden
-22.12. guter Schlaf, Rücken-Knieschm. besser, Seele zufrieden

Ab 22.12. tgl 0,7mg Olanz
23.-29.12. ersten Tage schlecht eingeschl., stärkerer Tinnitus, etwas Übelkeit und Unruhe, Grübeln und Angst vor eventuellen Absetzerscheinungen, Knie gleich
-5.1.16 besserer Schlaf, Übelkeit, Unruhe und Grübeln weniger, kurzzeitig stärkere Rückenschm. und Tinnitus, Knie gleich

Ab 6.1.2016 KEIN Olanzapin mehr!!!
-9.1. merk noch nix Negatives, kann gut schl., bin innerlich relativ ruhig
-13.1. leider Übelkeit, kaum Schlaf
-20.1. besserer Schlaf, aber nur 3-4 h, Übelkeit mal wenig-mal sehr stark mit Brechreiz
-24.1. schlechter Schlaf, nur 2-3 h, dann aufwachen mit Angstgefühl, Übelkeit wird mit MCP-Tropfen gelindert
ab 25.1. Schlaf besser mit 4-6 h, 2x tgl. 0,5 mg Metoclopramid gegen die Übelkeit wirken sehr gut
ab 29.1. nach ca. 4 Stunden Schlaf wachliegen mit seltsamen "Angst"gefühl u. Unruhe, nur mehr morgens 0,25 mg Metoclopramid gegen Übelkeit nötig; "Weicheirigkeit", häufig Wattegefühl-ev. durch zu wenig Schlaf
ab 8.2. Schlaf bessert sich immer mehr-weniger Morgenunruhe, keine Übelkeit-kein Metoclopramid mehr! weniger "weicheirig" und Wattegefühl, Knie wird ab 22.2. 2 mal tgl. mit Voltadol eingeschmiert

16.3.2016 - 10 Wochen auf Null die Absetzsymptome sind kaum zu spüren, leider ist das Knieproblem (Ursache der Psychopharmakaeinn.) noch nicht gelöst, aber es bessert sich ganz langsam
ab 4.4. versuche nun, komplett ohne die Baldrian-Einschlafhilfe zu schl., damit bin ich "clean", Knie wird nur mehr vorm. mit Voltadol eingeschmiert
ab 6.4. Zeckenstich und "Überbein" regen mich sehr auf, bald auch Tinnitus und daher wenig Schlaf; Weinen, Watte, Angst, auch Aggressionen; also wieder Baldriantabletten vorm Schlafengehen

potatoiv
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von potatoiv » Mittwoch, 23.12.15, 15:12

Lieber Oliver, liebe Nora,

vielen lieben Dank für eure Worte...es ist so toll, wie man von euch allen unterstützt wird.
Es ist schlimm, wie sehr uns unsere eigenen Gedanken verletzen und fertig machen können!
Mein Selbstwertgefühl ist nach den letzten vier Jahren nur Angst und Depression und die ganze Medikamentenhölle wirklich weit unter Null!
Von daher kein Wunder, dass man so denkt...aber wie wieder aufbauen, aus dem Teufelskreis ausssteigen...ich habe auch große Angst davor, dass man das wirklich nicht mehr wegbekommt...so wie Oliver schreibt...es gräbt sich so tief in einem ein...aber ich denke, es gibt auch Ursachen dafür...die wirklich meist in der Kindheit liegen...irgendwann holt einen das ein.
Aber wir alle wünschen uns, das hinter uns zu lassen und endlich frei davon leben zu dürfen.

Ich bin zur Zeit wieder extrem überempfindlich...ich habe gerade gezeichnet um mich abzulenken...eine sehr kindliche Zeichnung von einem Raben, der irgendwie mein Krafttier ist...mein Freund ist gekommen und hat kurz geschaut und gelacht...ein bisschen so: na was zeichnest du da für eine Kinderzeichnung...ich bin sofort innerlich in Tränen ausgebrochen...er hat es sicher nicht böse gemeint...einfach spontan so, wie er es gerade ehrlich empfunden hat, aber ich bin sofort total innerlich zerstört, weil ich überhaupt keinen Selbstwert mehr habe...schaut er mich nur nachdenklich an, dann interpretiere ich schon das schlimmste....ich frage mich, wie soll einen wer lieben können, wenn man sich selbst oft gar nicht mehr lieben kann, weil man so fertig ist.
Und es macht mir Angst so überempfindlich zu sein, dass man gar keine Schutzhülle, Abwehr, Haut mehr um sich herum hat...alles gräbt sich sofort tief in einen ein...dringt ungehindert durch und tut unendlich weh...die Nerven liegen im wahrsten Sinne total blank...da bleibt nur der totale Rückzug, aber irgendwie macht der es noch schlimmer...

Morgen möchte ich zu meiner Familie fahren...das erste Mal seit 4 Jahren, als das alles begann...ich möchte es sehr und dennoch geht es mir jetzt so schlecht...ich habe Angst davor, es nicht zu schaffen...oder dass ich dort dann zusammenbreche! Ich bin sowas von instabil, das macht mich fertig, denn ich möchte so gerne wenigstens die Dinge machen könne, die ich mir wünsche!

Ich wünsche euch allen das Allerbeste,
potatoiv
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Oliver
Trittico zw. 50 und 300 mg vom 12.2.12-26.2.13
Paroxetin zw. 10 und 20 mg vom 23.3.12-23.4.12
Sertralin zw. 25 und 50 mg vom 3.5.12-4.6.12
Effektin zw. 75 und 150 mg vom 30.5.-4.7.12
Seroquel xr zw. 50 und 200 mg vom 10.7.12-30.6.13
Seropram zw. 5 und 30 mg vom 30.7.12-17.9.12
Deanxit nur 2 Tage Horror-NW
Ixel nur 2 Tage Horror-NW
Fluctine zw. 10 und 20 mg vom 18.9.12-1-10.12
Cipralex zw. 5 und 15 mg vom 2.10.12-7.2.13
Abilify nur 1 Woche Horror-NW
Insidon zw. 50 und 150mg vom 2.3.13-3.10.13
Tolvon zw. 15 und 30 mg vom 22.10.13-13.11.13
Mirtazapin 15 mg vom 25.11.13-30.11.13
Edronax 2 mg ein paar Tage Horror-NW
Lamotrigin 25 mg 1 Woche Horror-NW
Lithium 450 mg 8 Wochen extreme Angstzustände
Depakine 600mg 10.4.13-13.5.14
Lyrica 25 mg depressionsverstärken hoch 10
...alles abgesetzt

Zyprexa 3,75 mg ( 1,5 Tablette 2,5 mg)....seit ca. Dez. 2013
Zyprexa 3,125mg (1,25 Tablette 2,5 mg)....17.4.2015-25.4.2015
Zyprexa 3,75 mg weil es mir so schlecht ging
Zyprexa 3,4375 mg....seit 12.5.2015
Zyprexa 2,5 mg....seit 10.6.2015
Zyprexa 1,25 mg... seit 25.10.2015
Zyprexa 1,88 mg...seit 27.10.2015
Zyprexa 2,5 mg... seit 7.11.2015
Zyprexa 1,875mg...seit 24.4.2017
Zyprexa 1,25mg...seit12.6.2017
Zyprexa 0,625mg...seit 27.4.2018
Zyprexa 0 mg ... seit 12.8.2018

Ich bin absolut Medikamenten- FREIIIIIIIIII :fly:

padma
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Re: Olanzapin absetzen - 20 verschiedene Psychopharmaka in 3 Jahren...bin verzweifelt

Beitrag von padma » Mittwoch, 23.12.15, 19:36

liebe Potatoiv, :)

ich kenne auch diese extreme Überempfindlichkeit und dieses Gefühl so schutzlos zu sein.

Auch für mich ist das ein Dilemma, ziehe ich mich zurück bringt mich das in die Isolation und ich fühle mich noch schlechter.

Ich versuche es so anzunehmen wie es ist, und mir kleine "Trostinseln" zu schaffen.

Kannst du mit deinem Freund darüber reden?

Wenn du zu deiner Familie fährst, hast du dort Rückzugsmöglichkeiten? Vielleicht kannst du erklären, dass du viel Ruhe brauchst und dich daher immer wieder zurück ziehen musst.

Es gab in deinem thread jetzt ja einen regen Austausch zu Grübelzwang etc. , ich würde das gerne in einen eigenen thread schieben/kopieren. Wäre das in Ordnung?

Ich wünsche dir, dass du trotz allem schöne Weihnachtstage hast, und du wenigstens etwas von dem machen und geniessen kannst, was du gerne tun möchtest.

ganz liebe Grüsse, :hug:
padma
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MurmelineOliverpotatoiv
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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