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SchwarzWeiss
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Registriert: Freitag, 14.08.15, 21:18

Re: Seid Ihr Euch wirklich sicher?

Beitrag von SchwarzWeiss » Dienstag, 18.08.15, 15:47

Liebe Jamie,
ich möchte auch Dir wegen der Begutachtung antworten. Davor hat jeder Angst. Das kann gar nicht anders sein. Und das wissen auch die Gutachter. Das Einzige, was Du machen kannst, ist, gar nichts zu machen und einfach nur Du selbst sein in dem Gespräch. Es dauert im Normalfall eh viel zu lang, als dass man irgendetwas aufgesetztes so lange spielen könnte. Wozu auch.
Wobei ich Dich ganz genau verstehe. Spätestens im Wartezimmer vom Gutachter fällt mir gar nichts mehr ein, womit ich begründen könnte, warum ich nicht arbeiten kann. Aber darum ging es dann auch nie. Der Gutachter sieht einen ja zum ersten und meist auch zum letzten Mal, und soll sich innerhalb von 60 - 90 Minuten ein komplettes Bild machen.
Und der erwartet schonmal gar nichts. Der will nur hören, was Du auf seine Fragen antwortest.
Was ich Dir wünsche, ist einer, der sehr gut ist und von dem man sagen würde, boah, der sollte besser als Psychotherapeut arbeiten, so genial ist der. Davon hatte ich 2 von 3. :-) Und später dachte ich dann, wow, was ein Glück, dass er/sie _nicht_ als Psychotherapeut arbeitet, sondern als Gutachter.
Ich war auch zunächst auf 2 Jahre befristet berentet. Und bereits nach der 2. Begutachtung unbefristet. D.h. bis Beginn der Altersrente. Nur dieser fieser kleiner Nebensatz von wegen, vorbehaltlich einer weiteren Untersuchung.
Wahrscheinlich wird es die gar nicht geben. Aber irgendwie sitzt einem das doch im Nacken.
Ich drücke Dir jedenfalls alle Daumen wenn es soweit ist. Und mach Dich nicht verrückt. Selbst wenn Du an einen Vollidioten gerätst, kannst Du das immer noch anfechten.
:hug:

SchwarzWeiss
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Re: Seid Ihr Euch wirklich sicher?

Beitrag von SchwarzWeiss » Dienstag, 18.08.15, 15:57

Hallo Sommersprosse,

ja, das wär doch was. Wir alle hier, die wir dann ohne Medikamente sind, verabreden uns und gehen jedes Jahr gemeinsam stationär, wo wir dann zusammen sehr viel Spaß haben :pillowtalk: und allen Pfleger und Ärzte auf die Nerven gehen.

Nee, natürlich hast Du recht. Ist ja völliger Quatsch. Aber so ein Hirn kann sich einiges zusammenspinnen, gell?

Eben ging mir noch durch den Kopf, dass ich ja zumindest regelmäßig zur Psychiaterin muss, wegen der Anerkennung als Chronisch Kranke für die Krankenkasse. Für die Zuzahlungsbefreiung. HAHAHAHA habe dann ja gar keine Zuzahlungen mehr ;)

Lieben Gruß
Binka

SchwarzWeiss
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Re: Seid Ihr Euch wirklich sicher?

Beitrag von SchwarzWeiss » Freitag, 21.08.15, 14:37

Mir geht es jetzt seit Tagen extrem schlecht. Als wär es nicht ohnehin schon schlimm genug, steht heute auch noch ein "Abschied" an. Verlust, Trennung von einem lieben Menschen. Für mich das schlimmste, was es gibt, und auch nach Jahren an Therapie bleibt es für mich innen drin eine existenzielle Bedrohung.
Ob ich das mit Medikamenten besser schaffen würde? Ob das jetzt noch schlimmer ist, weil es in das Absetzen fällt?
Und sind es Absetzsymptome, die es verstärken, oder ist es die Grunderkrankung, die nun wieder in voller Blüte da ist, da ungedeckelt? Ja, ich habe das alles gelesen darüber, wie man das unterscheidet. Konnte das nur auf meinen Fall nicht wirklich gut anwenden und bin nach wie vor ziemlich ratlos.
Ich werde trotzdem durchhalten. Vielleicht kann ich es in einigen Monaten dann besser einordnen.
Mit etwas Glück erwische ich noch heute ein Telefongespräch mit meiner Betreuerin im GPZ. Ansonsten kommt ein langes blödes Wochenende ohne jegliche Hilfe. Mittlerweile besteht auch kein Kontakt mehr seitens meiner besten bzw. einzigen Freundin und meiner Brüder. Wobei ich bei denen so gut wie nie über _meine_ Probleme rede, sondern mir deren Sorgen anhöre.
Aber offensichtlich will keiner was mit mir zu tun haben, und das kann ja nur an mir liegen. Ich kann an mir arbeiten wie ein Ackergaul, im Endeffekt bin und bleib ich das Monster, das ich am Ausgangspunkt war, und das alle nur notgedrungen erdulden. Das Blöde daran ist, dass ich auf lange Strecken immer glaube, ich hätte mich geändert, alles wäre nun gut. Und dann kommt wieder einer und sagt, er hätte jetzt jahrelang Geduld gehabt und nun reicht's, ich solle mich aus seinem Leben verp***. Nach JAHREN, in denen man mich in Sicherheit gewiegt hat, kommt dann plötzlich, ich sei wieder die ganze Zeit untragbar gewesen.
Vermutlich habe ich auch eher eine Dissoziale Persönlichkeitsstörung. Wobei ich nicht weiß, ob man mit dieser Persönlichkeitsstörung tagelang heulen kann, weil ein Mensch, den man gern hatte, weg geht. Kann man damit überhaupt Menschen gern haben?

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