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Flummi: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Freitag, 06.10.17, 10:14

Hallo Ihr,
ich melde mich, weil es Entwarnung gibt. Ich habe wahrscheinlich keine Gürtelrose und auch keine Schmerzen. Ich habe eine schon lange vorhandene Hautkrankheit (Morbus Darier), die stark aufgeflammt ist. Durch eine unglückliche Verkettung von Umständen kam es zur Fehldiagnose. Auffällig ist, dass sie an Stellen aufgetreten ist, wo sie normalerweise nicht ist. Sie sieht Gürtelrose sehr ähnlich. Leider musste ich diese schlimmen Medis nehmen dagegen - völlig umsonst.
Eure Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 12.10.17, 14:50

Hallo,

Ich habe mich entschlossen, nach Ablauf der dritten Woche ab morgen um weitere 0,5 mg zu reduzieren. Sicher etwas ungeduldig von mir. Habe mich dazu entschlossen, weil ich von den völlig sinnlos eingenommenen gürtelrose- Medikamenten genesen bin und ausser in der ersten Woche nach der ersten Reduzierung keine Symptome mehr auftauchten.
Auch das Absetzen des Citalopram hat mir keine weiteren Probleme eingehandelt. Eher Vorteile wie der Wegfall der sexuellen Probleme und der Verkürzung des Zyklus, was nicht ganz ungefährlich war, denn es hätte eine Art von Unfruchtbarkeit gemacht, die ich nicht hätte vertreten können: die Leibesfrucht also unser Kind wäre wegen zu kurzer Gelbkörperphase einfach in meinem Körper abgestorben. Das ist zwar im Moment noch nicht der Punkt für uns, weil wir erst im Frühjahr unsere Elternschaft begonnen wollen, aber schon mal gut zu wissen, woran es lag, dass ich so verkürzte zyklusphasen hatte.
Ich werde weiter von der Reduktion berichten.
Alles Liebe Euch,
Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 13.10.17, 18:31

liebe Claudia, :)

es ist deine Entscheidung, ich würde noch eine Woche abwarten.
Dein Vorgehen ist riskant und Ungeduld zahlt sich zumeist nicht aus. Im Endeffekt kann es dadurch sogar länger dauern, wenn du ggfs. wieder hoch musst.

Dein Körper ist jetzt auch noch durch das Gürtelrosemedikament belastet, ein Grund mehr, Zeit zu geben.

liebe Grüsse,
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von carlotta » Freitag, 13.10.17, 21:49

Hallo Claudia,

man geht davon aus, dass Rezeptoren um die 4 Wochen brauchen, um sich an neue Dosen anzupassen, von daher können 3 Wochen etwas kurz sein. Speziell nach kürzlicher medikamentöser Belastung, die immer Riesenstress fürs ZNS ist - auch wenn man vielleicht gar nicht so viel davon merkt, passiert im Verborgenen ganz viel - sollte man sorgsam mit dem Körper umgehen. Sehe ich wie Padma :) .

Ist aber natürlich Deine Entscheidung.

Liebe Grüße :group:
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Montag, 16.10.17, 11:35

Hallo Ihr beiden,
Vielen Dank für Eure Hinweise. Entschuldigt bitte meine Eigensinnigkeit . Klar ist man etwas ungeduldig und fühlte sich auch schon zu lange gegängelt durch die Ärzte. Da ist man dann gleich erst mal etwas schnell dabei.
Mit geht es eigentlich doch recht gut, obwohl jetzt schon 1,5 mg weg sind von den ursprünglich 5 und bereue auch noch nicht die Woche weniger, die ich mir für die 4 mg genommen habe.
Nach 3 mg mache ich eh erst mal eine Pause und bleibe dadrauf, bis weitere Schritte folgen. Die ersten Tage sind immer die abstrengensten und dauerhaft will man das ja auch nicht haben. Jetzt geht es aber wieder und ich werde wieder schauen, was in drei bis vier Wochen so ist.
vielen dank noch einmal für Eure Fürsorge.
Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Samstag, 21.10.17, 10:48

Hallo Ihr,
Ich wollte mich mal melden uns auch mal Positives verkünden, wo doch in der Signatur erst mal nur die Entzugssymptome stehen.
Positiv nach dem Absetzen des Citalopram ist mir aufgefallen, dass ich nicht mehr diese kleinen Manien hab wie Kauflust und sich zu stark in ein Thema hineinzudenken. Auch ist die Anorgasmie leicht zurück gegangen.
Positiv seit dem Reduzieren des Aripiprazol ist mir aufgefallen, dass das Gewicht zurück geht. Da fühle ich mich gleich wohler mit und bin weniger geknickt. Insgesamt bin ich etwas zuversichtlicher geworden.

Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 21.10.17, 14:34

Hallo Claudia,

Schön, dass du positives zu berichten hast und es auch tust.
Es freut mich für dich, dass sich einige Dinge schon wieder verbessern/ normalisieren konnten.

LG Ute
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Dienstag, 24.10.17, 16:03

Hallo Ute und alle anderen,
Ich bin echt froh, dass es dieses Forum gibt und wollte mal ein grosses Danke sagen.
Sicher ist die Zeit des Absetzens schwierig und nicht immer schön, aber wenn ich mir vorstelle, ich hätte die Medis weiter in der Dosierung genommen, dann hätte ja nach meiner angestrebten Schwangerschaft (nach dem absetzen der medis) mein Kind nach der Geburt die ganze Entzugsproblematik. Da wird mir ganz übel bei dem Gedanken. Da nimmt man das lieber auf sich .
Danke Ihr Lieben. Ich werde weiter berichten.
Eure Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Dienstag, 31.10.17, 12:25

Hallo,
Vielleicht gehe ich morgen auf 4mg wieder rauf. Habe heute echt kaum geschlafen und das macht mir ein ungutes Gefühl. Meine Nerven sind da so flatterig und irgendwo beruhigte mich dann abilify zu nehmen, so dass ich doch noch 5 h geschlafen habe.
Vielleicht sind 4 mg auch erst mal in Ordnung. Ich hatte ja beim letzten Arztbesuch gesagt ich möchte etwas herabsetzen und sie wird mir sicher kaum weniger als 4 mg verordnen in Flüssigform.
Nicht schlafen ist echt nicht schön, bin ziemlich verleiert.
Irgendwo stresst mich auch, dass ich mir einen Plan gemacht habe, dass ich gar nichts mehr nehmen will um eine Schwangerschaft ohne Medikamente zu haben.
Vielleicht kann ich auch erst mal dankbar sein, dass das citalopram eigentlich keine nennenswerten Umstände beim Absetzen gemacht hat.
Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Dienstag, 31.10.17, 15:36

Ps: mein Gefühl ist, dass das abilify in höheren Dosen antriebssteigernd ist, während es in niedrigen dosen eigentlich nur noch sediert. In dem Bereich, wo ich jetzt bin, sediert es mich nur noch ganz heftig, so dass ich schon überlegt hab, einen Teil abends zu nehmen , damit ich schlafen kann und gleichzeitig tagsüber nicht so verleiert bin.
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 01.11.17, 8:25

Hallo, ein Update:
Ich hab das abilify 3,5 mg jetzt statt morgens abends genommen und kann wieder schlafen. Ich Schlaf davon ca. 10 h.
Liebe Grüsse,
Eure Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von padma » Mittwoch, 01.11.17, 17:10

liebe Claudia, :)

gut, dass du eine Lösung für dein Schlafproblem gefunden hast.


Lass dir jetzt genug Zeit zum Stabilisieren und dann würde ich die Schritte verkleinern. Vielleicht wären Reduktionen um 0,25 mg besser.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 01.11.17, 21:48

Hallo Padma,
Danke. Es war nur ein Tag ein wirkliches Problem, sagte mir aber gleich, dass da was zu ändern ist.

Ich muss mal schauen, wie ich den nächsten Schritt mache. Mein mann begleitet mich ja dabei und sagte eben grad erst , ich wirke völlig normal, nicht irgendwie anders durch die verminderung des nl. das tut ganz gut, scheint ihn zu überzeugen, dass man auch absetzen kann. Wenn alles gut geht, würd ich das Jahr gern irgendwann bei 3 mg ausklingen lassen.
und jetzt lass ich allerheiligen ausklingen....Euch noch einen schönen Abend!
Eure Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Dienstag, 07.11.17, 19:28

Hallo,
Ich habe eine Frage: wann sagt man am besten dem Arzt, dass man dabei ist abzusetzen? Noch mittendrin im Prozess, am Anfang (was ich nicht gemacht habe) oder erst wenn man durch ist?
Kann sich der Arzt quer stellen und die Weiterbehandlung verweigern, wenn er das absetzen nicht mitmacht, obwohl man das Medikament bräuchte für den weiteren Absetzprozess?
Liebe Grüsse und einen schönen Abend,
Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 07.11.17, 22:16

Hallo claudia, :)

das hängt ein wenig von deinem Verhältnis zum Arzt ab.
Und wie du den Arzt einschätzt.

Ich habe tatsächlich schon von Ärzten (das waren dann aber i.d. Rg Neurologen / Psychiater und keine Hausärzte) hier im Forum gelesen, dass die ihre Patienten erpresst haben bzw gesagt haben, sie können sich nen neuen Arzt suchen, wenn sie absetzen wollen.
Die also quasi die Weiterbehandlung verweigert haben :evil: :frust: :twisted: .
Ich halte das für manipulativ, übergriffig, unverantwortlich und entgegen allem, für was der hippokratische Eid steht :x
Insofern ja, er kann es verweigern, aber es ist ethisch und moralisch meines Erachtens eine Bankrotterklärung.

Ich würde wohl einfach gute Miene zum (nicht bösen, aber notwendigen) Spiel machen, immer brav meine Rezepte abholen und ganz langsam und in Ruhe, ohne irgend jemandem Rechenschaft abzulegen, absetzen. Und dann, entweder kurz vor Ende oder am Ende, würde ich mich freundlich offenbaren (wenn ich den Arzt für geeignet halte, mit solchen Infos umzugehen) und in drei Sätzen darlegen, wieso weshalb, warum und wie und dass es gut klappte :roll: :) .

Aber das ist nur das, wie ich es vielleicht machen würde, wenn ich Ärzte hätte, die mir nicht geheuer sind.
Ich habe GsD zwei sehr gute Ärzte, sehr tolerant, die mir freie Hand lassen.
Sie muss ich nicht anlügen; ihnen trete ich sicher, wohl überlegt und selbstbewusst entgegen und das gibt auch ihnen Sicherheit. Sie wissen, was ich tue und wissen, dass das, was ich tue, gut geplant ist. Das gibt für beide Seiten Vertrauen und Souveränität.

Grüße
Jamie
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Dienstag, 07.11.17, 22:29

Ok, dann weiss ich zumindest, müsste ich zur Not die Mama meines Mannes fragen. Sie ist Hausärztin. hatte das schon mal mit meinem Mann besprochen. Er bekam Lithium immer durch seine mutter. Abilify ist halt superteuer und geht vielleicht über das Budget eines Hausarztes.
Vielen Dank für den Hinweis. Sollte meine Psychiaterin so etwas sagen, werd ich sie wohl los sein. Sieht man ja dann vielleicht. Mit fällt es echt schwer nicht ehrlich zu sein.
Dann gute Nacht an alle und einen geruhsamen Schlaf!
Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 08.11.17, 21:45

Hallo Claudia,
claudiaef hat geschrieben:Mit fällt es echt schwer nicht ehrlich zu sein.
Das sind - so mein Eindruck - viele Betroffene äußerst ungern, ich auch. Mir widerstreben solche Manöver auch zutiefst. Aber diese (vom Einzelfall abhängige) Notwendigkeit haben wir uns nicht ausgesucht. Das System zwingt uns in bestimmten Fällen leider dazu, wenn man seine eigene Gesundheit bzw. Unversehrtheit schützen will. Und dazu sind wir m. E. verpflichtet bzw. sind wir uns selbst das schuldig.

Schließlich gibt es keine Zwangsmedikation außer bei Eigen- oder Fremdgefährdung. Jeder Patient darf über seine Medikation (im Rahmen der bestehenden Behandlung) selbst entscheiden, Behandler können nur Empfehlungen aussprechen. Wenn sie einem diese Entscheidung nicht zugestehen bzw. die notwendigen Rezepte zum Ausschleichen verweigern, bleibt einem nichts anderes übrig, als Umwege zu gehen. Nun, Du hast eine praktikable Ausweichmöglichkeit mit Deiner Schwiegermutter. Die hat leider nicht jeder. Evtl. entspricht Deine jetzige Ärztin ja auch Deinem Wunsch.

Es ist schon skandalös und traurig, dass man teilweise Ausweichmanöver unternehmen muss. Aber wie gesagt, was soll man sonst aus Selbstschutz machen.

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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 09.11.17, 15:35

Hallo Claudia,
claudiaef hat geschrieben:Mit fällt es echt schwer nicht ehrlich zu sein.
Also da habe ich inzwischen überhaupt keine Skrupel mehr. Ich erzähle meiner Psychiaterin immer erst dann etwas, wenn ich abgesetzt habe oder die Medikamente in einer anderen Dosierung verschrieben haben muss.
Sie versteht es sowieso nicht. :party:

Außerdem werden wir Patienten ja auch ständig angelogen. Nein, es gibt keine Absetzerscheinungen, die Medikamente verändern nicht die Persönlichkeit, man kann die Pillen ruhig ein Leben lang weiter nehmen oder muss es sogar, weil mit dem Gehirn irgendwas nicht stimmt.
Um nur mal einige Beispiele zu nennen.
Ich denke mir dann ja und Zitronenfalter falten Zitronen, schnappe mir mein Rezept, verabschiede mich freundlich und gehe. :D
Das ist aber nur meine persönliche Einstellung dazu.

LG Ute
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Katja » Donnerstag, 09.11.17, 16:04

Hallo Claudia,

also ich bin froh, bei meinem Psychiater ganz ehrlich sein zu können, auch wenn der nicht allzu viel von der 10%-Regel hält. Er akzeptiert aber total meine vorgeschlagenen Reduktionsschritte. Was spricht denn dagegen vorsichtig anzutesten, wie die Einstellung zum Absetzen ist, und andernfalls das Rezept wie Ute zu nehmen? Du hast doch auch mit der Schwangerschaft einen sehr guten Grund, warum du keine PP mehr nehmen möchtest.

Liebe Grüße
Katja
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Beitrag von Flummi » Donnerstag, 09.11.17, 16:42

Hallo Katja,
Ja genau, eher ehrlich sein ist auch mein Programm.Einfach mal antesten, was sie sagt. Ich sehe das auch so, dass man bei angehender Schwangerschaft ja eigentlich noch am meisten Verständnis aufbringen müsste, dass man absetzen möchte.
Mir war letztes Mal nicht so klar bei meiner Ärztin, was sie besprechen möchte mit uns . Sie schlug vor, Medikamentensicherheit. Mein Gefühl wie ich sie kenne, war nicht zuallererst, dass sie da gleich an gar keine Medikamente denkt. Aber mal schauen, wie sie einen in der Schwangerschaft unterstützen kann. Man kann sich ja mal informieren.
Herzliche Grüsse,
Claudia
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