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TheLastRose: Paliperidon absetzen Vorgang

Beitrag von TheLastRose » Montag, 26.03.18, 13:09

Hallo ihr Lieben,

ich wurde mit der Depotspritze Paliperidon ( Xeplion ) zwangsmediziert. Seit Dezember letzten Jahres nehme ich Paliperidon.

Aufgrund von Schlafproblemen und anderen Nebenwirkungen wie Teilnahmslosigkeit, Abgestumpftheit und Distanz, möchte ich das Medikament absetzen. Mir geht es nicht besser damit.

Wie wird da vorgegangen? Ich bekomme alle vier Wochen 100 mg Paliperidon. Wie lange dauert das? Sollte ich es riskieren das Medikament abrupt abzusetzen? Ich möchte es schnell loswerden, denn mir geht es zum Teil schlechter damit.


GlG
Zuletzt geändert von Gwen am Sonntag, 01.07.18, 21:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Paliperidon absetzen Vorhang

Beitrag von Gwen » Montag, 26.03.18, 13:32

Hallo TheLastRose,

herzlich Willkommen hier im Forum!

Beim Absetzen von Neuroleptika sollte man vorsichtig vorgehen. Lies Dich Mal hier ein: viewtopic.php?f=32&t=12884

Paliperidon gibt es auch in Tablettenform.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Paliperidon
https://www.patienteninfo-service.de/a- ... tabletten/

Das sind Retardtabletten, dh Du wirst sie nicht teilen können. Aber es gibt zumindest verschiedene Stärken von 1,5, 3, 6,9 bis 12mg. Du müsstest dann nur mit Deinem Arzt besprechen, ob er sie dir verschreibt.

Viele Grüße Gwen
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Re: Paliperidon absetzen Vorhang

Beitrag von padma » Montag, 26.03.18, 13:40

hallo TheLastRose, :)

willkommen im ADFD.

Diese Abgestumpftheit etc. ist unter Paliperidon ganz typisch. :(
Berichte von anderen Betroffenen dazu findest du im Bereich "Neuroleptika absetzen" oder über die Suchfunktion oben rechts.

Zwangsmediaktion ist natürlich übel. Hattest du eine Psychose? Und bist du soweit wieder stabil?

Hier unsere Infos zum Einlesen viewtopic.php?f=32&t=12884

Von direkt Weglassen rate ich ab. Es gibt Spritzen mit kleineren Dosierungen. Wenn dein Arzt mitspielt, könntest du damit schrittweise reduzieren.
Da du es noch nicht solange nimmst, könntest du versuchen bei jeder Spritze eine kleinere Dosis zu bekommen: 75 mg - 50 mg - 25 mg- dann weglassen. Wenn Absetzsymptome auftreten sollten, dann nochmals 4 Wochen auf der gleichen Dosis bleiben.

liebe Grüsse,
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Re: Paliperidon absetzen Vorhang

Beitrag von TheLastRose » Mittwoch, 28.03.18, 15:40

Danke für eure Antworten. Ich werde mich mal reinlesen. Ich hatte laut den Ärzten eine Psychose, jetzt bin ich soweit stabil. Das mit dem von 100 auf 75 auf 50 ect dauert mir zu lang. Ich möchte das Medikament so schnell wie möglich los werden. Es tut mir definitiv nicht gut. Hat jemand abrupt abgesetzt und Erfahrungen gemacht?

GlG

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Re: Paliperidon absetzen Vorhang

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 28.03.18, 20:25

Hallo TheLastRose,
weißt Du, was die Psychose ausgelöst hat? Wann war die Psychose? Im Dezember? Woran machst Du fest, dass Du jetzt wieder stabil bist?
TheLastRose hat geschrieben:
Mittwoch, 28.03.18, 15:40
Das mit dem von 100 auf 75 auf 50 ect dauert mir zu lang.
Das wäre bereits die Speed-Variante... Normalerweise lautet die Empfehlung hier, nur jeweils 5-10% der jeweiligen Dosis zu reduzieren.

Hast Du Dir schon Mal die Broschüre der Deutschen Gesellschaft für soziale Psychiatrie zum Absetzen von Neuroleptika angesehen? Hier kannst Du sie runter laden:
http://www.dgsp-ev.de/fileadmin/user_fi ... 14_web.pdf
TheLastRose hat geschrieben:
Mittwoch, 28.03.18, 15:40
Hat jemand abrupt abgesetzt und Erfahrungen gemacht?
Im Zweifelsfall riskierst Du heftige Absetzsymptome bis hin zu einer Entzugspsychose.

Viele Grüße Gwen
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Re: Paliperidon absetzen Vorhang

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 29.03.18, 14:23

Hallo Thelastrose, :)

das Problem bei Neuroleptika, die bei Psychosen gegeben werden, besteht darin, dass, wenn man sie zu schnell weglässt, eine sog. Entzugspsychose auftreten kann.
Dieses ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko und darum kann man dich nur warnen, bitte nicht zu schnell vorzugehen.
Man muss, wenn man es wie du nicht gut verträgt, dann einen gehbaren Mittelweg suchen.

Wir können hier sehr gut nachvollziehen, dass du möglichst schnell davon loskommen willst, aber du trägst dann eben das Risiko und wenn du dich zu vehement durchsetzen willst, kann es sein, dass auch die Ärzte nicht mitspielen.

Viele Grüße und willkommen hier :)

Jamie

Und eine Frage habe ich: was bedeutet das "Vorhang" in deinem Titel? Fühlst du dich wie hinter einem Vorhang oder hattest du etwas ganz Anderes gemeint?
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Psychiater will Paliperidon nicht absetzen

Beitrag von TheLastRose » Mittwoch, 09.05.18, 14:35

Ich brauche dringend euren Rat. Ich bekomme jeden Monat 75mg Paliperidon als Depotspritze. Mir geht es aufgrund der Nebenwirkungen, schlechter. Nun wollte ich das Medikament absetzen und ausschleichen lassen. Mein Psychiater ist dagegen. Ich solle noch warten bis es wirkt. Ich nehme das Zeug schon seit September letzten Jahres. Das belastet mich und ich weiß nicht, was ich noch tun soll. Soll ich es einfach mal riskieren und abrupt absetzen? Anders geht es leider nicht. Mein Psychiater lässt es nicht ausschleichen. Hat wer schon mal Paliperidon abrupt abgesetzt und Erfahrungen? Was soll ich denn jetzt tun?


GlG Rose

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Re: Paliperidon absetzen Vorhang

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 09.05.18, 14:40

Bitte schreib immer in deinem Thread weiter. Habe den neuen Beitrag angefügt.
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Paliperidon absetzen Vorhang

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 10.05.18, 11:55

Hallo Rose,

wie dir andere Teilnehmer weiter oben bereits geschrieben haben, riskierst du beim abrupten Absetzen des Paliperidon eine Absetzpsychose.
Diese Absetzpsychosen sind in ihrer Dauer und Intensität oftmals schwerwiegender als bei der Psychose, die zur Medikamenteneinnahme geführt haben.
Ich denke, selbst wenn hier jemand rein liest, der bereits eine Absetzpsychose hatte, wird derjenige dir dieses Vorgehen nicht empfehlen.
Hat der Arzt dir gegenüber begründet, warum er dich nicht beim Absetzen unterstützen will ?
Es geht ja um deine Gesundheit, da solltest du doch in die Entscheidungen einbezogen werden.

LG Ute
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Re: Paliperidon absetzen Vorhang

Beitrag von TheLastRose » Donnerstag, 10.05.18, 12:28

Jamie hat geschrieben:
Donnerstag, 29.03.18, 14:23
Hallo Thelastrose, :)

das Problem bei Neuroleptika, die bei Psychosen gegeben werden, besteht darin, dass, wenn man sie zu schnell weglässt, eine sog. Entzugspsychose auftreten kann.
Dieses ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko und darum kann man dich nur warnen, bitte nicht zu schnell vorzugehen.
Man muss, wenn man es wie du nicht gut verträgt, dann einen gehbaren Mittelweg suchen.

Wir können hier sehr gut nachvollziehen, dass du möglichst schnell davon loskommen willst, aber du trägst dann eben das Risiko und wenn du dich zu vehement durchsetzen willst, kann es sein, dass auch die Ärzte nicht mitspielen.

Viele Grüße und willkommen hier :)

Jamie

Und eine Frage habe ich: was bedeutet das "Vorhang" in deinem Titel? Fühlst du dich wie hinter einem Vorhang oder hattest du etwas ganz Anderes gemeint?


Danke für die Antwort. Vorhang sollte eigentlich Vorgang heißen. Das war meine Handykorrektur.

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Re: Paliperidon absetzen Vorgang

Beitrag von TheLastRose » Donnerstag, 10.05.18, 12:33

Ululu 69 hat geschrieben:
Donnerstag, 10.05.18, 11:55
Hallo Rose,

wie dir andere Teilnehmer weiter oben bereits geschrieben haben, riskierst du beim abrupten Absetzen des Paliperidon eine Absetzpsychose.
Diese Absetzpsychosen sind in ihrer Dauer und Intensität oftmals schwerwiegender als bei der Psychose, die zur Medikamenteneinnahme geführt haben.
Ich denke, selbst wenn hier jemand rein liest, der bereits eine Absetzpsychose hatte, wird derjenige dir dieses Vorgehen nicht empfehlen.
Hat der Arzt dir gegenüber begründet, warum er dich nicht beim Absetzen unterstützen will ?
Es geht ja um deine Gesundheit, da solltest du doch in die Entscheidungen einbezogen werden.

LG Ute

Hallo Ute,

der Arzt möchte es nicht, weil mein Zustand so schlimm war. Aber er kann dies doch nicht einfach so entscheiden und mich so gesehen unter Zwangsmedikation setzen. Mir geht es mit Medikament zwar anders, aber schlechter.

GlG

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Re: Paliperidon absetzen Vorhang

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 10.05.18, 12:52

Hallo Rose,
TheLastRose hat geschrieben:
Donnerstag, 10.05.18, 12:33
Aber er kann dies doch nicht einfach so entscheiden und mich so gesehen unter Zwangsmedikation setze
Das sehe ich wie du, das ist quasi Zwangsbehandlung durch die Hintertür. :frust:

Das Problem ist, du brauchst einen kooperativen Arzt, der dich in deinem Vorhaben unterstützt, sprich, dir Tabletten verschreibt.
Kannst du dir einen anderen Psychiater suchen und ihm deine Situation schildern und ihm klar machen, dass die Alternative ein quasi Kaltentzug wäre, den ich für sehr gefährlich halte.
Es ist wirklich eine Frechheit, wie Ärzte gegen den Willen der Patienten entscheiden, nur weil sie Macht über den Rezeptblock haben.
:evil:

LG Ute
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Re: Paliperidon absetzen Vorhang

Beitrag von TheLastRose » Montag, 14.05.18, 18:43

Ululu 69 hat geschrieben:
Donnerstag, 10.05.18, 12:52
Hallo Rose,
TheLastRose hat geschrieben:
Donnerstag, 10.05.18, 12:33
Aber er kann dies doch nicht einfach so entscheiden und mich so gesehen unter Zwangsmedikation setze
Das sehe ich wie du, das ist quasi Zwangsbehandlung durch die Hintertür. :frust:

Das Problem ist, du brauchst einen kooperativen Arzt, der dich in deinem Vorhaben unterstützt, sprich, dir Tabletten verschreibt.
Kannst du dir einen anderen Psychiater suchen und ihm deine Situation schildern und ihm klar machen, dass die Alternative ein quasi Kaltentzug wäre, den ich für sehr gefährlich halte.
Es ist wirklich eine Frechheit, wie Ärzte gegen den Willen der Patienten entscheiden, nur weil sie Macht über den Rezeptblock haben.
:evil:

LG Ute


Wir haben uns nun auf eine Medikamentenumstellung geeinigt. Aber erstmal soll die Betreuerin mit entscheiden. Sie verfügt über die Bestimmung meiner Gesundheit.

Ja finde ich auch. Man kann nicht mehr selbst entscheiden. Traurig sowas. Ich möchte eigentlich gar kein Medikament mehr nehmen müssen.
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Re: Paliperidon absetzen Vorgang

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 15.05.18, 13:27

TheLastRose hat geschrieben:
Montag, 14.05.18, 18:43
Wir haben uns nun auf eine Medikamentenumstellung geeinigt. Aber erstmal soll die Betreuerin mit entscheiden. Sie verfügt über die Bestimmung meiner Gesundheit.

Ja finde ich auch. Man kann nicht mehr selbst entscheiden. Traurig sowas. Ich möchte eigentlich gar kein Medikament mehr nehmen müssen.
Hi The Last Rose,

hast du schon gute Argumente?
Es gibt ja einen Grund dafür, warum jemand psychotisch oder sonst wie "verrückt" - und man sollte sich schon genau selbst kennen, um zu wissen, welche Situationen einen so triggern, dass es zu seelischen Ausnahmezuständen kommt.
Ein wichtiges Argument dem Arzt gegenüber ist, was du denn bereit bist, für deine seelische Gesundheit zu tun?
, also beispielsweise eine Psychotherapie, um an deinen Problemen zu arbeiten
- wie gestaltest du dein Leben? Hast du genug Ruhe oder geht gerade alles drunter und drüber ( eher schlechter Absetz- Moment)
- wie sieht es mit deiner übrigen körperlichen Gesundheit aus ? ( wichtig, Finger weg von Drogen und größten Teils Alkohol )
- hast du ein soziales Umfeld , was dir hilft?
- Ärzte haben da gerne einen Notfall- oder Kriseenplan: Was tust du, wenn es dir wirklich schlechter geht? Wen rufst du an?
Aus meiner Erfahrung heraus ist es wichtig zu betonen, dass man Hilfe in Anspruch nehmen würde. - egal ob man es tut oder nicht.

liebe Grüße Arian
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Re: Paliperidon absetzen Vorgang

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 16.05.18, 10:18

Hallo Rose,

es ist wichtig, ob es ein Depot Präparat wird oder Tabletten. Depot ist halt nicht so leicht mit Ausschleichen, meiner Meinung nach.

Weiß gar nicht, wie das Menschen machen mit dem Ausschleichen von Tabletten, wenn sie unter Betreuung stehen. Vielleicht gibt es da auch Dinge zu beachten.

LIebe Grüße,
Claudia
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Re: Paliperidon absetzen Vorgang

Beitrag von TheLastRose » Donnerstag, 31.05.18, 15:42

Arianrhod hat geschrieben:
Dienstag, 15.05.18, 13:27
TheLastRose hat geschrieben:
Montag, 14.05.18, 18:43
Wir haben uns nun auf eine Medikamentenumstellung geeinigt. Aber erstmal soll die Betreuerin mit entscheiden. Sie verfügt über die Bestimmung meiner Gesundheit.

Ja finde ich auch. Man kann nicht mehr selbst entscheiden. Traurig sowas. Ich möchte eigentlich gar kein Medikament mehr nehmen müssen.
Hi The Last Rose,

hast du schon gute Argumente?
Es gibt ja einen Grund dafür, warum jemand psychotisch oder sonst wie "verrückt" - und man sollte sich schon genau selbst kennen, um zu wissen, welche Situationen einen so triggern, dass es zu seelischen Ausnahmezuständen kommt.
Ein wichtiges Argument dem Arzt gegenüber ist, was du denn bereit bist, für deine seelische Gesundheit zu tun?
, also beispielsweise eine Psychotherapie, um an deinen Problemen zu arbeiten
- wie gestaltest du dein Leben? Hast du genug Ruhe oder geht gerade alles drunter und drüber ( eher schlechter Absetz- Moment)
- wie sieht es mit deiner übrigen körperlichen Gesundheit aus ? ( wichtig, Finger weg von Drogen und größten Teils Alkohol )
- hast du ein soziales Umfeld , was dir hilft?
- Ärzte haben da gerne einen Notfall- oder Kriseenplan: Was tust du, wenn es dir wirklich schlechter geht? Wen rufst du an?
Aus meiner Erfahrung heraus ist es wichtig zu betonen, dass man Hilfe in Anspruch nehmen würde. - egal ob man es tut oder nicht.

liebe Grüße Arian

Gute Argumente habe ich nicht. Sie wollen nicht, dass ich absetze, weil mein Zustand so schlimm war. Nun muss ich abrupt absetzen.

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Re: Paliperidon absetzen Vorgang

Beitrag von TheLastRose » Donnerstag, 31.05.18, 15:45

Flummi hat geschrieben:
Mittwoch, 16.05.18, 10:18
Hallo Rose,

es ist wichtig, ob es ein Depot Präparat wird oder Tabletten. Depot ist halt nicht so leicht mit Ausschleichen, meiner Meinung nach.

Weiß gar nicht, wie das Menschen machen mit dem Ausschleichen von Tabletten, wenn sie unter Betreuung stehen. Vielleicht gibt es da auch Dinge zu beachten.

LIebe Grüße,
Claudia
Hallo Claudia,

meine Praxis möchte nicht, dass ich absetze und Tabletten bekomme ich auch keine. Nun habe ich sie Wahl zwischen das Medikament weiter nehmen, eine Medikamentenumstellung, oder es abrupt abzusetzen.

GlG

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Paliperidon absetzen

Beitrag von TheLastRose » Donnerstag, 31.05.18, 15:53

Hallo ihr Lieben,

ich brauche euren Rat. Ich bekomme 75 mg Paliperidon gespritzt. Nun ist es so, dass ich es absetzen möchte, aufgrund der vielen Nebenwirkungen. Meine Therapeutin und mein Psychiater wollen es nicht absetzen. Nun habe ich die Wahl zwischen einer Medikamentenumstellung, statt Paliperidon auf einmal Abilify gespritzt bekommen ( darf man das überhaupt so plötzlich umstellen, sollte man nicht erstmal das eine Medikamente ausschleichen lassen? ), Paliperidon weiterhin zu nehmen oder es abrupt abzusetzen. Was soll ich tun? Ich möchte definitiv keine Medikamente mehr nehmen und tendiere zum abrupt absetzen. Kann das auch gut gehen, müssen da unbedingt Absetzsymptome auftreten? Ich habe Paliperidon nun sieben Monate bekommen.

GlG Rose

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Re: Paliperidon absetzen Vorgang

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 31.05.18, 21:49

Hallo The Last Rose,

mir sträuben sich gerade alle Nackenhaare: Du sagst, du willst abrupt absetzen. Mit anderen Worten: Du willst mit dem Kopf durch die Wand. :frust:

TheLastRose hat geschrieben:
Donnerstag, 31.05.18, 15:42
Nun muss ich abrupt absetzen.
Wieso musst du? Ist eine QT- Verlängerung aufgetreten? oder was?
Wir beraten hier zum Absetzen: UNd zwar zum klugen, langsamen und letztendlich erfolgreichem Absetzen. Keiner wird hier sagen: "Dann lass es doch einfach weg!"Du willst dich genauso verhalten wie es Ärzte von einem "Psycho" erwarten: unvernünftig und impulsiv .
Hast du überhaupt hier etwas gelesen? Ich meine über das Ausschleichen von Neuroleptika?
TheLastRose hat geschrieben:
Donnerstag, 31.05.18, 15:53
Nun habe ich die Wahl zwischen einer Medikamentenumstellung, statt Paliperidon auf einmal Abilify gespritzt bekommen ( darf man das überhaupt so plötzlich umstellen, sollte man nicht erstmal das eine Medikamente ausschleichen lassen? ), Paliperidon weiterhin zu nehmen oder es abrupt abzusetzen. Was soll ich tun? Ich möchte definitiv keine Medikamente mehr nehmen und tendiere zum abrupt absetzen. Kann das auch gut gehen, müssen da unbedingt Absetzsymptome auftreten? Ich habe Paliperidon nun sieben Monate bekommen.
Es ist ein ziemliches Glücksspiel, was du da treibst. Ich musste damals aus Invega ( Paliperidontabletten) raus, weil die Krankenkassen es plötzlich nicht mehr bezahlen wollten. Ich wurde von einem Tag auf den anderen auf Risperidon umgestellt . Ich bekam eine fette "Psychose" - heute weiss ich, es waren Absetzsymptome - und landete in der Geschlossenen.. Paliperidon hat also ein ziemliches Potential, Absetzsymptome zu machen, denn ich war damals nicht die Einzige.....
Ansonsten hast du Recht: Abilify und Paliperidon kann man nicht einfach austauschen, die haben völlig unterschiedliche Wirkungen. :x Lass das nicht mit dir machen! Auch die Umstellung könnte schief gehen.
TheLastRose hat geschrieben:
Donnerstag, 31.05.18, 15:42
Gute Argumente habe ich nicht
Und noch nicht erkannt: Absetzen ist harte Arbeit.

liebe Grüße Arian .
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Re: Paliperidon absetzen Vorgang

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 03.06.18, 17:35

 ! Nachricht von: Ululu
Ich habe deinen Thread in "Neuroleptika absetzen " verschoben. LG Ute

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