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Olanzapin - Auswirkungsdauer

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Birke
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Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Birke » Mittwoch, 02.12.15, 21:51

Hallo,

vor kurzem war ich 12 Wochen in einer Klinik wegen meiner PTBS und meiner Depression. Nachdem In der Klinik habe ich kurz vor der Entlassung für 4 Tage Olanzapin bekommen. Das war vor fünf Wochen und irgendwie beschäftigt mich das Thema noch immer. Ich habe 10mg 1- 0 - 1 erhalten. Mir ging es überhaupt nicht gut damit. Ich kam mir wie zugeschnürt vor. Alle Gefühlte waren weg. Ich hatte das Gefühl einen riesigen Klos im Hals zu haben, konnte aber nicht weinen und mich dadurch erleichtern. Es war furchtbar für mich. Jetzt habe ich mich etwas eingelesen und bin dabei über dieses Forum "gestolpert". Es würde mich freuen, wenn mir jemand bei der Beantwortung meiner Fragen helfen könnte.
Ich habe zwei Fragen zu genauer Olanzapin. So weit ich das verstanden habe, ist Olanzapin ein Dopamin Antagonist und blockiert damit die Dopamin Rezeptoren. Wie lange hält diese Blockade der Rezeptoren an und wie wird sie wieder aufgehoben? Wann sind die Auswirkung der Medikation beendet? zum einen nach einer kurzen Akutbehandlung von 4 Tagen, einer Einnahme über 2 - 3 Monate und bei einer Einnahme über 1 - 2 Jahre.

Lieben Gruß, Birke

Jamie
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 02.12.15, 23:46

Hallo Birke,

willkommen im adfd :).

Mit Olanzapin haben Thomas und Nora Erfahrung, ich werde sie bitten mal bei dir reinzuschauen.

Zu deinen fachlichen Fragen versuche ich eine Antwort zu geben. Diese Dopamin-Blockade müsste längst vorüber sein. Zwar sind 20mg / Tag sehr viel, aber bei nur 4 Tagen kann keine lange Belegung stattfinden. Bei 4 Tagen Einnahme müsste, je nach Leberenzymaktivität, nach einigen Tagen bis höchstens 2-3 Wochen alles abgebaut sein.

Wann die Auswirkungen der Behandlung sich bessern, ist sehr unterschiedlich. Das hängt zum einen mit der Dosishöhe und der Einnahmedauer zusammen, zum anderen aber damit, wie empfindlich dein ZNS auf den Stoff reagiert. Letzteres ist sogar der wichtigere Punkt und dooferweise kann dir keiner sagen, wie lange du damit zu tun haben wirst, aber bei 4 Tagen halte ich es für sehr ausgeschlossen, dass du länger als einige Wochen oder wenige Monate mit Problemen zu tun haben wirst.

Allerdings gibt es eines zu beachten: Ist das ZNS erst mal so richtig irritiert, und dazu können vier Tage bereits ausreichend sein, dann kann es noch eine ganze Weile Symptome produzieren.
Ich nehme ja mal stark an, dass du nicht nur Olanzapin genommen hast? Welche Medikamente nimmst / nahmst du noch?
Es wäre ein Fehler sich nur auf das Olanzapin zu fixieren, denn in der Regel interagiert alles miteinander und oft sind definitive Ursachen und Auslöser auch gar nicht zu finden, gerade wenn mehr als 1 Medikament genommen wird.

Ich hoffe, diese Einschätzung hilft dir für´s Erste.
Grüße
Jamie
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Thomas
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Thomas » Donnerstag, 03.12.15, 8:49

Hallo Birke,

Du hast das Olanzapin nur diese 4 Tage genommen und danach nicht mehr? Dann hat Jamie dazu alles gesagt. Dass es Dir mit 20 mg Olanzapin nicht gut ging, ist verständlich. Der Körper entgiftet den Stoff aber recht schnell. Die Halbwertszeit beträgt 30-60 h. Damit ist er längst raus aus Deinem Körper und auch die Rezeptoren frei. Irgendwelche Folgen der Einnahme hast Du nach 4 Tagen nicht zu befürchten. Das Olanzapin kannst Du dann abhaken. Wichtiger wäre, was Du in der Klinik wochenlang bekommen hast und weiter nimmst oder bereits möglicherweise zu schnell abgesetzt hast.

Grüße
Persönliche Erfahrung mit Zyprexa/Olanzapin, Cipralex, Prometazin, Tavor, Diazepam. Mehrere aus Unkenntnis gescheiterte Absetzversuche. Endgültiges Ausschleichen seit 2014. Frei von Psychopharmaka seit August 2015.

Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Birke » Donnerstag, 03.12.15, 9:56

Hallo,

vielen lieben Dank für eure Antworten.
Ich schwanke nun zwischen der Aussage, dass nach 2-3 Wochen der Wirkstoff aus dem Körper sein sollte und das mein ZNS durcheinander gekommen sein könnte von den 4 Tagen und es doch noch wesentlich länger dauern kann, bis sich mein Körper von dem Eingriff erholt hat. Gefühlt würde ich momentan vom zweiten ausgehen. Mir geht es seit dem nicht gut und es läuft mir massiv nach, wie das in der Klinik mit der Verordnung des Medikaments gelaufen ist.

Entgegen eurer Vermutung nehme ich keine weiteren Medikamente. Ich habe Olanzapin über 4-Tage in der Dosierung als Akutmedikation in der Klinik bekommen, als ich Rahmen der Traumaarbeit sehr hoch gedreht hatte (ich war zweimal kurz hintereinander massiv getriggert worden). Ich war zu dem Zeitpunkt total fertig, weil ich schon 4/ 5 Tage nicht zur Ruhe gekommen war. Der Psychologe sagte mir, von dem Medikament würde ich ruhig werden und schlafen könnnen. Das war genau das was ich endlich brauchte, also willigte ich ein Olanzapin zu nehmen. Was genau das für ein Medikament ist, darüber wurde ich nicht aufgeklärt. Ich habe das Medikament über das Wochenende in der Klinik genommen. Am Montag sagte ichmeinem Therapeuten, wie schlecht es mir über das WE mit dem Medikament gegangen ist. Mir ging es am Montag noch schlechter, da ich mit dem Medikament alles andere aber nicht zur Ruhe gekommen war und ich weiterhin überhaupt nicht erholen konnte und dazu diese Gefühlskälte mit den ganzen negativen Eindrücken kam. Ich sagte meinen Therapeuten dass ich es nicht weiter nehmen könne, darauf antwortete mein Therapeut, es sei angedacht, die Dosis zu erhöhen und das ich das Medikament länger nehmen solle über die Akutbehandlung hinaus. Ich war vollkommen baff und konnte in der Situation überhaupt nicht reagieren. Er wollte Rücksprache mit dem Psychiater halten. Mit dem Ergebnis, das ich von einem Tag auf den anderen die Kinik verlassen musste. Ich kann das ganz überhaupt nicht verstehen. Schon von Anfang an nicht. Warum habe ich dieses Medikament als Akutmedi bekommen? Ich habe nirgends eine Info gefunden, dass Olanzapin so eingesetzt wird und auch in Verbindung mit PTBS finde ich nicht wirklich Infos.

Vielen Dank für eure Hilfe, auch wenn meine Probleme mit den Medi im Vergleich zu dem was ich hier so überflogen habe, sehr klein sind. Aber ich hoffe sehr, dass wenn ich etwas mehr verstehen kann, was da bei mir abgelaufen ist, ich es besser verarbeiten kann und nicht die ganze Zeit mit dem Kopf so darin so festhänge.

Birke
Diagnose: PTBS, rezidivierende Depression, DDNOS
seid 12.2014 ambulante Verhaltenstherapie 2 x die Woche
04./05.2015 6 Wochen Rehaklinik
08.-10.2015 15 Wochen Psychosomatische Klinik
seit 08.2015 für 2 Jahre Erwerbsunfähigkeitsrente
03.2016 Wechsel der ambulanten Therapie zu einer Therapeutin mit Traumausbildung
ab 18.05.2016 11 Wochen Traumaklinik
seit dem Fortsetzung meiner ambulanten Traumatherapie

Medikamente: 10.2015 4 Tage Zyprexa 1-0-1 10mg
Akutmedikament Tavor beim Hausarzt deponiert - noch nie genommen
selten genutzt Bachblüten Rescue Tropfen

Nora
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Registriert: Dienstag, 29.09.15, 11:53

Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Nora » Donnerstag, 03.12.15, 10:27

Hallo Birke!

Na das ist wieder mal typisch Ärzte!
Es stimmt, Olanzapin ist eigentlich für solche Zwecke nicht gedacht, ein Beruhigungsmittel für akute Fälle ist es bestimmt nicht!

Das ist ja so ähnlich, wie bei mir. Ich kam mit Weinkrämpfen und starker Unruhe zum Arzt (ich reagierte auf ein anderes Medikamant stark paradox) und bekam auch dieses Olanzapin. Natürlich auch ohne Aufklärung. Vertrauensselig nahm ich das mal 3 Wochen, aber nur 5 mg...

Viele Ärzte wollen zur Beruhigung, nicht mal mehr als Akutmedikament, Benzos verordnen, weil man nach diesen (aber bei falscher Anwendung!) süchtig wird. Wenn der Arzt sogar über die Akutphase länger hinaus ein beruhigendes Mittel verschreiben will, werden solche Neuroleptika sehr häufig dafür benutzt. So ähnlich hat mir das mein Arzt erklärt, nachdem ich mich mehr über das Olanzapin informiert hatte und ihn darauf angesprochen habe. Vor der Verordnung von Benzos schreckt er zurück. Neuroleptikas, vor allem die neueren atypischen, sind für ihn ja so gut und "modern".... Bei mir reichten die 5 mg schon aus, um ruhiger zu sein und auch gut schlafen zu können. Gleich mit 20 mg zu beginnen ist ja der totale Hammer, da kanns natürlich sein, dass davon dein ZNS ordentlich gereizt wurde. Das braucht seine Zeit, bis sich das wieder beruhigt hat, aber bleibende Schäden gibt es bestimmt nicht, es wird wieder verschwinden!

LG Nora
2008-2010 50mg Sertralin-abrupt abges.-keine Entzugsersch.
1.7.2013 Knieverletzung
Ab 27.9.2013 50mg Sertr-bald Weinkrämpfe, Übelkeit, Brechreiz, starke Unruhe
Okt 2013 - Jän 2015
50 mg Sertr-abrupt abges.-keine Entzugsersch.

20.-24.8.2015
50mg Sertr.-ab 2. Tag Weinkrämpfe, Unruhe, Durchfall, Durchschlafprobleme, Herzklopfen-Einn. beendet-es wurde schlimmer-zu Ärzten

28.8.-15.9. 5mg Olanzapin Symptome klingen schnell ab-doch Verstopfung, Mundtrockenheit, abgestumpfte Gefühle
16./17.9. 2,5mg Olanz
18.9. Olanz abges.
18.-24.9. keine Entzugsersch.
25.9.-1.10. Entzugsersch. beginnen-tgl. schlimmer: nervöser Darm, kein Schlaf, Weinkrämpfe, innere Unruhe, Zittern, Tinnitus, "Nerven"-Schmerzen im Knie

Ab 3.10. tgl 2,5mg Olanz
4.10-6.11. guter Schlaf, in der ersten Woche: vm. weinerlich, geringer Appetit, Mundtrockenheit, stärkere Knieschm, Tinnitus, Unruhe, Zittern, Schwächegefühl, Brustkorb und Rücken schmerzhaft verspannt; ab der 2. Woche Weinkrämpfe nm/abends, alle Symptome wurden ständig besser

Ab 6.11. tgl 1,9mg Olanz
7.-13.11. selten Watte, verspannte Muskeln-leichte Rückenschm, am 12./13. starke Nervosität, Knie gleich
14.-30.11. sehr selten Watte, manchmal Unruhe, häufig nm/abends Weinkrämpfe; Knie gebessert
1.12. Verzweiflung wegen Knie und vor allem wegen Olanzapineinn. wächst tgl, daher -->

Ab 1.12. tgl 1,25mg Olanz
2.-8.12. etwas schlechter eingeschl., mehr Rücken.- und Knieschm., dafür keine Weinkrämpfe mehr, Seele fühlt sich wohl
-15.12. gut eingeschl., Rücken.- und Knieschm. bessern sich langsam, Seele zufrieden
-22.12. guter Schlaf, Rücken-Knieschm. besser, Seele zufrieden

Ab 22.12. tgl 0,7mg Olanz
23.-29.12. ersten Tage schlecht eingeschl., stärkerer Tinnitus, etwas Übelkeit und Unruhe, Grübeln und Angst vor eventuellen Absetzerscheinungen, Knie gleich
-5.1.16 besserer Schlaf, Übelkeit, Unruhe und Grübeln weniger, kurzzeitig stärkere Rückenschm. und Tinnitus, Knie gleich

Ab 6.1.2016 KEIN Olanzapin mehr!!!
-9.1. merk noch nix Negatives, kann gut schl., bin innerlich relativ ruhig
-13.1. leider Übelkeit, kaum Schlaf
-20.1. besserer Schlaf, aber nur 3-4 h, Übelkeit mal wenig-mal sehr stark mit Brechreiz
-24.1. schlechter Schlaf, nur 2-3 h, dann aufwachen mit Angstgefühl, Übelkeit wird mit MCP-Tropfen gelindert
ab 25.1. Schlaf besser mit 4-6 h, 2x tgl. 0,5 mg Metoclopramid gegen die Übelkeit wirken sehr gut
ab 29.1. nach ca. 4 Stunden Schlaf wachliegen mit seltsamen "Angst"gefühl u. Unruhe, nur mehr morgens 0,25 mg Metoclopramid gegen Übelkeit nötig; "Weicheirigkeit", häufig Wattegefühl-ev. durch zu wenig Schlaf
ab 8.2. Schlaf bessert sich immer mehr-weniger Morgenunruhe, keine Übelkeit-kein Metoclopramid mehr! weniger "weicheirig" und Wattegefühl, Knie wird ab 22.2. 2 mal tgl. mit Voltadol eingeschmiert

16.3.2016 - 10 Wochen auf Null die Absetzsymptome sind kaum zu spüren, leider ist das Knieproblem (Ursache der Psychopharmakaeinn.) noch nicht gelöst, aber es bessert sich ganz langsam
ab 4.4. versuche nun, komplett ohne die Baldrian-Einschlafhilfe zu schl., damit bin ich "clean", Knie wird nur mehr vorm. mit Voltadol eingeschmiert
ab 6.4. Zeckenstich und "Überbein" regen mich sehr auf, bald auch Tinnitus und daher wenig Schlaf; Weinen, Watte, Angst, auch Aggressionen; also wieder Baldriantabletten vorm Schlafengehen

Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Birke » Donnerstag, 03.12.15, 17:29

Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort Nora. Es beruhigt mich, dass es keine bleibenden Schäden geben wird.
Dennoch bin ich schockiert, dass die Einnahme des Medikaments über 4 Tage mich nun unter Umständen über Monate beeinflussen wird. Zumal ich mich nach wie vor gefühllos und leer fühle, irgendwie funktioniere ich. Das kann ich nicht gut aushalten und hoffe sehr, dass sich das bald wieder ändert. Und ich verstehe auch nicht, wie man mir ohne genaue Information, solch ein Medikament geben konnte. Vor allen dingen erst nur eine Einnahme über 5 Tage als Akkutmedikation verschreiben und dann erfahre ich am 4. Tag bei einem Gespräch mit meinem Therapeuten auf dem Flur, dass ich das Medikament doch als Dauermedikation nehmen soll. Ich bin wirklich froh, dass ich in dem Moment gesagt habe, dass ich das Medikament nicht weiter nehmen kann, weil es mir zu schlecht geht.

Lieben Gruß, Birke
Diagnose: PTBS, rezidivierende Depression, DDNOS
seid 12.2014 ambulante Verhaltenstherapie 2 x die Woche
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seit 08.2015 für 2 Jahre Erwerbsunfähigkeitsrente
03.2016 Wechsel der ambulanten Therapie zu einer Therapeutin mit Traumausbildung
ab 18.05.2016 11 Wochen Traumaklinik
seit dem Fortsetzung meiner ambulanten Traumatherapie

Medikamente: 10.2015 4 Tage Zyprexa 1-0-1 10mg
Akutmedikament Tavor beim Hausarzt deponiert - noch nie genommen
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Nora
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Nora » Donnerstag, 03.12.15, 18:07

Hallo, Birke!

Ja, manchmal reichen echt nur ein paar Tage Einnahme eines Psychopharmakas aus, um das ZNS völlig aus der Bahn zu schmeißen! Mir gings nach 5 Tagen Sertralineinnahme eine Woche später nach dem Absetzten noch immer so schrecklich, dass ich eben dieses Olanzapin bekam...

Solange es dir nicht total schrecklich geht mit den Nachwirkungen, solltest du dir ja kein weiteres Psychopharmaka aufs Auge drücken lassen, nur um da angeblich die Symptome überdecken zu können....

Es war sehr richtig von dir, dass du nach ein paar Tagen wieder damit aufgehört hast, du hast ja gefühlt, dass es dir schadet! Mich schockiert nur das Vorgehen dieser Klinik. Weil du nicht mehr dieses Medikament nehmen wolltest, von dem du eindrücklich sagtest, dass es dir damit schlechter geht, haben sie dich aus der Klinik geworfen??? Du warst doch anscheinend mitten in der Behandlung eines PTBS und da werfen sie dich raus? Echt schlimm, wie mit traumatisierten Menschen umgegangen wird!

Mach dir aber auf jeden Fall keine Sorgen, die Nachwirkungen der Olanzapineinnahme werden verschwinden! Nach einer traumatischen Erfahrung durch die Traumaarbeit gings dir schlechter durch das Olanzapin und dann dieses rücksichtslose Verhalten des Klinikrauswurf. Da kommen wohl mehrere Sachen zusammen, die du eventuell insgesamt noch verdauen musst!

LG Nora
2008-2010 50mg Sertralin-abrupt abges.-keine Entzugsersch.
1.7.2013 Knieverletzung
Ab 27.9.2013 50mg Sertr-bald Weinkrämpfe, Übelkeit, Brechreiz, starke Unruhe
Okt 2013 - Jän 2015
50 mg Sertr-abrupt abges.-keine Entzugsersch.

20.-24.8.2015
50mg Sertr.-ab 2. Tag Weinkrämpfe, Unruhe, Durchfall, Durchschlafprobleme, Herzklopfen-Einn. beendet-es wurde schlimmer-zu Ärzten

28.8.-15.9. 5mg Olanzapin Symptome klingen schnell ab-doch Verstopfung, Mundtrockenheit, abgestumpfte Gefühle
16./17.9. 2,5mg Olanz
18.9. Olanz abges.
18.-24.9. keine Entzugsersch.
25.9.-1.10. Entzugsersch. beginnen-tgl. schlimmer: nervöser Darm, kein Schlaf, Weinkrämpfe, innere Unruhe, Zittern, Tinnitus, "Nerven"-Schmerzen im Knie

Ab 3.10. tgl 2,5mg Olanz
4.10-6.11. guter Schlaf, in der ersten Woche: vm. weinerlich, geringer Appetit, Mundtrockenheit, stärkere Knieschm, Tinnitus, Unruhe, Zittern, Schwächegefühl, Brustkorb und Rücken schmerzhaft verspannt; ab der 2. Woche Weinkrämpfe nm/abends, alle Symptome wurden ständig besser

Ab 6.11. tgl 1,9mg Olanz
7.-13.11. selten Watte, verspannte Muskeln-leichte Rückenschm, am 12./13. starke Nervosität, Knie gleich
14.-30.11. sehr selten Watte, manchmal Unruhe, häufig nm/abends Weinkrämpfe; Knie gebessert
1.12. Verzweiflung wegen Knie und vor allem wegen Olanzapineinn. wächst tgl, daher -->

Ab 1.12. tgl 1,25mg Olanz
2.-8.12. etwas schlechter eingeschl., mehr Rücken.- und Knieschm., dafür keine Weinkrämpfe mehr, Seele fühlt sich wohl
-15.12. gut eingeschl., Rücken.- und Knieschm. bessern sich langsam, Seele zufrieden
-22.12. guter Schlaf, Rücken-Knieschm. besser, Seele zufrieden

Ab 22.12. tgl 0,7mg Olanz
23.-29.12. ersten Tage schlecht eingeschl., stärkerer Tinnitus, etwas Übelkeit und Unruhe, Grübeln und Angst vor eventuellen Absetzerscheinungen, Knie gleich
-5.1.16 besserer Schlaf, Übelkeit, Unruhe und Grübeln weniger, kurzzeitig stärkere Rückenschm. und Tinnitus, Knie gleich

Ab 6.1.2016 KEIN Olanzapin mehr!!!
-9.1. merk noch nix Negatives, kann gut schl., bin innerlich relativ ruhig
-13.1. leider Übelkeit, kaum Schlaf
-20.1. besserer Schlaf, aber nur 3-4 h, Übelkeit mal wenig-mal sehr stark mit Brechreiz
-24.1. schlechter Schlaf, nur 2-3 h, dann aufwachen mit Angstgefühl, Übelkeit wird mit MCP-Tropfen gelindert
ab 25.1. Schlaf besser mit 4-6 h, 2x tgl. 0,5 mg Metoclopramid gegen die Übelkeit wirken sehr gut
ab 29.1. nach ca. 4 Stunden Schlaf wachliegen mit seltsamen "Angst"gefühl u. Unruhe, nur mehr morgens 0,25 mg Metoclopramid gegen Übelkeit nötig; "Weicheirigkeit", häufig Wattegefühl-ev. durch zu wenig Schlaf
ab 8.2. Schlaf bessert sich immer mehr-weniger Morgenunruhe, keine Übelkeit-kein Metoclopramid mehr! weniger "weicheirig" und Wattegefühl, Knie wird ab 22.2. 2 mal tgl. mit Voltadol eingeschmiert

16.3.2016 - 10 Wochen auf Null die Absetzsymptome sind kaum zu spüren, leider ist das Knieproblem (Ursache der Psychopharmakaeinn.) noch nicht gelöst, aber es bessert sich ganz langsam
ab 4.4. versuche nun, komplett ohne die Baldrian-Einschlafhilfe zu schl., damit bin ich "clean", Knie wird nur mehr vorm. mit Voltadol eingeschmiert
ab 6.4. Zeckenstich und "Überbein" regen mich sehr auf, bald auch Tinnitus und daher wenig Schlaf; Weinen, Watte, Angst, auch Aggressionen; also wieder Baldriantabletten vorm Schlafengehen

Cashi
Beiträge: 796
Registriert: Montag, 07.09.15, 21:16

Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Cashi » Donnerstag, 03.12.15, 22:14

Hallo herzlich willkommen. ..mei wenn ich das wieder hören da flipp ich aus. Es tut mir leid wie mit dir umgegangen wurde. Kann man solche Vorfälle nicht melden. .ich wünsche dir alles Gute. Lg Cash
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16, Spirulina seit mehreren Wochen weg
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen

Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Birke » Samstag, 05.12.15, 12:45

Hallo,

ja, ich war gerade mitten in der Traumaarbeit und dann ging es von jetzt auf gleich raus ohne Stabilisierungsphase....Ich denke auch, dass ich da noch viel zu verarbeiten habe. Momentan macht mir schwer zu schaffen, dass ich so Leer, Gefühlskalt und absolut gleichgültig bin. Das ist sicherlich jeder anders, aber da bin ich lieber am Weinen, da weis ich wenigstens, dass ich lebendig bin und fühle am Leben beteiligt bin. Mit dieser Leere kann ich nicht umgehen.
Ich weis nicht, ob man solch ein Vorgehen irgendwo melden kann. Freund denen ich erzählt hatte wie das abgelaufen ist, haben mir empfohlen das bei der Ärztekammer zu melden. Aber ich kenne mich damit nicht aus, weis nicht was dann weiter abläuft...

Lieben Gruß, Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Murmeline » Samstag, 05.12.15, 14:07

Hallo Birke,

mir tut das auch wirklich leid, dass der Aufenthalt zu kurzfristig beendet wurde. Die fehlende Stabilisierungsphase macht es sicher auch nicht einfach derzeit.
Momentan macht mir schwer zu schaffen, dass ich so Leer, Gefühlskalt und absolut gleichgültig bin. Das ist sicherlich jeder anders, aber da bin ich lieber am Weinen, da weis ich wenigstens, dass ich lebendig bin und fühle am Leben beteiligt bin. Mit dieser Leere kann ich nicht umgehen.
Ich kann das gut nachvollziehen. Das schwierige ist, glaube ich, dass man es auch nicht herbeidenken kann, dass man sich nicht mehr leer, gefühlskalt und gleichgültig fühlt. Ich meine eben, wenn man jeden morgen aufwacht, in sich spürt, ob das aufgehört hat, merkt, dass es das nicht tut und dann sehr viel darübr nachdenkt, dann ist man zusätzlich belastetund kommt doch nicht weiter. Es kann sein, dass Du ncoh eine Weile eher funktionierst als fühlst, aber das wird sich definitiv bessern.

Vielleicht kannst Du herausfinden, was Dir trotzdem guttut und wobei Du Dich etwas besser spürst - bei Waldspaziergängen, beim Trommeln oder bei solchen Sachen?

Wir haben hier einen Beitrag von Usern, die länger und höherdosiert NL bekommen haben, sich sehr zombiehaft fühlten und mit ähnlicher Gefühlsleere gekämpft haben: viewtopic.php?f=32&t=10218 Auch bei Ihnen hat sich der Zustands über mehrere Wochen dann wieder gebessert. Dass wird ganz sicher bei Dir auch der Fall sein.

Hast DU geben, der Dir derzeit Stabilität gibt und für Dich da ist?

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Thomas » Samstag, 05.12.15, 15:32

Hallo Birke,

der Vorgang in der Klinik beschäftigt Dich noch immer ganz schön. Und der ist ja auch auffällig. Da bekommst Du mit der Diagnose PTBS stationäre Psychotherapie und nach einigen Wochen wurde dann etwas hervorgebracht, das sofort mit einer Höchstdosis Neuroleptika wieder wegmediziert werden sollte und zwar dauerhaft. Abgeschossen mit 20 mg Olanzapin. Mit so einer Anfangsdosis kann man das Nervensystem nur überrumpeln und weitere Auffälligkeiten hervorbringen, anstatt es einfach zur Ruhe kommen zu lassen. Du hast zum Glück die Kontrolle behalten und die Medikation abgelehnt. Daraufhin hält der Therapeut Rücksprache mit dem Psychiater und die Therapie wird beendet, der Patient entlassen, das Interesse erloschen, die Kostenübernahme vielleicht auch. Die Therapie hat jedenfalls ihren Zweck nicht mehr erfüllt.

Meine Sicht auf die Sache ist, dass Du froh sein kannst und auch ein bisschen stolz darauf, so aus der ganzen Geschichte rausgekommen zu sein. Ich würde an Deiner Stelle nicht nur mit dem Olanzapin abschließen, sondern auch mit der Klinik, der Therapie, diesem Abgang und vielleicht auch mit der Diagnose. Zumindest würde ich mir Gedanken machen, was das alles unterm Strich für einen Nutzen hatte. Mit einer Meldung oder sowas würd ich mich nicht belasten. Die haben auch nichts offiziell falsch gemacht. Du hast die Behandlung abgelehnt und dann wurde sie eben beendet. Mir hat man auch mal erklärt, meine Psychotherapie könne nur erfolgreich fortgesetzt werden, wenn ich nun Risperdal zu mir nehme und auf die Ablehnung folgte die Entlassung.

Lieben Gruß
Persönliche Erfahrung mit Zyprexa/Olanzapin, Cipralex, Prometazin, Tavor, Diazepam. Mehrere aus Unkenntnis gescheiterte Absetzversuche. Endgültiges Ausschleichen seit 2014. Frei von Psychopharmaka seit August 2015.

Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Birke » Samstag, 05.12.15, 15:43

Hallo Murmeline,

vielen lieben Dank für den Link. Es tut doch immer wieder gut festzustellen, wenn man mit einem Thema nicht alleine ist....
Mein Umfeld ist leider mau. Familie ist überhaupt nicht vorhanden und Freunde geht so...aber auch das war der Klinik bekannt.

Also Sport machen. Schwierig, wenn man zu so überhaupt nichts Lust hat.

Ich finde es immer noch heftig, wie lange sich so eine Einnahme über 4-Tage auswirkt und ich könnte den Chefarzt von der Klinik dafür sonst wohin.... Traumaarbeit in der Therapie brauche ich so jedenfalls auch nicht angehen.

Was geschieht eigentlich im Gehirn wenn, wie man so schön sagt, "Erinnerungen zurück kommen". Wenn über Jahre, Jahrzehnte traumatische Erinnerungen wieder präsent sind. Wie kommt das? Liegt dahinter auch ein biochemischer Prozess? Wie funktoniert das sich wieder Erinnern im Gehirn?
Und was, wenn die Erinnerungen gerade zurück gekommen sind und dann Olanzapin eingenommen wird ?

Diese Überlegung geht mir jetzt durch den Kopf. Es würde mich freuen, wenn hierzu jemanden Informationen hat und sie mir schreiben mag!

Lieben Gruß, Birke
Diagnose: PTBS, rezidivierende Depression, DDNOS
seid 12.2014 ambulante Verhaltenstherapie 2 x die Woche
04./05.2015 6 Wochen Rehaklinik
08.-10.2015 15 Wochen Psychosomatische Klinik
seit 08.2015 für 2 Jahre Erwerbsunfähigkeitsrente
03.2016 Wechsel der ambulanten Therapie zu einer Therapeutin mit Traumausbildung
ab 18.05.2016 11 Wochen Traumaklinik
seit dem Fortsetzung meiner ambulanten Traumatherapie

Medikamente: 10.2015 4 Tage Zyprexa 1-0-1 10mg
Akutmedikament Tavor beim Hausarzt deponiert - noch nie genommen
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LinLina
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von LinLina » Sonntag, 06.12.15, 13:39

Liebe Birke,

Was genau passiert, wenn Erinnerungen zurück kommen, kann glaube ich niemand exakt beantworten. Es gibt sicher viele Vermutungen und Untersuchungen dazu, aber die Vorgänge im Gehirn sind extrem komplex und wir sind weit davon entfernt, Prozesse eindeutig zu verstehen.

Ich habe mich damit nicht genau befasst, finde deine Frage aber sehr interessant. Meiner Ansicht nach wird das weitere Durchleben und auch Verarbeiten von Erinnerungen von Psychopharmaka teilweise unterbrochen. Manchmal kann das hilfreich sein, wenn im akutfall die Belastung durch die Erinnerungen zu groß ist.

Wenn die Medikamente wieder abgesetzt werden, können manche Dinge wieder auftauchen und müssen dann bearbeitet werden.

Dadurch kann sich die Heilung verzögern, denke ich.

Andererseits braucht es auch immer wieder Pausen in der Traumabearbeitung, es kann auch sein, dass dein jetziger Zustand nicht nur eine Folge des Olanzapins ist, sondern auch ein Eigenschutzmechanismus. Durch den Stress infolge deines Erinnerns, die darauf folgende Olanzapineinnahme, und die plötzliche Entlassung aus der Klinik kann es sein, dass sich dein Gehirn mit diesem betäubten Gefühl schützen möchte, weil es nicht alles verarbeiten kann.

Ich denke du bräuchtest dringend ganz viel Stabilität, am besten einen geschützten Raum. Versuch dir auch Zeit zu geben, deine Gefühle werden dann bestimmt langsam wieder kommen.

lg Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Thomas
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Thomas » Sonntag, 06.12.15, 18:13

Hallo Birke,

da schließ ich mich der Biologin an. Was beim Erinnern passiert, ist intressant, in der Physiologie aber wenig bekannt. Drüber reden kann man ja trotzdem mal. Gemeinhin wird ja unterschieden, zwischen Langzeitgedächtnis, in dem Erinnerungen irgendwie strukturell dauerhaft gespeichert sind und dem Kurzzeit- oder Arbeitsgedächtnis, wo es bewusst, verarbeitet, bewertet und auch mit Emotionen verknüpft wird. Physiologisch angeblich im Frontalhirn angesiedelt und mit elektrischer und durch Botenstoffe vermittelter Reizübertragung erklärte Hirnaktivität. Wie die Übertragung von dem einen Zustand in den anderen und vom Langzeit- zum Arbeitsgedächtnis erfolgt, keine Ahnung.

Jedenfalls passiert das beim Erinnern und je länger das Erlebte her ist, desto länger dauert ja der Prozess. Dann muss beim drüber reden oder denken Detail für Detail abgerufen werden. Manches ist so gut vergraben, dass es nur mühsam ans Tageslicht befördert werden kann. Und vielleicht vergräbt das in Jahrmillionen entwickelte, bewährte und zu unserem Wohl arbeitende Superorgan manches Erlebte aus guten Grund und in purer Absicht so tief in der Versenkung. Vergessen ist ja kein Mangel an Funktion, sondern ein Schutzmechanismus. Wen wir ständig mit unseren negativen Erlebnissen im Bewusstsein den Alltag meistern müssten, würden wir kläglich scheitern und permanent unglücklich sein. Wenn die Erinnerungen dann aber wieder hervorgekramt und bewusst gemacht wurden, wird auch alles wieder durchlebt und Emotionen werden erzeugt. Bei einem Trauma sicher keine guten.

Das führte dann bei Dir vermutlich zu den Gefühlsausbrüchen und Schlaflosigkeit als typische Stressreaktion auf das Erlebnis. Das arme Gehirn musste das Problem erneut bearbeiten, bewältigen, sich damit abfinden und wieder anfangen, es zu vergraben. Das versucht es sicher auch, denn das tut es vermutlich immer mit negativen Erlebnissen, zu unserem Schutz und für unsere Überlebensfähigkeit im Alltag. Wozu man es dann überhaupt ausgegraben hat, könnte man fragen.

Wenn dann das Olanzapin dazu kommt, gibts wieder mehr Anhaltspunkte zur Physiologie. Das Neuroleptikum hemmt ja die Hirnaktivität durch Blockade der Reizübertragung vornehmlich von Dopamin, welches für Antrieb, Motivation und positive Gefühle verantwortlich gemacht wird. Da wurde dann also die psychotherapeutisch hervorgerufene Reaktion des Gehirns, das Verarbeiten und Bewältigen des Erlebten, chemisch wieder unterdrückt und wegmediziert. Wohlmöglich wird die Verarbeitung noch mit den unangenehmen Nebenwirkungen und Gefühlen unter dem hochdosierten Dopaminblocker verknüpft und so ins Langzeitgedächtnis zurück geschrieben. Über die physiologischen Auswirkungen der von der Klinik angedachten Dauerbehandlung brauchen wir in dem Fall zum Glück nicht reden.

Aus dem Ganzen ist für mich, wie oben schon geschrieben, der Nutzen der Diagnose "PTBS", die daraus folgende Gesprächsbehandlung und die daraus folgende medikamentöse Behandlung eher fragwürdig. Aus Sicht des Psychiatriebetriebs ist der Nutzen leicht erkennbar. Aus Deiner Sicht mir zumindest und ohne Kenntnis Deiner persönlichen Details erstmal nicht. Deswegen würde ich mich an Deiner Stelle von all dem Psychiatriekram lösen und das evolutionär erprobte und unkorrumpierbar für Dich arbeitende Gehirn möglichst ungehindert seine Arbeit machen lassen. Deine jetzige emotionale Verfassung würde ich auch weniger auf Nachwirkungen des nur 4 Tage eingenommenen Medikaments, als vielmehr auf die Nachwirkungen der Psychotherapie und des ganzen Klinikaufenthalts einschließlich dieses Abgangs zurückführen. Die Zeit wird das heilen oder besser gesagt, das Superorgan wird es auf die Reihe kriegen. Darauf würde ich vertrauen.

Lieben Gruß
Persönliche Erfahrung mit Zyprexa/Olanzapin, Cipralex, Prometazin, Tavor, Diazepam. Mehrere aus Unkenntnis gescheiterte Absetzversuche. Endgültiges Ausschleichen seit 2014. Frei von Psychopharmaka seit August 2015.

Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Birke » Montag, 07.12.15, 18:55

Hallo,

vielen lieben Dank für eure Antworten.

Also, geduld, geduld, geduld.....

Die Behandlung sehe ich auch als fragwürdig an und leider für mich auch in einem weiteren Sinne kontraproduktiv. Ich bin wirklich seit längerem sehr motiviert in ambulanter Therapie und bin sehr motiviert und offen in die Klinik gegangen. Das werde ich sicherlich kein zweites mal machen. In der ambulanten Therapie habe ich gerade auch keine wirklich Lust. Ich gebe mir mühe die Zeit zu nutzen, aber eigentlich "null bock". Schade, ärgere mich selber drüber. Ist aber so.

Achja, neben Geduld üben, versuche ich mal mit Johanniskraut mein ZNS dabei zu unterstützen wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Wenn ich das richtig verstanden habe, senkt Olanzapin das Dopamin- und Serotoninniveau. Oder hat sich das in den sieben Wochen von alleine wieder erholt. Auch eine gute Frage, wie schnell lässt sich eigentlich so ein Niveau von niedrig auf hoch oder auch umgekehrt von hoch auf niedrig verändern?

Lieben Gruß, Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Dane » Montag, 07.12.15, 19:17

Hallo Birke,

bitte sei äußerst vorsichtig mit dem Johanniskraut , bzw. lass es lieber weg! Ich kann aus eigener Praxis nur davor warnen :!: Es liefert nämlich kein "mehr" an Serotonin; die Wahrheit ist viel ernüchternder: Hochdosiert wirkt es wie ein mittelpotentes SSRI und beschert ähnliche (Absetz-)beschwerden. Es ist also alles Andere als harmlos, müsste meiner Meinung nach wie die chemischen AD's behandelt werden und gänzlich der Verschreibungspflicht unterliegen! Hier im Forum gibt es auch einige teils krasse Fälle mit JK. :vomit:
Viel empfehlenswerter sind Baldrian und/oder Hopfen, Melisse, Passionsblume als pflanzliche Beruhigungsmittel, wobei auch die manche Entzügige nicht (mehr) zu vertragen scheinen. Das müsstest du einfach ausprobieren. :)

Liebe Grüße
Dane
In den Wintermonaten 12/13 und 13/14: Einnahme von Johanniskraut (Laif 900, nicht ausgeschlichen)

06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

Was mir hilft: (oder zumindest nicht schadet)
Fischölkapseln
Passionsblumenkraut
Vitamin D3
Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
und wenn es geht: viel Ruhe und Geduld :schnecke:

Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Birke » Montag, 07.12.15, 22:45

Hallo Dane,

vielen Dank für Deine Warnung. Was ich mit der Unterstützung mit Johanniskraut meine, ist Tee trinken. Ich habe das eher unter dem Motto gesehen, ich kann was machen und vielleicht geht es mir damit ja auch schon mal besser. Meinst Du das kann auch so gravierende Auswirkungen haben?

Lieben Gruß, Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Dane » Montag, 07.12.15, 22:49

Hey Birke,

als Tee wird es wohl kaum schaden anrichten, aber die Bedenken bleiben bestehen :)

Gruß
Dane
In den Wintermonaten 12/13 und 13/14: Einnahme von Johanniskraut (Laif 900, nicht ausgeschlichen)

06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

Was mir hilft: (oder zumindest nicht schadet)
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Nora
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Nora » Dienstag, 08.12.15, 14:18

Hallo, Birke!

Es gibt so viele leckere Tees, die auch entspannend wirken können, da würde ich persönlich immer andere Tees trinken, bevor ich das Experiment Johanniskrauttee versuchen würde, überhaupt wenn das ZNS schon gereizt ist!

LG Nora
2008-2010 50mg Sertralin-abrupt abges.-keine Entzugsersch.
1.7.2013 Knieverletzung
Ab 27.9.2013 50mg Sertr-bald Weinkrämpfe, Übelkeit, Brechreiz, starke Unruhe
Okt 2013 - Jän 2015
50 mg Sertr-abrupt abges.-keine Entzugsersch.

20.-24.8.2015
50mg Sertr.-ab 2. Tag Weinkrämpfe, Unruhe, Durchfall, Durchschlafprobleme, Herzklopfen-Einn. beendet-es wurde schlimmer-zu Ärzten

28.8.-15.9. 5mg Olanzapin Symptome klingen schnell ab-doch Verstopfung, Mundtrockenheit, abgestumpfte Gefühle
16./17.9. 2,5mg Olanz
18.9. Olanz abges.
18.-24.9. keine Entzugsersch.
25.9.-1.10. Entzugsersch. beginnen-tgl. schlimmer: nervöser Darm, kein Schlaf, Weinkrämpfe, innere Unruhe, Zittern, Tinnitus, "Nerven"-Schmerzen im Knie

Ab 3.10. tgl 2,5mg Olanz
4.10-6.11. guter Schlaf, in der ersten Woche: vm. weinerlich, geringer Appetit, Mundtrockenheit, stärkere Knieschm, Tinnitus, Unruhe, Zittern, Schwächegefühl, Brustkorb und Rücken schmerzhaft verspannt; ab der 2. Woche Weinkrämpfe nm/abends, alle Symptome wurden ständig besser

Ab 6.11. tgl 1,9mg Olanz
7.-13.11. selten Watte, verspannte Muskeln-leichte Rückenschm, am 12./13. starke Nervosität, Knie gleich
14.-30.11. sehr selten Watte, manchmal Unruhe, häufig nm/abends Weinkrämpfe; Knie gebessert
1.12. Verzweiflung wegen Knie und vor allem wegen Olanzapineinn. wächst tgl, daher -->

Ab 1.12. tgl 1,25mg Olanz
2.-8.12. etwas schlechter eingeschl., mehr Rücken.- und Knieschm., dafür keine Weinkrämpfe mehr, Seele fühlt sich wohl
-15.12. gut eingeschl., Rücken.- und Knieschm. bessern sich langsam, Seele zufrieden
-22.12. guter Schlaf, Rücken-Knieschm. besser, Seele zufrieden

Ab 22.12. tgl 0,7mg Olanz
23.-29.12. ersten Tage schlecht eingeschl., stärkerer Tinnitus, etwas Übelkeit und Unruhe, Grübeln und Angst vor eventuellen Absetzerscheinungen, Knie gleich
-5.1.16 besserer Schlaf, Übelkeit, Unruhe und Grübeln weniger, kurzzeitig stärkere Rückenschm. und Tinnitus, Knie gleich

Ab 6.1.2016 KEIN Olanzapin mehr!!!
-9.1. merk noch nix Negatives, kann gut schl., bin innerlich relativ ruhig
-13.1. leider Übelkeit, kaum Schlaf
-20.1. besserer Schlaf, aber nur 3-4 h, Übelkeit mal wenig-mal sehr stark mit Brechreiz
-24.1. schlechter Schlaf, nur 2-3 h, dann aufwachen mit Angstgefühl, Übelkeit wird mit MCP-Tropfen gelindert
ab 25.1. Schlaf besser mit 4-6 h, 2x tgl. 0,5 mg Metoclopramid gegen die Übelkeit wirken sehr gut
ab 29.1. nach ca. 4 Stunden Schlaf wachliegen mit seltsamen "Angst"gefühl u. Unruhe, nur mehr morgens 0,25 mg Metoclopramid gegen Übelkeit nötig; "Weicheirigkeit", häufig Wattegefühl-ev. durch zu wenig Schlaf
ab 8.2. Schlaf bessert sich immer mehr-weniger Morgenunruhe, keine Übelkeit-kein Metoclopramid mehr! weniger "weicheirig" und Wattegefühl, Knie wird ab 22.2. 2 mal tgl. mit Voltadol eingeschmiert

16.3.2016 - 10 Wochen auf Null die Absetzsymptome sind kaum zu spüren, leider ist das Knieproblem (Ursache der Psychopharmakaeinn.) noch nicht gelöst, aber es bessert sich ganz langsam
ab 4.4. versuche nun, komplett ohne die Baldrian-Einschlafhilfe zu schl., damit bin ich "clean", Knie wird nur mehr vorm. mit Voltadol eingeschmiert
ab 6.4. Zeckenstich und "Überbein" regen mich sehr auf, bald auch Tinnitus und daher wenig Schlaf; Weinen, Watte, Angst, auch Aggressionen; also wieder Baldriantabletten vorm Schlafengehen

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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Birke » Dienstag, 08.12.15, 17:37

Hallo,

o.k. ich werde das mit dem JK Tee lasse. Danke für euren Rat.
Ich bin gerade auch froh, ich habe den Eindruck langsam etwas zu fühlen und heute morgen hatte ich etwas Kontakt zu meinen abgespaltenen Persönlichkeitsanteilen. Das tut gut und erleichtert nun das abwarten, dass es wieder aufwärts geht.

Lieben Gruß, Birke
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