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Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von padma » Montag, 23.11.15, 13:48

hallo Conny,

auch von mir noch willkommen im Forum.
Zunächst möchte ich dir meinen Respekt dafür ausdrücken, was du alles bereits geschafft hast.

Ich denke, es war eine gute Entscheidung wieder auf 100 mg hochzugehen, da du definitiv Entzugssymptome hast. Diese Überempfindlichkeit auf Gerüche etc. gehört mit dazu.

Könntest du biite eine Signatur v.a. in Bezug auf Lyrica anlegen http://www.adfd.org/austausch/app.php/rules Punkt 2c
Es reicht wenn du die anderen Substanzen mit Dosisangabe erwähnst.

Für Lyrica gelten die gleichen Regeln für das Absetzen, wie für ADs, du kannst dich hier mal einlesen:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=6456
Da du es nicht so lange genommen hast, kannst du hoffentlich schneller vorgehen. Es kann allerdings sein, dass dein ZNS duch die vielen Substanzen und Entzüge, die du hinter dir hast, sehr sensibilisiert ist und du nur vorsichtig runter gehen kannst.

Zunächst mal ist es wichtig, dass du dich auf den 100 mg stabilisierst. 3 - 4 Wochen würde ich dafür mindestens einplanen. Dann kann man schauen, ob 25 mg Schritte möglich sind.

Warum hast du es eigentlich bekommen?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Murmeline » Montag, 23.11.15, 13:49

Hallo Conny,

ja, das sind wohl Absetzsymptome. Wir gehen davon aus, dass sich das Gehirn und der Körper wieder umbauen muss, wenn man eine Substanz reduziert/herausnimmt, und das produziert individuell ganz schlimme Symptome.

Infos gibt es hier: Gereiztes ZNS/Funktionsstörung: viewtopic.php?f=19&t=9910

Zum Absetzen gibt es hier mal allgmeine Infos, die kannst Du ja schonmal durchlesen - wenn das gerade geht:
viewtopic.php?f=19&t=9913

Viele Grüße, Murmeline

Überschnitten mit Padma :)
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Meistereder » Montag, 23.11.15, 14:56

Ich habe immer alles entsorgt und dann einen (manchmal fast mit tödlichem Ausgang) Entzug gemacht.
übrigens hab ich es bisher auch oft so gehandhabt. Aber bei manchen Substanzen geht das nicht. (!)

Bin nach eingener Einschätzung selbst hochgradig Polytox, weigere mich aber eine Diagnose einzuholen. Momentan bin ich (bis auf - eine tasse Kaffee am Morgen) sauber, aber bisher war es ein experimentieren ohne Ende.

Ich hoffe sehr Du kannst dich hier einbringen und die Sache angehen. Das wird dir sicher helfen und es wird dir besser gehen. Obwohl ich lügen müsste wenn ich sagen würde es wäre nicht extrem schwer. Viele packen das nicht.

Liebe Grüße, deda
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von LinLina » Montag, 23.11.15, 15:07

Liebe Conny,

für mich hört es sich auch nach Entzug nach zu schnellem reduzieren an. Leider kann es wie du ja feststellen musstest :-( schon nach wenigen Wochen zu einer Abhängigkeit kommen.

Versuch mal, wie padma sagt, mit 100 mg dich zu stabilisieren, wenn es dir ein wenig besser geht, erstmal noch 1-2 Wochen die Dosis halten. Danach können wir ja nochmal zusammen überlegen, vielleicht erstmal nur 12,5 mg runtergehen pro Schritt und gucken wie du es verträgst.

Alles Gute,
Lina
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Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Meistereder
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Meistereder » Montag, 23.11.15, 15:15

LinLina schreibt was ich auch denke.

Und: aus eigener erfahrung (und wie Du vermutlich selbst schon bemerkt hast) kann man den Entzug nicht mit Opiaten (bei mir war es direkt selbst hergestellt aus Mohnkapsel) vergleichen.

Ich denke, und das ist mein voller Ernst, dass sich die Mitglieder dieses Forums sehr gut auskennen mit dem Absetzen und dass es schrittweise geschehen muss.

Nach allem was ich gehört/geslesen habe, gilt das auch für die Substitute, z.B. Polamidon/Methadon. Betroffene berichten regelmässig davon, dass der Entzug länger dauert als etwa bei "gewöhlichem" Opium, und, alles in allem, als beschwehrlicher wahrgenommen wird.

mit freundlichen Grüßen, deda
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von shalai » Montag, 23.11.15, 17:24

Hi, ich möchte nicht aufdringlich sein, ich werde auch bald bestimmt nicht mehr soviel fragen, aber im Moment... Hab grad leichte Panik, was sich hoffentlich nicht steigert. Ich kann nicht mehr richtig schlucken. Hab das Gefühl, da ist etwas im Hals und ich bekomme es nicht weg. Und dann will ich wenigstens trinken, aber wie gesagt, das Schlucken fällt mir schwer. Und der PC ist sehr grell (obwohl alles richtig eingestellt ist). Im WZ sitze ich in der hintersten Ecke weil der Fernseher so grell ist. Kommt das etwa auch von Lyrica? Wenn ja, ist das Zeug ja noch schlimmer als ich dachte. Muß jetzt wieder ausmachen, Augen tun weh, guck später nochmal rein. LG Conny
45 Jahre durchgehend Benzos, immer wieder Entzüge, letzten 2014, nach Klinikaufenthalt sofort weiter Benzos genommen. Nehme heute 10 mg Diazepam, 7 ml Polamidon, 75 mg L-Thyroxin, 1 Omeprazol, 100 mg Lyrica.

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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von padma » Montag, 23.11.15, 17:39

hallo Conny :) ,

ja, das gehört alles zu den Entzugssymptomen.
Schau mal hier, eine nicht vollständige Liste: http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html

hier ein thread zu Lyrica http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=7964

liebe Grüsse,
padma
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Meistereder » Montag, 23.11.15, 17:51

Ich finde das klingt nach Entzugssymtomen. Das mit dem Schlucken hatte ich beim Absetzen von clonazolam - wenn ich es so lese klingt es genau so wie ich es beschrieben hätte - aber keine Ahnung ob es sich genau so anfühlt.
Ich kann nicht mehr richtig schlucken. Hab das Gefühl, da ist etwas im Hals und ich bekomme es nicht weg.
[Angefügt um 17:52] Achja: ich halte es für Wahrscheinlich dass das "Lyrica" echt schlimmer ist als Du dachtest. Scheint echt mies zu sein im Entzug, also kein vergleich zu althergebrachten Drogen. Aber da sitzen hier, denke ich, alle im gleichen Boot. Moderne "Medikamente" sind weder richtig erforscht noch verstanden. Wie das Ausschleichen geht, muss man dann selbst herausfinden, weil nicht mal die Ärzte recht viel Ahnung davon haben. Meiner Erfahrung nach wissen die meisten nicht mal dass es abhängig macht (oder es herrscht keine Bereitschaft das anzuerkennen).

Naja, whatever. LG, Eder
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von shalai » Montag, 23.11.15, 19:58

Ja, da hast du recht. Die Ärzte scheinen wirklich nicht zu wissen (oder wollen es nicht) was das wirklich für ein Medikament ist. Und wenn ich bedenke warum ich es verschrieben bekommen habe. Wegen Schlafmangel! Ich habe nachts fast gar nicht geschlafen, was aber fam. Gründe hat. Mein Psych. meinte, so geht das nicht, Sie machen sich ja ganz kaputt. Und verschrieb mir Pregabalin. Als ich die 1. 150 mg genommen habe (75 mg morgens und 75 mg abends) bin ich wie eine betrunkene durch die Wohnung gewankt. Aber ich habe ca. 3 Std. geschlafen. Das ist immer noch viel zu wenig, meint der Psych. und ich solle doch morgens 150 mg und abends 150 mg nehmen. Da habe ich dann fast 7 Std. geschlafen, hatte aber massive Nebenwirkungen. Als ich dann morgens 3 Std. beim ambulanten betreuten Wohnen "arbeiten" sollte und ich nach 1 Std. schon so durcheinander war das ich nach Hause musste, stand für mich fest das Lyrica muss weg. Ja, und da bin ich nun. Jetzt ist alles viel schlimmer als vorher, ohne viel Schlaf. Da konnte ich zumindest noch etwas erledigen, zur Zeit geht gar nichts. Fühle mich nur im dunkeln wohl, hab regelrecht Angst vor dem Tageslicht. Du glaubst gar nicht wie ich dich beneide das du clean bist. Einen schlechten Tag hat jeder mal, aber du bis clean. Meinen vollsten Respekt! Einen schönen Abend noch... LG Conny
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Meistereder » Montag, 23.11.15, 20:48

Ok ich muss dazu sagen dass ich Entzugsbedingt ca 2 der letzten 4 Wochen das Licht anlassen musste, Nachts. ;)
Hatte Angst vor der Dunkelheit. Aber wenigstens schlafe ich wieder und und auch sonst geht es jetzt wieder. Es geht weiter.
LG, deda
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von shalai » Donnerstag, 26.11.15, 16:34

Hallo, bin jetzt 3 Tage auf 75 mg Pregabalin. Es geht mir nicht gut, aber das alleine auf den Entzug zu schieben wäre, glaube ich, nicht richtig. Es hängen so viele Sachen dran. Aber "das jetzt auch noch", ist schon recht schlimm. Ich bin super nervös und dieses ständige "kribbeln" im Unterleib macht mir wirklich zu schaffen. Ich habe mir jetzt vorgenommen 1 Woche 75 mg, dann 1 Woche 50 mg, dann 25 mg und dann bin ich hoffentlich auf null. LG Conny
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Meistereder » Donnerstag, 26.11.15, 17:27

Oh Mensch. So ein kribbeln habe ich auch die ganze Zeit....halte durch. Ich weiss genau was Du meinstmit "jetzt auch noch. geht mir auch so. Gestern habe ich auch noch im Forum herumgestänkert, war deswegen heute drauf und dran nicht mehr hier aufzutauchen. Dann habe ich die email gelesen, mit der Benachrichtigung dass Du was geschrieben hast. viel Glück Conny
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von padma » Donnerstag, 26.11.15, 19:08

hallo Conny, :)
Es geht mir nicht gut, aber das alleine auf den Entzug zu schieben wäre, glaube ich, nicht richtig. Es hängen so viele Sachen dran. Aber "das jetzt auch noch", ist schon recht schlimm. Ich bin super nervös und dieses ständige "kribbeln" im Unterleib macht mir wirklich zu schaffen.
Es können natürlich immer mehrere Dinge mit reinspielen, aber es hört sich schon sehr nach Entzugssymptomen an.
Ich habe mir jetzt vorgenommen 1 Woche 75 mg, dann 1 Woche 50 mg, dann 25 mg und dann bin ich hoffentlich auf null.
Das halte ich für zu schnell. Es ist wirklich wichtig, dass du dich zunächst stabilisierst. Dann den nächsten Schritt, dann wieder stabilisieren u.s.w.

liebe Grüsse,
padma
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Lisamarie
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 26.11.15, 19:13

Hallo shalei, du bist auf 75 mg noch überhaupt nicht stabil und worauf schiebst du es denn wenn es nicht nur Entzug ist ? Was denkst du ? Also ich halte es für keine gute Idee jetzt auf Biegen und Brechen runter im wöchentlichen Rythmus. Du hast es zwar nicht lange genommen , aber ich denke das das so unserer Erfahrung nach nicht gut gehen kann. Aber ist natürlich deine Entscheidung , aber so schnell runter können alles Symthome kumulieren und auch nach 0 können die Absetzprobleme noch sehr lange anhalten. Bitte Pass auf dich auf und les auch mal bei anderen .
Lg Petra

Edit mit Padma überschnitten.
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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shalai
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von shalai » Samstag, 28.11.15, 21:15

Hallo, ich mußte heute leider feststellen, daß ich trotz fast "lebenslanger" Suchterfahrung kein Stück dazu gelernt habe. Mit Lyrica geht es mir nicht besonders (die starken Nebenwirkungen) und ohne geht es auch nicht. Bin ja in letzter Zeit der Überzeugung, daß ich bald sterbe. Und das macht mir Angst. Eigentlich habe ich zur Zeit wirklich vor Allem Angst. Trau mich nicht mehr ins Schlafzimmer, bleib bei schwachem Licht im WZ auf der Coutch. Aber das Rad im Kopf bleibt nicht stehen. Dann lieg ich da und habe schon wieder Angst vor dem Morgen. Und heute kam mir der Gedanke, weil ich ja nun wirklich keine Neuroleptiker (ich weiß das andere Wort nicht , Antipilektiker?) vertrage, daß das Alles daran liegt, daß ich sie überhaupt nehme. Ja, und dann hab ich die 75 mg einfach weggelassen. Um 14.00 Uhr kam meine Schwester, hätte am Liebsten gesagt sie soll wieder gehen. Ich bin wie ein Tiger im Käfig auf und ab gegangen und war nicht grad gastfreundlich. Um 15.30 hab ich es nicht mehr geschafft und hab 75 mg genommen. Was soll ich sagen? Das Eine ging weg und die Nebenwirkungen kamen. Diesmal so heftig, daß, (ich nehme normalerweise mein Pola um 20.30) ich es heute um 19.00 nehmen mußte, sonst wäre ich jetzt in der Psychiatrie. Ich hatte trotz Lyrica eine Panikattacke vom Allerfeinsten. Ja und mein Mann der kann nicht mehr. Er wollte einen Krankenwagen rufen, hab aber geschafft ihm das auszureden, indem ich versprochen habe, Montag evtl. dort hinzugehen. Aber ich kann nicht einfach dahin. Alles Licht ist "so hell", alles "riecht so stark", einfach alle Sinne sind extrem geschärft. Ich habe das Gefühl meine Nerven liegen außen. Hab immer noch leichte Angstgefühle, hoffe, daß ich die Nacht hierbleiben kann. Irgenwie hab ich das Gefühl ich bin am Ende. Wenn es doch nur aufhören würde. LG Conny (ich hätte auch gerne eine Nachricht wenn mir jemand schreibt, aber ich finde die Einstellung nicht)
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Kevin05

Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Kevin05 » Samstag, 28.11.15, 21:54

Wenn du eingelockt bist sieht du oben re. Benachrichtigungen und wenn da mehr wie Null aufleuchtet, dann hast du was bekommen, einfach draufklicken und schon kannst du die PN lesen.

Tut mir leid, dass es dir so schlecht geht, aber das sind die Substanzen, die du nimmst und nahmst und ein Entzug ist extrem schwer, das weißt grad du nehme ich an, hast du doch einige schon gemacht. Es ginge halt wirklich zu lernen aus deinen Erfahrungen, aber das ist schwer, bei deiner Vorgeschichte. Ich verstehe das sehr gut, dass du immer wieder reinfällst - passiert mir auch oft.

Sieh es positiv, was du schon alles überlebt hast, zeigt, dass du einen starken Körper hast und ja sterben wirst du irgendwann so wie wir alle, aber nicht jetzt hoffe ich. Weißt du ich schreib das mit ruhigem Gewissen, weil ich auch nicht weiß, ob all das was ich so habe noch irgendwie mit den Substanzen zu tun hat, kann auch sein, dass auf einmal die Lichter ausgehen, man kann nur vertrauen und sein Bestes versuchen. Ich schreibe es ja oft, aber dir kann kein Arzt, keine Klinik, eigentlich niemand wirklich helfen, es ist dein bedingungsloser Wille es schaffen zu wollen, das ist ein wichtiger Teil, aber auch nicht alles. Ich möchte dir nur sagen, und das weißt du ja im Grunde genommen, dass du da ganz alleine durch musst, wenn du leben willst und davon gehe ich aus, niemand ist verloren auch du nicht, wie gesagt, wärst du nicht so stark hätte dein Körper dir schon längst die rote Karte gezeigt.

Mir helfen auch keine Medikamente mehr, keine Schmerzmittel nichts, also wohin könnte ich gehen? Sag es mir? Ich weiß es nicht, ich kämpfe wie du und bei mir ist zwar physikalisch auch eine Partnerin, aber die Betonung liegt auf physikalisch. Entweder wir finden einen Weg oder es gibt keinen, dir kann ich das ganz klar schreiben, du hälst das aus, trotz Angst. Ich hab auch keinen wirklichen Plan, ich weiß nur, dass ich so nicht leben will, aber trotzdem leben. Das treibt mich an, du musst einfach verstehen, dass wir niemanden haben, nur uns und unseren Glauben an uns, mehr gibt es da nicht. Es kann dir da draußen niemand helfen, du weißt doch viel mehr als die alle da, also was willst du in einer Klinik? Noch tiefer rein? Hast du doch alles schon hinter dir.

Fang an zu kämpfen und sei hart zu dir, und übernimm Verantwortung für dein Leben, niemand weist dich irgendwohin ein, das lässt du nicht zu und in so einen Zustand dass du die Kontrolle verlierst wirst du dich auch nicht katapultieren, weil dann wird es immer schwerer, du verlierst Wochen, Monate, es ist dein Leben, versuch es einfach abzufangen, ob Plan oder nicht, du musst es ganz stark wollen. Andere hätten schon aufgegeben, du LEBST. Also du hast Kraft und rede mir nicht ein, dass du keine hast.

Du hast Angst vor dem Tod? Umso mehr Motivation dein Leben von Grund auf zu ändern und an deiner Gesundung zu arbeiten und wenn es sein muss ändere dein ganzes Umfeld, weil grad Menschen wie du, die Polyabhängig sind, sind oft in Systemen drinnen, wo man sehr schwer aussteigen kann, selbst wenn man es selbst will.

Lyrica macht stark abhängig und ist schwer abzusetzen! Also hör auf die Leute hier und setz es so ab, wie sie es dir raten, ich kenne normale Menschen ohne Vorbelastung, die ohne das sie es wussten heftige Entzugssymptome von Lyrica nach Schmerztherapien bekamen - auch die mussten über einige Wochen ausschleichen. Weißt du alles was ich weiß von Experten ist, dass Heroin und Co. deutlich einfacher ist als die Medikamente und das glaube ich auch, daher bist du hier auch richtig und man wird dir helfen, aber du musst mithelfen. Du packst das, ich wünsche es dir sehr! Kevin

Meistereder
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Meistereder » Sonntag, 29.11.15, 6:28

Hallo
In solchen zuständen fühlt man sich ja doch sehr verletzbear, ausgeliefert. Außerdem finde ich, Kevin spricht da was wichtiges an.



Ich weiss nicht genau was ich raten soll, daher geh ich mal von mir aus. Vorallem im Entzug un danach war es schwer. Kraft konnte ich damals schöpfen durch Dinge ich die tu und Situationen in denen ich "lernen" konnte mittig zu sein und die kraft in mir auch zu sehen - hab da auch mal mediitiert beim spaziergang und ein fitnesstudio aufgesucht mit diesem Programm das die Krankenkasse bezuschusst (Rücken kurs). Das war schon echt blöd neben all den Kraftmeiern in meinem Jungen alter so in schlechter verfassung, und etwas peinlich, aber zum Glück konnte man da auch nachts hingehen, mit kartenschloss. Tagsüber wars mir so peinlich dass ich nur auf dem Rad gefahren bin und nur Nachts muskeltraining begangen habe. Aber auch Situationen denen ich lieber aus dem weg ging (schwere Menschen im Umfeld - vermeiden wenn der stresslevel zu sehr dadurch steigt). Gute Situationen suchen, zulassen. Nachdem ich irgendwann auch mit Menschen im gespräch rückmeldungen hatte,die wieder positiv waren, hat das auch sehr geholfen.

Wenn Du es irgendwie herstellen kannst, ein einene etwasa bessere gesamtverfassung zu kommen. Ich weiss ja, wie schwer das sein kann, ich hatte in den schwierigsten zeiten noch mehr angst vor einer Klinik als vor dem Tod. Und ich habe mmich stabilisieren können, aufwärts ging es aber, obwohl ich zwischendurch mall richtig gut in form war, also besser als je zuvor, nur durch ständiges versuchen, herumtackern, machen. Hatte dann, nach vielen Schritten, einen Job der mit sehr gut (!) freude gemacht hat, aber auch andererseits der schwerste den ich je hatte von der Arbeit her (mit Tieren wie auf einem sehr sehr alten Bauernhof).

Auch ich habe tatsächlich nicht "dazugelern", wie Du schreibst..es gab Irgendwann gab es im job und privat solchen Stress und ich habe wieder was getrunken und später wieder alles mögliche genommen. Was mich an den Punkt gebracht hat mich hier anzumelden. Die letzten Tage habe ich, im Verrichten des Alltags, immer wieder in Momente solcher Erinnerungen an früher: an Momente in denen es mir gut ging und wobei ich erkenne was mir eigentlich wichtig war und wie ich bin, wenn es gut geht. Was mir jetzt alles fest nochmal den willen gegeben hat weiterzugehen.

Wie gesagt, sprech ich kurz von mir: Ich versuche das schlimmste so zu bearbeiten, bis ich halbwegs stabil bin. Kevins Beitag find ich gut. Wenn es bei mir so weit ist und ich mich nicht auch noch vom Entzug zu sehr mitgenommen fühle, dann tu ich etwas was ich noch nie in betracht gezogen hatte: und geh auf eine langzeittherapie. Habe ein paar sehr alte Freunde von mir mit mit heute viel besserem Leben- die wollten auch nicht mehr und haben das einfach durchgezogen und ein neues leben begonnen.

Was ich zu lyrica gelesen habe ist dass sich aber auch die Toleranz schnell zurückbildet. Das gibt mir vorsichtig einen Grund Dir zu sagen dass, wenn Du da durch bist, es auch schnell (langsam) aufwärts und aber auch besser gehen sollte. mfg
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Jamie » Sonntag, 29.11.15, 10:29

Hallo shalai,

hör mal, ich muss wirklich an mich halten mich nicht aufzuregen.
Mal abgesehen davon, dass Lyrica dir nie hätte verordnet werden dürfen, da es von allen AD das größte, unter Ärzten mittlerweile auch bekannte, Abhängigkeitspotential hat (siehe hier: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=7964), ignorierst du alle unsere Hinweise und Ratschläge und versuchst auf Biegen und Brechen den Entzug durchzuführen und das kalt abzusetzen?!?

Du bist selbst dabei dir das Ticket für die Psychiatrie zu lösen und zwar durch dein eigenes Verhalten und deine Starrsinnigkeit.
AD / NL wirken nicht wie "normale" Drogen und man hat nach dem Entzug ein paar schlimme Woche und dann ist es gut; sie bergen das Potential bei falschem Absetzen einen sogenannten Langzeitentzug auszulösen, nennt sich fachchinesisch ´protrahierter Entzug ´ und der kann Jahre gehen!
Du willst bei deiner Vorgeschichte doch nicht ernsthaft erwägen dir auch noch sowas an die Backe zu holen???

Diese schlimmen Entzüge können durch korrektes Absetzen abgepuffert werden und du spielst hier russisches Roulette und dann fragst du dich, ob das jemals noch was werden kann? Ja, kann es, wenn du dich an die Absetzempfehlungen hältst und das hat hier übernaupt nichts mit ´wir wissen es besser´zu tun, sondern wir empfehlen hier die einzig bekannte Möglichkeit des Absetzens, die Leute eben nicht in solche Zustände bringt wie du sie gerade durchmachst.
Entschuldigung, da musst du dir mal an die eigene Nase fassen.

Hast du dir überhaupt mal durchgelesen, was Entzüge im Körper anrichten ? Es wäre gut die biochemischen Vorgänge zu kennen um zu verstehen, warum das Lyrica langsam ausgeschleicht werden muss.

Ratlose Grüße
Jamie
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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von shalai » Sonntag, 29.11.15, 11:32

Hallo, ja, mit Recht regt ihr euch auf. Aber ich habe das nicht selbstgefällig oder "ich weiß es besser" gemacht, ich kenn es halt nicht anders. So ein Medikament hatte ich noch nie und deshalb habe ich, ich muß mich jetzt selbst verbessern, es einfach so wie mit den Benzos gemacht. Das war, heute gesehen, ziemlich überheblich gedacht. Ich habe immer noch keinen Plan, wie ich absetze. Hab heute Nacht um 23.30 75 mg genommen weil ich dachte, dann schlafe ich und merke die Nebenwirkungen nicht so sehr. Ging auch ganz gut. Jetzt heißt es den Tag auszuhalten. Mein Mann hat gestern die Wohnung etwas schön gemacht, mit Lichtern usw. War alles umsonst. Die Lichter tun mir richtig weh in den Augen. Was Kevin schreibt trifft es auf den Punkt. Wer, außer ich selbst, kann mir noch helfen? Ich soll stark sein, aber mir fehlt die Motivation. Ich bin 24 Std. mit meinem Mann zusammen und habe überhaupt keine Freunde. Die ich hatte sind alle noch aktiv auf Drogen. Wir haben nicht so eine große Wohnung, daß ich ihm aus dem Weg gehen könnte. Grad war ich etwas draußen, da geht es mir besser. Aber ich kann nicht alleine raus. Und bei diesem Wetter möchte ich meinen Mann nicht fragen ob er mitgeht. Für ihn ist es z.Zt. sehr schlimm. Ich kann das TV Bild nicht aushalten, nur wenn er spricht geh ich schon an die Decke. Er ist fast 20 Jahr älter als ich und hat eine armenische Abstammung. Er versteht überhaupt nicht was mit mir passiert. Ist ja auch schwer für jemand der noch nie mit Drogen in Berührung kam. Ich bin so sehr müde aber ich versuch mich wachzuhalten. Keine Ahnung warum ich das mache. Auf jeden Fall hoffe ich, daß die 75 mg wieder bis heute Nacht reichen und vll kann ich die Weihnachtslichter doch noch irgendwann aushalten. Ich habe jezt nicht mehr vor, wöchentlich runter zu dosieren. Ich warte erst, bis ich mit 75 mg klar komme. Irgendwie schreib ich völlig durcheinander, kann das jezt aber nicht mehr durchlesen, PC ist zu grell. Vielen Dank für Eure Antworten, das hilft mir sehr. Wünsche Allen einen schönen Sonntag (so gut es geht)LG Conny
45 Jahre durchgehend Benzos, immer wieder Entzüge, letzten 2014, nach Klinikaufenthalt sofort weiter Benzos genommen. Nehme heute 10 mg Diazepam, 7 ml Polamidon, 75 mg L-Thyroxin, 1 Omeprazol, 100 mg Lyrica.

shalai
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von shalai » Montag, 30.11.15, 15:51

Hallo, ich war heute bei "meinem" Psychiater. Weil ich keinen Termin hatte, mußte ich ziemlich lange warten, ist auch ok. In der Wartezeit bin ich in Gedanken 3x gegangen, weil ich die Panik nicht mehr ausgehalten habe. Als ich dann endlich dran war, hab ich ihm alles erzählt (nichts vom Internet). Ich habe gestern um 23.00 Uhr 75 mg Lyrica genommen, danach 3 Std. geschlafen. Als ich wach wurde, war 2 Min. alles gut, dann fing die Angst an. Ich habe im dunklen Wohnzimmer gesessen, bis mein Mann aufstand. Er ist es leider von früher noch so gewohnt, so um 03.30 aufzustehen. Ja, und dann ging der Stress los. Natürlich wollte er Licht anmachen, ist ja auch normal. Aber mir tat das so weh in den Augen, daß ich ziemlich agressiv wurde und die Angst sich in Panik umwandelte. Der Arzt hat meinen Zustand natürlich gesehen (Hand vor die Augen gehalten, auf und ab gelaufen, Nerven auf 180). Ich habe ihn gefragt ob er eigentlich weiß was er mir da verschrieben hat. Und das nur wegen Schlaflosigkeit. Er meinte, das sehe ich nur so eng weil es mir nicht gut geht. Ich habe ihm gesagt das ich am 02.12. einen Termin in Münster habe auf den ich schon 8 Monate warte. Aber in diesem Zustand kann ich ihn nicht wahrnehmen. Er hat gesagt, Sie müssen ersteinmal zur Ruhe kommen. Ja sicher, aber wie? Er hat gesagt (ich trau mich das kaum zu schreiben, aber ist so) ich soll das Lyrica (das wäre dann wohl doch nichts für mich) weglassen und stattdessen Opipramol 50 mg nehmen. Was ist das nun wieder? Vertrauen Sie mir, wir schaffen das! Ich hab ihm vertraut und jetzt bin ich in einem nicht mehr akzeptablen Zustand. Ich kann wirklich keinen Termin wahrnehmen weil ich nur Panik habe. Nun warte ich bis heute Abend vll. schreibt mir jemand was Opipramol ist. Ich komme einfach nicht zur Ruhe, wenigstens das ich am Tage etwas erledigen kann. LG Conny
45 Jahre durchgehend Benzos, immer wieder Entzüge, letzten 2014, nach Klinikaufenthalt sofort weiter Benzos genommen. Nehme heute 10 mg Diazepam, 7 ml Polamidon, 75 mg L-Thyroxin, 1 Omeprazol, 100 mg Lyrica.

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