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Olanzapin - Auswirkungsdauer

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Nora
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Nora » Donnerstag, 17.12.15, 10:44

Hallo, Birke!

Wie geht es dir so?
Fühlst du inzwischen wieder mehr?

LG Nora
2008-2010 50mg Sertralin-abrupt abges.-keine Entzugsersch.
1.7.2013 Knieverletzung
Ab 27.9.2013 50mg Sertr-bald Weinkrämpfe, Übelkeit, Brechreiz, starke Unruhe
Okt 2013 - Jän 2015
50 mg Sertr-abrupt abges.-keine Entzugsersch.

20.-24.8.2015
50mg Sertr.-ab 2. Tag Weinkrämpfe, Unruhe, Durchfall, Durchschlafprobleme, Herzklopfen-Einn. beendet-es wurde schlimmer-zu Ärzten

28.8.-15.9. 5mg Olanzapin Symptome klingen schnell ab-doch Verstopfung, Mundtrockenheit, abgestumpfte Gefühle
16./17.9. 2,5mg Olanz
18.9. Olanz abges.
18.-24.9. keine Entzugsersch.
25.9.-1.10. Entzugsersch. beginnen-tgl. schlimmer: nervöser Darm, kein Schlaf, Weinkrämpfe, innere Unruhe, Zittern, Tinnitus, "Nerven"-Schmerzen im Knie

Ab 3.10. tgl 2,5mg Olanz
4.10-6.11. guter Schlaf, in der ersten Woche: vm. weinerlich, geringer Appetit, Mundtrockenheit, stärkere Knieschm, Tinnitus, Unruhe, Zittern, Schwächegefühl, Brustkorb und Rücken schmerzhaft verspannt; ab der 2. Woche Weinkrämpfe nm/abends, alle Symptome wurden ständig besser

Ab 6.11. tgl 1,9mg Olanz
7.-13.11. selten Watte, verspannte Muskeln-leichte Rückenschm, am 12./13. starke Nervosität, Knie gleich
14.-30.11. sehr selten Watte, manchmal Unruhe, häufig nm/abends Weinkrämpfe; Knie gebessert
1.12. Verzweiflung wegen Knie und vor allem wegen Olanzapineinn. wächst tgl, daher -->

Ab 1.12. tgl 1,25mg Olanz
2.-8.12. etwas schlechter eingeschl., mehr Rücken.- und Knieschm., dafür keine Weinkrämpfe mehr, Seele fühlt sich wohl
-15.12. gut eingeschl., Rücken.- und Knieschm. bessern sich langsam, Seele zufrieden
-22.12. guter Schlaf, Rücken-Knieschm. besser, Seele zufrieden

Ab 22.12. tgl 0,7mg Olanz
23.-29.12. ersten Tage schlecht eingeschl., stärkerer Tinnitus, etwas Übelkeit und Unruhe, Grübeln und Angst vor eventuellen Absetzerscheinungen, Knie gleich
-5.1.16 besserer Schlaf, Übelkeit, Unruhe und Grübeln weniger, kurzzeitig stärkere Rückenschm. und Tinnitus, Knie gleich

Ab 6.1.2016 KEIN Olanzapin mehr!!!
-9.1. merk noch nix Negatives, kann gut schl., bin innerlich relativ ruhig
-13.1. leider Übelkeit, kaum Schlaf
-20.1. besserer Schlaf, aber nur 3-4 h, Übelkeit mal wenig-mal sehr stark mit Brechreiz
-24.1. schlechter Schlaf, nur 2-3 h, dann aufwachen mit Angstgefühl, Übelkeit wird mit MCP-Tropfen gelindert
ab 25.1. Schlaf besser mit 4-6 h, 2x tgl. 0,5 mg Metoclopramid gegen die Übelkeit wirken sehr gut
ab 29.1. nach ca. 4 Stunden Schlaf wachliegen mit seltsamen "Angst"gefühl u. Unruhe, nur mehr morgens 0,25 mg Metoclopramid gegen Übelkeit nötig; "Weicheirigkeit", häufig Wattegefühl-ev. durch zu wenig Schlaf
ab 8.2. Schlaf bessert sich immer mehr-weniger Morgenunruhe, keine Übelkeit-kein Metoclopramid mehr! weniger "weicheirig" und Wattegefühl, Knie wird ab 22.2. 2 mal tgl. mit Voltadol eingeschmiert

16.3.2016 - 10 Wochen auf Null die Absetzsymptome sind kaum zu spüren, leider ist das Knieproblem (Ursache der Psychopharmakaeinn.) noch nicht gelöst, aber es bessert sich ganz langsam
ab 4.4. versuche nun, komplett ohne die Baldrian-Einschlafhilfe zu schl., damit bin ich "clean", Knie wird nur mehr vorm. mit Voltadol eingeschmiert
ab 6.4. Zeckenstich und "Überbein" regen mich sehr auf, bald auch Tinnitus und daher wenig Schlaf; Weinen, Watte, Angst, auch Aggressionen; also wieder Baldriantabletten vorm Schlafengehen

Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Birke » Donnerstag, 17.12.15, 11:37

Hallo Nora,

vielen lieben Dank, dass Du nachfragst, wie es mir geht!

Ich bin sehr froh schreiben zu können, dass ich wieder Fühlen kann und die Leere zum Glück überwunden ist. Vielen Dank für eure tolle Unterstützung, als ich wirklich in den Seilen gehangen habe! Das hat mir sehr geholfen mich mit euch hier über mein Problem und meine Gedanken auszutauschen!

Ich habe wieder Kontakt mit meinen abgespalteten Persönlichkeitsanteilen und kann dadurch nun auch wieder besser an mir und auch in der Therapie arbeiten, oder einfach mein System läuft wieder : )

Viele liebe Grüße,

Birke
Diagnose: PTBS, rezidivierende Depression, DDNOS
seid 12.2014 ambulante Verhaltenstherapie 2 x die Woche
04./05.2015 6 Wochen Rehaklinik
08.-10.2015 15 Wochen Psychosomatische Klinik
seit 08.2015 für 2 Jahre Erwerbsunfähigkeitsrente
03.2016 Wechsel der ambulanten Therapie zu einer Therapeutin mit Traumausbildung
ab 18.05.2016 11 Wochen Traumaklinik
seit dem Fortsetzung meiner ambulanten Traumatherapie

Medikamente: 10.2015 4 Tage Zyprexa 1-0-1 10mg
Akutmedikament Tavor beim Hausarzt deponiert - noch nie genommen
selten genutzt Bachblüten Rescue Tropfen

LinLina
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 17.12.15, 11:41

Liebe Birke,

vielen Dank für die Rückmeldung, ich freu mich, das zu lesen! Es ist total wichtig, auch zu erfahren wenn es jemandem besser geht, sonst hören wir ja vor allem wenn Probleme auftreten, aber positive Entwicklungen sind genauso wichtig :-)

Alles Gute weiterhin,

Liebe Grüße, Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Nora
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Nora » Donnerstag, 17.12.15, 15:11

Hallo, Birke!

Das freut mich total, dass es dir wieder besser geht! :-)

Alles Liebe und Gute
Nora
2008-2010 50mg Sertralin-abrupt abges.-keine Entzugsersch.
1.7.2013 Knieverletzung
Ab 27.9.2013 50mg Sertr-bald Weinkrämpfe, Übelkeit, Brechreiz, starke Unruhe
Okt 2013 - Jän 2015
50 mg Sertr-abrupt abges.-keine Entzugsersch.

20.-24.8.2015
50mg Sertr.-ab 2. Tag Weinkrämpfe, Unruhe, Durchfall, Durchschlafprobleme, Herzklopfen-Einn. beendet-es wurde schlimmer-zu Ärzten

28.8.-15.9. 5mg Olanzapin Symptome klingen schnell ab-doch Verstopfung, Mundtrockenheit, abgestumpfte Gefühle
16./17.9. 2,5mg Olanz
18.9. Olanz abges.
18.-24.9. keine Entzugsersch.
25.9.-1.10. Entzugsersch. beginnen-tgl. schlimmer: nervöser Darm, kein Schlaf, Weinkrämpfe, innere Unruhe, Zittern, Tinnitus, "Nerven"-Schmerzen im Knie

Ab 3.10. tgl 2,5mg Olanz
4.10-6.11. guter Schlaf, in der ersten Woche: vm. weinerlich, geringer Appetit, Mundtrockenheit, stärkere Knieschm, Tinnitus, Unruhe, Zittern, Schwächegefühl, Brustkorb und Rücken schmerzhaft verspannt; ab der 2. Woche Weinkrämpfe nm/abends, alle Symptome wurden ständig besser

Ab 6.11. tgl 1,9mg Olanz
7.-13.11. selten Watte, verspannte Muskeln-leichte Rückenschm, am 12./13. starke Nervosität, Knie gleich
14.-30.11. sehr selten Watte, manchmal Unruhe, häufig nm/abends Weinkrämpfe; Knie gebessert
1.12. Verzweiflung wegen Knie und vor allem wegen Olanzapineinn. wächst tgl, daher -->

Ab 1.12. tgl 1,25mg Olanz
2.-8.12. etwas schlechter eingeschl., mehr Rücken.- und Knieschm., dafür keine Weinkrämpfe mehr, Seele fühlt sich wohl
-15.12. gut eingeschl., Rücken.- und Knieschm. bessern sich langsam, Seele zufrieden
-22.12. guter Schlaf, Rücken-Knieschm. besser, Seele zufrieden

Ab 22.12. tgl 0,7mg Olanz
23.-29.12. ersten Tage schlecht eingeschl., stärkerer Tinnitus, etwas Übelkeit und Unruhe, Grübeln und Angst vor eventuellen Absetzerscheinungen, Knie gleich
-5.1.16 besserer Schlaf, Übelkeit, Unruhe und Grübeln weniger, kurzzeitig stärkere Rückenschm. und Tinnitus, Knie gleich

Ab 6.1.2016 KEIN Olanzapin mehr!!!
-9.1. merk noch nix Negatives, kann gut schl., bin innerlich relativ ruhig
-13.1. leider Übelkeit, kaum Schlaf
-20.1. besserer Schlaf, aber nur 3-4 h, Übelkeit mal wenig-mal sehr stark mit Brechreiz
-24.1. schlechter Schlaf, nur 2-3 h, dann aufwachen mit Angstgefühl, Übelkeit wird mit MCP-Tropfen gelindert
ab 25.1. Schlaf besser mit 4-6 h, 2x tgl. 0,5 mg Metoclopramid gegen die Übelkeit wirken sehr gut
ab 29.1. nach ca. 4 Stunden Schlaf wachliegen mit seltsamen "Angst"gefühl u. Unruhe, nur mehr morgens 0,25 mg Metoclopramid gegen Übelkeit nötig; "Weicheirigkeit", häufig Wattegefühl-ev. durch zu wenig Schlaf
ab 8.2. Schlaf bessert sich immer mehr-weniger Morgenunruhe, keine Übelkeit-kein Metoclopramid mehr! weniger "weicheirig" und Wattegefühl, Knie wird ab 22.2. 2 mal tgl. mit Voltadol eingeschmiert

16.3.2016 - 10 Wochen auf Null die Absetzsymptome sind kaum zu spüren, leider ist das Knieproblem (Ursache der Psychopharmakaeinn.) noch nicht gelöst, aber es bessert sich ganz langsam
ab 4.4. versuche nun, komplett ohne die Baldrian-Einschlafhilfe zu schl., damit bin ich "clean", Knie wird nur mehr vorm. mit Voltadol eingeschmiert
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Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Birke » Donnerstag, 17.12.15, 20:57

Hallo,

vielen lieben Dank. Es war gut immer wieder von euch zu lesen, dass ich Geduld haben muss und das es schon wieder wird. Danke!

Lieben Gruß, Birke
Diagnose: PTBS, rezidivierende Depression, DDNOS
seid 12.2014 ambulante Verhaltenstherapie 2 x die Woche
04./05.2015 6 Wochen Rehaklinik
08.-10.2015 15 Wochen Psychosomatische Klinik
seit 08.2015 für 2 Jahre Erwerbsunfähigkeitsrente
03.2016 Wechsel der ambulanten Therapie zu einer Therapeutin mit Traumausbildung
ab 18.05.2016 11 Wochen Traumaklinik
seit dem Fortsetzung meiner ambulanten Traumatherapie

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Freudentraenchen
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Registriert: Sonntag, 26.07.15, 12:23

Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Freudentraenchen » Freitag, 18.12.15, 8:21

Liebe Birke,

nun bin ich über deinen Thread gestolpert und möchte dir auch ein paar Grüße da lassen.
Was dir da in der Klinik geschehen ist, andere User haben es ja schon verdeutlicht, geht auf keine Kuhhaut. Finde das wirklich arg und denke aber auch, dass es kein Einzelfall sein wird. Meine beste Freundin hat eine ähnlich desaströse "Traumatherapie" hinter sich (mehr darf ich dazu aber nicht sagen ;-) Nur das die ihr auch Atosil andrehen wollten und sie sich ziemlich dagegen gewehrt hat). Ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn dein Vertrauen nun erst einmal flöten gegangen ist... vielleicht ist der Weg ja auch ein ambulanter. Finde so eine ambulante Therapie stets sinnvoller und denke auch, dass es da viel eher möglich ist, dass auf die Person auch wirklich eingegangen wird.
Zum Olanzapin: dieses Medikament habe ich nicht genommen. Dafür aber einen Haufen anderer atypischer Neuroleptika, teilweise als Kombinationstherapie. Ich war auch leer. Keine Gedanken, keine Worte, keine Gefühle, außer, dass es schrecklich ist und ich es am liebsten beenden würde. Das ging ziemlich lange so. Meine Ausbildung konnte ich dank der Neuroleptika auch nach 3,5 Jahren an den Nagel hängen. Der wesentliche Punkt, das will ich dir aber sagen, ist, dass du nicht verloren bist! Ich war irgendwann, nach meiner ersten Neuroleptikaphase, die über drei Jahre dauerte, wieder die Alte! Gib dir Zeit. Vielleicht versuchst du es mit Hoffnung?
Ich bin ziemlich ungeduldig, versuche mir aber immer auszumalen, was alles wieder da ist, wenn ich das Risperdal los bin. Ich freue mich auf den Tag. Ich freue mich auf die Zeit.
Ansonsten ist es natürlich wirklich nicht so leicht sich aufzuraffen, wenn man unter diesen Motivationseinbußen leidet. Was dagegen hilft? Müsste mir auch mal jemand erzählen. ;-) Vielleicht, so versuche ich es: kleine Schritte. Einfach etwas anfangen und gucken wie du weiter kommst. Thema Malen (ich male): mein ziel ist es nur den Pinsel in die Hand zu nehmen und zu schauen. Nicht mehr, nicht weniger.

Gutes Durchhalten, alles Gute
S.
Diagnose: emotional-instabile Persönlichkeitsstörung und/oder paranoide Schizophrenie
Neuroleptika nehme ich wegen Wahnzuständen.

2010: hohe Dosen von unterschiedlichen Neuroleptika (Zeldox, Risperdal, Clozapin), zum Schluss 30 mg Abilify + 300 mg Amisulprid.
Anfängliche Wahnvorstellungen (vor Einnahme von Neuroleptika) steigerten sich nach plötzlichem Absetzen dieser und ließen sich lange Zeit nicht bessern. Es dauerte über 2,5 Jahre um wieder stabil zu werden.
2014: Nach Stabilisierung alles abgesetzt, falls ich Absetzerscheinungen hatte, habe ich diese nicht als solche eingeordnet
April 2015: Rückfall der Psychose, 8 mg Risperdal
ca. Mitte Juli: Reduktion von 8 mg auf 6 mg.
24.07.15: 3 mg Risperdal, Absetzerscheinungen: Kribbeln im Kopf, Herzklopfen, Kopfweh, Zittern, Dröhnen im Ohr, dass Tage später anhält
28.07.15: Dosis wieder auf 4 erhöht. Nehme kognitive Einbußen wahr, die sich bessern umso länger die Einnahme her ist.
02.08.15: Die starken Nebenwirkungen nicht länger ausgehalten. Reduktion auf 3 mg. Nach zwei Tagen Lichtempfindlichkeit, sich von Reizen (akustisch) schnell gestresst fühlen. Ansonsten alles o.k. Nach ca. einer Woche mäßige psychotische Symptome.
15.08.15: Aufgrund der psychotischen Symptome Erhöhung auf 3,5
(in der Zwischenzeit schwankte die Dosis leicht. Dummerweise habe ich experimentiert... aus Ungeduld. Ich weiß, nicht, überhaupt nicht gut.)
15.11.15: Runterdosiert auf 3,0
7.12.15: Erhöhung auf 3,25
12.12.15: Erhöhung auf 3,5

Meine AD-Geschichte bekomme ich nicht mehr ganz auf die Reihe. Hatte teilweise öfter ausgesetzt (bevor ich wusste wie gefährlich das werden kann).
2007: Fluoxetin (kalt abgesetzt)
Ab 2010: Citalopram (kalt abgesetzt)
Ab März 2015: 50 mg Sertralin

Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Birke » Samstag, 16.04.16, 0:26

Hallo,

ich habe noch mal eine Frage zu meinem ersten Thema... Ich hatte in der Klinik ja 4 Tage Zyprexa verabreicht bekommen. Von Freitag Nachmittag bis Montag Vormittag. Jetzt frage ich mich im nach hinein, wie es zu der Zeit mit meiner Fahrtauglichkeit ausgesehen hat. Ich habe am Vormittag das letzte mal Zyprexa genommen und bin am nächsten morgen um 9.00 Uhr mit dem Auto von der Klinik nach Hause gefahren. War das o.k.? Oder hätte eine HWZ nach dem absetzen warten müssen? Durfte ich Auto fahren in den 4 Tagen an denen ich Zyprexa genommen hatte?

Kann mir dazu jemand eine Info geben?

Vielen lieben Dank und viele Grüße,

Birke
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seit 08.2015 für 2 Jahre Erwerbsunfähigkeitsrente
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Lisamarie
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 16.04.16, 10:38

Hallo Birke, ich denke kann man generell nicht sagen, kommt drauf an wie du dich gefühlt hast, du hast ja eine Eigenverantwortung , wenn ich mich benebelt oder ich Absetzproblematiken hab setze ich mich generell nicht hinters Steuer.
lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Birke
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Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Birke » Samstag, 16.04.16, 13:24

Hallo,

Lisamarie, ich danke Dir für deine Antwort.Ich dachte es gäbe dazu evtl. eine generelle Empfehlung. Ich musste ja nachdem ich sagte, dass ich das Olanzapin nicht weiter nehmen wolle innerhalb von 22 Stunden die Klinik verlassen. Die Mitarbeiter von der Klinik haben mitbekommen, dass ich mit dem Auto nach Hause gefahren. Keiner hat mich darauf angesprochen.
Ich bin immer wieder über Aussagen gestolpert wie: "Da Olanzapin Schläfrigkeit und Schwindel verursachen kann, sollte der Patient vor dem Bedienen von Maschinen gewarnt werden, dies gilt auch für das Autofahren.". oder "Die Wirkstoffe dieser ebenfalls sehr heterogenen Arzneimittelgruppe sind nahezu alle stark sedierend und führen durch die Blockade zentraler Rezeptoren zu motorischen Defiziten. Diese Effekte sind insbesondere zu Therapiebeginn ... ausgeprägt. Ältere Substanzen wie Chlorpromazin (Propaphenin®), aber auch neuere wie Clozapin (Leponex® u.a.), Olanzapin (Zyprexa®) und Quetiapin (Seroquel®) sind stärker sedierend und sollten bei Verkehrsteilnehmern eher vermieden werden. "

Für welchen Zeitraum würde man solch eine Aussage ansetzen. Sollte man nach der Einnahme die HWZ des Medikaments abwarten oder ist dies übertriebene Vorsicht? Welche Aussage wäre vom Arzt hierzu zu erwarten gewesen?

Lieben Gruß, Birke
Diagnose: PTBS, rezidivierende Depression, DDNOS
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03.2016 Wechsel der ambulanten Therapie zu einer Therapeutin mit Traumausbildung
ab 18.05.2016 11 Wochen Traumaklinik
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Medikamente: 10.2015 4 Tage Zyprexa 1-0-1 10mg
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Nora
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Registriert: Dienstag, 29.09.15, 11:53

Re: Olanzapin - Auswirkungsdauer

Beitrag von Nora » Montag, 18.04.16, 16:48

Hallo, liebe Birke!

Warum denkst du im Nachhinein darüber nach? Das ist kein Vorwurf, diese Frage, sondern wirklich Neugierde!

Welche Mitarbeiter der Klinik haben es wirklich mitbekommen, dass du mit dem Auto heimfährst? Hast du dich selbst damals in diesem Moment sediert gefühlt? Hast du gesagt, dass du dich sediert fühlst, aber trotzdem mit dem Auto fahren wirst?

Meine Meinung: Hak doch dieses Thema ab! 4 Tage Olanzapin und das vor fast 6 Monaten! Hast du noch irgendwelche Nebenwirkungen?
Du bist mit dem Auto gut heimgekommen damals, oder?

Wie eine Person auf Psychopharmaka reagiert, ist sehr unterschiedlich, auch wenn im Beipackzettel gewisse Wirkungen beschrieben werden. Dein "Auschecken" aus der Klinik war ja sehr spontan. (Das ist natürlich eine Frechheit, dass man die Klinik verlassen muss, wenn man ein Medikament nicht nehmen will!!!) Hast du da mit einem Arzt überhaupt noch gesprochen, dass er dir Hinweise hätte geben können?
Im Idealfall werden die Ärzte dort gemerkt haben, dass du resolut gegen die weitere Einnahme des Olanzapins bist, also auch "Herr" deiner Sinne warst und nicht sediert in der Ecke sitzt und plötzlich dich ins Auto setzen willst....

Darüber nachzudenken, was da damals vor 6 Monaten anders hätte ablaufen sollen, tut dir doch selber nicht gut, oder?

Bei mir hatte die akute 3 wöchige Einnahme vom Olanzapin (2 mal tgl. 2,5 mg Olanzapin) nur wirklich für die Nacht sedierend gewirkt. Unter tags war ich im Bezug zu "vor der Einnahme" eher sogar aufgepuscht und manisch. Da wäre ich niemals auf die Idee gekommen, motorisch oder geistig eingeschränkt zu sein. Und daher wäre auch wohl kein Arzt auf die Idee gekommen, mich da auf eine Sedierung und Fahruntauglichkeit hinzuweisen! Bin da damals kichernd und putzmunter vor einem Arzt gesessen....

Es ist also sehr unterschiedlich, wie ein Psychopharmaka wirkt. Ich hätte da praktisch Bäume ausreißen können, ich bin in dieser Zeit mit einer aktuellen Schleimbeutelentzündung im Hochgebirge wandern gewesen, habe pingeligst Fenstergeputzt, usw.... Meine Gefühle waren weg, vor allem die Panik und Trauer, anfangs konnte ich sogar noch Freude empfinden. Ich bin nur wie ein Stein um 23 Uhr ins Bett gefallen (anstatt wie üblich gegen 2 Uhr mich in den Schlaf quälen) und um 10 Uhr wieder fröhlich aufgesprungen und weiter manisch (weil schmerzfrei und "sorgenfrei") und anfangs singend durch die Gegend gelaufen....

Also wie dich da das Krankenhauspersonal wohl damals mitbekommen hat, wird es darauf reagiert haben! Oder, wars bei dir völlig anders?
Sitzt man jemanden gegenüber der augenscheinlich nicht sediert wirkt, wird man dem wohl eher auch nicht sagen, dass er beim Auotfahren aufpassen muss wegen einer eventuellen Sedierung....


GlG Nora
2008-2010 50mg Sertralin-abrupt abges.-keine Entzugsersch.
1.7.2013 Knieverletzung
Ab 27.9.2013 50mg Sertr-bald Weinkrämpfe, Übelkeit, Brechreiz, starke Unruhe
Okt 2013 - Jän 2015
50 mg Sertr-abrupt abges.-keine Entzugsersch.

20.-24.8.2015
50mg Sertr.-ab 2. Tag Weinkrämpfe, Unruhe, Durchfall, Durchschlafprobleme, Herzklopfen-Einn. beendet-es wurde schlimmer-zu Ärzten

28.8.-15.9. 5mg Olanzapin Symptome klingen schnell ab-doch Verstopfung, Mundtrockenheit, abgestumpfte Gefühle
16./17.9. 2,5mg Olanz
18.9. Olanz abges.
18.-24.9. keine Entzugsersch.
25.9.-1.10. Entzugsersch. beginnen-tgl. schlimmer: nervöser Darm, kein Schlaf, Weinkrämpfe, innere Unruhe, Zittern, Tinnitus, "Nerven"-Schmerzen im Knie

Ab 3.10. tgl 2,5mg Olanz
4.10-6.11. guter Schlaf, in der ersten Woche: vm. weinerlich, geringer Appetit, Mundtrockenheit, stärkere Knieschm, Tinnitus, Unruhe, Zittern, Schwächegefühl, Brustkorb und Rücken schmerzhaft verspannt; ab der 2. Woche Weinkrämpfe nm/abends, alle Symptome wurden ständig besser

Ab 6.11. tgl 1,9mg Olanz
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1.12. Verzweiflung wegen Knie und vor allem wegen Olanzapineinn. wächst tgl, daher -->

Ab 1.12. tgl 1,25mg Olanz
2.-8.12. etwas schlechter eingeschl., mehr Rücken.- und Knieschm., dafür keine Weinkrämpfe mehr, Seele fühlt sich wohl
-15.12. gut eingeschl., Rücken.- und Knieschm. bessern sich langsam, Seele zufrieden
-22.12. guter Schlaf, Rücken-Knieschm. besser, Seele zufrieden

Ab 22.12. tgl 0,7mg Olanz
23.-29.12. ersten Tage schlecht eingeschl., stärkerer Tinnitus, etwas Übelkeit und Unruhe, Grübeln und Angst vor eventuellen Absetzerscheinungen, Knie gleich
-5.1.16 besserer Schlaf, Übelkeit, Unruhe und Grübeln weniger, kurzzeitig stärkere Rückenschm. und Tinnitus, Knie gleich

Ab 6.1.2016 KEIN Olanzapin mehr!!!
-9.1. merk noch nix Negatives, kann gut schl., bin innerlich relativ ruhig
-13.1. leider Übelkeit, kaum Schlaf
-20.1. besserer Schlaf, aber nur 3-4 h, Übelkeit mal wenig-mal sehr stark mit Brechreiz
-24.1. schlechter Schlaf, nur 2-3 h, dann aufwachen mit Angstgefühl, Übelkeit wird mit MCP-Tropfen gelindert
ab 25.1. Schlaf besser mit 4-6 h, 2x tgl. 0,5 mg Metoclopramid gegen die Übelkeit wirken sehr gut
ab 29.1. nach ca. 4 Stunden Schlaf wachliegen mit seltsamen "Angst"gefühl u. Unruhe, nur mehr morgens 0,25 mg Metoclopramid gegen Übelkeit nötig; "Weicheirigkeit", häufig Wattegefühl-ev. durch zu wenig Schlaf
ab 8.2. Schlaf bessert sich immer mehr-weniger Morgenunruhe, keine Übelkeit-kein Metoclopramid mehr! weniger "weicheirig" und Wattegefühl, Knie wird ab 22.2. 2 mal tgl. mit Voltadol eingeschmiert

16.3.2016 - 10 Wochen auf Null die Absetzsymptome sind kaum zu spüren, leider ist das Knieproblem (Ursache der Psychopharmakaeinn.) noch nicht gelöst, aber es bessert sich ganz langsam
ab 4.4. versuche nun, komplett ohne die Baldrian-Einschlafhilfe zu schl., damit bin ich "clean", Knie wird nur mehr vorm. mit Voltadol eingeschmiert
ab 6.4. Zeckenstich und "Überbein" regen mich sehr auf, bald auch Tinnitus und daher wenig Schlaf; Weinen, Watte, Angst, auch Aggressionen; also wieder Baldriantabletten vorm Schlafengehen

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