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Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Annazen
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Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von Annazen »

Guten Tag alle,

ich brauche dringend Hilfe beim Reduzieren mein Neuroleptikum und Dach mein Antidepressivum:
Ich habe zur Zeit ein niedrigdosiertes Neuroleptikum 4 mg (Cyamemazine, Frankreich ) sowie Trimipramin 62,5 mg, beides zum Schlafen . Im Januar 2020 habe ich eine stationäre Entgiftung von Benzodiazepin (20 J Bromazepam) gemacht, seitdem Abstinent.

Im August 2020 habe ich angefangen mein Neuroleptikum zu reduzieren. Ich würde nicht aufgeklärt wie man ein Neuroleptikum reduziert und dass Absetztphänomen auftreten können. Mein Psychiater meint dass es beim Neuroleptikumreduizierung nicht zur Entzugsymptomatik kommen kann....
Was ich dann erlebt habe ist jetzt für mich ich ein Trauma. Seit diesen Reduzierungen habe ich enorme Entzungssymptomen die nicht weggehen.

Ich kann seitdem nicht mehr arbeiten und kann auch kein Sozialleben mehr haben.

Es geht mir weiterhin so schlecht dass ich nicht mehr weiss was und wie ich noch was machen kann.


zur Info : ich hatte mein Neuroleptikum grob mit der Spritze dosiert und folgende Reduzierung gemacht :
- 12 Jahre mit ca.8-10 Tropfen = 8-10 mg
- 26.06.2020 : auf ca.6 T. reduziert, Entzugsymptomen (am meistens Angstsymptomen) nach 2 Wochen komplett weg
- 28.07 reduziert auf ca.5 T. Entzugsymptomen nach 4 Wochen weniger aber noch nicht ganz weg
- 28.08 : keine Info von meinem Psychiater bekommen wie man ein Neuroleptikum reduziert, auf ca. dann ging es richtig los mit heftige Entzugsymptomen
- 4.09 : die nächste Reduzierung auch von einem Tropfen weil ich nicht gewusst habe dass ich mind. 4 Wochen warten soll. Unerträgliche Entzugsymptomen. Am 22.09 Erhöhung von einem Tropf
- 19.10 : habe ich gemerkt dass die Spritze sehr ungenau ist und habe es korrigiert : noch Verschlimmerung den Symptome weil dann weniger Dosierung war
- 23.11 : habe ich gemerkt dass die Spritze undicht ist und dass ich jeden Tag eine andere Dosierung habe. Nochmal heftigeren Entzug gehabt.Dann habe ich mir eine Laborwage gekauft und seitdem wiege ich jeden Tag meine Tropfen...
- von 23.11 bis zum 5.01 die gleiche Dosierung genommen, die perfekt gemessen war.
- am 5.01. 2021 : OHNE irgendwelche Äderung an meine Dosierung heftige Symptome haben wieder angefangen ohne Grund. Ich lag nur noch im Bett, könnte nicht mehr aufstehen, sitzen oder essen
- am 07.01 : Erhöhung von 5 % also ich bin jetzt bei 3,9 mg = 3,9 Tropfen, sehr leichte Besserung gemerkt
- jetzt überlege ich nochmal von 5 % zu erhöhen. Ziel ist meine Dosierung zu finden mit der ich weniger Symptome habe und danach langsamer (3%) zu reduzieren.

Kann vielleicht jemand mich beraten.....

Danke für eure Hilfe. !!!
Zuletzt geändert von Jamie am 14.01.2021 14:57, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
- 1998-2020 : tägliche Einahme vom Bromazepam zum Schlafen und runterkommen. Am Anfang 3 mg, am Ende 10 mg
- 2008 bis jetzt : Neuroleptikum : Tercian ca 10 mg täglich genommen bei Schlafstörung
- 21.01.2020-31.01.2020 : stationäre Entgiftung von Benzodiazepin in 9 Tage !!) und Tercian (plötzlich abgesetzt am Tag der Aufnahme !!). Mir wurde von allen Ärzten vesprochen dass ich 2 Wochen nach der Entgiftung topfit sein werde und wieder arbeiten können werde. 13 Monate später kann ich immer noch nicht meine Wohnung verlassen...
- 21.01.2020 bis heute : Trimipramin 75 wurde mir in der Psychiatrie gegeben um den Benzoentzug zu unterstützen
- 11.02.2020 : Trimipramin reduziert auf 69 mg wegen Nebenwirkung
- 25.02.2020 : Wiedereinnahme von Tercian (ca. 10 mg ich hatte mein Neuroleptikum grob mit der Spritze dosiert und deswegen kenne ich leider die genau Dosierung nicht)
- 18.05.2020 : trimipramin auf 66 mg reduziert
- 10.06.2020 bis heute : trimipramin auf 63 mg reduziert
und bis heute nicht mehr reduziert
- 28.06.2020 : Tercian auf ca.8,5 mg reduziert, Entzugsymptomen (am meistens Angstsymptomen) nach 2 Wochen komplett weg
- 28.07 : reduziert auf ca.7,5 mg Entzugsymptomen nach 4 Wochen weniger aber noch nicht ganz weg
- 28.08 : keine Info von meinem Psychiater bekommen wie man ein Neuroleptikum reduziert. Reduzierung auf ca. 6,5 mg dann ging es richtig los mit sehr heftigen Entzugsymptomen
- 4.09 : die nächste Reduzierung auf ca. 5,5 mg weil ich nicht gewusst habe dass ich mind. 4 Wochen warten soll. Unerträgliche Entzugsymptomen.
- 22.09 : Erhöhung auf ca. 6 mg
- 19.10 : habe ich gemerkt dass die Spritze sehr ungenau ist (ganze viele Medikament war ausserhalb der Spritze weil ich sie nicht sauber gemacht habe. Das hatte ich auch eingenommen). Ich habe dann immer die Spritze sauber gemacht aber dann war ich wahrscheinlich nur noch bei 4,5 mg : natürlich noch Verschlimmerung den Symptomen
- 23.11 : habe ich gemerkt dass die Spritze undicht ist (Rückfluss nach oben beim Draufdrücken) und dass ich jeden Tag eine andere Dosierung habe. Dann habe ich mir eine 0,1 mg Laborwage gekauft und seitdem wiege ich jeden Tag meine Tropfen : Ich war dann bei 3,7 mg ...Nochmal heftigeren Entzug gehabt.
- von 23.11 bis zum 5.01 die gleiche Dosierung : 3,7 mg genommen, die perfekt gemessen war.
- am 5.01. 2021 : ohne irgendwelche Änderung an meine Dosierung heftige Symptome haben wieder angefangen ohne Grund. Ich lag nur noch im Bett, könnte nicht mehr aufstehen, sitzen oder essen
- am 07.01 : Erhöhung von 5 % also bei 3,9 mg, sehr leichte Besserung gemerkt
- am 14.01 : Erhöhung von 5 % auf 4,1 mg

Ich bin Französin und mein Deutsch ist nicht perfekt, also Entschuldigung für die Grammatikfehler....
Towanda
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Re: Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von Towanda »

Hallo Annazen,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
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Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
viele Grüße,

Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
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Re: Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von padma »

hallo Annazen, :)

auch von mir willkommen.

Ich kenne dein Medikament nicht, es ist wohl nur in Frankreich und Portugal erhältlich. So wie ich gelesen habe, gehört es zu der Gruppe der Phenothiazine und wird bei Psychosen und mit Psychosen verbundenen Angststörungen eingesetzt.Es blockiert neben Dopamin auch Serotoninrezeptoren (und diverse andere) und "verhält sich" wie ein atypisches NL.
https://en.wikipedia.org/wiki/Cyamemazine

Das nur vorab, weil vermutlich keiner hier das Mittel kennt.
Du schreibst, du hast es zum Schlafen verschrieben bekommen. Ist das denn eine Indikation dafür?

Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Benzoentzug. :party2: Nach einer so langen Einnahmezeit war der Entzug sicher nicht leicht.
Der Benzoentzug war vermutlich viel zu schnell, kannst du dazu noch was schreiben?
Es kann sein, dass bei deiner jetzigen Symptomatik der Benzoentzug noch mit rein spielt.

Jetzt zu deinem NL:
Nach einer so langen Einnahmezeit war der Entzug natürlich viel zu schnell. Für eine bessere Übersichtlichkeit wäre es gut, wenn du in deiner Signatur tabellarisch die einzelnen Dosierungen (am besten im mg Angaben) untereinander aufführen könntest.

Wenn ich das richtig sehe, bist du am 4.9.20 auf 4 mg gegangen und am 22.9. zurück auf 5 mg. Dann fehlen ein paar Schritte, wenn du jetzt nach einer Erhöhung auf 3,9 mg bist? Es ist wichtig, dass wir das genau nachvollziehen können, bevor wir dir was dazu sagen können.

liebe Grüsse,
padma



Was war denn der Grund für die Benzoeinnahme??
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Sonne27
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Re: Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Annazen?

toll, das du hier ins Forum gefunden hast!

Ich muss gestehen ich kenne mich mit Cyamemazine überhaupt nicht aus und das Medikament ist mir gänzlich unbekannt, jedoch ist es für meine Antwort nicht zwingend notwendig.

Du schreibst in deinem Eingangstherad, das du im Januar 2020 Bromazepam entzogen hast, weißt du zufällig in welchen Schritten das Stationär entzogen wurde?

Ich vermute nämlich, das dein Zentralenervensystem noch mit dem Benzodiazepine Entzug beschäftigt war und als du dann mit dem NL angefangen hast das, dass enorm getriggert hat und es unter anderem ein Grund ist, warum du jetzt so arg leidest. Zudem hast du ja das NL sehr schnell reduziert, wir hier im Forum empfehlen eine Reduzierung von höchstens 10% der jeweiligen Dosis um Absetzsymptome zu minimieren und auch um dem Zentralenervensystem genug Zeit zu geben um sich an das verminderte Wirkstoffangebot zu gewöhnen.

Soweit ich mich nicht verguckt habe, hast du ja zwischen einzelnen Schritten teils nur 1 Woche gewartet, auch wenn aus Unwissenheit und weil Ärzte absolut keine Ahnung haben von Ausschleichen solcher Substanzen, dadurch werden sich im Hintergrund die Absetzsymptome kumuliert haben und es kam zum großen Crash.

Wichtig ist auch eine immer gleichbleibende Dosis, die man mittels Wasserlösmethode sehr genau hinbekommt, dazu hat Dir Towanda 💮 bereits oben was verlinkt.

Wichtig ist jetzt Stabilität, wann hast du das letzte mal deine Dosis um 5% erhöht? Denn es dauert zumeist bis eine höher Dosierung greift.

Towanda 💮, hat Dir verlinkt, wie man eine Signatur erstellt, das wäre für weitere Antworten sehr hilfreich und wichtig wenn du diese erstellst.

Liebe Grüße 🌞

PS. Überschnitten mit Padma 😀
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Annazen
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Re: Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von Annazen »

Hallo Padma und Sonne 27,


Herzlichen Dank für eure Antwort.

Ja der Benzoentzug war ein Horror, es gibt keine Worte zu beschreiben was ich erlebe habe. Ich bin immer noch davon extrem traumatisiert.
Nach 20 J Benzoeinnahme (Bromazepam, am Ende 10 mg/T) haben die Psychiater ihn in 9 Tage abgesetzt ! Alle 3 Tage eine Reduzierung....

Cyamemazin ist ein anti-psychotikum, niedrigdosiert gibt man es bei Schlafstörung. Ist auch ein starkes Anxiolitikum, was ich nicht gewusst habe indes nur gemerkt beim Reduzieren. Da habe ich so heftige Panikattaken mit Horrorgedanken gehabt (die gleiche als bei dem Benzoentzug)

Mit meinem Neuroleptikum : ich bin zu schnell gegangen und zu grosse Reduzierung gemacht. Damals hatte ich keine Information wie man eine Reduktion macht. Deswegen ist auch schwierig zu wissen wie viel genau ich hatte. Allerdings macht ich jetzt die Dosierung mit einer Wage, da kann nichts mehr falsch sein.

Die Benzoeinahme war wegen Schafstörung und um runterkommen zu können nach der Arbeit.

Was ich heute immer noch nicht verstehe ist : die letzte Reduzierung war am 23.11. Danach habe ich alles perfekt gewogen und am 5.01 habe ich eine heftige Entzugswelle gehabt, die ich heute noch spüre. Hat jemand eine Ahnung was der Grund sein könnte ? Ich habe mich jetzt mit dem Thema Reduzieren sehr viel beschäftigt. Deswegen habe ich von 5 % am 5.01 erhöht und 7 Tage später also am 14.01 nochmal von 5 % erhöht. Es geht mir heute leider noch schlechter und ich weiss nicht mehr was ich machen soll.

Ich habe jetzt meine Signatur erstellt und habe versucht so genau zu schreiben was, wann und wie ich es gemacht habe.


Danke für eure Antwort und eure Zeit !

Liebe Grüße
- 1998-2020 : tägliche Einahme vom Bromazepam zum Schlafen und runterkommen. Am Anfang 3 mg, am Ende 10 mg
- 2008 bis jetzt : Neuroleptikum : Tercian ca 10 mg täglich genommen bei Schlafstörung
- 21.01.2020-31.01.2020 : stationäre Entgiftung von Benzodiazepin in 9 Tage !!) und Tercian (plötzlich abgesetzt am Tag der Aufnahme !!). Mir wurde von allen Ärzten vesprochen dass ich 2 Wochen nach der Entgiftung topfit sein werde und wieder arbeiten können werde. 13 Monate später kann ich immer noch nicht meine Wohnung verlassen...
- 21.01.2020 bis heute : Trimipramin 75 wurde mir in der Psychiatrie gegeben um den Benzoentzug zu unterstützen
- 11.02.2020 : Trimipramin reduziert auf 69 mg wegen Nebenwirkung
- 25.02.2020 : Wiedereinnahme von Tercian (ca. 10 mg ich hatte mein Neuroleptikum grob mit der Spritze dosiert und deswegen kenne ich leider die genau Dosierung nicht)
- 18.05.2020 : trimipramin auf 66 mg reduziert
- 10.06.2020 bis heute : trimipramin auf 63 mg reduziert
und bis heute nicht mehr reduziert
- 28.06.2020 : Tercian auf ca.8,5 mg reduziert, Entzugsymptomen (am meistens Angstsymptomen) nach 2 Wochen komplett weg
- 28.07 : reduziert auf ca.7,5 mg Entzugsymptomen nach 4 Wochen weniger aber noch nicht ganz weg
- 28.08 : keine Info von meinem Psychiater bekommen wie man ein Neuroleptikum reduziert. Reduzierung auf ca. 6,5 mg dann ging es richtig los mit sehr heftigen Entzugsymptomen
- 4.09 : die nächste Reduzierung auf ca. 5,5 mg weil ich nicht gewusst habe dass ich mind. 4 Wochen warten soll. Unerträgliche Entzugsymptomen.
- 22.09 : Erhöhung auf ca. 6 mg
- 19.10 : habe ich gemerkt dass die Spritze sehr ungenau ist (ganze viele Medikament war ausserhalb der Spritze weil ich sie nicht sauber gemacht habe. Das hatte ich auch eingenommen). Ich habe dann immer die Spritze sauber gemacht aber dann war ich wahrscheinlich nur noch bei 4,5 mg : natürlich noch Verschlimmerung den Symptomen
- 23.11 : habe ich gemerkt dass die Spritze undicht ist (Rückfluss nach oben beim Draufdrücken) und dass ich jeden Tag eine andere Dosierung habe. Dann habe ich mir eine 0,1 mg Laborwage gekauft und seitdem wiege ich jeden Tag meine Tropfen : Ich war dann bei 3,7 mg ...Nochmal heftigeren Entzug gehabt.
- von 23.11 bis zum 5.01 die gleiche Dosierung : 3,7 mg genommen, die perfekt gemessen war.
- am 5.01. 2021 : ohne irgendwelche Änderung an meine Dosierung heftige Symptome haben wieder angefangen ohne Grund. Ich lag nur noch im Bett, könnte nicht mehr aufstehen, sitzen oder essen
- am 07.01 : Erhöhung von 5 % also bei 3,9 mg, sehr leichte Besserung gemerkt
- am 14.01 : Erhöhung von 5 % auf 4,1 mg

Ich bin Französin und mein Deutsch ist nicht perfekt, also Entschuldigung für die Grammatikfehler....
Jamie
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Re: Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von Jamie »

Hallo Annazen :)
Was ich heute immer noch nicht verstehe ist : die letzte Reduzierung war am 23.11. Danach habe ich alles perfekt gewogen und am 5.01 habe ich eine heftige Entzugswelle gehabt, die ich heute noch spüre. Hat jemand eine Ahnung was der Grund sein könnte ? Ich habe mich jetzt mit dem Thema Reduzieren sehr viel beschäftigt. Deswegen habe ich von 5 % am 5.01 erhöht und 7 Tage später also am 14.01 nochmal von 5 % erhöht. Es geht mir heute leider noch schlechter und ich weiss nicht mehr was ich machen soll.
Zur ersten Frage habe ich, vermutlich, eine Erklärung.
Ich denke, dass du auch davor bereits für dein ZNS zu schnell unterwegs warst mit den Reduzierungen und dazu kamen noch Wägeungenauigkeiten. Auch, wenn diese jetzt abgestellt sind, so werden sich bei dir die Absetzsymptome über die Zeit hinweg kumuliert haben; was oft auch im Hintergrund geschehen kann.
Und irgendwann kommt es halt zum richtigen Crash. Ich denke, das ist die wahrscheinlichste Variante; zudem noch die massive Vorsensibilisierung mit diesem extremen Benzoentzug, den du da hast hinlegen müssen. Das haut ja selbst den Stärksten aus den Latschen... :oops: :shock:

Dass du noch einmal Aufdosierungen gewagt hast, finde ich die richtige Idee.
Hätte ich wohl auch probiert.
Oft lindert das auch, aber eben nicht immer.
Auch Aufdosierungen können das ZNS belasten, manchmal verträgt das ZNS den Wirkstoff auch nicht mehr richtig; das ist dann mit die blödeste Konstellation, denn dann kann man offensichtlich weder mit noch ohne :? .

Ich würde jetzt auf keinen Fall mehr etwas ändern, sondern erst einmal abwarten. Du hast ja gerade gestern noch einmal aufdosiert. Das muss man jetzt erst mal beobachten.
Sollte es sich weiter zuspitzen, kannst du die Aufdosierung vom 14.1. rückgängig machen, aber etwas Anderes würde ich jetzt nicht tun, sondern wirklich erst einmal abwarten.

Noch ein letzter Satz. Auch wenn wir Cyamemazine hier nicht kennen, weil es in Deutschland nicht zugelassen ist, heißt das nicht, dass du dich hier als "Sonderling" fühlen musst.
Wir sagen beim Entzug immer "Kennt man eines, kennt man alle".
Die Stoffe mögen unterschiedliche Wirkspektren haben, beim Entzug fühlt es sich für jeden gleich schlimm an und die Symptomatiken ähneln sich extrem; lies also auch gerne mal in unserer Rubrik "NL absetzen" mit.

Viele Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von Annazen »

Vielen Dank Jamie für deine Antwort und Erklärung,

Ok und kann sein dass so ein Crash kommt auch 6 Wochen später nach der Reduzierung ? Ich hatte direkt am 24.11 Entzugsymptome dann langsame Besserung und nach 14 Tagen die klassische psychische Welle mit Angst, Panikattaken, Horrorbilder usw. Kann sein dass es eine dritte Welle nach 6 Wochen gibt ?

Wenn ich dich richtige verstanden habe soll ich jetzt meine Dosierung bei 4,1 mg lassen und abwarten ?
Oder soll ich heute wieder die letzte Dosierung bei 3,9 einnehmen ?

Es geht mir seit Ende August richtig schlecht, Geduld hatte ich genug aber jetzt kann ich einfach nicht mehr. Deswegen dachte ich dass ich stufenweisen meine Dosierung finden soll, also Erhöhung von 5 % alle 7 Tage bis ich die richtige gefunden habe. Vielleicht ist es auch nicht korrekt so...

Ja Cyamemazine gibt es in Deutschland nicht aber die Entzugsymptome sind die gleiche, egal was man für Neeuroleptikum nimmt

liebe Grüße, Anne
- 1998-2020 : tägliche Einahme vom Bromazepam zum Schlafen und runterkommen. Am Anfang 3 mg, am Ende 10 mg
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- 21.01.2020-31.01.2020 : stationäre Entgiftung von Benzodiazepin in 9 Tage !!) und Tercian (plötzlich abgesetzt am Tag der Aufnahme !!). Mir wurde von allen Ärzten vesprochen dass ich 2 Wochen nach der Entgiftung topfit sein werde und wieder arbeiten können werde. 13 Monate später kann ich immer noch nicht meine Wohnung verlassen...
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- 18.05.2020 : trimipramin auf 66 mg reduziert
- 10.06.2020 bis heute : trimipramin auf 63 mg reduziert
und bis heute nicht mehr reduziert
- 28.06.2020 : Tercian auf ca.8,5 mg reduziert, Entzugsymptomen (am meistens Angstsymptomen) nach 2 Wochen komplett weg
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- 4.09 : die nächste Reduzierung auf ca. 5,5 mg weil ich nicht gewusst habe dass ich mind. 4 Wochen warten soll. Unerträgliche Entzugsymptomen.
- 22.09 : Erhöhung auf ca. 6 mg
- 19.10 : habe ich gemerkt dass die Spritze sehr ungenau ist (ganze viele Medikament war ausserhalb der Spritze weil ich sie nicht sauber gemacht habe. Das hatte ich auch eingenommen). Ich habe dann immer die Spritze sauber gemacht aber dann war ich wahrscheinlich nur noch bei 4,5 mg : natürlich noch Verschlimmerung den Symptomen
- 23.11 : habe ich gemerkt dass die Spritze undicht ist (Rückfluss nach oben beim Draufdrücken) und dass ich jeden Tag eine andere Dosierung habe. Dann habe ich mir eine 0,1 mg Laborwage gekauft und seitdem wiege ich jeden Tag meine Tropfen : Ich war dann bei 3,7 mg ...Nochmal heftigeren Entzug gehabt.
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Ich bin Französin und mein Deutsch ist nicht perfekt, also Entschuldigung für die Grammatikfehler....
padma
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Re: Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von padma »

hallo Anne, :)

ich bin zwar nicht Jamie :) , aber antworte dir mal.
Kann sein dass es eine dritte Welle nach 6 Wochen gibt ?
Ja, das kann durchaus sein. Entzugssymptome treten oft zeitverzögert auf. Bei einem durch den Entzug gereizten ZNS können zudem ohne erkennbaren Anlaß Symptomwellen auftreten.
Wenn ich dich richtige verstanden habe soll ich jetzt meine Dosierung bei 4,1 mg lassen und abwarten ?
Oder soll ich heute wieder die letzte Dosierung bei 3,9 einnehmen ?
Das würde ich von deinem Befinden abhängig machen. Wenn es dir seit der Erhöhung deutlich schlechter geht, würde ich auf die 3,9 mg zurück gehen.

Jede Dosisveränderung, ob rauf oder runter ist eine Belastung für das ZNS. Der Abstand von nur 7 Tagen zwischen den Erhöhungen war sehr kurz, da ist es schwierig für das ZNS sich anzupassen.
Deswegen dachte ich dass ich stufenweisen meine Dosierung finden soll, also Erhöhung von 5 % alle 7 Tage bis ich die richtige gefunden habe. Vielleicht ist es auch nicht korrekt so...
Das ist im Prinzip korrekt, nur der Abstand von 7 Tagen ist sehr kurz bemessen. Ich würde daher jetzt möglichst etwas länger auf einer Dosis bleiben.

liebe Grüsse,
padma
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Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
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Annazen
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Re: Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von Annazen »

Danke Panda für deine Nachricht.

Ich habe leider heute schon mein 4,1 mg genommen. Das ist dann schon der zweite tag.
Ist wahrscheinlich nicht ideal morgen nochmal zu ändern oder ?
Ok dann werde ich länger warten und nicht nur 7 Tage.

Viele Grüße, Anne
- 1998-2020 : tägliche Einahme vom Bromazepam zum Schlafen und runterkommen. Am Anfang 3 mg, am Ende 10 mg
- 2008 bis jetzt : Neuroleptikum : Tercian ca 10 mg täglich genommen bei Schlafstörung
- 21.01.2020-31.01.2020 : stationäre Entgiftung von Benzodiazepin in 9 Tage !!) und Tercian (plötzlich abgesetzt am Tag der Aufnahme !!). Mir wurde von allen Ärzten vesprochen dass ich 2 Wochen nach der Entgiftung topfit sein werde und wieder arbeiten können werde. 13 Monate später kann ich immer noch nicht meine Wohnung verlassen...
- 21.01.2020 bis heute : Trimipramin 75 wurde mir in der Psychiatrie gegeben um den Benzoentzug zu unterstützen
- 11.02.2020 : Trimipramin reduziert auf 69 mg wegen Nebenwirkung
- 25.02.2020 : Wiedereinnahme von Tercian (ca. 10 mg ich hatte mein Neuroleptikum grob mit der Spritze dosiert und deswegen kenne ich leider die genau Dosierung nicht)
- 18.05.2020 : trimipramin auf 66 mg reduziert
- 10.06.2020 bis heute : trimipramin auf 63 mg reduziert
und bis heute nicht mehr reduziert
- 28.06.2020 : Tercian auf ca.8,5 mg reduziert, Entzugsymptomen (am meistens Angstsymptomen) nach 2 Wochen komplett weg
- 28.07 : reduziert auf ca.7,5 mg Entzugsymptomen nach 4 Wochen weniger aber noch nicht ganz weg
- 28.08 : keine Info von meinem Psychiater bekommen wie man ein Neuroleptikum reduziert. Reduzierung auf ca. 6,5 mg dann ging es richtig los mit sehr heftigen Entzugsymptomen
- 4.09 : die nächste Reduzierung auf ca. 5,5 mg weil ich nicht gewusst habe dass ich mind. 4 Wochen warten soll. Unerträgliche Entzugsymptomen.
- 22.09 : Erhöhung auf ca. 6 mg
- 19.10 : habe ich gemerkt dass die Spritze sehr ungenau ist (ganze viele Medikament war ausserhalb der Spritze weil ich sie nicht sauber gemacht habe. Das hatte ich auch eingenommen). Ich habe dann immer die Spritze sauber gemacht aber dann war ich wahrscheinlich nur noch bei 4,5 mg : natürlich noch Verschlimmerung den Symptomen
- 23.11 : habe ich gemerkt dass die Spritze undicht ist (Rückfluss nach oben beim Draufdrücken) und dass ich jeden Tag eine andere Dosierung habe. Dann habe ich mir eine 0,1 mg Laborwage gekauft und seitdem wiege ich jeden Tag meine Tropfen : Ich war dann bei 3,7 mg ...Nochmal heftigeren Entzug gehabt.
- von 23.11 bis zum 5.01 die gleiche Dosierung : 3,7 mg genommen, die perfekt gemessen war.
- am 5.01. 2021 : ohne irgendwelche Änderung an meine Dosierung heftige Symptome haben wieder angefangen ohne Grund. Ich lag nur noch im Bett, könnte nicht mehr aufstehen, sitzen oder essen
- am 07.01 : Erhöhung von 5 % also bei 3,9 mg, sehr leichte Besserung gemerkt
- am 14.01 : Erhöhung von 5 % auf 4,1 mg

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Re: Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von padma »

hallo Anne, :)

dann würde ich auf den 4,1 mg bleiben. Das ist jetzt auch kein Beinbruch, die Erhöhung war ja nicht so groß.
Gönn dir Ruhe so viel wie möglich.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von Annazen »

Danke Padma für deine Nachricht....

mal schauen wie es mir morgen geht

gute Nacht, liebe Grüße, Anne
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- 10.06.2020 bis heute : trimipramin auf 63 mg reduziert
und bis heute nicht mehr reduziert
- 28.06.2020 : Tercian auf ca.8,5 mg reduziert, Entzugsymptomen (am meistens Angstsymptomen) nach 2 Wochen komplett weg
- 28.07 : reduziert auf ca.7,5 mg Entzugsymptomen nach 4 Wochen weniger aber noch nicht ganz weg
- 28.08 : keine Info von meinem Psychiater bekommen wie man ein Neuroleptikum reduziert. Reduzierung auf ca. 6,5 mg dann ging es richtig los mit sehr heftigen Entzugsymptomen
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- 23.11 : habe ich gemerkt dass die Spritze undicht ist (Rückfluss nach oben beim Draufdrücken) und dass ich jeden Tag eine andere Dosierung habe. Dann habe ich mir eine 0,1 mg Laborwage gekauft und seitdem wiege ich jeden Tag meine Tropfen : Ich war dann bei 3,7 mg ...Nochmal heftigeren Entzug gehabt.
- von 23.11 bis zum 5.01 die gleiche Dosierung : 3,7 mg genommen, die perfekt gemessen war.
- am 5.01. 2021 : ohne irgendwelche Änderung an meine Dosierung heftige Symptome haben wieder angefangen ohne Grund. Ich lag nur noch im Bett, könnte nicht mehr aufstehen, sitzen oder essen
- am 07.01 : Erhöhung von 5 % also bei 3,9 mg, sehr leichte Besserung gemerkt
- am 14.01 : Erhöhung von 5 % auf 4,1 mg

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Re: Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von Jamie »

Hallo Annazen, :)

ich drücke dir die Daumen, dass du dich langsam fängst.
Es ist jetzt leider wirklich eins gefragt: Geduld und Tag für Tag neu angehen! :schnecke:

Wenn dich das Lesen hier im Forum nicht zu sehr belastet, dann schau mal bei deinen Mitleidensgenossen/Innen rein; du wirst sehen, wie viele das Selbe durchmachen wie du, egal ob jetzt NL, AD oder Benzos.
Und bekanntlich fühlt man sich zusammen weniger allein.

Ich wollte dich noch drauf aufmerksam machen, dass wir einen Danke-Button hier haben.
Das ist, wenn du dir einen Beitrag ansiehst und dafür danke sagen willst, rechts oben im Beitrag in einer Leiste der "Daumen hoch" Button :).


Viele Grüße
Jamie
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Re: Annazen: Hilfe bei Reduzierung von NL (Cyamemazine)

Beitrag von Annazen »

Hallo alle hier....

Danke Jamie für deine Nachricht.

Ich bin sehr froh dass ich dieses Forum endlich gefunden habe und wenn ich sehe dass es andere Leute gibt die die gleiche Symptomatik als ich haben.

Ich bin leider seit 5 Monaten ganz alleine mit meinen Entzugsprobleme. Mein Psychiater hört nicht zu, versteht nicht was ich erzähle und so habe ich gar keine Begleitung in dieser schwierigen Situation.
Ich habe eine Wochenlang mehrere Stunden am Tag versucht jemanden in Berlin zu finden der mich begleiten kann aber bis jetzt leider niemanden gefunden der sich mit Reduzieren /Absetzen von Psychopharmaka auskennt.

Vielleicht kennt jemand in Berlin der mich unterstützen könnte...

Vielen Dank,

Liebe Grüße, Annazen
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- 21.01.2020-31.01.2020 : stationäre Entgiftung von Benzodiazepin in 9 Tage !!) und Tercian (plötzlich abgesetzt am Tag der Aufnahme !!). Mir wurde von allen Ärzten vesprochen dass ich 2 Wochen nach der Entgiftung topfit sein werde und wieder arbeiten können werde. 13 Monate später kann ich immer noch nicht meine Wohnung verlassen...
- 21.01.2020 bis heute : Trimipramin 75 wurde mir in der Psychiatrie gegeben um den Benzoentzug zu unterstützen
- 11.02.2020 : Trimipramin reduziert auf 69 mg wegen Nebenwirkung
- 25.02.2020 : Wiedereinnahme von Tercian (ca. 10 mg ich hatte mein Neuroleptikum grob mit der Spritze dosiert und deswegen kenne ich leider die genau Dosierung nicht)
- 18.05.2020 : trimipramin auf 66 mg reduziert
- 10.06.2020 bis heute : trimipramin auf 63 mg reduziert
und bis heute nicht mehr reduziert
- 28.06.2020 : Tercian auf ca.8,5 mg reduziert, Entzugsymptomen (am meistens Angstsymptomen) nach 2 Wochen komplett weg
- 28.07 : reduziert auf ca.7,5 mg Entzugsymptomen nach 4 Wochen weniger aber noch nicht ganz weg
- 28.08 : keine Info von meinem Psychiater bekommen wie man ein Neuroleptikum reduziert. Reduzierung auf ca. 6,5 mg dann ging es richtig los mit sehr heftigen Entzugsymptomen
- 4.09 : die nächste Reduzierung auf ca. 5,5 mg weil ich nicht gewusst habe dass ich mind. 4 Wochen warten soll. Unerträgliche Entzugsymptomen.
- 22.09 : Erhöhung auf ca. 6 mg
- 19.10 : habe ich gemerkt dass die Spritze sehr ungenau ist (ganze viele Medikament war ausserhalb der Spritze weil ich sie nicht sauber gemacht habe. Das hatte ich auch eingenommen). Ich habe dann immer die Spritze sauber gemacht aber dann war ich wahrscheinlich nur noch bei 4,5 mg : natürlich noch Verschlimmerung den Symptomen
- 23.11 : habe ich gemerkt dass die Spritze undicht ist (Rückfluss nach oben beim Draufdrücken) und dass ich jeden Tag eine andere Dosierung habe. Dann habe ich mir eine 0,1 mg Laborwage gekauft und seitdem wiege ich jeden Tag meine Tropfen : Ich war dann bei 3,7 mg ...Nochmal heftigeren Entzug gehabt.
- von 23.11 bis zum 5.01 die gleiche Dosierung : 3,7 mg genommen, die perfekt gemessen war.
- am 5.01. 2021 : ohne irgendwelche Änderung an meine Dosierung heftige Symptome haben wieder angefangen ohne Grund. Ich lag nur noch im Bett, könnte nicht mehr aufstehen, sitzen oder essen
- am 07.01 : Erhöhung von 5 % also bei 3,9 mg, sehr leichte Besserung gemerkt
- am 14.01 : Erhöhung von 5 % auf 4,1 mg

Ich bin Französin und mein Deutsch ist nicht perfekt, also Entschuldigung für die Grammatikfehler....
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