Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe Fories, liebe Interessierte,

seit 1.8.2019 gibt es Änderungen im Forum. Es ist nur noch teilweise öffentlich zugänglich. Ohne Anmeldung können nur die Rubriken "Informationen", "Neue Teilnehmer" sowie "Erfahrungsberichte" gelesen werden.

Die anderen Rubriken sind nur noch für registrierte Mitglieder einsehbar. Dazu gehört auch der Bereich "Ausschleichen von Psychopharmaka" mit Dokumentation der einzelnen Verläufe (Tagebücher) zum Absetzen von Antidepressiva, Neuroleptika und Benzodiazepinen. Hier findet Ihr alle Neuerungen und Änderungen. Hier steht alles Wichtige für noch nicht registrierte Interessierte.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Ein Dankeschön an alle, die sich bereits aktiv in den Erfahrungsaustausch einbringen. Gegenseitige Unterstützung stärkt jede Selbsthilfegruppe.

Euer ADFD-Team

Citalopram und Pregabalin

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
sunf8
Beiträge: 26
Registriert: Mittwoch, 02.03.16, 18:49

Citalopram und Pregabalin

Beitrag von sunf8 » Mittwoch, 02.03.16, 19:03

Hallo zusammen,

bin neu hier und derzeit etwas verunsichert.

Nehme seit Oktober 2014 10mg Escitalopram und abends 10mg Pregabalin. Das Pregabalin sollte damals nur kurzzeitig angewandt werden und hätte eigentlich schon längst abgesetzt werden sollen. Ging aber nicht, weil ich keinen vernünftigen Arzt fand, der das mit mir machen wollte.

Seit etwa drei Wochen bin ich müde. Es kommt abends, insbesondere nach Ende der Arbeit, ein Gefühl von Traurigkeit auf. Die Müdigkeit (schlafe teilweise 12 Stunden) ist unangenehm. Fühle mich tagsüber wie abgeschaltet. Insgesamt sehr still. Beinah schon zu ruhig.
Meditation habe ich nicht geändert. Schematherapie läuft. Bin zudem beim Netzwerk psychische Gesundheit Köln angeschlossen.

Kann es was mit den Medis zu tu haben, dass ich so müde bin? Und woher kommt diese Traurigkeit auf einmal. Das macht mir doch Sorgen.

Gruß
Ulf

sybsilon
Beiträge: 1007
Registriert: Montag, 03.08.15, 19:16

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von sybsilon » Mittwoch, 02.03.16, 19:09

Hallo Ulf,

herzlich willkommen hier im Forum.
Schön dass du es gefunden hast. Hier wirst du verstanden.

LG sybsilon
Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.

Lisamarie
Beiträge: 9529
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 02.03.16, 19:35

Hallo Ulf,

Willkommen im ADFD.

Ich denke das mit der Traurigkeit und dem sich abgeschaltet fühlen kommt von den Psychopharmaka . Die Müdigkeit würde ich dem Pragabalin zuordnen.

Warum hast du die Psychopharmaka genommen, was war der Grund für die Verschreibung ? Wenn ich richtig verstanden hab willst du das Prgabalin absetzen, da du es seit Oktober nimmst gehört das ausgeschlichen, da begleiten wir dich gerne bei. Wir hier im Forum setzen alle vier bis sechs Wochen 5% ab, im allgemeinen setzen wir 10% ab, aber unter 10 mg sind noch übermäßig viele Rezeptoren mit Wirkstoff belegt , weshalb empfehlen wir dort besonders vorsichtiges absetzen .
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

Dane
Beiträge: 203
Registriert: Samstag, 29.08.15, 12:57
Wohnort: Saarland

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von Dane » Mittwoch, 02.03.16, 20:11

Hallo Ulf,

wir lesen häufig, dass Medikamente, die zunächst ihren Zweck erfüllen, mit der Zeit ihre Wirkung ändern oder gar verlieren. Das wir dann "poop out" genannt.

Wenn du absetzen willst, dann bitte in dem von lisamarie genannten Tempo! Da brauchst du den Arzt nur zum Rezepte ausstellen; mehr Hilfestellung kannst du von der Seite aus meist leider eh nicht erwarten....

Und bitte immer ein Medikament nach dem anderen absetzen! Sonst weißt du im Zweifel nicht, welche Substanz die Entzugssymptome verursacht!

Viele Grüße
Dane
In den Wintermonaten 12/13 und 13/14: Einnahme von Johanniskraut (Laif 900, nicht ausgeschlichen)

06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

Was mir hilft: (oder zumindest nicht schadet)
Fischölkapseln
Passionsblumenkraut
Vitamin D3
Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
und wenn es geht: viel Ruhe und Geduld :schnecke:

sunf8
Beiträge: 26
Registriert: Mittwoch, 02.03.16, 18:49

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von sunf8 » Donnerstag, 03.03.16, 0:06

Korrektur: 10mg Escitalopram morgens, 150mg Pregabalin abends.

Diagnose: rezidive depressive Episode mittleren Grades ( nach gescheitertem Absetzversuch) und hypochondrische Ängste.

Pregabalin gegen die Ängste. Müsste aber auch das Escitalopram schaffen...

Gruß
Ulf
Erster Aufenthalt in einer Tagesklinik November 2001 bis März 2002. Diagnose einer Depression und abhängige Persönlichkeitsstörung.
Medikament: Venlafaxin retard 75mg bis 2006

Auf Grund Gewichtszunahme ab Mitte 2006 Citalopram 20mg.

Erster Absetzversuch 2010. Nicht funktioniert. Extreme Unruhe und massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenfalls. Neues Medikament eingeschlichen: Escitalopram 10mg und 5 Tage lang Lorazepam 0,5 mg.

Nächster Auslassversuch: Januar 2014 bis Ende April 2014 bis auf 0mg. Super Gefühl! Aktiver, mehr Libido. Keine Scheu vor Menschen.
Ab August/September 2014 dann massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenso. Unfähig, das Haus zu verlassen. Klinikaufenthalt für drei Wochen. Medikamente: Wieder Escitalopram eingeschlichen 10mg. Zudem Pregabalin 2x täglich 75mg. Je Morgens und Abends

Seit etwa Februar 2016: Statt Morgens und Abends je 75mg Pregabalin dafür 150mg abends, um tagsüber wacher zu werden. Seit Ende Februar 2015: Phase tiefer Traurigkeit und Besorgnis, Angst und Gefühle von Derealisation.
Nicht mehr ausgehalten. Daher ab Mitte März 2016 Pregabalin (Lyrica) wieder in der Dosierung 75-0-0-75.

Zusätzlich weiterhin jeden Morgen 10mg Escitalopram.

Spaß ist das nicht

Lisamarie
Beiträge: 9529
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 03.03.16, 8:51

Hallo Ulf, hab schon über das 10 mg Pragabalin gestaunt, welches Mittel willst du denn anfangen abzusetzen ? Je nachdem für welches du dich entscheidest , beim Citalopram alle vier bis sechs Wochen 5% absetzen, beim Lyrika würden wir 10% alle vier bis sechs Wochen empfehlen. Vielleicht geht auch ein größerer Schritt zu Anfang mit dem Lyrika.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18661
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 03.03.16, 12:10

Hallo Ulf,

Pregabalin ist sehr sedierend. Ich glaube, ich würde als erstes damit anfangen und etwas reduzieren.
Weißt du, wenn der Körper anhaltend müde und chemisch richtiggehend niedergedrückt ist, dann ist es zur Trostlosigkeit und Traurigkeit nur noch einen weiteren Schritt.
Ich weiß ja, wie ich mich fühle, wenn ich das Amitriptylin nehme; es macht mich benommen und dann habe ich oft am nächsten Tag einen richtigen Durchhänger und bin grundlos traurig. Den Zusammenhang habe ich schon mal raus! :)

150mg sind auch keine niedrige Dosis - evtl. mal 15mg weglassen und schauen, was passiert? Dazu die Kapsel öffnen (ist leider glaub ich nur Pulver drin) und pi mal Daumen eine kleine Menge des Pulvers rausschütten, verwerfen und die Kapsel wieder schließen. Um genauer zu dosieren, wirst du dir wohl eine Feinwaage zulegen müssen, weil diese Methode, die ich dir gerade vorschlug, ist zu ungenau.

Grüße und willkommen im ADFD :)
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 19437
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von padma » Donnerstag, 03.03.16, 12:17

hallo Ulf, :)

Pregabalin hat bei 0,1 - 1 % als NW Depression. http://psylex.de/psychopharmaka/psychop ... lin.html#2

Daher würde ich auch zunächst mit der Reduktion von Pregabalin beginnen.

Ausserdem hat es ein Suchtpotential. http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=7964

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


sunf8
Beiträge: 26
Registriert: Mittwoch, 02.03.16, 18:49

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von sunf8 » Donnerstag, 03.03.16, 14:54

Hallo Leute!

Vielen lieben Dank für Eure Antworten! Ich freue mich, dass jemand reagiert hat.

Da ich unter hypochondrischen Ängste leide und auch generell ein Schisser bin, denke ich ständig darüber nach, ob alles in Ordnung mit mir ist. Schlimm wird's dann, wenn ich auch noch Dr. Google befrage!
Ich würde ja gerne zu diesem Themenkomplex gar nichts denken. Einfach sein Leben leben und gut ist!

Insofern habe ich gerade wenig Lust, das Antidepressivum abzusetzen. Pregabalin habe ich gestern mal nur die Hälfte genommen. Bin aber heute mindestens genauso müde. Allerdings im Kopf klarer.
Ich habe einfach Angst davor, nochmal abzurutschen....denn das will ich nicht!

Gruß
Ulf
Erster Aufenthalt in einer Tagesklinik November 2001 bis März 2002. Diagnose einer Depression und abhängige Persönlichkeitsstörung.
Medikament: Venlafaxin retard 75mg bis 2006

Auf Grund Gewichtszunahme ab Mitte 2006 Citalopram 20mg.

Erster Absetzversuch 2010. Nicht funktioniert. Extreme Unruhe und massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenfalls. Neues Medikament eingeschlichen: Escitalopram 10mg und 5 Tage lang Lorazepam 0,5 mg.

Nächster Auslassversuch: Januar 2014 bis Ende April 2014 bis auf 0mg. Super Gefühl! Aktiver, mehr Libido. Keine Scheu vor Menschen.
Ab August/September 2014 dann massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenso. Unfähig, das Haus zu verlassen. Klinikaufenthalt für drei Wochen. Medikamente: Wieder Escitalopram eingeschlichen 10mg. Zudem Pregabalin 2x täglich 75mg. Je Morgens und Abends

Seit etwa Februar 2016: Statt Morgens und Abends je 75mg Pregabalin dafür 150mg abends, um tagsüber wacher zu werden. Seit Ende Februar 2015: Phase tiefer Traurigkeit und Besorgnis, Angst und Gefühle von Derealisation.
Nicht mehr ausgehalten. Daher ab Mitte März 2016 Pregabalin (Lyrica) wieder in der Dosierung 75-0-0-75.

Zusätzlich weiterhin jeden Morgen 10mg Escitalopram.

Spaß ist das nicht

Lisamarie
Beiträge: 9529
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 03.03.16, 18:02

Hallo Ulf, das ist keine gute Idee vom Lyrika mal eben die Hälfte weglassen. Das reizt das ZNS unnötig , wenn du das Lyrika absetzen willst dann sollte sowieso nicht gleichzeitig das Citalopram runtergefahren werden. Also würde dir das sowieso erstmal erhalten bleiben.

Das wäre traurig wenn du zu dem Themenkomplex gar nichts denke würdest.Und Psychopharmaka sind keine Lösung, im besten Fall deckeln sie Symthome , aber sie heilen nicht. Und sie sind keine Dauerlösung, du leidest ja auch an Nebenwirkungen also wäre schon das ein Grund mit den Psychopharmaka runter zu fahren. Aber mach bitte nicht sowas wie mal eben 50% wegzulassen.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

sunf8
Beiträge: 26
Registriert: Mittwoch, 02.03.16, 18:49

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von sunf8 » Donnerstag, 03.03.16, 19:02

Hallo Petra,
Danke für den guten Rat. Ich halte mich dran.
Soll eigentlich auch morgen 75mg und abends 75mg Lyrica nehmen. Hatte das aber die letzten Monate nur abends genommen, weil ich am Tag davon so dizzy war. Schlafe nachts damit sehr gut und ohne jede Angst.
Allerdings entspricht "alles abends" auch nicht der Dosierung, die der Arzt in der Klinik wollte.

Mache übrigens seit einem Jahr schon Schematherapie. Hilft ganz gut. Endet aber bald.

Danke nochmal für Deine/Eure Anteilnahme hier.
Erster Aufenthalt in einer Tagesklinik November 2001 bis März 2002. Diagnose einer Depression und abhängige Persönlichkeitsstörung.
Medikament: Venlafaxin retard 75mg bis 2006

Auf Grund Gewichtszunahme ab Mitte 2006 Citalopram 20mg.

Erster Absetzversuch 2010. Nicht funktioniert. Extreme Unruhe und massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenfalls. Neues Medikament eingeschlichen: Escitalopram 10mg und 5 Tage lang Lorazepam 0,5 mg.

Nächster Auslassversuch: Januar 2014 bis Ende April 2014 bis auf 0mg. Super Gefühl! Aktiver, mehr Libido. Keine Scheu vor Menschen.
Ab August/September 2014 dann massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenso. Unfähig, das Haus zu verlassen. Klinikaufenthalt für drei Wochen. Medikamente: Wieder Escitalopram eingeschlichen 10mg. Zudem Pregabalin 2x täglich 75mg. Je Morgens und Abends

Seit etwa Februar 2016: Statt Morgens und Abends je 75mg Pregabalin dafür 150mg abends, um tagsüber wacher zu werden. Seit Ende Februar 2015: Phase tiefer Traurigkeit und Besorgnis, Angst und Gefühle von Derealisation.
Nicht mehr ausgehalten. Daher ab Mitte März 2016 Pregabalin (Lyrica) wieder in der Dosierung 75-0-0-75.

Zusätzlich weiterhin jeden Morgen 10mg Escitalopram.

Spaß ist das nicht

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18661
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 03.03.16, 19:53

Hallo Ulf,

du kannst dich immer an uns wenden :).
Ab und an dauert es etwas mit den Antworten, da wir selbst angeschlagen sind, aber wir versuchen keinen zu vergessen.

Zum Lyrica. Wenn du so Angst vor einem Absturz hast, dann gehe es doch gemächlich an. Keiner von uns will dich drängen.
Nimm es doch als "Mehrjahresprojekt" und reduziere ganz langsam über eine lange Zeit. Du wirst sehr schnell merken, ob und was sich ändert und ob dir das bekommt oder nicht.
Wenn du mit dem abendlichen Lyrica gut schläfst und das Angstlevel dadurch runtergedrückt wird, dann behalte diese Dosis bei und reduziere ein paar mg am Morgen.

Du kannst ja mal in dich gehen und reinspüren, wie sich der Gedanke für dich anfühlt (?)

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

sunf8
Beiträge: 26
Registriert: Mittwoch, 02.03.16, 18:49

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von sunf8 » Donnerstag, 03.03.16, 21:00

Hallo Jamie!

Der Gedanke fühlt sich gut an.
Und Dr. Google ist ja auch immer der falsche Ratgeber.

Gerade weil ihr alle selbst angeschlagen seid, finde ich es toll und bewundernswert, wie ihr alle hier helfen könnt.
Ganz dicken Knutscher und gute Nacht!

LG
Ulf
Erster Aufenthalt in einer Tagesklinik November 2001 bis März 2002. Diagnose einer Depression und abhängige Persönlichkeitsstörung.
Medikament: Venlafaxin retard 75mg bis 2006

Auf Grund Gewichtszunahme ab Mitte 2006 Citalopram 20mg.

Erster Absetzversuch 2010. Nicht funktioniert. Extreme Unruhe und massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenfalls. Neues Medikament eingeschlichen: Escitalopram 10mg und 5 Tage lang Lorazepam 0,5 mg.

Nächster Auslassversuch: Januar 2014 bis Ende April 2014 bis auf 0mg. Super Gefühl! Aktiver, mehr Libido. Keine Scheu vor Menschen.
Ab August/September 2014 dann massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenso. Unfähig, das Haus zu verlassen. Klinikaufenthalt für drei Wochen. Medikamente: Wieder Escitalopram eingeschlichen 10mg. Zudem Pregabalin 2x täglich 75mg. Je Morgens und Abends

Seit etwa Februar 2016: Statt Morgens und Abends je 75mg Pregabalin dafür 150mg abends, um tagsüber wacher zu werden. Seit Ende Februar 2015: Phase tiefer Traurigkeit und Besorgnis, Angst und Gefühle von Derealisation.
Nicht mehr ausgehalten. Daher ab Mitte März 2016 Pregabalin (Lyrica) wieder in der Dosierung 75-0-0-75.

Zusätzlich weiterhin jeden Morgen 10mg Escitalopram.

Spaß ist das nicht

Lisamarie
Beiträge: 9529
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 04.03.16, 9:42

Hallo Ulf, ich möchte dir Mut zusprechen, jedes mg was du runter gehst ist ein mg weniger Belastung für den Körper, reduziere wie Jamie schrieb wirklich ganz langsam und schau was es mit dir macht, sicher wirst du bald merken das jedes eingespart mg eine Bereicherung ist .

Niemand hier sagt dir du musst bis dann und dann das und das abgesetzt haben, jeder hier findet da seinen eigenen Weg. Wenn deiner langsam und schonend ist weil du etwas Angst hast ist das ok. Aber wage mit uns das Experiment absetzen, ich kann dir von mir berichten als ich hier ankam war ich auch ängstlich was mit mir im Entzug passieren könnte aber ich bin mutig gestartet und ich bereue keinen einzigen Schritt den ich bis heute gemacht habe raus aus der Psychopharmakafalle. Mir geht es soviel besser, ich bin viel wacher, viel lebendiger viel mehr ich.
Lg Petra
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

sunf8
Beiträge: 26
Registriert: Mittwoch, 02.03.16, 18:49

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von sunf8 » Samstag, 05.03.16, 16:50

Hallo zusammen,

habe Feinwaage bestellt und mir einen neuen Psychiater gesucht hier in Köln.
Hoffe auf baldigen Termin bei ihm, um über die Medis reden zu können.

Gruß
Ulf
Erster Aufenthalt in einer Tagesklinik November 2001 bis März 2002. Diagnose einer Depression und abhängige Persönlichkeitsstörung.
Medikament: Venlafaxin retard 75mg bis 2006

Auf Grund Gewichtszunahme ab Mitte 2006 Citalopram 20mg.

Erster Absetzversuch 2010. Nicht funktioniert. Extreme Unruhe und massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenfalls. Neues Medikament eingeschlichen: Escitalopram 10mg und 5 Tage lang Lorazepam 0,5 mg.

Nächster Auslassversuch: Januar 2014 bis Ende April 2014 bis auf 0mg. Super Gefühl! Aktiver, mehr Libido. Keine Scheu vor Menschen.
Ab August/September 2014 dann massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenso. Unfähig, das Haus zu verlassen. Klinikaufenthalt für drei Wochen. Medikamente: Wieder Escitalopram eingeschlichen 10mg. Zudem Pregabalin 2x täglich 75mg. Je Morgens und Abends

Seit etwa Februar 2016: Statt Morgens und Abends je 75mg Pregabalin dafür 150mg abends, um tagsüber wacher zu werden. Seit Ende Februar 2015: Phase tiefer Traurigkeit und Besorgnis, Angst und Gefühle von Derealisation.
Nicht mehr ausgehalten. Daher ab Mitte März 2016 Pregabalin (Lyrica) wieder in der Dosierung 75-0-0-75.

Zusätzlich weiterhin jeden Morgen 10mg Escitalopram.

Spaß ist das nicht

Lisamarie
Beiträge: 9529
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 05.03.16, 17:58

Hallo Ulf, erwarte nicht soviel von einem neuen Psychiater, die meisten finden alle ihre Psychopharmaka toll, die wenigstens verstehen die Problematiken die damit verbunden sind. Wäre schön wenn es da irgendwelche Hilfestellung geben würde, dann wäre dieses Forum überflüssig. Was schön wäre weil man dann voraussetzen könnte das die Ärzte sich auch mit den Negativfolgen auskennen, was die meisten nicht tun.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

sunf8
Beiträge: 26
Registriert: Mittwoch, 02.03.16, 18:49

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von sunf8 » Sonntag, 06.03.16, 9:14

Hallo Petra!

Ich steigere mich in schlechte Gedanken und Zweifel oft rein. Hast Du sowas auch schon mal erlebt?
Ich muss da irgendwie raus aus diesen Gedankenkreiseln.

Gruß
Ulf
Erster Aufenthalt in einer Tagesklinik November 2001 bis März 2002. Diagnose einer Depression und abhängige Persönlichkeitsstörung.
Medikament: Venlafaxin retard 75mg bis 2006

Auf Grund Gewichtszunahme ab Mitte 2006 Citalopram 20mg.

Erster Absetzversuch 2010. Nicht funktioniert. Extreme Unruhe und massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenfalls. Neues Medikament eingeschlichen: Escitalopram 10mg und 5 Tage lang Lorazepam 0,5 mg.

Nächster Auslassversuch: Januar 2014 bis Ende April 2014 bis auf 0mg. Super Gefühl! Aktiver, mehr Libido. Keine Scheu vor Menschen.
Ab August/September 2014 dann massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenso. Unfähig, das Haus zu verlassen. Klinikaufenthalt für drei Wochen. Medikamente: Wieder Escitalopram eingeschlichen 10mg. Zudem Pregabalin 2x täglich 75mg. Je Morgens und Abends

Seit etwa Februar 2016: Statt Morgens und Abends je 75mg Pregabalin dafür 150mg abends, um tagsüber wacher zu werden. Seit Ende Februar 2015: Phase tiefer Traurigkeit und Besorgnis, Angst und Gefühle von Derealisation.
Nicht mehr ausgehalten. Daher ab Mitte März 2016 Pregabalin (Lyrica) wieder in der Dosierung 75-0-0-75.

Zusätzlich weiterhin jeden Morgen 10mg Escitalopram.

Spaß ist das nicht

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 19437
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von padma » Sonntag, 06.03.16, 22:07

hallo Ulf, :)

schau mal hier rein http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 50&t=10801

lg padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


sunf8
Beiträge: 26
Registriert: Mittwoch, 02.03.16, 18:49

Re: Citalopram und Pregabalin

Beitrag von sunf8 » Montag, 07.03.16, 20:00

Hallo Leute!

Hier mal ein etwas längerer Bericht zu mir:

Anfang des Jahres 2014 und nach mehreren Monaten des langsamen Ausschleichens, habe ich im April 2014 das Medikament Escitalopram (Cipralex) 10mg vollkommen abgesetzt. Ich war ein anderer Mensch zu Anfang: Aktiv, Lust auf Menschen und Kontakte, habe Sport gemacht und Sex funktionierte auch wieder. Doch dann, ab etwa Sommer 2014 bis Ende September 2014, kamen sie: Massive Ängste, soziale Phobie, Appetitlosihgkeit und Zittern. Die Angst war so schlimm, dass ich fast wahnsinnig geworden bin. Ich musste in die Psychiatrie, konnte mir alleine nicht mehr helfen.

Drei Wochen Psychiatrie. Gegen die Ängste gab man mir sofort Lyrica, also Pregabalin. Bereits nach den ersten beiden Einnahmen (50mg morgens und 50mg Abends) war ich fast angstfrei. Ich kommunizierte mit den Mitpatienten und scherzte mit den Ärzten. Ja, ich war der Pharmaindustrie sehr dankbar. Endlich war diese wahnsinnige Angst weg!

Diagnose der Ärzte: Rezidive Depression mittleren Grades und hypochondrische Ängste.
Etwa 1,5 Wochen vor der Entlassung aus der Klinik schlich man wieder Escitalopram ein. Ich war verwundert und fragte den Arzt, warum das denn sein muss. Er entgegnete, dass ich das gegen die Depressionen nehmen müsse. Und was soll ich sagen: Der Horror ging (wieder von vorne) los: Massive Suizidgedanken über Wochen. Wieder soziale Ängste. Schweissausbrüche und und und. Ich hasse dieses Medikament - das ist heute noch so.

Bis Mitte 2015 habe ich brav folgende Medikation genommen: Escitalopram 10mg 1-0-0 und Lyrica 75mg 1-0-1. Auf Grund von etwas "dizzyness" tagsüber, habe ich dann die vollen 150mg Lyrica nur noch abends genommen und tagsüber nur das AD. Zwar habe ich dadurch so tief und fest geschlafen, wie ein Bär, aber tagsüber stellten sich wieder vermehrt Angstgefühle ein. Und zwar, obwohl ich morgens ein AD nehme, dass eigentlich auch gegen Ängste wirken soll.
Davon habe ich aber nichts gemerkt. Statt dessen werde ich, wenn ich das AD morgens genommen habe, unruhig, ängstlich, unkonzentriert, rastlos, ruhelos und die Hypochondrische Angst ist auch wieder da.

Heute habe ich es endgültig nicht mehr ausgehalten und ab morgens auch das Lyrica wieder genommen. Es wirkte quasi sofort: Keine Angst mehr, den Menschen zugewandt. Ich habe im Büro sogar Witze gemacht und fühlte mich ruhig und konzentriert.

Und nun sitze ich hier und frage mich, wieso ich wieder und immerhin schon seit mehr als einem Jahr, ein AD nehme, was wohl überhaupt nicht positiv auf mich wirkt, sondern es mich so ängstlich und unruhig macht.

Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Psychiater in Köln, mit dem ich mich darüber unterhalten kann. Im Moment ist mein Gefühl, dass sich mein Körper mit aller Macht gegen das AD wehrt. Das Lyrica vertrage ich übrigens gut.

Soviel mal zu mir.

LG
Ulf
Erster Aufenthalt in einer Tagesklinik November 2001 bis März 2002. Diagnose einer Depression und abhängige Persönlichkeitsstörung.
Medikament: Venlafaxin retard 75mg bis 2006

Auf Grund Gewichtszunahme ab Mitte 2006 Citalopram 20mg.

Erster Absetzversuch 2010. Nicht funktioniert. Extreme Unruhe und massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenfalls. Neues Medikament eingeschlichen: Escitalopram 10mg und 5 Tage lang Lorazepam 0,5 mg.

Nächster Auslassversuch: Januar 2014 bis Ende April 2014 bis auf 0mg. Super Gefühl! Aktiver, mehr Libido. Keine Scheu vor Menschen.
Ab August/September 2014 dann massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenso. Unfähig, das Haus zu verlassen. Klinikaufenthalt für drei Wochen. Medikamente: Wieder Escitalopram eingeschlichen 10mg. Zudem Pregabalin 2x täglich 75mg. Je Morgens und Abends

Seit etwa Februar 2016: Statt Morgens und Abends je 75mg Pregabalin dafür 150mg abends, um tagsüber wacher zu werden. Seit Ende Februar 2015: Phase tiefer Traurigkeit und Besorgnis, Angst und Gefühle von Derealisation.
Nicht mehr ausgehalten. Daher ab Mitte März 2016 Pregabalin (Lyrica) wieder in der Dosierung 75-0-0-75.

Zusätzlich weiterhin jeden Morgen 10mg Escitalopram.

Spaß ist das nicht

sunf8
Beiträge: 26
Registriert: Mittwoch, 02.03.16, 18:49

Pregabalin/Lyric*ca absetzen Erfahrungen

Beitrag von sunf8 » Donnerstag, 10.03.16, 19:34

Liebe Forumsmitglieder,

seit Oktober 2014 nehme ich Pregabalin/Lyric*a gegen meine Ängste (siehe Signatur). Die von der Klinik vorgesehene Dosierung ist 75mg 1-0-0-1.
Um tagsüber nicht zu müde zu sein, nehme ich seit ein paar Wochen das Medikament nur noch abends ein und die Dosis, die für den Morgen vorgesehen ist, abends mit. Also derzeit 150mg 0-0-0-1.

Seit etwa zwei Wochen plagen mich tagsüber wieder vermehrt Ängste, hypochondrische Ängste und Angst vor Menschen. Kann dann kaum klar denken. Appetit geht in den Angsthasen zurück.
Nach der abendlichen Dosis des Pregabalin, bin ich beinah der Alte. Zudem hatte ich letztes Wochenende eine Phase des mich fremd fühlens in meiner Welt.

War das keine gute Idee mit der Änderung der Einnahme?

Gruß
Ulf
Erster Aufenthalt in einer Tagesklinik November 2001 bis März 2002. Diagnose einer Depression und abhängige Persönlichkeitsstörung.
Medikament: Venlafaxin retard 75mg bis 2006

Auf Grund Gewichtszunahme ab Mitte 2006 Citalopram 20mg.

Erster Absetzversuch 2010. Nicht funktioniert. Extreme Unruhe und massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenfalls. Neues Medikament eingeschlichen: Escitalopram 10mg und 5 Tage lang Lorazepam 0,5 mg.

Nächster Auslassversuch: Januar 2014 bis Ende April 2014 bis auf 0mg. Super Gefühl! Aktiver, mehr Libido. Keine Scheu vor Menschen.
Ab August/September 2014 dann massive Ängste. Hypochondrische Ängste ebenso. Unfähig, das Haus zu verlassen. Klinikaufenthalt für drei Wochen. Medikamente: Wieder Escitalopram eingeschlichen 10mg. Zudem Pregabalin 2x täglich 75mg. Je Morgens und Abends

Seit etwa Februar 2016: Statt Morgens und Abends je 75mg Pregabalin dafür 150mg abends, um tagsüber wacher zu werden. Seit Ende Februar 2015: Phase tiefer Traurigkeit und Besorgnis, Angst und Gefühle von Derealisation.
Nicht mehr ausgehalten. Daher ab Mitte März 2016 Pregabalin (Lyrica) wieder in der Dosierung 75-0-0-75.

Zusätzlich weiterhin jeden Morgen 10mg Escitalopram.

Spaß ist das nicht

Antworten