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Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

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Annanas
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 06.05.20, 7:20

Liebe Julia :) ,
das liest sich doch alles wirklich schon sehr gut.
Es hat sich keine Unverträglichkeitsreaktion ergeben, sondern sogar schon minimale Verbesserung.

Das ist ein gutes Zeichen - ich würde jetzt an der Dosierung nichts ändern, sondern weitere Stabilisierung abwarten.
Vllt sind die 2mg dafür tatsächlich ausreichend - ich hoffe es u wünsche es dir.

Weiterhin viel Kraft u Geduld, liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
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Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Michael808
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Michael808 » Donnerstag, 07.05.20, 15:35

Hallo Julia,

was Auf- und Abdosierungen angeht, kann ich hier nichts beitragen, aber ich möchte dir sagen: Die Angst, die du verspürst, sowohl körperlich als auch psychisch, wird schleichend wieder verschwinden. Ich habe diesen Prozess bei mir unterstützt, indem ich hier Erfolgsberichte und las und das Wellen-Fenster-Muster verstehen lernte.

Vielleicht beruhigt es dich: Ich habe Mirtazapin vergleichsweise brachial ausgeschlichen, aber mir geht es nach nun rund 3 Quartalen schon sehr viel besser. Aktuell plagen mich wieder Muskelkrämpfe, aber das kann und wird hoffentlich in einigen Tagen wieder nachlassen, bis es dann etwas schwächer irgendwann wieder anfängt.

LG
Michael
Durch Hausarzt wegen Depression Mirtazapin 15mg verordnet bekommen (9.5.2019); erste Woche 7,5mg, dann volle Dosis für 6 Wochen. Antidepressiver Effekt: nicht eingetreten; schlaffördernde Wirkung bereits nach 3. Woche nicht mehr gegeben. Heftige Verspannungen, Muskelzuckungen und Krämpfe stellten sich ein. Nach 6 Wochen begonnen auszuschleichen: Erste 2 Wochen 7,5mg, dann im Abstand von je einer Woche um ca. 1/8 der Gesamtdosis reduziert. Bereits nach Halbierung der Dosis unbegründete Angstattacken, Zucken am Augenlied für 2 Wochen. Verspannungen, Gelenkbeschwerden auch 4 Monate nach Beginn de Einnahme noch vorhanden und gefühlt immer stärker (heute 19.9.2019). Update am 24.2.2020: Inzwischen geht es mir wesentlich besser. Die :censored: ist zwar noch nicht vorbei, aber ich bin schon wieder mehr der alte, als der Pharma-Geschädigte. Es wird wieder, glaubt mir!

Julia084
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Julia084 » Samstag, 09.05.20, 13:58

Hallo zusammen,

Ich wollte gerne ein paar Tage abwarten und beobachten, wie es mir geht und möchte jetzt einmal berichten und nachfragen.
Also die morgendliche Übelkeit hat auch etwas nachgelassen und ich kann wieder etwas besser essen. Seit Mittwoch oder Donnerstagabend verspüre ich nach ca. 1 Stunde nach der Einnahme der 2mg Heißhunger und esse dann auch. Diese Heißhunger Attacken hatte ich damals bei 30 mg und 15 mg auch. Das ist das Positive. Nun zu den nicht so tollen Dingen: Nach dem Essen habe ich leichte Bauchschmerzen und einen Druck auf dem Magen, aber das ist aushaltbar. Wenn ich mich hinlege ist es ok. Was mich sehr belastetist, dass ich immer noch ein sehr berückendes Gefühl auf der Brust und Angst verspüre. Ich fühle mich auch zittrig, wenn ich auf den Beinen bin. Ich liege die meiste Zeit im Bett. Dieses Gefühl hält den ganzen Tag über an und schwächt spät abends ab. Dann geht es mir etwas besser. Im Vergleich zur letzten Woche geht es mir physisch besser, da ich wieder essen kann und die Übelkeit kein Problem mehr darstellt. Aber ich fühle mich depressiv und irgendwie gefangen im eigenen Körper. Dieses erdrückende Gefühl auf der Brust ist sehr anstrengend.
Fest steht für mich, dass ich unter keinen Umständen aufdosieren möchte.
Jamie hatte erwähnt evt. nur 1,5 mg zu dosieren, falls es mit dem Angstgefühl nicht besser wird. Wenn ich heute nochmal 2 mg dosiere, dann bin ich genau bei 7 Tagen. Wie soll ich vorgehen. Noch etwas warten oder schon auf 1,5 mg runtergehen?
Ich verstehe nicht, warum ich nach Wiedereindosierung unter Depressionen, Angst und Gefühlskälte leide, gibt es dafür eine Erklärung? Beim Kaltentzug hatte ich lediglich physische Beschwerden, aber keine psychischen.

Lieben Dank an Michael für die aufmunternden Worte.

Vielen Dank und liebe Grüße.
Julia
September-Februar 2016: Mirtazapin 30 mg, dann ausschleichend auf 15 mg und dann auf 0
September 2019 - April 2020: Mirtazapin 15 mg
18. April 2020: Mirtazapin kalt abgesetzt - Übelkeit, Appetitlosigkeit, etwas Nervosität
02.05.2020: Mirtazapin 2 mg eindosiert Übelkeit zurückgegangen, dafür stärkere innere Unruhe und Angstgefühl
17.05.2020: Seit 2 Tagen fühle ich mich wieder stabil, kaum mehr Absetztsymptome. Morgens Druck auf dem Magen und insgesamt etwas sensibel, aber sonst geht es mir gut
22.05.2020: Zur Zeit geht es mir nicht gut. Depressiv, abgeschlagen, kraftlos und erschöpft. Leich erhöhter Bilrubin Wert, Vitamin D Mangel
28.05. Übelkeit fast abgeklungen, Brustenge und Druck auf dem magen noch vorhanden
29.05. Übelkeit weg, Druck auf dem Magen weg, liege nicht mehr flach, es geht mir wieder besser

padma
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von padma » Mittwoch, 13.05.20, 18:22

hallo Julia, :)

sorry, dass deine Frage etwas untergegangen ist. Wenn das passiert, weise am besten nochmals darauf hin.

Dass es dir körperlich besser geht, ist schon mal gut.
Ich verstehe nicht, warum ich nach Wiedereindosierung unter Depressionen, Angst und Gefühlskälte leide, gibt es dafür eine Erklärung? Beim Kaltentzug hatte ich lediglich physische Beschwerden, aber keine psychischen.
Diese "psychischen" Beschwerden sind auch körperlich bedingt durch neurophysiologische Prozesse. Es ist etwas ein Dilemma, wenn die 2 mg dir bei den körperlich spürbaren Symptomen helfen, jedoch welche auslösen, die sich psychisch ausdrücken.
Wenn ich heute nochmal 2 mg dosiere, dann bin ich genau bei 7 Tagen. Wie soll ich vorgehen. Noch etwas warten oder schon auf 1,5 mg runtergehen?
Bist du aktuell noch auf den 2 mg? Falls ja und falls deine Symptomatik unverändert ist, könntest du es mit 1,75 mg versuchen. Und dann schauen, wie sich das auswirkt.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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Julia084
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Julia084 » Sonntag, 17.05.20, 15:08

Hallo Padma,
Vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich wollte nicht aufdringlich sein und auch etwas Zeit abwarten und durchhalten bis sich Besserung zeigt.
Und es geht mir deutlich besser, das Angstgefühl ist weg. Ich habe fast gar keine Absetzsymptome mehr. Es sind genau 2 Wochen vergangen seit meiner Wiedereindosierung. Das einzige was ich merke, ist dass ich etwas dünnhäutiger geworden bin, aber das war ich vor Mirtazapin auch. Ansonsten merke ich nach der Einnahme Hunger und fühle mich morgens etwas gerädert und schlafe recht lange.
Ich danke euch allen für die lieben und aufmunternden Worte, als es mir so schlecht ging. Schön, dass es euch gibt!

Wie soll ich nun weitermachen? Wie lange muss ich bei 2 mg bleiben bis ich weiter reduzieren darf?

Lieben Dank und viele Grüße,
Julia
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Straycat » Montag, 18.05.20, 10:28

Hallo Julia,

keine Sorge, das ist nicht aufdringlich, wenn du auf deine Frage hinweist, wenn sie nicht beantwortet wurde :)
Normalerweise schauen wir vom Team regelmäßig in den Threads der Neuen (im Bereich "hier bist du richtig") vorbei. Aber da viele vom Team derzeit selbst auch etwas angeschlagen sind, kann es auch mal vorkommen, dass etwas übersehen wird. Da ist es absolut in Ordnung (und sogar erwünscht), wenn du nochmal auf deine Frage hinweist :hug:

Es gibt auch einen Thread mit dringend Fragen zum Absetzverlauf für genau diesen Zweck (Hinweis auf eine dringende Frage): viewtopic.php?f=67&t=16635
Dort kannst du auch immer einen Hinweis posten.

Es ist super, dass es dir besser geht und die Wiedereindosierung bei dir scheinbar sehr gut greift!

Ich würde an deiner Stelle unbedingt noch einige Wochen auf den 2mg bleiben und abwarten (vielleicht noch bis Mitte Juni?). So kann sich dein ZNS nach dem Kaltentzug wieder stabilisieren. Manchmal kommen auch noch Absetzsymptome zeitverzögert hinterher (kann sein, muss nicht sein!). Deshalb ist es wichtig, dass genug Zeit verstrichen ist und die Stabilität wirklich gesichert ist.

Ich drücke die Daumen, dass es weiterhin so gut bei dir läuft!
Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
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Julia084
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Julia084 » Freitag, 22.05.20, 12:13

Hallo zusammen,

Seit 5 Tagen geht es mir wieder komisch, es kam aber schleichend. Es fing damit an, dass ich wieder keinen Appetit mehr verspürte, außer ein wenig nach der Einnahme des Mirtazapins. Zusätzlich fühle ich mich sehr schlapp, abgeschlagen, bin blass/gelblich im Gesicht, verspüre leichte Übelkeit und bin auch wieder depressiv und verspüre leichte Angst (Druckgefühl auf der Brust). Ich vermute, dass das nachgelagerte Absetzsymptome sind?
Ich hatte gelesen, dass während der Menstruation Absetzsymptome sich wieder verstärken können. Zudem hatte ich seelischen Stress und habe 3 Tage zu wenig getrunken (weniger als 1 Liter) und durch die Appetitlosigkeit wenig gegessen.
Ich hoffe dass diese Wellen und Fenster nicht über Jahre andauern, ich habe wieder große Angst, dass ich in diesem Zustand gefangen bleibe. Am liebsten würde ich dieses Medikament sofort absetzen und durch Qualen gehen, wenn ich wüsste es wird aufhören.

Eventuell sollte ich eine Impfung am Montag beim Frauenarzt bekommen. Würdet ihr nun davon abraten und warten bis es wieder besser geht?
Auch wenn es mir besser ginge und ich die Impfung bekomme kann es ja die Absetzsymptome triggern, oder?

Liebe Grüße,
Julia
September-Februar 2016: Mirtazapin 30 mg, dann ausschleichend auf 15 mg und dann auf 0
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Jamie
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Jamie » Freitag, 22.05.20, 13:44

Hallo Julia, :)

das hört sich für mich nach einer Welle an bzw. die von dir erwähnten nachgelagerten Absetzsymptome.
Du nennst auch Faktoren, die dazu geführt haben.
Menstruation und Stress belasten viele Absetzende, das triggert oft Symptome.

In deiner Verfassung würde ich auch von einer Impfung absehen, sie ist als weiterer Symptomtrigger bekannt und wenn du dich jetzt schon nicht gut fühlst, würde ich das verschieben.

Du schreibst von Übelkeit und gelblicher Haut.
Wenn sich die Hautfarbe in ein paar Tagen nicht normalisiert hat, dann spreche bitte bei deinem Hausarzt vor, dass er bitte mal nach Leber und Galle schaut und Blut abnimmt und die Werte kontrolliert.
Meist sind alles nur Befindlichkeitsstörungen beim Psychopharmakaabsetzen, aber manchmal gesellen sich zu Läusen auch Flöhe (AD können die Leberwere steigen lassen) und dann ist es besser, einen Arzt drauf schauen zu lassen - und sei es nur, um gesagt zu bekommen, dass man organisch nichts findet. Dann weiß man, es sind Absetzsymptome.

Viele Grüße, alles Gute :)
Jamie
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Julia084
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Julia084 » Freitag, 22.05.20, 15:01

Hallo Jamie,

Aufgrund von einer Nierenerkrankung (zur Zeit funktionieren meine Nieren aber 100%) wurde vor 10 Tagen ein Blutbild gemacht.
Die Ärztin rief soeben an. Ich habe einen sehr leicht erhöhten Bilrubin Wert, der aber nicht weiter schlimm ist jedoch einen deutlichen Vitamin D Mangel. Die Ärztin aus dem Krankenhaus schickt einen Bericht an meinen Nephrologen und dann werde ich alles weitere mit ihm besprechen.

Nun habe ich gelesen, dass auch Vitamin D zu Unruhe beim Absetzen führen kann. Trotz dieses Risikos würde ich aber Vitamin D in niedriger Dosis bald einnehmen wollen, weil es ja auch sehr wichtig für den Körper ist. das ist doch alles ein Dilemma. Bei mir sind die psychischen Probleme auch durch das Absetzen gekommen. Das ist alles wirklich sehr hart.

Mit der Impfung warte ich dann ab, bis es wieder besser wird. Ich hoffe, dass es wieder besser wird. Ich hatte mich wieder sehr gut gefühlt und nun wieder dieser ganze :censored: . Soll ich dennoch auf 2 mg bleiben jetzt? Ich stehe völlig neben der Spur, sorry. :(

Lg, Julia
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Towanda
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Towanda » Freitag, 22.05.20, 15:40

Hallo Julia,

in unserem Thread "Was finde ich wo im Forum" findest Du unter "V" ausgiebige Informationen zu Vitamin D. Wichtig ist, daß Magnesium und Vitamin K2 dazugekommen wird, sonst kann es nicht richtig verstoffwechselt werden. Diese Informationen findest Du alle im genannten Thread.

Grüße, Towanda
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12.03.20 - 0,75 mg Mirtazapin
12.04.20 - 0,65 mg Mirtazapin
13.05.20 - 0,65 mg Mirtazapin


Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Jamie
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Jamie » Samstag, 23.05.20, 8:11

Hallo,

reiche den Link zu Towandas Info nach, bitte mal nach hilfreichen Themen durchforsten
https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 66&t=16653

Grüße
Jamie

----------
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Chris76
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Chris76 » Samstag, 23.05.20, 11:44

Julia084 hat geschrieben:
Freitag, 22.05.20, 12:13
Hallo zusammen,

Seit 5 Tagen geht es mir wieder komisch, es kam aber schleichend. Es fing damit an, dass ich wieder keinen Appetit mehr verspürte, außer ein wenig nach der Einnahme des Mirtazapins. Zusätzlich fühle ich mich sehr schlapp, abgeschlagen, bin blass/gelblich im Gesicht, verspüre leichte Übelkeit und bin auch wieder depressiv und verspüre leichte Angst (Druckgefühl auf der Brust). Ich vermute, dass das nachgelagerte Absetzsymptome sind?
Ich hatte gelesen, dass während der Menstruation Absetzsymptome sich wieder verstärken können. Zudem hatte ich seelischen Stress und habe 3 Tage zu wenig getrunken (weniger als 1 Liter) und durch die Appetitlosigkeit wenig gegessen.
Ich hoffe dass diese Wellen und Fenster nicht über Jahre andauern, ich habe wieder große Angst, dass ich in diesem Zustand gefangen bleibe. Am liebsten würde ich dieses Medikament sofort absetzen und durch Qualen gehen, wenn ich wüsste es wird aufhören.

Eventuell sollte ich eine Impfung am Montag beim Frauenarzt bekommen. Würdet ihr nun davon abraten und warten bis es wieder besser geht?
Auch wenn es mir besser ginge und ich die Impfung bekomme kann es ja die Absetzsymptome triggern, oder?

Liebe Grüße,
Julia
Hallo Julia,

ich kann mich bei deinen Symptomen und wie sie kommen nahtlos einreihen. Bis auf die Menstruation, die ich biologisch nicht bekommen kann, habe ich jetzt eine Woche lang eine Welle gehabt. Auch die Appetitlosigkeit etc. sind bei mir präsent.
Ich kann dir nur gute Besserung wünschen und du bist hier nicht alleine!
PS: Ich würde niemals dieses Medikament kalt absetzten, solange ich die Wahl habe es schleichend zu tun. Du hast ja erlebt was passiert, gell?


LG
Ein weiterer Mirta-Geschädigter :group:
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27.12.19 Mirtazapin 6,5mg

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Julia084
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Julia084 » Sonntag, 24.05.20, 15:09

Hallo Chris,

Wie geht es dir jetzt gerade nach der 1 Wöchigen Welle?
Ich bin halt echt verzweifelt, weil der Zustand schwer auszuhalten ist. Was mich aber noch mehr belastet ist, dass es mir nach dem Kaltentzug fast genauso schlecht ging wie jetzt, nur sind noch weitere Dinge dazu gekommen, wie Angst, Trauer etc. also diese psychischen Symptome. Ich habe auch weitere gesundheitliche Baustellen und es ist einfach enorm belastend. Deswegen kommt immer wieder der Gedanke, einfach nichts mehr einzunehmen oder schneller abzusetzen. Einfache Dinge scheinen einfach schwer zu bewältigen zu sein. Zum Beispiel habe ich erfahren, dass ich einen Vitamin D Mangel habe und dass die Einnahme auch triggern kann. Mann weiß gar nicht mehr was man machen soll. Wie man rangehen soll und wann es besser wird.
Ich bin völlig verzweifelt gerade.

LG, Julia
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18. April 2020: Mirtazapin kalt abgesetzt - Übelkeit, Appetitlosigkeit, etwas Nervosität
02.05.2020: Mirtazapin 2 mg eindosiert Übelkeit zurückgegangen, dafür stärkere innere Unruhe und Angstgefühl
17.05.2020: Seit 2 Tagen fühle ich mich wieder stabil, kaum mehr Absetztsymptome. Morgens Druck auf dem Magen und insgesamt etwas sensibel, aber sonst geht es mir gut
22.05.2020: Zur Zeit geht es mir nicht gut. Depressiv, abgeschlagen, kraftlos und erschöpft. Leich erhöhter Bilrubin Wert, Vitamin D Mangel
28.05. Übelkeit fast abgeklungen, Brustenge und Druck auf dem magen noch vorhanden
29.05. Übelkeit weg, Druck auf dem Magen weg, liege nicht mehr flach, es geht mir wieder besser

Chris76
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Chris76 » Sonntag, 24.05.20, 15:36

Hallo Julia,

ich stecke noch in der Welle. Gestern ging es mir mal den ganzen Tag gut aber heute ist es wieder schwer. Es fühlt sich auch so an als hätte ich eine Glocke auf dem Kopf. Angst und Trauer sind für mich mit die schlimmsten Symptome. Ich hoffe sie gehen bei dir schnell weg.

Ich vermute, dass du auch noch nicht stabil genug bist um zu reduzieren. Vielleicht wartest du noch eine Weile?


Lg
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27.12.19 Mirtazapin 6,5mg

Mein Thread: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 64#p145047

Julia084
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Julia084 » Sonntag, 24.05.20, 16:09

Hallo Chris,

Ich hoffe und bete, dass es schnell wieder weggeht, aber im Moment fühle ich mich gefangen in diesem Zustand und das macht mir Angst. Aber ich weiß, dass es irgendwann weggehen wird und muss.
Ich habe vor 3 Wochen eindosiert und werde noch 3 Wochen warten bis ich den nächsten Schritt mache und hoffe, dass sich bis dahin mein Zustand bessert.
Dir wünsche ich auch gute Besserung und Kraft, durchzuhalten. Es ist gut zu wissen, dass man nicht alleine ist.
LG, Julia
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Sistar84
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Sistar84 » Sonntag, 24.05.20, 17:11

Liebe Julia, leider kenn ich das was du berichtest auch sehr gut. Leider kann eine halbwegs akzeptable "Stabilität" auch langes warten bedeuten. Das war bei mir der Fall. Ich habe auch große Angst. Aber es wird wieder und es kommen auch wieder bessere Tage. Lg Sistar
Therapie akt.: 13,5 mg Mirtazapin

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Julia084
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Julia084 » Sonntag, 24.05.20, 20:43

Hallo Sistar,

Geht es dir denn aktuell wieder besser?
Du bist ja auch in meinem Alter und das mit dem Kinderwusch kenne ich. Das war unter anderen eines der Gründe warum ich so schnell von dem Mirtazapin wegkommen wollte. Diese Zustände sind sehr kraftraubend.

LG, Julia
September-Februar 2016: Mirtazapin 30 mg, dann ausschleichend auf 15 mg und dann auf 0
September 2019 - April 2020: Mirtazapin 15 mg
18. April 2020: Mirtazapin kalt abgesetzt - Übelkeit, Appetitlosigkeit, etwas Nervosität
02.05.2020: Mirtazapin 2 mg eindosiert Übelkeit zurückgegangen, dafür stärkere innere Unruhe und Angstgefühl
17.05.2020: Seit 2 Tagen fühle ich mich wieder stabil, kaum mehr Absetztsymptome. Morgens Druck auf dem Magen und insgesamt etwas sensibel, aber sonst geht es mir gut
22.05.2020: Zur Zeit geht es mir nicht gut. Depressiv, abgeschlagen, kraftlos und erschöpft. Leich erhöhter Bilrubin Wert, Vitamin D Mangel
28.05. Übelkeit fast abgeklungen, Brustenge und Druck auf dem magen noch vorhanden
29.05. Übelkeit weg, Druck auf dem Magen weg, liege nicht mehr flach, es geht mir wieder besser

Sistar84
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Sistar84 » Montag, 25.05.20, 7:04

Liebe Julia, ich habe dir eine Privatnachricht geschrieben.lg
Therapie akt.: 13,5 mg Mirtazapin

Seit 04.05 von 15 mg auf 13,5 mg mit Feinwaage und Feile
Eutirox ca. 37.5 mg
Diabetes Typ 1 - Insulinpflichtig
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Jadenfit
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Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Jadenfit » Montag, 25.05.20, 9:10

Hallo Julia,

das ist natürlich bestimmt nicht einfach für dich und ich fühle voll und ganz mit dir.

Ein Kaltenzug stelle ich mir sehr hart vor - ich selbst habe von einem Neuroleptikum von 12,5 mg auf 0 reduziert für einen Versuch und bin in den "Genuss" dieses Phänomens gekommen....

Meine Freundin ist auch noch auf AD und sie hat teils auch Nebenwirkungen und eine Periode bleibt mal aus oder kommt verspätet. Das scheint alles mit dieser Chemie in Zusammenhang zu stehen.

Wie ist es denn bei dir mit dem Schlafen? Du schreibst ja, dass du teils mit dem Appetit zu kämpfen hast.

Ich wünsche dir Viel Kraft, zusammen sind wir stark! :huddle:

LG, Jaden
Mitglied seit Mai 2020

Aktuelle Medikation:

Amisulprid 22,5 mg

Quetiapin 25 mg

Hypnorex (Lithium) 800 mg


Ernährung: vegetarisch & histaminarm (Nebenwirkung beim Absetzen von Amisulprid: Juckreiz !)

>Psychopharmaka-Situation
-Schlaflosigkeit, Zustand "psychotisch" (vorübergehend), "manische Phase" (Redefluss)
- "Schizophrenie" / "schizoaffektive Störung"
-Für diese Symptome verschriebene/s Medikament/e, über welchen Zeitraum/ab wann, Dosierung pro Tag in mg, eingetretene erwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen
Clozapin: Juli 2011 - August 2018
Amisulprid: seit September 2018
Dosierung: angefangen mit 100 mg dann rauf bis zu 600 mg. Bis Januar 2019
Ab Januar 2019 ersetzt durch Aripiprazol (Psychiater rät dazu; es sei ein "Dünnmacher")
Aripiprazol täglich bis zu 10 mg; dann ab Februar 2019 wieder Wechsel zu Amisulprid (600 mg)
Seit Februar 2019: Quetiapin bis zu 600 mg täglich
Mai 2019: Einführung Quilonum retard bis zu 900 mg täglich.
-Frühere Absetzversuche: Sommer 2018 Clozapin (12,5 mg tgl. auf 0 mg); Entzugserscheinungen und Schlaflosigkeit
>Hinweise:
Seit August 2019 Ausschleichen Amisulprid (Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig)
Ab Oktober 2019 400 mg Amisulprid
seit Januar 2020 300 mg
Februar 50 mg
Mai 25 mg
Beginn mit Wasserlösemethode am 17.05.2020 mit 22,5 mg täglich.

On Top:
Oktober 2018: Symptome einer "Depression" (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, innere Leer)
*Einführung Sertralin durch Psychiaterin (50 mg)
Oktober 2018 - Januar 2019 100 mg Sertralin; Wirkungs vom SSRI schlägt in Euphorie um; großer Antrieb, Arbeitswille, "Manische Phase"; vermindertes Schlafbedürfnis
Kündigung 2019 führt wieder zum Arzt; Diagnose "Bipolare affektive Störung"
-> Januar 2019 Sertralin abgesetzt (auf 0 mg); daraufhin Schwindel

>Weitere gesundheitliche Angaben
-Weitere relevante Erkrankungen/Beschwerden/Symptome (auch nicht-psychiatrische) und besonders hierfür eingenommene Medikamente (auch Nicht-Psychopharmaka). Dauermedikamente und Bedarfsmedikation
-Nahrungsergänzungsmittel, pflanzliche Mittel usw. Dauermedikamente und Bedarfsmedikation
-Bekannte Wirkstoffunverträglichkeiten und -Allergien

Julia084
Beiträge: 18
Registriert: Samstag, 02.05.20, 7:24

Re: Julia084: Absetzsymptome Kaltentzug Mirtazapin

Beitrag von Julia084 » Montag, 25.05.20, 22:26

Hallo Jaden,

vielen Dank für deine Nachricht. Es ist wirklich schwierig diesen Zustand zu ertragen, aber ich versuche mir immer wieder klarzumachen, dass es ein vorübergehender Zustand ist.

Mit dem Schlafen habe ich komischerweise die geringsten Probleme, auch nach dem Kaltentzug. Ein paar Tage hatte ich nur 3-4 Stunden schlafen können, danach ca. 6, aber immer nachts wieder aufgewacht du eingeschlafen. Nach dem Eindosieren mit 2 mg schlafe ich so wie vor dem Entzug. Wache aber paar mal auf in der Nacht und habe immer Hangover. Das ist mit 2 mg sogar schlimmer als mit 15 mg, zumindest ist das mein Empfinden.
Dabei hatte ich morgens immer das große Problem mit der Übelkeit, die bis zum Nachmittag anhält. Nicht mehr so extrem wie bei Kaltentzug, aber in der Welle vorhanden. Insgesamt habe ich extrem mit der Appetitlosigkeit zu kämpfen. Das hatte sich nach der Eindosierung, so am 10. Tag wieder gebessert, als ich ein paar Fenstertage hatte. Als die Welle los ging, dann wieder 0 Appetit.

Es ist jetzt so, dass ich die erste Mahlzeit mal um 14.00 Uhr mal um 16.00 Uhr einnehme. Dann ist die Übelkeit auch erträglich und ich kann etwas essen. Hunger habe ich aber keinen, ich esse, weil ich muss. Dann esse ich abends ca.22.30 Uhr nach der Einnahme, da kann ich wieder etwas besser essen.

Setzt deine Freundin auch Mirta ab? Wünsche euch auch gaaaaanz viel Kraft und Durchhaltevermögen.

LG,Julia
September-Februar 2016: Mirtazapin 30 mg, dann ausschleichend auf 15 mg und dann auf 0
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