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Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

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Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von chillimaus » Samstag, 11.03.17, 11:26

Guten Tag,
ich bin neu hier und froh darüber, Fragen stellen zu dürfen, bei denen ich alleine nicht weiterkomme.

Zu meiner Person, ich bin weiblich, 62 Jahre, und nehme seit ca. 10 Jahren Psychopharmaka gegen Depressionen. Die ersten sieben Jahre waren es wechselnde Präperate wie Cipralex, Venlafaxin, Effectin, Wellbutrin. Seit 3 Jahren bin ich bei Ixel 50 mg, 2 mal täglich (Wirkstoff Milnacipran). Ich habe eine fünfjährige Psychotherapie hinter mir, Depressionsschübe treten trotzdem weiterhin auf. Vor einem Jahr fand sich eine alternative Ärztin, die meinte, mit Supplementierung würden sich auch meine psychischen Symptome , Ängste und Erschöpfungszustände verbessern. Dann begann ich mit Vitaminen, Spurenelementen, Aminosäuren, Hormonersatztherapie zu supplementieren, auch wegen der diagnostizierten Nebennierenschwäche, den Nahrungsmittelunverträglichkeiten, den Entzündungen. Die Kosten sind enorm, die Wirkung bisher bescheiden. Ich habe das Gefühl, dass ich immer dünnhäutiger werde, jede nur kleinste Verunsicherung zieht mir den Boden unter den Füßen weg, und ich bin total erschöpft, sodass ich immer mehr mich isolieren muss und dadurch nicht mehr richtig am Leben teilhaben kann.

Nun denke ich mir, vielleicht sind es die Wirkstoffe des Psychopharmakons, die eine durchgreifende Besserung verhindern, die den Selbstheilungs-
mechanismus des neuronalen Systems im Wege stehen und so zu einer bleibenden mentalen Störung beitragen. Dazu habe ich schon in diversen Büchern viele Hinweise gefunden.
Ich hatte schon einmal einen Absetzversuch unternommen, damals wusste ich noch nicht, wie man es richtig macht. Ich habe einfach einen Tag genommen,den Folgetag habe ich weggelassen. Das über Wochen hinweg. Die Folgen kamen Wochen nach dem Absetzen, die Angstzustände sind für mich so unerträglich geworden, dass ich mit der Einnahme wieder beginnen musste.
Vielleicht sollte ich auch erwähnen, dass ich große Sorgen tragen muss, da ich einen kranken Sohn habe, der zwar schon erwachsen ist, aber mit einer Heilung seiner Erkrankung ist nicht zu rechnen. Dies ist eine schwere Belastung in meinem Leben.
Ich möchte trotzdem versuchen, das Medikament abzusetzen, wobei ich mich eventuell auch mit einer Reduktion zufrieden geben würde.

Leider weiß ich nicht, wie reduzieren, da ich 2 mal täglich eine 50mg Kapsel nehme, und in der Kapsel der Wirkstoff in PULVERFORM enthalten ist. Leider keine Kügelchen.
Apotheken und meine Psychiaterin sagen, es geht hier nur mit Umstieg auf 25 mg-Kapsel, also 50 %.
Kann mir jemand einen Rat geben?
Liebe Grüße chillimaus

Jamie
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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von Jamie » Samstag, 11.03.17, 11:41

Hallo chillimaus,

willkommen im Forum :).

Ich möchte vorschlagen, dass du mal eine Kapsel nimmst, öffnest und den Inhalt (also das Pulver) in 100ml lauwarmes (nicht wärmer als 37°C) Wasser gibst und schaust, wie es sich löst.
(Mindestens 30min Zeit dafür nehmen, immer schön rühren zwischendrin)

Lyrica zB ist auch eine Kapsel mit Pulver; es ist bekannter als Milnacipran und es wurden Tests gemacht, dass Lyrica recht gut wasserlöslich ist und man damit sozusagen eine Lösung herstellen kann. So kann man dann das Pregabalin (Lyrica) abdosieren; man trinkt nur eine definierte Menge der Lösung und kann sehr präzise ausschleichen.
siehe auch hier (leider kein Ixel): http://www.spitalpharmazie-basel.ch/pdf ... letten.pdf

Bitte mache das doch mal mit dem Milnacipran und berichte von deinen Ergebnissen.

Du wirst im Laufe des Wochenendes auch noch weiteres Feedback bekommen, ich wollte nur schon mal schnell einen ersten Hinweis da lassen :roll:

Grüße
Jamie
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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 11.03.17, 12:50

Hallo cillimaus,

Willkommen im ADFD.

Das du bei deinem Absetzversuch nur jeden zweiten Tag das Milnacipran genommen hast war äußerst ungünstig und hat dein ZNS sehr gereizt, gut das du wieder auf die tägliche Einnahme zurückgewechselt bist.

Ich schick dir mal Infos , die du dir gern durchlesen kannst, bei weiteren Fragen gerne melden.

viewtopic.php?f=18&t=12880

Lg Petra
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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von chillimaus » Sonntag, 19.03.17, 16:26

Liebe Jamie,
danke für deinen Rat. Habe im Forum leider zu meiner Situation "Absetzen Milnacipran" nichts gefunden, so schreibe ich wieder.
Ich habe es einige Male versucht mit dem Auflösen in Wasser, leider nicht gut gelungen. Auch nach langem Rühren bleiben Schwebstoffe im Wasser und ein kleiner Bodensatz.
Was kann man da noch machen?
Da ich mir gut eure zunehmende Überlastung im Team vorstellen kann, erwarte ich eine Antwort auch nicht umgehend.
Liebe Grüße, chillimaus.
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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von Annanas » Sonntag, 19.03.17, 16:35

Hallo chillimaus :) ,
chillimaus hat geschrieben:danke für deinen Rat. Habe im Forum leider zu meiner Situation "Absetzen Milnacipran" nichts gefunden, so schreibe ich wieder.
Das ist auch in Ordnung - besser nachfragen, als irgendwas falsch machen.
chillimaus hat geschrieben:Ich habe es einige Male versucht mit dem Auflösen in Wasser, leider nicht gut gelungen. Auch nach langem Rühren bleiben Schwebstoffe im Wasser und ein kleiner Bodensatz.
Was kann man da noch machen?
Du könntest es evtl noch mit einer Feinwaage probieren - ich verlinke dir das mal:
Tipps für eine Feinwaage
oder noch eine Möglichkeit wäre, sich Kapseln in der Apotheke herstellen zu lassen , dazu bräuchte man
dann einen kooperierenden Arzt und es wäre auch nicht so kostengünstig.
Hier mal ein Link dazu:
Exakte Dosierung dank Apotheke

Ich würde wahrscheinlich die Feinwaage favorisieren,

lG von Anna
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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von Jamie » Montag, 20.03.17, 10:44

Hallo Chillimaus, :)

ich wollte kurz danke sagen, dass du es mit dem Auflösen probiert hast. Wir sind im Forum auf experimentierfreudige Teilnehmer angewiesen, um unseren Stand zur Lösbarkeit von Tabletten aktuell zu halten.
Ich habe deinen Erfahrungswert in unseren Lösbarkeits-Thread (in meiner Signatur grün hinterlegt) aufgenommen und bedanke mich noch mal.
Würdest du mir noch die Firma schreiben, von der dein Minlacipran-Medikament ist?

Grüße
Jamie
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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von padma » Montag, 20.03.17, 13:51

hallo Chillimaus, :)

auch von mir noch willkommen.
Nun denke ich mir, vielleicht sind es die Wirkstoffe des Psychopharmakons, die eine durchgreifende Besserung verhindern, die den Selbstheilungs-
mechanismus des neuronalen Systems im Wege stehen und so zu einer bleibenden mentalen Störung beitragen.
Das ist auch unsere Erfahrung hier.
Ich habe es einige Male versucht mit dem Auflösen in Wasser, leider nicht gut gelungen. Auch nach langem Rühren bleiben Schwebstoffe im Wasser und ein kleiner Bodensatz.
Das ist nicht unbedingt ein Problem. Kleine Schwebeteilchen kann man in einer Spritze mit aufziehen, indem man durch Rühren einen Strudel verursacht. Auch der Bodensatz kann so oft kurz in der Schwebe gehalten werden.

hier ist es erklärt viewtopic.php?f=16&t=10923

Bitte lies dich hier noch ein viewtopic.php?f=18&t=12880 und erstelle noch eine Signatur.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von chillimaus » Sonntag, 26.03.17, 16:22

Halle Annanas,
ich bedanke mich für deine Vorschläge. Da Milnacipran sich schlecht im Wasser löst, werde ich mir in der Apotheke Kapseln mit reduziertem Wirkstoff anfertigen lassen. Ein Rezept habe ich bereits und nun hoffe ich, dass meine Krankenkasse die Kosten übernimmt.
Schöne Grüße, chillimaus

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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von chillimaus » Sonntag, 26.03.17, 16:31

Hallo Jamie,
das Milnacipran-Medikament nennt sich Ixel, Zulassungsinhaber ist Pierre Fabre Medicament, Boulogne, Frankreich. Vertrieb: Germania Pharmazeutika, 1150 Wien.
Wie ich schon erwähnt habe, werde ich Kapseln mit herabgesetztem Wirkstoff in der Apotheke anfertigen lassen.(Ich lebe in Österreich) und hoffe, dass es klappt. Derzeit nehme ich noch morgens und mittags je 50 mg. Was meinst du, wenn ich auf 45 mg reduziere, soll ich diese reduz. Kapseln morgens und mittags einnehmen oder wäre es besser, erst einmal nur bei einer Tageszeit zu bleiben? D.h. morgens 50 mg, mittags 45, 40, 35 usw.... und wenn ich auf null bin, dann erst mit der zweiten Reduktion bei der morgendlichen Gabe beginnen. Ich hoffe, ich habe mich nicht zu kompliziert ausgedrückt.
Schöne Grüße, chillimaus
Zuletzt geändert von chillimaus am Sonntag, 26.03.17, 16:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von chillimaus » Sonntag, 26.03.17, 16:40

Liebe Padma,
danke für deine Antwort. Ich könnte mir vorstellen, wenn man feste Stoffe versucht in Wasser zu lösen, und es bleiben ungelöste Teile in der Flüssigkeit zurück, so ist meine Meinung, dass diese Schwebestoffe nicht gleichmäßig in der Wassermenge verteilt sind, auch durch Umrühren nicht. So ließe sich vielleicht nicht die genaue Dosierung finden.
So habe ich mich entschlossen, in der Apotheke Kapseln anfertigen zu lassen, hoffe dass das meine Krankenkasse (schreibe aus Österreich) übernimmt und bleibe mit euch in Kontakt.
Zum Thema "Signatur": Bisher dachte ich, die Signatur sei so etwas wie ein Absetz-Protokoll. Dann würde ich mit dem ersten Absetztag damit beginnen. Sollte ich mich irren, bitte um Aufklärung.
Schöne Grüße, chillimaus

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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von Annanas » Sonntag, 26.03.17, 17:22

Hallo chillimaus :)
chillimaus hat geschrieben:Zum Thema "Signatur": Bisher dachte ich, die Signatur sei so etwas wie ein Absetz-Protokoll. Dann würde ich mit dem ersten Absetztag damit beginnen. Sollte ich mich irren, bitte um Aufklärung.
Nein, die Signatur beinhaltet nicht nur das Absetzen!
Ich schicke dir mal einen Link mit, da wird genau erklärt, was alles aufgeführt werden sollte:Signatur

Drücke dir die Daumen, daß die Kosten für die Kapselherstellung übernommen werden u.
berichte bitte weiter!

Ich wünsche dir noch einen schönen Restsonntag,
lieben Gruß von Anna
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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von padma » Montag, 27.03.17, 18:38

liebe Chilliemaus, :)
Derzeit nehme ich noch morgens und mittags je 50 mg. Was meinst du, wenn ich auf 45 mg reduziere, soll ich diese reduz. Kapseln morgens und mittags einnehmen oder wäre es besser, erst einmal nur bei einer Tageszeit zu bleiben?
Wie kommt es zu der Aufteilung morgens und mittags? Das ist ja eher ungewöhnlich.
Wenn diese Aufteilung für dich so Sinn macht, wäre es vermutlich am günstigsten, jeweils beide Tagesdosen gleich zu reduzieren.
Wenn für dich eine der Dosen besonders wichtig ist, dann eher zunächst die andere reduzieren

liebe Grüsse,
padma
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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von chillimaus » Dienstag, 04.04.17, 8:25

Hallo liebes Team und Mitglieder,
ich nehme eine Tagesdosis von 100 mg Milnacipran (IXEL seit ca 10 Jahren), jedoch aufgeteilt 50mg morgens, 50 mg mittags. Frage mich, wie sind 10 % Reduzierung zu verstehen, da ich mich entschlossen habe, erst einmal nur die Mittagsdosis auf Null zu bringen und dann die Morgendosis anzugehen.
Habe im Forum nichts darüber gefunden. Wenn ich jetzt also die 50mg mittags reduziere, rechne ich die 10 % dann von der Gesamt-Tagesdosis???
D.h. ich kann mit 40 mg mittags starten, dann 30 u.s.w. Oder rechne ich 10% nur von der Mittagsdosis???
Signatur folgt.
Vielen Dank schon vorab.
Anna

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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 04.04.17, 8:40

Hallo,

die 10% sind eine Orientierungsvorgabe im Rahmen eines risikovermindernden Ansatzes. Man rechnet sie allgemein von der Gesamtdosis (also von 100mg), Du kannst aber auch sagen, du reduzierst immer um 10% einer Teildosis, also von den 50mg. Das würde sich zum Beispiel anbieten, wenn Du schon weisst, dass Du sensibel auf Dosisreduktionen reagierst.

Es ist da nichts in Stein gemeißelt, jeder muss sich das auch auf seine aktuelle Situation und Reaktionen anpassen. Allgemein könnte dieser Text hilfreich sein: Fang langsam an und hör auf Deinen Körper: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 50&t=11397

Danke fürs Signatur erstellen.

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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 04.04.17, 9:14

Hallo Anna, also die 10% weniger von der gesamten Dosis, also bei 100 mg mittags dann 10 mg weniger, dann vier bis sechs Wochen warten und wieder 10% von der Gesamtdosis das wären dann mittags 9 mg weniger u.s.w

Aber wie Murmeline schrieb sind das Empfehlungen und jeder muss schauen wie er diese Schritte verträgt und sie eventuell an seine Bedürfnisse anpassen.
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Re: Brauche Starthilfe beim Absetzen von Milnacipran

Beitrag von Jamie » Dienstag, 04.04.17, 9:40

Hallo chilli, :)

noch eine Ergänzung. Du hast ja auf 2mal 50 gesplittet. Du solltest an der Dosis etwas ändern, wo du meinst, dass du am ehesten etwas weglassen kannst.
Manche Betroffene haben ja auch manchmal das Gefühl, morgens tue einem das Präparat besser als abends oder umgekehrt.
Schau doch mal, wo es sich für dich und dein Bauchgefühl am besten anfühlt.

Bei 10mg Reduzierung (Ausgehend von 100mg Gesamtmenge) kannst du auch von beiden Dosen 5mg weglassen, aber dann hat man die Arbeit mit dem Krümeln / Abwiegen / Auflösen doppelt am Tag. Ist wahrscheinlich eher unpraktisch.

Grüße
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