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Bachplaetschern: Venlafaxin absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Bachplaetschern: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Bachplaetschern » Dienstag, 09.01.18, 18:57

Hallo ihr Lieben im Forum,

ab heute werde ich Seroquel Prolong 150mg reduzieren.

Meine Ärztin war nicht ganz soo begeistert. Dennoch möchte ich eine Reduktion versuchen, da ich schauen möchte ob das Seroquel evtl. meine Symptomatik begünstigt, welche ich seit einigen Jahren mit mir rumschleppe. u.a sehr geringe Belastbarkeit, geringe Streßtoleranz, schlecht aus dem Bett kommen (brauche min. 10 Std. Schlaf), Konzentrationsschwierigkeiten, Reizüberflutung, Tinnitus.

Das Seroquel ist das Medikament, dass ich schon am aller längsten nehme ( 6 Jahre). Deshalb möchte ich schauen, ob sich evtl. was an meiner Belastbarkeit verbessert und ob ich weniger Schlaf benötige. Habe nämlich eine Arbeitgelegenheit seit September 2017 und es ist utopisch für mich morgens um 9 dort zu sein. Wäre schön, wenn sich da was verbessert.

Es ist einfach ein Versuch, da ich schon so viel anderes ausprobiert habe, um meine Symptomatik zu verbessern.

Ich habe heute meiner Ärztin auch von der 10% Methode erzählt und sie hat irgendwie ziemlich zerknirscht reagiert.
Was ich total verstörend ehrlich gesagt fand. :shock:
Sie meinte, dass sie das Gefühl habe, dass Infos aus einem Forum wichtiger seien, als ihr fachärzliche Erfahrung. :wacko:

Fand ich total merkwürdig, dass sie da so reagiert. Ich meine, ich möchte einfach das Beste für mich und mir nicht unnötigen Stress zu muten. Dass ich mich im Internet informier ist einfach ein Akt der Selbstfürsorge.

Wie reagieren eure Ärzte darauf, wenn ihr ihnen widersprecht bzw. neue Ideen mitteilt, die ihr zB. hier gelesen habt?



Viele Grüße und freue mich von euch zu hören :)

Bachplaetschern :)
Zuletzt geändert von Gwen am Mittwoch, 04.07.18, 22:06, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Meine Diagnosen: Depression, frühkindliches Bindungstrauma, Traumafolgestörung, Tinnitus

Symptomatik: geringe Belastbarkeit, geringe Stresstoleranz (bin ziemlich schnell gestresst), Reizüberflutung (visuell und akustisch), teilweise schlechte Stimmung, negativisitische Gedanken + Hoffnungslosigkeit, Anspannung (vorallem wenn ich allein bin), manchmal emotional instabil (fühle mich dann meistens sehr vulnerabel)



Mediktion aktuell: morgens:112,5 mg Velafaxin, 150mg Elotril, 5 Tr. Escitalopram / abends: 100mg Seroquel retard + 25mg Seroquel unretardiert (Bedarfsweise)

Aktuelle Reduktion:

Seit 13.4.18 Venlafaxin 100mg


Dezember 2017 kurzzeitig versucht Venlafaxin auszuschleichen. Es war mir dann allerdings wichtiger, anzufangen, das Seroquel zu reduzieren, da ich ausprobieren möchte, ob sich meine Belastbarkeit dadurch verbessert.

2012: 450mg Seroquel retard, 60mg Duloxetin, Mirtazapin, Valdoxan (über die Jahre reduziert bzw. abgesetzt)

Seit 2016 : 150mg Seroquel retard, 7 Tr. Escitalopram (dadurch starke Unruhe, deshalb abgesetzt)

2017: Umstellung auf 112,5 mg Venlafaxin, für 2-3 Monate 200mg Seroquel retard, danach wieder auf Ursprungsdosis 150mg Seroquel retard

2018: Eindosierung Elotril 150mg, 5 Tr. Escitalopram (wegen Venlafaxin Absetzwunsch)



Vergangene REDUKTION:

8.1.18- 11.1.18 : 100mg Seroquel retard+ 50mg unretardiert
12.1.18-29.1.18: 100mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
30.1.18-03.2.18: 150mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
04.02.18- ? : 100mg Seroquel retard+ 50mg Seroquel unretadiert

Im Feburar Absetzversuch abgebrochen.

Weitere Reduktion im :schnecke: Tempo.


Im Bedarf habe ich Promethazin, theoretisch auch Tavor. ( Nehme aber absolut selten Bedarf)

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Sonstige Einnahmen:

Seit ca. November 2017 : Vitamin D Tropfen hochdosiert (5000 i. E.)
Alle paar Tage: 400mg Magnesiumcitrat

22.1.18-26.1.18 : 800mg Rhodiola Rosea (hat zu mehr Schlafstörung geführt, deshalb reduziert)
seit 27.1.18 : 400mg Rhodiola Rosea


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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von padma » Dienstag, 09.01.18, 19:41

hallo Bachplätschern, :)

jetzt willkommen in deinem thread.

Dass Ärzte nicht "begeistert" sind, wenn man ihnen erzählt, dass man sich im Internet informiert hat und ihnen mitteilt, dass man entsprechend den Empfehlungen eines Forums ausschleichen möchte, ist leider eher die Regel als die Ausnahme.

Viele von uns hier, besprechen daher das Ausschleichen nicht im Detail mit ihren Ärzten, sondern reduzieren selbstständig, so wie sie es wollen. Es ist unser Körper und unsere Gesundheit!

Was du an Symptomatik schilderst sind klassische Nebenwirkungen von NL, daher könntest du von einer Reduktion wirklich profitieren.
Über die Umstellung auf nicht-retardiertes Quetiapin weisst du ja bereits Bescheid.

Könntest du bitte noch etwas mehr zu dir schreiben?
Was nimmst du sonst noch für Medikamente? Was ist/war der Einnahmegrund?
Bitte erstelle noch eine Signatur.

hier die wichtigsten Infos viewtopic.php?f=32&t=12884

liebe Grüsse,
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Dienstag, 09.01.18, 19:52

Hallo Padma,

ja das mit der Signatur werde ich noch machen und auch mehr über mich schreiben.


Dass langes Schlafen und geringe Belastbarkeit Nebenwirkungen sein können, kann ich mir gut vorstellen.

Hast du denn schonmal davon gehört, dass auch Reizüberempfindlichkeit oder kaum Stresstoleranz als Nebenwirkungen vorkamen? Das Seroquel ist ja eigentlich genau GEGEN diese Symptome gedacht, Es soll einen ja eher reizunempfindlicher machen und beruhigen.

Viele Grüße & bis bald

Bachplaetschern
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Aktuelle Reduktion:

Seit 13.4.18 Venlafaxin 100mg


Dezember 2017 kurzzeitig versucht Venlafaxin auszuschleichen. Es war mir dann allerdings wichtiger, anzufangen, das Seroquel zu reduzieren, da ich ausprobieren möchte, ob sich meine Belastbarkeit dadurch verbessert.

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2017: Umstellung auf 112,5 mg Venlafaxin, für 2-3 Monate 200mg Seroquel retard, danach wieder auf Ursprungsdosis 150mg Seroquel retard

2018: Eindosierung Elotril 150mg, 5 Tr. Escitalopram (wegen Venlafaxin Absetzwunsch)



Vergangene REDUKTION:

8.1.18- 11.1.18 : 100mg Seroquel retard+ 50mg unretardiert
12.1.18-29.1.18: 100mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
30.1.18-03.2.18: 150mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
04.02.18- ? : 100mg Seroquel retard+ 50mg Seroquel unretadiert

Im Feburar Absetzversuch abgebrochen.

Weitere Reduktion im :schnecke: Tempo.


Im Bedarf habe ich Promethazin, theoretisch auch Tavor. ( Nehme aber absolut selten Bedarf)

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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 09.01.18, 20:31

Guten Abend!

Du kannst es bei deiner Ärztin ja so drehen, dass sich dieses ominöse Forum an den Empfehlungen dieser Broschüre mitorientiert. Sie ist von der deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie und es haben Mediziner daran mitgewirkt.

Bitte schau mal rein: viewtopic.php?f=32&t=8997

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von inandout » Dienstag, 09.01.18, 21:55

Hallo Bachplaetschern,

ich war heute bei meinem Arzt und habe bei der Frage "Benzodiazepine" mein Argument auch spontan mit der Broschüre der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie gestützt (schade drum, die Richtigkeit eines Arguments hängt nicht davon ab wer es sagt). Und mein Arzt ist schon ein offener, der z.B. Neuroleptika-kritisch ist (meine Psycho-Drogen). Aber er ist eben auch trotzdem Arzt in seiner Rolle, heißt, wenn der Patient/ die Patientin dort mit ganz eigenen Vorstellungen kommt, stellt das eben schon seine Autorität in Frage, davon ist wahrscheinlich kein Arzt frei. Deswegen stimme ich Murmeline mit ihrem strategischen Vorgehen zu (unter Schmerzen). Long live authority, long live positions, long live alienation (Ironie aus ;))

Liebe Grüße,

inandout
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von padma » Mittwoch, 10.01.18, 17:32

hallo Bachplätschern, :)
Hast du denn schonmal davon gehört, dass auch Reizüberempfindlichkeit oder kaum Stresstoleranz als Nebenwirkungen vorkamen? Das Seroquel ist ja eigentlich genau GEGEN diese Symptome gedacht, Es soll einen ja eher reizunempfindlicher machen und beruhigen.
Ich habe es nicht direkt als NW wo gefunden. Allerdings ist es so, dass Psychopharmaka, die Symptome gegen die sie eigentlich helfen sollen, auch selbst auslösen können. Also, dass ein eigentlich beruhigendes Medikament Unruhe auslöst, ein Antidepressivum selbst eine Depression auslösen oder verstärken kann, u.s.w.

Es ist eben ein recht willkürlicher Eingriff in das ZNS, was es genau auslöst, kann von Person zu Personn sehr unterschiedlich sein.

Da du noch weitere Medikamente nimmst, könnten die natürlich auch die Ursache sein.

liebe Grüsse,
padma
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 10.01.18, 18:32

Hallo Bachplätschern,
ich habe im Netz etwas über die "paradoxe Wirkung" von Quetiapin/ Seroquel gefunden:
https://pflegeboard.de/thema/paradoxe-w ... uel.40375/
geht zwar um alte Menschen, aber wenn das ZNS schon geärgert wurde, reagieren auch Jüngere anders als vom Behandler erwünscht.

liebe Grüße Arian
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Bachplaetschern
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Freitag, 12.01.18, 14:16

Hallo ihr,


ich wollte heute mal erzählen wie es mir bisher so ergangen ist.

Habe das Seroquel 150 retard ab Montagabend auf 100mg retard und 25mg unretardiert reduziert.

Die ersten beiden Nächte war ich gegen 4 Uhr hellwach, habe dann nochmal 25mg dazugenommen. Was mich aber über den Tag sehr müde gemacht hat.

Die Schlafstörungen waren diese Nacht aber schon viel besser. Bin einmal kurz aufgewacht und konnte auch ohne Bedarf wieder einschlafen.

Ansonsten habe ich mich die ersten Tage schon ziemlich gelevelt gefühlt. Ein bisschen als wäre ich krank oder hätte nen Kater, oder beides ;). :zombie:
War die ersten beiden Tage auch sehr reizempfindlich, vorallem visuell.

Habe aber gut für mich gesorgt. Einfach viel Ruhe und ausruhen. Kontakte und angenehme Tätigkeiten pflegen.


Heute fühle ich mich schon besser. Fühle mich wacher/ frischer und komme morgens bissl besser und früher aus dem Bett :)

Werde das jetzt weiter beobachten. Und hoffe, dass es so bleibt wie es grad ist.


Viele liebe Grüße

Bachplaetschern
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Aktuelle Reduktion:

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Dezember 2017 kurzzeitig versucht Venlafaxin auszuschleichen. Es war mir dann allerdings wichtiger, anzufangen, das Seroquel zu reduzieren, da ich ausprobieren möchte, ob sich meine Belastbarkeit dadurch verbessert.

2012: 450mg Seroquel retard, 60mg Duloxetin, Mirtazapin, Valdoxan (über die Jahre reduziert bzw. abgesetzt)

Seit 2016 : 150mg Seroquel retard, 7 Tr. Escitalopram (dadurch starke Unruhe, deshalb abgesetzt)

2017: Umstellung auf 112,5 mg Venlafaxin, für 2-3 Monate 200mg Seroquel retard, danach wieder auf Ursprungsdosis 150mg Seroquel retard

2018: Eindosierung Elotril 150mg, 5 Tr. Escitalopram (wegen Venlafaxin Absetzwunsch)



Vergangene REDUKTION:

8.1.18- 11.1.18 : 100mg Seroquel retard+ 50mg unretardiert
12.1.18-29.1.18: 100mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
30.1.18-03.2.18: 150mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
04.02.18- ? : 100mg Seroquel retard+ 50mg Seroquel unretadiert

Im Feburar Absetzversuch abgebrochen.

Weitere Reduktion im :schnecke: Tempo.


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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Neverthelessw11 » Freitag, 12.01.18, 16:18

Hay,

schön, dass du die erste Reduktion durchführen konntest, 25 mg + Umstellung ist natürlich eine Hausnummer, also klar dass sich alles seltsam anfühlt. Denk dran gerade nach dieser größeren Reduktion erstmal 4-6 Wochen auf der Dosis zu bleiben ;) Gerade wenn du erste Verbesserungen merkst!
Heute fühle ich mich schon besser. Fühle mich wacher/ frischer und komme morgens bissl besser und früher aus dem Bett :)
Genau so ging es mir auch nach der ersten Umstellung! Hatte gar nicht so früh mit einer Verbesserung gerechnet. Werd aber nicht übermütig deswegen ;)

Werde deinen Verlauf auch weiter verfolgen, weil ähnliche Ausgangslage! Darf ich fragen, was deine Grundproblematik ist, weswegen du überhaupt Medikamente nimmst?

Aber das klingt so gut! Freue mich sehr für dich! Aber sei auch nicht enttäuscht, wenn sich in der nächsten Woche (bei immer so ab Tag 4 eine Woche lang) doch noch Symptome zeigen. Wenn du langsam deinen Weg gehst, werden die auch wieder verschwinden!

LG Never
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Medikamente: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
► Text zeigen
Absetzgründe:
► Text zeigen
Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
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Experimente mit NEM: Keine Aktiven.
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Bachplaetschern
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Freitag, 12.01.18, 22:14

Hallo du,

danke für den Beitrag! :)

Ich überlege grad, dass ich nur noch eine halbe 25mg unretardiert + 100mg retardiert nehme, da mich die unretardierten am Tag so müde machen.

Meinst du der Schritt ist zu groß?

In welchen Schritten bist du vorgegangen?

LG
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Seit 13.4.18 Venlafaxin 100mg


Dezember 2017 kurzzeitig versucht Venlafaxin auszuschleichen. Es war mir dann allerdings wichtiger, anzufangen, das Seroquel zu reduzieren, da ich ausprobieren möchte, ob sich meine Belastbarkeit dadurch verbessert.

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Seit 2016 : 150mg Seroquel retard, 7 Tr. Escitalopram (dadurch starke Unruhe, deshalb abgesetzt)

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2018: Eindosierung Elotril 150mg, 5 Tr. Escitalopram (wegen Venlafaxin Absetzwunsch)



Vergangene REDUKTION:

8.1.18- 11.1.18 : 100mg Seroquel retard+ 50mg unretardiert
12.1.18-29.1.18: 100mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
30.1.18-03.2.18: 150mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
04.02.18- ? : 100mg Seroquel retard+ 50mg Seroquel unretadiert

Im Feburar Absetzversuch abgebrochen.

Weitere Reduktion im :schnecke: Tempo.


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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Freitag, 12.01.18, 22:15

Ach, habe grad gesehen, dass man das alles scheen bei dir im Untertitel lesen kann.

Vielen Dank :)
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Symptomatik: geringe Belastbarkeit, geringe Stresstoleranz (bin ziemlich schnell gestresst), Reizüberflutung (visuell und akustisch), teilweise schlechte Stimmung, negativisitische Gedanken + Hoffnungslosigkeit, Anspannung (vorallem wenn ich allein bin), manchmal emotional instabil (fühle mich dann meistens sehr vulnerabel)



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Vergangene REDUKTION:

8.1.18- 11.1.18 : 100mg Seroquel retard+ 50mg unretardiert
12.1.18-29.1.18: 100mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
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Neverthelessw11
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Neverthelessw11 » Samstag, 13.01.18, 11:52

Hay,

vielleicht magst du dir auch eine ähnliche Signatur anlegen? Dann muss man nicht immer alles durchscrollen ;) Zumindest Grund der Einnahme, Medikament, Urpsrungsdosis + aktueller Stand (mit Einnahmezeit) wären super!

Wann nimmst du die 25 mg unretardiert? Ich nehme die immer abends eine Stunde vorm Schlafen - da schlaf ich schön ruhig von und durch die Halbwertzeit von 7-12 Stunden kann ich morgens auch besser aufstehen.

Falls du die nicht abends nimmst: Versuche doch mal (Schrittweise!) die Einnahmezeit auf Abends zu verschieben. Also z.B. jeden Tag 2 h später bis der gewünschte Zeitpunkt erreicht ist.

Ich würde dir dringend abraten von einem weiteren so schnellen Schritt. Dir geht es gerade gut und du merkst sogar eine Verbesserung, mach das nicht durch Ungeduld kaputt. Versuch es mal mit der Abendeinnahme und halte die Dosis 4-6 Wochen! Denn gerade die Umstellung von Ret auf Unret ist für den Körper ja eine echte Veränderung. Nach 4-6 Wochen kannst du dann nochmal 12,5 mg weglassen, das wären 10%. Ab 100 mg solltest du aber auch da die Schritte reduzieren. Ich geh sogar noch langsamer vor (immer 1/4tel einer 25 mg Tablette weniger). Nicht weil es mir schlecht gehen würde, sondern weil ich unbedingt leistungsfähig bleiben will für mein Studium. Du möchtest ja auch leistungsfähig sein bzw werden, damit du auch morgens arbeiten gehen kannst: Ein zu schneller Absetzprozess bringt dich dem Ziel nicht näher. Ich will dir auch keine Angst machen, sondern nur warnen, damit es weiter so positiv läuft!

LG Never
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Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
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Absetzgründe:
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Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
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Bachplaetschern
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Montag, 15.01.18, 10:27

Hallo ihr,

mittlerweile merke ich schon Veränderungen die nicht so angenehm sind.

Fühle mich etwas dünnhäutiger und verletztlicher. Selbstwertprobleme. Teilweise Stimmungsschwankungen und manchmal auch so nen Hang zum Depressiven, eher alles negativ/ verzweifelt sehen.
Abends bin ich im Moment ziemlich platt.

Ich hoffe, dass es funktioniert mit dem reduzieren. Aber ich denke, es braucht einfach Geduld und Vertrauen.

Die Signatur schreibe ich so schnell ich kann! bin grad nur leider bissl zu sehr am durchhängen, aber kommt bald!

Viele Grüße
Meine Diagnosen: Depression, frühkindliches Bindungstrauma, Traumafolgestörung, Tinnitus

Symptomatik: geringe Belastbarkeit, geringe Stresstoleranz (bin ziemlich schnell gestresst), Reizüberflutung (visuell und akustisch), teilweise schlechte Stimmung, negativisitische Gedanken + Hoffnungslosigkeit, Anspannung (vorallem wenn ich allein bin), manchmal emotional instabil (fühle mich dann meistens sehr vulnerabel)



Mediktion aktuell: morgens:112,5 mg Velafaxin, 150mg Elotril, 5 Tr. Escitalopram / abends: 100mg Seroquel retard + 25mg Seroquel unretardiert (Bedarfsweise)

Aktuelle Reduktion:

Seit 13.4.18 Venlafaxin 100mg


Dezember 2017 kurzzeitig versucht Venlafaxin auszuschleichen. Es war mir dann allerdings wichtiger, anzufangen, das Seroquel zu reduzieren, da ich ausprobieren möchte, ob sich meine Belastbarkeit dadurch verbessert.

2012: 450mg Seroquel retard, 60mg Duloxetin, Mirtazapin, Valdoxan (über die Jahre reduziert bzw. abgesetzt)

Seit 2016 : 150mg Seroquel retard, 7 Tr. Escitalopram (dadurch starke Unruhe, deshalb abgesetzt)

2017: Umstellung auf 112,5 mg Venlafaxin, für 2-3 Monate 200mg Seroquel retard, danach wieder auf Ursprungsdosis 150mg Seroquel retard

2018: Eindosierung Elotril 150mg, 5 Tr. Escitalopram (wegen Venlafaxin Absetzwunsch)



Vergangene REDUKTION:

8.1.18- 11.1.18 : 100mg Seroquel retard+ 50mg unretardiert
12.1.18-29.1.18: 100mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
30.1.18-03.2.18: 150mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
04.02.18- ? : 100mg Seroquel retard+ 50mg Seroquel unretadiert

Im Feburar Absetzversuch abgebrochen.

Weitere Reduktion im :schnecke: Tempo.


Im Bedarf habe ich Promethazin, theoretisch auch Tavor. ( Nehme aber absolut selten Bedarf)

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Sonstige Einnahmen:

Seit ca. November 2017 : Vitamin D Tropfen hochdosiert (5000 i. E.)
Alle paar Tage: 400mg Magnesiumcitrat

22.1.18-26.1.18 : 800mg Rhodiola Rosea (hat zu mehr Schlafstörung geführt, deshalb reduziert)
seit 27.1.18 : 400mg Rhodiola Rosea


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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 15.01.18, 17:00

Hallo Bachplätschern,

nimmst du noch 100 mg retardiert und 25 mg unretardiert ? Oder hast du die 25 er Tablette nochmal geteilt ?

Du solltest unbedingt langsam vorgehen, wie never :) dir ja schon geschrieben hat.
Murmeline :) hatte dir ja auch schon einen Link da gelassen.

LG Ute
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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Montag, 15.01.18, 17:32

Hallo du,


ja bin noch bei 100mg retard und 25mg unretardiert. Werde da so schnell auch nichts verändern.

So Einbrüche sind relativ "normal" oder?


Viele Grüße
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Aktuelle Reduktion:

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Dezember 2017 kurzzeitig versucht Venlafaxin auszuschleichen. Es war mir dann allerdings wichtiger, anzufangen, das Seroquel zu reduzieren, da ich ausprobieren möchte, ob sich meine Belastbarkeit dadurch verbessert.

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Vergangene REDUKTION:

8.1.18- 11.1.18 : 100mg Seroquel retard+ 50mg unretardiert
12.1.18-29.1.18: 100mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
30.1.18-03.2.18: 150mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
04.02.18- ? : 100mg Seroquel retard+ 50mg Seroquel unretadiert

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Re: Seroquel/ Quetiapin retard reduzieren

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 15.01.18, 19:01

Hallo Bachplätschern,

ganz ohne Symptome läuft das Absetzen leider meist nicht.
Dein Schritt war auch schon recht groß, zumal du auch zeitgleich einen Teil der Dosis auf die unretardiert Form umgestellt hast.
Die Müdigkeit würde ich auf jeden Fall auf diese Umstellung zurück führen.

Kannst du dich mit irgend etwas ablenken ?
Das wäre gut, dann nimmt man die Symptome oft nicht mehr so wahr.

LG Ute
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Seroquel / Quetiapin retardierten reduzieren

Beitrag von Bachplaetschern » Sonntag, 28.01.18, 22:11

Hallo ihr,

ich bin ab morgen in der 4. en Woche mit meiner Seroquel retard Reduktion. (Von 150mg retard auf 100mg retard + 25mg unretardiert).

Die ersten 2 Woche liefen soweit okay. An manchen Tagen gings mir nicht ganz so, habe Entzugserscheinungen gespürt aber es ging recht schnell wieder besser.

Jetzt geht es mir seit ca. Dienstag gings mir dann ziemlich schlecht. Total reizempfindlich, wahnsinnig erschöpft, bin grad überhaupt nicht mehr belastbar, alltägliches wie zB. Freunde treffen , durch die Stadt laufen etc. ist überfordernd und ich habe das Gefühl, dass alles zuviel ist und ich keine Kraft habe. Also sehr dünnhäutig.

Dazu kommen Emotionen die hochgespült werden, wie z.B. Minderwertigkeit, das Gefühl falsch zu sein, ich verfalle schnell in Komplexe wenn ich Menschen treffe, bei denen es im Leben "läuft". Dh. die belastbar sind und arbeiten können.
Vielleicht habe ich auch das Gefühl versagt zu haben, wegen meiner derzeitigen Arbeitsgelegenheit.
In jedem Fall sind diese Gefühle teilweise echt qualvoll. Kann mich dann schlecht selbst geruhigen bzw. mich davon abgrenzen.

Macht es Sinn so Krisen kurzzeitig mit Tavor abzufangen?

Habt ihr noch andere Ideen bzw. vielleicht schon vorhandene Inhalte hier, die helfen können, wenn man in so eine Entzugskrise gerät?

Wäre euch sehr dankbar.

Viele Grüße

Bachplätschern
Zuletzt geändert von Gwen am Montag, 29.01.18, 10:13, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel auf Titel des Originalthreads abgeändert
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Dezember 2017 kurzzeitig versucht Venlafaxin auszuschleichen. Es war mir dann allerdings wichtiger, anzufangen, das Seroquel zu reduzieren, da ich ausprobieren möchte, ob sich meine Belastbarkeit dadurch verbessert.

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Seit 2016 : 150mg Seroquel retard, 7 Tr. Escitalopram (dadurch starke Unruhe, deshalb abgesetzt)

2017: Umstellung auf 112,5 mg Venlafaxin, für 2-3 Monate 200mg Seroquel retard, danach wieder auf Ursprungsdosis 150mg Seroquel retard

2018: Eindosierung Elotril 150mg, 5 Tr. Escitalopram (wegen Venlafaxin Absetzwunsch)



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30.1.18-03.2.18: 150mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
04.02.18- ? : 100mg Seroquel retard+ 50mg Seroquel unretadiert

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Re: Entzugserscheinungen, Seroquel

Beitrag von Jamie » Sonntag, 28.01.18, 22:23

Hallo Bachplätschern, :)

wo ist dein Ursprungsthread?
Sei so nett und schreibe bitte künftig dort weiter, es führt zu Chaos, wenn User Mehrfachthreads führen.
Jetzt ist es erst mal OK so, aber ich oder jemand anderes aus dem Team wird dann die Beiträge demnächst zusammenlegen.

Also ich würde auf gar keinen Fall zu Benzos greifen und ich würde das auch nicht Entzugskrise nennen :roll: .
Benzos können null komma null deiner Probleme und schlechten Gefühle auflösen, machen aber dafür sehr schnell abhängig.
Sie sind billige Tröster und sollten, wenn man verantwortungsvoll mit ihnen umgehen möchte, absoluten Notfallsituationen wie schwersten Panikattacken vorbehalten sein.

Ich verstehe es sehr gut, dass nun mit der Reduktion Gefühle hochkommen, die bislang verschüttet waren. Das ist keine Krise, sondern normal. Und illustriert gleichzeitig, wie die ganze Chemie funktioniert: sie verdrängt, vergräbt und verschüttet.
Ich schlage dir einen sanften, freundlichen und konstruktiven Umgang mit dir und diesen Gefühlen vor. Auch wenn sie sich nicht gut anfühlen, heiße sie willkommen und nimm sie einfach wahr.
Das ist natürlich schmerzhaft, aber es ist nichts Unnormales.

ich schreibe das auch nicht von einem abgehobenen Standpunkt aus, sondern aus einer Position all diese Gefühle auch zu kennen. Während alle meine Bekannten und Freunde heiraten, Karriere machen, Häusle bauen und Kinder in die Welt setzen stolpere ich hier mit abgebrochenem Unistudium, frühberentet (mit Mitte 30), finanziell auf Sozialhilfe angewiesen und zu den Abgehängten dieser Gesellschaft gehörend durchs Leben und muss hart dafür kämpfen, diesen negativen und vernichtenden Gefühlen nicht nachzugeben und mich völlig wertlos zu fühlen.
Seit über 10 Jahren ist das mein Thema, aber ich beiße mich durch und habe mittlerweile herausgefunden, dass ich trotzdem ein toller und liebenswerter Mensch bin.
ich fühle mich zwar oft als Versagerin und es hat viel Energie und Zeit gekostet mein Denken graduell umzupolen, aber ich sehe es als Entwicklungsprozess.

Ich würde dir empfehlen einen Absetzstopp einzulegen. Sollte es sich verschlimmern, müsste man auch ggf. darüber nachdenken ein paar Krümel aufzudosieren, aber letztlich sind das alles nachvollziehbare Prozesse, die du da gerade erlebst und es wäre eine Lernaufgabe, diese nicht sofort wieder wegzudrücken (zB durch Benzos), sondern sich damit auseinanderzusetzen, denn diese Minderwertigkeitsgefühle kommen irgendwann so oder so wieder durch.
Wenn sie dein Thema sind, solltest du sie nicht verdammen, sondern annehmen und bearbeiten.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Entzugserscheinungen, Seroquel

Beitrag von Gwen » Sonntag, 28.01.18, 22:35

Hallo Bachplaetschern,
ich hab Deine Beiträge jetzt hier zusammengefügt.
Bitte schreib, wie von Jamie schon angemerkt, immer in diesem Thread, da sonst der Zusammenhang fehlt.

Und bitte leg noch eine Signatur an, in der Du Deine Diagnose und den Medikamentenverlauf dokumentiert. Dann sieht jeder der Dir rät gleich auf einen Blick die wichtigsten Informationen.
Dazu musst Du auf Deinen Namen oben rechts klicken, dann in persönlicher Bereich gegen, auf Profil und auf Signatur ändern. Bitte halt dort auch fest, ob Du noch andere Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel nimmst.

Viele Grüße Gwen
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Re: Entzugserscheinungen, Seroquel

Beitrag von Neverthelessw11 » Montag, 29.01.18, 6:44

Guten Morgen,

dein Reduktionsschritt war wie bereits oft erwähnt ziemlich groß - insbesondere weil es eine Reduktion mit gleichzeitiger Retard-Unretard-Umstellung war. Wenn du meinen Eingangspost von vor 2 Monaten liest wirst du feststellen, dass ich das auch eigentlich so machen wollte, weil ich dachte "ach die 25 mg bei der hohen Startdosis merk ich eh nicht". Aber du wirst merken, dass ich das nicht durchgezogen Habe, da ich mich unruhig gefühlt hab - dadurch habe ich eine spürbare Erleichterung bei der Umstellung von 150 auf 137.5 gehabt.

Machst du eine Therapie, die dir helfen kann die aktuell hochkommenden Gefühle zu bearbeiten? Gefühle wieder mit der nächsten Chemie abzuschalten ist nicht die Lösung und führt im schlimmsten Fall auch noch in eine Tavorabhängigkeit, weil Tavor nunmal schneller Gefühle abschaltet als Therapie sie bearbeiten kann.

Ich würde an deiner Stelle solange auf den 125 mg bleiben, bis du dich wieder stabil fühlst - keinesfalls eine weitere Hauruckreduktion, da dein ZNS das Ganze wohl wenig witzig findet. Letzte Woche hatte ich auch zwei ganz doofe Tage mit Angst, Anspannung und Verzweiflung... Das wurde aber auch schnell wieder besser, sodass das Ausmaß der negativen Gefühle gerade aushaltbar ist und meiner schwierigen Situation angemessen. Will heißen: nicht aufgeben!

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