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Pipamperon Entzug

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Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Freitag, 22.09.17, 20:14

Abend.
Kurz zu mir, M 26, hatte einen Alkoholentzug (keine bekannten Depressionen, und noch nie in die Richtung was genommen) und während der jahrelangen Alkoholphase auch immer mal zu Moradorm (Diphenhydramin; freiverkäufliche Schlaftabletten aus der Apotheke) gegriffen da ich Einschlafprobleme hatte.
Während dem Entzug bekam ich nach Absprache 1 Std vorm schlafen als Bedarf eine ganze Pipamperon/Dipiperon, hat wunderbar funktioniert. Hab mich auch gut gefühlt, lag vermutlich aber auch an den Benzodiazepine.
Dann hab ich mit der Ärztin besprochen, was im Nachhinein wohl ein Fehler von mir war, und für die erste Zeit nach dem Entzug noch ein Rezept für Pipamperon 40mg geben lassen. Habe dann bis dato 1 1/2 Monate eine halbe Tablette, also 20mg, genommen.
Dadurch resultierten aber Gleichgültigkeit und vorallem akute Impotenz bzw Erektionsstörungen, in meinem Alter nicht so toll. Die sind auch bis heute nicht weg, was mich natürlich auch mitnimmt. Gehen diese weg?

Habe daher Sonntag die letzte halbe genommen, und fühle mich seit Mittwoch wie ausgesaugt,Stimmungstief, depressiv, ganzen Tag ein Kloßgefühl im Hals, kann nicht viel essen und bin irgendwie langsamer, in der Motorik und in den Gedanken. Es ist jetzt nicht so,dass ich komplett weg vom Fenster bin, aber sowas hatte ich noch nie.
Was kann ich jetzt machen? Suchtklinikarzt sagt "die NW gehen wieder weg, ich kann Ihnen Mirtazapin geben", ich will aber keine Tabletten nehmen. Ich hatte die Dipiperon nur genommen, damit ich von den vorigen Tabletten weg komme und noch schlafen kann, was im Nachhinein doof war.

Was mache ich jetzt? Ein anderer Psychiater, zu dem ich extra schnell hin bin, wollte mir auch ein Antidepressiva verschreiben, Tianeurax.

Psychotherapeutische Wartelisten sind lang, aber ich denke mal mein akuter Zustand ist ja eher ein medizinisches Problem. Ich versuche schon mehr joggen zu gehen, mehr Essen reinzuwürgen und mich abzulenken, ganz schlimm ist es nach dem Aufstehen, gegen Abend wird es etwas besser.

Danke schonmal.
gruß
Zuletzt geändert von Jamie am Samstag, 23.09.17, 9:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Wirkstoff im Text ergänzt
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5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Jamie » Samstag, 23.09.17, 9:32

Hallo hotti,

willkommen im Forum :).

Du hast also von 20mg aus direkt alles weggelassen und bist auf Null?
Ich denke, das war zu schnell und du hast darum Absetzsymptome.
Der beste Weg das herauszufinden ist eine kleine Menge wieder einzunehmen, ich würde 10mg empfehlen, und schauen, ob sich dein Zustand bessert.
Bitte keineswegs auf ein anderes Medikament wie Tianeptin oder Mirtazapin wechseln, dein Körper hat sich an das Pipamperon gewöhnt und das ist auch das Mittel, mit dem du nun operieren solltest.

Pipamperon gibt es flüssig als Lösung / Saft, du könntest aber auch mal probieren eine 20mg Tablette aufzulösen (in 100ml Wasser) und dann 50ml zu verwerfen und die restlichen 50ml zu trinken, dann hast du die Menge von 10mg Wirkstoff zu dir genommen.
Hier die Lösemethode im Detail: viewtopic.php?f=16&t=10923

Ziel einer Wiedereinnahme ist nicht, dann ewig auf dem Medikament hängenzubleiben, sondern erst einmal seinem ZNS die Chance zu geben sich zu beruhigen und dann nachhaltig (= schonend und über einen längeren Zeitraum) auszuschleichen, sodass dein Gehirn sich an das verminderte Wirkstoffangebot anpassen kann und Absetzsymptome sich in Grenzen halten.

Grüße
Jamie
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Samstag, 23.09.17, 14:20

Vielen Dank für die Antwort.
Ja, richtig, vor 6 Tagen von 20 auf 0mg, seit 3-4 Tagen Symptome Depressiv,Stimmungstief,antriebslos,Kloß im Hals, leichte Übelkeit, starker Hunger aber kaum Appetit, langsamere Bewegungen, morgens ist es ist es am schlimmsten, auch das wachwerden etc. Heute morgen hatte ich sogar mehrfach kurze Würge/Brechreize(ohne Erbrechen; kann auch von dem Hungergefühl kommen).
Habe heute auch eine Unternehmung abgesagt, das fördert natürlich auch nicht gerade die Stimmungslage.

Aber nun habe ich ja 5 Tage schon kein Pipamperon mehr genommen, mit der Halbwertzeit etc angerechnet, dürfte seit ~3 Tagen nichts mehr im Körper sein.
Wär es denn jetzt richtig die Pipamperon nochmal zu nehmen? Dann wird es vielleicht besser, aber dann muss ich die irgendwann wieder absetzen, und dann reagier ich vielleicht wieder so. Zudem der Hauptgrund des Absetzens ja daran lag, dass ich keine Erektion mehr habe (auch weiterhin nach Absetzen nicht).

Ich bin halt jetzt im Zwiespalt, einerseits würde ich gerne meine Lage verbessern und vielleicht eine kleine Dosierung nehmen, andererseits will ich den "Kreis" dann nicht wieder neustarten nach Tagen "Abstinenz"? In der Hoffnung das es besser wird - aber wenn das jetzt Wochen so sein wird, muss ich wohl wieder einsteigen. Ich weiß halt nicht wie lange sowas bei 1 1/2 Monate Einnahme dauern kann.
Kann sowas dauerhafte Symptome oder Schäden machen?

Was meinst du/ihr?
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 23.09.17, 15:47

Hallo Hotti,

herzlich willkommen auch von mir.

Ich denke auch, dass es dir zu schlecht geht weil du zu schnell abgesetzt hast.
Du hast recht, das Medikament ist aus deinem Blut zum größten Teil abgebaut. Das Problem ist aber, dass dein Gehirn das Pipamperon nach sechs Wochen Einnahme fest in den Stoffwechsel eingebaut hat. Wenn du dann das Medikament abrupt absetzt., entsteht ein Ungleichgewicht in deinem Gehirn. Dadurch entstehen die Symptome.
Aushalten ist in meinen Augen keine Option. Du riskierst wirklich schwere und vor Allem lang anhaltende Absetzerscheinungen.
Ich verstehe gut, dass du die Nebenwirkungen mich tolerieren kannst aber ich sehe es auch so, dass du, um das Medikament sicher loszuwerden, wieder etwas Eindosieren musst, um anschließend langsamer abzusetzen.
Pipamperon ist ein Neuroleptikum, das bei längerer Anwendung, vor Allem in höheren Dosen, auch bleibende Schäden hinterlassen kann. Bei deiner Einnahmedauer in der Dosis musst du dir aber denke ich keine Sorgen darüber machen.
Das wird alles wieder.

LG Ute
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Samstag, 23.09.17, 16:31

hallo Hotti, :)

auch von mir willkommen.

Herzlichen Glückwunsch zur Alkoholfreiheit. :party2:

Leider ist es ein in Kliniken übliches Vorgehen, den Entzug von einer Substanz (bei dir Alkohol) durch eine andere Substanz (z.B. ein NL) zu deckeln. Verschwiegen wird, dass die Ersatzsubstanz ebenfalls abhängig macht. Daher steht dir jetzt leider ein weiterer Entzug bevor.

Während es beim Alkoholentzug wohl vorrangig um Entgiftung mit anschliessender Abstinenz geht, ist ein Psychopharmakaentzug sehr komplex und braucht einen langen Atem.
Du hast Pipamperon zwar nur sehr kurz genommen, aber erfahrungsgemäss ist es oft so, dass wenn ein Psychopharmakon zum Deckeln eines anderen Entzugs genommen wird, der Psychopharmakonentzug schwierig sein kann.

Lies dich hier bitte ein viewtopic.php?f=32&t=12884

liebe Grüsse,
padma
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: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Samstag, 23.09.17, 20:43

Danke für die Antworten.
Wenn ich den Zustand jetzt und vor dem Entzug vergleiche, fühlte ich mich damals doppelt so gut, trotz Alkoholsucht und Moradorm.

Ich habe jetzt vor 15 Minuten 10mg Pipamperon genommen (Wasserlösmethode ist noch nicht notwendig, da man die Tabletten vierteilen kann, also 40mg,20mg,10mg), unter 10mg müsste ich dann auflösen.
Ich habe das auch gemacht, weil ich kaum essen konnte, und jetzt schon in paar Tagen 3-4kg verloren habe, ist ja auch nicht gesund..

Wie gehe ich jetzt weiter vor?
Ich hab ein sehr schlechtes Gefühl jetzt nach 5 Tage durchhalten wieder was zu nehmen, quasi als hätte ich den Kampf verloren.
Ich habe ja abgesetzt, da ich keine Erektion mehr hatte, was mache ich jetzt mit dem für mich großen Problem? Wenn ich jetzt monatelang keine Erektion etc habe, habe ich bald mit 25 Jahre komplett "tote Hose".
Soll ich mal ein Termin beim Urologen machen? (Ich habe auch schon entspannungsübungen probiert). Der Psychiater/Suchtklinikarzt sagt nur "ach das geht wieder weg", das geht seit 4 Wochen nicht weg..)

Ich wollte jetzt Montag mal zur Klinik hin und mich nicht mit neuen Rezepten abwimmeln lassen, und sagen,dass ich jetzt 5 Tage kalt versucht habe - erfolglos.
Wie dosiere ich jetzt weiter? Ich habe jetzt 10mg genommen, die letzten Wochen habe ich 20mg genommen, nicht das der Körper jetzt generell mehr verlangt, dann komme ich da bald gar nicht mehr raus.
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Samstag, 23.09.17, 22:40

hallo Hotti, :)

bleib jetzt erstmal bei den 10 mg bis es dir wieder besser geht. Du hast den Kampf nicht verloren, sondern eine vernünftige Entscheidung getroffen, wie du am besten von dem "Stoff" weg kommst.

Das genaue Ausschleichen muss man dann Schritt für Schritt überlegen. Bei einer längeren Einnahme empfehlen wir ja Reduktionen alle 4 - 6 Wochen, ich hoffe, dass es bei dir schneller möglich sein wird.

Die fehlende Erektion wird eine NW sein. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du es beim Urologen abklären lassen.
Bei Antidepressiva (und vermutlich auch bei NL) ist es so, dass diese Probleme in den allermeisten Fällen einige Zeit nach dem Absetzen wieder von alleine weg gehen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Sonntag, 24.09.17, 0:53

padma hat geschrieben:hallo Hotti, :)

bleib jetzt erstmal bei den 10 mg bis es dir wieder besser geht. Du hast den Kampf nicht verloren, sondern eine vernünftige Entscheidung getroffen, wie du am besten von dem "Stoff" weg kommst.

Das genaue Ausschleichen muss man dann Schritt für Schritt überlegen. Bei einer längeren Einnahme empfehlen wir ja Reduktionen alle 4 - 6 Wochen, ich hoffe, dass es bei dir schneller möglich sein wird.

Die fehlende Erektion wird eine NW sein. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du es beim Urologen abklären lassen.
Bei Antidepressiva (und vermutlich auch bei NL) ist es so, dass diese Probleme in den allermeisten Fällen einige Zeit nach dem Absetzen wieder von alleine weg gehen.

liebe Grüsse,
padma
Kann es zu einer dauerhaften Erektionsstörung/Impotenz kommen? Wäre in meinem Alter ja nichts tolles. Urologen in der Umgebung haben erst wieder im Dezember Termine. Denn diese NWs habe ich seit der zweiten Einnahmewoche.

Ich werde morgen früh mal schauen, ob es besser ist, da es da die letzten Tage morgens schlimm war.

Wie sieht denn ein "schnelleres mögliches Absetzen" aus? Ich nehme die ja jetzt 1 1/2 Monate, weiß nicht ob das jetzt als längere Einnahme zählt, will ja davon schnell wegkommen. z.B 2 Wochen jetzt 10mg, dann 2 Wochen 5mg, dann 0mg oder sind auch zu große schnelle Schritte? Oder muss ich etwa wieder die Dosis erhöhen,wenn Körper sich an 10mg gewöhnt?
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Sonntag, 24.09.17, 9:48

Bitte um Antworten :( Kaum bis keine Besserung. Nur gegen Abend/Nacht ist es besser.
Kann nicht ausschlafen,werde sofort wach, intensive Träume und wenn ich morgens aufwache, habe ich depressive Stimmung, könnte heulen und Kloß im Hals, und könnte im Bett liegen bleiben. Weiterhin dieses Hunger aber kein Appetit Gefühl, nehme immer mehr Gewicht ab(schon 3-4kg). Weiterhin natürlich keine Nachterektionen etc. Habe auch das Gefühl das ich vergesslicher werde, zB mit Dingen vor 1-2 Wochen..

Bin ich jetzt schon im Sumpf drin? Reichen 10mg meinem Körper nicht mehr(hatte ja die letzten Wochen 20mg genommen jeden Abend)? Als Nebenwirkung steht ja als erstes "Depression"auf dem Zettel..

Nehme aus Verzweiflung schon Baldrian und Johanniskraut.
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Jamie » Sonntag, 24.09.17, 11:25

Hallo hotti, :)

lass bitte sofort das Johanniskraut (JK) weg, wenn möglich.
Wie lange nimmst du es schon? Wenn du es länger als ein paar Tage / Wochen nimmst, muss es ausgeschlichen werden. Dann bitte nicht einfach weg lassen.
Es ist ähnlich potent wie SSRI-Antidepressiva und kann richtig reinhauen.
Wie hoch ist deine JK-Dosis aktuell?
Baldrian ist kein Problem.

Zum Pipamperon. 2 Tage sind zu wenig, um einen Effekt zu beurteilen.
Du musst bitte geduldiger sein, du bist zu ungeduldig.
Es kann eine gewisse Zeit dauern, bis eine Wiedereinnahme greift. Und es kann auch sein, dass die Dosis aktuell auch noch nicht passt, aber jetzt warte erst mal ein paar Tage, ehe du es erhöhst; erhöhen kann man immer noch, zu jedem beliebigen Zeitpunkt!

Du schilderst nach wie vor typische Absetzsymptome; gib der Wiedereinnahme mal eine Chance.
Lenke dich moderat ab und fixiere dich nicht auf deine Symptome; aber sorge weiterhin für genug freizeit und Ruhe / Relaxen.

Ich schicke dir ein Kraftpäckchen :group:
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Sonntag, 24.09.17, 11:57

Och nö, habe ich noch einen Fehler gemacht..
Ich nehme Johanniskraut schon einige Wochen oder Monate, dachte schadet ja nicht,da davor Alkohol und nach Entzug eben Neuroleptika ja nicht einen gerade immer euphorischer bzw glücklicher macht..
Habs heute morgen noch genommen.. ich nahm täglich 3x300mg, also 900mg, an manchen Tagen auch nichts, da ich es nicht so eng gesehen habe bei pflanzlichen Tabletten.
Hab es auch damals genommen, weil ich bei der Alkoholphase nicht immer so happy war.. wusste nicht,dass man so etwas auch ausschleichen muss.
Wie schleiche ich das jetzt auch aus? Das sind ja feste/harte runde Tabletten,die man nicht teilen oder zerbrechen kann :? Ich mach ja nur falsche Entscheidungen.

Bzgl Pipamperon, also soll ich erstmal bei 10mg bleiben?
Ich werde morgen nochmal zur Suchtklinik gehen und darauf drängen,dass man mir genau erklärt, wie ich das nun absetze und gleichzeitig gucken ob ich irgendwo einen Termin bei einem Psychotherapeuten(keine Pillen) bekomme.
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 24.09.17, 12:19

Hallo Hotti,
hotti hat geschrieben:Och nö, habe ich noch einen Fehler gemacht..
Da brauchst du dir keine Vorwürfe machen, kaum jemand weiß, dass Johanniskraut auch Probleme machen kann.
Da es ähnlich wirkt wie SSRI, hat es leider auch ein ähnliches Abhängigkeitspotenzial und kann beim Absetzen ähnliche Probleme machen.
Da du es erst seit ein paar Wochen und mich regelmäßig genommen hast, würde ich vorerst versuchen eine der drei Tabletten wegzulassen und erstmal zu schauen, wie es dir damit geht.
Das Pipamperon würde ich auf jeden Fall erstmal so lassen.

LG Ute
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Sonntag, 24.09.17, 12:32

Danke!
Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht mehr genau, ich dachte immer Johanniskraut kann ja nicht schaden, daher kann es sein,dass es auch schon ein paar Monate sind. Ich habe halt nicht so drauf geachtet, da ich es eben für ungefährlich hielt.
Wenn ich jetzt also eine Tablette weglasse, wären es 600mg, eine anderes Ausschleichen ist mit den Tabletten aber auch nicht möglich.

Also der Schritt von 5 Tage Klinik 40mg,dann 7 Wochen 20mg Pipamperon, dann 5 Tage kalter Entzug 0mg, und jetzt 10mg ist in Ordnung? Wie lange soll ich beobachten ob die Dosis zu niedrig ist oder nicht?
Kann denn hier jemand für meine Situation eine Empfehlung aussprechen? Also wie lange ich jetzt z.B die Dosis nehmen soll, wann ich senken soll.

Ich konnte ja heute schon etwas mehr essen, fühle mich aber sehr müde, schlapp, die Gefühlslage ist weiterhin schlecht, fühle mich wie in einem tiefen Loch (es ist wie das mal kurz Licht in das Loch kommt, aber dann wieder Wolken kommen - normal gesagt - mal geht es mir paar Minuten positiver, dann wieder negativ, wie ein Hin und Her)
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Jofab » Sonntag, 24.09.17, 13:48

Lieber hotti,
auch von mir ein Willkommen !
Ich kann dich so gut verstehen ! Bin quasi in der gleichen Situation, wenngleich ich auch gerade Fluoxetin wiedereindosiere.
Aber die Absetzerscheinungen sind die gleichen : aufwachen in Panik, Herzrasen, weil morgens vemehrt Cortisol ausgeschüttet wird
( wenn du es verträgst, könntest du ein morgens ein bischen Schokolade, Kekse versuchen - Insulin ist der Gegenspieler zum Cortisol ).
Dazu dieses absolut aussichtslose Gefühl, dass es jemals besser wird ! Aber alle hier im Meeting versichern mir, dass es besser wird !!! <3
Abgenommen habe ich auch kräftig. Bis nachmittags habe ich gar keinen Appetit, ich müsste mich zwingen.
Ich hol mir auch im Forum Rat bzgl. der Dosis. Soll erstmal 4 Wochen bei 0,8 mg bleiben. Es bleibt ein Ausprobieren und da es bei dir erst 6 Tage auf 0 sind, könnte es mit 10 mg klappen. Es muss ja erstmal wieder greifen und ein paar Wochen kann es dauern,
bis du das berteilen kannst.
Was mir am allerschwersten fällt, ist Geduld zu haben. Nur einen Tag nach dem anderen - nur für heute.
Wenn es tröstet, sitze in dem gleichen Loch und fühle mich nur depressiv und entsetzt. Kann es immer noch nicht fassen, wie ich da reingeraten konnte. :frust: Im Moment halte ich nur aus.
Melde dich, wenn du einfach ab :censored: willst - vielleicht können wir uns gegenseitig etwas unterstützen, da die Moderatoren
fast rund um die Uhr damit beschäftigt sind fachliche Unterstützung zu geben bei den vielen Neuanmeldungen.
Vorerst einen einigermassen erträglichen Sonntag - wünsche dir, dass es gegen Abend etwas besser wird.
Liebe Grüsse Ilse :group:
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Sonntag, 24.09.17, 14:18

Danke für die Antwort!
Genauso ist es bei mir auch, die Geduld ist auch ein weiterer Aspekt. Ich hoffe halt eben nicht,dass es ein paar Wochen dauert, sondern am besten die nächsten Tage mit 10mg wieder greift und besser wird und ich dann schleichend absetzen kann.
Im Nachhinein bin ich natürlich entsetzt wie man mir sowas ohne "AD-Vorgeschichten" verschreiben konnte, so fühlte ich mich noch nie. Dazu noch die depressiven Nebenwirkungen und sowas wie keine Erektion, hatte ich alles vorher nicht, daher ist es schwer damit umzugehen.
Zumal ich jetzt noch erfahren habe, dass ja die lange Johanniskraut Einnahme auch sofort zu mindern ist, ich also jetzt 2x Medikamente quasi auf der körperlichen Feinwaage dosieren muss.

Ich werde heute Abend wieder 10mg nehmen und morgen nochmal zur Suchtklinik gehen und etwas klarer werden.

.. Und irgendwie damit leben oder sich einreden, dass man gravierende Fehlentscheidungen gemacht hat(ich hätte ja auch damals in der Suchtklinik Nein zu Pipamperon sagen können), und diese jetzt irgendwie akzeptieren und ausmisten muss.

Vielen Dank für deine Rückmeldung, gerne können wir Tipps etc austauschen, nur leider habe ich momentan selber nicht wirklich welche.
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 24.09.17, 16:14

Lieber Hotti,
hotti hat geschrieben:Und irgendwie damit leben oder sich einreden, dass man gravierende Fehlentscheidungen gemacht hat(ich hätte ja auch damals in der Suchtklinik Nein zu Pipamperon sagen können), und diese jetzt irgendwie akzeptieren und ausmisten muss.
Jetzt mal ehrlich, du warst im Alkoholentzug und man hat dir ein Medikament angeboten, von dem man sagte, dass es dir helfen würde, warum hättest du Nein sagen sollen ?
Es waren schließlich Suchtärzte, wenn, dann haben sie den Fehler gemacht.

Sieh es mal positiver, du hast den Alkohol geschafft. :party2:
Den Rest schaffst du jetzt auch, mit Zeit und Geduld wirst du auch die Medikamente los werden


LG Ute
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Sonntag, 24.09.17, 16:36

Ululu 69 hat geschrieben:Lieber Hotti,
hotti hat geschrieben:Und irgendwie damit leben oder sich einreden, dass man gravierende Fehlentscheidungen gemacht hat(ich hätte ja auch damals in der Suchtklinik Nein zu Pipamperon sagen können), und diese jetzt irgendwie akzeptieren und ausmisten muss.
Jetzt mal ehrlich, du warst im Alkoholentzug und man hat dir ein Medikament angeboten, von dem man sagte, dass es dir helfen würde, warum hättest du Nein sagen sollen ?
Es waren schließlich Suchtärzte, wenn, dann haben sie den Fehler gemacht.

Sieh es mal positiver, du hast den Alkohol geschafft. :party2:
Den Rest schaffst du jetzt auch, mit Zeit und Geduld wirst du auch die Medikamente los werden


LG Ute
Ja, ich muss das Positive irgendwie raussehen, z.B das ich in den letzten 6-7 Tagen 3-4kg meiner Plauze verloren habe, ob das jetzt gesund ist oder nicht,weiß ich nicht :D
Ich versuche mich mit Joggen abzulenken, da hab ich zwar auch noch Grübel-Gedanken, aber nicht so viele. Sobald ich dann zuhause oder in der Ruhephase wieder bin, gehts aber wieder los.
Werde gegen 18/19 Uhr die nächste 10mg Pipamperon nehmen und ab morgen nur noch 2x 300mg Johanniskraut, so wie ich das verstanden habe.

Kann mir denn jemand die Sorgen etwas nehmen, dass ich nicht permanente/chronische Symptome wie Depression,Stimmungstief, Erektionsstörung etc haben werde?
Scheinbar waren ja schon 6 Wochen eines vermeintlich schwachen NL Pipamperon eine volle Wucht für das Nervensystem.

Und ich weiß ich bin ein ungeduldiger Mensch, aber wie lange soll ich jetzt 10mg "ausprobieren"? Ich will wirklich nur im äußersten Falle wieder auf
20mg hin, denn dann fang ich ja wieder bei "0" an und kanns Neujahr noch nehmen.

Oder hat mein kalter Entzug jetzt eher alles durcheinander gemacht,dass ich wahrscheinlich wieder von vorn bei 20 oder gar 40mg anfangen kann??

Hat hier jemand Erfahrung, vielleicht auch gerade mit Pipamperon? Muss ich bei 6-7 Wochen Einnahme wirklich das hier empfohlene alle 4-6 Wochen Reduzieren machen? Also zB jetzt 4 Wochen 10mg, in 4 Wochen nur noch 5mg, dann 4 Wochen später 0? Ich weiß nicht wie ich mit den Tabletten 7,5 oder solche Zahlen dosieren soll, selbst mit der Wassermethode schwer.

Ich werde morgen hier auch mal berichten, wenn ich wieder bei der Suchtklinik war, wahrscheinlich wird man mich eh wieder mit einem Termin abwimmeln, da der Arzt nicht da ist oder keine Zeit hat, aber naja..
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 24.09.17, 16:56

Hallo Hotti, :)

Du darfst bei all dem auch nicht vergessen, dass dein zentrales Nervensystem auch einen Alkoholentzug zu verkraften hatte.
Jeder Entzug macht den darauf folgenden schwerer.
:x
hotti hat geschrieben:Werde gegen 18/19 Uhr die nächste 10mg Pipamperon nehmen und ab morgen nur noch 2x 300mg Johanniskraut, so wie ich das verstanden habe.
Ja, so würde ich vorgehen. Wie die weiteren Schritte aussehen werden, kannst du dann entscheiden, wenn du dich stabilisiert hast.
Die Entscheidung liegt aber natürlich sowieso immer bei dir. Du kannst aber gerne hier fragen. :)

Ich glaube übrigens nicht, dass du bleibende Schäden davontragen wirst, es braucht halt ein bisschen Zeit, bis sich alles wieder eingespielt hat.

Ich möchte dich auch nochmal vorwarnen, weil du morgen in die Klinik gehst.
Die meisten Ärzte verstehen nichts von Absetzerscheinungen und raten zu einem zu schnellen Absetzen, wenn das dann schied geht, raten sie dazu das Medikament wieder einzunehmen, Wei man "es eben braucht". :frust:

Ich wünsche dir ganz Biel Geduld. Ich würde dir gerne welche schicken, habe aber selbst keine. :D


LG Ute

PS Hast du schon gewählt ? Wenn nicht, dann aber schnell. :D
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Sonntag, 24.09.17, 17:05

ok vielen Dank. Natürlich, mit Wählen habe ich mich ja auch abgelenkt :)
Ja genau deswegen würde ich ja hier gerne zwei Meinungen vergleichen,dann kann man hier eine kleine Diskussion sehen.
Dann schreibe ich morgen "die von der Suchtklinik sagten - ich solle das so und so und so lang machen" und dann im Vergleich was mir hier im Forum geraten wird.

Aber sollen wir festhalten, dass ich jetzt erstmal bei den 10mg bleibe und nicht auf 20 wieder hochgehe?
Ich selber kann das ganz schlecht einschätzen, ich will ja raus aus dem Dilemma, und ich denke halt so,dass wenn ich wieder hochgehe, stellt der Körper sich wieder auf mehr ein und will mehr. Ich bin ja quasi von 40 auf 20 auf 0 für einige Tage, jetzt wieder 10, und dann wieder 20(?), das wäre ja quasi spiegelverkehrt.
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 24.09.17, 17:14

Hallo Hotti,

wir haben hier die Erfahrung gemacht, das Psychopharmaka auch in geringen Dosierungen sehr potent sind und dass man sich beim Eindosieren auf einer deutlich geringeren Dosis als man vorher hatte wieder stabilisiert.
Ich würde den 10 mg deshalb mindestens zwei Wochen Zeit geben aber, wie gesagt, das richtet sich auch nach deinem Befinden.

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