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marco1980

Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von marco1980 » Freitag, 07.06.13, 12:15

RobertusAction hat geschrieben:Wenn man mein Gewicht bespricht auf eine respektvolle Art und Weise und nicht beleidigend wird dann ist das ja o.k., ich meine ich weiß ja selbst dass ich dieses und jenes Gewicht habe, da wird ja nur wiederholt was ich schon gesagt habe.
Ok, das ist mir besonders wichtig. Ich habe dein Gewicht insbesondere auf die Gesundheit bezogen und Lebesqualität bezogen, wenn auch dass bei Jamie1979 wohl nicht so rüber gekommen ist. Schade das sie meine Diskussion mit Charlotta geschlöscht hat, sonst hättest du selber beurteilen können obs noch ok gewesen wäre. Das ist jetzt leider nicht mehr möglich weil ich meine ganzen Posts überarbeiten musste.

Es wird jetzt ein bisschen persönlich meinerseits, aber so verstehst du mich hoffentlich besser; mein Vater ist 64 und stark übergewichtig und hat Diabetes. Ich habe einfach Angst um ihn da Übergewicht in diesem Alter das Mortalitätsrisiko erhöht.

Deshalb habe mal en Stunde mit meinem Psychiater über die verschiedenen Möglichkeiten diskutiert, was man gegen Übergewicht machen kannn. Sollte meinem Vater was passieren möchte ich nicht dass Gefühl haben, zu wenig für Ihn gemacht zu haben. Zu Sport hat er keine Lust, da lass ich mir halt was anders einfallen.

Deshalb die Idee mit den Appetitzüglern. Aber ich respektiere deine Meinung und werde das Thema nicht mehr ansprechen.

lg marco
Zuletzt geändert von marco1980 am Freitag, 07.06.13, 12:58, insgesamt 1-mal geändert.

marco1980

Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von marco1980 » Freitag, 07.06.13, 12:34

Jamie1979 hat geschrieben:Hallo marco1980,ein paar Posts über diesem bittet RobertusAtticus, bezüglich des Langzeitquetiapins, dass er hier keine guten Ratschläge mehr hören möchte.Zwar geht es jetzt hier gerade nicht um Langzeitquetiapin, sondern nur um Seroquel und ein Reduktionsvorschlag, aber sollte es Robertus nerven, dann bitte ich dich dich zurückzuhalten.Falls ich mich jetzt umsonst eingemischt habe, bitte ich um Entschuldigung.Ihr seid erwachsen und könnt das sicher klären.GrußJamie
Lieber Robertus


Es stört mich ein bisschen das Jamie1979 meine Posts nicht ganz durch liest, du hast mir gesagt dass Quetiapin-Retard keine Option für dich ist also habe ich das Thema gelassen. Und dann kommt so was.

Ich stecke selber in einem schwierigen Entzugsprozess von NL, darum gebe mal den einen oder anderes Ratschlag, was ich tue um dieses Teufelszeugs loszuwerden.

Ich werde das auch weiterhin meine Erfahrung posten, wenn das ok ist für dich

lg und weiterhin viel Glück
hoffe es dir weiterhin gut mit den 400mg Solian geht
Marco

Jamie
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Beitrag von Jamie » Freitag, 07.06.13, 15:30

Hallo marco,

ich weiß nicht, wovon du sprichst, aber ich habe rein gar nichts gelöscht (Diskussion - Carlotta? Ihr diskutiert in mehreren Threads) !!!

Und weißt du auch, weshalb nicht? Weil ich es nicht kann, das kann nur unser Administrator Oliver!
Und die Moderatoren haben sich geeinigt, nur im absoluten Notfall etwas in die Quarantäne zu verschieben.

Ich verbitte mir diese Unterstellungen.

Sollte ich etwas überlesen haben, tut es mir leid.

Ich finde es im Übrigen wirklich gut, dass Robertus geschrieben hat, was er will und was er nicht will. Danach soll sich das Forum bitte richten.

Gruß
Jamie
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marco1980

Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von marco1980 » Freitag, 07.06.13, 18:00

Ich habe ja dann sofort alle meine Posts abgeändert, auch diejenigen die an Charlotta gerichtet waren, eben wie gesagt habe mit einem absoluten Speziealisten über die Möglichkeiten bei starker Adipositas BMI >35 mal intensiv diskutiert.

und schon 2 min später kommt von ihr ein Post wie ungesund dieses Medikament ist, ich kenne dieses Arzeimitteltelegramm nicht, und es gibt x-studien über dieses medi

ich mache mir eher sorgen über meinen Vater der einen BMI von > 35 hat, das ist viel ungesünder als dieses medi einzunehmen. leute informiert euch doch n bisschen bevor man gleich die erst beste Studie zitiert.

ja sorry jamie, das mit dem löschen möchte ich dir nicht unterstellen, da hast du recht das du hast du gar nicht gemacht,trotzdem hätte ich hätte lieber Robertus entscheiden lassen, ob eine disskusion in dieser art für ihn ok ist und meine darauf folgenden posts danach gerichtet.

Ich nehme jedoch zur Kenntniss, das für Namen von rezeptpflichtigen Medikamenten keine "Werbung" gemacht werden darf. ich glaub das habe ich gecheckt.


lg
Marco

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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von nix » Freitag, 07.06.13, 18:25

An der Stelle verweise ich immer gern an das "Hausrecht des Themenstarters". ;)
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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von marco1980 » Freitag, 07.06.13, 20:17

Yep ist dein Thread Robertus.....

Bitte schreibe wenn du wieder neuigkeiten hast

lg
marco

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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von RobertusAction » Sonntag, 09.06.13, 18:23

Es gibt schlechte Neuigkeiten, ich habe die Reduzierung vom Solian vor drei Tagen schon wieder abgebrochen, ich fühlte mich nicht mehr wohl in meiner Haut, ich wollte schon fast meiner besten Freundin die Freundschaft kündigen, ich ging eigentlich die ganze Zeit nie aus dem Haus, ich war immer drinnen und ich wurde schon wieder schwer depressiv, ich dachte an Selbstmord und das war dann wieder mal alles zusammen zu viel von Dingen die garnicht gehen.

Ich nehme jetzt 600mg Solian, Wirkstoff Amisulpirid

Im Endeffekt kann ich ja froh sein dass es Medikamente gibt für Menschen wie mich, für die sonst kein normales soziales Leben mehr möglich ist, ich bin eigentlich eh voll selber Schuld dass ich gekifft habe und diese Drogenpilze probieren musste, nur ich denke eben dass mein Leben vorher schon recht mies war, ich komme so jetzt besser klar, sicher ich kann auch leicht reden, ich kassiere eine Invalidenpension und kann Tag und Nacht tun und lassen was ich will, ich bin nicht dazu gezwunden dass ich die ganze Rehaschiene mitmache, bei mir ist es durch miserable Belastbarkeit wirklich das Beste wenn ich nichts arbeite, es ist ja auch nicht so dass jede Hand gebraucht würde in dieser Welt, es hat nicht jeder etwas zu tun.

Ich bin seit gestern wieder auf dem Damm, habe mich bei meiner besten Freundin entschuldigt und alles wird gut.
2000drogeninduzierte Psychose, völliger Realitätsverlust, Wahnvorstellungen, keine Möglichkeit am Leben teilzunehmen
Von der Psychiatrie Risperdal bekommen in einer Dosis von 3mg täglich genommen, nach einem halben Jahr wieder abgestzt
2001…….Symptomevölliger Rückzug von der Umwelt, Gefühl beobachtet zu werden, Antrieb gleich null, starkes Übergewicht
…………...Diagnose Schizophrenie
…………...MedizinAmisulpirid 50mg 1-1-1-1…..seit 2001 nehme ich Amisulpirid ein…
2008 ……wirklicher Absetzversuch mit Ärzten-daraufhin schwerste Psychose die ich bisher erlebt habe

2001 bis jetztAmisulpirid Anfangs 150mg mittlerweile 550, Höchstdosis in der Psychiatrie 1600mg, Höchstdosis zuhause wegen privaten Problemen 800mg
………………………….runterdosiert in 50mg Schritten
2008 bis jetztVenlafaxin Anfangs 225mg, mittlerweile wegen Trauerfall und Verschlechterung der Depression 300mg
2009 bis jetztQuetiapin Wollte Amisulpirid loswerden wegen erhöhtem Prolaktinspiegel, Versuch scheiterte, jetzt 375mg Quetiapin zusätzlich
2017Quetiapin leider schon eine längere Zeit 475mg
Solian Gott sei Dank mittlerweile nur noch 350mg täglich, Solian wurde in 50mg Schritten reduziert, jeweils ein halbes Jahr gewartet und dann wieder weniger, jetzt eben auf dem Stand
Dezember 2017Solian 350mg
Seroquel 400mg
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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von Jamie » Sonntag, 09.06.13, 19:09

RobertusAction hat geschrieben: es ist ja auch nicht so dass jede Hand gebraucht würde in dieser Welt, es hat nicht jeder etwas zu tun.
Meiner Meinung nach ist jeder Mensch wichtig und sollte, wenn möglich, irgendeinen Beitrag leisten für das Gesamtwohl der Menschen - und ich rede jetzt nicht explizit nur von Arbeit.

Vielleicht hast du ja Lust dich in Drogenforen zu engagieren und aufzuklären, was Kiffen und Drogenpilz-Einnahme mit einem anstellen kann.
Wenn nur ein Einziger durch deinen Beitrag davon abgehalten wird, sich das Zeug reinzuziehen und dann mit einer drogeninduzierten Psychose in der Psychiatrie zu landen, dann ist schon sehr viel getan! :!:

Gruß
Jamie
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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von carlotta » Montag, 10.06.13, 20:22

Hallo Robertus,
RobertusAction hat geschrieben:Solian statt 550mg nur mehr 400mg, in einem Tag herunterreduziert
Das war ein viel zu großer Schritt, es wundert mich nicht, dass es Dir so schlecht ging damit! - Wolltest Du nicht eigentlich Seroquel ganz vorsichtig reduzieren? Oder habe ich das falsch in Erinnerung?

Dass es Dir so schnell so schlecht ging nach der Reduktion ist ein deutliches Zeichen für eine heftige Entzugsproblematik. Es sagt nichts darüber aus, wie es Dir ohne dieses Medikament ginge. Das kann man nur sagen, wenn der Entzug überstanden ist. Ärzte missinterpretieren solche Reaktionen wie bei Dir häufig als "Rückfall", wenn sie sich mit der Absetzproblematik nicht auskennen.

Um solche frustierenden und gesundheitsgefährlichen Erfahrungen zu vermeiden, empfehlen wir hier im Forum die bekannten kleinen, langsamen Schritte zum Ausschleichen - besonders, wenn man mehrere Medikamente hochdosiert über einen längeren Zeitraum nimmt.

Dir ist ja sicher bewusst, dass Psychopharmaka, also auch Neuroleptika, nur vorübergehend wirken. Sie ein Leben lang zu nehmen, ist keine Option, da das so gut wie nie funktioniert. Daher sollte man sich rechtzeitig mit alternativen Therapieformen beschäftigen.
Jamie1979 hat geschrieben:
RobertusAction hat geschrieben:es ist ja auch nicht so dass jede Hand gebraucht würde in dieser Welt, es hat nicht jeder etwas zu tun.
Meiner Meinung nach ist jeder Mensch wichtig und sollte, wenn möglich, irgendeinen Beitrag leisten für das Gesamtwohl der Menschen - und ich rede jetzt nicht explizit nur von Arbeit.
Das, was Jamie schreibt, denke ich auch. Und vor allem für DICH ist das wichtig, DU brauchst doch auch eine sinnvolle Beschäftigung, die Dir Freude macht und Dir etwas gibt. Viele Menschen werden krank, weil sie genau das nicht haben. Ob das jetzt Arbeit sein muss, sei dahingestellt...

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

marco1980

Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von marco1980 » Dienstag, 11.06.13, 23:55

carlotta hat geschrieben:Dir ist ja sicher bewusst, dass Psychopharmaka, also auch Neuroleptika, nur vorübergehend wirken. Sie ein Leben lang zu nehmen, ist keine Option, da das so gut wie nie funktioniert. Daher sollte man sich rechtzeitig mit alternativen Therapieformen beschäftigen.
Das ist von Person zu Person verschieden, wie schnell sich die Rezeptoren im Körper der regelmässig zugeführten Substanz sich anpasseen. Es gibt Leute die können ohne Entzugserscheinungen von heute auf morgen mit Benzos oder mit dem Rauchen aufhören. Andere haben starke Enzugserscheinungen.

Schauen wir die Benzos an.

Während die sediererede Komponente schnell verschwindet, bleibt die krampflöse und angstlösende Wirkung länger erhalten bleibt. Aber auch die angstlösende vermindert sich mit der Zeit.

Neuroleptikas bleibt die Wirkung eher länger erhalten. Es gibt keine alternative bei psychotischen Symptomen! Z.b. nehme ich seit 4 Jahre Quetiapin und ich finde es wirkt immer noch sehr gedankenordnend und angstlösend wirkt.

Was aber bei allen Psychopharmaka schnell verschwindet ist die sedierende Komponente.

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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 12.06.13, 10:12

Hallo Robertus,
hallo Marco,
marco1980 hat geschrieben:
carlotta hat geschrieben:Dir ist ja sicher bewusst, dass Psychopharmaka, also auch Neuroleptika, nur vorübergehend wirken. Sie ein Leben lang zu nehmen, ist keine Option, da das so gut wie nie funktioniert. Daher sollte man sich rechtzeitig mit alternativen Therapieformen beschäftigen
Das ist von Person zu Person verschieden, wie schnell sich die Rezeptoren im Körper der regelmässig zugeführten Substanz sich anpasseen. Es gibt Leute die können ohne Entzugserscheinungen von heute auf morgen mit Benzos oder mit dem Rauchen aufhören. Andere haben starke Enzugserscheinungen.
Natürlich ist das individuell. Übrigens hatte ich mich in diesem Zitat nicht aufs Absetzen bezogen, sondern darauf, dass die Wirkung der Mittel irgendwann nachlässt (Toleranz) oder sich gar ins Gegenteil verkehrt (paradox wird). Auch das geht bei dem einen schneller, bei dem anderen dauert es länger, auch Jahre.
marco1980 hat geschrieben:Neuroleptikas bleibt die Wirkung eher länger erhalten. Es gibt keine alternative bei psychotischen Symptomen! Z.b. nehme ich seit 4 Jahre Quetiapin und ich finde es wirkt immer noch sehr gedankenordnend und angstlösend wirkt.
Ja, das kann ja gut sein bei Dir, wie gesagt. - Es gibt allerdings Studien, die zeigen, dass Vergleichsgruppen ohne Behandlung durch Neuroleptika weniger Rückfälle in ihre Grunderkrankung hatten und es diesen auch nicht schlechter ging als denjenigen mit Neuroleptika. Natürlich ist auch das eine individuelle Sache, es ist aber nicht grundsätzlich so, dass Neuroleptika unverzichtbar sind bei gewissen Erkrankungen.

Bei Neuroleptika erkauft man sich zudem eine gewisse Wirkung mit schwerwiegenden Nebenwirkungen. Lies mal Breggin, er zeigt, was diese Mittel alles anrichten können im Gehirn. Und vor allem, was alles noch nachkommen kann an Krankheiten im Alter. :sick:

Es ist in unserer Gesellschaft mittlerweile akzeptiert, dass man sich gegen alles und jedes, was nicht "normal" erscheint, was am alltäglichen Funktionieren hindert, eine Pille einwirft. Dazu kommen die Ärzte, die diese Pillen größtenteils verharmlosen bzw. nicht richtig aufklären. Alternative Behandlungsmethoden, die nachhaltig in vielen Fällen so viel mehr erreichen können, werden oft gar nicht richtig in Betracht gezogen. Und keines der hier beschriebenen Medikamente ist langfristig eine Lösung!

Mir geht es darum zu zeigen, dass man nicht unkritisch zu Psychopharmaka und Neuroleptika greifen sollte, sondern sich bewusst machen, dass diese im Höchstfall eine VORÜBERGEHENDE Lösung sein können, die aber enorme Risiken für die Gesundheit mit sich bringt. - Wenn schon die meisten Ärzte nicht umfassend informieren, sondern nur verharmlosen, sollten gerade wir eine kritische Sichtweise anstoßen. Auch dafür ist dieses Forum da!

Was dann die/der Einzelne mit diesen Informationen macht, bleibt ihr/ihm überlassen.

Liebe Grüße :group:
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marco1980

Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von marco1980 » Mittwoch, 12.06.13, 18:50

hi carlotta

aber ich glaube darüber sind wir einig:

Benzos schnell
AD mittel
NL nach längerer Einnahme
Lyrica, Neurontin (nach meinem arzt evtl. noch schlimmer als benzos)
Ritalin
Lithium

können alle Absetzbeschwerden auslösen, von leicht bis zu ganz üblen Absetzbeschwerden.

Ich sehs ja selber an mir, von wegen NL machen nicht süchtig.

Deshalb wenns geht so wenig wie möglich oder ein besser ohne Medikamente.

lg
Marco

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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 29.10.13, 17:07

Hey Robertus,

wie geht es dir? Sehe gerade du bist mal wieder online! Bin sehr gespannt. :!: :)
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RobertusAction
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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von RobertusAction » Mittwoch, 30.10.13, 11:21

Hallo Jamie, hallo alle!

Mir geht es relativ gut, von den Medikamenten hat sich nichts ins positive verändert, aber ich habe eine CPAP-Maske vom Schlaflabor bekommen und ich schlafe dadurch erholsamer, ich bin immer noch ein Langschläfer, ich schlafe manchmal 12-15 Stunden, 10 sinds eigentlich mindestens jeden Tag.

Seroquel 400mg
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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von RobertusAction » Samstag, 02.11.13, 14:57

ich glaube ich bin hochgradig abhängig von psychopharmaka von denen es heißt sie machen nicht abhängig
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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von Jamie » Samstag, 02.11.13, 22:00

Hallo RA,

magst du näher ausführen, was du meinst?
Ich mein, was du da schluckst, das ist echt ein Horror. Die volle Dröhnung. :(

Grüße
Jamie
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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von RobertusAction » Donnerstag, 07.11.13, 11:39

Ich glaube deshalb dass ich stark abhängig bin weil selbst eine relativ kleine Veränderung der Dosis mir Probleme macht : Misstrauen gegenüber der Umweld, selbst die besten Freunde scheinen echt schlecht über mich zu reden wenn ich gerade nicht hinschaue, ich hatte noch vor Jahren eine ganz andere Tabletteneinstellung, dass ich 600mg Solian "brauche" um nicht leicht psychotisch und paranoid zu werden ist nicht gerade immer so gewesen, ich kam oft mit 300mg aus und es ging mir gut damit, ich musste die Dosis eben ständig erhöhen um die gleiche Wirkung zu erzielen, ich nehme keine Beruhigungsmittel und trinke keinen Alkohol, ich rede wirklich von den Neuroleptika der zweiten Generation, ich habe ein wahnsinnig hohes Schlafbedürfnis, eine Bekannte die bei der Krankenkasse arbeitet, meinte das wäre denen eine willkommene Wirkung, weiß der Teufel was die davon habe wenn ich mehr schlafe als ich munter bin.

Ich nehme an die zehn bis fünfzehn Tabletten am Tag und der Arzt meinte einfach ich solle meine Ernährung umstellen, ich habe mittlerweile 142kg, jeder redet davon dass doch der Psychiater irgendwas machen muss, es kann doch nicht sein dass ich fast die ganze Zeit schlafe und von den Tabletten essgestört werde.
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Jamie
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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 07.11.13, 12:04

Hallo Robertus,

der KK ist vermutlich ein schlafender und sedierter Patient mit Übergewicht lieber als einer, die mit einer Psychose herumläuft :wacko: .
Weißt du, diese NL der zweiten Generation- die hauen einen wirklich weg. Die Sedierung ist da im Vordergrund. Ich glaube schon, dass du eine gewisse Sedierung brauchst für deine Grunderkrankung, aber das ist zu stark!
Ich weiß auch nicht, was ich raten soll, aber ich würde sagen, du solltest dir eine zweite Meinung eines anderen Neurologen / Psychiaters einholen.
Was dein bisheriger Arzt da wegen des Übergewichts sagt, ist einfach quatsch. Mit einer Ernährungsumstellung bekommst du das nicht hin; das sind ja vor allem Nebenwirkungen der NL.
Ich würde mir wirklich mal eine zweite Meinung einholen; und 12 Stunden oder mehr Schlafen ist auch absolut unnormal!

Grüße
Jamie
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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von edgar » Mittwoch, 13.11.13, 21:00

Hi Robertus,

hattest Du mal versucht von dem Amisulprid (Solian) nur 25 mg zu reduzieren oder noch weniger ? Es gibt Solian ja auch in Tropfenform, womit Du kleine Dosisreduktionen hinbekommen könntest. Früher - so hast Du ja beschrieben - gingen Reduzierungen von 50 mg ja ganz gut, daher hat es mich gewundert, dass Dein letzter Reduktionsversuch von 550 mg auf 400 mg war , was ja ein riesengroßer Schritt war. Auch bei den kleinsten Schritten kann es zu einer Verschlechterung kommen, aber ich kann Dein Anliegen der Reduktion völlig verstehen, weshalb Du diesem Forum beigetreten bist.

Würde mich freuen, von Dir zu hören.

Viele Grüße

edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

RobertusAction
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Re: Seroquel absetzen -- Drogenpsychose ---Depressionen

Beitrag von RobertusAction » Donnerstag, 21.11.13, 11:22

Das habe ich grade letztes versucht und auf einmal wurde ich total misstrauisch und ich traute nicht einmal den besten Freunden mehr, ich glaubte sie würden schlecht über mich reden wenn ich grade nicht 100% aufpasse, ich finde das so schrecklich wenn man so paranoid wird dass man am liebsten garnicht mehr aus dem Haus gehen will.

Wenn ich weniger Tabletten nehmen würde dann hätte ich gar kein Leben mehr weil ich mich nicht mehr vors Haus gehen trauen würde.

Im Prinzip sind diese Tabletten für Menschen mit solch argen Störungen wie bei mir Schizophrenie schon ein Segen, aber eben nicht uneingeschränkt, aber ich habe so ein halbwegs normales Leben traue mich einkaufen und mit Freunden besuchen
2000drogeninduzierte Psychose, völliger Realitätsverlust, Wahnvorstellungen, keine Möglichkeit am Leben teilzunehmen
Von der Psychiatrie Risperdal bekommen in einer Dosis von 3mg täglich genommen, nach einem halben Jahr wieder abgestzt
2001…….Symptomevölliger Rückzug von der Umwelt, Gefühl beobachtet zu werden, Antrieb gleich null, starkes Übergewicht
…………...Diagnose Schizophrenie
…………...MedizinAmisulpirid 50mg 1-1-1-1…..seit 2001 nehme ich Amisulpirid ein…
2008 ……wirklicher Absetzversuch mit Ärzten-daraufhin schwerste Psychose die ich bisher erlebt habe

2001 bis jetztAmisulpirid Anfangs 150mg mittlerweile 550, Höchstdosis in der Psychiatrie 1600mg, Höchstdosis zuhause wegen privaten Problemen 800mg
………………………….runterdosiert in 50mg Schritten
2008 bis jetztVenlafaxin Anfangs 225mg, mittlerweile wegen Trauerfall und Verschlechterung der Depression 300mg
2009 bis jetztQuetiapin Wollte Amisulpirid loswerden wegen erhöhtem Prolaktinspiegel, Versuch scheiterte, jetzt 375mg Quetiapin zusätzlich
2017Quetiapin leider schon eine längere Zeit 475mg
Solian Gott sei Dank mittlerweile nur noch 350mg täglich, Solian wurde in 50mg Schritten reduziert, jeweils ein halbes Jahr gewartet und dann wieder weniger, jetzt eben auf dem Stand
Dezember 2017Solian 350mg
Seroquel 400mg
EffectinER 300mg

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