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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Samstag, 27.06.15, 15:05

Liebe padma, Danke für Deine Nachfrage!

ich bin noch in der Klinik, da ich im Moment auch nicht so recht weiß wohin. Die Ärzte kümmern sich nicht weiter um mich, was den Vorteil hat, dass sie mich auch nachwievor mit ihren Psychopillen in Ruhe lassen. Möglicherweise sind die selbst etwas unsicher, was mit dem Kerl los ist und lassen die Finger von mir.

Die Symptome haben sich etwas gebessert. V.a. die Motorik ist wieder einigermaßen intakt. Krämpfe hab ich nur noch selten. Geblieben sind mir die Kopfschmerzen, Benommenheit, kognitiven Störungen, Herzrasen und Erschöpfung. Hatte ja 0,6 mg Olanzapin eindosiert und behalte das auch noch eine Weile bei. Tavor hat sich nicht bewährt. Das führt zwar zu einer Besserung, die aber nur vorübergehend ist und ein Auf und Ab der Symptome provoziert. Das hab ich wieder sein lassen. Möglicherweise wären ein paar Tropfen Diazepam hilfreicher, aber ich versuch so auszukommen.

Hier sind viele junge Leute auf der Station mit zum Teil erschreckenden Psychiatriegeschichten. Was ich besonders alarmierend finde, ist die Regelmäßigkeit, mit der NL verordnet werden, einfach gegen normale Depression, Einschlafstörungen etc. Die Leute hier bekommen standardmäßig Seroquel, manche Melperon als Einschlafhelferlein und sehr viele außerdem Abilify. Die Gruppenvisiten sind Gruselkabinette. Die Leute beklagen sich über Schläfrigkeit, Benommenheit, Zittern, Unruhe, Sprachstörungen, Vergesslichkeit, Geschmacksstörungen usw. Ist natürlich alles die Depression. Das kennen wir ja... Einer hört Stimmen, was ihn nicht weiter stört, aber seit 10 Jahren mit allem was der Markt an NL hergibt, behandelt wird. Der Typ ist ein wandelndes Versuchslabor. Ein weiteres Versuchskaninchen ist ein Kerl, der 2 Jahre Zyprexa in hoher Dosis bekam, wegen einer Canabisgeschichte und das nun von 15 mg in einer Woche auf 2,5 mg entzogen bekommen hat. Der sitzt immer zitternd beim Frühstück und meint, es geht schon. :frust: Ich versuch mich etwas um ihn zu kümmern und hab ihm erklärt dass er den Ärzten sagen soll, dass ers langsamer angehen möchte. Ein anderer kann nicht mehr richtig reden. Seine Zunge macht was sie will. Ich hab ihn gefragt was er bekommt. Er weiß es nicht, wär eine Handvoll bunter Pillen, u.a. Abilify und Lizium. Hab ihm gesagt, dass das doch von den Pillen kommt und er sich mal stark machen soll, dass die reduziert werden. Er meint, die müssten doch wissen was sie tun, die hätten das doch studiert. :shock:

Muss aufpassen, dass ich hier nich verrückt werde. Ich kann nicht alle vor dem Zeug beschützen. Aber ich klär auf, wo ich kann. Wenn ich auffliege, schmeißen die mich bestimmt raus. :D
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von padma » Samstag, 27.06.15, 21:53

lieber Thomas, :)

danke für dein update.

Vermutlich ist es wirklich nicht so schlecht, dass sie nichts mit dir machen. Du bist einfach versorgt und unter "Beobachtung" falls es witere Komplikationen geben sollte. Was ich nicht hoffe und auch nicht glaube.

Zeit ist sowieso das einzige, was eine wirkliche Besserung bringt. Dass die Motorik und die Krämpfe sich gebessert haben,
zeigt, dass da ein Heilungsprozess eingesetzt hat.
Hatte ja 0,6 mg Olanzapin eindosiert und behalte das auch noch eine Weile bei.
Daran würde ich aktuell auch nichts ändern.
Tavor hat sich nicht bewährt. Das führt zwar zu einer Besserung, die aber nur vorübergehend ist und ein Auf und Ab der Symptome provoziert. Das hab ich wieder sein lassen. Möglicherweise wären ein paar Tropfen Diazepam hilfreicher, aber ich versuch so auszukommen.
Das ist gut möglich, dass Diazepam wegen der langen HWZ besser geeignet wäre. Solange du es ohne aushälst, ist das natürlich besser. Möglicherweise verträgst du auch keine Benzos.
Muss aufpassen, dass ich hier nich verrückt werde. Ich kann nicht alle vor dem Zeug beschützen. Aber ich klär auf, wo ich kann. Wenn ich auffliege, schmeißen die mich bestimmt raus. :D
Was du über diese Station schreibst ist ja schrecklich. :alptraum: das ist sicher zusätzlich sehr belastend. Vielleicht kannst du den Mitpatienten die Adresse vom Forum geben für die Zeit nach der Entlassung. In der Klinik wird sich kaum einer trauen, sich gegen die Ärzte zu stellen.

Ich drücke dir die Daumen, dass es bei dir zügig besser wird und sie dich weiterhin in Ruhe lassen

liebe Grüsse,
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 30.06.15, 13:07

Hallo Thomas,

über den Punkt wundere ich mich schon die ganze Zeit:
Die Ärzte kümmern sich nicht weiter um mich, was den Vorteil hat, dass sie mich auch nachwievor mit ihren Psychopillen in Ruhe lassen. Möglicherweise sind die selbst etwas unsicher, was mit dem Kerl los ist und lassen die Finger von mir.
Hattest Du hiervon ggf. was schriftliches dabei:
Hab es nicht mehr ausgehalten und bin in die Notaufnahme. Untersuchung durch einen Neurologen, hab ihm meine Medikamentengeschichte erklärt. Er stellt extrapyramidalmotorisches Syndrom fest, Verdachtsdiagnose: medikamenteninduzierte Dyskinesien bei Neuroleptikaeinnahme.
Das würde erklären, warum sie so vorsichtig sind :)

ich hab ein bisschen zu dieser dissoziativen bewegungsstörung gelesen. Hätttest Du noch niemals neuroaktive Substanzen zu Dir genommen und ggf. ein Trauma hinter Dir, dann vielleicht. Ansonsten halte ich das für Humburg und eine reine Verzweiflungsdiagnose, die substanzinduzierte Blickwinkel völlig außer acht lässt.

Grüße Murmeline
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Dienstag, 30.06.15, 23:48

Hallo Murmeline :)

ja, die Diagnose EPS durch Neuroleptika haben die hier im Rechner. Die Psychiatrie gehört zur selben Klinik wie die Notaufnahme. Die sind sich mit dem EPS allerdings unsicher, weil meine Bewegungsstörungen so unregelmäßig auftraten. Das hat sie auf die Idee gebracht, es könnte dissoziativ sein. Es gibt auch einen traumatischen Auslöser für meine ganze Krise, aber das liegt nun schon fast 2 Jahre zurück und ich hatte seit dem nie dissoziative Störungen und auch nicht solche Symptome. Außerdem kam diese ganze Sache urplötzlich mit diesen seltsamen Krämpfen im Kopfbereich, den irrsinnigen Kopfschmerzen, Benommenheit bis Ohnmachtsanfällen, Sprachstörungen, Bewegungsstörungen und kurzzeitigen Lähmungen, Herzrasen, hab ich ja alles erzählt. Dachte damals ja auch schon an Hirndruckzeichen oder Enzephalitis. Hatte aber weder Fieber noch Erbrechen. Naja und ich bin kein Neurologe. Man kann sich vieles anlesen aber verrennt sich auch schnell. Letztlich sind es diverse Hirnfunktionsstörungen, die irgendwie unspezifisch sind und verschiedene Ursachen haben können. Ich denke schon, dass einem auch die Psyche übel mitspielen kann, aber diese Geschichte? Kann ich mir nicht vorstellen. Dass die Medikamente bzw. das Absetzen und das genau einen Tag vor Ausbruch begonnene Amoxicillin das alles ausgelöst haben, ist meine plausibelste Erklärung und das Eindosieren vom Olanzapin hat ja auch was gebracht. Deswegen halte ich mich an diese Erklärung und an das ADFD. Ansonsten bleibt mir nur die Hoffnung, dass die Symptome weiter abklingen und v.a. mein Verstand sich wieder zurück meldet. Der hat bei der Aktion irgendwie gelitten. Ich bin so vergesslich, dass ich den Leuten hier oft Sachen doppelt erzähle, voll peinlich.

Inzwischen gehen sie hier wohl in Richtung psychosomatisch, hab ich rausgehört in der Visite. Offiziell haben sie mir keine Diagnose mitgeteilt aber die denken sich schon was Passendes aus. Psychosomatik geht ja irgendwie immer, wenn man nicht weiter weiß. Und die machen ja auch nichts. Sie schreiben kein EEG, machen keine LP, keine kognitiven Tests. Außer dem MRT ist bisher keine Diagnostik gelaufen. Obwohl ein Neurologe auf der Station ist und die Neurologie nebenan. Will das morgen mal in der Visite ansprechen, ob da noch was geplant ist. Aber ich beklag mich nicht. Ich hab hier mein Bett, mein Futter, Internet und paar neue Freunde und falls sich nochmal was bedrohliches ereignet ist jemand greifbar. 8-)

Gute Nacht
Thomas
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 01.07.15, 22:39

Hey Thomas,

danke für Deine Einschätzung (das Tavor spielt ja vermutlich auch mit rein).
Ansonsten bleibt mir nur die Hoffnung, dass die Symptome weiter abklingen und v.a. mein Verstand sich wieder zurück meldet. Der hat bei der Aktion irgendwie gelitten. Ich bin so vergesslich, dass ich den Leuten hier oft Sachen doppelt erzähle, voll peinlich.
Also da bin ich guter Hoffnung. Einmal, weil ich an Deinen Beiträgen sehe, dass da immernoch ganz viel Verstand da ist :) Du schreibst zusammenhängend, verständlich und reflektiert, also nach Außen wirkt nicht so, als sei da Hopfen und Malz verloren. Zum anderen habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich kognitive Symptome auf jeden Fall wieder verbessern. Ich hab nach Dosiserhöhung Venlafaxin und Zugabe von Quetiapin relativ schnell erst das Seroquel und dann das Venlafaxin abgesetzt (SSRI hab ich fast 10 Jahre genommen, das Nl wenige Monate). Jedenfalls war das erste Jahr ziemlich schlimm mit kognitiven Sörungen. Das Absetzen ist jetzt über drei Jahre her, und da hat sich einiges getan. Ok, mein Gedächtnis könnte manchmal auch besser sein, aber so schlimm wie 2012 nach dem Absetzen ist es nicht mehr.
Und die machen ja auch nichts. Sie schreiben kein EEG, machen keine LP, keine kognitiven Tests. Außer dem MRT ist bisher keine Diagnostik gelaufen. Obwohl ein Neurologe auf der Station ist und die Neurologie nebenan. Will das morgen mal in der Visite ansprechen, ob da noch was geplant ist.
Und, hast Du es angesprochen? Gibts Pläne?

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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Donnerstag, 02.07.15, 0:31

Hallo Murmeline,

ja, heute war die Visite. Lief aber schwierig. Die hatten grad mal 3 Minuten. Hab kurz erzählt wies mir geht und auch, dass ich mich mit einer psychosomatischen Störung schwer tue, solange nicht alles körperliche abgeklärt ist und dass es doch auch medikamentenbedingt sein kann. Es ist aber nichts weiter an Untersuchungen geplant. Da brauch ich demnächst nicht mehr nachhaken. Das MRT ist in Ordnung, das ist ja schonmal gut. Wobei ich keine Ahnung hab, was man daran jetzt ausschließen kann und was nicht. Dass es von den Medikamenten kommt, glauben sie nun doch nicht. Ich muss jetzt aufpassen, was ich sage. Sonst drehen die mir eine Diagnose draus, weil ich mich wahnhaft in dieses Tablettenthema versteife. Wahnhaft geht ganz schnell, wenn man ne andere Meinung vertritt und an ihr festhält, obwohl der Arzt es besser weiß. So gings mir bei meinem ersten Klinikaufenthalt. Absetzsymptome sind ja ohnehin ein heikles Thema. Darüber brauch ich nicht mit den Ärzten rumstreiten. Da kriegen die Ausschlag und ich zieh den kürzeren. Eine psychosomatische Störung kann mir aber halt auch anhängen. Damit nimmt einen ja keiner mehr ernst, wenn man mal was hat. Werd mir überlegen müssen, wie ich möglichst diagnosearm aus der Sache raus komme.

Danke fürs Mutmachen, was die Matschbirne angeht. :)

Bis dann
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Oliver » Freitag, 03.07.15, 1:08

Hallo Thomas,

ich lese Deine Beiträge sehr gerne und es liest sich für mich gar nicht "matschig", sondern sehr reflektiert und achtsam Dir und Deiner Umwelt gegenüber. Ich wünsche mir auch für Dich, dass Du von den Profis echte Hilfe statt weiterer Ratlosigkeitsdiagnosen aus der großen ICD-10-Schublade bekommst.

Alles Gute
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Sommersprosse » Freitag, 03.07.15, 22:45

Hallo Thomas,

selbst bin ich erst kurz in diesem Forum und verfolge Deine Beiträge wie einige andere ebenfalls.

Vielleicht liegt es an Deiner momentanen Verfassung ? das DU der Auffassung bist durch eine Matschbirne zu sehen.
Deine Beiträge klingen sehr real und sind sehr gut verfasst.

Es tut mir sehr leid, das Du als Hilfesuchender, Dein Selbst teils aufgeben musst, nur um die Ärzte bei Laune zu halten.
Leider ist es in dieser Branche nicht einfach sich einen Weg zu ebnen.

Habe meine eigenen Erfahrungen machen müssen - hier ging es um das/MEIN Erscheinungsbild/Aussehen was nicht in das Bild passte.

Warum rechtfertigen ? hatte ich mich gefragt - warum wird man/frau in der Psychiatrie NICHT ernst genommen ??
Muss ständig darauf achten was man tut, sagt - nicht tut, nicht sagt. Einfach nur schlimm !! und anstrengend zugleich.

Ich wünsche Dir sehr, das Du es bald geschafft hast und einer Entlassung entgegen sehen kannst.
Lass Dich nicht beirren - bleib auf DEINEM Weg.

Alles Gute für Dich und viele Grüsse
Sommersprosse
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Dienstag, 07.07.15, 23:28

Hallo Leute,

vielen Dank für die lieben Antworten. Das Forum hat eine unglaubliche Wärme, mit der Leute aufgenommen und begleitet werden.

Meine Symptome flachen zur Zeit etwas ab und auch die Kopfschmerzen werden besser. Ich bin mit meiner jetzigen Situation in der Klinik eigentlich ganz zufrieden. Ich brauch keine Pillen nehmen und darf regelmäßig zur leitenden Psychotherapeutin der Klinik. Bei der gestrigen Chefarztvisite fragte selbiger den Stationsarzt nach dem Plan für mich und der meinte einfach "Psychotherapie". Gibts denn sowas? Ich fall noch vom Glauben ab. :shock:

Liebe Grüße
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Peter187 » Mittwoch, 08.07.15, 3:50

Hallo Thomas,

ernsthaft, da freue ich mich für Dich. Alles Gute weiterhin.
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2009-2012 Quetiapin 300mg---Keine psychischen Probleme--Einahme war, weil ich mit cannabis rauchen aufhören wollte...
Ich sagte zum psychologen, das habe ich mal bekommen und er hat es mir verscgrieben 3 Jahre ohne nachzufragen..
Ich dachte es wäre nicht schlimm.
2012 in der Psychiatrie abgesetzt in 8Tagen---Arzt hat ohne zu fragen noch mein Schlafmittel abgesetzt...bin dann durchgedreht
und sie haben mich aus der Psychiatrie geschmissen....wurde dann manisch und habe 75mg Doxepin genommen..Dann ging es wieder
2012 Doxepin 75mg 6-9Monate---in 4 Tagen abgesetzt---erhebliche Beschwerede---nach absetzen von 1 Tag auf den anderen keine Errektion unter Anderem.
2013 Doxepin 50mg---
2014 Quetiapin retard 150mg Doxepin 25mg---So gut hatte ich mich lange nicht mehr gefühlt--Sexuell sehr eingeschränkt, was mich zum handeln brachte
nach 5 Monaten 25mg Doxepin weggelassen----Keine Libido keine Errektion mehr vorhanden
nach 8 Monaten 150mg Quetiapin langsam ausgeschlichen---SEHR STARKE ABSETZSYMPTOME
Danach:
10mg Buspiron ca. 6Monate---anfänglich sehr hoher Libidoanstieg, der dann weg ging---Keine Wirkung, hatte nur
Nebenwirkungen---Sexuell naja mal so, mal so....
In der Psychiatrie abgesetzt von 1 Tag auf den Anderen---Keine grosse Absetzproblematik
Nach 6 Wochen---Blieb noch Kraftlosigkeit, Unruhe, Anspannung, leichte Angst, Stimmung wechselwidrig aber ganz ok, Schlafrythmus durcheinander ---Libido wurde immer höher, manchmal leichte Erektionsprobleme....aber die Unrughe nervte sehr...
Seit ca. 2Wochen 7,5mg Mirtazapin---Wirkung bis jetzt sehr gut...Unruhe besser, Anspannung besser,Angst leicht gebessert, Schlafrythmus hergestellt---anfängliche Nebenwirkungen wie Heisshunger, Müdigkeit, Albträume sind nach 2 Wochen Einnahme so
gut wie verschwunden--paralell dazu meine Libido und Errektionsfähigkeit---sie nahm täglich ab--anfangs noch Morgenerrektionen--mittlerweile keine mehr
05.03.15 Von 1 Tag auf den anderen Mirtazapin weggelassen--- seit dem keine Medikamente

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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Sommersprosse » Donnerstag, 09.07.15, 18:52

Super....Thomas, ich freu :party2: mich mit Dir.

wünsche Dir das es so bleibt und Du die Klinik bald verlassen kannst.
Ist schon absehbar wann das in etwa sein wird ?

Alle lieben Wünsche für Dich und gute Besserung.

Viele Grüsse
Sommersprosse
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Thomas » Freitag, 10.07.15, 20:29

Hallo Freunde,

bei mir wurde der tote Zahn gezogen, der den Kiefernherd verursacht hatte und wegen dem ich das Amoxicillin bekam. Das Amoxi war ja möglicherweise mit ein Auslöser für meine heftigen Symptome. Zumindest ging der Spuk an dem Tag nach Beginn der AB-Einnahme los. Nun hat mir der Kiefernchirurg wieder ein Antibiotikum verschrieben. Da ich erzählte, dass mir Amoxicillin nicht gut tat, gibts nun Clindasol (Clindamycinhydrochlorid). Ich bin begeistert. :(

Der Termin beim Kiefernchirurgen ist nun schon paar Tage her und ich hab das Zeug bisher nicht angerührt. Nun gehts mir irgendwie nicht gut. Hab an der Wunde nicht direkt Probleme, außer naja es muffte ein wenig. :vomit: Das ist aber besser, seit die Fäden raus sind. Nun fühl ich mich ziemlich krank und hab wieder so ein ausstrahlendes entzündliches Gefühl in dem Bereich. Hab bissl rumgefragt und der eine sagt ich solls noch nehmen, der andre sagt nun nicht mehr. Hab keine Ahnung, wie ordentlich der Typ den Herd ausgeputzt hat und was da jetzt in dem Loch rumgammelt. Es war nicht der Chef sondern nen jungscher angestellter Zahnarzt und der hatte es ziemich eilig. Ich hab immer so ein Glück mit Ärzten. Wenn ich nicht so ein schwaches Imunsystem hätte (grenzwertig wenig Leukos), würde ich mir nicht so die Raste machen. Ich hab nun Schiss vor Querschüssen des AB (will nie wieder solche Symptome haben). Aber ich hab auch Schiss vor irgendeiner miesen Infektion. Mit meinen Pillen bin ich noch bei 0,6 Olanzapin und 3,75 Escitalopram im Ausschleichen.

Was meint Ihr. Das Dreckszeug anfangen und schaun wies geht oder Finger weg?
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von padma » Freitag, 10.07.15, 21:17

hallo Thomas, :)

wenn es irgendwie vertretbar ist, würde ich jetzt kein AB nehmen. Vielleicht wäre kolloidales Silber eine Alternative.

Und vielleicht in ein paar Tagen nachschauen lassen, wie die Wunde aussieht.

Dass deine anderen Symptome sich bessern, freut mich sehr. :D

liebe Grüsse,
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Peter187 » Samstag, 11.07.15, 1:04

Hallo Thomas,

frag mal am Besten deinen Zahnarzt, ob du auf das Antibiotikum verzichten kannst. Wenn nicht nimm es besser.
Es bringt doch nichts, wenn du dir jetzt noch ne schwere bakterielle Entzündung holst, dann musst du es eh nehmen und
eventuell höher dosiert. Mittlerweile geht es DIr ja auch wieder etwas besser.

Gruss Peter
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Ich dachte es wäre nicht schlimm.
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und sie haben mich aus der Psychiatrie geschmissen....wurde dann manisch und habe 75mg Doxepin genommen..Dann ging es wieder
2012 Doxepin 75mg 6-9Monate---in 4 Tagen abgesetzt---erhebliche Beschwerede---nach absetzen von 1 Tag auf den anderen keine Errektion unter Anderem.
2013 Doxepin 50mg---
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Seit ca. 2Wochen 7,5mg Mirtazapin---Wirkung bis jetzt sehr gut...Unruhe besser, Anspannung besser,Angst leicht gebessert, Schlafrythmus hergestellt---anfängliche Nebenwirkungen wie Heisshunger, Müdigkeit, Albträume sind nach 2 Wochen Einnahme so
gut wie verschwunden--paralell dazu meine Libido und Errektionsfähigkeit---sie nahm täglich ab--anfangs noch Morgenerrektionen--mittlerweile keine mehr
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Peter187 » Samstag, 11.07.15, 1:20

Hi Thomas,

Zitat:
Nun fühl ich mich ziemlich krank und hab wieder so ein ausstrahlendes entzündliches Gefühl in dem Bereich. Hab bissl rumgefragt und der eine sagt ich solls noch nehmen, der andre sagt nun nicht mehr.

Du kannst es jetzt Definitiv noch nehmen...besser früher als später...wenn es sich schon so entzündlich anfühlt
und muffelt...dann nehme es doch lieber die 10 Tage...ne Entzündung im Zahnfleisch kann üble Folgen haben,
das ist echt net ohne. Gehe mal googlen. Ich rate dir sie zu nehmen...Meiner Meinung nach bringt das nichts, wenn du jetzt
dir noch was anderes übles reinholst. Das werden dann auch nur noch mehr Medikamente und Psychische bzw.
Physische Belastungen.

Und Thomas...Die meisten Medikamente sind doch nicht schlecht. Antibiotikum ist eines der wichtigsten
Medikamente, die je entdeckt wurden. DIeses Medikament hat so viele Menschenleben gerettet. Das ist doch wirklich kein
Dreckszeug. Man nimmt es doch in der Regel auch nur 10 Tage. Und muss sich net über jahre oder jahrezehnte seine Psycho
vollpumpen lassen, wie bei Psychopharmaka.

Gruss und gute Besserung

Peter
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Thomas
2009-2012 Quetiapin 300mg---Keine psychischen Probleme--Einahme war, weil ich mit cannabis rauchen aufhören wollte...
Ich sagte zum psychologen, das habe ich mal bekommen und er hat es mir verscgrieben 3 Jahre ohne nachzufragen..
Ich dachte es wäre nicht schlimm.
2012 in der Psychiatrie abgesetzt in 8Tagen---Arzt hat ohne zu fragen noch mein Schlafmittel abgesetzt...bin dann durchgedreht
und sie haben mich aus der Psychiatrie geschmissen....wurde dann manisch und habe 75mg Doxepin genommen..Dann ging es wieder
2012 Doxepin 75mg 6-9Monate---in 4 Tagen abgesetzt---erhebliche Beschwerede---nach absetzen von 1 Tag auf den anderen keine Errektion unter Anderem.
2013 Doxepin 50mg---
2014 Quetiapin retard 150mg Doxepin 25mg---So gut hatte ich mich lange nicht mehr gefühlt--Sexuell sehr eingeschränkt, was mich zum handeln brachte
nach 5 Monaten 25mg Doxepin weggelassen----Keine Libido keine Errektion mehr vorhanden
nach 8 Monaten 150mg Quetiapin langsam ausgeschlichen---SEHR STARKE ABSETZSYMPTOME
Danach:
10mg Buspiron ca. 6Monate---anfänglich sehr hoher Libidoanstieg, der dann weg ging---Keine Wirkung, hatte nur
Nebenwirkungen---Sexuell naja mal so, mal so....
In der Psychiatrie abgesetzt von 1 Tag auf den Anderen---Keine grosse Absetzproblematik
Nach 6 Wochen---Blieb noch Kraftlosigkeit, Unruhe, Anspannung, leichte Angst, Stimmung wechselwidrig aber ganz ok, Schlafrythmus durcheinander ---Libido wurde immer höher, manchmal leichte Erektionsprobleme....aber die Unrughe nervte sehr...
Seit ca. 2Wochen 7,5mg Mirtazapin---Wirkung bis jetzt sehr gut...Unruhe besser, Anspannung besser,Angst leicht gebessert, Schlafrythmus hergestellt---anfängliche Nebenwirkungen wie Heisshunger, Müdigkeit, Albträume sind nach 2 Wochen Einnahme so
gut wie verschwunden--paralell dazu meine Libido und Errektionsfähigkeit---sie nahm täglich ab--anfangs noch Morgenerrektionen--mittlerweile keine mehr
05.03.15 Von 1 Tag auf den anderen Mirtazapin weggelassen--- seit dem keine Medikamente

Lisamarie
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 11.07.15, 8:54

Hallo Thomas, ne echte Alternative wäre kolloidales Silber. Ich hab damit einen bösen Hundebiss im Griff behalten ohne die blöden Antibio. Google mal danach.
Lg Petra
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JamieThomas
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Sommersprosse » Samstag, 11.07.15, 20:47

Hallo Thomas,

ich kann verstehen das Du bzgl. Antibiotika jetzt resistent reagiersts, dennoch solltest Du kein Risiko eingehen.

Wenn ich DU wäre, würde ich in Deiner Klinik vermitteln das Du dringend zum Zahnarzt musst und nicht bis
zum Wochenanfang warten kannst. Gehe zum Zahnärztlichen Notdienst und lass drauf schauen, evtl. nachbehandeln.

Schildere Dein Problem mit dem Anti und frag noch mal nach ob zwingend notwendig.
Ebenfalls hast Du eine Zweitmeinung eingeholt.

Ich schreib Dir dieses - nicht, weil ich einer dieser Patienten bin die am WE wegen Kinkerlitzken die Klinik belagern,
sondern weil mein Sohn gerade kürzlich ein Problem hatte.

1. Zahnarzt erkennt nichts - macht auf - macht wieder zu
2. anderer Zahnarzt sieht ebenfalls auf dem Rö nichts - macht auf und spricht, am nächsten Tag am Zahn zu schneiden,
gibt ihm noch eine Bescheinigung für den Arbeitgeber mit.
Nächster Tag - er weiß nicht was er tun soll - kann nichts erkennen, lässt meinen Sohn auf Blaupapier rumkauen und schleift am Zahn,
wird so entlassen.
Mein Sohn immer noch Schmerzen, seit Tagen - kann nicht schlafen, Med helfen nicht.

Hab ihm daraufhin empfohlen zum Z. Notd. zu gehen, es war Mittwoch - und siehe da - der wusste gleich was Sache war.
Der Zahn hatte Bakterien angesiedelt, wurde angebohrt, gespült und das noch ein paar Mal.

Manchmal ist das so - mir fällt absolut nichts dazu ein :frust:

Wünsche Dir gute Besserung.

Viele Grüsse
Sommersprosse
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Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

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Bild .......... Der Weg ist das Ziel
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Jamie » Samstag, 11.07.15, 21:34

Hallo Thomas,

also ich bin nicht in deiner Lage und kann dir die Entscheidung nicht abnehmen, aber vielleicht kann ich dir die Vorgehensweise schildern, wie ich das angehen würde. Und zwar bin ich so ein Typ, der sagt - ich probier es erst mal auf meine Art und Weise und wenn es dann nicht klappt, dann kann ich immer noch auf die Schulmedizin zurückgreifen.

Gegen Infektionen gibt es 3 hochwirksame Mittel, das eine ist Kolloidales Silber, das zweite Wasserstoffperoxid 3% und das dritte MMS.
Zu letzterem sage ich nichts und kann jedem nur selbst empfehlen dazu Recherchen anzustellen, Wasserstoffperoxid kosten 100ml weniger als 2€ in der Apotheke und Kolloidales Silber ist zwar teurer, aber innerlich dafür gut einzunehmen.
Ich würde meinen Mund mehrmals täglich mit WPO 3% spülen; erst verdünnt und wenn es dir bekommt, dann kannst du auch unverdünnt spülen.
Man kann es auch innerlich nehmen, aber da bin ich persönlich zu schüchtern dazu.
Deswegen habe ich in meiner Hausapotheke neben dem WPO 3% auch prinzipiell Kolloidales Silber, das kostet mich 20Euro pro Quartal (man kann es nur 3 Monate lagern, dann zersetzen sich die Kolloide) und ich kann damit alles innerlich und äußerlich behandeln, was mit Pilzen, Viren und Bakterien zu tun hat (silberstab.de stellt hochwertiges Koll. Silber her, am besten 100ppm, das kann man runterverdünnen mit destill. Wasser).
Meine letzte AB-Einnahme ist dank dieser Mittel schon länger her; und das, obwohl ich wegen meines angeborenen Herzfehlers einem größeren Risiko ausgesetzt bin, dass sich Infekte auf meine Herzklappen etc. setzen und die Ärzte daher besonders schnell mit dem AB bei mir sind.

Wenn ich das alles ausprobiert habe und immer noch krank wäre, dann würde ich auch ein AB nehmen, aber wie gesagt ich konnte meinen AB-Konsum dank dieser phantastischen Mittel drastisch reduzieren und bin sehr hoffnungsfroh, dass ich auch künftig keine AB brauche.


Grüße und gute Besserung
Jamie
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Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von fruehling » Sonntag, 12.07.15, 22:51

Hallo Thomas,
ich wollte noch mal auf deine Antwort schreiben (danke dafür).
Ich kann mir vorstellen, wie du dich gefühlt hast. Du kannst aber nichts dafür, deshalb mache dir bitte keine Vorwürfe. Wie alt ist dein kleiner? Du kannst es sicher noch nachholen und ihm alles wiedergeben.
Als das Enkelkind kam, hat sie den kleinen gar nicht wahrgenommen, genau so wie ihr 1. Enkelkind. Da war einfach nichts in ihr, keine Regung.
Mein Bruder hat ihr einen Hochstuhl in die Küche gestellt, damit sie mal auf den kleinen aufpassen kann.
Sie hat ihn wieder zurückgegeben mit der Aussage; "da kann ich nichts mit anfangen, ich kann das nicht!"

In dieser schlimmen Zeit hat es sich für mich angeführt, als wäre sie tot. Für mich war sie nicht mehr da, nur ein Schatten...
Heute weiß sie vieles nicht mehr, sie kann sie an viele Momente nicht erinnern.
Der Hochstuhl steht seit ca 6Wochen in der Küche und sie freut sich, wenn der kleine kommt und in dem Ding seine Maisstangen knabbert.
Ich bin froh, dass sie wieder Gefühle/Emotionen hat und wünsche mir, dass sie sich freuen kann, wenn ich heirate.

Ich drücke dir die Daumen, dass du die Sache mit deinen Zähnen erst mal in den Griff bekommst :hug:
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MurmelineThomas
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Murmeline
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Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50

Re: Absetzprobleme mit Olanzapin

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 30.07.15, 22:18

Hallo Thomas,

das, was Du von Deiner Mitpatientin erzählst, ist schlimm.
Ich sehe, dass Du besorgt bist um die anderen auf der Station und Dir sicher auch zurecht Gedanken machst.
Wie geht es Dir denn derzeit?

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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