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KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

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KevinRo
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von KevinRo » Sonntag, 01.12.19, 21:53

Hallo Kaenguru,

Danke das ist lieb, ich werde berichten.

Grüße
TABLETTEN:
2009 - 0,25mg Alprazolam
2010-2014 - 0,5mg - 1,25mg Alprazolam / 10mg Zolpidem
2015 - 1,5mg Alprazolam / Wechsel auf 7,5mg Zopiclon
2016 - 2019 2mg Alprazolam / 15mg Zopiclon
-----------------------------------------------------------------------
Rückschlag von Panikattacken, gefolgt von generalisierter Angststörung und somatoformen Beschwerden
-----------------------------------------------------------------------
Juni 2019 - 2,5mg Alprazolam / 11,25 Zopiclon
Ab Juli 2019 - 3mg Alprazolam / 7,5mg Zopiclon

Alprazolam jeweils in 0,5mg Dosen jede 3 Stunden am Tag.

KevinRo
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von KevinRo » Montag, 02.12.19, 21:26

Guten Abend :)

Die Notaufnahme war Katastrophe.. Hätte ich mir auch ersparen können. Kurz Blutanalyse, Ekg und dann ne Stunde mit ner Psychologin geredet und ich wurde nach Hause geschickt.. trotz meines Zustandes.

Dann hat der Arzt mir doch wirklich noch Valium verschrieben um Abends einzunehmen.. Ich hab ihn gefragt ob das sein Ernst sei bei 3mg Xanax und Zopiclon noch Valium 10mg dazu zu geben für 10 Tage damit ich runterkomme, meinte er nur ja kein Problem...
War nicht mal ein Psychiater.

Ich will das irgendwie nicht noch dazu nehmen :/

Jetzt bin ich wieder zuhause, hab 3 Stunden geschlafen und wachte dann auf und bekam dann Herzklopfen gefolgt von Herzrasen. Das nervt.

Liebe Grüße,

Kevin
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Jamie
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 03.12.19, 6:58

Hallo KevinRo :),

du bist hochdosisabhängig und dauerentzügig, zudem in der Toleranz.
Das kann schlimme Zustände verursachen, die sich bedrohlich anfühlen, es in der Regel aber nicht sind.
Bei vorsichtigem Reduzieren ist ein Krampfanfall so gut wie ausgeschlossen, darum musst du dir keine Gedanken machen.

Ich denke es steht wirklich dringend zu überlegen, ob du nach dem Ashton Protokoll sukzessive vielleicht auf Diazepan umstellst, und zwar alles (ausgerechnet über eine Äquivalenzdosis) und dieses dann langsam und achtsam ausschleichst; gleich mit dazu erwähnt, dass dafür mind. 2 Jahre plus X ins Land ziehen werden, bei der hohen Dosis.

Das Diazepam hat den Vorteil, eine lange Halbwertszeit zu haben und dadurch die Tagesentzügigkeit abzupuffern, weil es konstant im Blut ist.
Man liest ja deutlich bei dir raus, dass du, sobald sie Alprazolamwirkung nachlässt, sofort in schlechte Zustände gerätst - das könnte man mit Diazepam (oder auch anderen lang wirksamen Stoffen wie Oxazepam oder Clonazepam) verhindern.
Dadurch steigt auch die Chance, dass du die Benzos irgendwann los wirst, weil so greifst du aktuell panisch und kopflos nach den Medikamenten und das verunmöglicht einen Entzug.

Der Knackpunkt wird sein einen Arzt zu finden, der sich darauf einlässt und lange genug Diazepam rezeptiert und in der Umstellungsphase muss immer auch noch Alprazolam mit aufgeschrieben werden, weil dieses lässt man in der Dosis absinken und weniger werden und dosiert dann immer stückchenweise ein wenig Diazepam mehr ein, bis das Alpra irgendwann ganz raus und das Dia irgendwann ganz drin ist (nach dem Zopiclon kann man ggf. noch mal gesondert gucken).

ich wünsche dir alles Gute
Jamie
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KevinRo
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von KevinRo » Dienstag, 03.12.19, 12:04

Hallo Jamie :)

Ich bin nicht immer schlechter wenn die Tablette nachlässt? Also man liest es vielleicht so raus, aber ich bin auch oft erst schlechter wenn ich die Tablette gerade genommen habe, das variiert immer.
Morgens nach 9 Stunden Pause von Xanax geht es mir zB nicht unbedingt schlechter als am Tag, ich würde sogar sagen, am Tag gehts mir schlechter. Natürlich hat mein Kopf morgens das Verlangen nach der Tablette.
Dann würde ich nicht verstehen wieso die 9 Stunden so passen ohne Panik beim Aufwachen oder schwere Symptome, aber am Tag zwischen jeden 3 Stunden dann manchmal Attacken oder Herzrasen kommen. Das ergibt zumindest für mich als Laie in diesem Bereich "Benzos" noch keinen Sinn.
Vielleicht magst du mir das anders erklären wenn du deiner Meinung treu bleibst. :)

Und ja, einen Arzt finden der mich so umstellt... Wenn ich meine Therapeutin das frage, kriege ich gleich ne Einweisung in die Hand :( Sie macht das nicht.

Vielen dank dir :)

Liebe Grüße.
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KevinRo
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von KevinRo » Mittwoch, 04.12.19, 23:06

Guten Abend :)

War heute bei meiner Therapeutin. Wegen Xanax meinte Sie, ich solle probieren die 3 Stunden in die Länge zu ziehen, was natürlich nicht ganz aufgeht wegen dem Schlaf. Ich probiere es trotzdem und bleibe halt ne Stunde länger wach.
Ansonsten würde Sie mir noch Xanax Retard verschreiben aber da gibt es nach 20-30min ja nicht so die volle Wirkung sondern konstant ne leichtere Wirkung auf längere Dauer, da bin ich mir dann unsicher ob die Wirkung ausreicht...

Dann hab ich Ihr von der Ashton Methode erzählt und Sie meinte auch wenn man über lange Dauer so langsam ausschleicht, gibt es ein zu hohes Risiko für Krampfanfälle weil ich das schon 10 Jahre nehme und nun auch noch 3mg. Sie will dann auch nichts hören von wegen, dass ich hier von Menschen lese, dass Sie sogar noch höhere Dosen so ausgeschlichen haben ohne Anfälle.

Vielleicht habt Ihr ja was dazu zu sagen...

Vielen Dank euch :)

Grüße
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Kaenguru
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von Kaenguru » Donnerstag, 05.12.19, 10:44

Hallo Kevin :) ,
KevinRo hat geschrieben:
Mittwoch, 04.12.19, 23:06
Dann hab ich Ihr von der Ashton Methode erzählt und Sie meinte auch wenn man über lange Dauer so langsam ausschleicht, gibt es ein zu hohes Risiko für Krampfanfälle weil ich das schon 10 Jahre nehme und nun auch noch 3mg.
Ich habe die Aussage deiner Therapeutin nicht verstanden.
Man schleicht ja langsam aus, damit man keine Anfälle bekommt.
Die Gefahr bei einem Kaltentzug wäre eher gegeben.
Wie seid ihr verblieben, bzw was möchtest du?

Möchtest du überhaupt entziehen?
KevinRo hat geschrieben:
Mittwoch, 04.12.19, 23:06
Ansonsten würde Sie mir noch Xanax Retard verschreiben aber da gibt es nach 20-30min ja nicht so die volle Wirkung sondern konstant ne leichtere Wirkung auf längere Dauer, da bin ich mir dann unsicher ob die Wirkung ausreicht...
Das könntest du doch einfach mal ausprobieren. Ich wusste garnicht, dass es so etwas gibt, vielleicht wäre das ja eine gute Idee.
KevinRo hat geschrieben:
Mittwoch, 04.12.19, 23:06
War heute bei meiner Therapeutin. Wegen Xanax meinte Sie, ich solle probieren die 3 Stunden in die Länge zu ziehen, was natürlich nicht ganz aufgeht wegen dem Schlaf. Ich probiere es trotzdem und bleibe halt ne Stunde länger wach.
Über die Nacht ist der Abstand bei so gut wie allen Menschen länger, aber das macht ja nichts.
Ich habe noch nicht ganz verstanden, warum du darin ein Problem siehst, hast du Angst das dir dann etwas passiert (Krampfanfall) oder du sofort eine Panikattacke bekommst?

Um dieser Sorge zu entgehen, könntest du dir nachts einen Wecker stellen, um das Medikament zu nehmen.
Ich mache das zur Zeit auch, allerdings aus anderen Gründen. Es klappt ganz gut, ich kann auch weiterschlafen.

Gehtbes dir etwas besser :hug: ?

Viele Grüße
Sarah
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KevinRo
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von KevinRo » Donnerstag, 05.12.19, 11:35

Hallo Sarah :)

Ja Sie meint halt, diese Gefahr wäre auch beim Ausschleichen.
Verblieben sind wir da noch bei nichts. Ich hab nur gesagt, ich will so ausschleichen und nicht in ner Klinik.
Aber es ist aktuell nicht der Zeitpunkt, mein Zustand muss erst gebessert werden, bevor ich ausschleichen kann.
Jetzt geht es darum, Xanax bisschen mehr verteilt zu bekommen anstelle von jeden 3 Stunden.. Aber da müssen wir nun bisschen probieren was geht und was nicht.

Ja wegen meiner Angststörung (nehm ich an), habe ich aktuell dann Sorge, weil ich am Tag 3mg nehme und dann nachts 9 Stunden nichts, dass das nicht gut ist oder was passieren könnte. Im Moment ist mein Schlaf eh durcheinander und kann nie 7-8 Stunden durchschlafen, dann kann ich Xanax auch mal früher nehmen.
Wecker würde mich noch mehr umhauen. Ich krieg die Augen so schon kaum auf wenn ich aufwache und sehe erst mal schlecht. Dass dauert dann immer einige Minuten bis es dann klappt. Ein Wecker würde mir noch mehr Schlaf nehmen :/

Besser geht es mir nicht wirklich. War gestern bisschen mehr auf den Beinen, musste ja auch zur Therapeutin. Ich werde halt unter Druck gesetzt gerade, von einem Mensch der mein Problem absolut nicht versteht/verstehen will. Das macht es leider nicht besser.

Hoffe dir gehts gut. :)

Liebe Grüße

Kevin
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padma
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von padma » Donnerstag, 05.12.19, 13:02

hallo Kevin, :)
Aber es ist aktuell nicht der Zeitpunkt, mein Zustand muss erst gebessert werden, bevor ich ausschleichen kann.
Es ist sehr fraglich, ob sich dein Zustand unter Benzos überhaupt bessern kann. Bei einer langjährigen Benzoeinnahme, noch dazu im Hochdosisbereich, kommt es häufig irgendwann zu einer Wirkumkehr. D.h. die Benzos wirken nicht mehr beruhigend, stattdessen rufen sie selbst die Symptome hervor, gegen die sie ursprünglich eingenommen wurden.

Retardtabletten haben den Nachteil, dass sie nicht zerkleinert werden dürfen. Zum Ausschleichen sind sie daher ungeeignet. Deutlich sinnvoller fände ich, zumindest einen Teil auf Diazepam umzustellen und dann langsam entziehen (zunächst das nicht umgestellte Alprazolam)
Moment ist mein Schlaf eh durcheinander und kann nie 7-8 Stunden durchschlafen
Du wirst dich damit arrangieren müssen, dass du nicht auf diese Schlafdauer kommst. Im Entzug wären 6 h Schlaf bereits sehr gut.

Als erstes ist es wichtig, dass du dir wirklich bewusst machen, dass du hochdosisabhängig bist und dass das ein sehr ernstes Problem ist, das sich nicht von alleine auflösen wird.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von KevinRo » Donnerstag, 05.12.19, 13:48

Hallo Padma :)

Es sagt halt immer jeder was anderes :/
Meine Therapeutin ist der Meinung, ich hätte sehr wohl meine generalisierte Angststörung und Panikattacken, das fing ja auch wieder an als ich noch bei 2mg Xanax war, aus heiterem Himmel.
Und sie meint, die Xanax Dosis könnte da aber auch bisschen mitmischen, so wie du es sagst, aber halt beides.
Ich solle in eine Psychosomatische Klinik und erst danach mit Xanax schauen um runter zu kommen..

Ich weiß auch nicht mehr wie wo was, die Meinungen gehen immer so auseinander und ich kann es auch selbst nicht einschätzen.

Aber was bedeutet Hochdosisabhängig und ich hätte ein ernstes Problem? :( Das macht mir wiederrum Angst. Es gibt ja hier auch Menschen die noch viel mehr Xanax genommen haben und nicht so leiden mussten, und auch davon weggekommen sind.

Tut mir Leid für die Fragen aber ich verstehe da nicht immer alles wie ich es aufnehmen soll.

Grüße :)

Kevin
Liebe Grüße
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von FineFinchen » Donnerstag, 05.12.19, 14:09

Hallo Kevin, :-)

ich bin ja die, die noch mehr Alprazolam abgesetzt hat :-)

Ich hatte drei feste Gaben am Tag und habe recht zügig abdosiert. Meine ursprüngliche Angsterkrankung habe ich Dank einer guten Therapie schon vorher im Griff gehabt, die konnte mir nicht mehr "in die Suppe spucken". :-)

Vielleicht löst Du Dich von der Vorstellung, dass Dir irgendjemand einen Plan vorgibt. Du musst Dein eigener Benzoexperte werden und ein wirklich gutes Gespür für Deinen Körper und Deine Leidensfähigkeit entwickeln. Andere (auch ich) können Dir mitteilen, was bei ihnen gut funktioniert hat, oder was erfahrungsgemäß gut war - letztendlich bist Du es aber, der den Weg gehen wird und das damit verbundene Leid aushalten muss.

Mit 3 Alprazolam am Tag bist Du hochdosisabhängig und das seit so vielen Jahren! Du bist psychisch und physisch abhängig.
Wenn Du alle 3 Stunden was einnehmen musst, kreist Dein Leben doch nur um die Benzos - oder irre ich mich? Hast Du ein funktionierendes Sozialleben (Freunde, Bekannte, Vereine)?
Ich lese aktuell raus, dass Du Dein Leben zu Hause verbringst und krankgeschrieben bist. Hast Du eine Idee, wie sich daran etwas ändert, wenn Du die Benzos weiter nimmst? Die Nebenwirkungen sind, wie von Padma :-) geschrieben, hoch.
Es ist Dein Leben, Deine Zukunft und es wird Dein Weg sein, wie Du mit dieser Medikamentenabhängigkeit umgehen willst.

Ich wünsche Dir eine weise Entscheidung.

Viele Grüße
Finchen
Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe.
Wer Ruhe findet, ist sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern.

- Konfuzius -
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von KevinRo » Donnerstag, 05.12.19, 14:22

Hallo Finchen :)

Ich weiß, dass du das warst, ich will aber nicht auf direkt mit dem Finger auf Leute zeigen, deshalb schreibe ich neutral.

Ich kann mein eigener Experte irgendwann werden.. Aber ich kann mir selbst keine Umstellung auf Tropfen verordnen. Also bin ich an Ärzte gebunden.
Um nun mit Xanax Tabletten abzusetzen weiß ich noch nicht wie das langsamer gehen soll als 0,25mg und das ist doch zu schnell um das im Alleingang zuhause zu machen, zumindest verspürt mein Körper es so.
Ich hab was gelesen von Spritzen mit Wasserlösung in anderen Themen aber ich hab da keinen Durchblick bekommen.

Ich bin da halt noch Laie in diesem Thema :(

Und die einen sagen hier, mit wird nix passieren, die anderen sagen ich habe ein ernstes Problem :/

Liebe Grüße :)

Kevin
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von padma » Donnerstag, 05.12.19, 18:10

hallo Kevin, :)
Und die einen sagen hier, mit wird nix passieren, die anderen sagen ich habe ein ernstes Problem :/
Es wurde dir erklärt, dass ein langsames Ausschleichen nicht gefährlich ist. Das ist kein Widerspruch dazu, dass eine Hochdosisbenzoabhängigkeit ein schwerwiegendes Problem ist.
Aber was bedeutet Hochdosisabhängig und ich hätte ein ernstes Problem?
Lies das Ashton Manual und die Infos hier im Forum, dann wirst du das Problem verstehen. Um es klar zu sagen, du nimmst keine therapeutische Dosis zur Behandlung einer Angsterkrankung (bei Angst und Panik sind Benzos sowieso nur als Notfallmedikament geeignet, nicht zur Behandlung). Du hast mittlerweile eine eigenständige Abhängigkeitserkrankung, die nun unabhängig von dem Ursprungsproblem exisiert. Du musst begreifen, dass die Benzos mittlerweile dein Problem sind. Ein Entzug ist da der einzige Weg.

Ein ambulanter Entzug ist möglich, aber nur wenn du es wirklich möchtest, die Disziplin dafür aufbringst und bereit bist Panikattacken etc. auszuhalten.

Ich sehe keine Alternative zum Entzug. Du bist seit 10 (!) Jahren abhängig, bist in der Toleranz und hast daher die Dosis immer weiter gesteigert und bist nun hochdosisabhängig.
Ich solle in eine Psychosomatische Klinik und erst danach mit Xanax schauen um runter zu kommen..
Es wird kaum eine psychosomatische Klinik geben, die bereit ist, dich mit der Dosis aufzunehmen. Wenn du eine findest, kannst du das natürlich machen. Es ist natürlich auch notwendig, dass du an deiner Angststörung arbeitest. Aber schiebe den Entzug nicht immer weiter auf.

Es ist deine Entscheidung, wie du weiter vorgehen möchtest, ich/wir wollen dir nur deine Situation klar vor Augen führen. Wenn du entziehen möchtest, findest du hier alle Infos, aber du musst es wollen.

liebe Grüsse,
padma
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von KevinRo » Donnerstag, 05.12.19, 19:12

Nabend Padma :)

Du schreibst ein ambulanter Entzug ist möglich wenn ich das alles aushalten will/kann? Aber in ner Klinik wird ja sehr schnell entzogen, da muss ich ja genau soviel aushalten oder noch schlimmer. Da verstehe ich deinen Satz nicht :/

Ich will wirklich von dem Benzo runter... Aber ich sage auch ehrlich, es ist nicht der Willen sondern die Angst die mich hindert es alleine zu machen. Aber so ein rascher Entzug im Krankenhaus, das ist in meiner Vorstellung auch Horror....
Ich weiß nicht mal wann ich was verspüre beim Ausschleichen, ob es ein Notfall wird oder nicht... und das ist mir mit meinem aktuellen Wissen und Angst zu riskant, deshalb hoffe ich um Verständnis und weitere Hilfe.. Ihr gebt euch echt Mühe, keine Frage :)

Es tut mir Leid wenn ich anstrengend bin, aber bis vor ~5 Monaten musste ich mir nie Sorgen machen weil ich meinen Alltag noch gelebt habe, nun dann so schlecht wurde und anfangs ja bei 2mg.. Deshalb ist das alles noch neu und schwer für mich.
Auch der Grund gewesen, mich hier anzumelden und um soviel Hilfe wie möglich zu hoffen.


Ich habe das Ashton- Manual bis Kapitel 2 fertig, muss noch 1 lesen.
Welche Infos hier im Forum meinst du? Das was ihr mir schreibt oder gibt es noch Dokumente die ich übersehen habe? Falls ja, tut mir Leid dann :(

Liebe Grüße

Kevin
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von KevinRo » Donnerstag, 05.12.19, 21:07

Nabend nochmal :)

Im Ashton Manual steht, man solle morgens und abends dann Diazepam nehmen vor dem Schlafen, und dann steht da in Klammern, man darf keine Schlafmittel nehmen. Ich kann das Zopiclon doch aber nicht einfach weglassen? Das gibt ja auch automatisch zusätzlich Entzug.


Liebe Grüße :)

Kevin
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Re: KevinRo: Xanax (Alprazolam) und Zopiclon absetzen trotz Psyche?

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 05.12.19, 22:42

Hallo Kevin,
KevinRo hat geschrieben:
Donnerstag, 05.12.19, 19:12
Du schreibst ein ambulanter Entzug ist möglich wenn ich das alles aushalten will/kann? Aber in ner Klinik wird ja sehr schnell entzogen, da muss ich ja genau soviel aushalten oder noch schlimmer. Da verstehe ich deinen Satz nicht :/
Ambulant ist es wesentlich schonender als stationär, da man das Tempo selbst bestimmen kann (sofern man lange genug Rezepte bekommt); aber ohne Symptome geht es meist nicht ab und man braucht Disziplin und Durchhaltevermögen.

In Kliniken werden extreme Symptome, die bei schnellen Entzügen oft entstehen, häufig durch andere Medikamente abgefangen; das ist dann in doppelter Hinsicht nicht nachhaltig: zum einen ist nicht gesagt, dass Ersatzmedikation funktioniert, nicht selten werden Patienten nach der Klinik auch wieder rückfällig; zum anderen machen auch die Ersatzmedikamente (also andere Psychopharmaka) körperlich abhängig, man tauscht also eine Abhängigkeit gegen eine andere - mit ungewissem Ausgang.
KevinRo hat geschrieben:
Donnerstag, 05.12.19, 19:12
Welche Infos hier im Forum meinst du? Das was ihr mir schreibt oder gibt es noch Dokumente die ich übersehen habe?
Schau mal, im Begrüßungstext am Beginn Deines Threads stehen ganz viele Infoquellen zum Einlesen:
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... a6#p337203
KevinRo hat geschrieben:
Donnerstag, 05.12.19, 21:07
Im Ashton Manual steht, man solle morgens und abends dann Diazepam nehmen vor dem Schlafen, und dann steht da in Klammern, man darf keine Schlafmittel nehmen. Ich kann das Zopiclon doch aber nicht einfach weglassen? Das gibt ja auch automatisch zusätzlich Entzug.
Ashton meint m. E., nicht zusätzlich mit Schlafmitteln beginnen; da ein Benzoentzug ja auch Schlafprobleme mit sich bringen kann, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Betroffene das mit Schlafmitteln versuchen abzufangen. Da Schlafmittel aber eben auch nichts anderes als Benzodiazepin-Analoga sind, würde man sich damit ja den Entzug kaputtmachen. Da Du das Schlafmittel bereits länger nimmst und eine Abhängigkeit sehr wahrscheinlich bereits gegeben ist, trifft das auf Deinen Fall natürlich nicht zu.

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

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