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Re: Solian (Amisulprid) absetzen

Beitrag von carlotta » Sonntag, 12.11.17, 20:35

Hallo Lolla,

hattest Du diese Symptome schon die ganze Zeit unter Venlafaxin?

Ich würde eher dazu tendieren, es wegzulassen, jetzt da es nach so kurzer Einnahmezeit noch möglich ist. Du kannst natürlich auch, wie Jamie :) vorgeschlagen hat, noch einige Tage auf einer niedrigeren Dosis bleiben und schauen, wie es sich entwickelt. Aber wenn sich gar keine Verbesserung abzeichnet, würde ich wohl zügig abdosieren, um nicht in die Gewöhnung zu kommen. Denn im schlimmsten Fall hast Du den Entzug vom Escitalopram plus NW vom Venlafaxin, ggf. sogar eine Unverträglichkeit, da Dein ZNS ja im Entzug ist und da oft neue Mittel nicht gut vertragen werden. Und das Venlafaxin müsstest Du dann zudem noch ausschleichen, würdest es also nicht so schnell wieder los.

Das ist wirklich eine blöde Situation, in die Dich die Ärzte da gebracht haben.

Liebe Grüße :group:
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Montag, 13.11.17, 10:29

Hallo ihr Lieben,
vielen Dank für eure Tipps. Seit Samstag habe ich die übelste Gangunsicherheit und leide unter schwerem Schwindel. Habe mich entschlossen, dass Venla nicht mehr zu nehmen. Seit vorgestern habe ich es nicht mehr eingenommen.
Kann man etwas gegen den Schwindel machen, dass ist fast nicht auszuhalten...
Ziehe jetzt ein paar Tage zu einem Kumpel, kann so kaum alleine daheim sein.
Meine Eltern haben auch schon angeboten zu kommen, aber das ist glaube ich untragbra für uns alle und weiß auch nicht wo meine 3 Meersis dann hinsollen, die brauche ich schon irgendwie in meiner Nähe.
Habe die neue Psychiaterin eben angerufen, die meinte nur ganz stumpf, wenn es ein Entzug wäre, dann geben sie sich 2 Tage,dann ist das durch. Hätte schreien können. Zu den Grippesymptomen meinte sie, wahrscheinlich hätteich tatsächlich einen Infekt...!!
Geil! So ernstgenommen zu werden...
Lass mich gleich bei meinem Hausarzt krankschreiben, kann sein, dass ich erstmal nicht arbeiten kann, dass ist ganz schlimm für mich. Ich begleite eine Dame im Rolli und habe so lange gesucht etwas für mich passendes zu finden, wo ich es aushalte und nicht ständig mit dummen Kollegen konfrontiert werde. Das war bisher immer das Kriterium, dass ich gekündigt habe, oder geflüchtet bin.
Den Job gerade habe ich seit 8 Monaten und für mich ist das lange.
Ich weiß, dass sollte jetzt zweitrangig sein, aber das quält mich gerade trotzdem.
Herzlichste Grüße an alle! Hoffe, es geht bald wieder bergauf! LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 13.11.17, 15:33

Hallo Lolla,

Es ist leider kein Einzelfall, dass Ärzte so reagieren wie bei dir. :frust:
Ich finde es gut, wenn du vorübergehend nicht alleine bleiben musst und auch deine Meersis mitnehmen kannst.
lollarossa hat geschrieben:Den Job gerade habe ich seit 8 Monaten und für mich ist das lange.
Ich weiß, dass sollte jetzt zweitrangig sein, aber das quält mich gerade trotzdem.
Wenn du endlich etwas gefunden hast, was sich für dich gut anfühlt, verstehe ich absolut, dass es für dich wichtig ist. Ich persönlich gehe auch gerne arbeiten. Bei mir ist es nicht mal die Arbeit selbst, sondern die sozialen Kontakte. Ich habe meine besten Freundinnen an der Arbeit.
Ich drücke dir die Daumen, dass sich der Schwindel schnell verzieht. Leider kenne ich den auch zur Genüge und habe noch nicht wirklich was gefunden, was dagegen hilft.
Manche profitieren von der Einnahme von Vertigoheel aus der Apotheke, da müsstest du in deiner Situation allerdings erstmal vorsichtig antesten, ob du es verträgst.
Bei mir selber kann manchmal progressive Muskelentspannung etwas Linderung verschaffen. Dazu gibt es CDs.
LG Ute
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Montag, 13.11.17, 18:12

Hallo Ute,
Danke für deinen Beitrag.
Genau das Vertigoheel hat mir mein Hausarzt auch heute aufgeschrieben, habe direkt um etwas pflanzliches gebeten.
Muss mich jetzt seit gestern abend auch hin und wieder übergeben, gerade ist es seit ein paar h ok.
Ja genau, mir tut auch der soziale Kotakt mit meiner Rollidame so gut, die is prima, den Job hat mir meine damalige Therapuetin vermittelt, die Dame im Rolli geht nämlich auch zur Therapie ;)
Habe gerade gelesen, dass du Mönchspfeffer einnimmst, hilft der dir? Bei mir hats erst angeschlagen und dann nach ein paar monaten net mehr gewirkt.
Versuche auch mir Frauenmantel etwas gegenzuhalten, habe sehr hohes Prolaktin.
schönen abend dir und danke ;) LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 13.11.17, 18:43

Hallo Lolla,

Also bei mir wirkt der Mönchspfeffer Wunder. Ich werde Annanas :) auf ewig dankbar sein für den Rat.
Es hat zwei oder drei Zyklen gedauert aber jetzt läuft alles super.
Und das, obwohl ich vorher recht massive Probleme mit zu hoch aufgebauter Schleimhaut hatte und nach der Ausschabung letzten Oktober sogar eine Entfernung der Gebärmutter im Raum stand.
Ich hoffe, das wirkt weiter so gut.

LG Ute
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Jamie » Montag, 13.11.17, 19:18

Hallo lolla, :)
habe sehr hohes Prolaktin
das hohe Prolaktin kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom Amisulprid; haben dich die Ärzte mal darauf aufmerksam gemacht?
Wir haben hier sehr oft die Schilderungen von NL-Leuten, dass das Prolaktin spinnt und auch die restlichen Hormone auf Achterbahnfahrt sind.
Endokrine Erkrankungen
Häufig: Erhöhung der Prolaktinkonzentration
im Plasma, die nach Absetzen von Amisulprid
reversibel ist. Demzufolge können Galaktorrhö,
Amenorrhö oder Zyklusstörungen,
Gynäkomastie, Brustschmerz, Brustvergrö-
ßerung und erektile Dysfunktion auftreten.
Selten: gutartiger Hypophysentumor (z. B.
Prolaktinom).
https://mein.sanofi.de/produkte/Solian/ ... b6e35cd21c

Du bist ja aktuell in einem heftigen Entzug, deswegen sollte man definitiv nichts am Amisulprid ändern, aber mittelfristig wäre zu überlegen, ob du das Mittel etwas senken könntest, damit viell. auch das Prolaktin wieder ins Lot kommt?

Grüße
Jamie
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Flummi » Montag, 13.11.17, 19:37

Hallo lolla,
Ich hatte unter amisulprid auch keine Regel. Kommt aber wieder, wenn es ausgeschlichen ist. liegt am hohen prolaktinspiehel, da hilft auch selten mönchspfeffer, weil die Erhöhung recht krass ist bei amisulprid. Hatte ich beim Frauenarzt testen lassen.
Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 14.11.17, 10:24

Hallo ihr Lieben,
wollte gerade mal berichten wies läuft beim Entzug. Matürlich danke an euch alles für die Unterstützung.
Seit Sonntag abend habe ich angefangen mich zu übergeben, gestern 5 Mal. Der Schwindel is nach wie vor ständig da, probiere das Vertigoheel, aber kann nicht wirklich sagen, ob es mir hilft.
Habe wie ständige Stromschläge im Kopf, die sich dann durch meinen Körper ziehen und die letzte Nacht war der absolute Alptraum. Die ganze Zeit wie "Fieberträume" mit krassem Inhalt und ganz viel geschwitzt und davon 2 mal aufgewacht.
Dann hatte ich beim Einschlafen Ziehen am Herzen und konnte mich da gestern fast nicht beruhigen....
Heute kann ich endlich zu meinem Kumpel, dann bin ich nicht mehr so alleine.
Hat jemand von euch eine Idee,wie lange dieser körperliche Zustand anhält?... Weiß, dass ist bestimmt ganz individuell, aber sehe grad kein Licht am Horizont..
Ist wie ein teufelskreis, weil ich befürchte, dass die psychischen Auswirkungen erst wahrgenommen werden können, wenn das Körperliche nachlässt. Und habe Angst vor der Ängstlichkeit und Dünnhäutigkeit, die darauf folgen könnte.
Danke auch dir Claudia, habe den Spiegel des Prolaktin auch testen lassen, weiß, dass der sehr hoch ist. Mönchspfeffer hat wider Erwarten anfänglich gewirkt, aber jetzt nicht mehr.
Erstaunlicherweise bekomme ich meine Tage, wenn ich Sex habe, ist schon erstaunlich. Aber mein Körper macht da auch Unterschiede, zwischen gutem und schlechtem Sex. Ist er schlecht, dann kommen sie nicht?!... Keine Ahnung, ist auf jeden Fall sehr abgefahren.
Liebe Grüße und gutes Durchhalten an alle!!!! LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Jamie » Dienstag, 14.11.17, 15:30

Hallo lollo.

Ich habe befürchtet, dass es so schlimm kommen wird :(.
Ich kann dir nicht empfehlen das weiter auszusitzen; ich habe gestern auch mit carlotta telefoniert, die meine Meinung teilt, dass man das Venlafaxin als Entzugsdeckelung in niedriger Dosis noch einmal testen könnte.
Versprechen kann man nichts, aber einen Versuch ist es wert.
Vorschlag 2,5mg.

Überlege es dir noch mal.

Grüße
Jamie
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 14.11.17, 16:56

Lieber Jamie,
vielen vielen Dank, ihr seid so klasse! Muss ich einfach mal sagen.
Heute habe ich nicht mehr gebrochen, dass ist ein Anfang ;) Ich kann etwas rumlaufen hier bei meinem Kumpel und habe eben geduscht und den Abwasch gemacht. Konnte telefonieren und etwas lachen, dass ist gut und ich freue mich darüber.
Habe etwas Angst vor der kommenden Nacht, aber mein Kumpel schläft neben mir und passt etwas auf.
Wie bekomme ich den aus der 37,5mg Tablette 2,5 mg raus, also wie rechne ich das?.
Mathe ist meine größte Schwäche :D
Echt nochmal Danke, gerade jetzt ist das sehr wohltuend, wenn Leute net nur dumm labern wie diese albernen Ärzte, sondern aus am eigenen Leib erfahrenen Erfahrung berichten.
Also ich warte die Nacht ab und morgen entscheide ich die Sache mit dem Venla, da es heute besser war und ich lachen und rumgehen konnte, habe ich etwas Hoffnung geschöpft.
Will mich jetzt in nächster Zeit (habe ja jetzt reichlich davon) mehr mit Ernährung auseinandersetzen und den Dingen, die gut für mich sind.
Bin seit einem halben Jahr Veggie und würde gerne hin zur veganen Ernährungsweise.
Selbst, wenn es nur ein Halt ist, dadurch, dass ich mich damit befasse, ist das besser, als kein Anhaltspunkt :)
Herzlichste Grüße,
LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von carlotta » Dienstag, 14.11.17, 18:02

Hallo Lolla,

ich würde aber bei einem Versuch mit Venlafaxin bei einer ungünstigen Entwicklung nicht allzu lange dabei bleiben, um zu vermeiden, in die körperliche Abhängigkeit zu rutschen und dann darauf sitzen zu bleiben, obwohl es u. U. kontraproduktiv ist.

Also gering dosierter Versuch ja, aber wenn's nicht in absehbarer Zeit greift, lieber weg damit.

Den Escitalopram-Entzug müsste man dann ggf. aussitzen, denn daran lässt sich ja nicht mehr schrauben. Muss man sehen.

Hier findest Du Infos zur Kügelchenmethode:
viewtopic.php?f=19&t=8897
Damit kannst Du das Venlafaxin entsprechend dosieren, sofern Du die retardierte Variante mit vielen kleinen Pellets in der Kapsel hast. Welche hast Du?

Liebe Grüße :group:
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 14.11.17, 18:31

Hallo Carlotta,
habe ich mir gerade angesehen die Methode, da steht Venlaflaxin von heumann wäre nicht geeignet, richtig? Die habe ich nämlich da... Weiß auch nicht, wie ich gerade an andere rankommen kann... Zu der neuen Psychiaterin würde ich ungerne nochmal gehen, außerdem ist diese weit weg von meinem Heimatort.
Den Dreisatz habe ich aber gecheckt, uff :D Danke!
Ich habe aber die retardierte Form, habe nochmal nachgesehen.
Danke dir !
Alles Liebe und auf eine bessere Nacht, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von carlotta » Dienstag, 14.11.17, 19:06

Hallo Lolla,

nein, Heumann ist nicht geeignet, da müsstest Du viel zu viel auf einmal nehmen. Man darf die größeren Pellets nämlich nicht zerkleinern, dann geht die Retardierung kaputt.

Du bräuchtest ein Präparat von Hexal, neuraxpharm, Winthrop, 1A Pharma, Henning oder das Original Trevilor. Das kann auch ein Hausarzt verschreiben.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 14.11.17, 22:11

Liebe Carlotta,
Hast du eine Idee, wie ich dem Hausarzt sagen kann, dass ich das von einem anderen Hersteller brauche?
Der kennt meine Geschichte jetzt und ich kann nicht einschätzen, ob er das so machen wird, denn ich habe das Venlafaxin ja von einem anderen Hersteller da.
Habe Angst, dass der mich nicht für voll nimmt, wenn ich was von Kügelchen Methode erzähle :D
Danke für Idee. Einen schönen Abend, LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von carlotta » Dienstag, 14.11.17, 22:29

Hallo Lolla,

wenn Du es früher schon mal genommen hättest, hättest Du sagen können, dass Du Hersteller xy besser verträgst. Aber das trifft ja nicht zu bzw. wüsste Dein Arzt, dass dem nicht so ist? Wenn er das nicht wissen kann, wäre es eine Variante.

Ansonsten könnte man noch sagen, dass Du auf solche Medikamente gerade zu Beginn sehr stark reagierst und Du daher kleinteiliger einschleichen möchtest.

Vielleicht hat noch jemand eine Idee?

Übrigens ist noch wichtig, die Pellets IN der Kapsel einzunehmen. Wenn Du Pellets sparen möchtest, kannst Du Dir Leerkapseln besorgen.

Auf jeden Fall müsste er auf dem Rezept "aut idem" ankreuzen, sonst darf Dir die Apotheke trotzdem ein anderes Präparat herausgeben (wegen etwaiger Rabattverträge Deiner KK mit bestimmten Herstellern). Oder Du akzeptierst notfalls ein Privatrezept.

Viel Erfolg und liebe Grüße :group:
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Mittwoch, 15.11.17, 16:59

Hallo Carlotta,
habe versucht das Rezept durch meinen Hausarzt zu bekommen, is leider gescheitert.
Muss jetzt erstmal auch für die Zukunft sehen, wo ich meine Rezepte herbekommen kann, auch fürs Amisulpirid.
Eventuell kann ich mit einer Freundin das Venlaflaxin tauschen, selbe Dosis und sie hat den Hersteller, den ich benötige.
Ist echt alles ein taktieren, aber bin dankbar, dass mein Kopf noch funktioniert ;)
Sogar mein Papa (Chirurg) hat schon überlegt mir das aufzuschreiben, áber das geht nicht, will das nicht vermischen und er darf das auch nicht.
Habe angefangen wieder Vitamin D einzunehmen (weiß, dass ist im Entzug umstritten) und habe mir hochkonzentriertes Vitamin b 12 bestellt.
Für mich gibt das gerade ne kleine Sicherheit und habe mir so n 7 Tage Dispenser gekauft, das ordnet mich auch etwas... und ich halte den Überblick. über die ganzen Medis die ich nehme.
Heute geht es mir deutlich besser, nachts träume ich sehr krass und realistisch, deswegen liege ich lange wach, bis ich mich "traue" einzuschlafen.
War heute viel spazieren, dass hat gut getan nach den Tagen, die ich nur drinnen war und nicht wirklich laufen konnte.
Danke, Danke. Mir hilfts gerade auch schon hier etwas die tägliche Verfassung zu schildern.
Ganz liebe Grüße, LOLLA
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Beitrag von Jamie » Mittwoch, 15.11.17, 19:19

Hallo lolla,

danke fürs Berichten.
Dann warte zu und beobachte es am besten weiter :roll: .

Nur bitte es darf wirklich nicht daran scheitern, dass eine Wiedereinnahme deswegen nicht noch eine mögliche Chance wäre, nur weil man nicht an Rezepte kommt, wobei ich dich da klar verteidige, das ist ja unmöglich von deinem ignoranten Arzt :x .
Unfassbar, wie manche da einen hängen lassen!

Es gibt notfalls die Facharzthotline, wo die Kranhenkassen innerhalb von 4 Wochen einen Termin vermitteln müssen; Modalitäten siehe hier: https://www.verbraucherzentrale.de/wiss ... rten-12494

Grüße
Jamie
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Beitrag von carlotta » Mittwoch, 15.11.17, 20:41

Hallo Lolla,

schließe mich Jamie :) an.

Als Arzt kann Dein Vater auch in der Apotheke direkt das passende Präparat kaufen und es Dir geben. Dann braucht man kein Rezept. Wäre ja erst mal nur zum Ausprobieren, ob es überhaupt was bringt. Evtl. bleibt es ja ohnehin bei dieser einen Packung.

Ansonsten darf das jeder Hausarzt verschreiben (man kann ja auch einfach mal anderswo einen Termin machen), braucht kein Facharzt zu sein.

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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Mittwoch, 15.11.17, 21:21

Hallo Jamie & Carlotta,
es hat sich geklärt, mein Pa kann das Rezept ausstellen, er hat sich heute schlau gemacht und ich werde das Angebot jetzt annehmen.
Auch, wenn mir das unangenehm ist, ist es jetzt erstmal gut für den Augenblick.
Bin heute überdreht, sehr quirlig und war viel draussen und spazieren. Will mich nicht beklagen und überanalysieren, aber wenn ich es tue, dann denke ich, haben sind da heute irgendwelche Botenstoffe ausgeraste.
Alles besser als die letzten Tage, trotzdem macht man/ich mir Gedanken, Angst vor der Angst.
Am größten Angst vor dem psychischen Entzug, der folgen könnte, den ich aber nicht heraufbeschwören möchte...
Aber ich habe da ja auch schon viele negativen Erfahrungen gemacht in der Vergangenheit, wie ihr wahrscheinlich alle.
Glaubt ihr, dass das Venla dem psychischen Entzug entgegenwirken könnte, sollte er kommen?
Und wenn es es nur als Placebo tut, dann wäre das ja auch schon viel wert...
Liebe Grüße und in meinem heute quirligen Kopf sage ich mal "Auf das Leben"!
LOLLA
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Re: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Mittwoch, 15.11.17, 21:24

Edit: Eine Sache hatte ich noch vergessen, meine Arbeitgeberin (gleichzeitig die Dame im Rolli, die ich unterstütze) hat heute gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, vor dem 1.12 wiederzukommen, wenn es mir besser geht.
Hat keinen Druck gemacht oder so, aber das ist mir im Kopf.
Da spielt halt die Angst vor der Angst mir wieder mit rein, fühlt sich alles noch sehr unkontrollierbar an und wackelig.
Habt ihr dazu eine Meinung/Idee?
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