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Escitalopram und Amioxid (Amitriptylin) - weiss nicht weiter

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Maria1969
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Escitalopram und Amioxid (Amitriptylin) - weiss nicht weiter

Beitrag von Maria1969 » Samstag, 25.06.16, 14:47

Hallo Ihr Lieben, ich brauche eure Hilfe.

Ich nehme seit meiner Schwangerschaft in 2001 Antidepressive. Erst Amioxid, dann ab 2003 Cipralex. Mir ging es damit gut bis letztes Jahr .
Ich hatte irgendwie das Gefühl das Cipralex wirkt nicht mehr. Der Arzt hat dann eine Dosiserhöhrung auf 15 mg Escitalopram durchgeführt, was vorübergehend einigermassen half.
Jetzt geht es mir wieder schlechter.
Nun hat der Arzt mir zusätzlich Amioxid verschrieben und zwar morgens und abends je 30 mg. Das Escitalopram habe ich auf 10 mg morgens reduziert.

In der ersten Woche danach ging es eigentlich besser. Das Amioxid hat meine Unruhe die mich vorher fast durchdrehen lies, gedämpft.
Jetzt in der zweiten Woche geht es bergab. Ich habe Angst, Unruhe, kribbeln am ganzen Körper, heißes Gesicht... und weine andauernd.

Was ist los?
Wirkt das Escitalopram nicht mehr und das Amioxid noch nicht?
Oder ist das reduzieren von Escitalopram von 15 auf 10 mg schuld?
Ich weiß nicht mehr weiter. Könnte durchdrehen....
LG Maria
Zuletzt geändert von padma am Samstag, 25.06.16, 18:34, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Wirkstoffnamen ergänzt

Jamie
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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von Jamie » Samstag, 25.06.16, 15:21

Hallo Maria,

wir haben sehr viele Neuanmeldungen innerhalb weniger Stunden gehabt, ich bitte dich um etwas Geduld.
Es wird keiner hier vergessen, wir können den großen Andrang aber nur sukzessive bewältigen, da viele aktiv Beratenden selbst gesundheitlich angeschlagen sind.

Vielen Dank für dein Verständnis :)

Grüße
Jamie
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Jamie
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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von Jamie » Samstag, 25.06.16, 16:09

Hallo Maria,

so, jetzt ein offizielles Willkommen :).

Ich habe mir deine Medikamente mal angeschaut und bin sehr beunruhigt, denn laut Interaktionscheck bei der Apothekenumschau können beide Medikamente zusammen eingenommen schwere bis lebensbedrohliche Nebenwirkungen auslösen.
Leider gibt die Umschau nicht den Grund der Interaktion an, aber ich vermute, es könnte ein Serotoninsyndrom sein.

Meines Erachtens musst du sofort das Amioxid weglassen; man darf SSRI und TZA wegen der Gefahr eines Serotoninsyndroms eh nicht kombinieren; nur in Ausnahmefällen, wenn die Dosis niedrig ist und der Arzt ausdrücklich zustimmt.
Für mein Dafürhalten solltest du die 10mg Escitalopram beibehalten und sofort, heute noch, das Amitriptylinoxid (Amioxid) absetzen und dann am Motag den Arzt aufsuchen.
Oder du rufst heute noch bei der notdiensthabenden Apotheke an und sagst ihnen, wie schlecht es dir geht und ob sie bitte in ihrer Datenbank einen Interaktionscheck machen können - dann hättest du auch eine fachliche Einschätzung und nicht bloß eine Vermutung.

Wir im ADFD sind pharmakritisch und sprechen keine Medikamentenempfehlungen aus.
Da du schon 12 Jahre Escitalopram nimmst, wundert es mich nicht, dass es irgendwann nicht mehr wirkte. AD in der Langzeiteinnahme sind assoziiert mit Wirkverlust, was zur Folge hat, dass die Dosis gesteigert werden muss, was wiederum die Folge hat, dass die Nebenwirkungen stärker werden.
Bist du mal auf den Gedanken gekommen, dass die Unruhe durch das Escitalopram (als NW) ausgelöst wird? Das ist dann der Klassiker. Die Unruhe wird vom Arzt nicht als NW erkannt, sondern als Verschlechterung der Grunderkrankung und dann gibt´s das nächste Medikament gegen die Unruhe und das Psychopharmakakarusell dreht sich munter weiter...

Als erstes gilt es jetzt ein Serotoninsyndrom auszuschließen und dann würde ich jede weiteren Experimente mit Psychopharmaka (PP) ablehnen und stattdessen mal gaaaaanz langsam versuchen die Escitalopramdosis zu senken - wenn du Glück hast, verschwindet damit die Unruhe und dann wäre auch klar, dass deine Beschwerden substanzinduziert sind.

AD heilen nie, sie deckeln nur. Was hast du denn getan, um deine Grundproblematik (was ist das?) zu bearbeiten? Machst du Therapie?
Man kann nicht sein Leben lang Antidepressiva nehmen, denn sie sind ungesund, für den Langzeitgebrauch nicht zugelassen und sie lösen nicht die seelischen Wunden auf, die man hat.

Noch zur Beruhigung: Sofern du nicht deliriumsartige Zustände hast, dann musst du nicht in Panik geraten wegen eines möglichen Serotoninsyndroms.
Wir haben schon ein paar Leute hier im ADFD damit gehabt und es ist immer - Gott sei Dank - mild verlaufen und besserte sich schnell, wenn die falsche Medikamentenkombination erkannt und behoben wurde.

Grüße und pass auf dich auf!
Jamie
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Maria1969
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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von Maria1969 » Samstag, 25.06.16, 16:16

Hallo und danke für deine antwort.
An das SSRI Syndrom habe ich auch schon gedacht. Aber hätte ich das dann nicht gleich bekommen müssen.ich nehme das ganze schon 10 Tage.
Der Arzt war sich ganz sicher mit dem Amioxid dazu. Bekommen angeblich viele.???
Angst/Depressionen seit Kindesalter
erste Behandlung 1999 mit Amitriptylin, danach wieder schnell und mühelos abgesetzt

2001: schwere Schwangerschaftsdepression sofort ab Beginn /Hormonumstellung
Medikamente bis zur 14. SW verweigert und ins KH eingewiesen worden
(auch da Benzos verweigert , O-Ton: die machen nicht süchtig wenn sie die nur 7 Monate nehmen)
dann Amitriptylin Tropfen während der SW und danach Amioxid
2003: NW durch Amitriptylin - Wechsel auf Cipralex 10 mg
bis 08/ 2015: wg. depr. Episode Erhöhung auf 15 mg Cipralex (leicht Besserung DEPRI, NW: Unruhe)
15.06.2016: Cipralex 10 mg + 60 mg Amioxid eingeschlichen bis 22.06.16
25.06.16: :frust:
seit 26:06.16: Cipralex 10 mg
30.06.16: 12'5 mg Cipralex

Annanas
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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von Annanas » Samstag, 25.06.16, 16:17

Hallo Maria :) ,
herzlich willkommen im ADFD!

Darf ich fragen, warum du das Amioxid (Amitriptylin) verschrieben bekommen hast?
Hattest du eine postpartale Depression entwickelt oder mußtest du das AD schon während der
Schwangerschaft nehmen?

Unser Forum ist pharmakritisch orientiert u sieht diese Verschreibungen mit Besorgnis!
Hier ein Link über Psychopharmaka-Mythen, die aber]gerne von Ärzten als Grund für eine Verschreibung
angegeben werden:
10 Mythen über Psychopharmaka von Prof Gotzsche
Maria1969 hat geschrieben: Der Arzt hat dann eine Dosiserhöhrung auf 15 mg Escitalopram durchgeführt,
Maria1969 hat geschrieben:Nun hat der Arzt mir zusätzlich Amioxid verschrieben und zwar morgens und abends je 30 mg. Das Escitalopram habe ich auf 10 mg morgens reduziert.
Könntest du bitte genauere Angaben machen, seit wann du die 15 mg Escitalopram u auch das Amioxid genommen hast bzw wann du
auf 10 mg Escitalopram runtergegangen bist, so können wir uns ein besseres Bild der Ausgangslage machen u die Zusammenhänge
besser erkennen.

Das fürs Erste,
lG von Anna

PS: überschnitten mit Jamie
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Maria1969
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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von Maria1969 » Samstag, 25.06.16, 16:27

Ich hatte eine schwere Schwangerschaftsdepression und habe ab der 14. Woche Amitriptylin in Tropfenform bekommen. In 2003 dann Cipralex 10 mg. Ab 08/2015 15 mg Escitslopram. Ab 15.06. Reduzierung Escit. Auf 10 mg und einschleichen Amioxid alle 2 Tage 15 mg Rauf ab 22.06 somit 60 mg.
Ich habe Angst.
Angst/Depressionen seit Kindesalter
erste Behandlung 1999 mit Amitriptylin, danach wieder schnell und mühelos abgesetzt

2001: schwere Schwangerschaftsdepression sofort ab Beginn /Hormonumstellung
Medikamente bis zur 14. SW verweigert und ins KH eingewiesen worden
(auch da Benzos verweigert , O-Ton: die machen nicht süchtig wenn sie die nur 7 Monate nehmen)
dann Amitriptylin Tropfen während der SW und danach Amioxid
2003: NW durch Amitriptylin - Wechsel auf Cipralex 10 mg
bis 08/ 2015: wg. depr. Episode Erhöhung auf 15 mg Cipralex (leicht Besserung DEPRI, NW: Unruhe)
15.06.2016: Cipralex 10 mg + 60 mg Amioxid eingeschlichen bis 22.06.16
25.06.16: :frust:
seit 26:06.16: Cipralex 10 mg
30.06.16: 12'5 mg Cipralex

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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von Maria1969 » Samstag, 25.06.16, 16:33

Ach ja. Eine Therapie hatte ich nie. Der Arzt meinte die hilft nichts. Depression ist familiär gehäuft ( geht durch 4 Generationen)
Angst/Depressionen seit Kindesalter
erste Behandlung 1999 mit Amitriptylin, danach wieder schnell und mühelos abgesetzt

2001: schwere Schwangerschaftsdepression sofort ab Beginn /Hormonumstellung
Medikamente bis zur 14. SW verweigert und ins KH eingewiesen worden
(auch da Benzos verweigert , O-Ton: die machen nicht süchtig wenn sie die nur 7 Monate nehmen)
dann Amitriptylin Tropfen während der SW und danach Amioxid
2003: NW durch Amitriptylin - Wechsel auf Cipralex 10 mg
bis 08/ 2015: wg. depr. Episode Erhöhung auf 15 mg Cipralex (leicht Besserung DEPRI, NW: Unruhe)
15.06.2016: Cipralex 10 mg + 60 mg Amioxid eingeschlichen bis 22.06.16
25.06.16: :frust:
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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von Maria1969 » Samstag, 25.06.16, 17:02

Ich habe so Angst
Angst/Depressionen seit Kindesalter
erste Behandlung 1999 mit Amitriptylin, danach wieder schnell und mühelos abgesetzt

2001: schwere Schwangerschaftsdepression sofort ab Beginn /Hormonumstellung
Medikamente bis zur 14. SW verweigert und ins KH eingewiesen worden
(auch da Benzos verweigert , O-Ton: die machen nicht süchtig wenn sie die nur 7 Monate nehmen)
dann Amitriptylin Tropfen während der SW und danach Amioxid
2003: NW durch Amitriptylin - Wechsel auf Cipralex 10 mg
bis 08/ 2015: wg. depr. Episode Erhöhung auf 15 mg Cipralex (leicht Besserung DEPRI, NW: Unruhe)
15.06.2016: Cipralex 10 mg + 60 mg Amioxid eingeschlichen bis 22.06.16
25.06.16: :frust:
seit 26:06.16: Cipralex 10 mg
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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von Annanas » Samstag, 25.06.16, 17:03

Liebe Maria,
Maria1969 hat geschrieben:Ich hatte eine schwere Schwangerschaftsdepression und habe ab der 14. Woche Amitriptylin in Tropfenform bekommen.
In der Schwangerschaft u auch nach der Geburt können Depressionen häufig durch Hormonschwankungen bzw -abfall ausgelöst werden.
Eher hilfreich wären da Entspannungstechniken und auch Psychotherapie gewesen.
Aber gut, ist nicht mehr zu ändern.
Maria1969 hat geschrieben:Ach ja. Eine Therapie hatte ich nie. Der Arzt meinte die hilft nichts. Depression ist familiär gehäuft ( geht durch 4 Generationen)
Meines Erachtens macht es sich der Arzt da sehr einfach. Es soll zwar belegt sein, daß eine Depression um 15% häufiger entsteht, wenn
Verwandte ersten Grades daran erkrankt sind, aber es steht auch fest,
daß sich eine Depression nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen lässt. Meist sind verschiedene Faktoren beteiligt, die erst im Zusammenspiel eine Depression hervorrufen. Vereinfacht kann man eigentlich sagen, daß es innere und äußere Umstände sind, die einen Menschen an einer Depression erkranken lassen.

Deshalb finde ich es schon fast unverantwortlich, daß du ausschließlich mit Medikamenten behandelt wurdest u die
scheinbar dein Leben lang nehmen sollst.

Aber zu deinem aktuellen Thema:
Jamie hat dir schon alles Wichtige geschrieben - ich würde an deiner Stelle so vorgehen, wie Jamie es vorgeschlagen hat.
Dann bist du auf der sicheren Seite hinsichtlich des Serotoninsyndroms.

D
Maria1969 hat geschrieben:Jetzt in der zweiten Woche geht es bergab. Ich habe Angst, Unruhe, kribbeln am ganzen Körper, heißes Gesicht... und weine andauernd.
Das können sowohl Nebenwirkungen vom Amioxid, als auch Symptome vom zu schnellen Reduzieren des Escitaloprams sein.


Hab keine Angst, vllt schaffst du es hier etwas querzulesen u dadurch evtl eine Entscheidung hinsichtlich
der Psychopharmakaeinnahme zu treffen.
Höre auf dich u deinen Körper - wenn du dich entscheiden solltest, das Excitalopram abzusetzen, werden
wir dich gern unterstützen.

LG von Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von Murmeline » Samstag, 25.06.16, 17:16

Hallo Maria,

Ist denn jemand bei dir?

Ich gehe davon aus, dass deine Zustände aktuell substanzbedingt sind und es dir deshalb so schlecht geht. Diese ganzen Empfindungen sind Ausdruck von körperlichen Fehlfunktionen/Regulationsstörugen in der Reizverarbeitung, das ist unheimlich, anstrengend und kann beängstigend sein.

Es fühlt sich an, als ob die Psyche durchdreht, aber es sind unerwünschte Reaktionen auf die Substanzänderungen.

Kannst du die das so vorstellen?

Grüße, murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Maria1969
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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von Maria1969 » Samstag, 25.06.16, 17:26

Hallo. Ich habe meinen Arzt angerufen. Ich soll heute und morgen früh eine Medi-Pause machen. Dann schauen wie es mir geht und mich melden.
Ich hatte immer Angst abzusetzen. Die Depression in der Schwangerschaft war ein Alptraum ... ich wollte da sein für die Kinder. Normal sein und jetzt habe ich alles kaputtgemacht mit meiner Dauereinnahme.
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Annanas
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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von Annanas » Samstag, 25.06.16, 17:42

Liebe Maria, mach dir bitte keine Vorwürfe - wie soll man denn so etwas wissen??
Und daß man für seine Kinder dasein möchte u deshalb in solch einer Situation nach jedem Strohhalm
greift, ist doch ganz normal.

Wir haben ja alle hier, aus irgendwelchen Gründen, Psychopharmaka genommen.

Ich bin auch erst aufgewacht, als ich extreme Nebenwirkungen von meinem AD (Venlafaxin seit 2007) zu spüren begann u. das
nach lang-langjähriger (seit 1999 )AD-Einnahme. Weder meine Ärztin (bei der ich 1x im Monat einen Termin hatte) noch ich,
kamen auf die Idee, daß es vom Venlafaxin kommt.
Erst als ich das Forum hier fand u. seitdem auch einige Bücher zum Thema gelesen hatte, ist mir klar geworden, was mit
mir passiert. Also du bist nicht allein!!!!
Maria1969 hat geschrieben:Normal sein und jetzt habe ich alles kaputtgemacht mit meiner Dauereinnahme.
Ich denke eher nicht, daß du damit was kaputtgemacht hast.
Das Gehirn ist neuroplastisch, kann sich wieder umbauen und beim Absetzen des Medikaments langsam wieder in
sein biologisches Gleichgewicht finden.

Wenn du es schaffst, hier ist ein Link dazu, was bei Einnahme u. Entzug von AD passiert:
Was passiert bei AD Einnahme u. im Entzug
In der Regel ist alles reversibel, behebbar - wenn man wieder absetzt - es ist nur wichtig, das langsam u. in kleinen Schritten zu tun,
um dem Gehirn Zeit zu geben, sich zu regenerieren.
Maria1969 hat geschrieben:Ich soll heute und morgen früh eine Medi-Pause machen.
Mit beiden Medikamenten oder nur mit Amioxid?

LG von Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von Maria1969 » Samstag, 25.06.16, 17:58

Ich danke euch allen. Ihr seid eine echte Unterstützung. :party2:

Der Arzt meinte ich soll beides weglassen . Also heute abend das Amioxid und morgen früh beides und dann schauen wie es mir geht. Gut ist ja dass er seine Handynr. rausgibt, allerdings habe ich immer ein schlechtes Gewissen wenn ich da anrufe am Wochenende.
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Re: Escitalopram und Amioxid - weiss nicht weiter

Beitrag von padma » Samstag, 25.06.16, 18:33

hallo Maria, :)

auch von mir noch willkommen.

Jetzt beides wegzulassen halte ich für sehr problematisch, da du vermutlich bereits jetzt an Absetzsymptomen durch die Reduktion von Escitalopram leidest.

Alles sofort absetzen ist nur bei einem tatsächlichen Serotoninsyndrom notwendig. Für mich hört es sich nicht so an, als ob das derzeit bei dir vorliegt.
Schau mal hier die Symptome https://de.wikipedia.org/wiki/Serotoninsyndrom.

Amioxid würde ich sicherheitshalber sofort weg lassen, da es v.a.die Kombination ist, die das Risiko eines Serotoninsyndroms beinhaltet.

Für mich hört es sich nach einer Absetzsymptomatik an, das ist sehr unangenehm, aber nicht in dem Sinne gefährlich.
Also kein Grund zur Panik.

Vielleicht hilft es dir ein wenig in den Eingangsbeiträgen der anderen threads zu lesen, da findest du deine Symptome vielfach beschrieben.
Und auch hier auf dieser Liste: http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Escitalopram und Amioxid (Amitriptylin) - weiss nicht weiter

Beitrag von Maria1969 » Samstag, 25.06.16, 18:43

Es könnte also beides sein:
SSRI Absetzsyndrom oder SSRI Syndrom
Ich hoffe morgen klarer zu sein . Ich werde heute und morgen kein Amioxid nehmen. Das Escitalopram evtl morgen abend.

Ich könnte nur noch heulen. SO EIN MIST. Hatte das Problem hier schon jemand?
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Shonah
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Re: Escitalopram und Amioxid (Amitriptylin) - weiss nicht weiter

Beitrag von Shonah » Samstag, 25.06.16, 18:49

Hallo Maria,

Auch von mir ein herzliches Hallo.

Auch ich habe nach der Geburt meines Sohnes, wie ich heute weiß, eine postnatale Depression erlitten.

Und ich kam sofort in die Psychiatrie, wurde gedopt mit 300mg Venlafaxin, zur Deckelung bein einschleichen gab es Tavor.

Ich wusste überhaupt nicht was mit mir passiert und mein einziger Gedanke war immer nur " du musst doch zu deinem Kind!"

Es war furchtbar, ich war voller Schuldgefühle, die mich zum Teil heute noch belasten wenn ich meinen Sohn ansehe.

Ich kann deine Geschichte gut nachvollziehen.

Gib den Leuten hier im Form eine Chance dir zu helfen und befreie dich von den PP. Natürlich schön langsam.

Alles Liebe Shonah
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

2009 : 150mg V.
75mg V.
2010 : 37,5 mg V.
11/2010: abgesetzt

12/2010 : 37,5mg V.
2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
2015 : 18,25mg V. unret.
01.11.15 9mg V. unret.
12.11.15 : abgesetzt
17.11.15 18.25 mg V. unret.
29.12.15 : 9mg V. unret.
9mg V. unret.
12.01.16 : 9 mg V. unret. früh
7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
3mg V. unret. Abend
11.03.16 : 9 mg V. (u) früh
2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.
20.6.18 2,2mg V.u.
20.7.18 1,9 mg V.u.
5.9.18 1,7mg V.u.
14.10.18 1,7mg V. ret.

Psychiatrie, nix geht mehr

10.11.18 37,5 mg ret

Aktuelle Medikation:
Morgens: Venlafaxin ret. 37,5
Metoprolol ret. 25mg
Abends: Metoprolol ret. 25mg

Lisamarie
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Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Escitalopram und Amioxid (Amitriptylin) - weiss nicht weiter

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 25.06.16, 18:52

Hallo Maria, ich kann mich den anderen nur anschließen, da du das Amioxid erst 10 Tage nimmst würde ich das sofort weglassen, und mit dem Escitalopram ne kleine Ecke wieder hochgehen, denke da so an 12 mg und dann abwarten bis sich das ZNS wieder beruhigt hat und dann langsam ausschleichen . Ich vermute da eher Absetzproblematiken weil du Zuviel abgesetzt hast und noch ein zweites Medikament eingeschlichen hast , das irritiert das ZNS.Wir hier im Forum setzen alle vier bis sechs Wochen höchstens 10% ab.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Murmeline
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Re: Escitalopram und Amioxid (Amitriptylin) - weiss nicht weiter

Beitrag von Murmeline » Samstag, 25.06.16, 18:54

Hallo Maria,

Oben rechts ist die Suchfunktion, so findest du Beiträge zu bestimmten Themen, z.B. auch Beschreibungen von SSRI Syndromen. Ä

Mit Entzugssymptomen oder Absetzsyndromen kämpfen hier natürlich viele, es ist ja der Schwerpunkt des Forums. Lies dich weiter einfach etwas quer, du kannst auch mit andern Mitglieder Kontakt aufnehmen und in den Threads schreiben. So ein Austausch ist oft hilfreich.

Schau aber auch, was dir gerade im Moment zuhause gut tut, um ruhig zu bleiben und nicht zusätzlich in Panik zu geraten.

Viele Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Jamie
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Re: Escitalopram und Amioxid (Amitriptylin) - weiss nicht weiter

Beitrag von Jamie » Samstag, 25.06.16, 19:07

Hallo Maria,

es gibt keinen Grund in Panik zu geraten.
Ein Serotoninsyndrom ist möglich, aber nicht unbedingt wahrscheinlich und selbst wenn es so wäre, bist du und der Arzt jetzt gewarnt.
Wir können im Forum nur begrenzt beraten und auffangen, aber du musst wirklich keine Angst haben!
Es ist nichts kaputt gegangen bei dir, das Gehirn ist neuroplastisch und kann sich umbauen und dann auch heilen.
Vermutlich ist dir aber schon die Reduktion von 15mg auf 10mg nicht bekommen und du hast Absetzsymptome und gleichzeitig wurde noch Amioxid eingeschlichen und du hast jetzt evtl. auch noch neue Nebenwirkungen.

Und nein, ein Satz zur Biochemie, ein Serotoninsyndrom entsteht meist nicht sofort, sondern erst nach einigen Tagen, wenn der Wirkstoffspiegel im Blut ansteigt.
Dennoch denke ich kannst du beruhigt sein, du hast ja bereits mit dem Arzt gesprochen.
Wenn du heute komplett pausieren willst, dann verstehe ich das, aber morgen sollte das Escitalopram wieder eingenommen werden (Amioxid weglassen!), sonst verstärkt sich womöglich deine eh schon bestehende Absetzproblematik.

Zu dem Kommentar von deinem Arzt fällt mir nichts mehr ein. So was Billiges habe ich selten gehört.
Selbst wenn es eine genetische Dispositon gibt, so sind Depressionen kein lebenslanges Schicksalsurteil, das eine über Jahrzehnte gehende Einnahme von AD rechtfertigt, zumal diese irgendwann nicht mehr wirken und Nebenwirkungen dazukommen!
Aber das ist jetzt alles etwas viel auf einmal für dich, das kann ich verstehen.

Drum verfalle jetzt nicht in Panik und Aktionismus, sondern lese dir hier im Forum Infos an und schaue auch mal bei den anderen Teilnehmern rein.

Und noch eine Bitte. Wir legen großen Wert auf ein harmonisches Miteinander. Bitte "klatsche" uns deine Beiträge nicht einfach hin (ich weiß, du bist aufgeregt und hast das nicht absichtlich gemacht), sondern schreibe ein Hallo / Gruß am Anfang und tschüss (oder Ähnliches) am Ende deines Beitrags - es trägt zur Freundlichkeit im Forum bei und wir bitten alle, dies zu befolgen. Herzlichen Dank für dein Verständnis :).

Grüße und keep calm and carry on :group:
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Maria1969
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Registriert: Samstag, 25.06.16, 14:33

Re: Escitalopram und Amioxid (Amitriptylin) - weiss nicht weiter

Beitrag von Maria1969 » Samstag, 25.06.16, 19:19

Hallo. Entschuldigt meine formlosen Antworten.
Ich bin total durch den Wind.
Das Amioxid habe ich dazugekommen weil ich dauernd heulen musste , antriebslos etc. und glaube die Depression ist wieder da. Ich habe mir auch schon Gedanken gemacht ob das Escitalopram nicht mehr wirkt.

Ich werde wohl Montag in die Sprechstunde meines Arztes gehen und versuchen dann schlauer zu sein.
LG Maria
Angst/Depressionen seit Kindesalter
erste Behandlung 1999 mit Amitriptylin, danach wieder schnell und mühelos abgesetzt

2001: schwere Schwangerschaftsdepression sofort ab Beginn /Hormonumstellung
Medikamente bis zur 14. SW verweigert und ins KH eingewiesen worden
(auch da Benzos verweigert , O-Ton: die machen nicht süchtig wenn sie die nur 7 Monate nehmen)
dann Amitriptylin Tropfen während der SW und danach Amioxid
2003: NW durch Amitriptylin - Wechsel auf Cipralex 10 mg
bis 08/ 2015: wg. depr. Episode Erhöhung auf 15 mg Cipralex (leicht Besserung DEPRI, NW: Unruhe)
15.06.2016: Cipralex 10 mg + 60 mg Amioxid eingeschlichen bis 22.06.16
25.06.16: :frust:
seit 26:06.16: Cipralex 10 mg
30.06.16: 12'5 mg Cipralex

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