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Alles geht wieder los / Venlafaxin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Proposal
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Re: Alles geht wieder los / Venlafaxin

Beitrag von Proposal » Samstag, 07.10.17, 14:01

Hallo und vielen Dank für eure Antwort.

Ich möchte euch gern noch etwas mehr aus meiner Geschichte erzählen.
Was ich total komisch finde, ist, dass ich damals vor allem Panikattacken hatte und starke Angstzustände. Ich hatte vor allem Angst, konnte dadurch ganz wenig essen, habe viel abgenommen und ging fast nicht mehr aus dem Haus. Nur noch zu Ärzten. Ich konnte nicht mehr zum Studium gehen, da ich immer Angst hatte, dort umzufallen o.ä. Mir erging es so, wie Frau Dr. Doris Wolf in ihrem Buch Ängste verstehen und überwinden, schreibt. Aus Angst musste ich manchmal weinen, aber eher selten.
Ich konnte mir die Situation nicht erklären, denn eigentlich war alles gut. Ich bin mit meinem Freund zusammen gezogen, hatte sehr gute Noten im Studium und Geld sorgen hatte ich auch nicht. Letztlich kann ich mir nur erklären, dass es mit dem Auszug von zuhause zu tun haben muss.

Ich habe darauf hin das Venlafaxin bekommen und mir ging es ziemlich schnell wieder besser, sodass ich das Leben in meiner neuen Umgebung akzeptieren konnte und es auch mehr genoss. Ich konnte alle anderen Aktivitäten wieder normal ausführen. Als ich mit meinem Studium fertig geworden bin, mussten wir die Wohnung kündigen, da diese zu weit entfernt war, von meiner Arbeitsstätte. Ich bin also erstmal wieder zuhause eingezogen, mit dem Gedanken in ein paar Monaten wieder mit meinem Freund zusammen zu ziehen. Das ist allerdings noch nicht geschehen.


Da es mir deutlich besser ging und ich eigentlich fast nicht mehr an die Ängste denken musste, habe ich das Venlafaxin wie oben beschrieben nach und nach abgesetzt, wie oben bereits geschrieben. Es kann allerdings auch sein, dass es nicht 8mg, sondern 10mg waren. Einen genauen Plan habe ich leider nicht geführt.

In meinem Urlaub kam es nun plötzlich dazu, dass ich jeden Morgen pünktlich 4 Uhr aufgewacht bin, danach konnte ich zwar wieder einschlafen, aber nicht noch einmal so fest. Ich habe mir da natürlich nichts dabei gebracht. Und dann ging es los wie bereits beschrieben. Einen Tag nach dem Urlaub war ich total weinerlich, musste ständig an meinen Urlaub denken, wie schön dort alles war. Ich musste dauerhaft an meinen Freund denken, dass ich ihn vermisse, obwohl ich ihn morgens und abends gesehen habe.
Ich bin wieder auf Arbeit gegangen und hatte darauf überhaupt keine Lust, ich kann mich derzeit auf Arbeit nur ganz schlecht konzentrieren. Ich muss jederzeit grübeln bzw. nachlesen wie ich diese Depression wegkriege. Und was ganz schlimm ist, ich muss immer daran denken, dass ich den nächsten Tag wieder auf Arbeit muss. Dabei liegt es aber an mir und nicht an der Arbeit. Ich habe super Kollegen und spannende Aufgaben. (auch wenn ich das selbst im Moment nicht empfinde)

Weil ich so verzweifelt war, bin ich lieber auf die Dosis gegangen, wo es mir einmal gut ging. Eine Verbesserung von der Erhöhung merke ich im Moment nicht, eher habe ich jetzt das Problem, dass ich total unruhig und nervös bin.
Im Moment habe ich auch das Problem, dass ich immer mehr daran denke, dass meine derzeitige Depression eine körperliche Ursache hat. Ihr müsst dazu wissen, vor 4,5 Jahren wurde bei mir ein Mikroadenom an der Hypophyse als Zufallsfund festgestellt, was aber inaktiv ist und jetzt seit 4,5 Jahren seine Form nicht geändert hat. Ich bekomme dennoch den Gedanken nicht aus meinem Kopf, dass es daran oder an etwas anderem körperlichen liegt.

Und jetzt kommt noch hinzu, dass es meine Depression / Angst gar nicht zurück gekommen ist, sondern dass es Entzugserscheinungen sein könnten. Diese Ungewissheit macht mich auch richtig fertig.

Ich würde mich freuen, wenn ihr diesen Teil meiner Geschichte auch noch lest und dann eure Meinungen dazu abgebt. Vielen Dank.
04/2014: Feststellung von Panikattacken und Depressionen
Zwischen 07/2015 und 09/2016 - psychotherapeutische Behandlung (allerdings das letzte halbe Jahr nur sporadische Termine)
Unterstützung durch Antidepressiva Venlafaxin: 04/2015: 37,5mg --> nach 2 Wochen erhöht auf 75mg
bis 03/16: 75mg
danach schrittweise reduziert um 12,5mg alle 2 Wochen
ab 05/2017 - 8mg, bis 08/2017 keinerlei Probleme
ab 09/2017: erneute starke Depression / Angststörung - Erhöhung auf 75mg in 2 Schritten

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Re: Alles geht wieder los / Venlafaxin

Beitrag von padma » Montag, 09.10.17, 18:05

hallo Proposal, :)

du hattest ursprünglich v.a. Angstzustände und jetzt nach dem zu schnellen Absetzen hast du ein ganzes Bündel an Symptomen. Das spricht schon sehr dafür, dass es sich um Absetzsymptome handelt.
Weil ich so verzweifelt war, bin ich lieber auf die Dosis gegangen, wo es mir einmal gut ging. Eine Verbesserung von der Erhöhung merke ich im Moment nicht, eher habe ich jetzt das Problem, dass ich total unruhig und nervös bin.
Die Unruhe und Nervosität ist eine NW von Venlafaxin. Und du hast sehr schnell erhöht, was ebenfalls zu Symptomen führen kann.
Im Moment habe ich auch das Problem, dass ich immer mehr daran denke, dass meine derzeitige Depression eine körperliche Ursache hat. Ihr müsst dazu wissen, vor 4,5 Jahren wurde bei mir ein Mikroadenom an der Hypophyse als Zufallsfund festgestellt, was aber inaktiv ist und jetzt seit 4,5 Jahren seine Form nicht geändert hat.
Das erkärt natürlich deine Angst. Es wird aber regelmässig kontrolliert, oder?
Um sonstige körperlichen Ursachen auszuschliessen, kannst du mal ein Blutbild machen lassen, mit Schilddrüsenwertden (TSH, fT3, fT4), Eisen, Folsäure, B Vitamine (B 12) und Vit D.

Wie geht es dir mit deiner aktuellen Wohnsituation bei deinen Eltern? Ist es absehbar, wann ihr wieder zusammen ziehen könnt?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Alles geht wieder los / Venlafaxin

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 12.10.17, 9:39

Hallo proposal.

Ich kann mich Padma nur anschließen, das du durch das schnelle Absetzen unter Absetzproblemen gelitten hast und nicht an einer externen Krankheit. Durch das schnelle Absetzen ist dein ZNS gereizt. Und dann wieder das schnelle Aufdosieren hat es erneut gereizt.
Weil ich so verzweifelt war, bin ich lieber auf die Dosis gegangen, wo es mir einmal gut ging. Eine Verbesserung von der Erhöhung merke ich im Moment nicht, eher habe ich jetzt das Problem, dass ich total unruhig und nervös bin.

Also das einmal diese Dosis geholfen hat heißt nicht das sie es erneut tut, es kann durchaus sein das du diese Dosis nicht mehr verträgst und bei Psychopharmaka heißt nicht viel hilft viel, denn gerade im unteren Bereich sind noch übermäßig viele Rezeptoren mit Wirkstoff belegt das meistens eine geringere Menge ausreicht. Da du jetzt total unruhig und nervös bist würde ich heute noch eine Anpassung nach unten machen. Würde es mit 35 mg probieren und dann die nächsten vier Wochen schauen ob du dich damit stabilisieren kannst und dann viel vorsichtiger ausschleichen, wir empfehlen ja alle vier bis sechs Wochen höchstens 10%.
Lg Petra
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Re: Alles geht wieder los / Venlafaxin

Beitrag von padma » Donnerstag, 12.10.17, 19:02

hallo Proposal, :)

seit wann genau bist du auf 75 mg?

35 mg, wie Petra :) vorschlägt scheint mir eine zu grosse Reduktion zu sein.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Alles geht wieder los / Venlafaxin

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 12.10.17, 20:05

Hallo Proposal, da gebe ich Padma natürlich recht , ich bin davon ausgegangen das du erst ab dem 9.10 in zwei Schritten erhöht hast, hab deine Signatur falsch gelesen du meinst ja September, und dann sind 35 mg natürlich viel zu wenig. Würde dann vorschlagen auf 65 mg zu gehen und zu hoffen das sich die Nervosität und Unruhe etwas legt.
Lg Petra
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Re: Alles geht wieder los / Venlafaxin

Beitrag von Proposal » Freitag, 13.10.17, 9:53

Hallo ihr beiden,

die Woche muss ich sagen, ging es mir deutlich besser als die letzten Wochen. Ich war auf der Arbeit konzentrierter, hatte nicht das Gefühl´, als müsste ich jeden Moment weinen und musste über die Themen Depression / Angst / Antidepressiva nicht so oft grübeln. Ich hatte sogar 2 Tage in der Woche dabei, wo ich bis 5 oder 6 Uhr morgens schlafen konnte und nicht direkt 7 Uhr wach war.

Padma, ja dies wird jährlich mittels MRT kontrolliert.
Zum Thema Wohnsituation: Ja wir suchen bereits Wohnungen und möchten in den nächsten Monaten wieder zusammen ziehen. Aber wenn ich darüber nachdenke, habe ich große Angst, dass mich diese Veränderung wieder so beeinflusst.
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Re: Alles geht wieder los / Venlafaxin

Beitrag von Proposal » Dienstag, 24.10.17, 10:51

Hallo, ich möchte kurz über meinen jetzigen Zustand berichten.

Nachdem die Woche vom 09.10-13.10 erstaunlich gut verlaufen war, ich wieder relativ gut schlafen konnte und deutlich weniger grübeln bzw. schlimme Gedanken hatte, war es letzte Woche wieder deutlich schlimmer.
Ich muss dazu sagen, dass ich letzte Woche den Termin bei meinem Psychiater hatte und er konnte mir absolut nicht helfen.
Ich bin mit der Erwartung hin, möglicherweise Mutzuspruch zu erhalten, aber nichts dergleichen. Mir wurde lediglich gesagt, dass ich mir eben einen Therapeuten raussuchen müsse und, dass man ja auch noch erhöhen könnte mit AD, wenn es mir schlecht ginge.
Dass ich allerdings von Anfang an gesagt habe, dass ich irgendwann mal keine AD mehr nehmen möchte, darauf ist man nicht eingegangen.

Ich glaube dies hat mich total verunsichert und extrem runter gezogen, sodass ich wieder so unsicher war / schlechte Gedanken hatte und im Moment auch noch habe.

Nicht sonderlich schön, aber ich versuche weiterhin nur das positive im Leben zu sehen.
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Re: Alles geht wieder los / Venlafaxin

Beitrag von Stud_psych » Dienstag, 24.10.17, 11:58

Hi Proposl,

Das was du erzählst tut mir sehr leid für dich. Leider wissen die meisten Psychiater nichts über diese Art von Problemen bzw nehmen einen nicht ernst.

Ich kann dir nur empfehlen auf keinen Fall zu erhöhen und dir ggbfs dich deinem Hausarzt anzuvertrauen, wenn der dafür offen ist.

Lass dich nicht verunsichern!

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Februar 2017 150 mg Venlafaxin
Bis Ende März auf 110mg runter
Bis April runter auf 75 mg

Mai- September jede 6-8 Wochen um 3-4 mg reduziert.
Oktober pause
Anfang November auf 42 mg (um 3 mg reduziert).
01.01 Reduzierung auf 39 mg
01.4 reduziert auf 36 mg
22.5 reduziert auf 27 (ausversehen)
23.5 aufdosiert auf 33 mg

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Re: Alles geht wieder los / Venlafaxin

Beitrag von Jamie » Dienstag, 24.10.17, 15:29

Hallo Proposal, :)

aus meiner Erfahrung kann ich berichten, je klarer man selbst ist - im Sinne von tief zu wissen, was man will und zu spüren, was einem gut tut und was nicht - desto stärker überträgt sich diese Klarheit auch nach außen auf andere (Ärzte, Therapeuten), nimmt diesen die Unsicherheit und Einflussmöglichkeit und zieht Menschen an, die bereit sind, (d)einen klaren Kurs mit zu unterstützen.

Verlasse dich nicht auf deinen Neurologen, da wirst du nicht die Stabilität herbekommen, die du dir wünschst, sondern habe Mut zu dir selbst zu stehen und suche dir ggf. tatsächlich einen Therapeuten, der dich in deinem Bestreben AD-frei zu werden unterstützt und begleitet.
Wenn das Wollen in dir ist, ist das mehr als die halbe Miete.

Kussi auch an carlotta <3 , sie weiß, was ich meine :roll:

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Re: Alles geht wieder los / Venlafaxin

Beitrag von friedkatze » Freitag, 27.10.17, 12:57

Hallo proposal,
Ich bin selbst dabei venlafaxin nach 15 jähriger Einnahme auszuschleichen. Als ich von deinen Symptomen bezüglich der Depression las, dachte ich vielleicht mache ich dich auf somatic expiriencing aufmerksam. Ich kam mit herkömmlicher Psychotherapie über Jahre keinen Schritt weiter ,obwohl ich sehr gut mitgearbeitet habe.
Ich denke viele von uns sind traumatisiert, und da kommt man mit normaler Psychotherapie nicht ran. Traumatisiert heißt nicht unbedingt nur ein schlimmes Erlebnis gehabt zu haben, sondern es sind oftmals viele kleine als hilflos erlebte Situationen im frühesten Kindesalter. Da somatic expiriencing über den Körper geht kann man Erlebnisse aufarbeiten an die sich nur der Körper erinnert. Zum Beispiel in Form von Schmerzen, Verspannungen e.t.c.
Ich dachte es wäre für dich finanziell möglich, da du schreibst das du gut verdienst. Die Stunden muß man in der Regel selbst bezahlen, allerdings ist die Wartezeit auch nicht sehr lang.
Die Therapeuten haben in der Regel eine extrem teure mehrjährige Ausbildung absolviert und schon einen medizinischen oder ähnlichen Beruf vorher ausgeübt.
Ich kann dir wärmsten empfehlen dich um einen SE Therapeuten zu bemühen. Adressen findest du im Internet.
Alles Gute Kathrin
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1996 erste Depression
1997 zusätzlich Panikattacken
1997 ambulante Psychotherapie
1998 auf eigenen Wunsch stationäre Aufnahme in Psychiatrie wegen starker Suizidgedanken
1998 stationäre Psychotherapie, 4 Monate, Resultat: ich weiß viel mehr über mich aber fühle mich genau so schlecht wie vorher.
1998 -2001 ambulante Therapie
2001 nach Geburt meines dritten Kindes Zusammenbruch und Einnahme von 150mg Venlafaxin
2001 rasche Verbesserung aller Symptome, allerdings nahm ich bis heute 40kg zu :shock:
2016 Beginn Traumatherapie nach Peter Levin, (Somatic Expiriencing), zum ersten Mal habe ich das Gefühl das ich wirklich vorwärts komme, teilweise geht es mir richtig gut und ich beginne zu verstehen was z.B. Zwangsgedanken auslöst
2017 April Beginn der Reduktion von 150mg in 12.5mg Schritten immer monatlich, einmal musste ich aussetzen weil die Absetzsymptome zu schlimm waren.
2017 Oktober ich glaube dieser Monat wird wieder eine" Nullrunde", zu stark sind die Absetzsymptome
2017 , 1.Oktober 87,5mg, in den nächsten Wochen mehrmals starkes Krankheitsgefühl mit Kopf und Gliederschmerzen, Fieber, Halsschmerzen, Schnupfen
9.November 80mg

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Re: Alles geht wieder los / Venlafaxin

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 17.11.17, 21:05

 ! Nachricht von: Ululu 69
Hallo Proposal,
Ich habe deinen Thread in die Rubrik "Antidepressiva absetzen" verschoben.
LG Ute

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