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Austriangirl93: Vorstellung (Probleme mit Olanzapin, Quetiapin, Lorazepam und Risperidon)

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Austriangirl93: Vorstellung (Probleme mit Olanzapin, Quetiapin, Lorazepam und Risperidon)

Beitrag von Austriangirl93 »

Hallo zusammen

Ich lese seit einiger Zeit hier mit und möchte mich nun endlich vorstellen.

2015 habe ich mit einer Freundin (damals war ich 21) einen Drink in einer Bar getrunken. Zuvor hatte ich eine Woche Johanniskraut eingenommen. Ich kann nicht klar sagen, ob mit dem Drink alles OK war (war ein selbstgemachter Alkohol in einer zwielichtigen Bar), oder ob es die Kombination von Johanniskraut und Alkohol war, jedenfalls hat sich eine halbe Stunde nach dem Drink alles angefangen zu drehen - wie ich das noch nie nach Alkohol erlebt hatte. Es folgten ein schlafloses Wochenende, ich fühlte mich von dem Drink vergiftet. In der Notaufnahme nahm man mich leider nicht ernst, so dass ich schlussendlich in einer psychiatrischen Klinik landete.
Darauf folgte die traurige Geschichte die leider hier viele kennen: Ich wurde zuerst mit Zyprexa behandelt, was mich erst recht in einen abnormalen Zustand brachte (Realität fühlte sich an wie in einem Computerspiel). Danach Seroquel 50mg und Temesta was mich beruhigte und endlich meinen Schlaf zurückbrachte. Doch anstatt so fortzufahren erhöhte der Psychiater ohne Begründung die Medikation auf 300mg Seroquel PLUS 2mg Risperdal am Tag. Darunter fühlte ich mich ständig fiebrig, komplett ausgeknockt, ohnmächtig.
Das Schlimmste aber war, dass ich richtig merkte wie mein Kopf (und Körper) unter diesen Medikamenten kaputt ging.
Zuletzt geändert von Straycat am 12.05.2021 09:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Straycat
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Re: Austriangirl93: Vorstellung (Probleme mit Olanzapin, Quetiapin, Lorazepam und Risperidon)

Beitrag von Straycat »

Hallo Austriangirl,

willkommen im ADFD.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was dein genaues Anliegen ist.
Das ADFD ist ein Selbsthilfe-Forum, in dem wir uns gegenseitig beim Reduzieren und Absetzen von Psychopharmaka (PP) unterstützen.
Nimmst du derzeit noch ein PP, das du reduzieren/absetzen möchtest?

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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Re: Austriangirl93: Vorstellung (Probleme mit Olanzapin, Quetiapin, Lorazepam und Risperidon)

Beitrag von Austriangirl93 »

Hallo Cat

Danke für deine Nachricht. Ich nehme keine Medikamente mehr ein, ich leide aber immer noch unter den Nebenwirkungen der Einnahme/bin noch am erholen und heilen davon.

Ich erhoffe mir Hilfe beim Umgang damit. Vielleicht hat jemand gute Tipps wie man sich besser davon erholen kann?

Leider fühle ich mich noch nicht wie früher/warte darauf dass mein 'Ich-Gefühl' zurück kommt.

Ich kann gerne meine Vorstellung noch abschliessen (hatte Angst dass der lange Text den ich am Handy geschrieben habe sich aus Versehen löscht) und eine Signatur anlegen.

Liebe Grüsse
Austriangirl
HSP
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Re: Austriangirl93: Vorstellung (Probleme mit Olanzapin, Quetiapin, Lorazepam und Risperidon)

Beitrag von HSP »

Hallo Austraingirl,

ich möchte dir deine Hoffnungen nicht nehmen, aber Psychopharmaka - und das sagt ja eigentlich schon der Name - verändern einen grundlegend. Diese "Mittelchen" greifen nun mal massiv in den Hirnstoffwechsel ein und nehmen Veränderungen vor, die auch auf deine Persönlichkeit wirken. Ebenso wirkt auch die Erfahrung, die du gemacht hast und auch irgendwie in deinem Gehirn abgespeichert ist. Es gibt zwar den Vorgang der Neuroplastizität, der einige Veränderungen rückgängig macht, jedoch lernt dein Gerhirn sich ebenfalls auch auf Traumen anzupassen.

Ich bin nun bei 0,5mg Olanzapin angelangt und habe immer irgendwie gehofft, dass ich wieder wie vorher werde. Das funktioniert aber -so- nicht. Lerne viel mehr zu akzeptieren, DAS ist nun DEINE Erfahrung und sie wird dich ein Leben lang begleiten, ob du es willst oder auch nicht ;)
Es fällt mir manchmal ebenso schwer und ich trauere meinem alten -ICH- nach, fühle mich in einigen Dingen, gerade was das Soziale angeht, mehr gehandicapt, trotzdem ist es besser, zu lernen, damit umzugehen, als ewig zu hoffen. Bei letzterem verschenkst du nur deine Zeit und die Möglichkeit, den Moment zu genießen. Mir persönlich fällt es auch nicht leicht, es immer anzunehmen, aber nicht alle Tage sind besch...

Wenn du aber Tips zu Erholung haben willst, dann lerne dich abzugrenzen. Nimm dir Ruhephasen, wenn du sie brauchst. Ernähre dich gesund, geh raus, triff Menschen, lenk dich ab und treibe sport, so viel deine Motivation zulässt.

Ich habe den Fehler gemacht und mich zu sehr in das Thema Krankheit reingesteigert, das geht so weit, dass ich viele meiner Persönlichkeitszüge als krankhaft ansehe, bspw. ziehe ich mich zurück, deute ich es als ein "Negativsymptom", dass ich aber schon VOR dem Ausbruch, gern für mich war, vergesse ich dabei. Das geht aber auch in viele Richtungen so weiter, glaub mir, es hilft einem nicht (immer). Für einige Dinge gibt es keine Erklärung, was mein nächster Tip wäre: Beschäftige dich mit positiven Dingen! Oder versuche es...

Ich wünsche dir alles Gute.
03.03.2019 bis 20.03.2019 Klinik
Tavor 1mg 1-1-1-1
Olanzapin 5mg 1-0-3-0
Metropolol 23,75-0-23,75-0

21.03.2019 kalt abgesetzt bis 02.05. (RÜCKFALL, erneuter Klinikbesuch)

02.05.2019 - 11.05.2019 15mg Olanzapin
12.05.2019 - 13.05.2019 13,5mg Olanzapin
14.05.2019 - 27.05.2019 10mg Olanzapin
28.05.2019 - 07.06.2019 8,75mg Olanzapin
08.06.2019 - 17.06.2019 7,5mg Olanzapin (erste Lichtblicke, teilweise wieder Aktivität möglich)
18.06.2019 - 26.06.2019 6,25mg Olanzapin (teilweise unruhiger Schlaf)
27.06.2019 - 05.07.2019 5mg Olanzapin (normaler Schlaf)
06.07.2019 3,75mg Olanzapin (Gedanken kreisen / schlechter Schlaf)
07.07.2019 - 13.07.2019 5mg Olanzapin (gedrückte Stimmung)
14.07.2019 - 16.07.2019 3,75mg Olanzapin (RÜCKFALL/PSYCHOSE)
17.07.2019 - 24.07.2019 10mg Olanzapin (Meine Wunschdosierung in der Klinik)
25.07.2019 - 30.07.2019 8,75mg Olanzapin
31.07.2019 - 17.08.2019 7,5mg Olanzapin
18.08.2019 - 28.08.2019 6,75mg Olanzapin
29.08.2019 - 09.09.2019 6mg Olanzapin
10.09.2019 - 25.09.2019 5mg Olanzapin
26.09.2019 - 09.10.2019 4,5mg Olanzapin
10.10.2019 - 21.10.2019 3,75mg Olanzapin
22.10.2019 - 03.11.2019 3,375mg Olanzapin
04.11.2019 - 11.12.2019 3mg Olanzapin
12.12.2019 - 01.01.2020 2,75mg Olanzapin
02.01.2020 - 05.01.2020 2,5mg Olanzapin
06.01.2020 - 21.01.2020 2,75mg Olanzapin
22.01.2020 - 28.01.2020 3mg Olanzapin
29.01.2020 - 03.02.2020 2,75mg Olanzapin
04.02.2020 - 01.03.2020 2,5mg Olanzapin
02.03.2020 - 21.03.2020 2,25mg Olanzapin
22.03.2020 - 31.03.2020 2,125mg Olanzapin
01.04.2020 - 16.04.2020 2mg Olanzapin
17.04.2020 - 20.04.2020 1,875mg Olanzapin
21.04.2020 - 05.05.2020 2mg Olanzapin
06.05.2020 - 19.05.2020 1,8mg Olanzapin
20.05.2020 - 02.06.2020 1,7mg Olanzapin
03.06.2020 - 16.06.2020 1,6mg Olanzapin
17.06.2020 - 06.07.2020 1,5mg Olanzapin
07.07.2020 - 27.07.2020 1,4mg Olanzapin
28.07.2020 - 24.08.2020 1,25mg Olanzapin
25.08.2020 - 11.09.2020 1,175mg Olanzapin
12.09.2020 - 25.09.2020 1,1mg Olanzapin
26.09.2020 - 09.10.2020 1mg Olanzapin
10.10.2020 - 06.11.2020 0,9mg Olanzapin
07.11.2020 - 10.11.2020 0,85mg Olanzapin
11.11.2020 - 04.12.2020 0,8mg Olanzapin
05.12.2020 - heute 0,75mg Olanzapin
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Re: Austriangirl93: Vorstellung (Probleme mit Olanzapin, Quetiapin, Lorazepam und Risperidon)

Beitrag von Straycat »

Hallo Austriangirl,

danke für deine Antwort. Betroffene, die im Langzeitentzug von Psychopharmaka (PP) stecken, finden hier viele Threads zum Umgang mit Entzugssymptomen. Du kannst ja gerne mal etwas stöbern.

Ich stelle dir noch unseren Begrüßungstext ein. Darin sind auch viele wichtige Grundlageninfos enthalten und oft versteht man dann einiges besser und kann es besser einordnen (mir hat das sehr geholfen):

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen und Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
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Re: Austriangirl93: Vorstellung (Probleme mit Olanzapin, Quetiapin, Lorazepam und Risperidon)

Beitrag von Austriangirl93 »

HSP hat geschrieben: 12.05.2021 16:20 Hallo Austraingirl,

ich möchte dir deine Hoffnungen nicht nehmen, aber Psychopharmaka - und das sagt ja eigentlich schon der Name - verändern einen grundlegend. Diese "Mittelchen" greifen nun mal massiv in den Hirnstoffwechsel ein und nehmen Veränderungen vor, die auch auf deine Persönlichkeit wirken. Ebenso wirkt auch die Erfahrung, die du gemacht hast und auch irgendwie in deinem Gehirn abgespeichert ist. Es gibt zwar den Vorgang der Neuroplastizität, der einige Veränderungen rückgängig macht, jedoch lernt dein Gerhirn sich ebenfalls auch auf Traumen anzupassen.

Ich bin nun bei 0,5mg Olanzapin angelangt und habe immer irgendwie gehofft, dass ich wieder wie vorher werde. Das funktioniert aber -so- nicht. Lerne viel mehr zu akzeptieren, DAS ist nun DEINE Erfahrung und sie wird dich ein Leben lang begleiten, ob du es willst oder auch nicht ;)
Es fällt mir manchmal ebenso schwer und ich trauere meinem alten -ICH- nach, fühle mich in einigen Dingen, gerade was das Soziale angeht, mehr gehandicapt, trotzdem ist es besser, zu lernen, damit umzugehen, als ewig zu hoffen. Bei letzterem verschenkst du nur deine Zeit und die Möglichkeit, den Moment zu genießen. Mir persönlich fällt es auch nicht leicht, es immer anzunehmen, aber nicht alle Tage sind besch...

Wenn du aber Tips zu Erholung haben willst, dann lerne dich abzugrenzen. Nimm dir Ruhephasen, wenn du sie brauchst. Ernähre dich gesund, geh raus, triff Menschen, lenk dich ab und treibe sport, so viel deine Motivation zulässt.

Ich habe den Fehler gemacht und mich zu sehr in das Thema Krankheit reingesteigert, das geht so weit, dass ich viele meiner Persönlichkeitszüge als krankhaft ansehe, bspw. ziehe ich mich zurück, deute ich es als ein "Negativsymptom", dass ich aber schon VOR dem Ausbruch, gern für mich war, vergesse ich dabei. Das geht aber auch in viele Richtungen so weiter, glaub mir, es hilft einem nicht (immer). Für einige Dinge gibt es keine Erklärung, was mein nächster Tip wäre: Beschäftige dich mit positiven Dingen! Oder versuche es...

Ich wünsche dir alles Gute.
Hallo HSP

Danke für deine Nachricht. Du hast Recht man sollte den Moment geniessen :wink:

Ich kann teilweise nachvollziehen was du schreibst. Vor allem anfangs während der Heilung, wenn die Zukunft noch ungewiss ist.
Bei mir ist einiges nach dem kompletten Absetzen zurückgekommen, es brauchte aber Geduld. Ich werde trotzdem weiter daran arbeiten! Ich habe auch auf 'surviving antidepressants' einige Erfolgsgeschichten dazu gelesen.
Sind bei dir auch Sachen wieder zurückgekommen?

Gratulation zum Absetzen bisher! Bald hast du es geschafft :)

Es tut mir leid dass du dir selber Druck mit diesen 'Definitionen' machst - ich zweifle diese stark an. Diese 'Diagnosen' sind ja alle nur erfunden. Jeder Mensch ist für mich wunderbar so wie er ist. Die Menschen die ich in der Klinik angetroffen hatte, waren eigentlich eher sogar besonders empathisch und freundlich.

Ich finde du kannst sehr stolz auf dich sein dass du das alles geschafft hast. Du scheinst ein lebensfreudiger Mensch zu sein wenn du wie du sagst zur Erkenntnis gekommen bist, dass man das Leben im Jetzt geniessen sollte.

Liebe Grüsse
Austriangirl
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Re: Austriangirl93: Vorstellung (Probleme mit Olanzapin, Quetiapin, Lorazepam und Risperidon)

Beitrag von Austriangirl93 »

Straycat hat geschrieben: 12.05.2021 17:06 Hallo Austriangirl,

danke für deine Antwort. Betroffene, die im Langzeitentzug von Psychopharmaka (PP) stecken, finden hier viele Threads zum Umgang mit Entzugssymptomen. Du kannst ja gerne mal etwas stöbern.

Ich stelle dir noch unseren Begrüßungstext ein. Darin sind auch viele wichtige Grundlageninfos enthalten und oft versteht man dann einiges besser und kann es besser einordnen (mir hat das sehr geholfen):

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen und Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

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Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
Hallo Cat

Vielen Dank für die Aufnahme, Infos und Hinweis zu den passenden Rubriken. Ich werde mir diese gerne durchlesen! Es ist wirklich schön, dass es dieses Forum gibt.

Schönen Abend und liebe Grüsse
Austriangirl
HSP
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Re: Austriangirl93: Vorstellung (Probleme mit Olanzapin, Quetiapin, Lorazepam und Risperidon)

Beitrag von HSP »

Ich kann teilweise nachvollziehen was du schreibst. Vor allem anfangs während der Heilung, wenn die Zukunft noch ungewiss ist.
Bei mir ist einiges nach dem kompletten Absetzen zurückgekommen, es brauchte aber Geduld. Ich werde trotzdem weiter daran arbeiten! Ich habe auch auf 'surviving antidepressants' einige Erfolgsgeschichten dazu gelesen.
Sind bei dir auch Sachen wieder zurückgekommen?
Hi,
es sind defintiv wieder viele meiner Züge zurückgekommen. Ich hatte immer viel Energie, das ist nun wieder da, an manchen Tagen auch weniger, aber selbst das ist ja "normal". Auch konnte ich bei gleicher Ernährung ordentlich Gewicht abnehmen und bin nun wieder bei meinem alten Gewicht, gefalle mir wieder "optisch" selber. Ich war immer sehr sportlich, das fällt mir ebenso leichter und auch gehe ich meinen Hobbies wieder mehr nach.

Auf der anderen Seite kommen aber auch die Unschönen Charakterzüge wieder mehr zum Vorschein, die Ungeduld z.B., ich bin auch wieder schneller genervt oder gereizt. Was sich für mich leider nicht so wirklich verändert hat, ist mein Rückzug vor Freunden, das liegt aber auch daran, dass viele dem Alkohol verfallen sind, oder nennen wir es lieber eine Partygemeinschaft. Manchmal trauere ich dem etwas hinterher, aber nur weil es einfach etwas sorgloser ist. Man geht feiern, und schießt sich einfach mal ab, jetzt ist es eher mit Sorgen verbunden. Der Absetzprozess ist nicht ganz ohne, eine Psychose sowieso nicht, sowas will man nicht nochmal erleben und dieser steinige Weg soll einfach nicht umsonst gewesen sein.

Das sind die Punkte im Leben, wo ich mich einfach gehandicapt fühle. Es verändert sich was, das Ganze macht etwas mit einem. Auch wenn es irgendwann nicht mehr zeitgemäß ist, häufig zu feiern, möchte man es doch gern einfach tun können, wenn man denn will.

Erfolgsgeschichten sind gut, geben einem Hoffnung, ich denke nur dass sich dieser Prozess bei vielen Menschen unterschiedlich gestaltet. Die Gene spielen da mMn eine entscheidene Rolle. Der eine kippt nach 3 Zigaretten um, der nächste raucht sein Leben lang und wird 99 Jahre alt. So verhält es sich auch bei den Medikamenten, kein Arzt kann dir sagen, was, wie bei dir wirkt, es ist ein Abwägen von Nebenwirkungen zu Wirkungen. Leider hält sich das Gerücht, der Prophylachse und das man dauerhaft hochdosiert seine Medi´s schlucken muss. Ich denke, da läuft unterbewusst vieles ab, man kann seine Depressionen nicht einfach mit Pillen bekämpfen, das wäre die einfachste Lösung und die wollen die meisten Menschen, ebenso wie die Abnehmpille. MAN MUSS SELBER ETWAS TUN, und wenn das bedeutet aufhören zu trinken, kiffen, etc.
Es tut mir leid dass du dir selber Druck mit diesen 'Definitionen' machst - ich zweifle diese stark an. Diese 'Diagnosen' sind ja alle nur erfunden. Jeder Mensch ist für mich wunderbar so wie er ist. Die Menschen die ich in der Klinik angetroffen hatte, waren eigentlich eher sogar besonders empathisch und freundlich.
Ja leider erkenne ich mich doch im Asperger bzw. Schizoiden Spektrum ein wenig wieder. Dieses Rückzugsbedürfnis halt und das ist eindeutig schlimmer geworden. Mich drückt der Gedanke ein wenig, dass man überhaupt den Verstand verlieren kann, auch wenn es nun länger her ist und es ähnlich wie bei dir einen identifizierbaren Auslöser gab. Aber du weisst selber, dass man diese Erfahrungen nicht einfach verdrängen kann.

Was mich leider wirklich ankotzt und das bestätigt deinen Fall auch, dass man immer so zugedröhnt wird. Meist sogar mehrere Medikamente. Ich meine man ist doch sowieso untergebracht, warum dann diese Art der Medikation, das ist zerstörerisch und es gibt hier genügend Beispiele im Forum, was es anrichten kann, das ist nicht einfach nur alles an den Haaren herbeigezogen, oder einfach gesagt auf eine "Krankheit" zurückzuführen.

Ja manchmal bin ich lebensfreudig, manchmal etwas weniger. Es schwankt seit den Medikamenten etwas. Ich weiß manchmal nicht was Symptom / Krankheit und was Medikamentenursache ist. 2 Jahre ist der Sch.. nun her und es sind defintiv ein paar Dinge anders geworden. Trotzdem arbeite ich voll und mit sehr wenig Ausfällen, was mich in meinem Weg ein wenig bestätigt. Danke also für die Gratulation :)
03.03.2019 bis 20.03.2019 Klinik
Tavor 1mg 1-1-1-1
Olanzapin 5mg 1-0-3-0
Metropolol 23,75-0-23,75-0

21.03.2019 kalt abgesetzt bis 02.05. (RÜCKFALL, erneuter Klinikbesuch)

02.05.2019 - 11.05.2019 15mg Olanzapin
12.05.2019 - 13.05.2019 13,5mg Olanzapin
14.05.2019 - 27.05.2019 10mg Olanzapin
28.05.2019 - 07.06.2019 8,75mg Olanzapin
08.06.2019 - 17.06.2019 7,5mg Olanzapin (erste Lichtblicke, teilweise wieder Aktivität möglich)
18.06.2019 - 26.06.2019 6,25mg Olanzapin (teilweise unruhiger Schlaf)
27.06.2019 - 05.07.2019 5mg Olanzapin (normaler Schlaf)
06.07.2019 3,75mg Olanzapin (Gedanken kreisen / schlechter Schlaf)
07.07.2019 - 13.07.2019 5mg Olanzapin (gedrückte Stimmung)
14.07.2019 - 16.07.2019 3,75mg Olanzapin (RÜCKFALL/PSYCHOSE)
17.07.2019 - 24.07.2019 10mg Olanzapin (Meine Wunschdosierung in der Klinik)
25.07.2019 - 30.07.2019 8,75mg Olanzapin
31.07.2019 - 17.08.2019 7,5mg Olanzapin
18.08.2019 - 28.08.2019 6,75mg Olanzapin
29.08.2019 - 09.09.2019 6mg Olanzapin
10.09.2019 - 25.09.2019 5mg Olanzapin
26.09.2019 - 09.10.2019 4,5mg Olanzapin
10.10.2019 - 21.10.2019 3,75mg Olanzapin
22.10.2019 - 03.11.2019 3,375mg Olanzapin
04.11.2019 - 11.12.2019 3mg Olanzapin
12.12.2019 - 01.01.2020 2,75mg Olanzapin
02.01.2020 - 05.01.2020 2,5mg Olanzapin
06.01.2020 - 21.01.2020 2,75mg Olanzapin
22.01.2020 - 28.01.2020 3mg Olanzapin
29.01.2020 - 03.02.2020 2,75mg Olanzapin
04.02.2020 - 01.03.2020 2,5mg Olanzapin
02.03.2020 - 21.03.2020 2,25mg Olanzapin
22.03.2020 - 31.03.2020 2,125mg Olanzapin
01.04.2020 - 16.04.2020 2mg Olanzapin
17.04.2020 - 20.04.2020 1,875mg Olanzapin
21.04.2020 - 05.05.2020 2mg Olanzapin
06.05.2020 - 19.05.2020 1,8mg Olanzapin
20.05.2020 - 02.06.2020 1,7mg Olanzapin
03.06.2020 - 16.06.2020 1,6mg Olanzapin
17.06.2020 - 06.07.2020 1,5mg Olanzapin
07.07.2020 - 27.07.2020 1,4mg Olanzapin
28.07.2020 - 24.08.2020 1,25mg Olanzapin
25.08.2020 - 11.09.2020 1,175mg Olanzapin
12.09.2020 - 25.09.2020 1,1mg Olanzapin
26.09.2020 - 09.10.2020 1mg Olanzapin
10.10.2020 - 06.11.2020 0,9mg Olanzapin
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Re: Austriangirl93: Vorstellung (Probleme mit Olanzapin, Quetiapin, Lorazepam und Risperidon)

Beitrag von Austriangirl93 »

Hi HSP :)

Schön! Das sind ja viele Sachen ;)
Auch die Ungeduld finde ich cool.

Ich verstehe dass du nicht mehr einfach sinnlos 'Party machen' möchtest. Ich habe auch das Bedürfnis nach viel mehr Tiefgang. Vielleicht muss man (neue) Freunde finden, die eine ähnliche Einstellung haben.
Dafür schätze ich nun andere Sachen viel mehr - ich gehe gerne lange in die Natur und schaue mir alles viel genauer an. Ich bin gern alleine, ich mag meine eigene Gesellschaft :D.

Aber vielleicht hilft es auch, gewisse Sachen einfach wieder zu tun? Vielleicht erinnert uns dass daran wer wir waren :) also zb einfach mal etwas Unbeschwertes mit Freunden zu unternehmen.

Ich glaube schon, dass Menschen unterschiedlich reagieren ABER ca. 99% unserer DNA ist ja gleich, d.h. es sollte eigentlich für jeden möglich sein sich von den Psychopharmaka zu erholen.

Denkst du denn dass du vorher schon auf dem Aspergerspektrum lagst (was ja nichts Schlimmes wäre)? Das Zyprexa macht aber auch sehr rational und gefühlsarm. Es könnte dadurch verstärkt worden sein oder?

Weil ich die Krise ganz klar auf die Einnahme des Drinks zurückführen kann, empfinde ich das Erlebnis als okay. Es hat mir auch viele Sachen in meinen Leben aufgezeigt, die ich ändern musste insofern denke ich es ist eine natürliche menschliche Reaktion.
Was macht dir daran Angst? Gab es auch gute Seiten?

Ich hoffe auch das bald ein Systemwandel statt findet und die Psychiater umdenken. Ich führe meine 'Downs' auf diese Psychopharmaka zurück, bin aber postiv eingestellt dass das immer mehr heilen und verschwinden wird :)
Vieles ist schon sehr viel besser geworden und hat sich gut entwickelt.

Liebe Grüsse
Austriangirl
HSP
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Re: Austriangirl93: Vorstellung (Probleme mit Olanzapin, Quetiapin, Lorazepam und Risperidon)

Beitrag von HSP »

Denkst du denn dass du vorher schon auf dem Aspergerspektrum lagst (was ja nichts Schlimmes wäre)? Das Zyprexa macht aber auch sehr rational und gefühlsarm. Es könnte dadurch verstärkt worden sein oder?
Ich denke entweder Schizoid oder Asperger, es gibt da ganz schöne Videos von Weltenseele bei Youtube, die es ganz gut beschreiben. Ich finde es schwierig zu definieren, dieses Rückzugsbedürfnis hatte ich schon immer, aber entgegen dieser "Krankheits"Bilder hatte ich auch viele Beziehungen und war eben auch viel mit anderen Menschen unterwegs, was dafür eher untypisch ist. Seit 2 Jahren habe ich mich aber von vielen sehr zurückgezogen, nicht von allen, ich denke Corona spielt da auch noch eine Rolle. Ehrlich gesagt kam mir das alles eher sehr gelegen, weil ich sowieso nicht so funktioniert habe, da ist Corona die bessere Ausrede...

Ja hast recht, das Zyprexa macht ebenso gefühlsarm, nur denke ich, dass ich mittlerweile so weit "runterdosiert" bin, dass sich diese Züge doch auch langsam mal geben müssen, oder es ist einfach ein, man hat sich an seine Situation - auch durch Corona - gewöhnt und folgt nun diesem Trott.
Einige Dinge sind einfach anders, ich mag es nicht mehr unter vielen Menschen zu sein, eine Feier mit mehr als 5 Leuten bereitet mir Unbehagen, das war vorher nicht so, aber da hat man sich seine Unsicherheiten auch einfach weggetrunken.

2 Jahre nehme ich dieses sch... Zeug nun schon, das macht sicherlich was mit einem. Da fällt mir ein, ich war immer der Typ Sonnenanbeter, selbst die Sonne im heißesten Griechenlandurlaub hat mir keinen Brand verpasst. Letzte Woche war ich mal für 20min in der Sonne und gleich verbrannt. Auch das ist seit dem NL anders. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich das nochmal ändert, wenn ich auf Null bin, muss aber ganz ehrlich sagen, dass ich mir manchmal gar nicht mehr zutraue auf "Null" zu kommen...
Aber vielleicht hilft es auch, gewisse Sachen einfach wieder zu tun? Vielleicht erinnert uns dass daran wer wir waren :) also zb einfach mal etwas Unbeschwertes mit Freunden zu unternehmen.
Ganz sicher, vor einigen Wochen wieder ein Treffen mit Freunden gehabt und es tut doch gut...
Was macht dir daran Angst? Gab es auch gute Seiten?
Ich habe im gesamten mein Mindset geändert, habe beruflich Fuß fassen können, was vorher eher einer Irrfahrt glich. Mir macht es Angst, dass es einen Rückfall geben könnte, weil man die Veranlagung dazu hat, oder das Gefühl zu haben, nicht zwischen Realität und Traum unterscheiden zu können. Nicht schlafen können, bereitet mir ebenso Unbehagen, aber auch das ist schon besser geworden. Was sich auch ändert, man träumt wieder und ich denke, dass ist notwendig um seinen alltag zu verarbeiten. Man schläft defintiv wieder leichter und auch kürzer, vorher hatte man überhaupt nichts mehr vom Tag. Ich weiß wirklich nicht, wie Menschen damit klarkommen, Ewigkeiten eine Höchstdosis zu fahren. Laut Arzt hätte ich damals durchgehend 10mg nehmen sollen, sonst gäbe es keinen "Psychoseschutz", dass ich nun seit 2 Jahren eher niedrig dosiert bin und nicht passiert ist, wird dabei vergessen. Manchmal frage ich mich, wie es wohl wäre, wenn ich dabei geblieben wäre. Die Ärzte handeln zu sehr nach ihrem Handout und da muss man viel individueller schauen. Die meisten Menschen landen überhaupt erst in der Frührente, gerade WEIL sie ihre Medikamente nehmen. Ein Familienmitglied z.B. nimmt die Medikamente (AD) und ich sehe nicht wirklich Besserung. Es gibt immer noch depressive Episoden und schlimmer noch, andere fiese NW`s, leider wird da auf die "Götter in Weiß" vertraut, aber mir zeigt es, dass man selber etwas dafür tun muss und die nicht helfen, was sie versprechen. Es gibt leider keine Pille für die Lösung...Das wäre das Einfachste...

Du scheinst auf dem richtigen Weg, meiner scheint irgendwie noch nicht ganz vorbei. Schade, die Zeit zurückdrehen ist nicht, ich hätte einiges anders gemacht. LG
03.03.2019 bis 20.03.2019 Klinik
Tavor 1mg 1-1-1-1
Olanzapin 5mg 1-0-3-0
Metropolol 23,75-0-23,75-0

21.03.2019 kalt abgesetzt bis 02.05. (RÜCKFALL, erneuter Klinikbesuch)

02.05.2019 - 11.05.2019 15mg Olanzapin
12.05.2019 - 13.05.2019 13,5mg Olanzapin
14.05.2019 - 27.05.2019 10mg Olanzapin
28.05.2019 - 07.06.2019 8,75mg Olanzapin
08.06.2019 - 17.06.2019 7,5mg Olanzapin (erste Lichtblicke, teilweise wieder Aktivität möglich)
18.06.2019 - 26.06.2019 6,25mg Olanzapin (teilweise unruhiger Schlaf)
27.06.2019 - 05.07.2019 5mg Olanzapin (normaler Schlaf)
06.07.2019 3,75mg Olanzapin (Gedanken kreisen / schlechter Schlaf)
07.07.2019 - 13.07.2019 5mg Olanzapin (gedrückte Stimmung)
14.07.2019 - 16.07.2019 3,75mg Olanzapin (RÜCKFALL/PSYCHOSE)
17.07.2019 - 24.07.2019 10mg Olanzapin (Meine Wunschdosierung in der Klinik)
25.07.2019 - 30.07.2019 8,75mg Olanzapin
31.07.2019 - 17.08.2019 7,5mg Olanzapin
18.08.2019 - 28.08.2019 6,75mg Olanzapin
29.08.2019 - 09.09.2019 6mg Olanzapin
10.09.2019 - 25.09.2019 5mg Olanzapin
26.09.2019 - 09.10.2019 4,5mg Olanzapin
10.10.2019 - 21.10.2019 3,75mg Olanzapin
22.10.2019 - 03.11.2019 3,375mg Olanzapin
04.11.2019 - 11.12.2019 3mg Olanzapin
12.12.2019 - 01.01.2020 2,75mg Olanzapin
02.01.2020 - 05.01.2020 2,5mg Olanzapin
06.01.2020 - 21.01.2020 2,75mg Olanzapin
22.01.2020 - 28.01.2020 3mg Olanzapin
29.01.2020 - 03.02.2020 2,75mg Olanzapin
04.02.2020 - 01.03.2020 2,5mg Olanzapin
02.03.2020 - 21.03.2020 2,25mg Olanzapin
22.03.2020 - 31.03.2020 2,125mg Olanzapin
01.04.2020 - 16.04.2020 2mg Olanzapin
17.04.2020 - 20.04.2020 1,875mg Olanzapin
21.04.2020 - 05.05.2020 2mg Olanzapin
06.05.2020 - 19.05.2020 1,8mg Olanzapin
20.05.2020 - 02.06.2020 1,7mg Olanzapin
03.06.2020 - 16.06.2020 1,6mg Olanzapin
17.06.2020 - 06.07.2020 1,5mg Olanzapin
07.07.2020 - 27.07.2020 1,4mg Olanzapin
28.07.2020 - 24.08.2020 1,25mg Olanzapin
25.08.2020 - 11.09.2020 1,175mg Olanzapin
12.09.2020 - 25.09.2020 1,1mg Olanzapin
26.09.2020 - 09.10.2020 1mg Olanzapin
10.10.2020 - 06.11.2020 0,9mg Olanzapin
07.11.2020 - 10.11.2020 0,85mg Olanzapin
11.11.2020 - 04.12.2020 0,8mg Olanzapin
05.12.2020 - heute 0,75mg Olanzapin
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