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Erfahrungen mit Psychpharmaka

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Alex61
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Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Alex61 » Sonntag, 15.11.15, 16:45

Hallo,

ich bin 54 Jahre und habe schreckliche Erfahrungen mit Psychofarmaka gemacht.

Ich wußte nicht daß der neue Hausarzt mir diese als Infusion über Wochen verabreicht hat.
Ich hatte diverse Ausfälle. Halluzinationen, Wahnvorstellungen unvorstellbar intensiv.
Freunde und Familie können nicht glauben, daß das Medikamente verursacht haben und haben sich
entsprechend zurück gezogen.
Ein Freund und eine Freundin haben sich ganz abgewandt und mich für absolut krank erklärt.

Klar kann man jetzt sagen, sie waren nie Freunde.....aber ich muß damit klar kommen.

Viele Grüße
Alex

Lisamarie
Beiträge: 9530
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 15.11.15, 18:27

Hallo Axel,

Willkommen im ADFD.

Wie kam es dazu das du ohne Aufklörung Psychophamaka intravenös bekamst ? Was wurde dir denn für eine Erklärung gegeben für die Infusionen , was war dein Grundproblem weswegen du zum Arzt gegangen bist.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Alex61
Beiträge: 22
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 16:33

Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Alex61 » Sonntag, 15.11.15, 19:13

Hallo Lisamarie,

mir ging es morgens ganz schlecht. Eine Art Nervenzusammenbruch.
Ein Bekannter schwört auf diesen Arzt und hatte mir schon immer wieder gesagt, er wäre fantastisch.
So bin ich bei dem Arzt gelandet und er hat sofort Infusion gegeben. Auf meine Frage, was dadrin sei bekam ich nur allgemeine Antworten wie " das wird Ihnen gut tun." Jeden Tag bin ich brav dahin und merkte nicht, daß ich immer mehr abdriftete. Ich sagte dem Arzt zwar, ich bin so wackelig und kann das Fahrrad nur schieben, oder ich fand auch nicht mehr direkt dorthin, aber er konnte mich immer geschickt wieder beruhigen. :( ich merkte nicht, daß ich Verfolgungswahn entwickelte.

Und als ich die Infusionen ablehnte und mich weigerte eine Pille die er mir hinhielt zu nehmen, rief er den Krankenwagen und ließ mich einweisen.
Da ich aber trotzdem "freiwillig" dahin bin, müßte man mich am nächsten Tag wieder laufen lassen auf mein Verlangen.
Leider hatte es immer noch nicht Klick gemacht und der Arzt hat mich weiter zugepumpt. Bis er mir wegen seines Urlaubs Tabletten geben müßte, da hab ich die Nebenwirkungen gelesen und erkannt. Er hat auch PROZAC intravenös gegeben. Zeigten dann die Laborrechnungen.

Das ganze war ab Anfang Juni und ging bis Mitte August 2015. ich leide ungemein dadrunter und das die Mitmenschen Null Verständnis haben. Ich hab mein Stigma Weg.
Und der Arzt hat auch noch die Frechheit mich schriftlich aufzufordern wieder zu kommen. Ich hätte einen schweren Leberschäden, die Schilddrüse wäre nicht in Ordnung...
Mein bisheriger Hausarzt hat alles noch Mal kontrolliert und alles ist in Ordnung.
Nur meine Seele leidet jetzt wirklich auf Grund der Vorkommnisse. Noch viel mehr als ich hier beschrieben hab.
Hab mich z.B. auch am helllichten Tag in Geschäften versteckt, weil ich glaubte der Paketbote würde mich verfolgen und auch bei einer Nachbarin. Auch glaubte ich im Auto verfolgt zu werden und wollte deswegen unbedingt einen Leihwagen haben....usw.
Ich hatte den Arzt auch gefragt ob ich Auto fahren dürfte.....ich spürte zwischendurch, daß irgendwas anders war.


Traurige Grüße mit der Frage verbunden, wie verarbeitet man so etwas?


Alex

Murmeline
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Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 15.11.15, 20:25

Hallo Alex,

Willkommen im Forum. Für deinen Nervenzusammenbruch gab es sicher Gründe, die man sich hätte genauer anschauen sollen um dann gemeinsam zu schauen, wie du da entlastet werden kannst.

Leider hat es sich eingebürgert, nicht mehr die Ursachen von Symptomen anzuschauen und zu bearbeiten, sondern Symptome rein Krankheiten zuzuordnen und medikamentös zu behandeln. Der Diskurs um Nebenwirkungen oder unerwarteten Wirkungen ist dabei so schlecht, dass Ärzte diese oft nicht sehen oder wenigstens differenziert nach fragen, welche neue Symptome sich erst durch die Medikamente ergeben haben. Gerade psychische Nebenwirkungen scheint es nicht zu geben, obwohl die Selbstwahrnehmung und die Erfahrung der Betroffenen eine ganz andere ist.

Stattdessen scheint mir, wird nach dem Motto gehandelt: Medikamente helfen, wenn sie das nicht tun, muss die Dosis erhört werden oder es ist noch nicht das richtige Medikament oder die richtige Kombination gefunden worden. :(

Ich hab es noch nicht ganz verstanden, du hast Prozac bekommen und was noch?

Dass du den Verfolgungswahn entwickelt hast, tut mir leid. Dass du ihn inzwischen als solchen wahrnimmst und auch siehst, dass es substanzinduziert ist, wir dir sicher helfen, dass einzuordnen. So etwas zu verarbeiten geht, wie alle Krisen, nur über die Zeit, wo man mit kleinen Schritten dafür sorgt, dass sich alles wieder sortiert.

Dass deine Mitmenschen und Freunde so wenig Verständnis aufbringen, dass ist schwer. Im ADFD ist das anders, hier stempelt dich deshalb keiner ab, haben wir doch alle mehr oder weniger ähnliche Erfahrungen gemacht.

Nimmst du aktuell noch Medikamente? Hast du irgendwelche körperlichen Krankheiten oder vor dem Zusammenbruch Medikamente genommen?

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Kevin05

Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Kevin05 » Montag, 16.11.15, 9:40

Hallo Alex,

dass deine Mitmenschen und Familie oder wer auch immer dich nicht verstehen kann liegt auf Hand, weil wie es nicht haben und kennen. Wie Murmeline schon schrieb, so ergeht es fast allen hier, aber das gilt sicher auch für andere Krankheitsbereiche.

Ich finde daher grad Institutionen wie dieses Forum sehr wichtig, weil hier verstehen dich andere Betroffene durchaus - bedingt können es auch Psychotherapeuten sein, wobei die das ja auch nur aus der Ferne beurteilen können, ich meine sie haben vielleicht darüber gelernt darüber, und hören viel wie sie Probleme angehen, aber wenn sie nicht Angst, Panik oder Depression hatte, wissen auch sie nicht wie es sich anfühlt.

Ich kann dir nur sagen, ich kenne wirklich einige Menschen mit wirklich viel Tiefgang, aber nicht mal die verstehen es, die wollen helfen, haben aber oft keine Ahnung bzw. höre ich da auch oft hör doch endlich auf mit dem Sch... - das zeigt mir dann, dass sie einfach wirklich Null Ahnung haben und wie gesagt, das sind Menschen, die alles andere als oberflächlich sind. Und bei Ärzten ist man auch an der falschen Adresse, die verstehen dich zwar (was sie halt so aus ihren Fachbüchern gelesen haben usw.), aber bombardieren einen dann mit weiteren Medikamenten, die noch mehr schaden. LG Kevin

Sneum
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Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Sneum » Montag, 16.11.15, 10:34

Liebe/r Alex,

unfassbar was Dir widerfahren ist. Mir fehlen da echt die Worte und ich bin wirklich sehr erschüttert.

Auch ich als Betroffene (mache gerade einen Entzug von einem SSRI) kann nur erahnen, wie schlecht es Dir geht und was Du durchgemacht hast. Du hast mein uneingeschränktes Mitgefühl!! :hug:
Traurige Grüße mit der Frage verbunden, wie verarbeitet man so etwas?
Hier bist Du gut aufgehoben, Alex! Wir wissen hier alle, wie das ist und helfen uns gegenseitig mit Erfahrungen, Verständnis und Motivation. Es ist leider wirklich so, dass ein Außenstehender so etwas in der Regel nicht nachvollziehen kann.

Die Antwort, wie Du so etwas verarbeiten kannst liegt in Deiner Persönlichkeit, Deinem Umfeld und dem Faktor Zeit. Und ganz wichtig: lerne wieder, Dir selber und Deinem Körper zu vertrauen. Du bist richtig so, wie Du bist. Die äußeren Umstände haben Dich in eine Situation gebracht, für die Du nichts kannst. Mach Dir keine Vorwürfe von wegen "Hätte ich doch eher hinterfragt..." Hättest Du es in dem Augenblick gekonnt, hättest Du es ja gemacht. Aber Du konntest nicht anders.

Ich schließe mich den Fragen an: nimmst Du momentan noch Medikamente? Gibt es irgendjemanden in Deinem Umfeld, der anders reagiert hat, als die Menschen, die Du beschreibst?

Ich drück Dich mal ganz fest! :hug:

Sneum
Citalopram 20 mg von März 2009 bis Oktober 2014

Erster Absetzversuch Anfang 2012: 10 mg pro Woche. Kommentar Psychotherapeutin: "Absetzsymptome gibt es bei diesem Medikament nicht, Ihre Grunderkrankung ist noch da. Sie sind noch nicht so weit."

Zweiter Absetzversuch Anfang 2013: von 1 Tablette auf eine 3/4 Tablette, 2 Wochen gehalten, dann auf 1/2 reduziert. Starke Entzugserscheinungen. Psychotherapeutin nach einem Jahr wieder konsultiert. Dieselbe Antwort wie 2013: "Das ist die Grunderkrankung!"

Bis 12.10.14: 20 mg

12.10.14 --- 18,5 mg Keine Symptome
12.11.14 --- 17,0 mg Keine Symptome
12.12.14 --- 15,5 mg Keine Symptome
12.01.15 --- 14,0 mg Keine Symptome
12.02.15 --- 12,5 mg Keine Symptome
12.03.15 --- 11,0 mg Erste Symptome: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Konzentrationsschwäche, Grübeln, Stimmungsschwankungen, sinkendes Selbstwertgefühl. Aber aushaltbar. Habe es nicht mit dem Absetzen in Verbindung gebracht.
01.05.15 --- 10,0 mg Massive Symptome: Wattegefühl,Benommenheit, fast jeden Tag weinen, starke Traurigkeit, Angst, Gefühl von absoluter Wertlosigkeit Gefühl von "nicht mehr da sein wollen", Beklemmung, migräneartige Kopfschmerzen.
08.05.15 hochdosiert auf 12,1 mg, aber durch unterschiedliches Tablettengewicht gedacht, ich habe nur auf 11,4 hochdosiert. Deutlich besser als unter 10,0 mg. Stimmung stabiler, Zuversicht zurück.
04.06.15 Umstieg auf Wassermethode. Dabei versehentlich reduziert von 12,1 auf reelle 11,4 mg. Panik, Benommenheit, depressive Gefühle, Angst, Mutlosigkeit, Weltuntergangsstimmung.
09.06.15 aufdosiert auf 11,7 mg. Kurz war's gut, dann wurde es richtig schlimm
20.06.15 aufdosiert auf 11,9 mg.
19.07.15 0,1 ml abdosiert. Nur für das Gefühl, nicht stehengeblieben zu sein.
21.-25.07.15 täglich 0,1 ml abdosiert. Nachdem es super klappte, am 26.07. dann plötzliche Verschlechterung. Fazit: Blöde Idee.
27.07.2015 0,2 ml wieder hochdosiert.
02.08.2015 Leider nochmal aufdosiert. Symptome ließen einen normalen Arbeitsalltag nicht zu. Aktuell: 20,3 ml weg, 29,7 ml to go.
Mitte Oktober-Mitte November Gescheiterter Versuch mit NEMS und Akupunktur
09.11.15 Umstieg von Wasserlösmethode zurück auf Wiegemethode. Keine Probleme. (unglaublich aber wahr).
02.03.15 Der Februar war nicht gut, da viele unschöne Dinge passiert sind. Das einzige Fenster dauerte gerade mal 6 Tage. Bin deprimiert und kraftlos und frage mich, ob und wie ich das alles jemals schaffen soll.

Seit Ende November 2015: ? mg. Mein Partner hat das Abwiegen für mich übernommen und reduziert ohne, dass ich davon etwas weiß. Daher kann ich nicht sagen, auf wie viel mg ich aktuell bin. Kann den Tag kaum erwarten, an dem er mir sagen wird: "Du hast es geschafft, Du bist jetzt 2 Monate auf Null!"

März 2017: seit dem 1. Märzwochenende bestehendes Grippegefühl + Deprimiertheit

Update 26.04.2017 Das Grippegefühl dauerte mehrer Tage, die miese Stimmung auch. Seither ist es ziemlich ok und ich habe mein Ziel wieder fest vor Augen.

Alex61
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Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Alex61 » Montag, 16.11.15, 13:38

Vielen, vielen Dank für die netten Kommentare.

Medikamente nehme ich gar nix mehr. Auch keine Entwässerungstabletten oder sonstiges.
Ich hatte zuletzt Olanzapin und Quetapin bekommen, bevor der Arzt in Urlaub ging und keine Infusionen mehr geben könnte.
Merkwürdig auch, daß seine Vertretung das nicht machen sollte.
Als mir klar wurde, was da los war, habe ich sofort alles abgesetzt. Schweißausbrüche und Zittern waren die Folge.
Da ich aber ein folgsamer Mensch bin ;), hatte ich dem Arzt noch 2 Chancen eingeräumt und er hat mir gegen meinen Willen noch 2 Mal Infusionen verabreicht. Klar, der Medikamentenspiegel müßte gehalten werden.
Jetzt bin ich seit Mitte August komplett ohne Medikamente. Und das Blutbild, vom ehemaligen Hausarzt kontrolliert, ist bis auf Vitamin D Mangel in Ordnung. Dagegen nehme ich Vigantoletten.
Leberschaden, Schilddrüsenerkrankung uvm haben sich nicht bestätigt.
Ich habe jetzt psychisch damit noch zu kämpfen, weil ich unter den Infusionen tagelange Filmrisse hatte. Die Zeit ist weg, und ich weiß z. T. gar nicht was da passiert ist. Ich muß zeitweise sehr aggressiv gewesen sein.

Momentan kann ich mit keinem mehr darüber sprechen.....
Schlimm ist auch für mich, nicht zu wissen, wer weiß etwas, wer nicht. Ich hoffe sehr auf die Zeit. Bin froh, daß ich mich wieder nach draußen traue, und daß ich dieses Forum entdeckt habe. Ich denke sich hier etwas auszutauschen kann schon helfen.

Viele Grüße
Alex

Lisamarie
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Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Lisamarie » Montag, 16.11.15, 18:51

Hallo Axel, ich würde deinen Fall mal bei der Ärztekammer melden, so etwas darf nicht passieren, niemandem. Ich hoffe du wirst damit fertig, ich würde im Freundeskreis erzählen was dir passiert ist vielleicht können sie dir Puzzelsteinchen aus der Zeit erzählen die du nicht mehr weißt und deine Freunde wissen dann warum du aggressiv warst. Das ist ja nicht deine Schuld gewesen das du so vollgepumpt wurdest. Sicher haben deine Freunde da Verständnis für.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
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Jamie
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Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Jamie » Dienstag, 17.11.15, 22:33

Hallo Alex,

willkommen :).

Schreib es dir hier einfach von der Seele, das hilft auch bei der Verarbeitung - Unfassbares in Worte zu fassen.
Letztlich warst du zugedröhnt und vollgepumpt mit "Drogen" - dafür kannst du nun wirklich nichts (nicht zuletzt gibt es justiziar den Begriff der "Unzurechnungsfähigkeit") und ich finde dass Menschen, denen du wirklich etwas bedeutest, Verständnis dafür haben sollten.
Aber dazu musst du es vermutlich selbst erst mal begreifen, verarbeiten.

Drücke die Daumen, dass es dir gelingen wird :group: .

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Cashi
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Registriert: Montag, 07.09.15, 21:16

Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Cashi » Mittwoch, 18.11.15, 8:04

Hallo meine lieben. Das tut mir alles so leid was passiert ist. Das muss zur Ärztekammer. Es gibt doch bestimmt Vereinigungen die sich um so etwas kümmern. Oder zeig den Arzt an. Es ist schrecklich. Ich hoffe du erholst dich bald. Liebe Grüße Cashi
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16, Spirulina seit mehreren Wochen weg
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen

Alex61
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Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Alex61 » Mittwoch, 18.11.15, 12:37

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Kommentare. Es tut wirklich gut, sich hier ein auszutauschen.
Was ich hier geschrieben habe, ist längst nicht alles was passiert ist.

Ich habe im Rausch, und darüber war ich mir in dem Moment nicht bewußt, mich 2 Mal mit der Polizei angelegt, die mich dann beide Male in die Ausnüchterungszelle gesteckt hat. Weil ich mich gewehrt habe, hat der 1. sehr junge Polizist mir mit Wucht mit der flachen Hand ins Gesicht, gegen den Kiefer geschlagen. Der Nacken war wochenlang wie versteinert und ich konnte den Kopf nicht mehr heben. Brav bin ich weiter zu DEM Arzt gegangen, da mir immer noch nicht klar war, daß die Infusionen und damit die Medikamente alles ausgelöst haben.
Der Arzt hat mir Schmerzmittel in den Nacken gespritzt, und irgendwann zum MRT geschickt. Dabei wurde aber nix feastgestellt.
Ich bin nur froh, daß ich dem Rat der Freundin nicht gefolgt bin und in eine Klinik gegangen bin. Das wäre mein Untergang geworden glaube ich.
Mein Umfeld hält mich sowieso für verrückt, und durch den dann offensichtlichen Klinikaufenthalts wäre es das Schlimmste.
Es ist schlimm genug, daß DER Arzt mich einfach in die psychiatrische Klinik hat verfrachten lassen. Da hat er mir erzählt, das wäre ein ganz sicherer Ort, da könnte mir nix passieren und so benebelt wie ich war, hab ich ihm für einen Moment geglaubt.
Und sicher, für die Mitmenschen ist das die Krankheit, denn wer noch nie solche Medikamente bekommen hat, kann sich nicht vorstellen, daß diese so eine Wirkung haben.

Ich schäme mich ungemein für diese ganzen Vorfälle und bin nur sehr traurig und enttäuscht, daß Familie und Freunde mir nicht glauben. Aber damit bin ich wie ich hi lese kein Einzelfall. Ich fühle mich so, alsmüßte ich zumindest wegziehen, damit ich keine Schande mehr für die Familie bin.


Alex

Lisamarie
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Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 18.11.15, 13:10

Hallo Axel, lass etwas Gras über die Sache wachsen, gerade die Familie verzeiht viel , wenn auch nicht sofort. Zeig Ihnen das du wieder der alte bist den sie mögen und das das ein Einzelfall war weil du auf einen Arzt reingefallen bist und ihm geglaubt hast.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Alex61
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Olanzapin, Quetiapin...Angstzustände

Beitrag von Alex61 » Freitag, 20.11.15, 18:52

Hallo alle zusammen,

da ich mich mit keinem über das Thema austauschen kann, und es mich einfach nicht in Ruhe läßt, schreibe ich hier noch Mal.

Ich komme seit der Verabreichung diverser Psychopharmaka überwiegend intravenös, nicht so richtig auf die Beine.
Ich bin nicht mehr ganz so verunsichert wie noch vor wenigen Wochen und auch längst nicht mehr so benebelt, aber der Schwung fehlt mir und ich habe unspezifische Ängste.
Jetzt habe ich hier erneut in Beiträgen gelesen, daß das durch die o.g. Medikamente kommt. Mir hat der "Super" tolle Arzt sogar einfach gesagt, ich wäre schizophren. Einfach so.... Und diese Äußerungen gehen mir leider immer wieder durch den Kopf und ziehen mich runter.

Hat noch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Kann mir jemand Tipps geben, wie ich das alles am besten verarbeiten kann?
Ich würde mich sehr freuen.
Ich bin übrigens eine Frau. :D :) Nicht Axel.

Viele Grüße
Alex

Lisamarie
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Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 20.11.15, 19:09

Hallo Alex, sorry das ich Axel geschrieben hab, wer lesen kann ist klar im Vorteil. :D

Bitte schreib in deinem Thread weiter, sonst kommen wir mit den verschiedenen Threads nicht mehr klar.

Hast du mal an Therapie gedacht um das alles zu verarbeiten ? Und der Arzt ist gemeingefährlich die Diagnose Schizophrenie hat er dir übergehängt um seine Verordnungen zu rechtfertigen, nichts anderes , das hat nichts mit dir zu tun.

Mach dir nicht soviele Sorgen , es braucht etwas Zeit bis dein Körper sich erholt hat , aber es wird wieder besser , Stück für Stück. ich hoffe du hast den Arzt bei der Ärztekammer gemeldet. Und du kannst gerne hier über deine Sorgen und Ängste schreiben.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Cashi
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Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Cashi » Freitag, 20.11.15, 21:55

Du musst den Arzt der Ärztekammer melden bitte
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16, Spirulina seit mehreren Wochen weg
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen

Cashi
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Registriert: Montag, 07.09.15, 21:16

Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Cashi » Sonntag, 22.11.15, 13:28

Hallo Alex. Wie alt warst du denn als das ganze los ging.lg Cash
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16, Spirulina seit mehreren Wochen weg
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen

Alex61
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Registriert: Sonntag, 15.11.15, 16:33

Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Alex61 » Montag, 23.11.15, 13:47

Hallo Cashi,
es war dieses Jahr im Juni.


Viele Grüße
Alex

Cashi
Beiträge: 798
Registriert: Montag, 07.09.15, 21:16

Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Cashi » Dienstag, 24.11.15, 13:21

Hallo Alex. Wie geht's dir. Es ist ja dann noch nicht so lange her. Und die ganzen Jahre bis jetzt warst du psychisch gesund. ..?? Wie geht's bei dir jetzt weiter. Lg cashi
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16, Spirulina seit mehreren Wochen weg
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen

Alex61
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Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Alex61 » Dienstag, 24.11.15, 13:56

Hallo Cashi,

Danke, daß Du nachfragst.
Seitdem ich die Medikamente nicht mehr nehme, hatte ich keine Halluzinationen oder sonstiges mehr.
Ich war ja nicht mehr die alte. Völlig überdreht und zeitweise voller Angst, von ganz oben bis ganz unten. Absolut unruhig,
hyperaktive...aber ich hatte nicht realisiert, daß es Nebenwirkungen waren. Der Arzt, den ich noch 2 Mal aufgesucht hatte, meinte das wäre die Krankheit.
Ich werde diesen Arzt nicht mehr kontaktieren und versuche mich jetzt selbst aus der Situation raus zu ziehen. Psychpharmaka nehme ich nix mehr. Johanniskraut nehme ich derzeit noch.
Motivieren muß ich mich selbst...
Aber das was ich erlebt haben, möchte ich NIEMALS mehr erleben. Freunde, Familie, Bekannte melden sich noch 2, und die laden meistens nur bei mir ab.

Ich muß das irgendwie schaffen und was passiert ist vergessen. Ich kann es nicht mehr ändern. Schlimm ist, daß es keinen interessiert, daß Medikamente das ausgelöst haben und keiner von der Familie Verständnis hat. Aber auch das hilft nix. Es ist so.


Viele Grüße
Alex

Alex61
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Re: Erfahrungen mit Psychpharmaka

Beitrag von Alex61 » Dienstag, 24.11.15, 14:47

Hallo!

Gerade einen Anruf eines Bekannten bekommen mit dem ich in der schrecklichen Phase Kontakt hatte.....er hat mir bestätigt daß ich mehr als durcheinander war. :(

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