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Rote-Hand-Brief zu Haldol (Haloperidol)

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Rote-Hand-Brief zu Haldol (Haloperidol)

Beitrag von Murmeline » Freitag, 22.12.17, 11:16

Janssen-Cilag informiert, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ein Harmonisierungsverfahren für alle Darreichungsformen von Haldol und Haldol Decanoat Depot durchgeführt hat.

Dadurch haben sich zahlreiche Änderungen in den Fachinformationen zu Indikationen, maximaler Tagesdosis, Dosierung und Art der Verabreichung, Dosierung bei älteren Patienten, Anpassungen bei Gegenanzeigen, Interaktionen, Nebenwirkungen, Hinweisen zu Fertilität, Schwangerschaft u, Stillzeit.

Die wichtigsten Änderungen:

Indikationsänderungen

Folgende Anwendungsgebiete sind weggefallen oder wurden eingeschränkt:

- Erbrechen (HALDOL 1mg Tabletten und HALDOL Tropfen zum Einnehmen) (weggefallen)
- Tic-Erkrankungen bei Kindern ab 3 Jahren (HALDOL 1mg/5mg/10mg Tabletten und HALDOL Tropfen zum Einnehmen) nun erst zugelassen ab 10 Jahren (eingeschränkt)
- akute und chronische schizophrene Syndrome (HALDOL Injektionslösung) (weggefallen)

Quelle und weitere Infos:
https://psylex.de/psychopharmaka/psycho ... dol.html#4
Zuletzt geändert von Jamie am Samstag, 23.12.17, 8:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von Eva » Freitag, 22.12.17, 18:13

Hallo,

Haldol habe ich indirekt - aus der Beobachtung heraus - als wahres Teufelszeug kennenlernen müssen und bin froh über JEDE Einschränkung der Einnahme!

LG Eva
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von LinLina » Freitag, 22.12.17, 18:17

Hallo Eva :-)

Ja, Haldol hat ziemlich heftige Nebenwirkungen, auch dauerhafte. Dass es bisher ab 3 Jahre zugelassen war, finde ich erschreckend.

Liebe Grüße
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von padma » Freitag, 22.12.17, 18:43

hallo :) ,

ich war ja so ensetzt, als ich herausgefunden hatte, dass sie es meiner 80 jährigen Mutter in einem somatischen Krankenhaus gegeben haben, Indikation dafür war wohl Übelkeit. :frust:

Wie es ihr damit ging, brauche ich wohl nicht zu schreiben.
Ich bin sehr erleichtert, dass das als Indikation nun nicht mehr erlaubt ist

lg padma
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von Eva » Freitag, 22.12.17, 18:45

Hallo,

ehrlich aus dem Bauch heraus? Dass es sowas wie Haldol geben kann, ist eine Schande!

Und ich greife selten zu solch starken Worten.

LG Eva
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von Flummi » Freitag, 22.12.17, 22:19

Hallo,
Hab mich da gefragt, was sie dann in der Notfallaufnahme bei Schizophrenie/psychose machen. Es war ja eigentlich DAS Medikament zur akuten Behandlung. Es war das allererste, was ich bekommen habe. Oder gilt das nur für die Injektion ? Ich habe es damals als Tropfenlösung bekommen.
Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von Eva » Freitag, 22.12.17, 22:52

Hallo Claudia,

es gibt auch für Notfälle bestimmt noch andere Möglichkeiten.

Und ncht alle Neuroleptika zeigen solch hammermäßiges Nebenwirkungsprofil wie Haldol.

Grüße, Eva
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von Murmeline » Samstag, 23.12.17, 7:48

Hallo Claudia,

Es gilt für die Injektion. Diese darf man erst dann einsetzen, wenn der Patient (stabil) auf die orale Einnahme mit Tabletten/Tropfen eingestellt ist.

https://www.akdae.de/Arzneimittelsicher ... 171221.pdf

Murmeline mit Grüssen
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol (Haloperidol)

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 23.12.17, 18:05

Hallo,
offen gesagt fand ich die Wirkung von 6mg Haldol nicht so schlimm. Ich wurde nicht müde und es gab keine Gewichtszunahme. Aber Angst hatte ich - vor Spätdyskinesien. Nach drei Monaten musste ich wegen einer heftigen Akathasie Haldol wieder absetzen......
aber WAS genau die gewünschte Wirkung sein soll , konnte ich nicht herausfinden.
claudiaef hat geschrieben:Hallo,
Hab mich da gefragt, was sie dann in der Notfallaufnahme bei Schizophrenie/psychose machen. Es war ja eigentlich DAS Medikament zur akuten Behandlung. Es war das allererste, was ich bekommen habe. Oder gilt das nur für die Injektion ? Ich habe es damals als Tropfenlösung bekommen
es ist auch immer noch das Medikament für Durchgangssyndrom, also Verwirrung nach einer Operation/ Narkose.

liebe Grüße Arian
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