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Rosenrot: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Rosenrot » Samstag, 02.09.17, 9:25

Oh... Wie cool ist das denn...

Ich freu mich für dich! :hug:

Liebe Grüße

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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Rosenrot » Donnerstag, 14.09.17, 17:30

Hallo liebes Team und Teilnehmer, :)

bei mir ist eine Blutentnahme geplant.

Könnte mir bitte jemand sagen, welche Werte hinsichtlich des AD-Entzugs mit berücksichtigt werden sollten? Damit ich das mit meiner Ärztin abstimmen kann.

Ach ja - und da wäre noch etwas... Ich muss mich mit dem Thema "Kolektomie" (Dickdarmentfernung) auseinandersetzen... Dieser schwer entzündete Darm schränkt mich in meinem sozialen Leben zu sehr ein... Ich kann das nicht noch 2 Jahre aufschieben.

Sollte jemand eine Idee/Erfahrung zu OP's unter AD-Einnahme/-Entzug haben, wäre ich sehr dankbar.

Seid alle lieb gegrüßt. :group:

Rosenrot
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von padma » Freitag, 15.09.17, 18:38

liebe Rosenrot, :)

bzgl. der Blutuntersuchung schau mal hier viewtopic.php?p=182530#p182530
Ich muss mich mit dem Thema "Kolektomie" (Dickdarmentfernung) auseinandersetzen... Dieser schwer entzündete Darm schränkt mich in meinem sozialen Leben zu sehr ein... Ich kann das nicht noch 2 Jahre aufschieben.
Das tut mir leid :hug:

Zu AD und Narkose findest du Erfahrungen im Gesundheitsbereich.

liebe Grüsse,
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Rosenrot » Montag, 02.10.17, 13:39

Liebe Jamie, liebe Alle,

ich würde gerne etwas fragen zu deinem heutigen Posting an Marshmallow. Es ging ums Anfluten.

Jamie schrieb:
Anfluten ist die Zeit von Auflösen bis Wirkstoffaufnahme. Nimmt man eine Tablette, muss der Magen das Ding durch Peristaltik und Magensaft etc. erst mal bearbeiten und anlösen, dann rutscht der Brei Richtung Darm, wird dort weiter zerkleinert und dann durch die Darmschleimhaut aufgenommen (der Wirkstoff).
Das sind beim Otto-Normal-Bürger so 20-30 min, bis eine Tablette wirkt.
Wenn man allerdings die Tablette schon vorher auflöst, entfällt das Prozedere im Magen und die Tablettenlösung gelangt auch schneller in den Darm, das heißt der Wirkstoff wird schneller aufgenommen und teilweise auch höher (auf kürzere Zeit gerechnet).
Gemeint ist der Dünndarm, richtig? :?

Ich mache mir halt Sorgen wegen meiner möglichen Dickdarmentfernung... Hab nächsten Dienstag ein Gespräch beim Chirurgen... Nicht auszudenken, wenn nach der OP das AD nicht mehr richtig aufgenommem würde. Das macht mir jetzt richtig angst.

Vielen Dank! :)

Liebe Grüße
Rosenrot
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Jamie » Montag, 02.10.17, 14:24

Hallo Rosenrot, :)

ja, der Dünndarm ist für die Resorption zuständig.

Ich würde den Arzt dennoch mal darauf ansprechen, weil ich das generell für interessant und wichtig halte. Ich denke nämlich, dass es für deine Verdauung künftig schon eine Rolle spielt, wenn der Darm verkürzt ist.
Die Arzneimittelaufnahme und Nährstoffaufnahme erfolgt aber zum größten Teil über den Dünndarm; ich glaube du musst dir da nicht so große Sorgen machen. :hug:
Aber lieber nochmal direkt nachfragen / ansprechen.
Musst das AD ja nicht erwähnen, kannst generell nach Medikamenten fragen.

Grüße
Jamie
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Rosenrot » Montag, 02.10.17, 15:02

Oh, danke Jamie!
Da kann ich ja erstmal durchatmen. :)

Ich hatte mir überlegt, den Arzt auf das AD anzusprechen. Ich schätze mal, dass ich 2 Tage auf der Intensivstation liege und nicht aufstehen kann. D.h. die Pfleger müssten mir das Medikament geben. Die OP wäre 600 km von meinem Wohnort entfernt. Da kann mir privat keiner helfen.

Ich weiß, das ist kritisch. Die Klinik ist stolz auf die bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Wenn dann ein Neurologe miteingeschaltet wird, hilft nur noch beten... Aber was soll ich machen?

Soll ich meine 8 mg bereithalten und warten, bis ich wieder aufstehen kann?... Bin ratlos... :?

Liebe Grüße
Rosenrot
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von padma » Dienstag, 03.10.17, 13:39

liebe Rosenrot, :)

Es wäre gut, wenn du dir die 8 mg vorab entsprechend vorbereiten könntest. Ob die Pfleger dir diese Dosis geben werden, ist natürlich fraglich. Ist dein verschreibender Arzt ins Ausschleichen eingeweiht und würde er dir schriftlich geben, dass du diese Medikation brauchst?

Du darfst vermutlich ja vor und nach der OP nichts essen. Vielleicht wären nur Tropfen dann besser?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Rosenrot » Dienstag, 03.10.17, 15:05

Liebe Padma, :)

herzlichen Dank für deine Überlegungen. Das habe ich jetzt echt gebraucht.
Ich fang wirklich langsam an, an mir zu zweifeln. Ist die Situation so kompliziert oder bin ich zu dumm?

Meine verschreibende Ärztin ist mir eine große Hilfe. Ich habe ihr dieses Forum genannt. Eine Bescheinigung könnte vielleicht etwas bewirken...

Ich denke, ich werde abwarten, wie die Chemie zwischen dem operierenden Professor und mir ist, und dann im Gespräch entscheiden, ob ich ihn um Unterstützung bitten kann. Ich werde ihn auch auf Alternativen zu Fluorchinolonen ansprechen. Ich hab schon eine Fragenliste aufgestellt. Die werde ich noch zusammenstreichen müssen. So viel Zeit darf ich gar nicht in Anspruch nehmen.
Du darfst vermutlich ja vor und nach der OP nichts essen. Vielleicht wären nur Tropfen dann besser?
Daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Das ist eine Superidee. Danke!

Ich hab auch schon überlegt, ob ich wieder auf 10 mg gehen soll. Das würde zumindest von allen "Bestimmern" am ehesten akzeptiert werden... Das ist zwar nicht gut, aber vielleicht mit dem geringsten Risiko für mich behaftet.

So eine blöde Situation. :(

Danke und liebe Grüße
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von carlotta » Dienstag, 03.10.17, 15:34

Hallo Rosenrot,

auch Dosissprünge nach oben können das ZNS sehr reizen. Speziell wenn man entzugsbedingt sensitiver reagiert und dann noch einen Eingriff verkraften muss, würde ich das eher vermeiden.

Musst Du die 8 mg speziell abmessen (mittels Spritzen o. Ä.) oder kannst Du ganz unkompliziert 8 Tropfen nehmen?

Eine ärztliche Bescheinigung wäre sicher nicht schlecht (würde die Sache vereinfachen), notfalls die Rationen irgendwie vorbereiten, wie Padma :) schon riet.

Letztendlich entscheidest Du, wie viel Du nimmst und sonst niemand. Es ist Dein Körper, Du allein musst mit den Konsequenzen leben.

Liebe Grüße :group:
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 04.10.17, 17:11

Hallo Rosenrot!
Meine verschreibende Ärztin ist mir eine große Hilfe. Ich habe ihr dieses Forum genannt. Eine Bescheinigung könnte vielleicht etwas bewirken
Vielleicht könnte sie Dir auch ein Rezept für eine Individualrezeptur machen? viewtopic.php?f=19&t=1030 Dann stellt Dir die Apotheke eine Kleinstmenge Tabletten mit 8mg her, und die lässt Du Dir dann in dieser Zeit geben.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Rosenrot » Mittwoch, 04.10.17, 17:42

Danke Carlotta! Danke Murmeline!

Jetzt habe ich das Gefühl, einen Schritt weiter zu sein.

Ich könnte am Tag der OP die Tropfen nehmen und danach die individuell produzierten Tabletten. So könnte es gehen...

Nun ist mir etwas leichter ums Herz. :)

Liebe Grüße

Rosenrot
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Rosenrot » Donnerstag, 12.10.17, 19:56

Liebe Jamie, liebe Alle!

Jamie schrieb:
ja, der Dünndarm ist für die Resorption zuständig.

Ich würde den Arzt dennoch mal darauf ansprechen, weil ich das generell für interessant und wichtig halte. Ich denke nämlich, dass es für deine Verdauung künftig schon eine Rolle spielt, wenn der Darm verkürzt ist.
Die Arzneimittelaufnahme und Nährstoffaufnahme erfolgt aber zum größten Teil über den Dünndarm;
Inzwischen hatte ich mein Arztgespräch und habe nach der Resorption von Medikamenten gefragt. Es ist so: Nach einer Kolektomie mit Anlegung eines Pouches, wird für ca. 3 Monate ein Stoma genutzt, bis dann die Pouchnaht verheilt ist und der Pouch seine Funktion aufnimmt. In diesen 3 Stoma-Monaten ist eine kontollierte Resorption nicht gegeben. So ist während dieser Zeit auch die Pille als Verhütungsmittel nicht sicher.

Ich schreibe dies auch, damit mögliche weitere absetzwillige Colitis ulcerosa Patienten diese Info per Suchfunktion finden können.

Da hier im Forum auch schon über das durch Fluorchinolone verursachte Leid berichtet wurde, möchte ich noch ergänzen, dass bei Pouchitis genau diese Antibiotika das Mittel der Wahl sind. Das sei völlig unproblematisch. :shock: :frust: :frust:

Für mich bedeutet das nun, die OP zu vermeiden.

Es wurde mir nahegelegt, mich mit Infliximab-Infusionen behandeln zu lassen. Das kann ich mir ehrlich gesagt überhaupt nicht vorstellen. Ist mir zu gefährlich.

Bin ich jetzt eine schwierige Patientin, weil ich versuche, einen Anspruch auf Unversehrtheit und Selbstbestimmung umzusetzen?

Einen entspannten und beschwerdearmen Abend wünscht allen :group:

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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 12.10.17, 21:16

Hallo Rosenrot,

nein, Du übernimmst selbstbestimmt Verantwortung für Deine Gesundheit. :fly: Du informierst Dich breit und entscheidest entsprechend. Immerhin musst Du allein mit den Konsequenzen leben, kein Arzt.

Das ist ja wohl nicht nur Dein gutes Recht, sondern im Grunde Deine Pflicht, gut für Dich zu sorgen.

Bei Behandlern wird ein selbstbestimmtes Auftreten häufiger mit Naserümpfen quittiert. :frust: Das kenne ich auch aus dem nächsten Freundeskreis, wo ein solches Verhalten auch zum Teil ärzteseitig entsprechende Reaktionen ausgelöst hat. Schließlich wissen die ja alles, und das auch noch besser. :wink: :sports:

Lass Dich nicht verunsichern. Behandler können nur Empfehlungen aussprechen. Ob die dann das Beste für den Patienten sind, sei dahingestellt. Beispiele gibt es hier genug. Du entscheidest, sonst niemand.

Liebe Grüße :group:
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 12.10.17, 22:34

Hallo Rosenrot,

Da mir der Begriff Stoma beim Überfliegen deines Beitrages ins Auge gesprungen ist, Sommersprosse hat in ihrer Signatur zu dem Thema zwei Links. Ggf. Ist das interessant für dich?

memberlist.php?mode=viewprofile&u=11892

Grüße, Murmeline
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Rosenrot » Donnerstag, 12.10.17, 22:48

Vielen Dank, Carlotta, für deinen Zuspruch und Rückhalt.

Es kostet so viel Kraft, sich immer wieder aufzustellen gegen Ärzte und das persönliche Umfeld. Alternativen zu suchen.

Der Umgang zwischen Arzt und Patient erscheint mir so rückständig, ohne Achtung vor dem Menschen und Respekt vor dem Leben... Es ist so traurig. :cry:

Nun ja, wir machen weiter. Ich glaube fest daran, dass künftige Generationen wohlwollender miteinander umgehen werden.

Liebe Grüße an Alle. :pillowtalk:

Rosenrot


Hallo Murmeline, vielen Dank für den Hinweis. Das schaue ich mir morgen gerne an. Gute Nacht.
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Rosenrot » Dienstag, 21.11.17, 15:01

Hallo,

mir geht es gar nicht gut. Ich glaube, ich muss aufdosieren.

Heute ist Tag 11 seit der letzten Reduktion von 7,5 auf 7 mg. Die Spastik in den gelähmten Partien wird immer schlimmer. Kann nur schlecht gehen. Ich würde es ja gerne aussitzen, aber jetzt wird es mir doch unheimlich.

Kann mir bitte jemand eine Dosisempfehlung geben und mir vielleicht auch beim Rechnen helfen? (50 ml und 5 mg Tablette) Ich bin grad etwas durcheinander. Das ist alles so niederschmetternd ... :cry:

Danke.

Liebe Grüße
Rosenrot
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 21.11.17, 17:25

Hallo Rosenrot,

Es tut mir leid, dass du dich so nicht stabilisieren kannst.
Ich schicke dir mal einen Trost-Drücker. :hug:

Wenn du zwei von deinen 5 mg Tabletten in 100 ml Wasser auflöst, lösen sich die Tabletten sicher etwas besser auf und du hast es mit dem Rechnen leichter.
Du kannst dann einfach 72 ml trinken und hättest damit auf 7, 2 mg aufdosiert.
Wenn du weiter mit deiner 50 ml Lösung arbeiten willst, müsstest du von deiner Lösung 36 ml trinken, anstatt wie bisher 35 ml.

Liebe Grüße Ute
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Rosenrot » Dienstag, 21.11.17, 17:51

Danke, liebe Ute, für dein Mitgefühl. :)

Deine Rechnung hilft mir sehr.

Hab' noch einen schönen Abend!

Liebe Grüße
Rosenrot
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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 21.11.17, 21:34

Hallo Rosenrot :)

Es tut mir leid zu lesen, dass es dir nicht gut geht :(.
Ich würde es auch mit aufdosieren probieren und schauen, wie sich das auf dein Befinden auswirkt.
Es ist leider so, dass es ab und an kritische Dosierungen gibt, bei denen Probleme auftreten.
Da hilft dann nichts außer tief durchatmen, Umweg in Kauf nehmen und niiiemals die Hoffnung verlieren :hug: .

Alles Gute, danke auch für deine Beiträge hier im Forum, die ich immer mit großer Wertschätzung lese

:group:

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Re: Escitalopram Absetzsyndrom und Ausschleichen

Beitrag von Rosenrot » Mittwoch, 22.11.17, 10:12

Liebe Jamie :) , danke für deine aufbauenden Worte.

Das war gestern der schlimmste Tag, seit ich hier im Forum bin. Er endete mit einer Panikattacke. Aber ich habe es durchgestanden - ohne 112 zu wählen, ohne Tavor zu nehmen.

Was mich getragen hat, war die monatelange Vorbereitung (vor allem mit Hilfe des Forums) und der brennende Wunsch, mich nicht für den Rest meines Lebens von diesem "Gesundheits"-System manipulieren zu lassen.

Mit so einem heftigen Absetz-Effekt hatte ich zu diesem frühen Zeitpunkt jedoch nicht gerechnet. Bin jetzt erschöpft und noch wackelig auf den Beinen.

Einen symptomarmen Tag mit etwas Freude wünscht Allen, die hier lesen, :group:

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