Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->

Achtung: In der nächsten Zeit kann es zu unangekündigten und längeren Ausfällen des Forums kommen. Mehr infos in der Ankündigung.
Aktuell:
Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene im Entzug

Bitte mitmachen, eure Meinung ist uns wichtig


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies zunächst die "Erste Hilfe" für Deine Medikamentengruppe: Antidepressiva | Benzodiazepine | Neuroleptika

Euer ADFD Team

Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
padma
Team
Beiträge: 14522
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 35603 Mal
Danksagung erhalten: 18815 Mal

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von padma » Donnerstag, 07.12.17, 16:50

hallo Pummeluff, :)

ich habe, genau wie du Baclofen mit im Verdacht.

Du nimmst mit 100 mg davon viel zu viel, :shock: zumal du es ja off label nimmst.
Die Tageshöchstdosis beträgt 3 Tabletten (entsprechend 75 mg Baclofen pro Tag); nur in seltenen Fällen - in der Regel unter stationären Bedingungen - sind Tagesdosen von 3½ - 4½ Tabletten (Dosierungsbereich 90-120 mg Baclofen pro Tag) erforderlich.
https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... 08559.html

Es kann sehr viele körperliche wie psychische NW haben.

Ich würde jetzt noch ca. eine Woche warten, um nicht zuviel zu schnell zu verändern und es dann mit einer Reduktion von Baclofen versuchen. Es muss ebenfalls ausgeschlichen werden.

Laut dem Wechselwirkungscheck der Apotheken Umschau sind WW zwischen Baclofen und Mirtazapin sowie zwischen Perazin und Quetiapin bekannt. Lass deine Medikamentenkombination bitte mal in deiner Apotheke überprüfen.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamieMurmelineUlulu 69
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

pummeluff
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag, 19.11.17, 13:36

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von pummeluff » Samstag, 09.12.17, 13:31

Ich bin gerade völlig erschüttert. Wenn ich mich aus jedem Medikament mit 10% Reduktion herausschleiche, bin ich erst in 8-10 Jahren mit allem durch. :(
Ich habe soooo viel zugenommen durch Pregabalin und Quetiapin, ich will nicht erst in 8-10 Jahren anfangen abzunehmen :(
Ich kann mich kaum bewegen.

Alleine für das Perazin wären das schon über 70 Monate Absetzen. Das kann doch nicht so gemeint sein? oO
Medikamente: Baclofen 100mg, Pregabalin 600mg, Mirtazapin 30mg, Quetiapin 250mg, Perazin 100mg

10.10.17 Eindosieren von Baclofen
30.10.17 Perazin 100mg auf 50mg
Symptome: Sehr frühes Aufwachen mit Angst-/Panikwellen, Kopfrauschen, Kopfzittern
Habe ich auf Baclofen zurückgeführt und nicht auf Perazin
14.10.17 Perazin 50mg auf 25mg
17.10.17 Perazin 25mg auf 0mg
Die ganze Zeit oben genannte Symptome
21.11.2017 Wieder rauf auf 100mg Perazin
09.01.2018 Baclofen 112,5mg Symptome: Panikattacken
11.01.2018 Baclofen 100mg

Ululu 69
Team
Beiträge: 3138
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 8522 Mal
Danksagung erhalten: 5456 Mal

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 09.12.17, 19:35

Hallo Pummeluff,

du nimmst ja viele Medikamente ein. Das Absetzen wird also wohl schon ein Langzeitprojekt werden. 8- 10 Jahre scheint mir aber übertrieben.
Da du ja anscheinend unter starkem Übergewicht leidest und das ja auch sehr ungesund ist, könntest du ausprobieren, ob du im oberen Dosisbereich etwas schneller vorgehen kannst.
Bei hohen Dosierungen gelingt das öfter.

Nicht den Mut verlieren. :hug:

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaTraurige
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Traurige
Beiträge: 86
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 201 Mal

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von Traurige » Sonntag, 10.12.17, 20:01

Liebe Pummeluf,

ich habe auch Perazin genommen und damals viel zu schnell ausgeschlichen. Dieses Brummen im Kopf hatte ich auch. Bei mir hat ein Hals-Nasen-Ohrenarzt nachdem er mich ohne Befund untersucht hatte dann ein Ginkopräparat zur Blutverdünnung verordnet, damit wurde es besser.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Traurige für den Beitrag (Insgesamt 2):
pummeluffpadma
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg

pummeluff
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag, 19.11.17, 13:36

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von pummeluff » Montag, 11.12.17, 11:19

Traurige hat geschrieben:Liebe Pummeluf,

ich habe auch Perazin genommen und damals viel zu schnell ausgeschlichen. Dieses Brummen im Kopf hatte ich auch. Bei mir hat ein Hals-Nasen-Ohrenarzt nachdem er mich ohne Befund untersucht hatte dann ein Ginkopräparat zur Blutverdünnung verordnet, damit wurde es besser.
Das ist lieb, danke für den Tipp. Ich werde es ausprobieren.
Medikamente: Baclofen 100mg, Pregabalin 600mg, Mirtazapin 30mg, Quetiapin 250mg, Perazin 100mg

10.10.17 Eindosieren von Baclofen
30.10.17 Perazin 100mg auf 50mg
Symptome: Sehr frühes Aufwachen mit Angst-/Panikwellen, Kopfrauschen, Kopfzittern
Habe ich auf Baclofen zurückgeführt und nicht auf Perazin
14.10.17 Perazin 50mg auf 25mg
17.10.17 Perazin 25mg auf 0mg
Die ganze Zeit oben genannte Symptome
21.11.2017 Wieder rauf auf 100mg Perazin
09.01.2018 Baclofen 112,5mg Symptome: Panikattacken
11.01.2018 Baclofen 100mg

Ululu 69
Team
Beiträge: 3138
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 8522 Mal
Danksagung erhalten: 5456 Mal

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 11.12.17, 14:44

Hallo pummeluff,

bitte auch das Ginkgo-Präparat erst mit einer kleinen Dosis antreten, ob du es verträgst.

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag:
padma
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

pummeluff
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag, 19.11.17, 13:36

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von pummeluff » Montag, 11.12.17, 16:31

Ululu 69 hat geschrieben:Hallo Pummeluff,

du nimmst ja viele Medikamente ein. Das Absetzen wird also wohl schon ein Langzeitprojekt werden. 8- 10 Jahre scheint mir aber übertrieben.
Da du ja anscheinend unter starkem Übergewicht leidest und das ja auch sehr ungesund ist, könntest du ausprobieren, ob du im oberen Dosisbereich etwas schneller vorgehen kannst.
Bei hohen Dosierungen gelingt das öfter.

Nicht den Mut verlieren. :hug:

LG Ute
Danke für deine aufbauenden Worte
Medikamente: Baclofen 100mg, Pregabalin 600mg, Mirtazapin 30mg, Quetiapin 250mg, Perazin 100mg

10.10.17 Eindosieren von Baclofen
30.10.17 Perazin 100mg auf 50mg
Symptome: Sehr frühes Aufwachen mit Angst-/Panikwellen, Kopfrauschen, Kopfzittern
Habe ich auf Baclofen zurückgeführt und nicht auf Perazin
14.10.17 Perazin 50mg auf 25mg
17.10.17 Perazin 25mg auf 0mg
Die ganze Zeit oben genannte Symptome
21.11.2017 Wieder rauf auf 100mg Perazin
09.01.2018 Baclofen 112,5mg Symptome: Panikattacken
11.01.2018 Baclofen 100mg

pummeluff
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag, 19.11.17, 13:36

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von pummeluff » Montag, 11.12.17, 16:36

padma hat geschrieben:hallo Pummeluff, :)

ich habe, genau wie du Baclofen mit im Verdacht.

Du nimmst mit 100 mg davon viel zu viel, :shock: zumal du es ja off label nimmst.
Die Tageshöchstdosis beträgt 3 Tabletten (entsprechend 75 mg Baclofen pro Tag); nur in seltenen Fällen - in der Regel unter stationären Bedingungen - sind Tagesdosen von 3½ - 4½ Tabletten (Dosierungsbereich 90-120 mg Baclofen pro Tag) erforderlich.
https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... 08559.html

Es kann sehr viele körperliche wie psychische NW haben.

Ich würde jetzt noch ca. eine Woche warten, um nicht zuviel zu schnell zu verändern und es dann mit einer Reduktion von Baclofen versuchen. Es muss ebenfalls ausgeschlichen werden.

Laut dem Wechselwirkungscheck der Apotheken Umschau sind WW zwischen Baclofen und Mirtazapin sowie zwischen Perazin und Quetiapin bekannt. Lass deine Medikamentenkombination bitte mal in deiner Apotheke überprüfen.

liebe Grüsse,
padma
100mg Baclofen sind noch ein Minimum, man kann bis 300mg hochdosieren.

Ich glaube aber, dass es immer noch Absetzerscheinungen sind, da diese Symptome bei Baclofen nicht bekannt sind. Habe mich da totgegoogelt und nichts gefunden, auch im Baclofenforum waren die Leute verwirrt, weil diese angeblichen Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
Und beim Absetzen sind sie halt bekannt. Von daher gehe ich davon aus. Vielleicht klappt das Eindosieren einfach nicht. Im Nachhinein hätte ich das Perazin wohl besser draußen lassen können. Aber gut, man weiß nicht wie lange man dann zu Kämpfen hätte...
Medikamente: Baclofen 100mg, Pregabalin 600mg, Mirtazapin 30mg, Quetiapin 250mg, Perazin 100mg

10.10.17 Eindosieren von Baclofen
30.10.17 Perazin 100mg auf 50mg
Symptome: Sehr frühes Aufwachen mit Angst-/Panikwellen, Kopfrauschen, Kopfzittern
Habe ich auf Baclofen zurückgeführt und nicht auf Perazin
14.10.17 Perazin 50mg auf 25mg
17.10.17 Perazin 25mg auf 0mg
Die ganze Zeit oben genannte Symptome
21.11.2017 Wieder rauf auf 100mg Perazin
09.01.2018 Baclofen 112,5mg Symptome: Panikattacken
11.01.2018 Baclofen 100mg

pummeluff
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag, 19.11.17, 13:36

Absetzerscheinungen nach Stunden?

Beitrag von pummeluff » Samstag, 06.01.18, 5:54

Hallo,

unter Baclofen geht es mir abends sehr viel besser. Ich nehme leider noch einen Medikamentencocktail aus Pregabalin, Quetiapin und Mirtazapin. Gestern Abend ging es mir angstmäßig gar nicht gut und mir ist dann eingefallen, dass ich die gesamte Abendosis von den Medikamenten noch nicht genommen haben...

Vor Baclofen ging es mir abends immer sehr schlecht und die ganzen Medikamente haben gefühlt überhaupt keine Wirkung mehr bei mir. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob sie wohl doch noch wirken oder ob die Medikamente auch zu einer festen Uhrzeit in die Hirnchemie eingebaut sind und nach ein paar Stunden schon quasi Absetzerscheinungen verursachen.

Die 2. Möglichkeit wäre mir sehr viel lieber, denn ich möchte die Medikamente mal absetzen können.
Medikamente: Baclofen 100mg, Pregabalin 600mg, Mirtazapin 30mg, Quetiapin 250mg, Perazin 100mg

10.10.17 Eindosieren von Baclofen
30.10.17 Perazin 100mg auf 50mg
Symptome: Sehr frühes Aufwachen mit Angst-/Panikwellen, Kopfrauschen, Kopfzittern
Habe ich auf Baclofen zurückgeführt und nicht auf Perazin
14.10.17 Perazin 50mg auf 25mg
17.10.17 Perazin 25mg auf 0mg
Die ganze Zeit oben genannte Symptome
21.11.2017 Wieder rauf auf 100mg Perazin
09.01.2018 Baclofen 112,5mg Symptome: Panikattacken
11.01.2018 Baclofen 100mg

Ululu 69
Team
Beiträge: 3138
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 8522 Mal
Danksagung erhalten: 5456 Mal

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 07.01.18, 9:20

Hallo pummeluff,

auch wenn du der Meinung bist, keine Wirkung mehr zu verspüren, sind die Medikamente fest in den Stoffwechsel eingebaut und müssen deshalb langsam ausgeschlichen werden, um Absetzsymptome zu minimieren.
Man sollte diese Medikamente auch möglichst immer zur gleichen Zeit nehmen, es geht vielen so, dass sich eine verspätete Einnahme auswirkt.

Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass du die Medikamente nicht los werden kannst. Es zeigt nur, dass du es sehr vorsichtig angehen musst und dein Gehirn quasi langsam entwöhnen solltest.

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag (Insgesamt 2):
JamieLinLina
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Neverthelessw11
Beiträge: 146
Registriert: Samstag, 04.11.17, 19:43
Hat sich bedankt: 86 Mal
Danksagung erhalten: 314 Mal

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von Neverthelessw11 » Sonntag, 07.01.18, 10:14

Guten Morgen,

als ich einen Teil des retardierten Quetiapins auf unretardiertes umgestellt hab, hab ich zeitweise morgens etwas unretardiertes genommen, um den Wirkstoffspiegel etwas konstanter zu halten über den Tag. Da habe ich schon gemerkt, dass wenn ich die 6 mg (was eine sehr geringe Dosis ist) viel zu spät einnehme, ich vorher etwas unruhiger wurde und Herzklopfen bekam. Mein Körper hat sich aber in kürzester Zeit beruhigt, aber ich habe dann auch sehr drauf geachtet, dass ich die Dosis immer zu einer festen Zeit (beziehungsweise immer eine feste Zeit später als die letzte Dosis) nehme.

Versuch dir wirklich feste Zeiten zu setzen (oder so wie ich, dass du die Dosis immer x Stunden später als die letzte Dosis nimmst) und beobachte dann mal deinen Körper. Eventuell wäre es eine Idee für dich, einen kleinen Anteil des Medikaments früher (z.B. Vormittags) zu nehmen? Aber da möchte ich keinen Ratschlag geben, da kenn ich mich zu wenig aus - vielleicht sagt dir dazu jemand von den Erfahrenen noch was.

LG Never
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Neverthelessw11 für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinapadma
Medikamente: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
► Text zeigen
Absetzgründe:
► Text zeigen
Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
► Text zeigen
Experimente mit NEM: Keine Aktiven.
► Text zeigen

pummeluff
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag, 19.11.17, 13:36

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von pummeluff » Sonntag, 07.01.18, 10:59

Ok, da freu ich mich zu hören, dass meine 2. Theorie wohl eher stimmt. Ich möchte wirklich mal bald absetzen können.
Ich habe mir jetzt eine Medikamenten App eingerichtet, so werde ich jetzt immer an die Einnahme erinnert.
Medikamente: Baclofen 100mg, Pregabalin 600mg, Mirtazapin 30mg, Quetiapin 250mg, Perazin 100mg

10.10.17 Eindosieren von Baclofen
30.10.17 Perazin 100mg auf 50mg
Symptome: Sehr frühes Aufwachen mit Angst-/Panikwellen, Kopfrauschen, Kopfzittern
Habe ich auf Baclofen zurückgeführt und nicht auf Perazin
14.10.17 Perazin 50mg auf 25mg
17.10.17 Perazin 25mg auf 0mg
Die ganze Zeit oben genannte Symptome
21.11.2017 Wieder rauf auf 100mg Perazin
09.01.2018 Baclofen 112,5mg Symptome: Panikattacken
11.01.2018 Baclofen 100mg

pummeluff
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag, 19.11.17, 13:36

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von pummeluff » Donnerstag, 11.01.18, 10:03

Hallo,

mir geht es nicht so gut. Das Wiedereindosieren dauert und dauert, das Kopfzittern ist besser geworden, aber es ist immer noch ein komisches Gefühl vorhanden. Doch leider bekomme ich abends die Ruhe nicht mehr wieder rein, die ich zu Anfang mit Baclofen hatte. Meiner Meinung nach habe ich mir das mit dem Kaltentzug kaputt gemacht. Oder kann das nicht sein, dass ich immer noch nach so vielen Wochen noch innere Unruhe als Absetzerscheinung haben kann? Immerhin hab ich die anderen Symptome auch noch. Es hilft wohl nur weiter abwarten, was mir im Moment sehr schwer fällt. Endlich konnte ich mit Baclo den Abend wieder genießen und dann ist wieder alles vorbei :(
Medikamente: Baclofen 100mg, Pregabalin 600mg, Mirtazapin 30mg, Quetiapin 250mg, Perazin 100mg

10.10.17 Eindosieren von Baclofen
30.10.17 Perazin 100mg auf 50mg
Symptome: Sehr frühes Aufwachen mit Angst-/Panikwellen, Kopfrauschen, Kopfzittern
Habe ich auf Baclofen zurückgeführt und nicht auf Perazin
14.10.17 Perazin 50mg auf 25mg
17.10.17 Perazin 25mg auf 0mg
Die ganze Zeit oben genannte Symptome
21.11.2017 Wieder rauf auf 100mg Perazin
09.01.2018 Baclofen 112,5mg Symptome: Panikattacken
11.01.2018 Baclofen 100mg

Ululu 69
Team
Beiträge: 3138
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 8522 Mal
Danksagung erhalten: 5456 Mal

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 11.01.18, 14:17

Hallo Pummeluff,

nach deinen hohen Dosissprüngen mit dem Perazin in ziemlich kurzer Zeit ist es sehr wahrscheinlich, dass dein ZNS jetzt Zeit braucht, um sich wieder zu stabilisieren.
pummeluff hat geschrieben:100mg Baclofen sind noch ein Minimum, man kann bis 300mg hochdosieren
Dazu habe ich Folgendes auf der Website der apothekenumschau gefunden:
•Steigerungen der Tagesdosis um 1-3-mal ½ Tablette sollen frühestens jeden 3. Tag erfolgen, bis zum Erreichen der optimalen Tagesdosis. Diese liegt gewöhnlich bei 30-75 mg/Tag (entsprechend 3-7 ½ Tabletten), die auf 2-4 Einzelgaben verteilt werden.
•Die Tageshöchstdosis beträgt 75 mg Baclofen (entsprechend 7 ½ Tabletten zu 10 mg); nur in seltenen Fällen - in der Regel unter stationären Bedingungen - sind höhere Tagesdosen von 90-120 mg Baclofen (entsprechend 9-12 Tabletten) erforderlich.
LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag:
padma
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

pummeluff
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag, 19.11.17, 13:36

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von pummeluff » Donnerstag, 11.01.18, 14:29

In einschlägigen Foren wird bis zu 300mg aufdosiert...
Aber ist egal, ich dosiere Baclofen jetzt runter.
Medikamente: Baclofen 100mg, Pregabalin 600mg, Mirtazapin 30mg, Quetiapin 250mg, Perazin 100mg

10.10.17 Eindosieren von Baclofen
30.10.17 Perazin 100mg auf 50mg
Symptome: Sehr frühes Aufwachen mit Angst-/Panikwellen, Kopfrauschen, Kopfzittern
Habe ich auf Baclofen zurückgeführt und nicht auf Perazin
14.10.17 Perazin 50mg auf 25mg
17.10.17 Perazin 25mg auf 0mg
Die ganze Zeit oben genannte Symptome
21.11.2017 Wieder rauf auf 100mg Perazin
09.01.2018 Baclofen 112,5mg Symptome: Panikattacken
11.01.2018 Baclofen 100mg

Ululu 69
Team
Beiträge: 3138
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 8522 Mal
Danksagung erhalten: 5456 Mal

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 11.01.18, 14:45

Hallo Pummeluff,

das wollte ich damit gar nicht gesagt haben. :shock:
Vielleicht solltest du damit auch lieber warten, bis du dich wieder etwas stabilisieren konntest.
Es hat mich einfach nur gewundert.
Oftmals "verkaufen" uns die Ärzte ihre Hammerdosierungen ja als völlig normal oder gar homöopathisch.
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass sehr schnell unnötig hohe Dosierungen verschrieben werden.
Damit steigt natürlich auch das Risiko für Nebenwirkungen.

Das sollte auf keinen Fall Kritik an dir sein. :hug:

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinapadma
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

pummeluff
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag, 19.11.17, 13:36

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von pummeluff » Donnerstag, 11.01.18, 15:00

Ich hab dich auch nicht falsch vestanden, keine Sorge :)

Habe es mir aber überlegt, da ich vorgestern das Baclofen höher dosiert habe und es mir seit dem schlechter geht. Vielleicht nehme ich doch zuviel und kann den Zustand wiederherstellen, den ich mal hatte. Und wenn dem nicht so ist, kommt die innere Unruhe auch noch vom Absetzen.
Medikamente: Baclofen 100mg, Pregabalin 600mg, Mirtazapin 30mg, Quetiapin 250mg, Perazin 100mg

10.10.17 Eindosieren von Baclofen
30.10.17 Perazin 100mg auf 50mg
Symptome: Sehr frühes Aufwachen mit Angst-/Panikwellen, Kopfrauschen, Kopfzittern
Habe ich auf Baclofen zurückgeführt und nicht auf Perazin
14.10.17 Perazin 50mg auf 25mg
17.10.17 Perazin 25mg auf 0mg
Die ganze Zeit oben genannte Symptome
21.11.2017 Wieder rauf auf 100mg Perazin
09.01.2018 Baclofen 112,5mg Symptome: Panikattacken
11.01.2018 Baclofen 100mg

Gwen
Team
Beiträge: 1815
Registriert: Donnerstag, 12.01.17, 12:31

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 11.01.18, 15:17

Hallo pummeluff,
kannst Du bitte Deine Signatur aktualisieren?
Dann können alle die Dir raten gleich sehen was Du wann verändert hast.
Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

pummeluff
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag, 19.11.17, 13:36

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von pummeluff » Donnerstag, 11.01.18, 16:22

Gwen hat geschrieben:Hallo pummeluff,
kannst Du bitte Deine Signatur aktualisieren?
Dann können alle die Dir raten gleich sehen was Du wann verändert hast.
Viele Grüße Gwen
Ja natürlich
Medikamente: Baclofen 100mg, Pregabalin 600mg, Mirtazapin 30mg, Quetiapin 250mg, Perazin 100mg

10.10.17 Eindosieren von Baclofen
30.10.17 Perazin 100mg auf 50mg
Symptome: Sehr frühes Aufwachen mit Angst-/Panikwellen, Kopfrauschen, Kopfzittern
Habe ich auf Baclofen zurückgeführt und nicht auf Perazin
14.10.17 Perazin 50mg auf 25mg
17.10.17 Perazin 25mg auf 0mg
Die ganze Zeit oben genannte Symptome
21.11.2017 Wieder rauf auf 100mg Perazin
09.01.2018 Baclofen 112,5mg Symptome: Panikattacken
11.01.2018 Baclofen 100mg

Elfi
Beiträge: 19
Registriert: Donnerstag, 14.12.17, 8:55
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Lautes Kopfrauschen und Zittern / Baclofen, Perazin

Beitrag von Elfi » Dienstag, 30.01.18, 9:27

Hallo pummeluff,

ich habe mein AD zu schnell abgesetzt und habe die gleichen Symptome wie du (Kopfzitter, Rauschen und Druck im Kopf, Tinitus im rechten Ohr -pfeifen, linkes Ohr hörbarer Herzschlag). Ich habe es schon seit 2 Monaten und es hört nicht auf. Ich kann dadurch nicht mehr arbeiten.

Es ist wirklich zun verrückt werden.
Hat es bei dir inzwischen aufgehört?

Grüße,
Elfi
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Elfi für den Beitrag:
Jamie
September 2016: Klinikaufenthalt (5 Wochen) wegen schwerer Depression, Panikataken
mit 75 mg Sertralin entlassen
24.02.17 -12,5 mg - 62,5 mg
07.03.17 + 6 mg - 68,5 mg Reduktion war zu viel
18.03.17. - 4 mg - 64,5 mg
02.04.17. - 5 mg. - 59,5 mgu
18.04.17 - 4 mg. - 55,5 mg
30.04.17. - 4,5 mg - 51 mg
26.05.17 - 4 mg. - 48 mg
10.06.17. - 4,5 mg - 43,5 mg
28.06.17 - 4 mg - 39,5 mg
10.07.17 - 4,5 mg - 35 mg
18.07.17 - 4 mg - 31 mg
24.07.17 - 4 mg - 27 mg
10.08.17 - 4 mg - 24 mg
19.08.17 - 4 mg - 20 mg
30.08.17 - 4 mg - 16 mg
12.09.17 - 4 mg - 12 mg
30.09.17 - 4 mg - 8 mg
15.10.17 - 3 mg - 5 mg
30.10.17 - 5 mg - 0 mg 6 Wochen ohne nennenswerte Symptome
27.11.17 + 2 mg - 2 mg starke Absetzsymptome, depressive Stimmung, Schwitzen/Frieren, zittern, Herzklopfen, Schwindel, Angstzustände, Schlaflosigkeit, starke Nervosität, Benommenheit, kein Appetit, trockener Mund
04.12.17 + 2 mg - 4 mg wegen Zusammenbruch
07.12.17 + 1 mg - 5 mg Absetzsymptome sind zu massiv, kaum zum Aushalten
10.12.17 + 0,5 mg - 5,5 mg Absetzsymptome sind zu massiv, kaum zum Aushalten
15.12.17 + 2,5 mg - 8 mg wegen erneutem Zusammenbruch
16.12.17 + 2 mg - 10 mg seitdem sind die Symptome erträglicher. Jedoch weiterhin ist die innere Unruhe (besonders im Kopf) vorhanden und besonders nachts spürbar. Stimmung ist mäßig/ gedrückt.
23.12.17 + 2,5 mg - 12,5 mg Empfehlung Psychologin zur Stabilisierung
05.01.18 + 12,5 mg - 25 mg Aufdosiert, da mit 12,5 mg keine Stabilisierung möglich war
11.01.18 + 25 mg - 50 mg aufdosiert wegen erneuter depressier Phase :(
26.01.18. + 12,5 mg. - 62,5 mg Die Symptome werden leichter
02.02.18. + 12,5 mg. - 75 mg Ich bin immer noch nicht stabil
20.02.18 + 25 mg. - 100 mg erneuter Klinikaufenthalt und Medikamentenerhöhung
02.03.18. + 25 mg. - 125 mg wegen somatischer Symptome :frust:

Antworten