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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Neverthelessw11 » Sonntag, 03.12.17, 13:11

Danke für deine Worte. Zwar sind alle anderen Symptome gleichbleibend schlimm aber Hey... besser morgens Aufstehen können ist viel mehr als ich bei -12.5 mg jemals zu träumen gewagt hätte.

Liebe alle,

Ich war heute echt dumm und habe meinen Tablettenschneider inkl. Tabletten zuhause vergessen (das Wetter hat mich plötzlich zu Winterkleidung gezwungen). Also werde ich notgedrungen die Mittagsdosis ausfallen lassen und heute Abend mit 100 + 25 weiter Machen. Das war eigentlich erst für nächste Woche geplant. Fühlt sich mulmig an, aber aber mir geht es eigentlich blendend also bezweifle ich dass ich heute negative Auswirkungen haben werde. Trotzdem ärgert mich das total weil ich eigentlich ja super geduldig und ZNS-schonend absetzen wollte.

Dennoch kommt es mir falsch vor dann ab morgen wieder 12.5 mittags zunehmen, ein wöchentliches Reduzieren will ich aber auch nicht riskieren. Was haltet ihr von der Idee ab morgen mittags nur noch 1/4 einer 25mg Tablette (~6mg) zu nehmen? Dann milder ich die dummerweise entstandenen Schwankungen ab und überfordert mein ZNS hoffentlich nicht. *grübel

Liebe Grüße und einen schönen ersten Advent!
Eure, etwas verpeilte, Never
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 03.12.17, 15:13

Hallo Never,

so eine verpasste Einnahme ist immer sehr blöd, passiert aber leider wohl jedem einmal.
Du bist ja noch bei einer relativ hohen Gesantdosis und scheinst keine größeren Probleme zu haben, ich denke, du könntest es riskieren mit den 6mg am Mittag ab morgen.
Im Zweifel kannst du dir ja dann bis zur nächsten Reduzierung etwas länger Zeit lassen.
Das ist aber nur meine persönlich Sicht, weil die 6 mg auch nur 5% der Dosis ausmachen.

LG Ute
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von ChristophK » Montag, 04.12.17, 11:06

Hallo Never,

meine persönliche Meinung UND Erfahrung:

Du machst Dir wegen so einer mickrigen Dosis einen viel zu großen Kopf. Schau mal in meine Signatur, wie ich reduziert habe. Ich habe auch öfter mal die Dosis alterniert, um sie zu mitteln, d. h. zwei Tage abwechselnd jeweils 150 mg und 200 mg genommen, um im Mittel auf 175 mg zu kommen. Mag sein, dass das nicht ideal ist, aber wegen der 12,5 mg würde ich mir nicht den Ansatz von Gedanken machen.

Ist ja löblich, dass hier im Forum ein langsames Ausschleichen empfohlen wird, was offenbar gut funktioniert. Das ist für den Körper vermutlich auch das Beste. ABER: Ich glaube, dass das nicht der einzige Weg ist. Und es führt wie bei Dir dazu (Du bist nicht der bzw. die Erste), dass Leute sich unnötig Gedanken machen oder sogar Panik bekommen, weil die Medikation mal nicht exakt wie geplant eingenommen wird.

Meines Erachtens entsteht in vielen Fällen sogar mehr Schaden durch die selbst geschaffenen Ängste und Befürchtungen, die bei "Missachtung der 10% Regel" aufkommen, als durch die tatsächliche Medikamentendosis selbst. Die Psyche, d. h. wie man selbst mit dem Thema umgeht, ist meiner Erfahrung nach ein mindestens genau so wichtiger Faktor, wie die Dosis der Medikamente.

Meine Empfehlung: Versuch im Geist so entspannt wie möglich zu bleiben und beobachte, ob Du eine Veränderung bemerkst. Ich würde sogar so weit gehen zu wetten, dass die Hälfte der Menschen nicht mal in der Lage sind, in einem Doppelblindtest festzustellen, ob sie 125 mg oder 137,5 mg eingenommen haben. Wäre mal eine interessante Studie.

Alles Gute
Christoph
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Ich selbst bin 1982 geboren.

April 2007 - "auffälliges Verhalten" und Einweisung in geschlossene Psychiatrie für 10 Tage.
Medikation: Risperidon (Dosis weiß ich nicht mehr) und Lorazepam 7,5 mg / tägl. Lorazepam danach problemlos ausgeschlichen.

Diagnose: Schizoaffektive Psychose

Neuroleptikum oft gewechselt wg. Unverträglichkeit: Olanzapin, Aripripazol, Ziprasidon, Amisulprid, seit 2011 Quetiapin retardiert, je nach Stimmung zwischen 100 und 200 mg (langsame Wechsel)

Medikation: Quetiapin retardiert 150-200 mg, 7/2015 bis 10/2016 tägl. 200 mg
Bisherige Absetzversuche: (Januar 2015 von 200 mg auf 150 mg reduziert, im Juli 2015 wieder auf 200 mg hoch wg. Reizbarkeit, gedrückter Stimmung, Leistungstief, etc.)

Dosierung Johanniskrautextrakt (Laif)
24.06.2017 - Angefangen mit 900 mg
13.09.2017 - Erhöhung auf 1800 mg (900-0-900)

Absetzverlauf Quetiapin
29.10.2016 - 200 mg (0-0-200)
30.10.2016 - 150 mg (0-0-150)
26.12.2016 - 100 mg (0-0-100)
06.03.2017 - 75 mg (0-0-75), 50 mg retardiert, 25 unretardiert
04.08.2017 - 75 mg (25-0-50), 50 mg retardiert, 25 unretardiert
07.10.2017 - 50 mg (25-0-25) unretardiert

bis auf Weiteres 50 mg Quetiapin und 1800 mg Johanniskrautextrakt

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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 04.12.17, 15:10

Hallo,
ChristophK hat geschrieben: Ich würde sogar so weit gehen zu wetten, dass die Hälfte der Menschen nicht mal in der Lage sind, in einem Doppelblindtest festzustellen, ob sie 125 mg oder 137,5 mg eingenommen haben.
Tja Christoph, dumm nur, wenn man zur anderen Hälfte gehört. :?
Es ist sicher richtig, dass viele Menschen, gerade bei höheren Dosierungen, zügiger absetzen können als hier allgemeinhin empfohlen wird.
nur, wer weiß das schon vorher und wenn die Absetzsymptome erstmal da sind, wird es oftmals schwierig. Es ist nämlich leider nicht, so, dass gleich alles wieder gut ist, wenn man wieder aufdosiert.
Wir haben hier etliche Betroffene, die sich durch zu schnelles Absetzen in unaushaltbare Situationen gebracht haben und die lange und massiv leiden.
Und, lieber Christoph, dabei handelt es sich nicht um psychische Symptome, sondern um physiologische, die dadurch Entstehen, dass die Hirnchemie komplett durcheinander gebracht wurde.

Es schadet sicher, wenn man zu genau in sich hineinhört, man kann sich auch sicher in manches hineindenken.
Aber Fakt ist, dass es dieses Forum nicht geben müsste, wenn das mit dem Absetzen so einfach funktionieren würde.

LG Ute
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Neverthelessw11 » Freitag, 15.12.17, 12:32

Guten Morgen Ihr Lieben,
Die Psyche, d. h. wie man selbst mit dem Thema umgeht, ist meiner Erfahrung nach ein mindestens genau so wichtiger Faktor, wie die Dosis der Medikamente.
Absolut, da bin ich komplett bei dir. Deswegen will ich da auch absolut positiv gestimmt. Wie gesagt, ich glaube komplett daran, dass ich es schaffe. Und wirklich Panik hatte ich auch nicht, wollte nur möglichst schnell eine konstruktive Umgangsform damit finden... besser einmal vorher Gedanken machen als nachher...
Meine Empfehlung: Versuch im Geist so entspannt wie möglich zu bleiben und beobachte, ob Du eine Veränderung bemerkst.
Genau das ist mein Plan!
Es ist nämlich leider nicht, so, dass gleich alles wieder gut ist, wenn man wieder aufdosiert.
Genau wegen dieser Bedenken geh ich es lieber doppelt langsam an :schnecke:

Aber ich danke euch beiden für diese - auch etwas kontroverse Diskussion - ich glaube es ist sehr wichtig beide Gesichtspunkte bewusst im Kopf zu haben...!



Ich bin jetzt seit 11 Tagen "aus Versehen" auf 0-0-100 Ret + 6-0-25 Unret. Und ich muss sagen, dass ich bei der Umstellung definitiv einiges an Symptomen gemerkt hab. Sprich so komplett Symptomfrei wie in meiner Jugend das Tavor, Fluoxetin und Dipiperon wird ich das Seroquel nicht los. Aber naja, ich schlucke den Spaß ja auch seit 2011...

Positiv
Ich komme weiterhin morgens besser aus dem Bett und schlafe sehr gleichmäßig und ruhig von 22/23 - 7/8 Uhr.
Auf Anraten hab ich meine Null-(zusätzliches)-Salz-Ernährungsumstellung ausgesetzt und nehme morgens eine große Tomate mit viel Salz zu mir. Seitdem ich das mache (4 Tage) ist meine extreme Verneblung besser geworden.
Ich habe einen Funken mehr Energie und konnte meine Crosstrainerleistung am Montag auf unglaubliche 30 Minuten steigern <3 Das mag für viele nichts wert sein - doch für mich ist es das definitiv. Ich habe am 11.08. (witzig, es sind auf den Tag genau 4 Monate) mit 6 Minuten begonnen und hatte danach das Gefühl zu sterben. Die 30 Minuten waren sehr anstrengend, aber ich habe es geschafft.
Ich bin des Weiteren gerade abends vor der Einnahme der neuen Dosis etwas sensibler. Das ist für mich aber durchaus positiv, weil Gefühle wahrnehmen ja eines meiner Ziele ist.

Negativ
Fast durchgehend leichte Kopfschmerzen (Tag 2 bis jetzt)
In den ersten 7 Tagen hatte ich ziemliches Herzklopfen, das hat mir schon Angst gemacht. Ich bin dann zum Sport gegangen (dank den Pulsmessern dort kann ich beim Crosstrainer gut akzeptieren, wenn ich mein Herz spüre auch wenn mal ein Stolperer dabei ist).
Mein Kreislauf findet die Veränderung auch nicht so toll - in den ersten 4-5 Tagen hatte ich leichten Schwindel und Ohnmachtsgefühle.

Keine Änderung
Sprachstörung, Konzentration, geistige Verlangsamung, Ödeme, Essverhalten, Durst/Harndrang etc. sind bisher unverändert. Aber wenn schon 18 mg Reduktion mein Schlafproblem so deutlich verbessert - dann hoffe ich auf was ganz Großes, wenn ich das durchziehe.

Heute geht es noch zu meiner neuen Psychologin, die ich seit 4 Sitzungen erst kenne - sie hat meine Akte aber von "meiner" Therapeutin übernommen und wir fangen ganz ganz weit über 0 an. Sie macht emdr mit mir - allerdings eher positives EMDR und mehr Körper- als Themenbezogen. Beim letzten Mal z.B. haben wir über meine Kardiophobie geredet (naja, Phobie klingt zu stark... ich werde einfach sehr unruhig, wenn ich meinen eigenen Puls im Liegen zB stark wahrnehme). Ich hab dann durch Kniebeugen den Puls hochbringen sollen und dann haben wir unter EMDR versucht das Gefühl zu beruhigen... hat ganz gut geklappt. Immerhin konnte ich das Herzklopfen bei der zweiten Reduktion ganz gut aushalten.

Zwischen Weihnachten und Neujahr muss ich wegen eines neuen Rezeptes zur Psychiaterin (über eine Stunde Anfahrt - aber es lohnt sich!). Da muss ich ihr unbedingt sagen, dass ich neben den 100 mg unret (sehr gut zur Einnahme von 25 mg, da teilbar) auch gerne 25 mg Tabletten hätte. Sie wird vermutlich schmunzeln, wenn ich ihr erkläre, dass ich gerade 6 mg einnehme morgens, aber ich mach mir keine Sorgen, dass sie nein sagt. Sie akzeptiert meine Bedenken und unterstützt mich darin meinen eigenen Weg zu finden.

Ich hab allerdings auch eine kleine Frage mitgebracht, wo mich eure Meinung interessieren würde. Ich möchte in der zweiten Januarwoche (wären dann 5 beziehungsweise 6 Wochen seit der Reduktion) gerne einen weiteren Schritt runter gehen und zwar weiter in diesen lächerlichen 6 mg Schritten. Momentan sind es ja 6-0-25. Was meint ihr - erst morgens (bzw. zwischen 11 und 12 Uhr je nach Einnahme der 25 am Vorabend) auf 0 oder erst Abends etwas reduzieren? Also in meinen Augen gibt es drei Varianten
1) 6-0-25 auf 0-0-25 auf 0-0-18 auf 0-0-12,5
2) 6-0-25 auf 6-0-18 auf 6-0-12,5 auf 0-0-12,5
3) 6-0-25 auf 6-0-18 auf 0-0-18 auf 0-0-12,5

Wobei ich erstmal nur darüber entscheiden will, wann ich die nächsten 6 mg weglasse... Logischer erscheint mir Variante 1, da mein Körper sich eh auf längere Sicht jetzt erstmal daran gewöhnen soll, dass er tagsüber nur 100 mg Ret bekommt und nichts zusätzliches. Außerdem mag ich meinen neugewonnen Schlafrhythmus.... Andererseits hätte ich dann im Tagesverlauf größere Schwankungen. Ich weiß, vermutlich würde ich bei beiden Schritten gleich wenig Symptome merken - aber mich beruhigt es mich damit zu beschäftigen und zu wissen, was welche Option für mich bedeutet. :whistle:


Liebe Grüße,
Never
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von padma » Freitag, 15.12.17, 18:12

liebe Never, :)

das hört sich insgesamt recht positiv an, bei dir. :D

Zu den Varianten.
Denkbar sind alle 3, ich würde auch die 1. Variante wählen. Grössere Schwankungen hättest du da eigentlich nicht, du hättest abends noch etwas unretardiertes zum Schlafanstoss und tagsüber die Wirkung des Retardierten.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Neverthelessw11 » Mittwoch, 27.12.17, 12:31

Danke Padma für die Antwort, ich werde das auch genau so umsetzen. Ich mag mein schnelles und entspanntes Einschlafen abends :)

Hallo liebe Alle,

ich hoffe ihr habt Weihnachten möglichst entspannt oder zumindest symptomfrei überstanden.

Bei mir läuft es weiterhin sehr gut, seit meinem letzten Beitrag sind keine weiteren Symptome aufgetreten und die Symptome, die ich in der ersten Woche hatte sind auch verflogen <3 . Meine Stimmung ist allerdings allgemein etwas gedrückt... das liegt aber an einer schwierigen Situation mit einer meiner Cliquen an der Uni. Hab das Gefühl einerseits außen vor und andererseits unpassend zu sein... Na ja.. :cry:

Ich habe vor einiger Zeit ein schönes kognitives Bild gesehen... "Werde erwachsen" ist die Message des Bildes gewesen und es geht darum, dass einem Kind sein Lutscher weggenommen wird. Im Gefühl seinen Lebensmittelpunkt, seine Welt, zu verlieren weint das Kind. Logisch. Ich versuche mir in Situationen, die mich wütend oder verzweifelt machen zu sagen, dass mir gerade auch nur ein Lutscher weggenommen wird - natürlich auf einem anderen Niveau - aber dennoch ist es nur ein Lutscher... ein Verlust mit kompensierbarer Wirkung. Erwachsen sein bedeutet irgendwie auch der Reflexion mächtig zu sein - egal in welcher Situation. Das hilft mir manche Situationen auszuhalten und kraftvoll zu bleiben :sports:

Die nächste Reduktion steht also am 6.1. erst an... und ich bin natürlich ungeduldig - mir geht es gut und mich nervt es, immer meinen Tablettenschneider mit meinen Mini-Vierteln einer Tablette mit mir rum zu tragen und mitten in Vorlesungen dran denken zu müssen einen Krümmel - vermeintlich ohne Wirkung - nehmen zu müssen. Aber ich hab die letzten Tage super viel im Forum gelesen - von daher, keine Sorge. Ich bleibe bei meinem :schnecke:-Tempo. Ich habe zu viel zu verlieren als dass ich unvernünftig sein kann. Bald stehen die Klausuren und damit auch meine Bachelorarbeit an... :? Das wird schon ohne Entzug eine harte Zeit!

Da ich die nächsten Tage viel unterwegs bin, werde ich mich in meinem eigenen Thread wohl erst nach der Reduktion wieder melden. Ich versuch aber trotzdem bis dahin bei anderen reinzuschauen, falls ich mal was beizutragen habe. Daher wünsche ich Euch schon jetzt einen guten Rutsch - auf das es im nächsten Jahr besser wird. Und wenn es nicht besser wird, dann wünsche ich jedem hier einen neuen, besseren Umgang mit den eigenen Problemen. Wir können vieles nicht ändern, aber wir können uns und unseren Umgang ändern :hug:

Liebe Grüße an Alle!
Never
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 28.12.17, 9:51

Hallo Never,

wenn du mal hier reinschaust, ich wünsche dir auch einen schönen Jahreswechsel.

Das klingt alles so gut bei dir, das freut mich sehr Du bist auf so einem guten Weg, riskiere bitte nichts. :)

Langsam und stetig ist nunmal oft der schnellste Weg.

Alles Liebe Ute
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Neverthelessw11 » Samstag, 06.01.18, 0:36

Langsam und stetig ist nunmal oft der schnellste Weg. 
Definitiv. Und wie gesagt ich hab mir nach meiner Psychiatriekarriere gerade wieder ein Leben aufgebaut. Das schmeiße ich nicht weg. Davor hab ich viel zu viel Angst. Deswegen werde ich auch immer Klausuren und Uni dem Entzug vorziehen. Mir ist es gleichgültig ob ich ein oder drei Jahre zum Entzug brauche. Ich muss alltagsfähig und auch Leistungsfähig bleiben. Das ist wichtiger.



Liebe alle,
Ich hoffe ihr seid alle gut und symptomfrei ins neue Jahr gekommen! Bei mir war alles entspannt. Seit dem 2.1. Habe ich jetzt eine Woche Vollzeit gearbeitet - naja eine Woche "Ferien" vom Studium reichen wohl.

Eigentlich war der nächste Schritt (von 131.25 auf 125 mg also weniger als 5%) für Morgen erst geplant. Hab ich hab heute wegen meiner Arbeit einfach die Tablette vormittags vergessen. Naja gibt schlimmeres - ein Tag früher später ist nun Pustekuchen und mir geht's ja sehr gut... Also kein Grund für Stress.

Sprich: der nächste Schritt ist gegangen und der wird jetzt bis zum 17.02. Mindestens gehalten, denn da ist meine letzte Klausur. Und komme was wolle, vorher geh ich nicht weiter. Auch wenn ich schon seit 2 Wochen mich zurück halten musste nicht einfach alle 10% alle 2 (statt 5% alle 4-6 Wochen) abzusetzen. Aber siehe oben. Ich hab viel zu große Angst mein Leben zu ruinieren sonst.

Eure Never, die schon wieder "aus Versehen" reduziert hat.
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Neverthelessw11 » Dienstag, 09.01.18, 6:58

Einen sehr frühen guten Morgen Euch allen.

Am Donnerstag habe ich das letzte mal morgens Seroquel genommen und mir geht's tagsüber wirklich gut, leichte Kopfschmerzen seit Freitag aber nichts was mich beeinträchtigen würde.

Was mich hingegen stört und irritiert: Nach der letzten Reduktion hat mein Schlafrhythmus sich sehr schnell von "22-10 Uhr" auf "22/23 -6/7 Uhr" eingependelt. Das war natürlich eine gigantische Erleichterung weil ich morgens endlich besser aufstehen konnte für die Uni und mehr vom Tag hatte.
Naja was soll ich sagen: Gott sei Dank ist das Tesamschlafbedürfnis weiter nicht wieder auf 12 Stunden + hochgegangen, aber der Rhythmus ist katastrophal. Freitag und Samstag war noch alles super. Am Sonntag wurde ich um 19.30 Uhr so extrem müde, dass ich nicht mal mehr in der Lage war Zähnezuputzen und ich - so wie ich war - ins Bett gefallen bin. Bin einmal kurz wach geworden, aber nach dem Toilettengang sofort wieder eingeschlafen. Gestern Abend dasselbe Spiel: um 20 Uhr schlief ich.
Und das verrückte: Diese extreme Müdigkeit überkam mich VOR der Einnahme des unretardierten Seroquel. Hab sogar fast vergessen es zu nehmen, weil wirklich gar nichts mehr ging.

Hab schon in die Absetzsymptomliste geschaut da stehen Sachen wie vermehrtes Schlafbedürfnis zwar drinnen, aber das ist es ja nicht. Ich komme mir vor als hätte ich Narkolepsie. Mir macht das etwas Sorgen, weil ich nächste Woche einige Abendtermine wie eine Stipendienfeier und einen Quizabend habe... Das sehe ich momentan ja gar nicht...

Ich hoffe so sehr, dass sich das Thema genau so schnell erledigt wie die Herzstolperer letztes Mal. Und dass es wirklich eine Entzugsfrage ist...

LG Never
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Bachplaetschern
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Bachplaetschern » Dienstag, 09.01.18, 18:19

Hallo ihr,


habe mal mitgelesen und bin sehr interessiert an deinem Prozess, da ich ab heute auch 150mg Seroquel Prolong reduzieren möchte.

Werde es auch so machen, dass ich 2x 50mg retard nehme und dazu 25mg unretardiert.

Der Schritt,die anderen 25mg wegzulassen ist wahrscheinlich nicht zu groß oder?



Viele Grüße

Bachplaetschern :)
Meine Diagnosen: Depression, frühkindliches Bindungstrauma, Traumafolgestörung, Tinnitus

Symptomatik: geringe Belastbarkeit, geringe Stresstoleranz (bin ziemlich schnell gestresst), Reizüberflutung (visuell und akustisch), teilweise schlechte Stimmung, negativisitische Gedanken + Hoffnungslosigkeit, Anspannung (vorallem wenn ich allein bin), manchmal emotional instabil (fühle mich dann meistens sehr vulnerabel)



Mediktion aktuell: morgens:112,5 mg Velafaxin, 150mg Elotril, 5 Tr. Escitalopram / abends: 100mg Seroquel retard + 25mg Seroquel unretardiert (Bedarfsweise)

Aktuelle Reduktion:

Seit 13.4.18 Venlafaxin 100mg


Dezember 2017 kurzzeitig versucht Venlafaxin auszuschleichen. Es war mir dann allerdings wichtiger, anzufangen, das Seroquel zu reduzieren, da ich ausprobieren möchte, ob sich meine Belastbarkeit dadurch verbessert.

2012: 450mg Seroquel retard, 60mg Duloxetin, Mirtazapin, Valdoxan (über die Jahre reduziert bzw. abgesetzt)

Seit 2016 : 150mg Seroquel retard, 7 Tr. Escitalopram (dadurch starke Unruhe, deshalb abgesetzt)

2017: Umstellung auf 112,5 mg Venlafaxin, für 2-3 Monate 200mg Seroquel retard, danach wieder auf Ursprungsdosis 150mg Seroquel retard

2018: Eindosierung Elotril 150mg, 5 Tr. Escitalopram (wegen Venlafaxin Absetzwunsch)



Vergangene REDUKTION:

8.1.18- 11.1.18 : 100mg Seroquel retard+ 50mg unretardiert
12.1.18-29.1.18: 100mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
30.1.18-03.2.18: 150mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
04.02.18- ? : 100mg Seroquel retard+ 50mg Seroquel unretadiert

Im Feburar Absetzversuch abgebrochen.

Weitere Reduktion im :schnecke: Tempo.


Im Bedarf habe ich Promethazin, theoretisch auch Tavor. ( Nehme aber absolut selten Bedarf)

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Sonstige Einnahmen:

Seit ca. November 2017 : Vitamin D Tropfen hochdosiert (5000 i. E.)
Alle paar Tage: 400mg Magnesiumcitrat

22.1.18-26.1.18 : 800mg Rhodiola Rosea (hat zu mehr Schlafstörung geführt, deshalb reduziert)
seit 27.1.18 : 400mg Rhodiola Rosea


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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von padma » Dienstag, 09.01.18, 18:30

hallo Bachplätschern, :)

willkommen im ADFD.
Du hast dir ja einen schönen Nick ausgesucht. :o

Für deinen Verlauf erstellst du am besten einen eigenen thread. (Einfach "Neues Thema" anklicken)

liebe Grüsse,
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Bachplaetschern » Dienstag, 09.01.18, 18:36

Hallo Padma,


ja danke dir für den Tipp. Werde ich machen :)


Viele liebe Grüße
Meine Diagnosen: Depression, frühkindliches Bindungstrauma, Traumafolgestörung, Tinnitus

Symptomatik: geringe Belastbarkeit, geringe Stresstoleranz (bin ziemlich schnell gestresst), Reizüberflutung (visuell und akustisch), teilweise schlechte Stimmung, negativisitische Gedanken + Hoffnungslosigkeit, Anspannung (vorallem wenn ich allein bin), manchmal emotional instabil (fühle mich dann meistens sehr vulnerabel)



Mediktion aktuell: morgens:112,5 mg Velafaxin, 150mg Elotril, 5 Tr. Escitalopram / abends: 100mg Seroquel retard + 25mg Seroquel unretardiert (Bedarfsweise)

Aktuelle Reduktion:

Seit 13.4.18 Venlafaxin 100mg


Dezember 2017 kurzzeitig versucht Venlafaxin auszuschleichen. Es war mir dann allerdings wichtiger, anzufangen, das Seroquel zu reduzieren, da ich ausprobieren möchte, ob sich meine Belastbarkeit dadurch verbessert.

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2017: Umstellung auf 112,5 mg Venlafaxin, für 2-3 Monate 200mg Seroquel retard, danach wieder auf Ursprungsdosis 150mg Seroquel retard

2018: Eindosierung Elotril 150mg, 5 Tr. Escitalopram (wegen Venlafaxin Absetzwunsch)



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30.1.18-03.2.18: 150mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
04.02.18- ? : 100mg Seroquel retard+ 50mg Seroquel unretadiert

Im Feburar Absetzversuch abgebrochen.

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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Neverthelessw11 » Donnerstag, 11.01.18, 15:43

@Bachplaetschern: Schön dass du dich auch für den Weg des Reduzierens entschieden hast. Lass es langsam angehen und dann wird das irgendwann klappen, davon bin ich überzeugt.



Liebe alle,

Nach meinem Anflug von Panik Anfang der Woche kann ich Entwarnung geben. Diese Narkolepsiemüdigkeit ist verflogen und durch einen Mittagsschlaf konnte ich den Rythmus wieder herstellen. Gott bin ich erleichtert.

Morgen geht's zum MRT wegen der Sprachstörung, dem dusel und meiner Denkeinschränkung. Ich bin froh, dass ich endlich Sicherheit kriege. Das geht jetzt schon Monate so und die dauerhafte leichte Sorge um die Gesundheit kostet Kraft auch wenn es nicht zur Panik kommt.

Heute war ich bei meiner Psychiaterin bzw bei ihrem (~80 Jährigen) Vater, da sie akut erkrankt ist. Sehr netter Mensch, aber man merkte sein Alter sehr deutlich. Hatte Angst, dass er kein Verständnis für meine super kleinen Schritte hat und hab nichts von 5% alle 6 Wochen gesagt. Daraufhin Erklärte er mir alles sehr sorgfältig (enge Kontrolle, nicht öfter als alle 6 Wochen, nur 10% Schritten, alle Symptome notieren etc pp). Ich war total perplex und schäme mich etwas für mein Vorurteil, irgendwie hab ich ihm das nicht zu getraut weil er ja schon die "sehr alte Generation" Arzt ist. Naja bin positiv überrascht. Bin so so dankbar in dieser Praxis zu sein nach meinem abartigen, erpressenden Neurologen all die Jahre.

Habe jetzt 100 und 25 mg Unretardiert und 50 mg Retardiert hier. Das ist gut und ist alles was ich aktuell brauch. Für Das kommende Semester, also bis Oktober, habe ich meinen Absetzverlauf mal durchgeplant. Hab überlegt ob ich den Schritt im Februar von 125 auf 112.5 machen soll (statt nur auf 119) - hab da nämlich Ferien. Das wäre von Vorteil weil ich dann die nächste Retard auf Unretardiert Umstellung in DEN Ferien im September machen könnte. Hab die Idee aber erstmal verworfen. Ich hab mir vorgenommen keine Hauruckaktionen zu starten und dabei bleibe ich. Ich hab es nicht eilig. Mein Ziel ist nämlich einfach nur: Bis zur Promotion Neuroleptikafrei sein. Das ist in knapp 3 Jahren. Das wären pro Jahr 50 mg... halte ich für realistisch, aber mein Körper bestimmt das Tempo und wenn ich am Ende mich entscheide bei 25 oder 50 mg zu bleiben, dann ist das erstmal ok für mich.

Positive Veränderungen:
Seit der Umstellung von Retard auf Unretard habe ich keine zusätzlichen positiven Aspekte mehr bemerkt.

Negative Veränderungen:
Bisschen sensibler (kann aber auch an einer stressigen Situation in der Uniclique liegen die mich stark beschäftigt)
Diese Narkolepsieähnlichen Zustände für 2 Tage (Tag 3+4)
Kopfschmerzen von Tag 2 bis 5, sind jetzt aber weg


LG Never

Ps: ich suche seit Beginn der Reduktion nach einer Art Rezeptorbelegungsgraphik )wie man sie von den SSRI kennt) für Seroquel oder Quetiapin. Weiß da jemand was?
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Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von padma » Donnerstag, 11.01.18, 17:43

liebe Never, :)

du machst das sehr gut. :D
Und mit deiner Praxis hast du wirklich grosses Glück.
Ps: ich suche seit Beginn der Reduktion nach einer Art Rezeptorbelegungsgraphik )wie man sie von den SSRI kennt) für Seroquel oder Quetiapin. Weiß da jemand was?
Im Forum haben wir keine. Ob es irgendwo im Netzt sowas gibt, weiss ich leider nicht. Solltest du was finden, dann lass es uns bitte unbedingt wissen.

liebe Grüsse,
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Neverthelessw11 » Dienstag, 16.01.18, 20:00

Zur Nachvollziehbarkeit: Es gibt jetzt eine Graphik zur Rezeptorbelegung für Quetiapin im Thread "Rezeptorenbelegung bei NL"

Liebe Alle,

letzten Freitag war ich endlich beim MRT wegen der Müdigkeit, dem Leistungseinbruch und den Sprachstörungen. Gott sei Dank konnte die Mutter meiner besten Freundin (in die ich viel mehr Vertrauen habe, als in alle anderen Ärzte zusammen) mich beruhigen: MS, Gehirnblutung und Tumor sind vom Tisch <3 <3 <3 <3 Bleibt die Frage, woher diese extremen Symptome (schon vor der Reduktion!!) kommen. Habe das Gefühl, mein IQ ist extrem eingebrochen und ich bin NIE wach, obwohl ich gut und viel schlafe. (Unabhängig von Ernährung, Sport und Lifestyle). Aber egal, Hauptsache die schlimmsten Sachen wurden ausgeschlossen. Eine Erklärung für das "auffällige" EEG konnte mir leider auch niemand geben - oder mir sagen, was daran auffällig war. Werde das jetzt ebenfalls der Mutter meiner Freundin geben und dann werden wir sehen was passiert.

Entzugsspezifisch ist alles beim alten: Diese Narkolepsienächte waren nach 2 Nächten durch. Ansonsten ist alles paletti. Meine Stimmung ist dennoch etwas bescheiden, was allerdings in meinen Augen nichts mit dem Entzug, sondern mir der Uni (Klausuren und Cliquenstress) zu tun hat. Ich lass mir da nicht einreden, dass das Rückfall, Entzug oder sonst was ist. Ich bin einfach nur gestresst und schlecht drauf - wie jeder Mensch manchmal. :evil:

Heute morgen war ich bei meiner neuen Psychologin, haben über die Situation in der Clique geredet und EMDR gemacht. Ich weiß, dass EMDR und Entzug sicher keine immer verträgliche Kombi sind, aber mir hilft es. Wir gehen nicht unendlich in die Tiefe (meiden also bestimmte Themen), aber ich spüre wirklich, dass ich viele Sachen, die mich früher viel stärker belastet haben, schneller verarbeiten kann. Ich vielem nicht mehr ausgeliefert bin. Daher werde ich EMDR (in dieser eher positiven Form) weiter machen. Ich traue mir das zu und es tut mir gut. Leider konnte ich noch nirgendwo solche Sensorpads, wie sie u.A. für EMDR verwendet werden, finden zum Kauf. Unabhängig vom therapeutischen Nutzen bescheren mir diese abwechselnden Reize extrem schnelle Entspannung immer dann, wenn ich sehr angespannt bin. Falls jemand detaillierte Infos zu EMDR sucht, fragt ruhig. Ich finde das total spannend und habe die Erfahrung gemacht, dass das gerade für kognitiv veranlagte Menschen hilfreich ist u.A. um Kontakt und Vertrauen zum Körper zu bekommen.

LG Never
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Neverthelessw11 » Montag, 22.01.18, 17:12

Hallo ihr Lieben,

ich muss mir mal einiges von der Seele schreiben, denn irgendwie ging es bei mir emotional die letzten Tage den Bach runter.

Mehrfach erwähnte ich ja schon die schwierige Situation in der einen Clique in meinem Uniumfeld. Hinzu kam jetzt, dass eine Sachen die ich getan habe (eigentlich nichts schlimmes: Beschwere über einen Praktikumsbetreuer, was aber von der Praktikumsleitung total übertrieben weiter gegeben wurde) droht heraus zu kommen und ich sicher bin, dass meine Freunde das als schweren Vertrauensbruch werden würden (die lieben besagten Betreuer). Auf jeden Fall ist das Ganze eigentlich ziemlich Kindergarten, aber diese ganze Story hat sich in der Vergangenheit total hochgeschaukelt, sodass ich unter permanenter Angst stehe, die Freunde zu verlieren. :cry:

Normalerweise kann ich mich von so etwas sehr gut distanzieren und bleibe rational. Die letzten drei Tage bin ich aber emotional immer weiter in diese Angst und Anspannung reingerutscht. Hinzu kommt ein Gefühl von schwerster Depression, das in meinem Magen "zu wohnen" scheint. Nichts an Skills greift und es begleitet mich wirklich 224/7... Ich hab da schon an Neuroemotionen gedacht, konnte das aber schwer einordnen, weil diese drei Baustellen (Clique, die Betreuerbeschwerde und dieses Depressionsgefühl) sich gegenseitig Triggern. Das Ganze geht soweit, dass ich schon nach dem Studienverlaufsplan der Nachbaruni geschaut habe, weil ich überzeugt bin, alles hier verloren zu haben.

Bin erst nächste Woche wieder bei meiner Therapeutin und weiß gerade gar nichts was zu erst besprechen. Ich frag mich, ob das Entzug ist oder ob das einfach eine doofe Zeit ist. Ich meine das íst schon viel Stress (Betreuerbeschwerde, Stress in der Clique, Depressionsgefühl, anstehende Klausurenphase, nächstes Semester Bachelorarbeit, Angst davor beruflich niemals eine Heimat zu finden, Verlustangst, extreme Müdigkeit, Konzentrationsprobleme ...) würde da nicht jeder irgendwann kapitulieren? Aber wie kann denn innerhalb von wenigen Tagen die Situation so kippen? Entzug macht es vielleicht nicht besser, aber meine Schritte sind SO :schnecke: :schnecke: :schnecke:, da kann ich nicht glauben, dass ohne akute Reduktion so eine schlagartige Änderung passiert.

Liebe Grüße... eure etwas überforderte Never.
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von padma » Montag, 22.01.18, 19:05

liebe Never, :)

da kommt wirklich viel zusammen bei dir. :hug:

Ich vermute, es ist eine Kombination aus Entzug und allen diesen Faktoren. Im Entzug, auch in den Stabilisierungsphasen ist das ZNS ja sehr gestresst und kann zusätzliche Stressoren schlecht verarbeiten.

Und wenn zuviel zusammen kommt, dann ist es irgendwann zuviel. Das kann dann der berühmte Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt und dann kippt die Stimmung.

Ist es möglich erstmal mehr Ruhe und damit hoffentlich etwas Abstand zu bekommen? Dann könntest du die Situation wahrscheinlich nüchterner betrachten und schauen, was als nächstes zu tun wäre.

Ich kenne das auch, dass alles über mir zusammenbricht.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Neverthelessw11 » Sonntag, 25.02.18, 10:46

Liebe padma,

Tja was soll ich sagen... die Situation ist noch genau so wie bei meinem letzten Post. Ich habe Angst meine Freunde zu verlieren wegen der Unüberlegtheit die im folgenden extrem aufbauscht wurde. Aber die Angst dominiert mich nicht mehr. Manchmal kommt das hoch und ich werde unruhig - aber das ist der Situation angemessen. Keine Ahnung wie ich das trotz Klausuren geschafft habe Abstand zu nehmen...

Danke dir für deine lieben Worte. <3


Liebe Alle,

Diese extreme Verzweiflungswoche ist schon lange wieder vorüber. Ich habe weiter Angst, aber ich bin wieder nicht mehr nur die Angst. Das ist ok. Belastend, aber ok. :sports:

Ich habe darüber nachgedacht den nächsten Absetzschritt zu verschieben bis das Thema durch ist, aber es kann passieren, dass das Thema irgendwann in Monaten wieder aufkommt... ich kann nicht passiv warten bis mein Schicksal mich einholt. Daher habe ich proaktiv am 17.02. Nach der letzten Klausur meinen nächsten Schritt gemacht wie in der Signatur notiert.

Erwartet hatte ich 3-5 Tage später irgendwelche seltsamen Symptome die mich verwirren... was ich bekam war... Joa... gar nichts. Was mich auch wieder verwirrt, dem perfekten Frieden trau ich ja nun auch wieder nicht. Aber naja es sind nur 5% und es ist nicht der letzte Teil einer Dosis zu einer Tageszeit... also habe ich Hoffnung.

Für den nächsten Schritt habe ich 2 Optionen, da ich am 5.4. Eine weitere Klausur schreibe (die anderen 4 liefen übrigens super Gut!).
1) am 20.3. Auf 112.5 runter und dann Mitte April weiter
2) am 6.4. Erst auf 112.5 runter.
Ich tendiere zu 2... warum für die 2 Wochen Zeitgewinn etwas riskieren? Ich habe Zeit... Und ich habe ein Leben. Vielleicht bin ich zu ängstlich, vielleicht sorge ich aber auch einfach gut für mich... Das wird sich zeigen.

Ansonsten bin ich nächste Woche erstmal in Hamburg... meine Lieblingsquizshow live anschauen und dann Stadt anschauen etc. <3

Wünsche Euch eine entspannte Woche.

Eure Never
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Re: Absetzen von Seroquel Prolong (Quetiapin) - konkreter Plan gesucht

Beitrag von Neverthelessw11 » Sonntag, 25.02.18, 11:51

PS:

Da hab ich doch glatt vergessen mal wieder zu sagen, wie toll ich meine Psychiaterin finde. War letzte Woche wieder bei ihr und hab ihr erzählt, dass ich jetzt bei 118.75 mg bin - da musste sie etwas drüber schmunzeln obgleich der Zahl. Hab ihr erklärt, dass mir auch 10% zu risikoreich war und ich Sorge hatte psychisch nicht hinterher zu kommen (Vgl psychische Abhängigkeit, freiwerdende Zeit durch weniger Schlafbedarf und fehlende Dämpfung gegen Gefühle). Das hat sie abgenickt und auch Verständnis gezeigt. Sie meinte zwar, dass ich sehr stabil, stark und vernünftig wirke, sodass sie mir auch problemlos 10% alle 4 Wochen zutrauen würde, aber ich den Weg gehen muss, der sich eben richtig anfühlt. Und wenn das 5% alle 6 Wochen bedeutet, dann ist sie davon überzeugt. Ich kann mich jeder Zeit melden, wenn ich Hilfe brauche. Und sie ist für mich da, wenn was ist. Für meine Sehstörung (nennen wir es mal liebevoller Weise Visual Snow) hat sie mir einen Augenarzt in einer Nachbarstadt empfohlen, der an VS forscht. Wegen meines ehemaligen Natriummangels und dem Seroquel hat sie Blut abgenommen und es ist alles bestens. Natrium top (da ich eine Zeitlang Ende 2017 wieder den Natriumkonsum etwas reduziert hab um nicht an die obere Grenze zu kommen, hatte meine Ärztin mir das ja "verboten" weil sie mehr Angst hat, dass ich wieder in den Mangel falle als dass mein Blutdruck bei 110 kg durch die Decke geht).
Eine kleine "Bedingung" hat sie auch gestellt... Sie möchte nicht, dass ich bei Bedarf weiter Seroquel 25 mg nehme (habe ich aber auch seit der Reduzierung nicht mehr genommen. Letztmals also August 2017). Das verstehe ich komplett und hätte es selber auch auf keinen Fall gemacht! Also alles super. Sie sagte, dass sie mir 0.5 mg exp. Tavor geben würde (Und zwar einzelne Tabletten aus ihrem Bestand), wenn ich das bräuchte. Ich habe das erstmal abgelehnt.... nicht, weil ich gegen Tavor bin (wenn ich nochmal ein Bedarfsmedikament für extremsituationen bräuchte, dann das Und genau so wie sie das sagte, dass ich immer nur 2 Tabletten oder so habe). Sondern weil ich das nicht für nötig erachte derzeit.
Eventuell komme ich darauf im Juni nochmal zurück, wenn ich eine 8 Stunden Reise zur Hochzeit meiner Cousine machen muss wovon 4h Bummelbahn über Land sind. Aber das werden wir dann sehen. Ich fühl mich Gut, also brauch ich grade keinen doppelten Boden - ich habe mich.

(Gott, wer hätte 2010-2012 gedacht, dass ich sowas mal sagen könnte)
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