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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Donnerstag, 02.11.17, 22:35

Hallo Lolina,
ja, vom Sulpirid-Entzug habe ich mich inzwischen erholt. Im September war ich allerdings noch davon gezeichnet, hatte sehr viele MIgränetage und eine Grippe.... werde jetzt mal für ein paar Monate alles beim Altem lassen, brauche einfach mal eine ruhige Zeit, schließlich arbeite ich Vollzeit. Im Oktober gings mir recht gut.
Zu deiner Frage zu den Gefühlen: ich glaube nicht, dass ich mich diesbezüglich verändert habe, fühle wie eh und je... mit AUsnahme der Gewichtszunahme (10 kg - und ich achte inzwischen sehr auf meine Essensgewohnheiten) und des erhöhten Prolaktinspiegels merke ich eigentlich nicht, dass ich ein Psychopharmakon konsumiere, Gott sei Dank!
2015 konnte ich von 200 mg innerhalb von kurzer Zeit (glaub 2 Monate) auf 50 mg reduzieren. Warum? Weiss auch nicht gerade. War bei einer Heilpraktikerin, die mir riet das AMalgan entfernen zulassen und eine Ausleitung zu machen. Das machte ich und hab daraufhin reduziert und es ging. Vorher ging nichts und jetzt geht auch nichts mehr :(
Liebe Grüße
Annemika
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Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
15.06.2018 Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, große innere Unruhe durch Reduzieren von Valproinsäure, gelegentlich Benzos
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Katja » Freitag, 03.11.17, 10:52

Hallo Annemika,

ja, das kann ich gut verstehen, dass du jetzt erst mal eine symptomfreie Zeit haben möchtest, wenn du auch noch Vollzeit arbeitest und funktionieren willst. Gut, dass du jetzt auch einen gesunden Oktober hinter dir hast.
Ich hab bis jetzt ja noch nichts vom Absetzen gemerkt und leide unter der Gefühlsverflachung, darum kann ich jeden nächsten Reduzierschritt kaum erwarten. Und 20kg zugenommen hab ich ja auch, sodass ich hoffe, mit der Reduktion wieder etwas abzunehmen.

Dass du so schnell von den 200mg auf 50mg reduzieren konntest, lässt ja hoffen. Ich möchte nämlich auch erst ab 50mg auf die 10%-Regel zurückgreifen, sonst würde das Absetzen ja ewig dauern. Und ich würde gerne nicht erst in 5 Jahren ohne Psychopharmaka schwanger werden... Natürlich nur, wenn meine Gefühle dann auch wieder zurück sind.

Ein schönes Wochenende dir!

Liebe Grüße
Lolina
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Samstag, 09.12.17, 21:13

Update: Sulpirid absetzen
Nachdem ich im August einen gescheiterten Absetzversuch mit schlimmen Nebenwirkungen (furchtbare Nervosität) hinter mir hatte und im September eine starke Grippe und viele Migränetage, wollte ich einfach mal wieder Ruhe in mein Leben einkehren lassen. Im Oktober gings mir auch wieder recht gut, so begann ich zu Allerheiligen, Anfang November, wieder zu reduzieren. Ich habe einfach mit einem Messer ein ganz klein wenig meiner 50mg Tablette runtergeschnitten. Leider ist es sehr schwer mit Augenmaß jeden Tag die gleiche Menge wegzuschnippeln. So sind es jetzt nach knapp eineinhalb Monaten wohl ca. 30 Prozent weniger. Eigentlich wollte ich mich strikt an die 10%-Vorgabe halten, die Wasserlösmethode habe ich ausprobiert, war mir aber dann zu unsicher. Ich versuche jetzt bis Weihnachten bei der aktuellen Dosierung zu bleiben. Momentan gehts mir recht gut, auch wenn ich immer wieder mit Migräne zu kämpfen habe. Nach ca. 2 Wochen ab Beginn der Reduzierung spürte ich wieder eine aufkeimende Nervosität und Stimmungsschwankungen, aber die haben sich inzwischen wieder eingestellt. Zumindest ist jetzt doch eine längere Zeitspanne vergangen, das lässt hoffen. Liebe Grüße
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16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 09.12.17, 22:57

hallo Annemika, :)

schön, dass du dich stabilisieren konntest.
Ich habe einfach mit einem Messer ein ganz klein wenig meiner 50mg Tablette runtergeschnitten. Leider ist es sehr schwer mit Augenmaß jeden Tag die gleiche Menge wegzuschnippeln.
Eine exakte Dosierung ist so nicht möglich. Warum besorgst du dir nicht eine Feinwaage?
. So sind es jetzt nach knapp eineinhalb Monaten wohl ca. 30 Prozent weniger.
Oh :shock: , das ist sehr schnell, zumal du ja schon schlechte Erfahrungen mit zu schnellem Reduzieren gemacht hast. Ich würde jetzt eine etwas längere Stabilisierungsphase einlegen und dann wirklich nur noch in 10 % Schritten reduzieren

liebe Grüsse,
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Sonntag, 10.12.17, 10:43

Hallo Padma,
ich habe mir eine Feinstoffwaage besorgt, allerdings misst die überhaupt nicht richtig.... kann mir irgendwer eine gute Waage empfehlen, die kein Vermögen kostet ; lg
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 10.12.17, 17:11

Hallo Annemika,

wir haben hier einen Thread zum Thema Feinwaage.

Ich lasse dir Mal den Link da.

viewtopic.php?t=9608

LG Ute
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Samstag, 20.01.18, 18:59

Update: Sulpirid absetzen
Ich möchte wieder einmal ein kurzes Update posten, wie es mir mit dem Absetzen von Sulpirid (Markenname: Dobren) geht. Nach dem gescheiterten Reduktionsversuch im August 2017, habe ich im November erneut begonnen, die 50 mg Sulpirid auszuschleichen. Da die Tablette sehr klein ist und es keine kleinere Dosis im Handel zu kaufen gibt, schneide ich mit dem Messer weg, was bis Weihnachten sehr gut ging. Doch es war wohl zu viel bzw. zu schnell, so musste ich Weihnachten wieder aufdosieren. 3 Wochen ging es mir dann nicht so gut, Gott sei Dank hatte ich da Urlaub. Seit letzter Woche geht's wieder besser, außer dass mich die Migräne arg plagt. Nehme jetzt ca. 35 mg Sulpirid und dabei belasse ich es mal. Es gibt Tage, da fühle ich mich richtig gut, ich bin voll leistungsfähig und stark. Aber es gibt eben auch Tage, da fühle ich mich schwach, leicht übel, leicht depressiv, unruhig. Dazu kommen seit neuesten Herzschmerzen und Kurzatmigkeit. Ob das nun auch Absetzreaktionen sind, wer weiß? Zumindest bin ich seit der Reduktion emotionaler, auch andere Bereiche sind plötzlich "zum Leben erwacht"! Ich denke, dass eben vieles (Gefühle, Emotionen etc.) durch das Sulpirid (dämpfende Wirkung) unterdrückt wurde die letzten 5 Jahre und jetzt wieder langsam zum Vorschein kommt. Und ich weiß noch nicht, wie damit umgehen. Manchmal wird mir einfach alles zuviel. Deshalb werde ich nur gaaaaaanz langsam weiter reduzieren. Ob ich es jemals absetzen kann, liegt in den Sternen.

Ich habe vor kurzem das Buch "Unglück auf Rezept" gelesen und musste weinen, da ich mich total in der Geschichte wiedergefunden habe. Ich finde es richtig gut recherchiert. Ich werde es meinem Psychiater empfehlen, der nach wie vor von Absetzsymptomen oder Sucht nichts hören will. Ich bin inzwischen sicher, dass ich ähnlich einer Drogenabhängigkeit eine Sulpiridsucht entwickelt habe. Was mich einfach traurig gemacht hat, ist, dass die Autorin zwar von den Antidepressiva losgekommen ist, aber stattdessen ein Neuroleptikum nehmen muss, das sie wahrscheinlich - sagt sie selbst - nie absetzen kann. Liebe Grüße aus den Bergen ;)
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Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
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März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
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Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Katja » Sonntag, 21.01.18, 13:56

Hallo Annemika,

danke für dein Update. Es freut mich, dass du dich auf einer niedrigeren Dosis einigermaßen stabilisiert hast.

Ein gutes Absetzen weiterhin und pass auf dich auf!

Liebe Grüße
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Samstag, 27.01.18, 17:29

Hallo alle ihr hier im Forum,
seit meinem letzten Update sind erst 10 Tage vergangen. Dennoch möchte ich euch gerne berichten, wie's mir geht. Seit November reduziere ich wieder meine 50 mg Sulpirid. Zu Weihnachten war's dann doch wohl ein wenig zu schnell (war auf ca. 30 mg Sulpirid angelangt) und ich verspürte Absetzsymptome. So dosierte ich wieder leicht auf. Nehme seit damals ca. 35 mg von der Substanz (ich schneide mir dem Messer weg, da die Tablette sehr klein ist). Doch dieses Mal wollen die Entzugserscheinungen nicht besser werden. Wie bereits gesagt, gibt es Tage, da geht's mir gut und ich fühle mich leistungsstark, doch dann kommen wieder Tage, da bin ich leicht depressiv, unruhig, habe Herzbeschwerden (NEU!), werde gleich müde, bin schwindelig und gar nicht leistungsfähig. Dennoch muss ich ja arbeiten. Es ist auch nicht so, dass ich nicht arbeiten kann (bin Grundschullehrerin), doch wenn's mir nicht gut geht, ist die Arbeit (die ich eigentlich gerne mache) für mich sehr anstrengend. Ich werde sicher nicht noch mehr aufdosieren! Glaubt ihr, diese Beschwerden lassen langsam nach? lg
Signatur
Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
15.06.2018 Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, große innere Unruhe durch Reduzieren von Valproinsäure, gelegentlich Benzos
25.06.2018 Valproisäure abgesetzt, weiterhin 25mg Sulpirid, trinke Passionsblumentee

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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 27.01.18, 19:06

hallo Annemika, :)

kannst du die 30 mg mit Datum (ca) bite noch in deine Signatur aufnehmen?
Es ist eine wichtige Info, dass du da runter und wieder rauf bist.

Durch die Dosisveränderungen braucht dein ZNS jetzt wohl etwas länger um sich zu stabilisieren. Das ist normal.
Wenn du damit einigermassen klar kommst, kannst du es so lassen.

Damit in einem doch recht anstrengenden Beruf zu arbeiten, ist sicher nicht leicht. Sorg gut für dich.

liebe Grüsse,
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Samstag, 27.01.18, 22:58

Danke Padma,
ich werde die 35 mg jetzt mal so lassen in der Hoffnung, dass mein Gesamtzustand besser wird. Was mich einfach zusätzlich belastet, ist die Migräne. Im Jänner bin ich jetzt bereits bei 10 Migränetagen angelangt, die ich behandeln musste. Und das ist zuviel. Ich habe immer die Angst in ein MÜK (Medikamentenübergebrauchskopfschmerz) zu geraten, wenn ich so oft behandeln muss. Ohne Behandlung würde ich die Tage nicht überstehen. Danke für deine aufmunternden Antworten. Und alles Gute!
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Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Dienstag, 13.02.18, 21:27

Hallo! Die Absetzsymptome lassen nicht nach. Seit ich reduziere (bin jetzt bei ca. 35 mg von ursprünglich 50), lassen die Symptome nicht nach. Jede Woche drei Tage Migräne, meist das Wochenende, Montag schwindelig und schwach, dann vielleicht 2 gute Tage, 1 bis 2 Tage depressiv, dazwischen Herzstolpern. Bin momentan echt verzweifelt, das Arbeiten fällt natürlich schwer. So kann ich jede weitere Refuzierung vergessen. Hab diese Symptome seit Weihnachten 2017. Es scheint so, dass ich das Sulpirid einfach nicht loswerde :( Was kann man gegen depresdive Stimmung machen? Das setzt mir am meisten zu.
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16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
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Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
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Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 14.02.18, 8:13

Hallo Annemika,
Du hast ja schon sehr oft und auch in größeren Schritten rauf und runter dosiert, das "reizt" Dein ZNS ziemlich und entsprechend dauert es dann erfahrungsgemäß leider länger, bis sich Symptome wieder legen.

Wie dosierst Du die 35mg denn? Du schriebst weiter oben, dass Du die Wasserlösemethode nicht benutzen willst und nach Augenmass ein wenig von der Tablette weg schneidest. Hast Du Dir in der Zwischenzeit eine gute Feinwaage besorgt? Tägliche Dosischwankungen sind Stress für Deinen Körper! Du solltest auf jeden Fall sicher stellen, immer genau die gleiche Dosis einzunehmen!

Viele Grüße Gwen
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Bascho86 » Dienstag, 20.02.18, 11:11

Hallo Annemika, mir geht es ähnlich wie dir.
Ich bin seit 10 Jahren auf Sulpirid 100mg und habe etliche Absetzversuche hinter mir.
Momentan bin ich bei 87,5 mg und versuche es jeden Monat langsam auszuschleichen.
Was ich aber sagen möchte, sei stolz auf dich du hast es schon auf 35mg geschafft, dass ist eine sehr geringe Dosis.
Ich bin mir sicher dass du das schaffen kannst. Der Entzug von Sulpirid ist wirklich heftig und ich würde diesen sogar mit einem Heroin Entzug vergeichen ohne die körperlichen Symptome.
Was ich dir noch als Tip geben wollte, da du anscheinend Probleme hast die Tabletten zu teilen, ich würde in so einer geringen Dosis zu Dogmatil Saft wechseln, dass ist Sulpirid in Saftform, den kannst du viel leichter z.B. mit einer Spritze dosieren.
Ein anderer Tip ist, im Winter ist es generell für manche schwerer Psychopharmaka abzudosieren. Deswegen gib dir Zeit, im Frühling wird es warscheinlich einfacher weiter auszuschleichen.
Ich drücke dir weiterhin die Daumen für ein Leben ohne Psychopharmaka.
Liebe Grüße
Sebastian
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Mittwoch, 28.02.18, 22:23

Danke Bascho,
es tut gut, dass es noch jemand auf dem Forum gibt, der Sulpirid loswerden möchte. Ja, auch ich erkenne mich in deiner Geschichte wieder. Es ist furchtbar dieses Medikament loszuwerden. Auch vergleiche es mit einem Suchtmittel-Entzug. Und auch ich habe bereits einige Absetzversuche hinter mir, und ich bin immer wieder am Zweifeln, ob ich es je schaffe. Danke jedenfalls für deine aufmunternden Worte. Das große Problem ist, dass man eigentlich frei haben müsste, d. h. ohne eine Arbeitsverpflichtung sein müsste, um überhaupt eine reelle Chance zu haben. Zudem bin ich arg Migräne-geplagt, was wahrscheinlich mit dem Stress des Absetzens zusammenhängt. Seit Mitte Februar bin ich nun bei 25 mg angelangt. 2 Monate ging es mir nicht gut, hatte alle möglichen Probleme psychischer und physischer Natur (Niedergeschlagenheit, Schwäche, Kopfdruck, Herzbeschwerden, Nervostität, das Gefühl nichts mehr zu schaffen, Migräne, Schmerzen jeglicher Art etc.) Seit einer Woche geht's mir nun besser, heute Nachmittag ist allerdings die AUsnahme. Fühle mich total überfordert. Mir scheint, ich werde umso dünnhäutiger, je mehr ich reduziere. Ich trinke viel Beruhigungstees (mit Johanniskraut), nehme Magnesium, Vitamin D, OPC. Übrigens ich hatte auch vor auf Dogmatil-Saft umzusteigen. Allerdings kostet er mich ziemlich viel und ich muss nach Deutschland fahren, um ihn zu besorgen. Bin aus Italien. Jetzt möchte ich versuchen, auf dieser Dosis einigermaßen stabil zu werden, dann sehe ich, wie und ob ich weiter mache. Dir auch alles alles Gute. Annemika
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Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
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14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Chris » Mittwoch, 28.02.18, 23:30

Ich bin auch ein Neuroleptikaabsetzer.
Ein grosses Problem bei mir ist auch das ich voll berufstätig bin und paralell den Entzug mache.
Wenn mann sich eine längere Auszeit nehmen könnte
wäre sicherlich vieles einfacher.Dir geht es ja ähnlich.
Es interessiert niemanden wie man es schaffen kann.
Drogensüchtigen und Alkoholiker wird mehr Verständnis und Möglichkeiten des Ausstiegs entgegengebracht.
Traurig aber wahr.Wünsche dir viel Kraft .
Gruß Christian
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Flummiannemika
Januar 2010 200mg Seroquel angesetzt
wegen einer Angststörung.
Ab Anfang 2012 begonnen auszuschleichen.
Ich war 2 mal auf 0.
November 2014:War 3 Monate weg von Seroquel,hatte es geschafft wieder relativ normal zu schlafen.
Plötzlich falle ich in ein tiefes Loch.
Kann nicht damit umgehen und gehe in die
Klinik.Sie setzen erneut 200 mg an.
Schleiche seitdem aus (sehr sehr langsam)
und bin aktuell bei stabilen 25mg.
20.04.2017. 25 mg Quetiapin

annemika
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Donnerstag, 01.03.18, 21:43

Hallo Chris,
Danke für deine aufmunternden Worte. Stimmt, Drogensüchtige und Alkoholiker dürfen auf Staatskosten den Entzug machen, sie bekommen jede Unterstützung. Wir machen den Entzug ohne ärztliche Hilfe (Psychiater ist meist keine Hilfe). Ich könnte manchmal laut schreien: "Hallo, ich bin im Entzug, ich schaffe vieles einfach nicht. Mir geht es einfach nur schlecht." Leider geht das gar nicht, da man da Antworten bekommt wie: "Warum nimmst du deine Medikamente nicht, wenn's dir dann besser geht!" Ich verspüre mit den Jahren einen immer größer werdenden Leidensdruck. Ich fühle mich nur mehr als Schatten meiner Selbst. An den wenigen guten Tagen vermag ich zumindest noch zu erkennen, wie es sein könnte. Liebe Grüße Annemika
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Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
15.06.2018 Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, große innere Unruhe durch Reduzieren von Valproinsäure, gelegentlich Benzos
25.06.2018 Valproisäure abgesetzt, weiterhin 25mg Sulpirid, trinke Passionsblumentee

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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Sonntag, 17.06.18, 18:24

Hallo ihr Lieben,
ich möchte euch wieder einmal schreiben, wie es mir geht. Seit Dezember 2017 habe ich das Sulpirid auf die Hälfte, 25 mg, reduziert. Meine Beschwerden wurden nach der Reduzierung so intensiv, besonders meine Migräne, dass ich im März Valproinsäure (Antiepileptikum) als Migräneprophylaxe verschrieben bekam. Anfangs ging es mir damit recht gut damit: Stimmung super, Migräne weniger und alle andere Absetzsymptome wie weggeblasen. Ich hab mich dann kundig gemacht und herausgefunden, dass Valproinsäure genauso wie das Sulpirid auf das Dopamin wirkt. Meine Ärztin (Neurologin) meinte, damit würde es mir endlich gelingen das Sulpirid loszuwerden. Ich erhöhte auf 450 mg Valproinsäure und begann das Sulpirid langsam weiter zu reduzieren (kam bis auf ca. 10 mg runter). Habe allerdings durch die Valproinsäure in 2 Monaten 4 kg zugenommen. Zu Pfingsten erlebte ich aber das große Tief (schreckliche innere Unruhe mit Herzbeschwerden) und ich erhöhte das Sulpirid wieder auf 25 mg. Gleichzeitig fuhr ich mit der Valproinsäure runter, momentan 150 mg. Seit Pfingsten (Anfangs Mai) habe ich jedes WOchenende diesen Druck auf der Brust mit erhöhtem Puls, Herzbeschwerden, Übelkeit, Schwäche etc. Ich bin sicher, das kommt von der letzten Reduzierung.

Ich bin momentan wieder einmal deprimiert. Ich bin immer mehr überzeugt, dass ich und auch viele andere (hier im Forum) wohl nicht absetzen können, da die Absetzsymptome zu heftig sind. Trotz langsamen Ausschleichens sind die Beschwerden so akut - auch über lange Zeit - dass ein weiteres Absetzen im unteren Bereich nahezu unmöglich ist, wenn man weiter alltagstauglich bleiben will. Ich habe jede Woche Tage, wo es mir mies geht. Gott sei Dank habe ich bald Urlaub. Ich fühle mich immer mehr als ein Medikamenten-Opfer, das bis ans Ende seiner Tage verdammt ist, dieses Phsychopharmakon zu nehmen. Bestätigt fühle ich mich auch durch EURE neue Umfrage, wo viele schreiben, dass es ihnen genauso geht wie mir. Vielleicht schaffen wir es eines Tages, dass wir wirklich als Phsychopharmaka-Geschädigte anerkannt werden und vielleicht auch Schmerzensgeld erhalten. Jeder von uns hat sicher - wie ich - Unsummen in alternative Medizin investiert, um die Beschwerden einigermaßen erträglich zu machen.
Liebe Grüße
Eure Annemika
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Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
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Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
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Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
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Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von padma » Montag, 18.06.18, 18:22

liebe Annemika, :)

es tut mir leid, dass dein Plan mithilfe von Valproinsäure leichter Sulpirid ausschleichen zu können so nicht aufgegangen ist. :(
Das ist auch unsere überwiegende Erfahrung hier im Forum, dass das Eindosieren eines anderen Psychopharmaka zumeist nicht hilft, das Ursprungsmittel ausschleichen zu können.

Du schreibst "anfänglich weniger Migräne", heisst das, das Valproinsäure dir auch nicht gegen die Migräne hilft?
Ich erhöhte auf 450 mg Valproinsäure und begann das Sulpirid langsam weiter zu reduzieren (kam bis auf ca. 10 mg runter).
Das waren zuviele, zu massive Veränderungen. Die verstärkten Symptome sind vermutlich eine Kombination aus zu schnellem Reduzieren und der Erhöhung von Valproinsäure (NW) gewesen.
Könntest du diese Reduktion von Valproinsäure bitte noch in deine Signatur aufnehmen?
und ich erhöhte das Sulpirid wieder auf 25 mg. Gleichzeitig fuhr ich mit der Valproinsäure runter, momentan 150 mg.
Das war auch wieder eine heftige Veränderung. Ich hätte zu einer kleinschrittigeren Veränderung geraten.
Ich bin momentan wieder einmal deprimiert. Ich bin immer mehr überzeugt, dass ich und auch viele andere (hier im Forum) wohl nicht absetzen können, da die Absetzsymptome zu heftig sind. Trotz langsamen Ausschleichens sind die Beschwerden so akut - auch über lange Zeit - dass ein weiteres Absetzen im unteren Bereich nahezu unmöglich ist,
Du hattest sehr viele Medikamentenwechsel und viel Runter- und raufdosieren. Ein wirklich langsames Ausschleichen, so wie wir es empfehlen, hattest du bisher ja noch nicht systematisch versucht.
Da waren immer wieder Absetzfehler aus Unkenntnis.

Daher denke ich schon, dass dir das Ausschleichen gelingen kann. Auch wenn das sicher eher lange dauern wird.

Nun hast du zwei Psychopharmaka :( und man müsste das weitere Vorgehen neu überlegen. Aber erstmal geht es darum dich wieder zu stabilisieren.

Da die Reduktion von Valproinsäure sehr gross war, würde ich überlegen, damit etwas höher zu gehen, vielleicht auf 200 mg und dann schauen.

liebe Grüsse,
padma
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Wann beginnt eine Benzo- Abhängigkei?

Beitrag von annemika » Samstag, 23.06.18, 9:54

Hallo liebe Community,
Ich schaffe es einfach nicht seit 5 Jahren ein NL (Sulpirid) abzusetzen. Seit Dezember 17 habe ich es allerdings auf 25 mg gesenkt. Doch seitdem werde ich immer wieder von großer innerer Unruhe mit Herzbeschwerden heimgesucht, die sehr belastet. Ich bin mir sicher, dass es ein Absetzsymptom ist. Seit Anfang Mai habe ich einmal wöchentlich akute Beschwerden. Ich bin so erschöpft, mein Herz klopft bis zum Hals etc. Wenn ich Benzos nehme, dann klingt das aber schnell ab. D.h. ich nehme seit ca 1,5 Monaten einmal wöchentlich 7 Tropfenn Xanax. Kann das (1mal pro Woche) auch zu einer Abhängigkeit führen?? LG
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Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
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