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Pipamperon Entzug

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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Montag, 30.10.17, 18:38

hallo Hotti, :)

diese Träume sind sicher sehr belastend.
Ich weiß das hört man hier nicht gern, aber irgendwie muss ich auch über solche Wege nachdenken.
Das ist alleine deine Entscheidung.

Ich bezweifle allerdings, dass das zielführend wäre.
Daher überlege ich wieder zur Klinik zu gehen, einen kalten Entzug zu planen und für die zeit eventuell ein Benzodiazepin zu bekommen damit die Entzug Symptome nicht so stark sind( nicht für Wochen oder Monate) sondern für maximal 2 Wochen (bzgl Abhängigkeit). Denn die 4 Tage mit Benzodiazepin während des entzuges war ich komplett symptomfrei, egal ob Schwindel, Übelkeit etc
Ja, sie haben die Symptome gedeckelt. Allerdings ist ein kalter Entzug bei einem bereits gereizten ZNS nach 2 Wochen i.d.R. nicht vorbei und was dann?

Dass das so nicht wirklich funktioniert, hast du doch bereits bei deinem Alkoholentzug gesehen. Du hast als "Ersatz" Pipamperon bekommen, und jetzt hast du damit das Problem.

Deutlich sinnvoller fände ich Pipamperon langsam auszuschleichen.

liebe Grüsse,
padma
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 30.10.17, 19:37

Hallo hotti,

als trockener Alkoholiker wäre ich mir der Einnahme von Benzos extrem vorsichtig.
Das kann übel schnell in einer Benzoabhängigkeit enden.

Du kannst gerne mal hier in unserem Benzobereich reinlesen, was dich dann erwartet.

Aber entscheiden musst du natürlich selbst.
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute.

LG Ute
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Dienstag, 31.10.17, 10:54

Hallo, danke für die Antworten.
Ja es ist nur die Verzweiflung, dass ich auch diese Option miteinbeziehe.
Habe jetzt ein neues Symptom entdeckt, und zwar mehrfaches erhöhtes nächtliches Wasserlassen. Bei den NWs steht Harnverhalt, was ja eher das Gegenteil ist, und Wassereinlagerungen.
Und durch diese Problematik verstärken sich ja Müdigkeit, Schwindel etc, sodass ich glaub ich irgendwann umkippe - vor Müdigkeit und Dehydrierung.

Und ich habe ja eigentlich eher Durst ubd müsste mehr trinken, und was ich da nachts entleere, ist eine ganze Menge(3-4x).

Fördert ein NL jetzt auch noch Diabetes?? Oder hat das alles mit dem Blutzucker/Cortisol zu tun?
Denn tagsüber geht es mir momentan ganz entsprechend gut, gegen Abend gibt es die ersten Durchhänger, nachts dann eben Schlafprobleme, Harndrang, Träume etc, morgens alles schei*e, Hungergefühl, Angst, auch erhöhte Angst vor den NWs, Müdigkeit.

Gruß
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Dienstag, 31.10.17, 11:44

hallo Hotti, :)

Harndrang, gehäuftes Wasserlassen gehört mit zu den Absetzsymptomen. Wieviel trinkst du denn? Deswegen weniger zu trinken als du benötigst ist keine gute Idee. Das was du ausscheidest, muss ja wieder nachgefüllt werden.

Zu Blutzuckerschwankungen kann es im Entzug auch kommen.
Vor Diabetes brauchst du bei deiner niedrigen Dosis und kurzen Einnahmezeit m.E.n. keine Angst zu haben.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Dienstag, 31.10.17, 13:25

Hallo.
Ist es denn normal,dass die Symptome wechseln? Mal ist es Schwindel mit Übelkeit, dann Schwindel mit Wasserlassen, dann alles zusammen,dann dies dann das?
Ich empfinde auch eine gewisse Schmerzempfindlichkeit, in den letzten Tagen zB beim Zähneputzen, war extra beim Zahnarzt, hat nichts feststellen können.
Es ist eben verdammt schwierig sagen zu können, ob das jetzt von den NL kommt oder nicht, man kann ja jetzt auch nicht alles auf die leichte Schulter nehmen quasi und sagen "ach jaja das ist das NL".
Hab auch immer ab und zu mal Schmerzen über dem rechten Becken, Hausarzt hat abgeklopft, kleines Blutbild auch nichts auffälliges (bezüglich eventuell Nierenproblemen).
Also scheinbar kann ein NL auch generell die Schmerzempfindlichkeit erhöhen? Was kann ein NL eigentlich nicht? :D

Bzgl Diabetes weiß ich es nicht, ich habe einerseits hohes Wasserlassen, andererseits Durst, trockenen Mund, das liest man ja oft als erstes bei Diabetes Typ 1 Symptomen, woher kommt das denn,wenn ich nicht genug trinke? Aber dann müsste doch eigentlich spätestens beim Blutabnehmen in der Suchtklinik und der Übermittlung an meinen Hausarzt einer der beiden Seiten mir was gesagt haben oder?

Man liest auch was im Zusammenhang mit Schlafapnoe, da ich ab und zu schnarche, hatte ich vom Allergologen für eine Nacht so ein Schlafmessgerät bekommen (zum umschnallen und Schläuche in die Nase), er sagte vorher "wenn was Auffälliges ist, melde ich mich, wenn nicht,dann wird da nichts sein", ja da kam nie ein Rückruf, daher gehe ich mal davon aus,dass da auch nichts ist..

Bzgl Trinken, also Wasser eher wenig, dann kommen aber noch Schorlen/Säfte oder mal ein Alkoholfreies hinzu, da sind wir dann bei ~2 Liter vielleicht? Natürlich muss man auch noch das 2x Joggen die Woche mitrechnen.

Heute ist ja Feiertag und nach den 4x Nachts, war ich allein jetzt schon 2-3x heute um 9,11 und vor einer halben Stunde, getrunken habe ich vielleicht 0,5l Wasser und ein Glas Vitaminsaft, das kann doch nicht daher kommen..

Würde vielleicht einfach mal ein großes Blutbild machen lassen, geht sowas nur beim Hausarzt? Der ist momentan im Urlaub, und ich war schon recht oft da bzgl Schwindel,Alkohol etc, ist mir langsam unangenehm. (allerdings wurden bei mir schon Dinge wie SD, B12, Vitamin D bzgl Schwindel negativ getestet, das einzig zufällig positive war eine leichte Laktoseintoleranz).

gruß
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 31.10.17, 18:46

Hallo hotti,

Es ist sogar sehr typisch, dass Absetzsymptome ständig wechseln.
Das ist sogar eine Möglichkeit, sie von anderen Erkrankungen abzugrenzen.
Du hast ja dein Neuroleptikum etwas herabgesetzt.
Vielleicht scheidet dein Körper gerade Wasser aus, dass vorher in deinem Körper eingelagert war.
Im Zweifel kann dein Arzt ja mal deinen Urin checken, ob vielleicht ein Infekt vorliegt.

LG Ute
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Dienstag, 31.10.17, 22:54

Hallo,

was meinst du mit Infekt, Erkältung?

Habe mir vor paar Monaten mal aus Jux so einen Urinteststreifen aus dem Einzelhandel geholt, da waren zumindest keine Auffälligkeiten.
Aber auch heute am Tage hatte ich - im Vergleich zu früher - einen wirklich erhöhten Harndrang und musste viel öfter auf Toilette.

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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 01.11.17, 8:26

Hallo, :)

nein Ute meinte mit Infekt --> Harnwegsinfekt, nicht Erkältung.
Aber wenn die Teststreifen negativ sind, ist das sehr unwahrscheinlich.

Dass die Symptome ständig wechseln, das ist typisch für Psychopahrmaka-Absetzerscheinungen.

Aktuell weiß ich auch nicht genau, woher das häufige Wasserlassen kommt. Wenn der Arzt Harnwegserkrankungen ausschließt und auch kein Diabetes vorliegt, dann sind das vielleicht deine individuellen Symptome beim Absetzen und du kannst beobachtend abwarten.

Ich finde aber, dass irgendwann noch mal ein großes Blutbild gemacht werden sollte, samt Natriumwert, Nierenwerte und Leberwerte sowie Glucose und Schilddrüse. Sicher ist sicher.

Viele Apotheken bieten kostenlose Blutzuckergeräte zur Probe an als Starterset (meist mit 10 Teststreifen).
Vielleicht kannst du dir eins zulegen und stichprobenartig morgens nüchtern selber deinen Blutzuckerwert eruieren? Wenn der OK ist (muss nüchtern immer unter 100 liegen), kannst du sozusagen deinen "Diabetes" selbst ausschließen und bist nicht auf eine einmalige Blutentnahme angewiesen beim Arzt.
Ansonsten bieten zB Drogerien wie dm, Rossmann auch zTl. günstige Startersets an.

MfG
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Mittwoch, 01.11.17, 10:58

Hallo,danke für die Antwort.
Bei dm habe ich halt mal diese Urin Teststreifen benutzt. Die heißen SOS Urinteststreifen und die tunkst du kurz rein und vergleichst dann, der misst dann Eiweiß (angeblich bzgl Harnweginfekt) und Blutzucker im Urin. Weiß allerdings nicht ob das für 3€ so vertrauenswürdig ist.
Diese richtigen Geräte in der Drogerie kosten teilweise nur 9 Euro aber dafür ohne Teststreifen, die widerum extra dann nochmals 20 kosten, finde ich etwas happig.

Ich weiß, dass ist hier ungern gesehen, aber ich habe jetzt mal die Dosis gestern minimal erhöht, vielleicht ~0,3-5mg per Wassermethode, und prompt hatte ich heute Nacht nur einmal Harndrang und habe eine Stunde länger geschlafen, das ist echt ein Teufelszeug..
Denn am Wochenende steht was an, was ich wirklich nicht absagen kann und auch nicht will, kann ich jetzt einmal bis Freitag bei der kurzzeitig erhöhten Dosis bleiben und dann wieder mich runterdosieren, ohne das das ZNS komplett durchdreht?
Denn mit der minimal erhöhten Dosis fühle ich mich irgendwie etwas stabiler, habe nicht soo starke Probleme mit sozialen Treffen und der Psyche, Schwindel etc und würde das gern ausnahmsweise einmal machen. Danach kann ich wieder leiden :zombie:

Nochmal aber bzgl Schmerzempfinden, kann dies ein NL auch erhöhen? Der Zahnarzt hatte nämlich doch kurz eine Betäubung gemacht da eine alte Füllung etwas instabil war( Putzen und heiss kalt tut aber immernoch weh, war wohl nicht der Grund), und jetzt 2 Tage später kribbelt es immernoch etwas, wo die Betäubung war? Kann das ZNS überall im Körper Durcheinander sein?
Und können schmerzempfindliche Zähne generell auch vom NL kommen, oder ist vielleicht die Wasserlösemethode nicht so gut für die?
Dachte nämlich immer NLs würden Schmerzen eher dämpfen.

Grüße
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 01.11.17, 17:32

Hallo hotti,

Ich glaube nicht, dass das NL deine Schmerzempfindlichkeit generell erhöht, deine Dosissprünge hingegen schon, die reizen dein ZNS ungemein und dann kannst du auch viel sensibler auf Schmerzen reagieren und übrigens auch auf die Betäubung, was du ja auch selbst schon registriert hast.

Die Wasserlösmethode hat in meinen Augen keine negative Auswirkung. Du machst das ja noch nicht lange und spülst ja auch nicht deinen Mund damit.
Wenn du dir deswegen Sorgen machst, kannst du dein Medikament ja auch direkt vorm Zähne putzen nehmen.

Dieses kurzfristige Erhöhen des NL vor bestimmten Ereignissen, also quasi bei Bedarf,halte ich übrigens für sehr gefährlich. Du riskierst, dass dein Körper bei diesem hin und her nicht so reagiert, wie du das planst, also mit Beruhigung und Entspannung, sondern ganz im Gegenteil, mit vermehrten Symptomen.
Aber das musst du natürlich selbst entscheiden.

LG Ute
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Donnerstag, 02.11.17, 22:35

Hallo,

ja ich weiß dass dieses Hin und Her nicht gut ist :(
Und du hast wohl recht, heute ist es wieder schlimmer, am Tage bei Beschäftigung ging es, ab Frühabend bin ich wieder neben mir, kann mich schlecht konzentrieren und zuhören und habe Schwindel/Benommenheit.

Die Psychotherapeutin heute (spezialisiert auf Tiefenpsychologie) hat mich auch auf eine Langzeittherapie verwiesen, da der Alkoholentzug zu zeitig her ist. Ich habe zwar gesagt, dass ich Symptome wie Schwindel,Unruhe etc schon vorher hatte und das doch gar nicht mit dem Alkoholentzug zu tun haben muss, aber naja. Manchmal will ich das einfach verschweigen, aber andererseits finde ich, sollte man einem Psychotherapeuten sowas ja schon sagen, aber meist gibts dann Absagen :D
Eine Langzeittherapie ist aber nicht ohne, die geht ~ 10 Wochen, muss erstmal genehmigt werden, plus ich hab ja einen Job etc, und die Sorge, dass ich da auch irgendwelche Medikamente kriege. Auch eine Tagesklinik geht nicht einfach so mit Job.
Werde jetzt mal die Caritas oder Diakonie kontaktieren..

Bzgl Blutzucker, habe mir heute bei dm ein Gerät gekauft und es vor einer Stunde getestet, und meiner Meinung nach richtig benutzt (frische Lanzette, Teststreifen hat Bluttropfen direkt aufgesaugt), und dann hieß es 81mg/dl. Ich habe den Modus "General" ausgewählt, das heißt unter keiner Berücksichtigung von Nüchternheit etc, da ich vor 3 Stunden Abendessen gegessen habe.
Ist hier zwar kein Forum für Blutzucker etc, aber ist 81mg/dl nicht etwas wenig für paar Stündchen nach Abendessen und noch paar Getränken?
Kann ein NL auch da herumpfuschen?
Unterzuckerung kann natürlich auch Schwindel etc verstärken.

EDIT: Jetzt habe ich nochmal einen neuen Teststreifen genommen, jetzt heißt es plötzlich 112mg/dl. Ich glaube ich sollte dem Gerät nicht weiter Beachtung schenken oder mal komplett nüchtern testen.

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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 03.11.17, 12:16

Hallo hotti,

Neuroleptika greifen in den Stoffwechsel ein, das ist bekannt und steht auch in den Nebenwirkungen.
Deswegen nehmen ja auch fast alle NL Nutzer zu.

In wie weit das jetzt bei dir der Fall ist, kann ich natürlich nicht beantworten.
Ich weiß auch leider nicht, wie zuverlässig diese Blutzuckergeräte aus dem Drogeriemarkt sind aber zumindest deutet ja nichts auf einen erhöhten Blutzuckerwert hin, das ist doch schon mal sehr positiv.

LG Ute
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Samstag, 04.11.17, 11:08

Hallo,

Habe jetzt am Morgen nach 8 Stunden nüchtern blutzucker gemessen und raus kam 97mg/dl, das ist glaube ich nahe an der Verdachtsgrenze.

heute gehe ich weg, und wieder wie immer dann plötzlich alle Symptome, besonders schwindel und Benommenheit, sind verstärkt, also bei Nervosität, Aufregung oder eben Angst, dass ich würgen oder unter Leute umkippen könnte..
Kann ich dagegen irgendwas tun? Ich treffe mich mit Freunden, ist jetzt nicht so als würde ich heiraten oder so..

Ich nehme momentan - im niedrig dosierten NL Bereich - leider eher ab. Bin bei 5-6kg Verlust. Da ich nicht so viel essen kann, und durch die NL weniger Appetit habe und bei zu viel Essen starke Übelkeit bekomme. Plus natürlich sowas wie 2x Joggen die Woche.
Momentan leider eher wieder schlechtere Kurve und Mehr Symptome trotz Dosissteigerung.

Bzgl wenig ich essen, kann ich Traubenzucker nehmen? Ich denke einfach manchmal das ich mit NWs, Sport, Bewegung etc zu wenig esse.

Hat denn wer generelle geheime Tipps oder ideen gegen Schwindel, oder sowas wie Übelkeit, Schmerzempfinden?
Wäre vielleicht mal ganz hilfreich, da ich den Schwindel und ab und zu Übelkeit schon seit vielen Monaten habe und in anderen Foren nie eine Antwort kam (abgehakt sind Blutbild, 24/Belastung EKG, 24 Blutdruck, HNO Hausstauballergie, Augenarzt, Gastro. Magen/Darmspiegelung, Neurologie/MRT Bandscheibenvorfall Halswirbelsäule, Orthopädie und Osteopathie, sogar Thai Massage :o sagen beide ich habe viele Verspannungen, Heilpraktiker, Nuklearmedizin Schilddrüse, Allergologe Röntgen Nebenhöhlen plus Atemtest (bzgl Asthma etc).
Zahnarzt sagte keine Aufbiss/Knirschspuren zu sehen bzgl evtl. Kiefer Verkrampfung, habe allerdings noch alle Weisheitszähne drin.

Man könnte also sagen, ich bin einer der best untersuchsten U30er :D


Gruß
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 04.11.17, 15:00

Hallo hotti,

gegen Übelkeit hilft frischer Ingwer sehr gut.
Einfach eine dünne Scheibe abschneiden und langsam kauen.

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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Sonntag, 05.11.17, 2:34

Danke.
Hast du auch Tipps gegen Schwindel/Benommenheit?

Wenn diese bei anstehenden Dingen, sozialen Treffen etc verstärkt auftreten, heißr dies dann automatisch das es psychische Gründe hat? Kann man dagegen auch was machen?
Bevor der Schwindel und die Benommenheit Anfang 2017 anfing, war alles super, hatte nie Probleme damit. Und zu der Zeit ist auch nichts passiert, kein Unfall, Änderung, Trauma, psychisches, es war plötzlich da.
Daher fällt es mir auch momentan sehr schwer zu erkennen ob es der Schwindel von davor ist, es eine NWs ist oder das NL dieses verstärkt.

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Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 05.11.17, 11:12

Hallo hotti,

Schwindel war und ist ein großes Thema in meinem Leben.
Ich gehe heute davon aus, dass er mir, zumindest zeitweise, mein Leben lang erhalten bleibt.
Einen ultimativen Geheimtipp habe ich also nicht.

Ich habe aber gelernt, dass es schlimmer wird, je mehr Bedeutung ich ihm zukommen lasse.
Ich muss dazu sagen, dass bei mir geschätzte 1.000 Untersuchung gemacht wurden, um eine körperliche Ursache zu finden. Selbst ich bin inzwischen überzeugt, dass ich keine schlimme Krankheit habe.
Versoannung und Anspannung spielt bei mir eine sehr große Rolle. Das würde ja auch bei dir passen.
Mir hilft dann progressive Muskelentspannung und Übungen, die mir eine Qi Gong Lehrerin im Krankenhaus beigebracht hat und die mich quasi "erden".

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.
LG Ute
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Montag, 06.11.17, 17:18

Hallo,
danke für die Antwort.

Ja ein Psychotherapeut damals sagte beim "Erstgespräch" auch "wie wäre es denn wenn Sie es mal versuchen herumzudrehen und den Schwindel mit- und anzunehmen, und nicht ständig anzufechten".
Darauf war meine Antwort "Ich bin erst 26, ich will die nächsten Jahre nicht ständig einen Schwindel mitnehmen und in 10 Jahren immernoch der Begleiter sein" :D
Aber da ich auch schon zig Untersuchungen hatte, bleibt mir wohl nix.
Ich habe Ende November aber nochmal einen Termin bei einem anderen Orthopäden, denn ich vermute weiterhin den Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule. Man sagte mir zwar "nene, Schwindel nicht, da hätten Sie eher Schmerzen, Kribbeln und Lähmungen in Armen und Schultern", aber ich habe ja auch Schmerzen,wenn ich den Kopf weit nach links drehe(rechts nicht), und vielleicht drückt da was auch ab bzgl Schwindel.
Die einmaligen 6x 20min Krankengymnastik von der Krankenkasse helfen da natürlich nicht..

Gibt es eigentlich weitere quasi "natürliche Benzos" bzw Mittel, womit man einem NL Entzug etwas entgegen steuern kann?
Ich nehme momentan Omega3, Vitamin B, und zur Beruhigung/Schlafen Baldrian, versuche zu entspannen und minimum 2l zu trinken.

gruß
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 07.11.17, 11:49

Hallo Hotti!
(abgehakt sind Blutbild, 24/Belastung EKG, 24 Blutdruck, HNO Hausstauballergie, Augenarzt, Gastro. Magen/Darmspiegelung, Neurologie/MRT Bandscheibenvorfall Halswirbelsäule, Orthopädie und Osteopathie, sogar Thai Massage :o sagen beide ich habe viele Verspannungen, Heilpraktiker, Nuklearmedizin Schilddrüse, Allergologe Röntgen Nebenhöhlen plus Atemtest (bzgl Asthma etc).
Zahnarzt sagte keine Aufbiss/Knirschspuren zu sehen bzgl evtl. Kiefer Verkrampfung, habe allerdings noch alle Weisheitszähne drin.

Man könnte also sagen, ich bin einer der best untersuchsten U30er
:o Allerdings! :lol:
Ich nehme momentan Omega3, Vitamin B, und zur Beruhigung/Schlafen Baldrian, versuche zu entspannen und minimum 2l zu trinken.
Verträgst Du Vitamin B? Es wirkt aufs ZNS und zwar i. d. R. anregend und kann daher Entzugssymptome triggern bzw. verstärken.
Ja ein Psychotherapeut damals sagte beim "Erstgespräch" auch "wie wäre es denn wenn Sie es mal versuchen herumzudrehen und den Schwindel mit- und anzunehmen, und nicht ständig anzufechten". Darauf war meine Antwort "Ich bin erst 26, ich will die nächsten Jahre nicht ständig einen Schwindel mitnehmen und in 10 Jahren immernoch der Begleiter sein"
Vielleicht ist erst annehmen, dann aber daran arbeiten ihn gehen zu lassen der Weg? Wenn der Orthopäde nicht hilfreich ist, dann vielleicht nochmal zu einem Osteopathen?

Grüße, Murmeline
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Dienstag, 07.11.17, 18:40

Hallo,
danke für die Antwort.

Ich habe Ankermann Vitamin B12 vom Hausarzt bzgl Schwindel bekommen und der Suchtklinikarzt hat mir noch ein B-Komplex forte Präparat angeraten.
Wie sieht denn eine Anregung bzw eine Verschlechterung auf das ZNS aus? Habe - wenn ich ehrlich bin - noch nicht wirklich darauf geachtet, ob es sich durch Vitamin B verschlechtert. Momentan nehme ich jeden Morgen eine B12 - quasi als natürliches Koffein - und abends je 1x Magnesium, 2x Omega3 und 1x B-Komplex Tablette.

Ich war ja schon ~5x bei einem Osteopathen, sogar bei einem recht guten hier, leider ist das ja i.d.R (zumindest in meinem Falle) Selbstzahler und keine Kassenleistung, ich muss jedes Mal 80€ zahlen, was ich leider nicht immer kann bzw nicht möglich ist.
Die ersten 2 Male tats auch richtig weh im Bereich des oberen Rücken und Nacken (auch unten an der Hüfte, laut ihm leichter Schiefstand) und ich war wohl sehr verhärtet und verspannt, und es war auch kurzzeitig besser, die Termine danach war es aber nur noch wie eine Art Wellnessmassage und ich merkte kaum noch Unterschied - nach dem Motto da kann ich dann auch zur Thai Massage für 15€.

Habe neben Orthopäde und Zahnarzt (bzgl Kieferverspannungen und CMD) aber noch einen Termin bei einer Neurochirurgin, nicht das ich mich jetzt an der Halswirbelsäule operieren lassen werde in meinem Alter, aber vielleicht hat die ja noch Ideen bzgl des Bandscheibenvorfalles (habe neben dem Schwindel/Benommenheit ja auch "stichartige" Schmerzen im Nacken/HWS wenn ich den Kopf weiter nach links drehe, nach rechts geht ohne Probleme. Vielleicht wird da ein Nerv einer Seite gereizt/gedrückt, der andere nicht und so entsteht eine Schwindel-Disbalance, ich weiß es nicht.

gruß
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
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5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Jamie » Dienstag, 07.11.17, 20:50

Hallo hotti, :)

lasse doch bitte mal den B-Komplex abends weg.
Einfach weglassen und beobachten, ob sich was ändert.
Und dann lässt du bitte auch mal ein paar Tage den B-Komplex auch morgens weg, also kompletter Stopp der Einnahme.
Wenn sich nix verändert, dann bekommt dir der B-Komplex und du kannst ihn gerne wieder einnehmen, aber vielleicht verändert sich durch das Weglassen ja auch was bei dir und Symptome ändern sich oder werden weniger?
Es ist einfach nur ein Versuch. Und wer es nicht ausprobiert, kennt das Ergebnis nicht :) .

Grüße
Jamie
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