Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe ADFDler,


wir wünschen euch einen schönen Sommer. Achtet gut auf euch, überlastet euch nicht und denkt daran, dass die Hitze für den Körper nicht leicht ist, gerade im Entzug und/oder wenn man Medikamente nimmt.

Das Team ist weiterhin nur gering besetzt, die Neuanmeldungen nehmen aber weiter zu. Bitte schaut daher gegenseitig gut auf euch. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Thomas: Absetzprobleme mit Olanzapin

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
Thomas
Beiträge: 341
Registriert: Sonntag, 07.06.15, 12:14
Hat sich bedankt: 177 Mal
Danksagung erhalten: 835 Mal

Thomas: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Dienstag, 09.06.15, 14:21

Liebe Forumsmitglieder,

ich suche Hilfe beim Absetzen von Olanzapin. Kurz zu meiner Geschichte. Anfang 2014 in die Klinik wegen persönlicher Probleme (Diagnose: Schwere Depression mit psychotischen Symptomen) Medikamentierung: 15 mg Olanzapin, 20 mg Cipralex. Danach Tagesklinik, Reduzierung auf 10 und wegen schlechter Leberwerte auf 5 mg Olanzapin. Absetzpsychosen (damals wusste ich nicht, dass es welche waren, wurde als Teil meiner psychischen Erkrankung interpretiert). Es wurde mit Prometazin und Tavor gegengesteuert. Im Laufe des Jahres keine Besserung der psychischen Verfassung und langsamer mentaler Verfall (kognitive Beeinträchtigungen, Vergesslichkeit, Unvermögen, apathisches Verhalten).

Anfang 2015 der Entschluss, endlich von dem verhassten Olanzapin wegzukommen. Kaufte mir das Buch von Lehmann und zog in das abgelegene Haus einer Freundin, um dort den Entzug zu machen und die Krisen ausheulen zu können, ohne jemanden zu stören. Mein Absetzplan war 5 -> 3,75 -> 2,5 -> 1,25 im 3 - 4 Wochentakt. War vermutlich zu engagiert. Musste oft 0,5 Tavor nehmen, um die Krisen selbst auszuhalten. Längere Zeit aber auch ohne. Bei 1,25 oder 2,5 Olanzapin (weiß es nicht mehr genau) fingen Kopfschmerzen, Benommenheit und Denkblockaden sowie leichte Verkrampfungen im Kopf und Nacken an. Hatte es damals nicht als Absetzsymptome verstanden, aber möglicherweise waren es welche. Vielleicht sind es aber auch Folgen der Einnahme und nicht des Absetzens. Wegen schlechter Verfassung wieder rauf auf 2,5. Einen Monat später neuer Versuch auf 1,25 und nach weiteren 2 Monaten der Versuch auf 0. Hatte allerdings schon wieder diese Kopfschmerzen und Verkrampfungen. Die Krämpfe finden im Kopf, Nacken und Gesicht statt. Manchmal regelrechte Grimassen. Vereinzelt und manchmal anfallsartig. Kann dabei kaum sprechen. Bei 0 kamen Gangstörungen dazu. Wegen Angst vor Spät-Dyskinesien wieder rauf auf 1,25. Aber die Kopfschmerzen und Krämpfe werden nicht besser. PIA angerufen (Auskunft: Olanzapin macht keine Dyskinesien). Neurologe angerufen, der meint es sind welche und man müsste absetzen. Hergott das versuch ich ja seit einer Ewigkeit. Meine Frau will es nicht wahr haben und meint, es könnte doch auch der Tavorentzug sein.

Vor einem halben Jahr war ich in der Neurologie, um meine Beschwerden abzuklären. Dabei kam eine diffuse Hirnfunktionsstörung und eine Schrankenstörung heraus. Dem wurde aber keine weitere Beachtung geschenkt.

Nun musste ich kürzlich lesen, dass Neuroleptika Hirnschäden und sogar Hirnschwund verursachen und beim Absetzen motorische Störungen auftreten können, die als tardive Dyskinesien bleiben können und kognitive Beeinträchtigungen, die als tardive Demenz bleiben können. Was haben die mir für einen Mist ins Hirn geballert. Sowas müsste doch verboten sein. Bin ehrlich gesagt verzweifelt. War seit ich Psychopharmaka bekomme latent suizidal. Wenn mein Denkvermögen nicht zurückkehrt und Spätdyskinesien zurückbleiben war es das für mich.

Was könnt Ihr mir raten, wie ich mit der Dosierung weiter machen sollte und wie diese Symptome zu deuten sind. Sind das überhaupt typische Absetzerscheinungen bei Olanzapin?

Vielen Dank an Euch! Find es schlimm, dass man sich nur unter Betroffenen helfen kann und einen die Ärzte im Stich lassen.
Thomas
Zuletzt geändert von Gwen am Mittwoch, 04.07.18, 22:28, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Thomas für den Beitrag:
Oliver

Murmeline
Team
Beiträge: 12899
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14504 Mal
Danksagung erhalten: 12994 Mal

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 09.06.15, 14:36

Hallo Thomas,
Find es schlimm, dass man sich nur unter Betroffenen helfen kann und einen die Ärzte im Stich lassen.
Es ist schlimm, dass zu viele Ärzte einfach keinen Blick haben für individuelle, durch Medikamente nicht verbesserte sondern verkomplizierte Krankheitsgeschichten. Aber es ist gut, dass wenigstens Betroffene sich gegenseitig unterstützen können.

Ein kurzes aber herzliches Willkommen! :hug:

Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 2):
OliverThomas
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

potatoiv
Beiträge: 173
Registriert: Samstag, 25.04.15, 15:22
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 230 Mal

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von potatoiv » Dienstag, 09.06.15, 14:52

Hallo Thomas,

ich schleiche auch Olanzapin aus...wegen Angst und Depression bekommen....nahm allerdings nie mehr wie 3,75 mg...eineinhalb Tabletten von den 2,5 mg Tabletten...
es ist ein Teufelszeug, dass wirklich schwer abzusetzen ist...
ich bin erst bei 3,4 mg angelangt, also nicht sehr weit, weil ich jeden Krümel weniger extrem spüre...
Dyskinesien habe ich gottseidank noch nicht bemerkt....aber deine Geschichte macht mir jetzt wirklich Angst, was da noch auf mich zukommen könnte!

Ich habe leider auch keinen Ratschlag für dich.....aber ich drück dir solidarisch alle Daumen!

Alles alles Gute,
potatoiv
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor potatoiv für den Beitrag (Insgesamt 5):
OliverMurmelineJamiepadmaThomas
Trittico zw. 50 und 300 mg vom 12.2.12-26.2.13
Paroxetin zw. 10 und 20 mg vom 23.3.12-23.4.12
Sertralin zw. 25 und 50 mg vom 3.5.12-4.6.12
Effektin zw. 75 und 150 mg vom 30.5.-4.7.12
Seroquel xr zw. 50 und 200 mg vom 10.7.12-30.6.13
Seropram zw. 5 und 30 mg vom 30.7.12-17.9.12
Deanxit nur 2 Tage Horror-NW
Ixel nur 2 Tage Horror-NW
Fluctine zw. 10 und 20 mg vom 18.9.12-1-10.12
Cipralex zw. 5 und 15 mg vom 2.10.12-7.2.13
Abilify nur 1 Woche Horror-NW
Insidon zw. 50 und 150mg vom 2.3.13-3.10.13
Tolvon zw. 15 und 30 mg vom 22.10.13-13.11.13
Mirtazapin 15 mg vom 25.11.13-30.11.13
Edronax 2 mg ein paar Tage Horror-NW
Lamotrigin 25 mg 1 Woche Horror-NW
Lithium 450 mg 8 Wochen extreme Angstzustände
Depakine 600mg 10.4.13-13.5.14
Lyrica 25 mg depressionsverstärken hoch 10
...alles abgesetzt

Zyprexa 3,75 mg ( 1,5 Tablette 2,5 mg)....seit ca. Dez. 2013
Zyprexa 3,125mg (1,25 Tablette 2,5 mg)....17.4.2015-25.4.2015
Zyprexa 3,75 mg weil es mir so schlecht ging
Zyprexa 3,4375 mg....seit 12.5.2015
Zyprexa 2,5 mg....seit 10.6.2015
Zyprexa 1,25 mg... seit 25.10.2015
Zyprexa 1,88 mg...seit 27.10.2015
Zyprexa 2,5 mg... seit 7.11.2015
Zyprexa 1,875mg...seit 24.4.2017
Zyprexa 1,25mg...seit12.6.2017
Zyprexa 0,625mg...seit 27.4.2018
Zyprexa 0 mg ... seit 12.8.2018

Ich bin absolut Medikamenten- FREIIIIIIIIII :fly:

Jamie
Beiträge: 15324
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 18722 Mal
Danksagung erhalten: 24690 Mal

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Jamie » Dienstag, 09.06.15, 20:41

Hallo Thomas,

willkommen im ADFD :), auch wenn der Anlass traurig ist.

Ich bin echt schockiert zu lesen, was dir durch das Zyprexa / Olanzapin angetan wurde.
Du beschreibst Nebenwirkungen und Folgen, die man eigentlich von den alten (und darum auch zurecht in Verruf geratenen) NL in hohen Dosen und bei langer Anwendung kennt, angeblich aber nicht von modernen atypischen NL wie Olanzapin.
Ich bin wirklich erschreckt das zu lesen.

Ich würde gerne Entwarnung geben, aber das kann ich nicht machen, das wäre unseriös.
Ich denke auch, dass das, was du beschreibst, typische extrapyramidal-motorische Störungen bzw. Dyskinesien sind (Grimassen! ganz typisch dafür); leider kann ich dir nicht sagen, ob das reversibel ist. Ich bekomme nur die kalte Wut, dass Patienten nicht davor gewarnt werden :evil: .
Ich habe mir den Beipackzettel nochmal angeschaut, da stehen diese als NW drin, nicht aber, ob diese reversibel oder irreversibel sind. :frust:
[weiß Eli Lilly vielleicht, warum sie das extra nicht abdrucken????!!! :frust: ]
Beipackzettel: http://www.pharmazie.com/graphic/A/17/0-90317.pdf

Auch die psychischen Auswirkungen (kognitive Störungen, Unvermögen etc.) weisen auf einen möglichen Schaden bei dir hin, wobei das meines Erachtens mit viel Zeit und Geduld auch wieder etwas besser werden kann.
Wirklich, ich will dir nicht die Hoffnung rauben, das Gehirn ist neuroplastisch und kann sich teilweise in ungeahntem Maße wieder regenerieren, aber das wird womöglich ein langer und harter Weg.

Du solltest sofort von der Möglichkeit Gebrauch machen und diese NW in einen NW-Bogen eintragen, der dann an das BfArM weitergeleitet wird.
Wenn Patienten nicht melden, welche Schäden ihnen entstehen, dann kommen die Pharmafirmen als weiter ungeschoren mit ihren Praktiken davon, Arzneimittel auf den Markt zu werfen, die unsicher, schädlich und fatal in ihren Wirkungen sind!
Wir Psychopharmaka-Geschädigten bezahlen mit unserer Gesundheit und der Forschung am lebenden Objekt (uns) dafür, dass nicht genug Forschung für Langzeitergebnisse etc. betrieben werden bzw. Nebenwirkungen bei der Zulassung unterschlagen werden! Es ist ein skandalöser Zustand. :vomit:
Hier der online-Bogen: viewtopic.php?f=19&t=7889

Sollte es wirklich vom Olanzapin kommen, dann kann man dir bei dieser Schädigung nicht raten, dieses weiterzunehmen oder wiedereinzudosieren.
Aber es könnte auch das Cipralex (du nimmst es noch?) mit reinspielen, ebenso das Tavor.
Dazu mache ich mir nochmal gesondert Gedanken bzw, vielleicht haben ja auch die anderen Ideen dazu?

Ich würde dir auf jeden Fall raten, schnellstmöglich unseren Thread über Fischöl zu lesen; es gibt Einzelfälle aus den USA, da hat Fischöl in hohen Konzentrationen Gehirnschäden nachweislich beheben können. Ich verlinke ihn dir.
viewtopic.php?f=15&t=9653
hier der englische Bericht, wie Fischöl zum Lebensretter wurde: http://edition.cnn.com/2012/10/19/healt ... -injuries/


Gruß
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 4):
OliverpadmaMurmelineThomas
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

padma
Team
Beiträge: 14971
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 36681 Mal
Danksagung erhalten: 19522 Mal

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von padma » Dienstag, 09.06.15, 22:36

hallo Thomas, :)

auch von mir noch herzlich willkommen.

Das ist eine sehr schlimme Geschichte, die du da mitmachst. Ich bin entsetzt.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, sind die motorischen Störungen erst beim Absetzten aufgetreten? Das macht Hoffnung, dass es sich um Absetzsymptome handelt. Die sind unseres derzeitigen Kenntnisstandes nach i.d.R. reversibel.
(Garantieren kann man es leider nicht)

Kognitive Beeinträchtigungen sind typische NW von Neuroleptikas, Wenn man sie nicht zu lange und nicht in zu hoher Dosis genommen hat, sind die Chancen gut, dass es reversibel ist.
Lies hier mal bei Ricardo rein, da geht es auch um kognitive Beeinträchtigungen:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=9240

Hier ein mutmachender thread, wie sich jemand von sehr vielen Psychopharmaks(u.a. auch Olanzapin und Tavor), die massivste Störungen gemacht haben, langsam erholt:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=32&t=8479
Vor einem halben Jahr war ich in der Neurologie, um meine Beschwerden abzuklären. Dabei kam eine diffuse Hirnfunktionsstörung und eine Schrankenstörung heraus. Dem wurde aber keine weitere Beachtung geschenkt.
Was bedeutet eine Schrankenstörung? Heisst das, dass Psychopharmakas nicht in der üblichen Weise, die Blut/Hirnschranke durchdringen?
. Wegen schlechter Verfassung wieder rauf auf 2,5. Einen Monat später neuer Versuch auf 1,25 und nach weiteren 2 Monaten der Versuch auf 0. Hatte allerdings schon wieder diese Kopfschmerzen und Verkrampfungen.
Wie ging es di bei den 2,5 mg? Liessen da die Symptome nach?

Erstell doch bitte noch eine möglichst genaue (soweit du dich erinnerst) Signatur (Benutzername rechts oben anklicken, Persönlicher Bereich/ Profil/ Signatur ändern) wann du auf welcher Dosis der einzelnen Medikamente warst und welche Symptome wann aufgetreten sind.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 4):
MurmelinefruehlingJamieThomas
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

fruehling
Beiträge: 998
Registriert: Samstag, 08.03.14, 19:48
Hat sich bedankt: 509 Mal
Danksagung erhalten: 1054 Mal

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von fruehling » Dienstag, 09.06.15, 22:52

Hallo Thomas,
das tut mir leid, dass dir das passiert ist.
Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass auch das atypische Neuroleptikum Olanzapin Dyskinesien auslöst.
Meine Mutter nimmt noch einen Minikrümel.
Sie hat unwillkürliche Mundbewegungen, spitzt ihre Lippen und die Zunge "leckt" im 5 sekundentakt die Lippen.
Meinst du mit der Schrankenstörung, dass deine Blut-Hirnschranke durchlässig ist?

Neuroleptika kommen ja eh durch, da es Carrier-Proteine besitzt und die tragen eine Art Rucksack und bringen diesen Stoff ins Gehirn.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor fruehling für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaThomas
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Murmeline
Team
Beiträge: 12899
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14504 Mal
Danksagung erhalten: 12994 Mal

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 09.06.15, 23:13

Hallo Thomas,

auch von mir Willkommen.
Wenn mein Denkvermögen nicht zurückkehrt und Spätdyskinesien zurückbleiben
Du solltest Dir unbedingt einen größeren Zeitrahmen setzen, um das zu beurteilen. Ein Heilungsprozess nach Psychopharmakaeinnahme mit starken Nebenwirkungen und stärkeren Absetzproblematiken kann individuell länger dauern, aber über die Zeit gibt es auch positive Veränderungen.

Darüber schreibt z.B. Monica Cassani auf ihrem Blog http://www.beyondmeds.com. Sie hat über viele Jahre Polymedikamentation verschrieben bekommen und einen Mix aus 6 Medikamenten über lange Zeit abgesetzt. Sie befindet sich immernoch im Recovery-Prozess aber vieles hat sich verändert. Sie schreibt auch über das, was ihr hilft an alternativen Behandlungen, ggf. willst Du da mal einen Blick werden. Sie hat auch recovery-Geschichten von anderen gesammelt: http://beyondmeds.com/recovery-stories/

Grüße Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaThomas
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Thomas
Beiträge: 341
Registriert: Sonntag, 07.06.15, 12:14

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Donnerstag, 11.06.15, 13:34

Es tut sehr gut, hier Verständnis und Rat zu bekommen. Vielen Dank an Euch! Die Ärzte, nein Psychiater, verarschen einen nur. Dass ich da nicht eher dahinter gekommen bin. Die geben einem Substanzen, die einen krank machen und die psychische Symptome hervorrufen, die sie angeblich heilen, nur um einen weiter behandeln zu können. Wegen der Krämpfe rief ich die PIA an. Die Psychiaterin sagte, ich muss jetzt Akineton nehmen und ein neues Neuroleptikum und ich muss in die Psychiatrie. Die wollen mich echt fertig machen.

Werde jetzt ersteinmal mit 0,6 mg Olanzapin weiter machen und später auf Null gehen. Cipralex lass ich stabil auf 5 und Tavor weiter konsequent weg. Ich hoffe, dass die Krämpfe und Bewusstseinsstörungen Absetzsymptome sind und wieder verschwinden werden. Letzte Nacht wieder fast nicht geschlafen, elend gefühlt, Verkrampfungen, Kopfschmerzen, werde manchmal fast bewusstlos und hab das Gefühl ich muss sterben (klingt heftig, aber so fühlt es sich an). Will aber nicht mehr wieder hochdosieren. Hab auch überlegt, ob nicht noch was anderes dahinter steckt (Enzephalitis?), aber die haben mich erst dieses Jahr in der Neurologie durchgecheckt und ich habe kein Fieber. Vielleicht kommt auch alles zusammen mit Cipralex und Tavorentzug. Bereue es nun, nicht mit Abstand einzeln abgesetzt zu haben. Habe einfach die Bedarfs-Tavor weggelassen, als ich sie nicht mehr brauchte und das Cipralex dachte ich kann parallel laufen, da ich ja nicht weiß wie lang es mit Olanzapin dauern wird. Nun weiß ich nicht von was die Symptome kommen. Blöder Anfängerfehler was?

Wenn noch jemand meine Symptome besser einordnen kann oder einen Tipp zum weiteren Vorgehen hat, würde ich mich freuen. Werde hier weiter berichten, wie es läuft.

Viele Grüße
Thomas
Persönliche Erfahrung mit Zyprexa/Olanzapin, Cipralex, Prometazin, Tavor, Diazepam. Mehrere aus Unkenntnis gescheiterte Absetzversuche. Endgültiges Ausschleichen seit 2014. Frei von Psychopharmaka seit August 2015.

Jamie
Beiträge: 15324
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 18722 Mal
Danksagung erhalten: 24690 Mal

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 11.06.15, 14:36

Hallo Thomas,
Blöder Anfängerfehler was?
Ja leider, weil man dann nicht weiß, welches Symptom wovon kommt, aber nun ist es halt so und angesichts deiner heftigen Beschwerden war es vielleicht nicht so verkehrt, es derart radikal zu machen, denn dass deine massiven Symptome größtenteils medikamenteninduziert sind, ist ja klar ersichtlich. Jetzt kommen natürlich noch Absetz- und Entzugssymptome dazu, aber die bessern sich irgendwann auch wieder, auch wenn es lange dauert.

Hast du dich mal mit dem Fischöl-Thread befasst. Wäre das etwas?

Was hältst du von Homöopathie oder Pflanzenheilkunde? Wenn du dem gegenüber aufgeschlossen bist, dann würde ich mir auf jeden Fall einen Heilpraktiker suchen, der für dich Medikamente heraussuchen (austesten) kann, die dein Körper zur Unterstützung gerne haben möchte. Überhaupt würde ich dir in deinem Zustand wirklich dringend empfehlen, alles zu probieren, was deinem Körper und deiner Psyche eine Hilfe sein kann; alleine schon um aus dem blöden Hilflosigkeitsgefühl (´man kann nur abwarten´...) herauszukommen.

Zum Akineton. Ich habe einige Jahre meinen Stiefopa gepflegt, der schwer schizophren war. Er hat jahrelang diese Hammer-Neuroleptika einnehmen müssen; damals in den 60er und 70er Jahren hat man so Patienten noch mehr mit Haloperidol und Co zugedröhnt als jetzt und damit massive Schädigungen in Kauf genommen. Die Medikamente, jahrelange Aufenthalte in der Geschlossenen :cry: und die Krankheit selbst haben ihn zu einem geistig retardierten Mann auf dem intellektuellen Niveau eines Kindes gemacht :( Am Ende bekam er eine Elefantendosis Perazin und hatte EPS und Zuckungen. Dagegen bekam er wiederum Akineton, aber das wiederum kann selbst weitere Zuckungen etc. auslösen :cry: ..
Es ist ein Drama, was die Psychiatrie für Leben auf dem Gewissen hat.
Ich kann nur etwas Gutes berichten: Mein Stiefopa war sehr glücklich bei uns und wir haben ihm noch ein paar schöne Jahre mit Familie geschenkt (die hatte er vorher nicht, seine Famile hasste ih wegen seiner Geisteskrankheit und weil er auch sehr gewalttätig war; alleine mein Stiefvater hat ihm verziehen und er war unheimlich froh, bei uns sein zu dürfen und dass wir ihn genommen haben wie er ist).
Ach je, mir kommen die Tränen, wenn ich daran denke....

Liebe Grüße, ganz viel Kraft, bitte berichte uns regelmäßig (wenn du magst) und wenn du Fragen hast, dann sprich uns an.

PS. Wenn ich das fragen darf - kann man in so einem Zustand überhaupt arbeiten? Bist du krankgeschrieben?

Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 4):
MurmelineOliverpadmaThomas
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Murmeline
Team
Beiträge: 12899
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14504 Mal
Danksagung erhalten: 12994 Mal

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Murmeline » Freitag, 12.06.15, 8:14

Hallo Thomas,

ich sehe das so, dass Dein Gehirn/Körper/zentrales Nervensystem von Anfang an sehr sensibel auf die Substanzen reagiert hat - kein Wunder, dass es Dir dadurch schlecht ging und auch jetzt das Absetzen schwer ist.

Ich hoffe, Du kannst Dich auf einer kleinen Menge etwas stabilisieren und diese dann langsam absetzen - also nicht die 0,6 weglassen, sondern auch hier kleinere Schritte finden.

Ich hab hier ein paar Links, die Dir ggf. helfen, Deine Zustände etwas besser einzusortieren:

you can’t heal what you don’t feel - Absetzsyndrom gleichzeitig als Heilungsprozess wahrnehmen
viewtopic.php?f=50&t=9703

Zwei Phasen im Langzeitentzug (gilt auch für sehr komliziertem Entzug)
viewtopic.php?f=50&t=9794

Neuro-Emotionen beim Absetzen:
viewtopic.php?f=50&t=9778

Video über Entzugssyndrome, Rekonstruktionsprozesse und Neuroplastitzität
http://survivingantidepressants.org/ind ... entry80764

Einen Alternativmediziner, der vielleicht nicht viel von der Sache (Absetzsyndrom) versteht, aber Dich zumindest ganzheitlich ernst nimmt, begleitet und damit als Externer außerhalb der Familie und Freunde eine Stütze ist, halte ich auch für wichtig. Ich hoffe, Du findest da jemanden.

Grüße Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamiepadmaThomas
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Thomas
Beiträge: 341
Registriert: Sonntag, 07.06.15, 12:14

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Freitag, 12.06.15, 22:30

Liebe Jamie, das ist eine traurige Geschichte mit Deinem Stief-Opa. Und es ist schön und bewundernswert, wie Du Dich um ihn gekümmert hast.

Den Beitrag über das Fischöl hab ich gelesen, geht ja aber eher um die Unterstützung beim Absetzen, weniger um die Heilung von Hirnschäden oder hab ich was übersehen? Zu Homöopathie und diversen Heilpraktiken hab ich irgendwie ein gestörtes Verhältnis. Glaub, da ist auch viel Geldschneiderei dabei. Eins halte ich den Heilpraktikern im Gegensatz zu den Psychiatern allerdings sehr zu gute. Deren Methoden machen wenigstens keinen Schaden! Vielleicht überdenke ich das mit den Heilpraktikern ja nochmal.

Krankgeschrieben bin ich seit meinem Klinikaufenthalt. Zum Glück hab ich eine private BU. Sonst sehe es ganz übel aus. Hatte bis Ende 2013 ein Planungsbüro. Wegen meiner Probleme hatte das schon etwas gelitten aber nach der Psychiatrie ging es nur noch Berg ab und inzwischen hab ich die Firma aufgegeben.

@Murmeline: Vielen Dank für die Links.

Ich habe noch eine spezielle Frage, da ich immer noch am grübeln bin, woher diese abartigen Verkrampfungen und motorischen Probleme zusammen mit den Kopfschmerzen und Bewusstseinsstörungen bei mir kommen. Hatte sowas bei meinen vorherigen Absetzversuchen nie. Da hatte ich eigentlich immer nur psychische Symptome. Ich habe 1 Tag, bevor das so richtig losging, angefangen Antibiotika zu nehmen. Amoxicillin vom Zahnarzt, wegen einer Kieferentzündung. Im Nachhinein geht mir das ernsthaft durch den Kopf, ob der zeitliche Zusammenhang wirklich Zufall sein kann. Möglicherweise hab ich mir aus Neuroleptikum, SSRI, Tavor und dem Antibiotika damals irgendeinen neurotoxischen Cocktail eingehandelt. Sind ja nun alles ziemliche Chemiekeulen. Ich war zumindest so vorsichtig, dass ich in den Beipackzetteln nach Wechselwirkungen geschaut hab. Steht aber nichts in der Richtung drin, was ja nichts heißen muss. Beim Olanzapin steht sogar nur, dass man seinen Arzt fragen soll. Diese Giftmischer wissen glaub ich selber nicht was ihr Dreck für Wechselwirkungen macht. In einem Artikel von Aderhold zur Mortalität durch Neuroleptika hab ich aber was gefunden zur problematischen Kombination von NL mit Antibiotika. Das Antibiotika ist inzwischen weg, aber die Symptome sind noch da. Hoffe ich hab mir da nichts kaputt gemacht. Ich weiß, das ist sehr speziell. Aber vielleicht kann jemand was zu möglichen Problemen mit dieser Medikamenten-Kombination sagen.
Persönliche Erfahrung mit Zyprexa/Olanzapin, Cipralex, Prometazin, Tavor, Diazepam. Mehrere aus Unkenntnis gescheiterte Absetzversuche. Endgültiges Ausschleichen seit 2014. Frei von Psychopharmaka seit August 2015.

Murmeline
Team
Beiträge: 12899
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14504 Mal
Danksagung erhalten: 12994 Mal

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Murmeline » Samstag, 13.06.15, 2:16

Hallo Thomas,

tja, in den Beipackzettel steht generell wenig von dem, was leider viele Betroffene erleben. In den Fachinformationen für Ärzte steht manchmal etwas mehr, ausführlich und umfassend sind die aber auch nicht. Ggf. kannst Du mal auf survivingantidepressants.org (dem amerikanische Informations- und Absetzforum) schauen, da gibt es sicher auch Erfahrungsberichte zu Antibiotika. Man kann leider am besten aus Betroffenenberichten etwas ziehen.

Wir lesen hier oft dass Antibitika im Entzug Symptome (massiv) triggern bzw. auch nach dem Entzug wieder hervorbringen können (den Leuten geht es zum Teil schon gut, sie nehmen ein Antibiotika und der Mist geht wieder los).

Nospie hat ziemlich schlechte Erfahrungen mit einem Antibiotika:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 157#p94157

Jamie und Potatoiv leider auch:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 04#p100004

Leider muss ich sagen, das diese Medikamentenkombination individuell problematisch sein kann. Ggf. kann noch jemand was genaueres sagen.
Sorry, dass ist jetzt vermutlich ziemlich ernüchternd, denn man kann ja rückwirkend auch nichts ändern.

Wichtig wäre, dass Du zukünftig extrem vorsichtig bist mit egal welcher Substanz. Es ist wohl so, dass auch nach dem Entzug das ZNS noch langfristig sehr empfindlich sein kann. Besonders problematisch kann auch Cortison sein oder alle möglichen Mittel, die man bei Operationen bekommt.

Du solltest grundsätzlich jetzt sehr wachsam bist mit allem, was Du zusätzlich nimmst. Immer erst ganz vorsichtig mit Minidosen antesten und nur bei guter Verträglichkeit langsam steigern. Nur reine Substanzen nehmen (keine Mischungen), um Verschlechterung genau auf einen Wirkstoff zurückführen zu können. Immer nur eine Sache testen, besser nicht zwei Sachen gleichzeitig.

Viele Grüße Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag:
padma
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Jamie
Beiträge: 15324
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Jamie » Samstag, 13.06.15, 10:09

Hallo Thomas,

hier der Link zum Fall "Bobby" ->Fischöl nach Gehirnschaden / todähnlichem Koma: http://edition.cnn.com/2012/10/19/healt ... -injuries/

Ich bin froh, dass es bei dir "nur" Amoxicillin war. Gut für den Körper ist es nicht, aber richtig schlimm sind AB mit der Endung -floxacin.
(Gruppe Fluorchinolone):
ganz krasser Fall: http://www.cbgnetwork.org/4888.html :o :o :o

Gruß
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Thomas
Beiträge: 341
Registriert: Sonntag, 07.06.15, 12:14

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Samstag, 13.06.15, 21:20

Liebe Freunde,

danke für die Infos. Verdammtes Antibiotika. Ich hatte ein ungutes Gefühl bei der Einnahme des Zeugs. Aber meine Recherche ergab damals keine Hinweise auf Wechselwirkungen und ich hatte unerträgliche Schmerzen im Kiefer. Der Zahn sollte erst in 1 Monat von einem Kieferorthopäden gezogen werden. Da erschien es mir alternativlos und ich hatte ja keine Ahnung, was das bewirken würde.

Meine Beschwerden werden irgendwie immer schlimmer. Mein ganzer Körper ist versteift. Kann mich nur noch bis zum Bad und zurück schleifen und gehe wie ein kranker alter Mann. Der Schädel platz bald, bin seltsam benommen und verliere manchmal regelrecht die Besinnung. Ständig Verkrampfungen im Nacken, Unterkiefer und Gesicht. Der rechte Arm macht nicht mehr richtig was ich will. Fühle mich hundeelend. Hab es nicht mehr ausgehalten und bin in die Notaufnahme. Untersuchung durch einen Neurologen, hab ihm meine Medikamentengeschichte erklärt. Er stellt extrapyramidalmotorisches Syndrom fest, Verdachtsdiagnose: medikamenteninduzierte Dyskinesien bei Neuroleptikaeinnahme. Er bietet mir eine Spritze Akineton an, die ich ablehne. Und er will, dass ich weiter Neuroleptika nehme, um die Symptome zu unterdrücken (das meint er nicht ernst oder?). Ich frage ihn, ob das wieder wird und er meint er weiß es nicht. Und ich soll mich in psychiatrische Behandlung begeben. Bitte? Da komm ich her...

In leichter Form hatte ich diese Symptome ja schon vom Olanzapin. Aber so krass kam es schlagartig nach der Antibiotika-Einnahme. Das Zeug muss mir irgendwie das vorgeschädigte Hirn und speziell dieses extrapyramidale System zerschossen haben. Komischerweise liest man garnichts über mögliche Nervenschädigungen durch Amoxicillin. Wer weiß, vielleicht hat sich bei mir meine Schrankenstörung verhängnisvoll ausgewirkt, naja ist nur eine Hypothese. Man und ich war auf einem guten Weg, endlich frei zu kommen und mich zu erholen. Und ich Idiot hab nicht gleich kappiert, dass die Krämpfe vielleicht vom Antibiotika kommen. War so versteift auf das NL als Auslöser aller Probleme. Sonst hätte ich ja die Antibiotika-Therapie gleich abbrechen können. :frust:

Viele Grüße
Thomas
Zuletzt geändert von Thomas am Samstag, 13.06.15, 22:44, insgesamt 4-mal geändert.
Persönliche Erfahrung mit Zyprexa/Olanzapin, Cipralex, Prometazin, Tavor, Diazepam. Mehrere aus Unkenntnis gescheiterte Absetzversuche. Endgültiges Ausschleichen seit 2014. Frei von Psychopharmaka seit August 2015.

padma
Team
Beiträge: 14971
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 36681 Mal
Danksagung erhalten: 19522 Mal

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von padma » Samstag, 13.06.15, 21:31

hallo Thomas, :)

das ist ja entsetzlich.

Ich vermute auch, dass das AB etwas getriggert hat.

Psychatrische Behandlung ist natürlich absurd.
Was ich nicht einschätzen kann ist, ob Akineton notfallmässig Sinn machen würde.

Allerdings scheinst du ja extrem empfindlich auf Medikamente zu reagieren. Es wäre also auch ein Risiko.
Ich bin leider ratlos.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag:
Thomas
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Thomas
Beiträge: 341
Registriert: Sonntag, 07.06.15, 12:14
Hat sich bedankt: 177 Mal
Danksagung erhalten: 835 Mal

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Sonntag, 14.06.15, 20:24

Hallo

ja, ich deute es auch so, dass das AB bei mir diese heftigen Symptome ausgelöst hat. Zumal es unabhängig von einem Absetzschritt so heftig passierte. Von der Sache, dass das AB möglicherweise Nervenschäden verursacht haben könnte, kann ich mich glaub ich distanzieren. Sowas hab ich für Amoxicillin nicht gefunden. Interessanterweise kann es aber bei manchen Leuten Ängste, Agitiertheit, Verfolgungswahn und andere Psychosen auslösen. Da verwundert es auch nicht, wenn es Absetzsymptome oder EPS triggert.

Bin nun auf 0 Olanzapin und habe Kopfschmerzen, Benommenheit und EPSartige Symptome. Es wird nicht besser, obwohl das AB längst weg ist. Letzte Nacht bin ich aufgewacht und hatte wie gelähmte und taube Gliedmaßen, lag auf dem Teppich und hatte Panik deswegen. Ich frage mich, ob es vielleicht klüger wäre, doch nocheinmal auf die letzte Dosis zurückzugehen und zu schaun, ob es besser wird. Hab etwas Befürchtungen, das ich das EPS zu sehr provoziere, denn das kann ja auch bleiben. Naja und dieses AB vermeiden, aber das wusst ich halt nicht. Hab allerdings auch das Gefühl, dass eine gewisse Menge Olanzapin jetzt die Situation zwar verbessern würde, es aber bloß eine symptomatische Unterdrückung wär und den Absetzprozess nur verzögern und zusätzlichen Schaden verursachen würde. Ist schwierig für mich.

Viele Grüße
Thomas
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Thomas für den Beitrag:
padma
Persönliche Erfahrung mit Zyprexa/Olanzapin, Cipralex, Prometazin, Tavor, Diazepam. Mehrere aus Unkenntnis gescheiterte Absetzversuche. Endgültiges Ausschleichen seit 2014. Frei von Psychopharmaka seit August 2015.

Murmeline
Team
Beiträge: 12899
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Murmeline » Montag, 15.06.15, 9:36

Hallo Thomas,

leider hattest Du uns noch nicht gefunden, wir hätten Dich gewarnt. Bei soetwas kannn man nur auf Erfahrungsberichte anderer bauen. Gut, dass Du nun hier bist. Ich bin zudem erleichtert, dass der Neurologe die medikamenteninduzierte Diagnose gestellt hat. Es ist natürlich hart, aber wenn es nicht anerkannt würde, wäre es auch nicht hilfreicher.

Die Überlegungen, die Du jetzt anstellst, sind für mich nachvollziehbar aber auch schwierig zu entscheiden. Es könnte gut sein, dass einige Symptome zurückgehen, die auf den Entzug des Olanzapin zurückzuführen sind. Ob es gleichzeitig die Situation auch verschlimmbessert ist sehr schwer abzuschätzen. ich bin wie Padma ratlos.

Grüße Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Nospie

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Nospie » Montag, 15.06.15, 11:12

Hallo Thomas,
Thomas H hat geschrieben: Ich habe 1 Tag, bevor das so richtig losging, angefangen Antibiotika zu nehmen.
Ich hatte von einem Antibiotikum(Ciprofloxacin) eine Psychose,das ist mir erst nach Monaten klar gewesen.
Das Zeug habe ich im Entzug genommen,ich hatte natürlich keinen Schimmer,was das auslösen kann.
Ich hatte Muskelschmerzen die waren vom anderen Stern,ich dachte mir zerreißen Muskeln.
Verkrampfungen,Nacken/Brustschmerzen usw.
Ich hatte zwar vom AD Entzug eine Menge Symptome,aber durch das AB ging es in astronomische Höhen (eher Tiefen,Hölle)
Die ersten ca 7 Monate waren am schlimmsten,das bessert sich langsam.
Thomas H hat geschrieben:Amoxicillin vom Zahnarzt
Da kenne ich noch mehr Leute,die auch damit im Entzug Probleme hatten/haben.......
ABs sind scheinbar generell problematisch und leider nicht nur die.
Das AB ist bei mir jetzt 21 Monate her,es hat sich vieles erheblich verbessert,aber bei mir ist das halt auch eine
Kombination aus AD-Entzug und AB-Nachwirkungen.
Hier noch ein Link von einem ebenfalls AB-Geschädigten im Entzug:
http://survivingantidepressants.org/ind ... m-aeroman/
Alles Gute :hug:
Nospie

padma
Team
Beiträge: 14971
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 36681 Mal
Danksagung erhalten: 19522 Mal

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von padma » Montag, 15.06.15, 13:40

hallo Thomas, :)
Hab allerdings auch das Gefühl, dass eine gewisse Menge Olanzapin jetzt die Situation zwar verbessern würde, es aber bloß eine symptomatische Unterdrückung wär und den Absetzprozess nur verzögern und zusätzlichen Schaden verursachen würde.
Dann würde ich nach diesem Gefühl gehen. Dieses Risiko sehe ich auch.

Falls du dich doch zur Wiedereinnahme entscheidest, würde ich nicht auf die letzte Dosis zurückgehen, sondern es mit einem winzigen Krümelchen probieren.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag:
Jamie
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Thomas
Beiträge: 341
Registriert: Sonntag, 07.06.15, 12:14

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Montag, 15.06.15, 21:24

Hallo Freunde,

hab mich ersmal entschieden, nicht wieder einzudosieren.

Und werde morgen in die Klinik gehen, um meine beuruhigenden Symptome mal unter ärztlicher Kontrolle zu haben. In meinem Körper ist irgendwie alles aus den Fugen geraten. Ich schließe auch nicht aus, dass mir die angeknackste Psyche im Absetzprozess den einen oder anderen miesen Streich spielt. Ich wollt eigentlch nie wieder in die Klinik. Aber ich dreh sonst noch durch. Hab auch ein mulmiges Gefühl dabei. Hab Bedenken, wieder eine willkürliche psychiatrische Diagnose verpasst zu bekommen. Irgendwas psychotisches. Tabletten werd ich ablehnen. Handy hab ich am Mann. Vielleicht helfen mir meine Erfahrungen, im Gespräch die Fallen zu umgehen, die einem Diagnosen einhandeln können. Z.B. nie von etwas überzeugt sein, sonst hast gleich Wahnvorstellungen. So gings mir bei meinem ersten Klinikaufenthalt. Und ich war natürlich auch noch nie suizidal. Aber was erzähl ich, Ihr kennt das ja.

Habt Ihr noch einen Tip für mich, um mich vor den Unbilden des psychiatrischen Systems zu schützen? Muss man heutzutage noch bei Tablettenablehung wegen fehlender Krankheitseinsicht mit NL-Spritzen oder anderen Maßnahmen rechnen? Ich weiß halt nicht was ich dort mit meiner Symptomatik anstelle und wie die darauf reagieren. Oh man hoffentlich geht das gut.

Werd auf jeden Fall berichten.
Persönliche Erfahrung mit Zyprexa/Olanzapin, Cipralex, Prometazin, Tavor, Diazepam. Mehrere aus Unkenntnis gescheiterte Absetzversuche. Endgültiges Ausschleichen seit 2014. Frei von Psychopharmaka seit August 2015.

Antworten