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Bella2: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

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Bella2
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Bella2: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Bella2 » Samstag, 21.10.17, 23:55

Hallo liebe Community,

Ich möchte hier kurz versuchen meine Problematik darzustellen.

Bin Anfang 30.

Es gibt zwar schon einige Threads hier über Seroquel, aber ich bin um ehrlich zu sein zu kaputt um diese alle zu lesen.

Ich nehme seit 5 Jahren 750mg Seroquel.

Angefangen hat alles, als Ende Frühjahr 2012 meine geliebte Katze elendig an Katzen- Aids verstarb.

Zudem kamen bis heute 9 Jahre täglicher Terror und provozieren durch meine Nachbarn dazu.

Ausziehen kann ich nicht. Da es hier keine freien Wohnungen (+mit Badewanne) gibt.
Ich bin Pflegestufe 2, da ich auch eine muskuläre-mitochondriale Erkrankung habe.

Ich nehme auch Tavor und seit August Diazepam gegen meine Reizverarbeitungsstörung.
(Wo auch noch bis heute nicht geklärt ist, was das ist- da es keine Vergleichsperson gibt.)

Ich kann keine Geräusche und Licht etc. verarbeiten. Nur mit Tavor. Das nehme ich schon 10 Jahre.
TV geht gerade gar nicht. Einfach alles zu viel. Obwohl die GABA-Rezeptoren beim Seroquel ja nicht betroffen sind.

Meine Vergangenheit, beinhaltet so viele Themen, dass ich Erlebnisse erzählen könnte, die mir keiner glauben würde

oder gar verstehen würde, dass ich das alles in einem Leben durch habe. (Aber das habe ich überwunden)

Nun zu meinem Problem:

Mir wurde das Seroquel damals regelrecht in der Psychiatrie reingezwängt. Irgendwann war ich rasch bei 750mg.

Nun, nach über 5 Jahren wollte ich es endlich absetzen, weil ich dachte das mit den Nachbarn hätte sich geklärt.
Hat es aber nicht. Genau im Entzug traf ich den Haupttyrann im Treppenhaus, von dem ich dachte das er endlich
ausgezogen wäre.

Ich hatte vor einem Jahr meine Klingel abstellen lassen. Nach 8 Jahren täglichen Klingeln um jede Uhrzeit.-
rein um mir das Leben zur Hölle zu machen und meine Angst zu schüren.

Nun habe ich vor genau 1 Monat am 21.09.2017 mein Seroquel von 750 mg für 14 Tage auf 550mg reduziert.

Meine ambulante Psychiaterin wollte gleich auf 450mg für 5 Tage und das Ganze in 20 Tagen durchziehen.

Nach 14 Tagen ging ich für 5 Tage auf 500mg, dann nach 5 Tagen auf 450mg und dann nach 5 Tagen auf 400mg.

Und seitdem geht es mir richtig mieß. Ich bin nun wieder bei 450mg.

Meine Frage, sind das Entzugserscheinungen oder mein kaputtes Hirn / + die Psyche die da wieder durchkommt??

Habe wieder so Ängste, muss nur an die Nachbarn denken, bin depressiv, habe keine sozialen Hemmungen mehr, bin wieder so überreizt etc.

Das schlimmste ist, mein Biorythmus hat sich komplett in die Nacht verschoben. Gehe früh ins Bett wenn es noch dunkel ist.

Ist das normal? Ich kann daran selbst nichts ändern. Hatte das früher auch schon, aber da konnte ich wenigstens früh

noch meine Termine wahrnehmen.

Wie lange dauern die Entzugserscheinungen??


LG Bella2
Zuletzt geändert von Gwen am Sonntag, 01.07.18, 21:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Mitte 2012 in der Psychiatrie bis auf 750mg Seroquel eingestellt. Durch Seroquel 45kg zugenommen.-> im Laufe der Jahre immer mehr.

(Körp. Krankheiten: Mitochondriale Myopathie, CFS, ADH Mangel, seit Sept 2017 festgestellter Diabetes Typ 2, hochsensibel, Bluthochdruck)

Habe auch eine ungeklärte organische Hirnsymptomatik+hormonelle Störungen seit Pubertät)

Irgenwannn Umstellung von Seroquel Prolong auf Quetiapin Redard.
(Umstellung gemerkt-mir ging es schlechter)

Nach 5 Jahren:

Am 21.Sept. 2017 erster Versuch es zu reduzieren.

Nach 1 Monat- 21.OKt. 2017 bei 450 mg. (vorher 750mg tägl.)

Zustand: Wieder Ängste, alle Reize zu viel- werde erstmal bei 450 mg bleiben.

Zu hause reduziert.

Biorythmus seit Reduktion nur noch nachts wach.

Seit Mitte Nov. 2017. Mir geht es wieder besser. Entzug der Reduktion ist durch. Rythmus auch endlich wieder normal.

AKTUELL: Mitte März bis Mitte April 2018 auf 300mg Quetiapin reduziert. ->

EXTREME ÄNGSTE

Versuch von Citalopram und Milanneurax, aber vertrage keinerlei AD wegen Schmerzmedi-Wechselwirkung.


Weitere Medis:

Melperon= derzeit 150mg gegen Angst. tägl.

Seit 11 Jahren Tavor tägl., war schon bei 13,5mg... nun seit August auf 3mg täglich+ 17.5mg Diazepam tägl.damit es wieder hilft. Habe eine hirnorganische schlimme Reizverarbeitungsstörung. Deswegen die Benzo's.
Das ist ein ganz schlimmes körperliches Gefühl im Kopf-diese Überreiztheit.

Arianrhod
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 22.10.17, 16:37

Hallo Bella2,
da hast du ja ein Paket zu tragen. Das mit deiner Katze tut mir leid, habe selbst meinen lieben Kater verloren; Haustiere sind Familienmitglieder.
ich frage mich, ob du dir bei dem Nachbarsterror keine Hilfe holen kannst? zum Beispiel deinen Vermieter?
Zum Entzug: VIEL zu schnell!!!! Kein Wunder drehst du am Rad! Gerade Quetiapinentzug macht Ängste, Depressionen, Überreizung und auch Hallus, wenn man zu schnell vorgeht.
Ich selbst habe 800mg Seroquel über 2 Jahre (!) abgesetzt, weil ich weiss, dass es dir zu viel wird mit dem Lesen, kopiere ich dir etwas von meinem Absetzthread hier herein:
ch suchte mir einen neuen Psychiater. Dieser war zwar gegen völliges Absetzen, aber er war pro Reduzieren. Er war sofort damit einverstanden, die 800 mg auf 400 mg zu reduzieren.

ich hatte es geschafft, in dem ich zu mehreren Ärzten bin ( Hausarzt, Neurologe, Psychiater), so ziemlich alle Tabletten da zu haben: 400er, 300er, 200er, (100er gibt es nicht bei Sero prolong) 50 er.

ich fing bei 800 mg an-. (
1 - 6 Woche 600 mg. ( ging gut)
6- 12 Woche 400 mg ( Hier wollte mein Psychiater eigentlich, dass ich aufhöre. Aber ich wollte nicht aufhören. Ich fing allmählich an, mich besser zu fühlen und nicht mehr 16 - 20 Stunden täglich zu schlafen. )


12 - 18 Woche 300 mg
18- 24. Woche 200 mg . ( dann bekam ich leichte Angstgefühle.)
ich wieder auf 250 mg hoch. Nochmals 6 Wochen gewartet, bis ich wieder okay war.)


30. - 36. Woche 200 mg
36. - 42. Woche 150 mg
42. - 48. Woche 100 mg (Es wird schwieriger je näher an der 0. Daher ließ ich mir jetzt noch mehr Zeit .)
48.- 52. Woche immer noch 100 mg

jetzt war ein Jahr rum und ich war immer noch am Ausschleichen! usw usw
mein thread viewtopic.php?t=10634

.nur als Beispiel, wie langsam ich vorgehen musste.

liebe Grüße Arian
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von micha68 » Sonntag, 22.10.17, 18:19

Hallo Bella2,

ein herzliches Willkommen! :pillowtalk:

Ich befürchte auch wie Arian, das du zu schnell reduziert hast und die Reduktionsschritte zu wenig gehalten hast und damit haben sich vllt die Absetzsymptome jetzt kumuliert... Dein Schritt hochzudosieren, war sicher schon mal eine gute Idee, um das Abzufangen. Hoffe das diese Dosis ausreicht, um Dich wieder zu stabilisieren. Wie lange Absetzsymtome anhalten können, kann Dir leider keiner im Voraus sagen.

Versuche den nächsten Absetzschritt erst, wenn Du wieder ganz stabil bist und das auch über einen längeren Zeitraum (3-4 Wochen stabil würde ich ansetzen, bevor ich den nächsten Schritt angehen würde.)

Wie nimmst du das Quetiapin? retardiert, unretardiert, alles auf einmal? Eigentlich sollte das Quetiapin Schlafanstossend wirken, mich schickt es abends immer noch (Dosis aktuell abends 25mg Quetiapin - komme von insgesamt 1000 Quetiapin) nach 2 Stunden nach der Einnahme ins Bett, weil ich echt nicht mehr kann... deshalb nehme ich es erst später, damit ich nicht schon um 20.00h schlafe. Kann Deine Verschiebung vom Biorhythmus mir leider auch nicht erklären- ausser du nimmst alles am morgen?

Die Reduktionsempfehlungen hier im Forum sind, 5-10% alle 4-6 Wochen, wenn man sich stabil fühlt.
Quetiapin unretardiert kann man gut in Wasser lösen und die sogenannte Wasserlösemethode anwenden. Erkläre ich Dir dann gerne, wenn es soweit ist...

Wichtig ist jetzt erstmal stabilisieren! und das kann durchaus heissen, dass Du noch etwas höher gehen müsstest- dazu wird Dir sicher noch jemand vom Team etwas schreiben- ganz so versiert bin ich dabei nicht.

Ich wünsche Dir, das es Dir ganz schnell besser geht! Fragen einfach stellen- so gut es geht, werde ich antworten :hug:
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 22.10.17, 19:55

Hallo Bella,

Ich vermute, Deine Reizverarbeitungsstörung und Dein verquere Biorhythmus sind dem Seroquel (plus den Benzos) geschuldet. Ich habe unter 100 bis 200 mg auch solche Erfahrungen gemacht.

Gut, daß Du von dem Zeug weg willst!

Ich vermute auch, Du benötigst das Tavor und das Diazpam, um die Nebenwirkungen des Seroquels im Zaum zu halten. Das ist schlimm. Zwei Benzos, die abhängig machen...

Bitte laß Dich nicht beirren und strebe ein Leben ohne Psychopharmake an! Sie lösen Probleme nicht, sondern decken sie höchstens zu, aber verändern die Persönlichkeit.

VG von sleepless.
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Bella2
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Bella2 » Montag, 23.10.17, 23:34

Danke für eurer Willkommen und eure Antworten.

Mir geht's immer schechter, aber ich will nicht wieder hochdosieren. Leg mich schon vor 7Uhr früh hin. Keine Ahnung wie das
weitergehen soll.

Wie komme ich aus dem verdrehten Biorythmus raus??

Meint ihr, es gibt auch Personen, die das Zeug brauchen??

Obwohl ich auch immer dagegen war. Nur ich bin so sensibel und denke z.B. immer daran, das meine Mutter irgendwann stirbt.
Schon seit über 12 Jahren. Wir sehen uns nicht, da ich woanders wohne und wir uns nicht besuchen kommen können... .

Wenn das mit meiner Katze schon so heftig war, was soll dann erst passieren?
Ich habe nur sie. Wäre damals um ein Haar vom 13ten Stock gesprungen. Gut, dass es bei mir keine Hochhäuser gibt.

Kann man nicht ungefähr sagen, wie lange die Entzugssymptome dauern?

Weche Rezeptoren können denn noch, außer den GABA-Rezeptoren, überreizen?

PS. Das Tavor nehme ich schon über 11 Jahre, da ich irgendwas organisches mit meinem Hirn habe und nichts verarbeiten kann.


LG Bella2
Mitte 2012 in der Psychiatrie bis auf 750mg Seroquel eingestellt. Durch Seroquel 45kg zugenommen.-> im Laufe der Jahre immer mehr.

(Körp. Krankheiten: Mitochondriale Myopathie, CFS, ADH Mangel, seit Sept 2017 festgestellter Diabetes Typ 2, hochsensibel, Bluthochdruck)

Habe auch eine ungeklärte organische Hirnsymptomatik+hormonelle Störungen seit Pubertät)

Irgenwannn Umstellung von Seroquel Prolong auf Quetiapin Redard.
(Umstellung gemerkt-mir ging es schlechter)

Nach 5 Jahren:

Am 21.Sept. 2017 erster Versuch es zu reduzieren.

Nach 1 Monat- 21.OKt. 2017 bei 450 mg. (vorher 750mg tägl.)

Zustand: Wieder Ängste, alle Reize zu viel- werde erstmal bei 450 mg bleiben.

Zu hause reduziert.

Biorythmus seit Reduktion nur noch nachts wach.

Seit Mitte Nov. 2017. Mir geht es wieder besser. Entzug der Reduktion ist durch. Rythmus auch endlich wieder normal.

AKTUELL: Mitte März bis Mitte April 2018 auf 300mg Quetiapin reduziert. ->

EXTREME ÄNGSTE

Versuch von Citalopram und Milanneurax, aber vertrage keinerlei AD wegen Schmerzmedi-Wechselwirkung.


Weitere Medis:

Melperon= derzeit 150mg gegen Angst. tägl.

Seit 11 Jahren Tavor tägl., war schon bei 13,5mg... nun seit August auf 3mg täglich+ 17.5mg Diazepam tägl.damit es wieder hilft. Habe eine hirnorganische schlimme Reizverarbeitungsstörung. Deswegen die Benzo's.
Das ist ein ganz schlimmes körperliches Gefühl im Kopf-diese Überreiztheit.

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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von padma » Mittwoch, 25.10.17, 17:34

hallo Bella, :)
Mir geht's immer schechter, aber ich will nicht wieder hochdosieren.
Wenn sich dein Befinden weiter verschlechtert hat, würde ich etwas höher gehen, vielleicht auf 475 mg.
Meint ihr, es gibt auch Personen, die das Zeug brauchen??
Brauchen tut das niemand. Es ist eine Frage der Entscheidung: Will ich diese Substanz nehmen, weil ich diese Sedierung wünsche, trotz all der NW und Risiken. Oder will ich versuchen, ob ich es nicht zumindest reduzieren oder sogar ganz absetzen kann? Das kann nur jede/r für sich selbst abwägen.
Es mag individuell Gründe geben sich für eine Langzeiteinnahme zu entscheiden. Dies sollte aber gut abgewogen und immer mal wieder hinterfragt werden.
Wenn das mit meiner Katze schon so heftig war, was soll dann erst passieren?
Ich finde es sehr verständlich, dass du unter dem Tod deiner Katze so gelitten hast (ich habe auch lange sehr getrauert als meine verstorben ist). Wenn deine Mutter eines Tages stirbt, wird es wahrscheinlich auch schwer für dich sein und du wirst die Trauer bewältigen müssen.
Ich halte es nicht für sinnvoll, Trauer mit Medikamenten zu unterdrücken.
Kann man nicht ungefähr sagen, wie lange die Entzugssymptome dauern?
Nein, das kann man nicht sagen, es ist zu unterschiedlich.
Weche Rezeptoren können denn noch, außer den GABA-Rezeptoren, überreizen?
Bei der Einnahme von Psychopharmaka verändern sich die für die Aufnahme zuständigen Rezeptoren, also z.B. die für Dopamin oder Serotonin.
PS. Das Tavor nehme ich schon über 11 Jahre, da ich irgendwas organisches mit meinem Hirn habe und nichts verarbeiten kann.
Nimmst du es täglich? Wieviel? Und Diazepam auch?
Nimmst du das bitte noch in deine Signatur auf, das ist wichtig. Wenn du es regelmässig nimmst, bist du davon abhängig.

liebe Grüsse,
padma
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von micha68 » Mittwoch, 25.10.17, 18:56

Hallo Bella2,

nimmst Du denn die 450mg Quetiapin retardiert alles zusammen abends?

Hat es am Anfang der Einnahme schlaffördernd gewirkt? Vllt hat sich Dein Körper daran gewöhnt und es wirkt aktuell leider nicht mehr schlafanstossend?!?

Meine Idee dazu wäre, unretardiertes Quetiapin auszuprobieren- weil Du zum Reduktionsende sowieso auf unretardiertes umsteigen müsstest, wäre das ein Vorziehen- ich meine jetzt nicht, alles auf einmal umstellen- aber vllt schon mal mit 50mg unretardiert ausprobieren, ob Du dadurch abends zum Schlafen kommst? und parallel dazu Baldrian-Hopfen-Passionsblumen Extrakt und einen entsprechenden Schlaftee mit Baldrian-Hopfen-Melisse?

Ist sicher anstrengend mit dem verschobenen Biorhythmus :cry: Drück Dir die Daumen, das Du einen Weg daraus findest und auch das Deine Absetzsymptome schnell besser werden!

Ganz lieben Gruß
Micha
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 25.10.17, 20:47

Hallo Bella, :)

es ist wirklich nicht zu befürworten sehenden Auges auf den Abgrund zuzusteuern.
Du hast ja eine riesige Menge auf einmal weggelassen, damit provozierst du geradezu Absetzsymptome und schlimmstenfalls psychotische Symptome.
Ich verstehe jeden, der das Zeug loswerden will, aber mit der Brechstange geht es nicht.

Die Idee von Micha ist auch nicht verkehrt (Umstellung auf nicht retardiert), aber aktuell in dieser krisenhaften Situation würde ich die Finger davon lassen, zumindest solange, bis du etwas stabiler bist.

Es ist sicher sehr schlimm, wenn der Biorhythmus so verschoben ist und ich kann da auch teilweise mitreden, weil ich so schwere Schlafstörungen habe und in meinem Entzug (Benzos) auch unter der Verschiebung des Schlaf-Wach-Rhythmuses litt.

Zu Beginn des Benzoentzugs bin ich zwischen 3-4 Uhr nachts eingeschlafen, im ersten Viertel dann zwischen 4-5, zur Hälfte zwischen 5-6 und am Ende sogar erst zwischen 6-7 Uhr am Morgen, wenn andere aufstehen :o .
Ich fand das wirklich schlimm und belastend. Geschlafen habe ich dann bis ca. 12.30-13h mit vielen Unterbrechungen und habe anschließend erst mal 1-2 Stunden gebraucht, um irgendwie "wach" zu werden / in die Gänge zu kommen.
Oft habe ich dann erst gegen 15h, 16h oder 17h das Haus mal für eine Stunde verlassen; teilweise ging da die Sonne schon wieder unter :o

Ich darf aber auch berichten, dass sich dieser kranke Rhythmus irgendwann auch langsam wieder verschob und wieder Richtung Normalität ging.
Das wünsche ich dir auch, aber es wird sicher ein langer Weg. :group:

Grüße
Jamie
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Jamie » Freitag, 27.10.17, 11:39

Hallo Bella,

ich habe gesehen, dass du bei Tara nachgefragt hast wegen Dosierungen.
Kann man dir helfen?
Wir haben Verständnis, wenn Leute durcheinander - und mit der Masse an Informationen hier überfordert sind, sind aber gerne bereit, das Wesentliche für dich rauszufiltern, wenn du Hilfebedarf hast.
Also trau dich ruhig zu schreiben, wo dich etwas verwirrt oder was auch immer. :)

Grüße
Jamie
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Bella2 » Freitag, 27.10.17, 22:01

padma hat geschrieben:hallo Bella, :)
Mir geht's immer schechter, aber ich will nicht wieder hochdosieren.
Wenn sich dein Befinden weiter verschlechtert hat, würde ich etwas höher gehen, vielleicht auf 475 mg.
Meint ihr, es gibt auch Personen, die das Zeug brauchen??
Brauchen tut das niemand. Es ist eine Frage der Entscheidung: Will ich diese Substanz nehmen, weil ich diese Sedierung wünsche, trotz all der NW und Risiken. Oder will ich versuchen, ob ich es nicht zumindest reduzieren oder sogar ganz absetzen kann? Das kann nur jede/r für sich selbst abwägen.
Es mag individuell Gründe geben sich für eine Langzeiteinnahme zu entscheiden. Dies sollte aber gut abgewogen und immer mal wieder hinterfragt werden.
Wenn das mit meiner Katze schon so heftig war, was soll dann erst passieren?
Ich finde es sehr verständlich, dass du unter dem Tod deiner Katze so gelitten hast (ich habe auch lange sehr getrauert als meine verstorben ist). Wenn deine Mutter eines Tages stirbt, wird es wahrscheinlich auch schwer für dich sein und du wirst die Trauer bewältigen müssen.
Ich halte es nicht für sinnvoll, Trauer mit Medikamenten zu unterdrücken.
Kann man nicht ungefähr sagen, wie lange die Entzugssymptome dauern?
Nein, das kann man nicht sagen, es ist zu unterschiedlich.
Weche Rezeptoren können denn noch, außer den GABA-Rezeptoren, überreizen?
Bei der Einnahme von Psychopharmaka verändern sich die für die Aufnahme zuständigen Rezeptoren, also z.B. die für Dopamin oder Serotonin.
PS. Das Tavor nehme ich schon über 11 Jahre, da ich irgendwas organisches mit meinem Hirn habe und nichts verarbeiten kann.
Nimmst du es täglich? Wieviel? Und Diazepam auch?
Nimmst du das bitte noch in deine Signatur auf, das ist wichtig. Wenn du es regelmässig nimmst, bist du davon abhängig.

liebe Grüsse,
padma
Hallo padma,

ich war ja sogar schon bei 400mg und habe dann wieder auf 450mg erhöht. Dabei möchte ich jetzt bleiben.

Ich habe nur durch den Entzug keine Kraft in den Muskeln. Bin ja auch Mitochondrien.u. muskelkrank.

Ich hatte ja die Einnahme wegen Suizid..und Ängsten. Dadurch das ich noch eine organische Hirnsymptomatik habe,
weiß ich nicht ob ich ohne Sero kann. + ich bin hochsensibel, habe vorher bei jeden "bisschen" geweint u. war fertig.

Ich nehme Tavor seit 11 Jahren täglich (aktuell 3mg-war aber schon bis 13.5mg) und das Diazepam seit August 2017 17,5mg-auch täglich.


LG Bella2
Zuletzt geändert von Bella2 am Freitag, 27.10.17, 23:34, insgesamt 2-mal geändert.
Mitte 2012 in der Psychiatrie bis auf 750mg Seroquel eingestellt. Durch Seroquel 45kg zugenommen.-> im Laufe der Jahre immer mehr.

(Körp. Krankheiten: Mitochondriale Myopathie, CFS, ADH Mangel, seit Sept 2017 festgestellter Diabetes Typ 2, hochsensibel, Bluthochdruck)

Habe auch eine ungeklärte organische Hirnsymptomatik+hormonelle Störungen seit Pubertät)

Irgenwannn Umstellung von Seroquel Prolong auf Quetiapin Redard.
(Umstellung gemerkt-mir ging es schlechter)

Nach 5 Jahren:

Am 21.Sept. 2017 erster Versuch es zu reduzieren.

Nach 1 Monat- 21.OKt. 2017 bei 450 mg. (vorher 750mg tägl.)

Zustand: Wieder Ängste, alle Reize zu viel- werde erstmal bei 450 mg bleiben.

Zu hause reduziert.

Biorythmus seit Reduktion nur noch nachts wach.

Seit Mitte Nov. 2017. Mir geht es wieder besser. Entzug der Reduktion ist durch. Rythmus auch endlich wieder normal.

AKTUELL: Mitte März bis Mitte April 2018 auf 300mg Quetiapin reduziert. ->

EXTREME ÄNGSTE

Versuch von Citalopram und Milanneurax, aber vertrage keinerlei AD wegen Schmerzmedi-Wechselwirkung.


Weitere Medis:

Melperon= derzeit 150mg gegen Angst. tägl.

Seit 11 Jahren Tavor tägl., war schon bei 13,5mg... nun seit August auf 3mg täglich+ 17.5mg Diazepam tägl.damit es wieder hilft. Habe eine hirnorganische schlimme Reizverarbeitungsstörung. Deswegen die Benzo's.
Das ist ein ganz schlimmes körperliches Gefühl im Kopf-diese Überreiztheit.

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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Bella2 » Freitag, 27.10.17, 22:12

micha68 hat geschrieben:Hallo Bella2,

nimmst Du denn die 450mg Quetiapin retardiert alles zusammen abends?

Hat es am Anfang der Einnahme schlaffördernd gewirkt? Vllt hat sich Dein Körper daran gewöhnt und es wirkt aktuell leider nicht mehr schlafanstossend?!?

Meine Idee dazu wäre, unretardiertes Quetiapin auszuprobieren- weil Du zum Reduktionsende sowieso auf unretardiertes umsteigen müsstest, wäre das ein Vorziehen- ich meine jetzt nicht, alles auf einmal umstellen- aber vllt schon mal mit 50mg unretardiert ausprobieren, ob Du dadurch abends zum Schlafen kommst? und parallel dazu Baldrian-Hopfen-Passionsblumen Extrakt und einen entsprechenden Schlaftee mit Baldrian-Hopfen-Melisse?

Ist sicher anstrengend mit dem verschobenen Biorhythmus :cry: Drück Dir die Daumen, das Du einen Weg daraus findest und auch das Deine Absetzsymptome schnell besser werden!

Ganz lieben Gruß
Micha
Hallo micha68,

Ich nehme es retadiert schon immer und das vorm Hinlegen. Aber das wirkte sich nie auf einen besseren Schlaf aus.

Pflanzliche Präparate helfen bei mir nicht. Auch das stärkste chemischste Zeug nicht.

Danke, für deine lieben Worte.


LG Bella2
Mitte 2012 in der Psychiatrie bis auf 750mg Seroquel eingestellt. Durch Seroquel 45kg zugenommen.-> im Laufe der Jahre immer mehr.

(Körp. Krankheiten: Mitochondriale Myopathie, CFS, ADH Mangel, seit Sept 2017 festgestellter Diabetes Typ 2, hochsensibel, Bluthochdruck)

Habe auch eine ungeklärte organische Hirnsymptomatik+hormonelle Störungen seit Pubertät)

Irgenwannn Umstellung von Seroquel Prolong auf Quetiapin Redard.
(Umstellung gemerkt-mir ging es schlechter)

Nach 5 Jahren:

Am 21.Sept. 2017 erster Versuch es zu reduzieren.

Nach 1 Monat- 21.OKt. 2017 bei 450 mg. (vorher 750mg tägl.)

Zustand: Wieder Ängste, alle Reize zu viel- werde erstmal bei 450 mg bleiben.

Zu hause reduziert.

Biorythmus seit Reduktion nur noch nachts wach.

Seit Mitte Nov. 2017. Mir geht es wieder besser. Entzug der Reduktion ist durch. Rythmus auch endlich wieder normal.

AKTUELL: Mitte März bis Mitte April 2018 auf 300mg Quetiapin reduziert. ->

EXTREME ÄNGSTE

Versuch von Citalopram und Milanneurax, aber vertrage keinerlei AD wegen Schmerzmedi-Wechselwirkung.


Weitere Medis:

Melperon= derzeit 150mg gegen Angst. tägl.

Seit 11 Jahren Tavor tägl., war schon bei 13,5mg... nun seit August auf 3mg täglich+ 17.5mg Diazepam tägl.damit es wieder hilft. Habe eine hirnorganische schlimme Reizverarbeitungsstörung. Deswegen die Benzo's.
Das ist ein ganz schlimmes körperliches Gefühl im Kopf-diese Überreiztheit.

Bella2
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Bella2 » Freitag, 27.10.17, 22:19

Jamie hat geschrieben:Hallo Bella, :)

es ist wirklich nicht zu befürworten sehenden Auges auf den Abgrund zuzusteuern.
Du hast ja eine riesige Menge auf einmal weggelassen, damit provozierst du geradezu Absetzsymptome und schlimmstenfalls psychotische Symptome.
Ich verstehe jeden, der das Zeug loswerden will, aber mit der Brechstange geht es nicht.

Die Idee von Micha ist auch nicht verkehrt (Umstellung auf nicht retardiert), aber aktuell in dieser krisenhaften Situation würde ich die Finger davon lassen, zumindest solange, bis du etwas stabiler bist.

Es ist sicher sehr schlimm, wenn der Biorhythmus so verschoben ist und ich kann da auch teilweise mitreden, weil ich so schwere Schlafstörungen habe und in meinem Entzug (Benzos) auch unter der Verschiebung des Schlaf-Wach-Rhythmuses litt.

Zu Beginn des Benzoentzugs bin ich zwischen 3-4 Uhr nachts eingeschlafen, im ersten Viertel dann zwischen 4-5, zur Hälfte zwischen 5-6 und am Ende sogar erst zwischen 6-7 Uhr am Morgen, wenn andere aufstehen :o .
Ich fand das wirklich schlimm und belastend. Geschlafen habe ich dann bis ca. 12.30-13h mit vielen Unterbrechungen und habe anschließend erst mal 1-2 Stunden gebraucht, um irgendwie "wach" zu werden / in die Gänge zu kommen.
Oft habe ich dann erst gegen 15h, 16h oder 17h das Haus mal für eine Stunde verlassen; teilweise ging da die Sonne schon wieder unter :o

Ich darf aber auch berichten, dass sich dieser kranke Rhythmus irgendwann auch langsam wieder verschob und wieder Richtung Normalität ging.
Das wünsche ich dir auch, aber es wird sicher ein langer Weg. :group:

Grüße
Jamie
Hallo Jamie,

Ich bin schon seit 2012 immer nur so 9-10 Stunden auf. Den Rest muss ich mich ausruhen.

Ich hatte schon mal so einen verdrehten Rythmus, aber da konnte ich früh noch knapp meine Termine durchziehen.

Habe ja mehrere professionelle Alltagshelfer-die nur tags arbeiten, da muss ich dann fit sein. :cry:

Wie lange hat bei Dir dein Rythmus gedauert, bis er wieder normal war?


LG Bella2
Mitte 2012 in der Psychiatrie bis auf 750mg Seroquel eingestellt. Durch Seroquel 45kg zugenommen.-> im Laufe der Jahre immer mehr.

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Zu hause reduziert.

Biorythmus seit Reduktion nur noch nachts wach.

Seit Mitte Nov. 2017. Mir geht es wieder besser. Entzug der Reduktion ist durch. Rythmus auch endlich wieder normal.

AKTUELL: Mitte März bis Mitte April 2018 auf 300mg Quetiapin reduziert. ->

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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Bella2 » Freitag, 27.10.17, 22:28

Jamie hat geschrieben:Hallo Bella,

ich habe gesehen, dass du bei Tara nachgefragt hast wegen Dosierungen.
Kann man dir helfen?
Wir haben Verständnis, wenn Leute durcheinander - und mit der Masse an Informationen hier überfordert sind, sind aber gerne bereit, das Wesentliche für dich rauszufiltern, wenn du Hilfebedarf hast.
Also trau dich ruhig zu schreiben, wo dich etwas verwirrt oder was auch immer. :)

Grüße
Jamie
Liebe Jamie,

ihr seid alle so lieb hier, danke der Nachfrage. :group: Ich möchte die nächsten Monate bei 450mg retard bleiben.


LG Bella2 :)
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Bella2 » Freitag, 27.10.17, 22:35

FRAGE:

Bin ich einer der wenigen, die so eine hohe Dosis einnimmt? Also 750mg 5 Jahre?? Ich lese immer wieder nur bis max. 300mg oder

weniger. In der Klinik die haben auch immer viel weniger bekommen. :shock:

Eine zeit lang war ich sogar bei 800mg. Ist aber schon lange her.


LG Bella2
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von micha68 » Samstag, 28.10.17, 1:40

:bettzeit: :bettzeit: Hallo Bella2,

ich nehme zwar nicht mehr so eine hohe Dosis- komme aber von 1000mg Quetiapin. Und wenn Du Dich aktuell bei 450mg gut stabilisierst würde ich es auch erstmal halten und dann weiter sehen.

Heute wirkt das Quetiapin bei mir auch nicht schlafanstossend- aber da WE ist, mache ich mir keine großen Gedanken dazu. Hab auch schon meinen Liter Schlaftee und Dragees genommen- aber bin nicht müde... gehe jetzt trotzdem ins Bett- zur Not "Schafe zählen", aber zumindest ausruhen.

Auf bald und schönes Wochenende!

:bettzeit: Micha
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Bella2 » Samstag, 28.10.17, 1:57

micha68 hat geschrieben::bettzeit: :bettzeit: Hallo Bella2,

ich nehme zwar nicht mehr so eine hohe Dosis- komme aber von 1000mg Quetiapin. Und wenn Du Dich aktuell bei 450mg gut stabilisierst würde ich es auch erstmal halten und dann weiter sehen.

Heute wirkt das Quetiapin bei mir auch nicht schlafanstossend- aber da WE ist, mache ich mir keine großen Gedanken dazu. Hab auch schon meinen Liter Schlaftee und Dragees genommen- aber bin nicht müde... gehe jetzt trotzdem ins Bett- zur Not "Schafe zählen", aber zumindest ausruhen.

Auf bald und schönes Wochenende!

:bettzeit: Micha
Hallo Micha68,

wie schnell hast Du von 1000mg Seroquel reduziert und wie lang eingenommen?


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Am 21.Sept. 2017 erster Versuch es zu reduzieren.

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Zustand: Wieder Ängste, alle Reize zu viel- werde erstmal bei 450 mg bleiben.

Zu hause reduziert.

Biorythmus seit Reduktion nur noch nachts wach.

Seit Mitte Nov. 2017. Mir geht es wieder besser. Entzug der Reduktion ist durch. Rythmus auch endlich wieder normal.

AKTUELL: Mitte März bis Mitte April 2018 auf 300mg Quetiapin reduziert. ->

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Versuch von Citalopram und Milanneurax, aber vertrage keinerlei AD wegen Schmerzmedi-Wechselwirkung.


Weitere Medis:

Melperon= derzeit 150mg gegen Angst. tägl.

Seit 11 Jahren Tavor tägl., war schon bei 13,5mg... nun seit August auf 3mg täglich+ 17.5mg Diazepam tägl.damit es wieder hilft. Habe eine hirnorganische schlimme Reizverarbeitungsstörung. Deswegen die Benzo's.
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von micha68 » Samstag, 28.10.17, 13:39

Hallo Bella2,

ich habe 2011 erstmals Quetiapin 1000mg bekommen und dann nochmal in dieser Dosierung 2015 bei einem Klinikaufenthalt wegen akuter Psychose. Nicht ganz 3 Monate, weil ich mit 450mg entlassen wurde (dazu allerdings noch Valproinsäure retardiert). Wie in der Klinik reduziert wurde weiss ich leider nicht.

Ich wurde August 2015 mit besagten 450mg entlassen. Hatte danach eine 6 Wochen lange Reha von Nov bis Januar 2016- in der sind wir kurzfristig auf 550mg Quetiapin hoch, weil ich leichte manische Anzeichen hatte. Nach Entlassung und mehr Stabilität wieder auf 450mg runter.

Seit Juni 2016 habe ich dann Quetiapin weiter reduziert. Ich lasse die Dosierung immer bei "meiner" Kinesiologin mit testen und wir sind in 50mg Schritten alle 2-3 Monate runter. Mir wurde gesagt, dass ich erst auf 0 reduzieren kann, wenn die letzte Episode 2 Jahre her ist. Seit Juli 2017 war ich dann auf 50mg retardiert. Habe dann das Forum gefunden und im August d.J. dann auf 25mg-0-25mg unretradiertes Quetiapin umgestellt (die weiteren Schritte habe ich in meiner Signatur- aktuell bin ich auf 0-0-25mg)

Jede Reduktion habe ich positiv gemerkt- hatte kurzzeitig mehr Energie. Dies hielt aber nie länger an und manchmal war ich enttäuscht, dass beim Testen raus kam, dass ich noch nicht reduzieren kann- habe mich aber trotzdem daran gehalten.

Ich denke, das wahrscheinlich nicht jeder in so grossen Schritten reduzieren kann- die großen Schritte sind auch seit der niedrigen Dosierung von 50mg nicht mehr drin- seitdem geht es in etwas kleineren Schritten weiter. Auch beim Testen kam raus, dass ich jetzt besser nur noch 10% der letzten Dosis reduzieren soll.

Ich hatte bisher viel Glück, bis auf 2-3 Tage Kopfschmerzen und Schlafunterbrechungen hatte ich keine Absetzsymtome. Und bei mir greift das Baldrian-Hopfen Gemisch meist ganz gut.

Parallel habe ich durchgehend Gesprächstherapie, einige Dinge kinesiologisch abgelöst, unregelmäßig Akupunktur und nehme diverse NEM. Seit August 2017 habe ich zusätzlich wöchentlich Skillstraining- dies ist für mich sehr sehr hilfreich.

... und ich habe ein sehr liebes, gutes Umfeld. Auch habe ich am Anfang nicht gearbeitet, und meine Mutter hat jeden Tag das Mittagessen für meinen Sohn gemacht und mich generell viel unterstützt und eine "Perle" für den Haushalt habe ich auch (die meine Erkrankung und mich schon sehr lange kennt und dadurch sehr gut auf mich eingehen konnte und mir wieder den Haushalt "beigebracht" hat).

Ich schreibe Dir das nur so ausführlich, weil ich davon überzeugt bin, das die Rahmenbedingungen sehr wichtig sind beim Absetzen. Je positiver und stabiler das soziale Umfeld ist, umso leichter erscheinen mit die Absetzschritte.

Wünsche Dir, das Du auch ein für Dich harmonischen Rahmen für Dein Absetzen hast bzw. erschaffen kannst.
Liebe Grüße und alles Gute!
Micha
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Jamie » Samstag, 28.10.17, 14:44

Hallo Bella, :)
FRAGE:

Bin ich einer der wenigen, die so eine hohe Dosis einnimmt? Also 750mg 5 Jahre?? Ich lese immer wieder nur bis max. 300mg oder
Na ja, 750mg ist schon sehr hoch.
Bei uns schlagen viel mehr Menschen auf, die vor allem eine Dosis um die 100-200mg haben, weil die Ärzte damit eine add-on Therapie machen; meist zu einem anderen Antidepressivum; soll dann angeblich besser bei Depressionen / Angststörungen helfen (bzw. beim Schlafen) [was aber bezweifelt werden darf.]

Die hohen Dosierungen, und dafür was Seroquel auch eigentlich mal konzipiert, sind bei anderen Krankheitsbildern angesagt: Wahn, Schizophrenie, Psychosen etc.

Ich wünsche dir alles Gute. Irgendwann kommst du auch davon weg, wenn du möchtest.
Stückchen für Stückchen.

Grüße
Jamie
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 28.10.17, 15:01

Jamie hat geschrieben:Hallo Bella, :)
FRAGE:

Bin ich einer der wenigen, die so eine hohe Dosis einnimmt? Also 750mg 5 Jahre?? Ich lese immer wieder nur bis max. 300mg oder
Na ja, 750mg ist schon sehr hoch.
Bei uns schlagen viel mehr Menschen auf, die vor allem eine Dosis um die 100-200mg haben, weil die Ärzte damit eine add-on Therapie machen; meist zu einem anderen Antidepressivum; soll dann angeblich besser bei Depressionen / Angststörungen helfen (bzw. beim Schlafen) [was aber bezweifelt werden darf.]

Die hohen Dosierungen, und dafür was Seroquel auch eigentlich mal konzipiert, sind bei anderen Krankheitsbildern angesagt: Wahn, Schizophrenie, Psychosen etc.

Ich wünsche dir alles Gute. Irgendwann kommst du auch davon weg, wenn du möchtest.
Stückchen für Stückchen.

Grüße
Jamie
ja, ich 800 mg ca. 5 Jahre lang. :x

Wobei ich sagen würde, es ist ziemlich wurst, ob ich von 400 oder 800 mg abgesetzt hätte. Vermutlich waren alle Dopaminrezeptoren schon blockiert, denn von 800 - 400 mg gab es keine Absetzsymptome, je näher an die 0, desto schlimmer.

liebe Grüße Arian
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Re: Seroquel/Quetiapin Entzug Bitte um Hilfe

Beitrag von Bella2 » Sonntag, 29.10.17, 6:56

Hallo zusammen,

meint ihr, ich brauche das Seroquel, gegen meine seit Jahren überreizte Hirnsymptomatik?

Deswegen nehme ich ja Tavor und Diazepam.


LG Bella2
Mitte 2012 in der Psychiatrie bis auf 750mg Seroquel eingestellt. Durch Seroquel 45kg zugenommen.-> im Laufe der Jahre immer mehr.

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Seit Mitte Nov. 2017. Mir geht es wieder besser. Entzug der Reduktion ist durch. Rythmus auch endlich wieder normal.

AKTUELL: Mitte März bis Mitte April 2018 auf 300mg Quetiapin reduziert. ->

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Seit 11 Jahren Tavor tägl., war schon bei 13,5mg... nun seit August auf 3mg täglich+ 17.5mg Diazepam tägl.damit es wieder hilft. Habe eine hirnorganische schlimme Reizverarbeitungsstörung. Deswegen die Benzo's.
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