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Walter: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

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Walter
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Walter » Montag, 20.11.17, 17:35

Liebe Carlotta,
Ja, das Quetiapin ist unretardiert.
Ich werde es vermutlich mit der Feinwaage ausprobieren.
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Walter » Mittwoch, 22.11.17, 18:56

Dear Community,
Ich habe noch eine Frage zum Zeitpunkt des reduzierens.
Ist es jetzt ein Jahr nach der akuten Psychose zu früh? In anderen Foren wird öfter davon abgeraten weil es die Erfahrung gibt dass sich mit dem Reduzieren bzw. Ganz Absetzen wieder eine Psychose anbahnt.
Auf der anderen Seite nehme ich jetzt schon so wenig Medikamente dass ich mir immer denke, wenn ich wieder eine Psychose bekommen würde, würde ich das längst merken.

Gibt es dazu Erfahrungsberichte?
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Katja » Mittwoch, 22.11.17, 19:19

Hallo Walter,

ich habe auch im Juni nach einem Jahr mit Neuroleptika angefangen zu reduzieren, die akute Psychose war da 14 Monate her.
Nach einem knappen Jahr nach der Psychose hat das erste Mal ein Psychiater von einer Uniklinik zu mir gesagt, dass man reduzieren könnte (wenn ich dann nicht umgezogen wäre). Ich denke, das Wichtigste ist, dass man sich stabil fühlt und sich selbst gut beobachtet.
Mein neuer Psychiater hatte dann auch nichts gegen das Absetzen im Juni.
Weswegen willst du denn ganz absetzen? Auch wegen der Negativsymptomatik?
Mich hat allgemein eine Neurologin wegen des erneuten Psychose-Risikos mal sehr ernsthaft gewarnt, ganz abzusetzen.
Ich warte jetzt erst mal ab, wie sich das mit der Negativsymptomatik weiterentwickelt, wenn ich auf niedrigeren Dosierungen bin. Und dann möchte ich eventuell ganz absetzen, weil ich ja davon träume schwanger zu werden. (Was ich aber auch nur will, wenn ich meine Emotionen zurückbekomme, das wäre ja sonst schlimm fürs Kind).

Liebe Grüße
Katja
Zuletzt geändert von Katja am Mittwoch, 22.11.17, 21:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Walter » Mittwoch, 22.11.17, 21:34

Liebe Katja, Danke für Deinen Erfahrungsbericht.

Ich wünsche Dir, dass Deine Negativsymptome Schritt für Schritt zurück gehen und Du bald auch Deinen Kindewunsch verwirklichen kannst und wieder mehr Emotionen spürst.

Bei mir liegt es vor allem an den flachen Emotionen und der Depression, dass ich mir erhoffe, dass es mit weniger Medikamenten oder ganz ohne besser wird. Aber mittlerweile beginne ich zu zweifeln und habe Angst, nochmal so eine Psychose Erfahrung machen zu müssen.

Ich werde vermutlich erstmal noch eine Weile auf der geringen Dosis bleiben.
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Katja » Donnerstag, 23.11.17, 10:43

Lieber Walter,

danke schön!
Ja, die Angst vor einer neuen Psychose kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich hatte auch das Gefühl, alles damit verloren zu haben: Meine Beziehung, meinen Job, meine Selbstständigkeit... Und was gibt es Schlimmeres als völlig die Kontrolle über sich selbst zu verlieren, sogar ohne sich dessen bewusst zu sein?

Aber wenn wir mit der 10% Regel reduzieren dauert es ohnehin noch Jahre, bis wir ohne einen Antipsychotika-Schutz sind. Und die Hoffnung auf ein Leben ohne Negativsymptome stirbt zuletzt...

Lieben Gruß
Katja
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Walter » Donnerstag, 23.11.17, 11:55

Liebe Katja,

ja, die Hoffnung ist groß genauso wie die Verzweiflung darüber, dass es so mühsam ist und so lange dauert.
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Katja » Freitag, 24.11.17, 18:54

Lieber Walter,

bist du denn auch arbeitslos? Ich arbeite zwar an meiner Doktorarbeit, bin aber schon seit über 2 Jahren ohne Finanzierung. Deswegen fühlt sich auch alles so sinnlos an. Also irgendwie sind das bei mir schon auch die Lebensumstände, die die Negativsymptome verursachen (Antriebslosigkeit, innere Leere,...) Die Spracharmut lässt sich auch so erklären, ich erlebe ja nichts.
Nur die flachen Gefühle und die Anhedonie haben nicht so eine direkte Erklärung durch die Lebensumstände. Wie ist das bei dir? Machst du auch Psychotherapie?

Liebe Grüße
Katja
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Walter » Freitag, 24.11.17, 19:10

Liebe Katja,

Aber gut, dass Du an Deiner Doktorarbeit arbeiten kannst. Das ist ja auch sehr anspruchsvoll.
Ich gehe Vollzeit arbeiten. Aber das klappt auch nicht mehr so gut wie früher und bin bei weitem nicht so produktiv und kreativ wie früher.

Gestern war es minimal besser und ich hatte das Gefühl ein bisschen weniger verzweifelt gewesen zu sein aber heute ist es eher wieder unverändert.

Die Spracharmut ist bei mir schon ein bisschen besser geworden - aber Gefühle zu empfinden ist nachwievor schwierig und mir kommt auch oft alles sinnlos vor.

Ich glaube wir brauchen viel Geduld und den Blick für kleine Schritte.
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Flummi » Freitag, 24.11.17, 19:38

Hallo Walter,
Ich hab auch gedacht, ich hätte ne postpsychotische Depression und nahm dagegen Antidepressiva. Davon bin ich nur emotional instabil und hypoman geworden. Das einzige, was hilft, ist die Reduktion des nl bei mir. Für mich gibt es noch keine Beweise, dass eine psychose postpsychotische Symptome aka Depression auslösen kann. Könnte Genau so gut von den Unmengen an nl kommen, die man akut bekommt. Wer hat schon Studien an Probanden, die keine Medikamente nehmen? Die nl haben auch als nw depressionen auszulösen, daher bin ich vorsichtig geworden mit dem Begriff postpsychotische Depression.
Hier wird darauf verwiesen, dass diese Symptome auch durch Medikamente verstärkt werden könnten:
https://www.google.de/url?sa=t&source=w ... 3c_fZiuytR
Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Walter » Sonntag, 26.11.17, 11:34

Liebe Claudia,

das dachte ich bisher auch aber jetzt wo ich so wenig Medikamente nehme und es immer noch nicht deutlich besser ist bin ich skeptisch geworden.

Nehme aktuell ca. 65mg Seroquel - habe zwar erst vor einer Woche von 75mg reduziert aber merke noch keine richtige Veränderung.

Ich schätze ich muss Weiterhin aushalten und Geduld haben.
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von carlotta » Sonntag, 26.11.17, 12:47

Hallo Walter,

nach so kurzer Zeit nach dem Reduzieren lässt sich dazu noch gar nichts sagen, auch weil es individuell länger dauern kann, bis das ZNS sich überhaupt auf die neue Dosis eingestellt hat.

Zudem kann ein solcher Schritt auch Entzugssymptome auslösen, die paradoxerweise häufig den NW ähneln.

Es ist aber so, dass psychoaktive Substanzen enorm ins ganze Körpergeschehen eingreifen und des Öfteren für weitere "psychiatrische Diagnosen" sorgen, die man vorher gar nicht hatte (oder bestehende bei längerer Einnahme verstärken). Das ist eine der Problematiken dieser Mittel.

Supersensitivitätspsychosen entstehen häufig durch zu große Absetzschritte, was nicht bedeutet, dass das ein "Rückfall" ist. Es ist eine Reaktion des ZNS auf die stark veränderte Neurochemie, während es mit dem Anpassen nicht hinterherkommt. Daher sollte man Entzugspsychosen unter einem anderen Blickwinkel betrachten als die ursprüngliche Symptomatik.

Legst Du bitte noch eine Signatur an? Es fehlt der Überblick über Deinen Verlauf. Das wäre eine große Hilfe. Danke.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Katja » Sonntag, 26.11.17, 12:53

Hallo zusammen,

ich merke auch nie einen Unterschied bei den Reduktionsschritten und bin dann immer etwas enttäuscht. Mittwoch darf ich endlich wieder reduzieren, vielleicht wird sich dann was ändern - da bin ich aber nicht so optimistisch.
Jedenfalls bekommt man hier im Forum schon den Eindruck, dass gerade die niedrigen Dosierungen entscheidend sind, also bleibt es wie immer darauf zu hoffen. Bei 65mg Seroquel ist ja definitiv auch noch Luft nach unten zum Reduzieren.

Claudia, hast du denn einen Unterschied bei deinen Gefühlen gemerkt durch Reduktion?

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag trotz Symptomen!
Katja
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Flummi » Sonntag, 26.11.17, 13:10

Hallo Katja,
Ich war vor der Hochzeit im August sehr aufgeregt, aber als sie durch war, hab ich das ad abgesetzt. Das nl erst danach, aber dennoch ist diese "mattheit" in den Gefühlen weiter zurückgegangen. Vor allem jetzt bei 3 mg von 5 mg, die ich noch nehme. Mehr Lebensfreude, mehr lachen, weniger platt sein. Letztlich ist aber von der rezeptorbelegung glaub ich 3mg nicht viel. Mal gucken, wie es sich weiter entwickelt. Ich hab leider für abilify die Kurve nicht, aber die rezeptorbelegung ist auch bei nl nicht gradlinig/linear, sondern in den unteren Bereichen stärker.
Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Maria12 » Montag, 27.11.17, 17:01

Hallo Walter,

ich drück Dir für deinen nächsten Schritt die Daumen.
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Vorgeschichte: Belastende Kindheit durch Depression und Suizid der Mutter
2013-2014: Tiefenpsychologische Therapie wg. Kindheit, Beziehung zum Vater, schwere Erkrankung des Lebensgefährten
2016: Überarbeitung, Stress

Nov. 2016: Fahrradunfall mit Schädel-Hirn-Trauma, HWS-Distorsion, Subarachnoidalblutung (Hirnhautblutung), Schlafstörung, Kreislaufprobleme, Schwindel, starke Verspannungen, Zahnschäden, etc.
danach entwickelt: Alpträume, Flashbacks, Falsche Erinnerungen, Ohrensausen, Augenflimmern, Lichtempfindlichkeit, Wassersucht (7l pro Tag)
Anfang Dez. 2016: Amitryptilin und Escitalopram wg. Schlafstörung, einmalig
Ende Dez. 2016 - Jan. 2017: 6wöchige Erkältung mit starkem Husten; Behandlung mit Lutschpastillen, Antibiotika, Novalgin, Viani mite, Omnibiotic
Dez. 2016 - März 2017: Schlaf- und Nerventee, Lasea - von 4,5 h Schlaf auf 6 h hochgekämpft; Flashbacks an Unfall und Kindheit, Panik im Straßenverkehr (Fußgänger)
in der Zeit:
zweimalige Therapiesitzung nach Peter Levine -> geheult und gezittert; selbiges auch bei Yoga;
5x Osteopathie
Wiedereingliederung mit falscher/alter Brille -> Stress, Konzentrationsprobleme, Erschöpfung;

März: 2017: nach der letzten Ostheopathiesitzung: Verwirrtheit, Desorientierung, volle Dröhnung Flashbacks, Schlafentzug (in fünf Tagen nur je 2 h geschlafen, selbst mit Zolpidem), Gedankenrasen, Panik, körperliches und emotionales Chaos, Erbrechen, Wassersucht, bin durchgedreht, Ausfall ZNS, psychotische Zustände ...
März 2017: Quetiapin und Escitalopram, 6 h geschlafen -> Herzrasen, weiß vor Augen, zweimaliger Kollaps -> Einweisung in Kardiologie -> erst Ausleitung, dann Medikamente wieder angesetzt; zusätzlich Beruhigungsmittel erhalten, welche in der Klinik wieder abdosiert wurden;
zusätzliche Diagnosen: Depression und Prolaps der Mitralklappe
April 2017: Neurologe stellt von Escitalopram auf Opipramol um -> Heulattake -> Opipramol weggelassen -> Johanniskraut wg. Stimmung -> Absetzten Quetiapin -> Baldrian -> Ansetzen Quetiapin -> Psychotische Zustände

April 2017: Einweisung in Psychiatrische Klinik. Diagnose: Organische und psychische Störung nach SHT mit schizoaffektiven und kognitiven Störungen
April 2017 - Juli 2017: Risperidon, Olanzapin (Suizidgedanken), Aripiprazol - daneben wg. Schlafproblem Pipaperon, Promethazin, Prothipendyl, Melperon, Zopiklon, Pregabalin, Quetiapin, Quetiapin retard;
Juli 2017: 10 mg Aripiprazol, 25 mg Quetiapin, 100 mg Pregabalin; Lavendelöl aufs Kissen.

Verlegung in andere Klinik wg. Diagnosik
August 2017: zusätzlich 100 mg Trazodon, Versuche mit Doxepin und Stangül -> wg. Schlafproblematik
Reduzierung Aripiprazol von 10 mg auf 7,5 mg; weitere Reduzierung auf 5 mg; :)
Reduzierung Pregabalin von 100 mg auf 75 mg
weitere Diagnose: Diabetes insipidus-> Behandlung mit 0,05 mg Minirin
niedriger D3-Werte -> 1000 IU D3/Tag; zusätzlich K2
Neuropsycholgische Testungen, Auffälligkeiten im EEG

Rückverlegung
Sept. 2017: Pregabalin auf 0; Entlassung

Sept. - Okt. 2017: Neuropsychologische Reha; Aripiprazol von 5 mg auf 3,75 mg reduziert wg. Sinnlosigkeitsgedanken
Okt. 2017: Aripiprazol auf 2,5 mg reduziert; weiterhin 25 mg Quetiapin und 100 mg Trazodon zum Schlafen, sowie D3 und K2. Lavendelöl aufs Kissen.
Nov. 2017: Aripiprazol auf 0 :) ; andere Medikamente unverändert;

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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Walter » Montag, 27.11.17, 18:18

Vielen Dank, ich habe nun eine Feinwaage und nehme aktuell 65mg. Ich weiß, dass das nicht ganz der Empfehlung von 10% Schritten entspricht aber fast :)
Bisher habe ich den Eindruck, dass ich minimal weniger müde tagsüber bin und nicht mehr ganz so abgeschirmt. Aber es kann auch gut sein, dass ich mir das einbilde. Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder intensiver Gefühle empfinde und insgesamt weniger depressiv bin.
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Katja » Dienstag, 28.11.17, 11:09

Hallo Walter,

dann drücke ich die Daumen, dass der Eindruck nicht täuscht!

Übrigens Respekt, dass du Vollzeit arbeiten gehst! Wie lange warst du denn nach deiner Psychose krank geschrieben?
Ich bin übrigens auch weniger kreativ als früher, noch so ein Negativsymptom...

Lieben Gruß
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Walter » Dienstag, 28.11.17, 12:25

Danke!

Ich war direkt nach der Psychose 2 Monate krank geschrieben. Hab‘ dann versucht direkt zu arbeiten - was aber gescheitert ist - und war dann nochmal fast 3 Monate krank geschrieben.
Habe dann eine Wiedereingliederung gemacht bis ich wieder Vollzeit arbeiten gegangen bin.
Aber wie gesagt: es ist nicht wie zuvor/früher.

Ich verliere langsam die Geduld aber irgendwann muss es ja endlich wieder besser gehen.

Dir auch alles Gute!
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Katja » Dienstag, 28.11.17, 15:07

Hallo Walter,

ja, es ist schon krass, was so eine Psychose für einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat - ich war offiziell sogar ein dreiviertel Jahr krank geschrieben. Danach hatte ich einen neuen Vollzeitjob, aber das hat auch nur für 3,5 Monate funktioniert...

Das wird sicher alles besser werden, je mehr du gegen 0mg kommst! Ich bin morgen wieder mit dem Absetzen des nächsten Krümels dran, erhoffe mir aber wegen der winzigen Menge auch noch nichts davon.

Gutes Durchhalten dir!
Liebe Grüße
Katja
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Walter » Dienstag, 28.11.17, 16:05

Dankeschön! Dir auch gutes Durchhalten. Du hast ja auch schon ganz gut reduziert - und wer weiß - vielleicht bemerkst Du auch jetzt schon bei der geringen Menge eine Veränderung.
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Re: Fragen zu Seroquel/Quetiapin - Gefühle - Negativsymptomatik

Beitrag von Walter » Freitag, 01.12.17, 15:23

Liebes Forum,

langsam werde ich ungeduldig. Ich merke immer noch keine richtige Veränderung. Diese Antriebslosigkeit und depressive Grundstimmung zieht mich ganz schön runter. Habe Sorge, dass diese Sympome gar nicht mit den Medikamenten sondern eher mit der Geunderkrankung zu tun haben und ich noch ewig darin gefangen sein werde. Es ist so mühsam und anstrengend.
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