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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Jamie » Montag, 15.06.15, 21:30

Hallo Thomas H,

heute Abend noch nahe Verwandte / Freunde (Partner?) einweihen und Patientenverfügung / Vollmacht ausstellen.
Festlegen, dass du nicht zwangsbehandelt werden willst.

Das den Ärzten nicht auf die Nase binden, aber im Stillen bei dir haben und eine Vertrauensperson einweihen, die diese Vollmacht für dich verwahrt und die im Notfall deine Interessen vertritt und die du dann auch erreichen kannst.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 422#p92422

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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Murmeline » Montag, 15.06.15, 21:31

Hallo Thomas,

lies mal wie Nillo es gemacht hast, ggf. kannst Du da auch da was für Dich rausholen. Nillo hat eine ganz schön verrückte Strategie genutzt, um sich in der Klinik ohne Medikamente durchzuboxen und von der Zeit zu profitieren. War nicht leicht, aber im Kontrast zur Medikamentation im Arztbrief war Nillo medikamentenfrei bei der Entlassung :shock: :shock: :shock:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 777#p96777

Ich hoffe sehr, dass es eine gute Entscheidung ist. Bitte berichte uns weiter!

Grüße Murmeline
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von padma » Montag, 15.06.15, 22:28

hallo Thomas,
:)
wenn du keine andere Möglichkeit mehr siehst, musst du dich wohl in dieses System begeben.

Gibt es nicht die Möglichkeit, in eine Neurologie zu kommen? Es geht doch v.a. um eine neurologische Abklärung.
Oder zumindest eine Klinik, die du frei ausgewählt hast, also nicht einfach die örtlich zuständige.

Wichtig fände ich ein Vorgespräch in dem du klar bebennst, was du möchtest und was du auf keinen Fall möchtest. Gut wäre, wenn eine Vertrauensperson dabei wäre.
Habt Ihr noch einen Tip für mich, um mich vor den Unbilden des psychiatrischen Systems zu schützen?
Gut wäre eine Patientenverfügung und oder Vorsorgevollmacht
Infos: http://www.psychiatrie-erfahrene-nrw.de/ ( unter "meine Rechte")
Vordruck: http://www.psychiatrie-erfahrene-nrw.de/

Ansonsten, wie du sagst: aufpassen, was du sagst, keine suizidale Äusserungen, nichts was man in Richtung Eigen- oder Fremdgefährdung deuten könnte.
Muss man heutzutage noch bei Tablettenablehung wegen fehlender Krankheitseinsicht mit NL-Spritzen oder anderen Maßnahmen rechnen?
Im Extremfall befürchte ich ja. Auf richterlichen Beschluss ist nach wie vor viel möglich. Notfalls ist es wohl besser, Tabletten heimlich wieder auszuspucken, bevor man einen Beschluss bekommt.
Vielleicht helfen mir meine Erfahrungen, im Gespräch die Fallen zu umgehen, die einem Diagnosen einhandeln können
Ich denke, dass dir deine Erfahrungen helfen werden. Und falls möglich bei den Mitpatienten vorsichtig erkunden, wie die Ärzte da so drauf sind.

Es ist so schlimm, dass man sich um diese Dinge Gedanken machen muss. :frust:
Halte uns auf dem Laufenden.

alles Gute,
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liebe Grüsse,
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von fruehling » Montag, 15.06.15, 22:43

Hallo Thomas,
ich glaube auch, dass du mit einer Patientenverfügung oder einer Vorsorgevollmacht auf der sicheren Seite bist.
Ansonsten gibt es wenige Kliniken, die sich darauf einlassen, keine Medikamente zu geben.
Vielleicht hilft dir alleine der geschützte Raum.
Nimm lieber mal einen Krümel Tavor bei Bedarf als dass du Neuroleptika oder andere ADs bekommst.
Ich wünsche dir viel Erfolg.
Meine Mutter hat damals auch diesen Schritt gewagt, leider mit einem sehr schlechten Ergebnis. Wir haben eine leere Hülle nach Hause geholt, ohne Wille, ohne Antrieb, ohne Gefühle :x ein Wrack.
Heute (8 Monate und 2Medikamente weniger) sagt sie bei fast bzw halbwegs klarem Verstand, dass sie es bereut, nicht durchgehalten zu haben.
Wir waren aber auch alle sehr verzweifelt und wussten keinen Ausweg mehr.
Alles, wirklich alles, was sie in ihren gescheiterten AD-Versuchen (als Versuchskanninchen) bekommen hat, wurde wieder eindosiert.
Also, pass bitte auf dich auf. Lass dir keine Diagnosen einreden, die können deine Symptome eigentlich gar nicht einordnen.
Nur die Zeit kann deine Symptome lindern...
:hug:

PS: meine Mutter hatte schwere Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen, so sehr, dass ich an einigen Tagen gebetet habe, dass sie nicht nehr aufwacht, wirklich! Alle haben gedacht, dass es bis aufhört. Sie ist auch noch lange nicht durch, aber...
Heute hatte sie wieder einen guten Tag. Sie geht schwimmen, fährt ihr Enkelkind besuchen, kümmert sich um ihre Mutter, sie hat wieder einen Ausdruck im Gesicht, sie kann wieder lachen (seitdem die Olanzapin Dosis auf ein Minimum ist) und sie interessiert sich für ihre Kinder. Das war lange nicht so...
Ich bin dankbar für jeden guten Tag und die werden immer mehr. Es lohnt sich durchzuhalten.
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Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Dienstag, 16.06.15, 22:48

Hallo Leute, wahnsinn, diese Anteilnahme. Bin nun in der Klinik mit mulmigem Gefühl. Was ich noch garnicht erzählt habe, ich bin die Tage 3 mal in der Notaufnahme gelandet, weil meine Symptome so arg wahren. Kurz vor Ohnmachtsanfällen, abartigste motorische Störungen von Versteifungen, über Spastiken bin hin zu Lähmungen. Zwischendurch geht es auch mal wieder normal. Mein Nervensystem ist außer Rand und Band. Am schlimmsten sind die Kopfschmerzen und die Matschbirne. Hab irgendwie eher das Gefühl dass es schlechter wird. Da hat mir das Amoxicillin richtig was zerschossen, denn ich kannte bis zu dem Zeitpunkt keine körperlichen Absetzsymptome.

Werd heute 0,6 eindosieren, um es etwas abzufangen. Tavor wirkt auch Wunder gegen die Symptome.

Bis dann
Thomas
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 16.06.15, 23:01

Hallo Thomas,

bin froh, dass Du Dich meldest, mach das bitte weiter.

Wieviel Tavor nimmst Du denn jetzt dort? Unsere Erfahrung zeigt, dass kleine Dosen oft schon ausreichend sind, versuch das lieber als hohe Dosierungen, bitte.

Wenn Du dreimal in die Notaufnahme musstest kann ich gut verstehen, dass Du zumindest an einen Ort wolltest, wo Deine körperlichen Zustände halbwegs überwacht werden bzw. jemand reagieren kann.

Das Amoxicillin hat Symptome offensichtlich massiv getriggert und weitere Funktionsstörungen im ZNS ausgelöst. Von (dauerhaft) zerschossen solltest Du aktuell nicht ausgehen!

:group:
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Freitag, 19.06.15, 14:58

Hallo,

ein Lebenzeichen aus der Klinik. Das Eindosieren von 0,6 mg hat eine gewisse Besserung gebracht. Vor allem die Motorik ist wieder einigermaßen intakt, bin ruhiger und kann besser schlafen. Ohnmachtsanfälle hatte ich keine mehr. Geblieben sind die üblen Kopfschmerzen, die Matschbirne und starke Erschöpfung. Tavor hatte ich immermal mit 0,25 mg genommen, was auch einen Effekt hatte. Ist das eigentlich normal, dass man körperliche Absetzsymptome mit Tavor beruhigen kann? Find ich irgendwie komisch.

Außer dass ich hier ein Bett und Futter habe und theoretisch ein Arzt in der Nähe ist, hab ich nix von der Klinik. Für mein Absetzproblem interessiert sich keiner. Hatte ich aber auch nicht erwartet. Die Therapien sind lästig, hab auch arge Probleme da mitzumachen. Heute die Ergo weggelassen, da völlig breit im Bett gelegen. Das war wohl mein erster Strafpunkt.^^ Bei 3 fliegt man angeblich. So einen Quatsch kenn ich garnicht aus der anderen Klinik. Mit Tabletten lassen sie mich im Moment in Ruhe. Das rechne ich denen schon mal hoch an. Meine eigene Medikamentierung muss ich natürlich heimlich machen.

Eine Frage hab ich noch. Wäre es in meiner Situation besser, dem ZNS bei der Anpassung nach unten mit den 0,6 entgegen zu kommen oder wär es besser, das Olanzapin ganz rauszunehmen und die Symptome mit Tavor zu beruhigen? Ich kann es natürlich auch einfach mal testen.

Viele Grüße
Thomas
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Jamie » Freitag, 19.06.15, 16:24

Hallo Thomas H :),

Ist das eigentlich normal, dass man körperliche Absetzsymptome mit Tavor beruhigen kann? Find ich irgendwie komisch.
(falsches, zu schnelles) Absetzen führt zu einer Funktionsstörung des ZNS, was mitunter massive Ausmaße annehmen kann, vor allem bei der Reizübermittlung.
Es ist vollkommen logisch, dass sich dein Zustand durch Tavor bessert, denn Benzos fahren das überreizte Nervensystem runter.

Ich würde jetzt bei den 0,6mg Olanzapin bleiben, da du eine Besserung dadurch verspürt hast; Lorazepam weiterhin nur als Bedardsmedikament (du weißt schon, Abhängigkeitsgefahr..)

Was die Klinik betrifft, da kriege ich nur vom Lesen schon wieder Zustände... :evil: Aha, Warnpunkte... fantastisches Konzept, wenn man krank und zugedröhnt da liegt und an irgendwelchen Aktivitäten teilnehmen muss. Ich verstehe, dass manche Patienten einen "stups" brauchen um in die Gänge zu kommen, aber ansonsten glaube ich, dass die Betroffenen selber sehr wohl am besten Bescheid wissen, ob sie heute an dem Programm teilnehmen können oder nicht. Nun ja....

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute, halte uns auf dem Laufenden
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Peter187 » Freitag, 19.06.15, 18:17

Hallo Thomas, Ich habe vor über 3 Jahren nach jahrelanger,hoher Quetiapin-Einnahme, in der Psychiatrie, in 8 Tagen das Quetiapin abgesetzt bekommen und wurde dann rausgeschmissen(weil ich durchgedreht bin). In den 8 Tagen konnte ich täglich nur 3,4 Stunden schlafen.Dann auf 0 ,war ich tagelang wach, nichts konnte mich zur Ruhe bekommen. Meine Gedanken waren so schnell. Ich war wie manisch und kurzzeitig psychotisch(Was ich danach niemals mehr war; im übrigen vor der Quetiapin-Einnahme auch nicht). War total vergesslich und überaktiv. Hatte Muskelverspannungen Über 1 Jahr (erhöhter Muskeltonus). Als ich nach 8 Tagen auf 0 war, hatte ich starke grimmassierungen, die du auch beschreibst nur denke, dass sie noch schlimmer waren, gerade, wenn ich mich konzentriert habe. Konnte nicht mehr normal gucken. Das akute ging nach ner Zeit weg. Das beim konzentrieren dauerte sehr lange. Wurde aber besser. Ich denke richtig erholt habe ich mich erst nach ca. 1, 2 Jahren davon. Du hast aber ja viel langsamer abgesetzt. Ich will nur sagen, dass das grimmassieren definitiv absetzerscheinungen sind. Auch wenn es sehr lange dauert wird es besser. Mein Freund nimmt schon jahre Olanzapin und immer als er es mal abbsetzen wollte, beschreibt er genau wie bei dir, diese starken Kopfschmerzen. Also dürften diese Kopfschmerzen auch Absetzymptome sein. Habe gerade wieder angst bekommen, als ich das von dir gelesen habe. Weil ich das auch hatte und denke deutlich schlimmer (8 Tage) und es nur wieder bestätigt, dass es am Medikament lag.
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padmaMurmelineThomasJamie
2009-2012 Quetiapin 300mg---Keine psychischen Probleme--Einahme war, weil ich mit cannabis rauchen aufhören wollte...
Ich sagte zum psychologen, das habe ich mal bekommen und er hat es mir verscgrieben 3 Jahre ohne nachzufragen..
Ich dachte es wäre nicht schlimm.
2012 in der Psychiatrie abgesetzt in 8Tagen---Arzt hat ohne zu fragen noch mein Schlafmittel abgesetzt...bin dann durchgedreht
und sie haben mich aus der Psychiatrie geschmissen....wurde dann manisch und habe 75mg Doxepin genommen..Dann ging es wieder
2012 Doxepin 75mg 6-9Monate---in 4 Tagen abgesetzt---erhebliche Beschwerede---nach absetzen von 1 Tag auf den anderen keine Errektion unter Anderem.
2013 Doxepin 50mg---
2014 Quetiapin retard 150mg Doxepin 25mg---So gut hatte ich mich lange nicht mehr gefühlt--Sexuell sehr eingeschränkt, was mich zum handeln brachte
nach 5 Monaten 25mg Doxepin weggelassen----Keine Libido keine Errektion mehr vorhanden
nach 8 Monaten 150mg Quetiapin langsam ausgeschlichen---SEHR STARKE ABSETZSYMPTOME
Danach:
10mg Buspiron ca. 6Monate---anfänglich sehr hoher Libidoanstieg, der dann weg ging---Keine Wirkung, hatte nur
Nebenwirkungen---Sexuell naja mal so, mal so....
In der Psychiatrie abgesetzt von 1 Tag auf den Anderen---Keine grosse Absetzproblematik
Nach 6 Wochen---Blieb noch Kraftlosigkeit, Unruhe, Anspannung, leichte Angst, Stimmung wechselwidrig aber ganz ok, Schlafrythmus durcheinander ---Libido wurde immer höher, manchmal leichte Erektionsprobleme....aber die Unrughe nervte sehr...
Seit ca. 2Wochen 7,5mg Mirtazapin---Wirkung bis jetzt sehr gut...Unruhe besser, Anspannung besser,Angst leicht gebessert, Schlafrythmus hergestellt---anfängliche Nebenwirkungen wie Heisshunger, Müdigkeit, Albträume sind nach 2 Wochen Einnahme so
gut wie verschwunden--paralell dazu meine Libido und Errektionsfähigkeit---sie nahm täglich ab--anfangs noch Morgenerrektionen--mittlerweile keine mehr
05.03.15 Von 1 Tag auf den anderen Mirtazapin weggelassen--- seit dem keine Medikamente

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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Peter187 » Freitag, 19.06.15, 18:52

Ach so Thomas, im Nachhinein muss ich sagen, wäre es wohl bei mir vor 3 Jahren besser gewesen nochmal etwas quetiapin reinzudosieren
(nach den 8 Tagen). Quetiapin und Olanzapin sind ziemlich ähnliche Medikamente. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es jetzt besser ist bei den 0,6 Olanzapin zu bleiben und eine gewisse Zeit so zu verweilen.
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2013 Doxepin 50mg---
2014 Quetiapin retard 150mg Doxepin 25mg---So gut hatte ich mich lange nicht mehr gefühlt--Sexuell sehr eingeschränkt, was mich zum handeln brachte
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Nebenwirkungen---Sexuell naja mal so, mal so....
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Nach 6 Wochen---Blieb noch Kraftlosigkeit, Unruhe, Anspannung, leichte Angst, Stimmung wechselwidrig aber ganz ok, Schlafrythmus durcheinander ---Libido wurde immer höher, manchmal leichte Erektionsprobleme....aber die Unrughe nervte sehr...
Seit ca. 2Wochen 7,5mg Mirtazapin---Wirkung bis jetzt sehr gut...Unruhe besser, Anspannung besser,Angst leicht gebessert, Schlafrythmus hergestellt---anfängliche Nebenwirkungen wie Heisshunger, Müdigkeit, Albträume sind nach 2 Wochen Einnahme so
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Freitag, 19.06.15, 19:05

Ich danke Euch. Damit hab ich einen Fahrplan. Bleibe jetzt bei 0,6 bis die Symptome verschwinden. Ich war zu voreilig mit dem finalen Schritt und hab zu spät gegengesteuert.

Danke Peter, für Deine krasse Geschichte. Das passt perfekt zu meiner Story und macht mich sicher, dass ich nur Absetzsymptome habe. Ich dachte auch schon, ich drehe durch. Hatte ja auch kaum noch geschlafen und bin mehrmals nachts panisch aufgewacht, schweißgebadet, mit gelähmten Gliedmaßen über den Teppich kriechend, wahnsinnigen Kopfschmerzen und der Überzeugung, dass ich vergiftet wurde und sich mein Nervensystem auflöst. :o

Der Psychiater hier wollte mir schon Wahnvorstellungen einreden weil ich immer nach irgendwelchen Erklärungen für meine Beschwerden suche und gleich noch eine dissoziative Bewegungsstörung. Letzteres hörte sich irgendwie plausibel an und ich hab ihm schon fast geglaubt. In meinem Zimmer hab ich es sacken lassen und gedacht, ne, der Spinner will mir was psychiatrisches Einreden. Die Masche kenn ich doch. Mein Hirn ist nur durcheinander vom Absetzen. Aber der Typ war gut. Ich hoffe, er lässt mich in Ruhe, bis ich hier weg bin. Bin dem Kerl mit meiner Matschbirne nicht gewachsen.^^
Zuletzt geändert von Thomas am Freitag, 19.06.15, 20:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von fruehling » Freitag, 19.06.15, 19:28

Hallo Thomas,
das ist ja toll, dass die dich mit Medies in Ruhe lassen :D
Das kann man ja kaum glauben? Sind die Chefärzte in Urlaub?
War denn schon Visite?
Bin mal gespannt, wie lange die dich in Ruhe lassen?!
Ich würde auch bei der Dosis bleiben und nach und nach etwas abkratzen.

Tavor war immer das Einzige Medikament, was meine Mutter bei dem ganzen Medikamenten-Chaos etwas zur Ruhe bringen konnte, außer bei der Eindosierung von Citalopram, da half nichts!

Sie hat im Gegensatz zu dir nun eine Abhängigkeit entwickelt :frust: .
Also, dir wünsche ich, dass du zur Ruhe kommst...
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ThomasJamiepadma
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Thomas
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Sonntag, 21.06.15, 12:58

Hallo Leute,

Sonntag auf Station, totlangweilig aber zu kaputt um raus zu gehen. Zum Glück hab ich den Rechner dabei. Ohne den würd ich hier durchdrehen. Ich stöber im Forum rum und die letzten Wochen laufen immer wieder wie ein Film vor mir ab. Irgendwie passt alles noch nicht richtig zusammen. Hab ich mich zu sehr auf das Olanzapin versteift wegen dieser EPS-Symptome?

Die Krämpfe gingen los, nachdem ich das Antibiotikum nahm. Olanzapin hab ich erst rausgenommen, weil mir der Neurologe sagte, es seien Spätdyskinesien. So ein Quatsch. An dem Tag, als es losging, hatte ich keine Bedarfs-Tavor gebraucht. Die Wochen vorher praktisch jeden Tag. Das Tavor begleitet mich schon ein ganzes Jahr. Eine Sucht hab ich bisher nicht verspürt. Wär aber ein Wunder, wenn die sich nicht schon längst eingeschlichen hätte. Hab hier einige Beiträge über Lorazepam gelesen. Das macht mich nachdenklich. Ich konnte bisher meine Symptome mit dem Olanzapin lediglich lindern. Mit einer Tavor gingen sie praktisch weg. Jamie meinte, das wär logisch, weil Tavor das ZNS beruhigt. Ja, aber es ist auch ein Hinweis auf direkten Entzug, wenn die Symptome spontan verschwinden.

Gut möglich, dass ich eigentlich im Lorazepam-Entzug bin und das Absetzen des Olanzapin noch erschwerend dazu kommt (mein Fehler). Zu welchem Anteil lässt sich wohl kaum mehr ergründen. Das Amoxicillin hat schließlich auch noch dazwischen gefunkt und möglicherweise alles erst ausgelöst. Durch einen Beitrag von padma bin ich auf das Wechselwirkungstool der Apotheken-Umschau gestoßen (Danke padma!). Kumulierende Nebenwirkung von Lorazepam und Olanzapin: Absetzsymptome. Da schau her.

Hab meine Sig nochmal angepasst. Ich frag mich nun, was ich mit dieser Vermutung anfange. Olanzapin trotzdem bei 0,6 lassen, denn es scheint ja etwas zu bewirken. Tavor jetzt konsequent weglassen und die Symptome aussitzen. Oder Tavor nochmal reintun. Hab 0,5er dabei und kann sie theoretisch vierteln. Die Symptome sind zur Zeit Kopfschmerzen, Benommenheit, Koordinationsschwierigkeiten, Schweißausbrüche in der Nacht und erhöhter Puls. Die schlimmen Krämpfe, Spastiken, Bewusstseinsstörungen und Ängste sind weg.

Viele Grüße
Thomas
Zuletzt geändert von Thomas am Sonntag, 21.06.15, 14:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Persönliche Erfahrung mit Zyprexa/Olanzapin, Cipralex, Prometazin, Tavor, Diazepam. Mehrere aus Unkenntnis gescheiterte Absetzversuche. Endgültiges Ausschleichen seit 2014. Frei von Psychopharmaka seit August 2015.

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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Peter187 » Sonntag, 21.06.15, 13:13

Hi Thomas,

ich denke, es kann tatsächlich ein Tavorentzug sein. Tavor habe ich auch schon genommen...und das geht sehr, sehr schnell...innerhalb von 1, 2 wochen...kommt auf die dosierung an und wie oft man es nimmt. Ich hatte das wie gesagt nur sehr kurz genommen und hatte nach plötzlichem absetzen schon entzugssymptome. das muss man auch dringend ausschleichen. also, wegen dem tavor würde ich aber mit den Ärzten reden. Bei Tavor sind die meiner Erfahrung nach recht zuverlässig. Bei Benzodiazepinen, was Tavor ja ist, wissen die, dass die sehr süchtig machen können und nehmen die nehmen die net auf die leichte Schulter. Bei ihren heiligen und vielen Psychiatern ihrer Meinung ja ungefährlichen Neuroleptika und Antidepressiva ist es eher das Problem. Oft sind denen Absetzsymptome ja nicht mal bekannt. Obwohl da langsam Aufklärung kommt. Mittlerweile gibt es immer mehr Ärzte die sowas anerkennen und sich darüber mehr Gedanken machen. Also wie gesagt, wegen dem Tavor rede mal mit den Ärzten, würde ich sagen.

Gruss und viel kraft...das wird schon wieder...durchhalten...das Gehirn ist nämlich sehr wohl, sehr regenerationsfähig. Das geht aber da net in tagen sondern eher im Monatsrythmus, habe ich bei mir festgestellt.
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2009-2012 Quetiapin 300mg---Keine psychischen Probleme--Einahme war, weil ich mit cannabis rauchen aufhören wollte...
Ich sagte zum psychologen, das habe ich mal bekommen und er hat es mir verscgrieben 3 Jahre ohne nachzufragen..
Ich dachte es wäre nicht schlimm.
2012 in der Psychiatrie abgesetzt in 8Tagen---Arzt hat ohne zu fragen noch mein Schlafmittel abgesetzt...bin dann durchgedreht
und sie haben mich aus der Psychiatrie geschmissen....wurde dann manisch und habe 75mg Doxepin genommen..Dann ging es wieder
2012 Doxepin 75mg 6-9Monate---in 4 Tagen abgesetzt---erhebliche Beschwerede---nach absetzen von 1 Tag auf den anderen keine Errektion unter Anderem.
2013 Doxepin 50mg---
2014 Quetiapin retard 150mg Doxepin 25mg---So gut hatte ich mich lange nicht mehr gefühlt--Sexuell sehr eingeschränkt, was mich zum handeln brachte
nach 5 Monaten 25mg Doxepin weggelassen----Keine Libido keine Errektion mehr vorhanden
nach 8 Monaten 150mg Quetiapin langsam ausgeschlichen---SEHR STARKE ABSETZSYMPTOME
Danach:
10mg Buspiron ca. 6Monate---anfänglich sehr hoher Libidoanstieg, der dann weg ging---Keine Wirkung, hatte nur
Nebenwirkungen---Sexuell naja mal so, mal so....
In der Psychiatrie abgesetzt von 1 Tag auf den Anderen---Keine grosse Absetzproblematik
Nach 6 Wochen---Blieb noch Kraftlosigkeit, Unruhe, Anspannung, leichte Angst, Stimmung wechselwidrig aber ganz ok, Schlafrythmus durcheinander ---Libido wurde immer höher, manchmal leichte Erektionsprobleme....aber die Unrughe nervte sehr...
Seit ca. 2Wochen 7,5mg Mirtazapin---Wirkung bis jetzt sehr gut...Unruhe besser, Anspannung besser,Angst leicht gebessert, Schlafrythmus hergestellt---anfängliche Nebenwirkungen wie Heisshunger, Müdigkeit, Albträume sind nach 2 Wochen Einnahme so
gut wie verschwunden--paralell dazu meine Libido und Errektionsfähigkeit---sie nahm täglich ab--anfangs noch Morgenerrektionen--mittlerweile keine mehr
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Peter187 » Sonntag, 21.06.15, 13:21

ich denke, dass du erstmal das Tavor weglassen solltest und wenn du davon befreit bist das Olanzapin. Net beides gleichzeitig. Natürlich weiss ich jetzt auch net genau, wie deine Psychische Verfassung ist und warum du Tavor nimmst bzw. Olanzapin. Was sind denn dafür die Gründe, dass du das verschrieben bekommen hast? Weil ich nehme zwar auch keine Medikamente mehr, aber habe halt schon noch probleme mit leichten Depressionen. Ich komme halt so trotzdem ganz gut klar und versuche Sport zu machen, gut zu essen und alkohol zu meiden. Also, ich meine du musst schon damit rechnen, dass deine Grunderkrankung zumindest zum Teil dann wieder da ist. Das muss man halt abwägen, wie schwer die ist. Grundsätzlich werden meiner Erfahrung nach Psychopharmaka viel zu oft und leicht verschrieben, wo es einfach net angebracht ist. Wie gesagt, das kann und darf ich bei dir net entscheiden...
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Peter187 » Sonntag, 21.06.15, 13:30

Du hast geschrieben, dass die schlimmen Krämpfe und Ängste weg sind. Bei Tavor-EInnahme sind die Symptome weg und bei Olanzapin nur gemindert. Tavor ist ja ein beruhigendes, entkrampfendes bzw. muskelrelaxierendes Mittel, was gegen Ängste wirkt. Das ist dann im Entzug sozusagen umgekehrt. Faustregel...gegen was die Substanz wirkt, macht es im Entzug das gegenteilige. Beispielsweise bei müde machenden Substanzen ist man im Entzug eher wach oder hat Schlafprobleme. Bei Morphium z.B. wirkt gegen Schmerzen und im Entzug hat man Schmerzen ohne organischen Grund. Also würde das meiner Ansicht nach auch für einen Tavor-Entzug sprechen. Bei mehreren Substanzen ist es halt extrem schwierig herrauszufinden, was von welcher Substanz kommt. Wichtig ist auch, dass du dich jetzt net kaputtgrübelst und ich weiss, dass ist leichter gesagt als getan. Solange es aushaltbar ist...einfach durchhalten...und net das Nervensystem unnötig belasten...
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 21.06.15, 16:17

Hallo Thomas,
Die Wochen vorher praktisch jeden Tag. Das Tavor begleitet mich schon ein ganzes Jahr. Eine Sucht hab ich bisher nicht verspürt.
Sucht bedeutet körperliche und psychische Abhängigkeit. Kann gut sein Du hast da psychisch nichts (keinen Suchtdruck) gemerkt hast, körperlich macht es bei Tavor definitiv einen Unterschied, ob man "Bedarf" nimmt oder über Wochen quasi täglich. Damit bist Du dann schneller in der körperlichen Abhängigkeit als Du hier schreien kannst.

Wenn Du jetzt erstmal Besserung verspürst, dann glaube ich, ist das nach Deinen letzten Wochen auch mal ganz in Ordnung. Mit den ganzen Infos, die Du nun recherchiert hast, und etwas mehr Ruhe kannst Du abwägen, was da jetzt sinnvoll sein könnte.

Viele Grüße Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 21.06.15, 18:17

Hallo Thomas, also ich hab mir jetzt nochmals alles durchgelesen und ich denke auch das es der Travorentzug in erster Linie ist der dir zu schaffen macht, ganz typisch die Verkrampfungen die der Entzug bei dir ausgelöst hat, des weiteren das deine Symthome fast weg sind wenn du welches nimmst. Ich würde jetzt mal den Gegencheck machen Lorazepam wieder in kleiner Menge rein und das Olanzepin wieder weglassen. Oder das Olanzapin in der Dosierung drin lassen und auch ne kleine Menge Travor rein nehmen . Wenn du dich dann wieder stabilisiert hast , zuerst das Olanzapin raus , dann nach einer Weile wenn du den Entzug verkraftet hast wahlweise das das Cipralex oder das Travor raus. Wäre so meine Idee zu dem ganzen. Entscheiden tust natürlich du was du für dich richtig erachtest. Lass dir keinesfalls was neues aufdrängen.
Lg Petra
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2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
Hinweis:
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von fruehling » Montag, 22.06.15, 23:00

http://www.onmeda.de/forum/arzneimittel ... etzsymtome

Das passt auch zu seinen Smptomem...
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02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
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Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
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05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
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16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von padma » Samstag, 27.06.15, 13:48

hallo Thomas, :)

wie geht es dir?
Bist du noch in der Klinik?

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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