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Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

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OliverC
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Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von OliverC » Dienstag, 26.01.16, 21:27

Hallo,

Ich habe mich im Forum angemeldet um meine Erfahrungen mit Cymbalta zu teilen.

Ich bekam Cymbalta 90mg zur Behandlung einer depressiven Episode seit Mai 2014.
Anschließend am Aufenthalt in einer Klinik habe ich eine ambulante Thereapie begonnen.
Am 8. Dezember 2015 begann ich mit dem Absetzen vom Cymbalta 90mg.
Am 13. Januar 2016 nahm ich die letzte Kapsel Cymbalta 30mg.

Wegen Absetzsymptomen nehme ich seit gestern 26. Januar Escitalopram 5mg.

Weitere Details später. Schließlich ist das heir ja die Vorstellungsrunde.

Viele Grüße,
OliverC

Lisamarie
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Re: Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 26.01.16, 22:05

Hallo Oliver,

Willkommen im ADFD.

Was ich jetzt schon lesen kann ist das du praktisch einen Kaltentzug von 90 mg Cymbalta gemacht hast, was selten eine gute Idee ist. Zum Vergleich wir hier im Forum setzen alle vier bis sechs Wochen höchstens 10% ab. Also wäre dein Entzug ungefähr ein Jahresprojekt gewesen.

Ich weiß nicht ob das mit dem Escitalopram eine gute Idee ist, dein Körper ist im Cymbaltaentzug. Da durch ein anderes Medikament das deckeln zu wollen geht meistens nicht gut. Und vielleicht wäre es sinniger wieder etwas vom Cymbalta einzudosieren um es dann vernünftig auszuschleichen , statt mit einem neuen Medikament noch mehr Chaos in dein ZNS zu bringen ? Was hast du denn für Entzugssymthome ?
Soweit erstmal von mir als kleinen Input.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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padma
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Re: Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von padma » Dienstag, 26.01.16, 22:13

hallo Oliver, :)

willkommen im ADFD.

Bitte schreibe uns unbedingt näheres. Was hast du für Absetzsymptome?

Schon mal vorweg. Du hast aus unserer Sicht viel zu schnell abgesetzt! Das war quasi ein Kaltentzug :shock: und du riskiert ein möglicherweise langanhaltendes Absetzsyndrom.

Wir empfehlen nicht, zur Deckelung von Absetzsymptomen ein anderes AD einzunehmen.

Hier was zum Einlesen:
FAQs http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=9913
Absetzinfos http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=6456

liebe Grüsse,
padma

überschnitten mit Petra :)
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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OliverC
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Re: Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von OliverC » Dienstag, 09.02.16, 11:30

Hallo,

Dank für die Antworten. Ich werde später mal meine Absetzgeschichte erzählen.
Mit Escitalopram 5mg habe ich übrignes jetzt auch noch Schwierigkeiten.

Viel Grüße,
OliverC

Dane
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Re: Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von Dane » Dienstag, 09.02.16, 12:07

Hallo OliverC,

du hast Cymbalta zu schnell abgesetzt: mit dem Escitalopram holst du dir nur ein 2. Problem ins Haus und es behebt eben nicht die Entzugssymptome.

Du bist jetzt seit knapp 4 Wochen auf 0 mit dem Cymbalta, richtig? Ich würde dir von Herzen nahelegen, wieder eine geringe Menge des Cymbalta einzunehmen, um das ZNS zu stabilisieren und diese dann langsam auszuschleichen!

Das Escitalopram würde ich recht zügig weglassen, wenn es dir jetzt schon Schwierigkeiten bereitet und das nimmst du ja auch erst 2 Wochen...

Viele Grüße
Dane
In den Wintermonaten 12/13 und 13/14: Einnahme von Johanniskraut (Laif 900, nicht ausgeschlichen)

06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

Was mir hilft: (oder zumindest nicht schadet)
Fischölkapseln
Passionsblumenkraut
Vitamin D3
Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
und wenn es geht: viel Ruhe und Geduld :schnecke:

OliverC
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Re: Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von OliverC » Dienstag, 09.02.16, 14:52

Hallo,

Ich habe gleich einen Termin beim Pyschiater. Ich glaube es ist besser erst aml wieder auf Cymbalta 30mg zu setzen.
Da waren die "Nebenwirkungen" ziemlich gering. Zu Mindest keine Kurzatmigkeit und höherer Blutdruck.

So sah der Plan aus:

Seit Anfang Juni Cymbalata 90 mg.

Ab 9. Dezember 2015 Cymbalata 60 mg.
In der ersten Woche Erschöpfung, Alpträume, Schlalflosigkeit.
In der zweiten Woche sind diese Symptome fast verschwunden.

Ab 31. Dezember 30mg Cymbalata.
Nur wenig Schwierigkeiten mit Erschöpfung, Alpträume, Schlalflosigkeit in der ersten Woche.

Ab 14. Januar 2016 -> 0mg Cymbalata.
Folgende Symptome:
Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Alpträume, Reizbarkeit, Erschöpfung, Verletzlichkeit, Anspannung, Schwitzen, Muskelzuckungen, Kribbeln in den Beinen, Halluzinationen (?).

Ab 25. Januar 2016 Escitalopram 5mg.
Nach dem Gespräch mit dem Pyschiater hat er mir Escitalopram 5mg zur Linderung der Absetzerscheinungen vorgeschlagen.
Vorteil: Escitalopram gibt es auch als Tropfen und können dann später in kleineren Schritten ausgeschlichen werden.
Alle Absetzerscheinungen verschwunden. -> Super!!!

Seit 13. Februar folgende Erscheinungen mit Escitalopram 5mg:
Erschöpfung, Schwitzen, Hoher Blutdruck (?), Kurzamtigkeit, Anspannung, Reizbarbeit.

Diagnose: Rezidivierende depressive Störung, Verdacht auf Borderline.

Viele Grüße,
OliverC

Jamie
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Re: Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von Jamie » Dienstag, 09.02.16, 14:55

Hallo Oliver,

ich glaube nicht, dass du begreifst, wie dringlich deine Lage ist.
Es gibt nach dem Falschabsetzen von AD eine sog. 6-Wochen-Frist, innerhalb derer man wieder eindosieren sollten, sonst steigt die Gefahr von Unverträglichkeitsreaktionen. Wir können dir hier nicht helfen, wenn du dich nur sporadisch meldest.
Weißt du, uns kann es eigentlich egal sein, was mit dir ist, aber wir wollen Menschen nach Möglichkeit vor dem bewahren, was uns Betroffenen durch falsches Absetzen widerfahren ist.
Überlege es dir, ob und wie du dich einbringen möchtest.

Wenn du dich letztlich gegen eine Wiedereinnahme entscheidest, so ist das dein gutes Recht und wir respektieren das, aber du solltest dann schon ganz genau informiert sein, auf was du dich da möglicherweise einlässt.

Sorry für meine eindringlichen Worte
Jamie

edit: sorry, jetzt gerade in dem Moment, in dem ich dir schrieb, hast du geantwortet. :hug:
...........SIGNATUR...............


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Dane
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Re: Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von Dane » Dienstag, 09.02.16, 16:31

Hallo Oliverc,

gute Entscheidung mit dem Cymbalta, ich hoffe, dein Psychiater sieht das auch ein!
Und mit den kleinen Schritten mach dir mal keine Sorgen, hier wurde schon jede Pille klein gekriegt! ;)

Viele Grüße
Dane
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Murmeline
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Re: Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 09.02.16, 16:45

Hallo Oliver,

Bitte lies doch mal noch hier rein zum Thema wieder eindosieren.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 15#p106315

Ein direkter Rückgang auf 30mg ist vielleicht zuviel, womöglich reicht eine kleinere Dosis und dann gegebenenfalls ein weiteres hochtasten.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Lisamarie
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Re: Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 09.02.16, 18:50

Hallo Oliver, bitte auf gar keinen Fall direkt wieder auf 30 mg zu gehen. Auch das eindosieren ist Stress fürs ZNS . Also ich würde erstmal ein paar Tage zwischen zwei und drei mg ausprobieren ob du es noch verträgst und dann höchstens auf 10 mg bis 15 mg gehen, wahrscheinlich reicht das schon aus um eine Stabilisierung hinzubekommen.
Lg Petra
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OliverC
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Re: Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von OliverC » Montag, 14.03.16, 23:55

Hallo liebe Leser und Autoren,

Ich bin Euch noch ein weiteres Kapitel zum Absetzen von Cymbalta schuldig geblieben.

Von Cymbalata 90mg auf 0 in 6 Wochen. Zur Errinnerung hier die letzten Phasen:

Ab 14. Januar 2016 -> 0mg Cymbalata.
Folgende Symptome:
Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Alpträume, Reizbarkeit, Erschöpfung, Verletzlichkeit, Anspannung, Schwitzen, Muskelzuckungen, Kribbeln in den Beinen, Halluzinationen (?).

Ab 25. Januar 2016 Escitalopram 5mg.
Nach dem Gespräch mit dem Pyschiater hat er mir Escitalopram 5mg zur Linderung der Absetzerscheinungen vorgeschlagen.
Vorteil: Escitalopram gibt es auch als Tropfen und können dann später in kleineren Schritten ausgeschlichen werden.
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Seit 13. Februar folgende Erscheinungen mit Escitalopram 5mg:
Erschöpfung, Schwitzen, Hoher Blutdruck (?), Kurzamtigkeit, Anspannung, Reizbarbeit.

Mein Pyschiater hat mir am 15. Februar auf Tianeurax 12,5 mg 3x täglich umzusteigen. Ich habe mir das Mittel noch am gleichen Tag von der Apotheke geholt.

Am nächsten Tag habe ich mich entschieden erst mal abzuwarten wie die Situation ganz ohne AD ist.

Da sich bisher keinerlei Symptome eingestellt haben, gehe ich nach nun 4 Wochen davon aus, dass das Thema AD und Absetzprobleme vorerst abgeschlossen ist. :o

Ich möchte mich hiermit für Eure Vorschläge bedanken und meinen Erfahrungsbericht abschliessen.

Auch die ambulaten Therapie geht nun in die Abschlussphase. Noch einen Fragenbogen mit Termin in 4 Wochen und dann erst wieder ein Gespräch im Herbst. An der Diagnose hat sich soweit nicht viel geändert ausser das sich der Verdacht auf Borderline erhärtet hat.
Ich fühle mich allerdings stark und zuversichtlich die nächsten kritischen Phasen und depressiven Episoden meistern zu können.

Diagnose: Rezidivierende depressive Störung, Verdacht auf Borderline.

Viele Grüße,
OliverC

Lisamarie
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Re: Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 15.03.16, 8:16

Hallo OliverC. Ich drück die Daumen das das Thema AD wirklich für dich abgeschlossen ist. Wenn wider Erwartung doch noch was nachkommt , melde dich bitte.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
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6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
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Re: Probleme nach dem Absetzen von Cymbalta

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 15.03.16, 13:49

Hallo Oliver,

ich würde mich freuen, in einem größeren Zeitabstand noch einmal von Dir zu lesen. Gerade langzeitentwicklungen sind interessant.
Ich fühle mich allerdings stark und zuversichtlich die nächsten kritischen Phasen und depressiven Episoden meistern zu können.
Wenn Du etwas hast, was gut hilft an Techniken, alternativen Maßnahmen, etc. kannst Du es in Alternativen zu Antidepressiva schreiben.

Alles Gute! Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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