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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Jamie
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Jamie »

Hallo shalai,

man merkt dir die Panik an, aber die ist ein schlechter Ratgeber.
Dein Wohl und Wehe wird nicht davon abhängen jetzt innerhalb weniger Stunden Entscheidungen treffen zu müssen, das solltest du dir als erstes mal klar machen.
Ich habe noch nicht in Gänze begriffen, warum es dir jetzt auf einmal so schlecht geht, du so panisch bist.
Meinst du das kommt vom Lyrica? War das denn immer so? Oder könnte es vielmehr sein, dass dein ZNS durch deine Schwankungen mit dem Lyrica außer Rand und Band geraten ist?
Lyrica macht abhängig. Es muss ausgeschlichen werden und auch Opipramol kann einen Lyricaentzug nicht wirklich abfangen.
Opipramol ist ein altes AD aus der Gruppe des Trizyklischen AD, es wirkt angstlösend und soll auch wohl beruhigen können, aber wir haben hier schon öfters mitbekommen, dass es genau die Panik auslöst, die es beheben soll. Das ist also eine zweischneidige Sache und käme auf den Versuch an, wie es individuell vertragen wird.

Diese extreme Lichtempfindlichkeit, die du beschreibst, ist ein typisches Absetzsymptom und weist auf die Reizüberflutung hin, die dein ZNS durchmacht.
Ich würde dir nicht empfehlen das Opipramol zu nehmen; das kann man notfalls ein ander Mal immer noch testen.
Meines Erachtens liegt der Hund beim Lyrica begraben.
Was nimmst du denn jetzt? 75mg oder 100mg? 100mg steht in deiner Signatur. Solltest du von 100 auf 75 runtergegangen sein, hättest du in einem einzigen Schritt mehr als 20% abgesetzt, was viel zu hoch ist (höchstens 10%-Schritte); insbesondere weil uns von Lyrica bekannt ist, dass dieses ein erhebliches Abhängigkeitspotential birgt.

Setz dich doch mal in Ruhe hin, falls möglich, und versuche nochmal zu rekonstruieren, seit wann es dir so schlecht geht und was da war?
Dieses Detektivspiel ist in der Regel aufschlussreich; meistens wird von sich aus nichts anders oder erheblich schlimmer, sondern es lag eine Dosisänderung oder emotionale Probleme, großer Stress etc. vor, was Symptome triggern kann.

Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Kevin05

Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Kevin05 »

Hallo Conny,

ja, ich glaub wie Jamie, dass Drogen wie Heroin und Co. weniger schlimm sind als Benzos und gewisse andere psychogene Substanzen, wobei ich nicht genau weiß, ob ich da Jamie richtig verstanden habe.

Du musst einfach zuhören, Ärzte haben keine Ahnung, weder von deinen Drogen noch von Medikamenten, jetzt wirst du fragen wer dann, na du! Okay, von den Medikamenten hast du auch wenig Ahnung verständlicherweise, versuch hier wo du wenig Ahnung hast einfach auf die Leute hier zu hören, weil die haben ja viel Erfahrung, nicht bei den Drogen, aber bei dem Lyrica und Co.

Du weißt, dass es ganz schwer ist und wird, auch deine Lebensumstände sind schlichtweg nicht wirklich förderlich für eine Verbesserung oder ein dauerhaftes Wegkommen, auch das müsstest du wissen. Geh nach Thailand nach Thamkrabok, ich denke für niemanden hier im Forum ist das ein geeigneter Platz wie für dich, informiere dich drüber, bleib einige Monate dort, das ist die Chance die ich für dich sehe, hier sehe ich sie nicht, wie auch, durch was? Ich habe über dieses Thema immer wieder mal Kritik bekommen, aber nochmal du bist polyabhängig, das ist eine andere Dimension, du brauchst Unterstützung und zwar Tag und Nacht und jemand der dich rund um die Uhr betreut und genau das machen die dort, es sind alles ehemals Betroffene, dir wird eine Person zur Seite gestellt, die dich begleitet, ich finde das Konzept gut und besser als alles hier, weil nochmal du kommst aus deinem Umfeld nicht raus und du musst aber raus.

Thamkrabok hat sich auf Menschen wie dich spezialisiert und Menschen, die normal ganz wenig Chancen hätten, haben dort eine reale Chance. Du musst weg von allem und wenn du wieder kommst eines Tages, wo ganz anders neu anfangen, das was du hast aufgeben.

Wirklich ich sehe hier im Augenblick keine Zukunft für dich, da brauch ich auch kein großer Prophet sein, deine Lebensgeschichte ist bis dato nicht gerade darauf ausgerichtet, dass es nach Erfolg aussieht, daher musst du was dramatisches ändern so mein Zugang.

Ich zweifle dass du hier die Bedingungen schaffen kannst, dass du eine Chance hast, nicht in diesem Umfeld und dieser Gesellschaft.

Ich mag dich Conny ehrlich und ich rate Thamkrabok wirklich nur Leuten, die sonst keine Chance haben, ich würde da selbst gerne hin, aber ich hab noch Verpflichtungen, aber vielleicht ist das auch eine Ausrede.

Sonst derweil versuch das zu machen, was man dir hier rät auf das Thema Medikamente, bei den Drogen kennst du dich besser aus, wie gesagt, ich verurteile dich nicht und ich finde das sollte auch niemand anderer tun, weil keiner von uns ist besser als der andere, alles Liebe und Gute, Kevin

PS: Also alles was ich von der Sucht- und Drogenberatung weiß macht insofern Mut, dass genau die es schaffen, wo es keiner für möglich hält, also grad die schwersten Fällen schaffen es, ich hoffe du gehörst dazu.
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Meistereder »

Ok immer mit der Ruhe. Ich habe den Eindruck dass der Arzt den Ernst der Lge nicht gesehen hat. (gutmütig, jaja)

Das ist hast so halt im moment, wie soll er dasss auch nachvollziehen, denn, vermutlich nimmt er kein lyrica.

Aber dass dein Mann Weihnachstbeleuchtung aufhängt erinnert mich an den Mann meiner Mutter, und das war schön. Nur wenn man mies drauf ist wg. dieas das und jenem.....voll accepted. Das' Lyrica.......ausschleichen wär evtl das beste. Jamie kennt sich aus.
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Meistereder »

Hab es gerade erst gelesen: Opipramol? Ist das dein Ernst? ratlos....edi

Mädchen es ist zeit clean zu werden, der mist reitet schon zu viele noch weiter rein. Liebe Grüße, d
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Meistereder »

Zo Opipramol, einem älteren AD kann ich folgendes sagen: Wirkt nicht wie etwas Optiate, Benzodiazepine oder Konsorten sofort oder auch "Antidepressiv", zudem bringt eine langfristige Einnahme (und ich spreche von wochen, nicht jahren - eben wie auch ärztlich verordnet wird) Anpassungsreaktionen nach sich - heißt langfristiges Absetzen.

Wenn es heißen soll: in erster Linie nicht weiter Schaden, dann ist das kein gangbarr weg lyrica raus und das nächste reinzuknallen. Da wärst Du leider nicht die erste bei der das Zu schwierigkeiten führt. Teils so massiv, da kann man kaum nioch was dazu sagen.

Meines Erachtend ist es eine Sache des Selbstschutzes einer solchen Behandlung nicht zuzustimmen. Ich würde es nicht probieren.

GERADE NICHT wenn es mr ohnehin schon schlecht geht. Pass auf dich auf. Ich schlafge Dir echt vor Die Sache iun Die Hand zu nehmen und Alles zu tun dass du dich besser fühlst: sabil bist. Z.b. half es mir in Momenten, in "Fenstern", in denen es mal ganz ok war, gut war, die augen zu zu machen (ODER AUCH NICHT ;) ) und diese momente aquszukosten. zu verlängern. Mann kann da vllt. einen geschmack bekommen, was gesund ist. Und sich daran Festhalten.

lg
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Inge2 »

Hab Dir Eine PN geschickt wegen Opipramol. So wie es bei mir wirkte. LG, Inge2
1991-1999 Diazepam, ...Wegen Rückenschmerzen .drei Mal Entzug,
2000--2009Opipramol letztlich bei. 50 mg Abend geblieben bis 2013. 2013Gleich auf 300 mg erhöht ,,hilft nicht mehr, 8 verschiedene Psychoharmaka Zaps, Herzprobleme Verwirrtheit , Kopfstrom, Irrsinn..weggelassen, 2014 Klinikweiter Opipramol 300 2015Juni stationär Klinik ii Opipramol reduziert in 3 Monaten von 300 mg auf null..Halluzinationen,?.immer schlechter. Amytriptillin...und NL! Zwang zur Erhöhung bis 175 starke NW .
Opipramol..... September..100 mg in Klinik dann .75 und auf 50 mg neu Amitryp dazu . ..18.09. 37,5 mg... Ärzte so bestimmt. .....28.09. 25 mg Opi Zwangsreduziert , Amitr erhöht...DR und verwirrt, stärkere Panik, Krämpfe ...01.10. 50 mg . heute wieder hochdosiert auf 50......19.11. 25 mg Opi ...noch Klinik.....175 mg Amitryptillin innerhalb zwei Wochen erhöht..beinahe nicht überlebt. damit Herzprobleme,jetzt Chlorprotixen
, Zuckungen, Krämpfe Strom, völlig wirr im Kopf, Ohnmachtsanfälle nach NL. .....Flucht nach Hause.....19.11. 100 mg Opi ..Hausärztin Versucht zwang zu mehr Psychoph, Ohnmacht nach mehr NL. ... 08.12. 62 mg , 22.12. = 50 mg ... starke Suizidgefühle, ich will aber leben,
26. 12.= 46 mg.... 5% , Angst nicht zu überleben .. b]06.01.16[/b].... 37,5 mg ., .. 11.01.= 46 mg.
: .Wahngefühle, Kopfdruck .8 mg , Gehirnwasseruntersuchung, Einweisung in Klinik, Flucht nach 5 Tagen
nur noch Opipramol in Reduzierung
05.04. ...42 mg ........hab 4 mg reduziert, war eh keine Besserung, durchhalten und weiter.
03.05. ...38 mg ........hab 4 mg reduziert , alles sehr schlimm, starke Suizidgefühle, NW und Entzug, sicher, aushalten.
15.05.....37 mg ........1 mg weniger....verwirrte Gedanken, unrealistisch, weiter machen. Überleben.
12.06.....33 mg........ ..........10.07.....30 mg..........07.08.= 27 mg.......04.09. = 25 mg ... alles noch gleich schlimm,
07.10. ...20 mg ...................04.11.....18 mg .... wöchentlich 0,5 reduziert........02.12 = 16 mg ....
.30.12.= 14 mg..... Muskel und Gelenkschmerzen, Heulkrämpfe, Schwindel, Sehstörungen.
Januar 17. 27.01. . .12 mg. .einiges leicht besser, aber merke starke NW nach Einnahme aber Entzug schlimm,
weiter wöchentlich, 0,5 oder nur 0,25 mg.. mg: 11,5 /11/ 10,5/ 10/ 9,5/ 9/ 8,5/ 8,25/8//7,5/7,25/
31.03. ... 7 mg. Merke jedes bisschen als NW und Entzug, immer noch.
01.05. ....6 mg. .....immer noch gleiche Entzugssymptome. Sehstörungen, Schwindel, DR.
01.06. ... 5 mg .... Schlimme Krämpfe, Dauerschwindel und wie ständig getrunken u d DR. Wann hört das bloß auf.
01.07. ....4 mg .... noch Schwindel, Sehstörungen, Angst, Depressionen, Schmerzen in Muskeln und Gelenken.
01.08. ....3 mg..... nicht geändert, aber ich halte durch, es wird....
01.09. ....2 mg .... jetzt geht's nicht mehr kleiner abzuwiegen, son Mini Krümel, fast nicht mehr zu sehen.
Dezember ........... Null, nix mehr, !!
2018.. Null aber noch starke Nachwirkungen der ganzen Jahre...." Entzug"

Symptome2015...2016Schwindel, Dauerangst, Panik, Amnesie n. Schlaf , Strom wie gelähmt.hin fallen...Sehstörungen.. Kopfkrämpfe, Zuckungen , zittern , kribbeln, DR, DP,verwirrt , Delirzustände. Oft orientierungslos ,
2017noch starker Schwindel, Sehstörungen, Angst, Heulkrämpfe, Angst , unrealistisches Denken .
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Meistereder »

Wem?m Hab keine PM. LG, Meisterschlamm
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Murmeline
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Re: Polytoxicomanie / Lyrica (Pregabalin)

Beitrag von Murmeline »

Hallo Conny,

wie geht es Dir denn? Konntest Du Deinen Termin am 02.12. wahrnehmen? Ich wäre froh, Du würdest nochmal schreiben.

Es gibt Zeiten, da scheint es keinen Weg zu geben. Und man kann ihn nur Schritt für Schritt finden. Padma schreibt es manchmal so schön: dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.

Keine Situation ist aussichtlos, auch wenn man seinen Weg nicht leicht findet.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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