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Lisamarie
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 16.01.16, 19:39

Hallo timeout, schön das es sich in deinem Kalender immer mehr grünt. So kann man auch an schlechten Tagen sehen das es insgesamt aufwärts geht und sich daran hochziehen, wenn es mal nicht so gut läuft.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
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Timeout
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Timeout » Freitag, 22.01.16, 12:01

Hallo Petra , Hallo Foris,

hänge wieder voll in den Seilen, als hätte es die milde grün Phase in meinem Kalender nicht gegeben. Es ist jedes mal so heftig und sofort sind die Zweifel wieder da.

Gestern ging es schon abwärts aber ich konnte noch irgendwie durchhalten und mich am laufen halten. In der letzten Nacht trat dieses schreckliche Panikwachwerden wieder mehrmals auf. Gegen vier Uhr war die Nacht gänzlich gelaufen. Seit gestern begleiten mich auch wieder dieser unterschwellige Angst und Panik steigt oft in mir auf. Ich bin kraftlos, unsicher und verzweifelt.
Es kostet soviel Kraft auf diesem Weg zu bleiben. Es wäre schon sehr anstrengend, das alles auszuhalten, wenn ich die Garantie hätte, dass dies die richtige Entscheidung ist....aber diese immer wiederkehrenden Zweifel, machen es für mich zu einem immensen Kraftakt. Ich versuche weiter durchzuhalten, da ich schon so viele Wochen durchgestanden habe und meine "Zustände" noch unerträglicher waren als momentan....

Werde ich jemals wieder ein "normales" Leben haben? Unbeschwert Freude empfinden? Ziele haben und mich auf diese freuen?

:cry: :cry: :cry:

Liebe Grüße
Time....out

Lisamarie
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 22.01.16, 12:14

Hallo timeout, das tut mir leid das es dir im Moment so schlecht geht, also was wir wissen ist das die Genesung nicht linear verläuft, sondern in Wellen, mal gibt es ganz schlechte Zeiten wie du sie jetzt erlebst , mal gibt es grüne Zeiten, vielleicht tröstet dich der Gedanke das wir denken das das Gehirn in schlechten Phasen besonders heilt. Im Laufe der Zeit werden die Wellen flacher und es geht nicht mehr so bergauf und bergab. Aber es dauert halt seine Zeit bis das Gehirn sich erholt.

Und natürlich wirst du wieder ein normales Leben führen können, mit Freude und Zielen , auch wenn es noch dauert.
Lass den Kopf nicht hängen lg Petra
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Timeout
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Timeout » Freitag, 22.01.16, 12:50

Danke liebe Petra! Fühle mich so abgeschnitten von der Welt und halte es kaum aus, alleine zu sein. Gleichzeitig habe ich keine Kraft, vor die Türe zu gehen.

Ich hoffe, Du hast heute einen GUTEN TAG und kannst etwas die Sonne genießen!!!

Ich wünsche Dir einen schönen Tag!
Alles Liebe
Time
2010 Diagnose Depression

Citalopram ---keine Ahnung mehr wie es mir damit ging
Sept. 2010 Klinik (Reha)

Sertr*lin 150 mg + Seroq*el 50 mg
Nov. 2010 anhaltende Durchfälle, eine Woche Isolierung im Krankenhaus, kein Befund
Medikamente eigenmächtig abgesetzt, keine Diarrhoe mehr

Erneut Depression, Versuch der Wiedereindosierung, 150 mg Sertr*lin…ich dachte ich überlebe die Nacht nicht!!!

Seroq*el Retard --- ohne Wirkung
April 2011

Citalo*ram und Mirtaz*pin ---starke Gelenkschmerzen ---Ansage des Arzte---„Kann nicht von den Medis kommen!!!“
Mirta abgesetzt---keine Schmerzen mehr

Citalo*ram ohne Wirkung
Cipra*ex ohne Wirkung
Citalo*ram höher dosiert- ohne Wirkung
Selbst abgesetzt

August 2011 Seroq*el 50 mg

Dez. 2011 erneut Klinik
225 mg Venlafa*in + 100 mg Quetia*in

Bis 2015 ein Auf – und Ab mit Venla / ein einmaliger Absetzversuch ---über 6 Wochen ohne, dann wieder eindosiert!

Seit Mitte Juli 2015 ohne Venla und auf 25 mg Quetiapin (3 – 4 Monate rausdosiert)

Nov. 2015 ----- 50 mg Queti
April 2016------25 mg Queti

Mit Wasserlösungsmethode mg für mg bis 2018/19 runter dosiert ( 01/18= 4mg)

8 Monate auf Null
- massive Schlafstörungen
- Schmerzen (Diagnose Polyneuropathie= Empfehlung Lyrika)
- immer häufiger unkontrollierbare Muskelzuckungen

z.zt. 25 mg Quetiapin

Timeout
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Timeout » Samstag, 23.01.16, 19:20

Einen guten Abend Euch,

konnte mich wieder berappeln. Herje, mich pustet das jedes mal und immer wieder komplett um. Es fühlt sich immer wieder so an, als ....puhhhh, als würde es nicht vorbei gehen und einfach unaushaltbar. Mittlerweile müsste ich doch wissen, dass es vorbeigeht, in Wellen voran geht. Aber nein....jammer...jammer !!! Die Besserung läuft doch sehr ...kleinschrittig und zerrt an meinem ach so kurzen Geduldsfädelein :o Ich arbeite dran.

Leider bin ich weiterhin oft sehr schlapp und müde. Es wäre gut für mich, mehr unter Leuten zu sein, aktiv etwas zu unternehmen, aber dazu reicht meine Energie (welche???) nicht aus. Das Alleine...sein zerrt dann wieder an der Psyche....

Alles Gute an Euch tapferen

Time out

Lisamarie
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 23.01.16, 19:28

Hallo timeout, ich kenn das auch wenn man in einer Symthomewelle steckt verliert man schnell die Hoffnung. Und setzt dich bitte nicht unter Druck wenn du es zur Zeit nicht schaffst unter Leute zu gehen, dann sei nachsichtig mit dir, es macht ja auch keinen Spaß sich zu zwingen rauszugehen und dann unter Stress gerät und man sich dann auch noch Vorwürfe macht das man es nicht genießen konnte. Unsere Körper sind in einem sehr anstrengenden Prozess und der Körper verbraucht seine Kraft dafür den Entzug zu meistern, das ist Hochleistung. Was dir sicher gut tun würde jeden Tag eine kleine weile rauszugehen, auch wenn es nur einmal um den Block ist.
Lg Petra
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Leni
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Leni » Sonntag, 24.01.16, 8:34

Liebe Timeout,
Timeout hat geschrieben:Mittlerweile müsste ich doch wissen, dass es vorbeigeht, in Wellen voran geht.
Das dachte ich auch jedes Mal. Ich finde es immer noch unglaublich, wie schwer es mir gefallen ist, in den schlechten Zeiten die Hoffnung nicht aufzugeben. Selbst als ich wusste, dass das nur vorübergehend ist, fingen trotzdem wieder diese Zweifel an. Diese Symptome haben mein ganzes Ich, also Körper und Seele, bestimmt und es fühlte sich total "echt" an. Mir ist daran sehr deutlich klar geworden, wie sehr mein Denken, meine Stimmung, einfach alles von meinem gesundheitlichen Zustand abhängt. Und es kostete so wahnsinnig Kraft, gegen dieses Zustands-Denken anzukämpfen, als die Wellen noch heftig waren. Ich war immer der Meiung, dass ich mein Denken selbst bestimme und wenn ich bestimmte Gedanken habe, dann habe ich die, weil ich es gerade so als wichtig empfinde. Aber dem ist nicht immer so. Der Körper spricht da ein gewichtiges Wort mit. Ich dachte z.B. über bestimmte Themen während dieser Symptomwellen anders als wenn die Wellen vorbei waren. Das wiederum hat mich sehr nachdenklich gemacht.

Es ist nur verständlich, dass die Menschen, die diese Symptome zum ersten Mal erleben, dann so stark zweifeln, dass dies nur medikamenteninduziert sein soll.

Was diese Wellen betrifft, ich hatte das Gefühl, dass die Welle sich langsam aufbaut bis es dann zu einem Tag mit den heftigsten Symptomen kommt. Ab dem Tag danach war wieder Ruhe. Mir hat das geholfen, durchzuhalten. Ich war geduldiger, wenn ich wusste, so und so läuft das jetzt ab und dann ist wieder Ruhe.
Timeout hat geschrieben:Aber nein....jammer...jammer !!! Die Besserung läuft doch sehr ...kleinschrittig und zerrt an meinem ach so kurzen Geduldsfädelein Ich arbeite dran.
Das gelegentliche Jammern empfinde ich nachträglich als eine Art Medizin, die mir diese Wellen erträglicher gemacht hat. Mir persönlich hat es in bestimmten Momenten geholfen, diese elende Zeit zu überstehen. Das Nicht-Jammern hätte mich in diesen Momenten mehr Kraft gekostet. Ich denke, hier darfst du gern jammern, wenn es dir hilft. :sports:

LG Leni
Erfahrungen mit Cipralex

Hashimoto Thyreoiditis, Nebennierenschwäche, HPU, Viren, Schwermetalle, Kieferostitis - wieder gesund

Timeout
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Timeout » Sonntag, 24.01.16, 12:04

Hallo Ihr lieben,

wie tut das GUT, Eure Worte zu lesen!!! Danke Petra!!! Danke Leni!!!

Wenn ich dieses Forum nicht gefunden hätte, tja dann wäre ich längst wieder in einer Klinik gelandet und hätte erneut diverse Medis eindosiert!
Lisamarie hat geschrieben:es macht ja auch keinen Spaß sich zu zwingen rauszugehen und dann unter Stress gerät und man sich dann auch noch Vorwürfe macht das man es nicht genießen konnte
Ja da hast Du vollkommen recht, das ist immer sehr frustrierend. Oft schleppe mich irgendwo hin und eigentlich geht es nur um "aushalten" und nicht um Freude, dabei zu sein.
Lisamarie hat geschrieben:Unsere Körper sind in einem sehr anstrengenden Prozess und der Körper verbraucht seine Kraft dafür den Entzug zu meistern, das ist Hochleistung.
Das ist schwer, anzuerkennen. Und die Angst, nie mehr Leistungsfähig zu sein....zu werden....begleitet mich. Ich denke es ist schwer, so ein "Mittelmaß" zu finden. Was ist Entzug, was ist das Schlendriansymptom, was ist den realen Umständen geschuldet??? (Arbeitslosigkeit, drohender Wohnungsverlust, soziale Isolation etc.) Ich harre hier aus, in der Hoffnung auf Besserung! Damit alleine kann es nicht getan sein. Parallel "muss" ich so eine Art Aufbauprogramm finden, denke ich.
Leni hat geschrieben:Das dachte ich auch jedes Mal. Ich finde es immer noch unglaublich, wie schwer es mir gefallen ist, in den schlechten Zeiten die Hoffnung nicht aufzugeben. Selbst als ich wusste, dass das nur vorübergehend ist, fingen trotzdem wieder diese Zweifel an. Diese Symptome haben mein ganzes Ich, also Körper und Seele, bestimmt und es fühlte sich total "echt" an.
Ja Leni, das hast Du toll beschrieben. Und auch den Rest kann ich nur bestätigen.
Leni hat geschrieben:Ich dachte z.B. über bestimmte Themen während dieser Symptomwellen anders als wenn die Wellen vorbei waren
Auch das ist mir extrem aufgefallen. Es tut so gut, zu hören, dass andere Menschen ähnliches durchgemacht haben und ich nicht völlig am abdrehen bin, psychisch schwer krank bin, wie über Jahre betont. Im Rückblick bin ich nur noch fassungslos! Ein Beispiel : unter der Umstellung von Medikamenten kam es bei mir zu heftigen Aggressionen, was dann zu einer erneuten Diagnose, einem erneuten "Krankheitsbild" führte! Die Ärzte zogen nicht einmal in Erwägung, dass das durch die Umstellung ausgelöst sein könnte.... und schwupps hatte ich eine "neue Krankheit"!!! Unter Venla kam es zu einer Hypomanie, und schwupps war ich Bipolar und ein Stimmungsstabilisator (jeah,jeah,jeah) sollte herhalten. Ach Leute....wie traurig ist das alles. Und raus aus diesem "verschriebenen Elend" muss man alleine finden! Ohne mein heutiges Wissen hätte sie mir jetzt zu den ganzen, diagnostizierten F´s noch ne F 41,- (Angststörung) draufgepackt :shock: :shock: :shock:

Ich danke Euch sehr für Eure aufmunternden Worte. Danke für die Schilderung Eurer Erfahrungen. Danke für den Austausch! Ohne das hätte /könnte ich nicht durch(ge)halten!!!

Euch einen schönen Sonntag!

Einen lieben Gruß
Time

Murmeline
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 24.01.16, 15:11

Hallo Time,

Du hast geschrieben:
Ich harre hier aus, in der Hoffnung auf Besserung! Damit alleine kann es nicht getan sein. Parallel "muss" ich so eine Art Aufbauprogramm finden, denke ich.

Zu einem gewissen Teil denke ich das auch, dass das wichtig ist. Man kann mit kleinen Dingen anfangen um sich nicht zu überfordern, aber ganz langsam eben auch die puzzlestücke suchen und finden, die einem guttun.

Was du zu deinem Rückblick schreibst ist echt traurig, passiert aber. Psychische Nebenwirkungen scheinen viel zu oft garnicht gesehen zu werden. Vermutlich auch, weil die Kommunikation darüber sehr schlecht ist, die Pharmaindustrie hat das selbst kaum kommuniziert und Studien, die soetwas deutlich gemacht haben, aufgehübscht oder unter den Tisch fallen lassen.

Man muss sich nur mal klarmachen, dass sich im ADFD- Forum die Mitglieder seit 2003 über Absetzsymptome austauschen und die Ärzteschaft erst 2008/2009 auf Kongressen diese Symptome thematisiert haben!

Halte weiter durch, es muss einfach besser werden.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Timeout
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Timeout » Montag, 25.01.16, 10:27

Hallo,

gestern war ein schlimmer Tag und dieser heute scheint den gestrigen toppen zu wollen! Kann mich kaum auf den Beinen halten, mir ist seit gestern übel und die innere Unruhe und Angst lässt mich schier verzweifeln. Und immer wieder der Gedanke an wieder eindosieren, in der Hoffnung auf Verbesserung. Auch heute weiß ich nicht, wie ich diesen Tag überstehen soll.

Danke Murmeline für Deine netten Worte
Murmeline hat geschrieben:
Halte weiter durch, es muss einfach besser werden.
:cry: es fühlt sich nicht so an!

Gruß
:zombie:
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April 2011

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August 2011 Seroq*el 50 mg

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Seit Mitte Juli 2015 ohne Venla und auf 25 mg Quetiapin (3 – 4 Monate rausdosiert)

Nov. 2015 ----- 50 mg Queti
April 2016------25 mg Queti

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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Leni » Montag, 25.01.16, 10:47

Hallo Time,
Timeout hat geschrieben:gestern war ein schlimmer Tag und dieser heute scheint den gestrigen toppen zu wollen!
es klingt so, als ob du gerade auf eine Spitze der Absetzwelle zusteuerst, die bringt wohl die meisten Symptome. Jetzt schafft dein Körper gerade wieder am meisten, um dich wieder auf die richtige Spur zu bringen.
Timeout hat geschrieben:Auch heute weiß ich nicht, wie ich diesen Tag überstehen soll.
Vielleicht bringt es dir etwas Ablenkung, wenn du deine Aufzeichnungen (sofern du welche hast) über die letzten Wellen heraussuchst und da mal schaust, welcher der schrecklichste Tag war und wie weit dieser noch von dem nächsten guten Tag entfernt war? Vielleicht lässt sich ein Muster erkennen?

LG Leni
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Timeout » Montag, 01.02.16, 21:08

Danke Leni!!!

Hallo und Guten Abend,

ich habe keine Kraft mehr und denke, dass ich versuche, Venla wieder einzudosieren. Sieben Monate ohne wesentliche Besserung. Zu wenig grün im Kalender, zu viel Unruhe, Verzweiflung, Angst! Ich kann nicht mehr!

Werde morgen zum Arzt gehen. Könnt Ihr mir bitte die Hersteller benennen, bei welchen sich die Kügelchen in den Kapseln befinden? Habe das in irgendeinem Thread gelesen, kann diesen allerdings nicht finden.

Was tun???

Liebe Grüße
Time
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Dane » Montag, 01.02.16, 21:19

Hallo Timeout,

du meinst sicher den Info-Artikel zur Kügelchenmethode:

viewtopic.php?f=19&t=8897

1A Pharma müsste auch noch gehen.

Sei bitte äußerst vorsichtig beim Wiedereindosieren: Nach so langer Zeit auf 0 besteht das Risiko, paradox auf den Wirkstoff zu reagieren :!: Ich wünsche dir sehr, dass das bei dir nicht der Fall sein wird und du dich stabilisieren kannst!

Alles gute
Dane
In den Wintermonaten 12/13 und 13/14: Einnahme von Johanniskraut (Laif 900, nicht ausgeschlichen)

06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

Was mir hilft: (oder zumindest nicht schadet)
Fischölkapseln
Passionsblumenkraut
Vitamin D3
Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
und wenn es geht: viel Ruhe und Geduld :schnecke:

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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Timeout » Montag, 01.02.16, 21:53

Danke Dir Dane!!!

Dein Versuch der Wiedereindosierung war nicht von Erfolg gekrönt ?!! Wie geht es Dir heute?

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Aushalten? Durchhalten? Fast täglich spiele ich mit dem Gedanken in eine Klinik zu gehen, andere Tabletten zu nehme, wieder einzudosieren.....etc. uns so schleppe ich mich von Tag zu Tag! Alles dreht sich nur noch um dieses Thema....! Verrückt! ICH WILL DA RAUS....

Dir / Euch eine GUTE NACHT....eine Nacht ohne ..... :zombie:

Time

Lisamarie
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Lisamarie » Montag, 01.02.16, 22:35

Hallo Timeout, wenn du morgen das Venlafaxin bekommst, bitte erst höchsten 2 bis 3 mg einnehmen um auszuprobieren wie du darauf reagierst. Bei 2 bis 3 mg kann dir nichts passieren selbst wenn du paradox drauf reagierst. Ich drück aber die Daumen das es gelingt.
Lg Petra
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Dane
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Dane » Montag, 01.02.16, 22:38

Hallo Timeout,

ja bei mir ist es voll nach hinten losgegangen, was nicht heißen soll, dass es dir genauso ergehen muß! Bei mir hat der Entzug mit heftiger Unruhe und Schwindel erst verzögert eingesetzt und da war für mich der Zug schon abgefahren. Nach einem Intermezzo mit Promethazin, was alles nur noch schlimmer gemacht hat, bin ich seit Ende Oktober medikamentenfrei und merke erst seit dem neuen Jahr leichte Verbesserungen. Der Schwindel hat sich gelegt, aber diese Grund-Unruhe belastet immernoch sehr, neben den ganzen anderen Symptomen. :frust:
Das ganze nennt sich wohl "protrahierter Entzug" und ich muss mich damit arrangieren. Frage mich manchmal selbst, wie ich das alles so mitmache...momentan hilft mir da ganz sicherlich, dass ich von Freunden, Familie und dem Forum :) Verständnis erfahre und ein Urlaubssemester einlegen konnte.

Aber gehe BITTE nicht in eine Klinik, das einzige was dich da erwartet ist eine Ladung voll anderem Mist und das brauch ein ZNS im Entzug ganz sicher nicht. Da müssen andere Bewältigungsstrategien her! ;)

Wie von lisamarie geschrieben: erst eine kleine Menge antesten, denn SSRI wirken auch schon im unteren Dosisbereich verhältnismäßig potent. Wenn du es verträgst, kannst du immernoch in der Dosis hochgehen. Auf ein paar Tage mehr oder weniger kommt es jetzt auch nicht mehr an...

Viele Grüße
Dane
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06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Timeout » Mittwoch, 03.02.16, 18:31

Hallo zusammen,

eindosieren "verschoben" :whistle: Ich wanke, taumel, eire ....weiterhin zwischen durchhalten-das wird wieder werden-hoffen ---und---wird nix-kann nicht mehr-Ursprungserkrankung?!??! Ich kann da irgendwie nichts dran ändern. Ganz oft bin ich mir recht sicher, dass ich bei meiner Entscheidung bleiben will/kann....um Stunden, Tage später wieder zu straucheln.
Dane hat geschrieben:bin ich seit Ende Oktober medikamentenfrei und merke erst seit dem neuen Jahr leichte Verbesserungen
Prima Dane, dass Du immerhin leichte Verbesserungen feststellen kannst. Diese Grundunruhe kenne ich ebenfalls zu genüge. Aber richtig, etwas besser ist es über die Wochen geworden. Gar so arg wie Nov./Dez. ist es nicht mehr.
Dane hat geschrieben:Da müssen andere Bewältigungsstrategien her!
Jeep 8-)

Ich habe mir Venla nicht verschreiben lassen. Sieben Monate sind sieben Monate !!!

Euch einen schönen Abend
Time

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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 03.02.16, 18:56

Hallo Time, das ist natürlich deine Entscheidung und ja sieben Monate sind sieben Monate, da hast du recht. Ich drück die Daumen das bald die Wellen seichter werden und es langsam besser wird.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Leni
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Leni » Mittwoch, 03.02.16, 19:02

Liebe Timeout,

ganz ehrlich: Ich zittere mit dir und habe in den letzten Tagen viel an dich gedacht!

.
Timeout hat geschrieben:Ganz oft bin ich mir recht sicher, dass ich bei meiner Entscheidung bleiben will/kann....um Stunden, Tage später wieder zu straucheln.
Es ist einfach zu blöd, dass es eigentlich keine Möglichkeit gibt, dieses gute, gesunde Gefühl aus den Zeiten zwischen den Wellen in den miesen Zeiten abrufen zu können. Es bleibt nur die Tatsache, dass die Wellen kürzer und flacher werden und damit absehbarer.

Egal wie du dich entscheidest, du hast auf jeden Fall schon einen bestimmten Teil des V. los und die sieben Monate sind einfach heldenhaft.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen und vergiss das "Jammern" nicht, wenn es sich mal wieder unterirdisch anfühlt! Das hilft auch ein bisschen. :wink:

LG Leni
Erfahrungen mit Cipralex

Hashimoto Thyreoiditis, Nebennierenschwäche, HPU, Viren, Schwermetalle, Kieferostitis - wieder gesund

Timeout
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Re: Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Timeout » Samstag, 06.02.16, 15:31

Hallo zusammen,

die Sonne lacht und ich versuche mir gut zuzureden, dass alles irgendwie wieder wird! Es ist ein Elend.
Leni hat geschrieben:ganz ehrlich: Ich zittere mit dir und habe in den letzten Tagen viel an dich gedacht! .
Liebe Leni, ich danke Dir für Deine Anteilnahme. Wie gut das tut :) Meine ganz große Hoffnung, dass ich irgendwann wieder ein "normales Leben" habe und dann Betroffene ebenfalls unterstützen kann.

Leni, wie geht es Dir? Hast Du Deine Schildi unter Kontrolle? Geht es Dir diesbezüglich besser???? Hope so!!!
Lisamarie hat geschrieben:Ich drück die Daumen das bald die Wellen seichter werden und es langsam besser wird.
Danke Petra!!! Ja die Wellen werden besser. Es ist oftmals noch schwer auszuhalten, manchmal auch wieder ganz, ganz schlimm, aaaber wenn ich zurück blicke, stelle ich fest, dass es besser geworden ist. Ich muss nicht mehr rückwärts zählend durch den Acker taumeln, brauche schon Wochen keinen Notfall-Queti-Krümel mehr am Vormittag. Alles sehr brüchig, aber besser! Fernab von Lebensfreude, Antrieb, Mut und Zuversicht, aber besser :cry:

Sitze vor meinem "Lebensschutthaufen" und traue mich nicht, das Trümmerfeld in seinem ganzen Ausmaß zu inspizieren. Zunächst einfach weiter, von Tag zu Tag, 24 Stunden leben, gestalten, aushalten und schöne Momente sammeln, bewusst wahrnehmen.

Ich habe das Queti jetzt über Wochen krümelweise auf ca.37 mg reduziert. Da bleibe ich jetzt erst mal. Es ist schwierig die Geduld aufzubringen...bahhhh!!! Ihr kennt das!

Diese sch*** Pharmakonzerne gehören doch verklagt.

Wünsche Euch allen einen guten....zumindest erträglichen Tag!

Alles Gute

Time
2010 Diagnose Depression

Citalopram ---keine Ahnung mehr wie es mir damit ging
Sept. 2010 Klinik (Reha)

Sertr*lin 150 mg + Seroq*el 50 mg
Nov. 2010 anhaltende Durchfälle, eine Woche Isolierung im Krankenhaus, kein Befund
Medikamente eigenmächtig abgesetzt, keine Diarrhoe mehr

Erneut Depression, Versuch der Wiedereindosierung, 150 mg Sertr*lin…ich dachte ich überlebe die Nacht nicht!!!

Seroq*el Retard --- ohne Wirkung
April 2011

Citalo*ram und Mirtaz*pin ---starke Gelenkschmerzen ---Ansage des Arzte---„Kann nicht von den Medis kommen!!!“
Mirta abgesetzt---keine Schmerzen mehr

Citalo*ram ohne Wirkung
Cipra*ex ohne Wirkung
Citalo*ram höher dosiert- ohne Wirkung
Selbst abgesetzt

August 2011 Seroq*el 50 mg

Dez. 2011 erneut Klinik
225 mg Venlafa*in + 100 mg Quetia*in

Bis 2015 ein Auf – und Ab mit Venla / ein einmaliger Absetzversuch ---über 6 Wochen ohne, dann wieder eindosiert!

Seit Mitte Juli 2015 ohne Venla und auf 25 mg Quetiapin (3 – 4 Monate rausdosiert)

Nov. 2015 ----- 50 mg Queti
April 2016------25 mg Queti

Mit Wasserlösungsmethode mg für mg bis 2018/19 runter dosiert ( 01/18= 4mg)

8 Monate auf Null
- massive Schlafstörungen
- Schmerzen (Diagnose Polyneuropathie= Empfehlung Lyrika)
- immer häufiger unkontrollierbare Muskelzuckungen

z.zt. 25 mg Quetiapin

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