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Vater: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

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Vater
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Vater: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von Vater » Sonntag, 27.05.18, 15:22

Hallo liebe Gemeinschaft,

mein Sohn 23, hatte vor 1 Tagen ein Unfall. Daraufhin Not OP, 7 Tage Künstliches Koma. Beim Aufwachen war er sehr Durcheinander, redete wirres Zeug. Die Ärzte meinten das ist so nach ca. 7 Tagen weg. Als sie aber gesehen haben dass mein Sohn vor 6 Mon. 3 Wochen lang Aripripazol Tagesdosis 1,25mg genommen hat, haben sie ihn nach anraten des Krankenhauspsyhiaters, 2x 10mg Haldol gegeben. Sonst wäre er nicht auf eine normale Station gekommen. Das Haldol nimmt er seit 3 1/2 Tagen. Er zittert, starrt löcher in die Luft usw. sein Wesen ist komplett verändert.
Nun sind wir zuhause. Für heute Abend haben wir kein Haldol 10mg. also können wir es ihm gar nicht geben.
Was sollich tuen????
Er hat das Aripripazol genommen weil er sein konstanten Canabis Konsum beendet hatte.

Ich bitte euch um Hilfe. -ich weiß nicht mehr weiter.

Danke
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Re: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von Jamie » Sonntag, 27.05.18, 15:54

Hallo Vater, :)

das klingt ja dramatisch. :(

Ich habe noch Fragen. Hat man sozusagen mit der Not-OP auch abrupt das Aripiprazol weggelassen und war das vorher schon weg gelassen?
Dein Sohn nimmt es gerade nicht, oder?

Hat das Haloperidol wenigstens gewirkt insofern, dass dein Sohn klarer wurde / normaler wurde?

Was für eine OP war das, was wurde da operiert?
Starke Schmerzen? Hat er Opiate bekommen?

So wie das klingt, hat dein Sohn nach der OP ein Delir / Durchgangssndrom gehabt.
Ist der Begriff mal gefallen?
Es wird ausgelöst durch die Narkose und die Menschen sind durcheinander, desorientiert und zeigen u.U, psychoseartige Symptome.

20mg Haldol ist natürlich eine Wahnsinnsdosis :o

Je nachdem, wie deine Antworten ausfallen, kann man auch einen Tipp wegen des Haldols geben.
Bitte zähle auch alle, wirklich alle, Medikamente auf, die er aktuell nimmt.

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
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Re: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von Vater » Sonntag, 27.05.18, 17:22

Hallo Jamie,

er hatte eine Blutansammlung im Gehirn.Ein starkes Hinr/Schädeltrauma. Aufgrund eines Schlages auf dem Kopf.
Das Antiprazol hatte er seit 3 Monaten nicht mehr genommen. Nur die Ärzte hatten die Befürchtung dass er durch das Künstliche Koma nicht mehr klar denken kann usw. usw.
Das Haldol weil er "agressiv" nach dem erwachen gewesen ist. er war nach dem Wachwerden 6 Tage 5 Punkt Fixiert.
Das Haldol verändert ihn völlig. Er taumelt, Sabbert, starrt.
Am vergangenen Mittwoch hatte er abend 10mg Bekommen
Dann, Donnerstag 2x10mg, Freitag 2x10mg, Samstag 2x10mg und heute 10mg. Was nun?
Was soll ich tuen?
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Re: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von Vater » Sonntag, 27.05.18, 17:40

Pantozol 40mg
Keppra 2x1g
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Re: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von Jamie » Sonntag, 27.05.18, 18:06

Hallo Vater, :)

wieso bekommt er Keppra? Bekam er das schon immer?
Das ist gegen Epilepsie und auch ein starkes Medikament.
Hat man Angst, dass er nach dem Unfall Epilepsie bekommt oder hatte er gar einen epileptischen Anfall?

Die wichtigste Frage ist auch noch nicht beantwortet. Fernab jeder Nebenwirkungen, die wirklich schlimm sind - ist dein Sohn wieder halbwegs "normal" und klar? Ist die Aggressivität weg?

Neuroleptika dürfen kurzzeitig mal so hoch dosiert eingesetzt werden wie bei deinem Sohn, man dosiert sie dann rasch runter und lässt sie weg. Damit werden dann auch die Nebenwirkungen besser und verschwinden.

Hast du nur eine einzige Tablette mitbekommen oder eine Schachtel bei dir liegen?
Welche Stärke hat die Schachtel? Und was war der Vorschlag der Klinik, was ihr daheim damit machen sollt?

Danke, sorry die vielen Fragen, aber bei so einem heftigen Geschehen muss man es schon genau wissen

Jamie
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Re: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von Vater » Sonntag, 27.05.18, 18:25

Nein, er hätte nie Epilepsie. Die Ärzte hatten auch nichts davon gesagt. Im Gegenteil, sie sagten, nach der Op dass für meinen Sohn eine positive Diagnose stehen würde. Ohne bleibenden Schäden.
Ja er ist ruhiger. Aber er war zu keinem Zeitpunkt wirklich aggressiv. Alles was er die ganze Zeit wollte, war nach Hause zu kommen.
Heute haben wir ihn aus dem Krankenhaus mitgenommen. Der Professor sagte uns am Freitag dass dies heute geschehen könnte, wenn er orientiert ist und selber auf die Toilette gehen kann. Dass macht er seit gestern.
Die haben uns vom Krankenhaus kein haldol mitgegeben. Sie hätten es nur in Tropfen Form, und das dürfen sie uns nicht geben.
Es ist vom ersten Tag ein Alptraum. Vom Geschehen, bis heute. Jeden Tag habe ich was anderes erlebt. Verschiedene Aussagen bekommen usw.usw. Aber drum geht es nicht.
Ich will nur wissen wie ich am besten nun weiter verfahren soll?

Danke
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Re: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von Jamie » Sonntag, 27.05.18, 18:40

Hallo, :)

oh, ich hatte einen Buchstaben überlesen - ihr habt kein Haldol.

Hm.

Also wenn das so ist, ist der sog. ärztliche Bereitschaftsdienst für euch zuständig.

https://www.116117.de/html/de/

Die dürfen Entlassrezepte ausstellen; dafür muss man den Entlassbrief vorzeigen und / oder die Situation schildern.
Du kannst auch erst mal die 116117 anrufen und wirst dann da mit einem Arzt verbunden, der wird dann eine erste Einschätzung abgeben, was er tun würde und ob ihr besser noch mal zum ÄBD sollt.

Ich denke die Ärzte haben es sich so gedacht, dass das Haloperidol einfach weggelassen wird.

Also ich bin kein Arzt, ich kann nur sagen, was ich wohl gemacht hätte: Ich hätte die Dosis abflachen lassen, also vielleicht 2 Tage 10mg, 2 Tage 5mg und dann raus.

Es kann auch sein, dass das so in Ordnung geht, es einfach wegzulassen; er ist ja nicht schizophreniekrank, wo man befürchten müsste, dass sich eine Absetzpsychose gleich wieder den Weg bahnt.

Ruf doch bitte mal da an und gib uns bescheid, wie ihr euch entscheidet und was der Doc meint.

Grüße
Jamie
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Re: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von Vater » Sonntag, 27.05.18, 19:03

Hallo Jamie,

Ich denke auch dass wir heute mit den 10mg von heute morgen auskommen müssen. Wir werden gleich morgen früh zu der Ärztin gehen die ihm das aripripazol verschrieben. Und sie wird es entsprechend einschätzen.
Es stimmt er hat keine Schizophrenie.

Ich denke die Ärzte im Krankenhaus haben ihm das haldol gegeben weil sie ihn anders nicht ruhig stellen könnten, und er ständig nach Hause wollte.

Ich werde euch berichten wie es weitergeht.

Und Dir Jamie ein großes Dankeschön
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Re: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von Jamie » Montag, 28.05.18, 9:51

Hallo Vater,

wie ist es weitergegangen? :)

Jamie mit Grüßen
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Eva
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Re: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von Eva » Montag, 28.05.18, 12:29

Hallo,

wenn ich das so lese, stellt sich mir wieder die Frage, wieso Menschen bei Unruhezuständen dieses fürchterliche Haldol immer noch verschrieben wird - gibt es doch zig Beruhigungsmittel, die viel weniger scheußliche Nebenwirkungen haben. Womit ich keineswegs dafür sprechen will, überhaupt PP zu verabreichen - um diesbezüglichen Irrtümern vorzubeugen!

(Ich werde es jedenfalls in meine Patientenverfügung setzen, dass mir dieses Mittel NIE verabreicht werden darf.)

Kopfschüttelnde Grüße,
Eva
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

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Re: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von vindi74 » Montag, 28.05.18, 16:55

Hallo
wie geht es ihm denn jetzt?
war er in der Psychatrie wegen einer Drogen Psychose?
Gruß Vindi
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Katharina
als Kind NMU immer mal Brechanfälle gehabt mit Flushs
2009 Herzmuskelentzündung mit Herzstillstand (mit Folgeschäden)
2013 Gutartiger Darmtumor im Enddarm OP
2013 Leisten Hodenbruch OP
2014 4facher HWS Bandscheibenvorfall OP
2014 Vasektomie OP
2016 Verkapselung im Ellenbogen OP

immer mal wieder Darm Probleme, Hackfleisch und Gegrilltes sowie scharfes Essen enden auf der Toilette
2014 und 2016 in Asien mit heftigen Durchfällen Stationär behandelt.

seit mitte 2016 bewusst Depressiv klassisch verdrängt, seit der Therapie bewusst seit der Kindheit
02.2017 In Herzklinik eingeliefert wegen verdacht auf Herzinfarkt. Stress MRT war ok. Im nachhinein war es eine Panik Attacke.

04/2017- 07/2017 Deanxit glaube 10mg war Perfekt
07/2017-09/2017 Mirtazapin 15-30mg 14 Kilo zugenommen dauern Müde. Träge nicht auf die Reihe bekommen.
09/2017 Verhaltenstherapie geht jetzt nach Psychiatrie weiter ab 29.03.18
30.12.2017-23.02.2018 Trimiparin 3-5mg zum Schlafen.
02.01-20.02 Sertralin 25mg 5 Tage 50 mg
Auf anraten 2 Neurologen sofort abgesetzt am 20.2.

bis 15.2 alles Top dann Horror
Trockener Mund Übelheit, Druckschmerz Kopf, Appetitlosigkeit, Horror Alpträume Brain Zaps, Angst, Erregtheit, Zähneknirschen, Kribbeln Zittern, Aufmerksamkeitsmangel, Sehstörungen Pfeifen im Ohr, Erbrechen, Schweissausbrüche, Brustschmerzen, Unwohlsein, Pfeifender Atem, Harninkontinenz, Schwellungen, Kalter Schweiß, Heftiger Bewegungsdrang (Blasen gelaufen) Müdikkeit, Gedankenkreisen.
In den ersten 2 Tagen ohne Sertralin mit Diazepam 5 mg behandelt, dann quetiapin 25 mg am 23.02.18 2 1/2 genommen am 9.3. 2 Stück und am 10.03= 1
28.2 Psychiatrie 36 Stunden, 2 mal Venlafaxin Juckreiz am ganzen Körper.

bis 32.3.2018 Akute Ambulanz Station,
ab 29.3.18 Verhaltenstherapie die mir sehr gut tut.

Stand der Dinge 11.03
Arme Schlafen ein wenn ich auf dem Rücken liege und die auf den Bauch lege.
Abends sehe ich schlechter linkes Auge macht ein wenig Probleme.
Kann nichts Essen, wenn ich was Esse bekomme ich einen roten Kopf und Hitzewallungen Unkonzentriertheit. Kopfschmerzen.
Mir geht es schlechter als vor dem Sertralin. bei jedem Medikament ging es mir Schlechter hinterher.
20.03. angefangen Omeprazol,Amoxicillin, Clarithromycin zu nehmen.
Habe seit 2 Tagen wieder festen Stuhlgang. Habe 12 Kilo abgenommen. Essen fällt mir schwer. Esse Histamin arm habe aber Null Appetit.
23.03.18 Symptome wieder etwas Stärker. Antibiotikum abgesetzt. Morgens Hitzewallungen kribbeln in den Armen Juckreiz.
30.03.18 mir geht es seit ein paar Tagen viel besser, Flushs sind weg das Kribbeln und Zittern auch. Schlafe besser nur habe ich jetzt nachts Heißhunger, nehme ich aber in kauf.
Bin aktiver sitze lieber am Rechner als vorm Fernseher oder gehe in die Garage Basteln, Mein Geruchstrigger ist auch weg.
seit 4.4.18 wieder arbeiten....
Jetzt Histamin Intoleranz und Laktose Intolerant

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Re: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 29.05.18, 12:03

Eva hat geschrieben:
Montag, 28.05.18, 12:29
Hallo,

wenn ich das so lese, stellt sich mir wieder die Frage, wieso Menschen bei Unruhezuständen dieses fürchterliche Haldol immer noch verschrieben wird -
Haldol ist Standard bei Durchgangssyndrom , daher .
Allerdings:
Die Behandlung der anderen, meist hyperaktiven Delirformen erfolgt in der Regel mit Neuroleptika. Die bis heute größte Evidenz weist hier sicher Haloperidol auf – üblicherweise in Dosen von 1 mg alle zwei bis vier Stunden, bei Bedarf bis zu einer Tagesdosis von 25 mg appliziert.
bedeutet, es muss alle 3-4 Stunden draufgeguckt werden, ob überhaupt noch nötig , bevor 1mg "nachgeschossen" wird, und nicht einfach 10 mg Haldol, was auf JEDEN FALL diese Nebenwirkungen verursacht, die der Vater beschreibt.
= ein Parkinsonoid
Vater hat geschrieben:
Sonntag, 27.05.18, 17:22
Er taumelt, Sabbert, starrt.

das verschwindet normalerweise wieder Tage bis Wochen nach dem Absetzen, da gibt es auch medikamentöse Therapien ( Neurologe fragen)

Quelle https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... ngssyndrom

Auch noch wichtig: Die Einnahme von Pp und Antiepileptika sind ein Risikofaktor für ein Delir ( Durchgangssyndrom):
Delirgefahr!

Arzneistoffe, die das Entstehen eines Delirs fördern können:

Analgetika, Antibiotika, Antiarrhythmika, Anticholinergika, Antidepressiva, Antiepileptika, Antihistaminika, Benzodiazepine, Betablocker, Calciumantagonisten, Corticosteroide, herzwirksame Glykoside, Diuretika, H2-Blocker, Lithium, Neuroleptika , Parkinson-Medikamente, Theophyllin
Quelle: ebenda

Der Artikel geht auf nichtmedikamentöse Behandlungsweisen ein :
Etwa 30 bis 40% aller Delirien können nichtmedikamentös behandelt bzw. vermieden werden, wenn die Risikofaktoren gezielt "ins Visier" genommen werden.
ebenda
Jamie hat geschrieben:
Sonntag, 27.05.18, 15:54
20mg Haldol ist natürlich eine Wahnsinnsdosis
ich hatte das so verstanden, dass er täglich 10 mg bekommt, insgesamt an zwei Tagen 20. Ist vielleicht falsch .....
Ansonsten würde ich Jamies Rat folgen und mir ein Folgerezept holen, und Haldol langsam abdosieren. Die Tabletten dürfen geteilt werden. Haldol gibt es auch als Tropfen, kommt darauf an, ob der Arzt bereit ist, das zu verschreiben. Da der Sohn es erst 4 Tage lang genommen hat, dürfte man relativ schnell damit rausgehen.

1. Tag 10mg, 2. Tag 7.5 mg 3. Tag 5mg 4. Tag 2.5 mg 5. Tag 2mg 6. Tag 1.5mg 7 Tag 1mg 8. Tag 0.5 mg 9. Tag 0.25 mg 10 Tag 0.1 mg 11. Tag 0.05 mg -
dann raus ( so habe ich es gemacht, als ich Haldol abgesetzt habe), dabei aber immer schauen, wie es dem Sohn geht, wenn es ihm schlechter gehen sollte, dann lieber ein Tag länger auf der gleichen Dosis bleiben und dann erst wieder runter. Neuroleptika wie Haldol ärgern das ZNS, das muss sich erst wieder anpassen.

liebe Grüße Arian
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MurmelinepadmaJamiewegKatharina
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Jamie
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Re: Seit 4 Tagen 20mg Haldol, wie komme ich da runter?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 29.05.18, 17:53

Hallo Vater, :)

es wäre sehr schön, wenn du dich noch mal melden könntest wie es deinem Sohn nun geht und was mit dem Haloperidol weiter passiert ist.

Das Forum hilft gerne, auch in Akutsituationen, sofern irgendwie möglich - es wäre dann aber wirklich nett wenigstens irgendwann noch mal ein Update zu kriegen, wie es ausging.
Vielleicht liest du ja noch mal rein.

Grüße
Jamie
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