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Flummi: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 09.11.17, 16:59

Ps:
Ich wollte auch mal wieder was Positives berichten.
Mein Geschmackssinn scheint wieder zu kommen. Jedenfalls ist das mein Gefühl, dass es daran lag: furchtbar viel Ungesundes gegessen unter nl-Einnahme und Unmengen Kaffee. Jetzt trinke ich irgendwie sehr gern Tee und auch Wasser und koche wieder ein wenig mit Gewürzen. Konnte früher eigentlich immer ganz gut Essen zusammenstellen. Freut mich richtig. :)
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 09.11.17, 23:31

Hallo,
Ich hab gerade mit meinem Mann noch mal über etwas gesprochen, was 13 tage nach dem absetzen des citalopram auftrat und ich bisher noch nicht in Verbindung gebracht hatte mit den Absetzen: wir waren gerade in den Flitterwochen, es war mein Geburtstag und es gab eine kurze unangenehme Situation zwischen uns. Ich bin ganz plötzlich verstummt und könnte nichts mehr sagen, wollte auch nicht sagen, was so unangenehm war, war fast ein bisschen starr. Innerlich hab ich die ganze Zeit gebetet, aber sagen konnte ich nicht viel zu meinem Mann. Ich ließ ihn ein bisschen raten und tüfteln, was unangenehm gewesen sein mag, aber reden konnte ich nicht. Ich glaub, das ging den ganzen Abend so, das war für ihn superschrecklich, mich so zu sehen und nicht zu wissen, was los war. Ich glaub an nächsten Morgen war es vorbei und ich habe wieder Worte gefunden. Das einzige, was ich in die Richtung gefunden habe, was diesen Zustand beschreibt war Stupor/mutismus. Hat jemand schon mal von so einer schockstarre/krankhaftes Schweigen hier im Forum beim absetzen gelesen? Ist danach nie wieder vorgenommen.
Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Jamie » Freitag, 10.11.17, 9:45

Hallo claudia,

ich bin immer etwas vorsichtig mit dem Pathologisieren von Zuständen, die nur einmalig auftauchen.
Stupor / Mutismus sind schwere Störungen, oft medikamenteninduziert oder Ausdruck heftiger Grunderkrankungen.
Generell halte ich das falsche Absetzen von Psychopharmaka für potentiell mehr oder weniger alles-auslösen-könnend. Insofern kann ich mir gut vorstellen, dass es damit zu tun hatte.

Ich glaube aber eher, dass du vielleicht seelisch (was es auch immer sein mag) stark getroffen warst und dein Körper und deine Seele in dem Moment vielleicht völlig überfordert waren adäquat zu reagieren.
Möglicherweise ist auch eine traumatische Erfahrung angetriggert worden, aber das kannst nur du beurteilen.

Wünsche dir alles Gute auf deinem Weg :group:

Jamie
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Freitag, 10.11.17, 10:34

Hallo Jamie,
Ja, das dachte ich dann auch, dass diese beschriebenen Zustände bei Wiki ja langanhaltender sind. Ich wollte es hier nicht unerwähnt lassen, da so etwas noch nie vorgekommen ist, damit hier auch ein ehrlicher Gesamteidruck entsteht. Und nicht einfach nur alles gut beim Kaltabsetzen von mir, wie ich es zuvor beschriebr. Es war schon ganz schön gruselig, in was für einem Zustand ich da war. Es gibt sicher immer auch unangenehmes, aber ich hab nie so extrem reagiert. Ich lasse es hier mal stehen, vielleicht gehört es ja zu den Absetzsymptomen, die ich gezeigt habe.
Danke für Deine Antwort! Und viele Grüsse aus dem niesiligen Wetter hier.
Habt ein schönes Wochenende.
Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 17.11.17, 19:08

 ! Nachricht von: Ululu 69
Hallo Claudia
Ich habe deinen Thread in die Rubrik "Neuroleptika absetzen" verschoben.
LG Ute
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Sonntag, 19.11.17, 14:54

Hallo,
Heute muss ich mal klagen.
Das abilify macht dermassen müde, dass ich letzte Woche nach der arbeit einen Tag nur durchgeschlafen habe. Da hab ich sogar abends die 3,2 mg nicht mehr genommen.
Am nächsten Tag war es dann etwas besser, einfach, weil ich es nicht genommen habe. Heute bin ich aber schon wieder dermassen müde, dass ich drauf und dran bin, es heute abend nicht zu nehmen . Ich weiss ja, dass so ein weglassen nicht gut ist; ich fühl mich halt echt gelähmt und denke dran, dass neuroleptikum "nervenlähmer" heisst, was ich jetzt echt spüre.
klar, ein bisschen ist es auch das Wetter.
es fühlt sich halt echt nicht toll an, die ganze Zeit so schlapp und müde zu sein. Die nächste Reduktion ist auch noch etwas hin.
hätte nicht gedacht, dass das abilify so müde macht im unteren dosisbereich.
Liebe Grüsse von der Couch.
Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 20.11.17, 8:22

Hallo Claudia,

ich habe leider auch keinen Geheimtipp für dich und wollte nur mal mitjammern.
Mir geht es zur Zeit genauso.
Ich habe das Duloxetin reduziert und bin seitdem so was von erschöpft. Dazu kommen Muskel- und Gelenkschmerzen. :x
Ich kann also sehr gut nachempfinden, wie du dich gerade fühlst. :zombie: :bettzeit:

Ich lasse dir mal einen Drücker da. :hug:
Wir halten durch und werden irgendwann bestimmt auch wieder mehr Kraft haben.

Einzelne Dosen weglassen würde ich aber trotzdem nicht, das kann schwer nach hinten losgehen.

LG Ute (gähn)
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Montag, 20.11.17, 16:51

Hallo Ute,
Das ist sehr lieb von Dir.
Ich hab mich jetzt dazu entschieden , früher auf 3 mg zu reduzieren. Hab das echt nicht mehr ausgehalten diese Müdigkeit, die es macht. Ich weiss, ist auch nicht so die tolle Lösung, weil die letzte Reduktion erst zwei Wochen her ist. Hab mich trotzdem dazu entschieden, weil ich wirklich gar keine Symptome des Absetzens die letzten zwei Wochen hatte. Ich weiss auch, dass das zns immer noch ne Weile gereizt ist und hoffe einfach, dass es gehen wird.
Ich hoffe es geht jetzt wieder mit der Müdigkeit. Weiter runter gehe ich dieses Jahr nicht mehr. Im Dezember ist dann der Termin bei der psychiaterin und mal gucken, was ich ihr erzähle.
Geht das bei dir immer wieder weg mit der Müdigkeit vom doloxetin? Und gehst du arbeiten? Ich geh halbtags arbeiten.
jetzt Ruhe ich mich noch etwas aus.
alles gute Dir und sei lieb gedrückt.
claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 20.11.17, 17:40

Hallo Claudia,

eigentlich bin ich müde und erschöpft, seitdem ich PP nehme. Mal mehr, mal weniger aber auf gar keinen Fall belastbar.
Ja, ich gehe arbeiten. Ich habe eine 75 % Stelle, einen vierköpfigen Haushalt mit zwei Katzen und eine 86 jährige Mutter um die Ecke wohnen. :o
Meine Söhne sind aber schon groß, mein Mann hilft viel und meine Mutter wuppt ihren Haushalt noch komplett alleine. Ich sehe halt jeden Tag nach ihr und bespaße sie öfter oder fahre mit ihr einkaufen oder Kaffee trinken.

Trotzdem verbraucht das alles meine gesamte Kraft. Meine knapp bemessene Freizeit verbringe ich lesend oder im Forum auf der Couch. Mehr geht nicht. Ich habe auch das Reiten aufgegeben, weil ich es einfach nicht mehr schaffe.

Jetzt hab ich aber genug deinen Thread vollgejammert. :D
Ich kann aber auf jeden Fall nachvollziehen, dass dich diese Müdigkeit quält. Ich drücke dir die Daumen, dass dein schnelleres Vorgehen beim Absetzen funktioniert, möchte aber noch zu Bedenken geben, dass es sich bei der übermäßigen Müdigkeit durchaus auch um ein Absetzsymptom handeln könnte, getriggert oder verstärkt von dem wunderschönen Wetter.

LG Ute
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Dienstag, 21.11.17, 16:00

Danke Liebe Ute!
Dann müsste es ja schlimmer werden, wenn ich jetzt noch mehr reduziere? Im Moment ist es aber besser. Mal abwarten. Mein Mann sagte heute, es sei schön, dass ich so eine Lebensfreude ausstrahle !
Herzliche Grüsse erst mal von der Couch. Komm Grad von Arbeit.
Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Katja » Mittwoch, 22.11.17, 10:55

Hallo Claudia,

geht es dir weiterhin gut mit 3mg? Ich finde es auch logisch, dass die Müdigkeit dann kein Absetzsymptom war.
Aber das ist ja ein ganz tolles Kompliment von deinem Mann! Da kannst du froh sein, so jemanden bei dir zu haben :)

Liebe Grüße
Katja
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 22.11.17, 16:46

Hallo Katja,
Vielen Dank. Ja, wir verstehen uns echt gut und unterstützen uns gegenseitig. Er nimmt Lithium und seitdem ich ausschleiche, fängt er sich langsam auch Gedanken über den Sinn und Unsinn von Medis zu machen. Ihn freut es, dass ich mit weniger auskomme und gibt oft feedback, wie ich gerade wirke.
Es läuft mit 3 mg immer noch gut. Man muss bei nl ja immer auf dem honeymoon Effekt auffassen, wenn man absetzt/reduziert -kurze Zeit geht es besser, dann fängt die Psychose an. Daher mal abwarten. Ich werde berichten....
Dir alles Gute und einen schönen Abend.
Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 29.11.17, 16:36

Hallo,
Ich nehm jetzt zehn Tage Abilify 3,0 mg und es gab keinen honeymoon Effekt. Alles im grünen Bereich.
Ich wollte an dieser Stelle einmal mitteilen:
Ich mag dieses Forum echt gern. Man fängt wirklich an, die behandlungsmethode, die man hatte, zu reflektieren. Zb ist mir wieder eingefallen, dass ich bei meiner erstdiagnose überhaupt keine Stimmen gehört habe. Das ist erst mit dem plötzlichen absetzen der nl gekommen, zweimal. Die absetzpsychosen waren viel heftiger als die eigentliche psychose. Natürlich sagen Ärzte dann, man hätte zweimal einen Rückfall gehabt, weil kaum einer von denen wirklich weiss, wie man sinnvoll den Patienten beim absetzen begleitet.
ein grosses Dankeschön an Euch alle!
Eure Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 13.12.17, 13:30

Heute sind mein Mann und ich bei meiner Ärztin. Sie wollte ja mit uns sprechen, weil wir bald ein Kind haben möchten. Werde berichten, was sie sagt.

Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 13.12.17, 18:02

Hallo Ihr,
War echt ganz ok bei meiner Ärztin. Sie hat mir offen gelassen, ob ich ausschleichen möchte oder weiter in einer Schwangerschaft Medikamente nehmen möchte. Sie hat mir Embryotox und Das Buch "Psychopharmaka in Schwangerschaft und Stillzeit" (das auch unkritisch gegen Medikamente ist) empfohlen. Kenn ich ja beides schon :wink: Hab ihr dann gesagt, dass ich den Weg des Reduzierens gehen möchte und dass ich langsam auf 3,0 mg gegangen bin. Sie sagte, ach da gingen doch die Tropfen besser und hat sie mir netterweise verschrieben. Sie sagte, sie kenne mich als Selbstständige Patientin und möchte einfach nur wissen, wieviel ich gerade nehme und dann ist das kein Problem. Hat noch gesagt, dass wenn sie nicht wüsste, dass ich was hab, nicht drauf kommen würde, dass ich ne Krankheit hab.
Mein Mann hat mich bestätigt, dass ich seit dem Reduzieren keine nennenswerten psychischen Probleme hätte, im Gegenteil, das es mir besser ginge.

Vielen Dank an das Ganze Forum. War echt ein gelassenes Gespräch, wenn man so informiert ist durch die vielen Erfahrungswerte hier.
Liebe Grüsse und einen schönen Gaudete-Adventssonntag!
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Katja » Mittwoch, 13.12.17, 18:47

Hallo Claudia,

das freut mich für dich, dass das Gespräch gut gelaufen ist und du mit ärztlicher Unterstützung weiter absetzen kannst.
Und mit positivem Feedback noch dazu! :)

Liebe Grüße
Katja
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 20.12.17, 19:31

Hallo Ihr,
Kennt Ihr das, wenn man einfach irgendwann unwillig wird, das Zeug zu nehmen? Kenne das auch noch, wo es um die volle Menge ging von 5 mg. Jetzt bin ich ja bei knapp der Hälfte von 2,6 mg und schon total froh.
Das Gewicht purzelt leider noch nicht und das Körpergefühl ist damit immer noch nicht so toll.
Irgendwo muss man sich dann zwingen, es weiter zu nehmen, um keine Absetzpsychosen zum wiederholten Male zu bekommen.
Dafür freue ich mich, dass die Haare wieder normaler wachsen. Musste die früher immer schulterlang abschneiden, weil sie durch die pp so struppig wurden. Die tics gehen auch schon etwas besser und die Zwangsgedanken lassen leicht nach. Man merkt, dass Dinge, die man für normal hielt, doch von den pp kamen und kann sich freuen.
Man hofft einfach, dass der Körper das alles mitmacht, ohne sich zu streiken mit Absetzsymptomen. Auch, dass das Citalopram nicht doch noch rumspinnt im Körper.
Liebe Grüsse,
Eure Claudia
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 21.12.17, 7:01

Liebe Claudia, :)

schön, dass du schon Verbesserungen verspürst. Ich muss da wohl noch Geduld haben. :schnecke:
Ich kann unter diesen Umständen sehr gut verstehen, dass dir das alles zu langsam geht aber du weißt ja selbst, was du mir einem schnelleren Vorgehen riskierst.
* seufz*
Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass bei dir alles so gut weiter läuft.
Ich wollte mich auch nochmal dafür bedanken, dass du hier so aktiv bist und dich auch bei anderen Teilnehmern beteiligst.
Ich schätze deine Beiträge sehr.

LG Ute
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Neverthelessw11 » Donnerstag, 21.12.17, 14:26

Liebe Claudia,
Irgendwo muss man sich dann zwingen, es weiter zu nehmen
Oh ja, so geht es mir schon jetzt, obwohl ich erst einen knappen Monat dabei bin abzusetzen. :whistle:

Aber ich lese dann immer hier im Forum und entdecke immer neue Geschichten von Menschen, die durch zu schnelles Absetzen fast ihr Leben verloren haben (im Wortsinne und metaphorisch gemeint!). Man gewinnt vielleicht ein paar Monate, wenn es klappt... aber wenn es nicht klappt verliert man mehr als nur Zeit. Also bleibt uns nicht viel als Geduld zu haben und uns an positiven Dingen zu erfreuen, die du ja schon jetzt zahlreich merkst. Ich drücke die Daumen, dass es - zu seiner Zeit - auch mit deinem Kinderwunsch klappt. Und das Kind wird es sicher zu schätzen wissen, wie viel Liebe du schon vor deiner Schwangerschaft in ihn/sie investierst und die Medikamente absetzt/reduzierst. Ohne große Informationen zu haben: Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Kind im Mutterleib keine negativen Konsequenzen durch die Medikamente haben kann. Und da es auch für deinen Körper besser ist - ist es sicher das Richtige. Ich will dir also Mut zusprechen, deinen Weg weiter zu gehen und etwas Kraft, um die Ungeduld im Zaum zu halten :hug:
Sie sagte, sie kenne mich als Selbstständige Patientin und möchte einfach nur wissen, wieviel ich gerade nehme und dann ist das kein Problem. Hat noch gesagt, dass wenn sie nicht wüsste, dass ich was hab, nicht drauf kommen würde, dass ich ne Krankheit hab.
Wie schön <3 Das sind ja total liebe Worte. Sowas baut auf!

Ich wünsche Dir jetzt schonmal schöne Weihnachten und einen besinnlichen Jahreswechsel,
Never
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Medikamente: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
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Absetzgründe:
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Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
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Experimente mit NEM: Keine Aktiven.
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Re: Aripiprazol (vorher: Citalopram) absetzen

Beitrag von Flummi » Freitag, 22.12.17, 13:11

Hallo,
Ich danke Euch beiden für Euren lieben Zuspruch. Es geht schon irgendwie sie weiterzunehmen, man weiss ja, das es gut ist mit dem Ausschleichen .
Seid lieb gedrückt und frohe Weihnachten!

Claudia
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