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Yannsei: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

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Yannsei
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Yannsei: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Yannsei »

Hallo Community,

vorab herzlichen Dank an die Organisatoren dieses Forums. Das Wissen um die Medikamente und zu sehen, dass man mit diesen Themen nicht alleine ist, hilft sehr.

Meine Depression und die Medikation habe ich in meiner Signatur beschrieben. Ich hoffe, es ist informativ genug, um auf meine Fragen einzugehen.

Ich habe seid Oktober letzten Jahres eine Depression. Als Medikament habe ich Mirtazapin verschrieben bekommen. Nun bin ich seid Ende Juni am Ausschleichen (Details in der Signatur).

Der Neurologe hat mir empfohlen nach 15 mg/Tag auf 15 mg/alle 2 Tage zu gehen.
Das habe ich fast 14 Tage gemacht. Nun habe ich
  • letzte Woche von Donnerstag auf Freitag
    diese Woche von Montag auf Dienstag wieder Schlafstörungen
Donnerstag hatte ich abends keine Tablette genommen und musste am anderen Tag in die Arbeit. Am Montag wollte ich keine nehmen, habe aber dann aufgrund der Schlafprobleme eine genommen. Der heutige Tag war ein Arbeitstag.

Meine Fragen

1)
Aufgrund der Schlafprobleme möchte ich wieder auf 15mg/Tag gehen. Ist dies nach 14 Tagen Dosis-Reduzierung machbar und empfehlenswert oder ist das schon zu lange und sollte eher auf 7,5mg pro Tag gehen? Vom Gefühl her tendiere ich zu 15 mg / Tag für 3-4 Wochen.

2)
Falls sich mein Zustand die nächsten 3-4 Wochen mit 15 mg/Tag wieder stabilisiert, möchte ich zur Reduzierung die 10%/4 Wochen Vorgehensweise machen.

Kann man sich das Mirtazapin von der Apotheke auf so "krumme Werte" machen lassen?

3)
Durch die Schlafstörungen bin ich nun verunsichert. Ich vermute, dass diese Schlafstörungen eher eine Absetzthematik und kein Rückfall sind.
Wie sind Eure Erfahrungen hier?

4)
In vielen Artikeln ist von SSRI die Rede. Mirtazapin ist ein NARI. Ist ein NARI "harmloser" als ein SSRI oder gelten hier die gleichen Aussagen?

Der heutige Tag ging so einigermaßen. Ich habe heute, unabhängig von dem Schlaf, Home Office machen können. Ich hoffe, dass ich die kommende Nacht wieder besser schlafe.

Mit den Nebenwirkungen bin ich bis dato zwar nicht glücklich gewesen aber die Themen beim Absetzten empfinde ich heftiger als die Nebenwirkungen. Erst recht, wenn man eine Informationslücke hat und erst mal damit konfrontiert wird.

Mit dem Mirtazapin war ich am Anfang froh, dass ich wieder schlafen konnte. Bez. Absetzen hätte ich, von meinem Neurologen, mehr Informationen gewünscht. Ich sehe aber auch, wieviele Patienten er hat und wieviel Zeit da für einen einzelnen Patienten bleibt. Leider für viele Menschen eine Realität. Von daher bin ich froh, dass dieses Forum existiert, wo man sich darüber informieren kann.

Viele Grüße

--Christian
Zuletzt geändert von Gwen am 22.06.2018 13:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Mein Ausschleich-Thread

Ausgangssymptome: Schlaflosigkeit über mehrere Tage.
Diagnose: Depression 10/2015

Medikation:
- Mirtazapin 15mg 10/2015 - 11/2015 Müde tagsüber. Vorher 6 Stunden geschlafen, nun min. 8 Stunden oder länger
- Mirtazapin 30mg 11/2015 - 06/2016- Unruhe zu unterschiedlichen Zeiten, unregelmäßig
Suizid Gedanken, unregelmäßig Wahrnehmungsstörungen, Trockener Mund, Gewichtszunahme ca. 10 KG,
Angstzustände mit Panikattacken

Frühere Absetzversuche:
- Mirtazapin 30mg auf 15mg innerhalb von 5 Wochen 06/2016 - 07/2016 - keine Symptome
- Mirtazapin 15mg alle 2 Tage - 30.7.2016 - 14.8.2016 - Leichte Unruhe beim Einschlafen an Tagen ohne Medikament.
In der Nacht vor dem 14.8. starke Unruhe, Beine haben im Bett gejoggt.

Recherche im Internet / adfd.org und Diskussionen mit Vertreter-Neurologe, Neurologe und Hausärztin.
Ab 08 2016 Absetzen nach Vorschlag aus dem adfd.org Forum und Rücksprache mit der Hauzärztin.

- Mirtazapin 7.5mg 08/2016 - 02/2017
- Mirtazapin 7.0mg 03/2017
- Mirtazapin 6.5mg 04/2017
- Mirtazapin 6.0mg 05/2017
- Mirtazapin 5.5mg 06/2017 - 07/2017
- Mirtazapin 5.2mg 08/2017
- Mirtazapin 4.9mg 09/2017
- Mirtazapin 4.6mg 10/2017
- Mirtazapin 4.3mg 11/2017
- Mirtazapin 4.0mg 12/2017
- Mirtazapin 3.7mg 01/2018
- Mirtazapin 3.4mg 02/2018
- Mirtazapin 3.2mg 03/2018
- Mirtazapin 3.0mg 04/2018
- Mirtazapin 2.8mg 05/2018
- Mirtazapin 2.6mg 06/2018 - 09/2018 (Unruhe aufgekommen, deshalb Verlängerung dieser Dosis)
- Mirtazapin 2.4mg 10/2018
- Mirtazapin 2.2mg 11/2018 - 04/2019 (Unruhe aufgekommen, deshalb Verlängerung dieser Dosis)
- Mirtazapin 2.1mg 05/2019 - 06/2019
- Mirtazapin 2.0mg 07/2019 - 08/2019 (Viel Stress in der Firma; Weitere Reduktion ausgesetzt)
- Mirtazapin 1.9mg 09/2019 - 10/2018
- Mirtazapin 1.8mg 11/2019 - Heute (Effekte wieder vor Weihnachten; Unruhe tendenziell besser aber noch nicht abgeklungen)

Weitere Erkrankung: Keine bekannt aber zu Beginn der Erkrankung war ich auch übertrainiert durch Krafttraining,
Radfahren und Badminton spielen. Diese Aktivitäten habe ich sehr reduziert.

Aktueller Absetzverlauf
- Mirtazapin 1.8mg
Lisamarie
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Lisamarie »

Hallo Christian,

Willkommen im ADFD.
Wieder auf 15mg pro Tag gehen. Dies für ca. 4-6 Wochen und schauen, dass das stabil ist und bleibt.
Dannach langsames Ausschleichen mit der 10% Reduzierung / 4 Wochen und schauen, ob das stabil ist und bleibt.

Das ist ein klasse Plan. Nur würden 7,5 mg wahrscheinlich ausreichen. Mirtazapin nicht alle zwei Tage nehmen, sondern jeden Tag. Sonst kann der Körper sich nicht an eine feste Größe gewöhnen. Die Schlafstörungen die aufgetreten sind sind sicher Absetzprobleme, obwohl es auch wörend des richtigen Absetzen zu Schlafstörungen kommen kann und auch zu anderen Absetzproblemen, die sich aber beim langsamen Absetzen im Rahmen halten sollten. Wie du jede gewünschte Dosierung hinbekommst wird hier erklärt.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7936
Ich lass dir noch ein paar Infos da.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=9913

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=8621

Gerne kannst du auch mal im Forum quer Beet lesen, andere Mirtazapinabsetzer findest du wenn du oben in die Suchmaske Mirtazapin eingibst.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

[spoil]Dosis vor dem 13.03.14 6,5 Tabletten a 15 mg 97,5 Ozapepam ca. 49 Diazepam
Seit dem 13.03 . Auf 6 runterdosiert 90 Ozapepam entspricht ca. 44 Diazepam dann bis zum 4.7 linar ohne große Probleme bis auf 60 Oxazepam (ca. 30 Diazepam )abgesetzt alle 4 Wochen 10%
04.07 auf 4. reduziert. 60. Oxazepam entspricht ca. 30. Diazepam
30.07 auf 3.75 reduziert 56,25. Oxazepam entspricht ca. 28.13 Diazepam
10.09 zu Mikrotapering entschlossen , ein Krümmelchen abgesetzt.
Bis zum 22.10. Krümmelweise abgesetzt ungefähr jetzt bei 28 mg Diazepam
01.11 einen weiteren Krümmel abgesetzt...

1.12einen weiteren Krümmel abgesetzt ca.26 mg Diazepam (umgerechnet) bis zum 30.12. auf ungefähr 22 .5 mg.
24.01 einen Krümmel weniger
14.02 weiterer Krümmel Abgesetzt ungefähr bei 22 mg Diazepam
20.04 10% abgesetzt
08.06. weiteren Krümmel
15.06 weiteren Krümmel
06.07. weiterer Krümmel
22.07. 1 ml abgesetzt 0,25 Wirkstoff ungefähr auf 18 mg Diazepam
Drei erneute Absetzversuche gescheitert. 1 mg erhöht.
25.09 1ml abgesetzt 0,25 mg
13.10 1 ml abgesetzt unglaubliche 0,25 mg :schnecke:
13.11 1ml 0,25 mg = 18,5 mg
25.11 2,5 mg = 16 mg Diazepam
11.12 1 mg abgesetzt jetzt auf ungef. 15 mg :o
13.01. bis 21.06.16 in 0,25 mg Schritten runter auf 12,5 mg

29.08.16 1 ml weniger 0,25 mg 12,25 mg Diazepam
20.09.16 1 ml weniger 0,25 mg. 12 mg Diazepam
10.10.16 - 0,25 mg. 11,75 mg Diazepam
20.10.16. -0,25 mg. 11,5. mg Diazepam
10.11.16. -0,25 mg. 11,25. mg Diazepam
22.11.16. -0,25 mg 11 mg Diazepam
12.12.16. -0,25 mg. 10,75. mg Diazepam
31.12.16 -0,25 mg 10,5 mg Diazepam das erste mal keine Entzugsymthome
13.1. 17 -0,5 mg 10 mg Diazepam yippy 40 mg Abgesetzt
8.3.17 -0,25 mg 9.75 mg Diazepam
14.4.17. -0,25 mg. 9,5 mg
3.5. 17 -0,25 mg 9,25 mg
16.7.17. -0,25 mg 9 mg
12.8.17. -0,25 mg 8,75
12.9.17. 8,5 mg
25.10.17 - 0,25 mg 8.25 mg
31.11. 8. mg
26.01.18. – 0,5 mg. 7,5 mg
02.03.18 5 mg
28.8. 18. 4;75 mg
27.11.18 Schrittweise abdosieren bis. 4 mg
16.01.19. 3.5 mg
27.02.19. 3 mg
29.03. 2,5 mg
25.6. 1,5 mg
Seit Mitte November auf 0.
TeaTime
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von TeaTime »

Hallo Yannesei,

willkommen im Forum, schön, dass Du Dich hier angemeldet hast.

Einen schön strukturierter Bericht und eine aussagekräftige Signatur hast Du ja bereits geschrieben/hinterlassen.

Mirtazapin ist das einzige AD das ich genommen habe, und schon lange nicht mehr nehme. Meine Erfahrungen mit diesem Medikament sind gut, denn ich wollte einschlafen können und das funktionierte auch.
Nur ändert es eben die Problematik " warum man nicht schläft" nicht, deshalb habe ich dann irgendwann darauf verzichtet.

Habe es einmal 6 Monate am Stück genommen. Dann 8 Monate nicht und dann wieder angefangen, für ca. 3 Jahre.
Die anfängliche Dosierung lag bei 15mg zur Nacht, und endlich war da wieder sowas wie Müdigkeit.

In diesen 3 Jahren habe ich mal 15mg genommen, mal 7,5mg, mal wochenlang nichts, und dann wieder Wochen am Stück.
DAS IST ABER NICHT EMPFEHLENSWERT !!!!! Ich hatte enormes Glück, dass ich das problemlos konnte, die meisten die dieses Medikament nehmen, können das nicht machen ohne heftigste Probleme zu bekommen.

Zu Punkt 1) ich würde immer 7,5mg zu Beginn nehmen, ich war eine zeitlang in neurologischer Behandlung, und dort wird in 7,5mg Schritten eindosiert und hochdosiert. Also wenn, dann fang mit 7,5mg an und warte, wie es wirkt. Bis der Spiegel sich aufbaut dauert es, also halte das dann erst mal mehrere Wochen.

Zu Punkt2) es gibt dieses Medikament wohl auch in Tropfenform, heißt aber anders, und es gibt hier andere hilfreiche Tipps wie man kleine Schritte abdosieren kann, aber das werden DIr hier andere, die sich damit auskennen, noch schreiben.

Zu Punkt 3) Meine Erfahrung mit dem Mirta sind, sie sedieren (aber nur bis 15mg). Wenn man sie nimmt, machen sie müde. Lässt man sie weg, schläft man so wie vorher. Das ist MEINE Erfahrung, bei anderen entstehen diese Schlafstörungen wohl als Absetz-Nebenwirkung.

Zu Punkt 4) kann ich Dir keine Information geben.

Aber einen Tag nehmen und einen Tag auslassen ist absolut falsch, Mirta baut einen Spiegel im Blut auf, je nach Höhe der Dosierung dauert das bis zu 6 Wochen, bis das gleichmäßig ist. Nehmen und weglassen schmeißt alles durcheinander.

Du hast auch mal 30mg genommen, in dieser Dosierung ist Mirta stimmungsaufhellend, und sediert nicht mehr. Hatte mal einen übereifrigen Neurologen, der mich auf 60mg hochdosieren wollte und bei 30mg bekam ich dann Probleme, die ich vorher nicht hatte, Und einschlafen war dann auch nicht mehr. Bin dann natürlich wieder auf 15mg runter und den Neurologen habe ich gestrichen.
Aber Dein Schritt von 15mg auf 30mg war auch viel zu hoch, wenn, dann immer nur in 7,5mg Schritten aufdosieren!!! Und wie gesagt, wenn Du damit schlafen willst, sind 30mg zu hoch.

Das alles sind meine persönlichen Erfahrungen.

Andere haben schlechte gemacht, und haben größte Probleme beim Ausschleichen.
Du wirst hier jede Menge Tipps und Unterstützung finden. Dafür fehlen mir aber Erfahrungen.

Lieben Gruß,

TeaTime
Zuletzt geändert von TeaTime am 16.08.2016 18:43, insgesamt 1-mal geändert.
Bild
[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
*100% geschafft !!Nach 10,5 Monaten erfolgreich abgesetzt !!!*
Bild

:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


Guten alten Zeiten nachzutrauern, bringen sie nicht zurück. Du musst Dir neue gute Zeiten schaffen ![/spoil]

"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von padma »

hallo Yansei, :)

wllkommen im ADFD.

Danke dir für deine ausführliche Signatur.
Gut, dass du die Ursachen für deine Schlafstörungen und Ängste kennst und daran arbeitst. :D
Der Neurologe hat mir empfohlen nach 15 mg/Tag auf 15 mg/alle 2 Tage zu gehen.
Tageweises Auslassen der Dosis ist extrem ungünstig. Davon raten wir dringend ab.
Aufgrund der Schlafprobleme möchte ich wieder auf 15mg/Tag gehen. Ist dies nach 14 Tagen Dosis-Reduzierung machbar und empfehlenswert oder ist das schon zu lange und sollte eher auf 7,5mg pro Tag gehen? Vom Gefühl her tendiere ich zu 15 mg / Tag für 3-4 Wochen.
Du hattest jetzt ja keine gleichbleibende Dosis auf die dein Nervensystem sich einstellen konnte. Dennoch könnten gleich 15 mg zu viel sein, wie wäre es mit 10 mg täglich?
Kann man sich das Mirtazapin von der Apotheke auf so "krumme Werte" machen lassen?
Ja, das kann man, http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=1030
Alternativ gibt es die Wasserlösemethode http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7936
oder flüssiges Mirtazapin (Remergillösung), da müsstest du allerdings zuzahlen und nicht jeder verträgt die Umstellung.
Durch die Schlafstörungen bin ich nun verunsichert. Ich vermute, dass diese Schlafstörungen eher eine Absetzthematik und kein Rückfall sind.
Schlafstörungen sind ein gant typisches Absetzsymptom
In vielen Artikeln ist von SSRI die Rede. Mirtazapin ist ein NARI. Ist ein NARI "harmloser" als ein SSRI oder gelten hier die gleichen Aussagen?
Mirtazapin ist leider auch für viele schwer abzusetzen. Es gelten daher die gleichen Aussagen und Empfehlungen

Hier noch zum Einlesen:
FAQs
Was passiert bei der AD Einnahme und im Entzug
AD Absetzinfos
die Regel der 3 Ks

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
► Text zeigen


Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Jamie »

Hallo Christian,

willkommen im Forum :)
1)
Aufgrund der Schlafprobleme möchte ich wieder auf 15mg/Tag gehen. Ist dies nach 14 Tagen Dosis-Reduzierung machbar und empfehlenswert oder ist das schon zu lange und sollte eher auf 7,5mg pro Tag gehen? Vom Gefühl her tendiere ich zu 15 mg / Tag für 3-4 Wochen.

2)
Falls sich mein Zustand die nächsten 3-4 Wochen mit 15 mg/Tag wieder stabilisiert, möchte ich zur Reduzierung die 10%/4 Wochen Vorgehensweise machen.

Kann man sich das Mirtazapin von der Apotheke auf so "krumme Werte" machen lassen?

3)
Durch die Schlafstörungen bin ich nun verunsichert. Ich vermute, dass diese Schlafstörungen eher eine Absetzthematik und kein Rückfall sind.
Wie sind Eure Erfahrungen hier?

4)
In vielen Artikeln ist von SSRI die Rede. Mirtazapin ist ein NARI. Ist ein NARI "harmloser" als ein SSRI oder gelten hier die gleichen Aussagen?
zu 1) Das kannst du so machen, ich würde aber zuerst einen Zwischenschritt bei 7,5mg einlegen. Eindosieren ist auch Stress für´s ZNS.

zu 2) Ja, man kann das in der Apotheke machen lassen, diese benötigen allerdings ein Rezept des Neurologen / Arztes über eine Individualrezeptur.
Ob hier der Arzt mitspielt, das ist sehr unterschiedlich. Die meisten kooperieren leider nicht. Du müsstest da mal nachfragen. Es kostet halt auch Einiges mehr als nur das reine Mirtazapinpräparat. Mirtazapin lässt sich aber gut auflösen (machen einige hier im Forum) - die Individualrezeptur ist zwar das absolute Optimum, aber es geht auch anders.

zu 3) Bei den meisten zeigt sich beim Absetzen eine Mischform. Aber insbesondere dann, wenn Schlafstörungen schon der Grund war, weshalb man mit der Einnahme von Psychopharmaka begann, muss man mit der Wiederkehr rechnen. Deswegen ist es dann besonders wichtig, gaaaanz langsam abzusetzen und sich nach alternativen Methoden mit Schlaflosigkeit umzugehen umzuschauen.

zu 4) Nein, Mirtazapin / NARI ist nicht harmloser als SSRI. Es gelten die gleichen Warnungen, Risiken und Vorgehensweisen.

Grüße
Jamie

edit: überschnitten mit padma
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Yannsei
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Yannsei »

Hallo Community,

vielen Dank für das schnelle Feedback und die guten Informationen.

Sehr aufschlussreich, dass es hier einen Spiegel im Blut gibt und man hier in 7,5mg Schritten agieren sollte.

Nun ist es für mich schlüssiger, dass ich das Medikament jeden Tag nehmen sollte, damit sich mein System besser darauf einstellen kann.

Ich werde erst Mal 7,5mg jeden Tag nehmen und schauen, wie es mir die nächsten Tage/Wochen geht. Ich hoffe, dass sich mein System einpendelt und ich es nicht zu sehr mit dem bisherigen, schnellen und wechselhaften Absetzen gereizt oder gar geschädigt habe.

Wenn es gut läuft, würde ich für die nächsten 4-6 Wochen bei 7,5mg bleiben und dann nochmal einen Statuscheck machen.

Wie wird denn weiteres im Forum gelebt / gehandhabt?
Ich würde hier gerne noch Feedback über den weiteren Verlauf geben. Vielleicht ergeben sich hier noch neue Punkte, die auch für andere Betroffene interessant wären.

Auf jeden Fall hat mir Euer Feedback Zuversicht und Auftrieb gegeben. Ich war sehr unruhig, als ich das hier begonnen habe zu schreiben. Nun hat sich mein Angstpegel erst mal wieder beruhigt. Im Alltag mit solchen Ängsten ist das sehr wertvoll. :)

Viele Grüße

--Christian
Mein Ausschleich-Thread

Ausgangssymptome: Schlaflosigkeit über mehrere Tage.
Diagnose: Depression 10/2015

Medikation:
- Mirtazapin 15mg 10/2015 - 11/2015 Müde tagsüber. Vorher 6 Stunden geschlafen, nun min. 8 Stunden oder länger
- Mirtazapin 30mg 11/2015 - 06/2016- Unruhe zu unterschiedlichen Zeiten, unregelmäßig
Suizid Gedanken, unregelmäßig Wahrnehmungsstörungen, Trockener Mund, Gewichtszunahme ca. 10 KG,
Angstzustände mit Panikattacken

Frühere Absetzversuche:
- Mirtazapin 30mg auf 15mg innerhalb von 5 Wochen 06/2016 - 07/2016 - keine Symptome
- Mirtazapin 15mg alle 2 Tage - 30.7.2016 - 14.8.2016 - Leichte Unruhe beim Einschlafen an Tagen ohne Medikament.
In der Nacht vor dem 14.8. starke Unruhe, Beine haben im Bett gejoggt.

Recherche im Internet / adfd.org und Diskussionen mit Vertreter-Neurologe, Neurologe und Hausärztin.
Ab 08 2016 Absetzen nach Vorschlag aus dem adfd.org Forum und Rücksprache mit der Hauzärztin.

- Mirtazapin 7.5mg 08/2016 - 02/2017
- Mirtazapin 7.0mg 03/2017
- Mirtazapin 6.5mg 04/2017
- Mirtazapin 6.0mg 05/2017
- Mirtazapin 5.5mg 06/2017 - 07/2017
- Mirtazapin 5.2mg 08/2017
- Mirtazapin 4.9mg 09/2017
- Mirtazapin 4.6mg 10/2017
- Mirtazapin 4.3mg 11/2017
- Mirtazapin 4.0mg 12/2017
- Mirtazapin 3.7mg 01/2018
- Mirtazapin 3.4mg 02/2018
- Mirtazapin 3.2mg 03/2018
- Mirtazapin 3.0mg 04/2018
- Mirtazapin 2.8mg 05/2018
- Mirtazapin 2.6mg 06/2018 - 09/2018 (Unruhe aufgekommen, deshalb Verlängerung dieser Dosis)
- Mirtazapin 2.4mg 10/2018
- Mirtazapin 2.2mg 11/2018 - 04/2019 (Unruhe aufgekommen, deshalb Verlängerung dieser Dosis)
- Mirtazapin 2.1mg 05/2019 - 06/2019
- Mirtazapin 2.0mg 07/2019 - 08/2019 (Viel Stress in der Firma; Weitere Reduktion ausgesetzt)
- Mirtazapin 1.9mg 09/2019 - 10/2018
- Mirtazapin 1.8mg 11/2019 - Heute (Effekte wieder vor Weihnachten; Unruhe tendenziell besser aber noch nicht abgeklungen)

Weitere Erkrankung: Keine bekannt aber zu Beginn der Erkrankung war ich auch übertrainiert durch Krafttraining,
Radfahren und Badminton spielen. Diese Aktivitäten habe ich sehr reduziert.

Aktueller Absetzverlauf
- Mirtazapin 1.8mg
Lisamarie
Beiträge: 9529
Registriert: 14.03.2014 19:16
Hat sich bedankt: 905 Mal
Danksagung erhalten: 1972 Mal

Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Lisamarie »

Hallo Christian, dies hier ist dein Thread du kannst gerne deinen weiteren Verlauf dokumentieren oder Fragen stellen falls dir noch was auf der Seele brennt.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

[spoil]Dosis vor dem 13.03.14 6,5 Tabletten a 15 mg 97,5 Ozapepam ca. 49 Diazepam
Seit dem 13.03 . Auf 6 runterdosiert 90 Ozapepam entspricht ca. 44 Diazepam dann bis zum 4.7 linar ohne große Probleme bis auf 60 Oxazepam (ca. 30 Diazepam )abgesetzt alle 4 Wochen 10%
04.07 auf 4. reduziert. 60. Oxazepam entspricht ca. 30. Diazepam
30.07 auf 3.75 reduziert 56,25. Oxazepam entspricht ca. 28.13 Diazepam
10.09 zu Mikrotapering entschlossen , ein Krümmelchen abgesetzt.
Bis zum 22.10. Krümmelweise abgesetzt ungefähr jetzt bei 28 mg Diazepam
01.11 einen weiteren Krümmel abgesetzt...

1.12einen weiteren Krümmel abgesetzt ca.26 mg Diazepam (umgerechnet) bis zum 30.12. auf ungefähr 22 .5 mg.
24.01 einen Krümmel weniger
14.02 weiterer Krümmel Abgesetzt ungefähr bei 22 mg Diazepam
20.04 10% abgesetzt
08.06. weiteren Krümmel
15.06 weiteren Krümmel
06.07. weiterer Krümmel
22.07. 1 ml abgesetzt 0,25 Wirkstoff ungefähr auf 18 mg Diazepam
Drei erneute Absetzversuche gescheitert. 1 mg erhöht.
25.09 1ml abgesetzt 0,25 mg
13.10 1 ml abgesetzt unglaubliche 0,25 mg :schnecke:
13.11 1ml 0,25 mg = 18,5 mg
25.11 2,5 mg = 16 mg Diazepam
11.12 1 mg abgesetzt jetzt auf ungef. 15 mg :o
13.01. bis 21.06.16 in 0,25 mg Schritten runter auf 12,5 mg

29.08.16 1 ml weniger 0,25 mg 12,25 mg Diazepam
20.09.16 1 ml weniger 0,25 mg. 12 mg Diazepam
10.10.16 - 0,25 mg. 11,75 mg Diazepam
20.10.16. -0,25 mg. 11,5. mg Diazepam
10.11.16. -0,25 mg. 11,25. mg Diazepam
22.11.16. -0,25 mg 11 mg Diazepam
12.12.16. -0,25 mg. 10,75. mg Diazepam
31.12.16 -0,25 mg 10,5 mg Diazepam das erste mal keine Entzugsymthome
13.1. 17 -0,5 mg 10 mg Diazepam yippy 40 mg Abgesetzt
8.3.17 -0,25 mg 9.75 mg Diazepam
14.4.17. -0,25 mg. 9,5 mg
3.5. 17 -0,25 mg 9,25 mg
16.7.17. -0,25 mg 9 mg
12.8.17. -0,25 mg 8,75
12.9.17. 8,5 mg
25.10.17 - 0,25 mg 8.25 mg
31.11. 8. mg
26.01.18. – 0,5 mg. 7,5 mg
02.03.18 5 mg
28.8. 18. 4;75 mg
27.11.18 Schrittweise abdosieren bis. 4 mg
16.01.19. 3.5 mg
27.02.19. 3 mg
29.03. 2,5 mg
25.6. 1,5 mg
Seit Mitte November auf 0.
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von TeaTime »

Hallo Christian,

diesen "Spiegel" hat mein Neurologe mittels Blutbild überprüft. Deshalb meinte er auch, ich solle auf 60mg hoch, weil ihm meine Werte im Blut nicht ausgereicht haben. Er hat, im Gegensatz zu meiner Hausärztin, nicht verstanden, dass alles was ich wollte "schlafen" war. Stimmungsaufhellendes wollte ich nie, weil ich meine Stimmungen spüren wollte.

Naja.... Manche Neurologen/Psychiater meinen es eben einfach nur gut -lol-
Dass ich dann leider nicht mehr einschlafen konnte und ohne Ende Wassereinlagerungen hatte, die mich zusätzlich noch nachts zur Toi trieben und somit noch weniger Schlaf bedeuteten, war für ihn kaum interessant.
Man wird dann belächelt.... Naja gelächelt habe ich dann auch als ich sagte, dass meine Hausärtzin die Medikation wieder übernimmt. :D

Lieben Gruß

TeaTime
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[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
*100% geschafft !!Nach 10,5 Monaten erfolgreich abgesetzt !!!*
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:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


Guten alten Zeiten nachzutrauern, bringen sie nicht zurück. Du musst Dir neue gute Zeiten schaffen ![/spoil]

"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von LinLina »

Hallo Christian :-)

auch von mir willkommen im Forum. Ich setze auch Mirtazapin ab - und gehöre leider zu denen, wo es wirklich sehr schwer ist :-(

Ich habe das Gefühl, 7,5 mg täglich sind eher zu wenig.

Edit: ich habe mich verlesen, du hast Tageweise die 15 mg ganz weg gelassen, richtig?
Dann wären 9 oder 10 mg wahrscheinlich ein ganz guter kompromiss, weil du ja auch erst seit 2 Wochen runter dosiert hast. Bei Mirtazapin kommen durch die Halbwertszeit manche Reaktionen oft 2 Wochen verzögert.

Das mag jetzt kleinlich klingen :-) aber die Erfahrung zeigt, dass Dosierungen von 1 mg mehr oder weniger schon einen großen Unterschied ausmachen können.

Liebe Grüße,
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
Yannsei
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Yannsei »

Hallo Community,

danke für die letzten Antworten.

Ich nehme nun seid Dienstag 7,5mg Mirtazapin. Die erste Nacht war noch etwas schwierig vom einschlafen her. Ich war sehr nervös.
Von Mittwoch auf Donnerstag war der Schlaf besser.

Heute Mittag hatte ich einen Tiefpunkt von meiner Stimmung. Das habe ich seid diesen Depressionen häufig beobachtet, dass ich um die Mittagszeit in ein Stimmungstief abfalle. Ich fange mich i.d.R. aber wieder und der Nachmittag ist dann wieder gut.

Heute war das Tief länger. Ich werde immer recht schnell nervös, wenn sich etwas nicht wie gewohnt verhält. Ich bin dann etwas auf dem Firmengelände spazieren gegangen und dann ins Home Office. Auf dem Heimweg habe ich mich dann wieder beruhigt.

Ich hoffe, dass ich mich damit noch im Rahmen der Absetzschwierigkeiten bewege und ich mit 7,5mg weiter klar komme.

Habt Ihr bei Euch auch so ein Tief um die Mittagszeit beobachtet? Ein Arbeitskollege ist vor knapp 2 Monaten ähnlich erkrankt wie ich. Als er zwischenzeitlich da war, haben wir uns ausgetauscht. Er hat das bei sich auch beobachtet.

Natürlich habe ich mir auch Gedanken über einen Rückfall gemacht. Mein Neurologe ist der Meinung, dass ich mir zuviel gefallen lasse und nicht Nein sage.

Ich habe Themen in der Arbeit, wo mich in den letzten Monaten gefordert hatten und teilweise auch sehr stressig waren. Gleichzeitig umfasst meine Tätigkeit auch viele komplexe Komponenten. Ich denke, dass ich hier überfordert bin und werde das zur Sprache bringen, dass man hier was ändert. Ich habe auch sehr viele Freiheiten aber ich denke, dass ich hier kommunizieren sollte, was mir Probleme macht und ich so Grenzen setze.

Grüße

--Christian
Mein Ausschleich-Thread

Ausgangssymptome: Schlaflosigkeit über mehrere Tage.
Diagnose: Depression 10/2015

Medikation:
- Mirtazapin 15mg 10/2015 - 11/2015 Müde tagsüber. Vorher 6 Stunden geschlafen, nun min. 8 Stunden oder länger
- Mirtazapin 30mg 11/2015 - 06/2016- Unruhe zu unterschiedlichen Zeiten, unregelmäßig
Suizid Gedanken, unregelmäßig Wahrnehmungsstörungen, Trockener Mund, Gewichtszunahme ca. 10 KG,
Angstzustände mit Panikattacken

Frühere Absetzversuche:
- Mirtazapin 30mg auf 15mg innerhalb von 5 Wochen 06/2016 - 07/2016 - keine Symptome
- Mirtazapin 15mg alle 2 Tage - 30.7.2016 - 14.8.2016 - Leichte Unruhe beim Einschlafen an Tagen ohne Medikament.
In der Nacht vor dem 14.8. starke Unruhe, Beine haben im Bett gejoggt.

Recherche im Internet / adfd.org und Diskussionen mit Vertreter-Neurologe, Neurologe und Hausärztin.
Ab 08 2016 Absetzen nach Vorschlag aus dem adfd.org Forum und Rücksprache mit der Hauzärztin.

- Mirtazapin 7.5mg 08/2016 - 02/2017
- Mirtazapin 7.0mg 03/2017
- Mirtazapin 6.5mg 04/2017
- Mirtazapin 6.0mg 05/2017
- Mirtazapin 5.5mg 06/2017 - 07/2017
- Mirtazapin 5.2mg 08/2017
- Mirtazapin 4.9mg 09/2017
- Mirtazapin 4.6mg 10/2017
- Mirtazapin 4.3mg 11/2017
- Mirtazapin 4.0mg 12/2017
- Mirtazapin 3.7mg 01/2018
- Mirtazapin 3.4mg 02/2018
- Mirtazapin 3.2mg 03/2018
- Mirtazapin 3.0mg 04/2018
- Mirtazapin 2.8mg 05/2018
- Mirtazapin 2.6mg 06/2018 - 09/2018 (Unruhe aufgekommen, deshalb Verlängerung dieser Dosis)
- Mirtazapin 2.4mg 10/2018
- Mirtazapin 2.2mg 11/2018 - 04/2019 (Unruhe aufgekommen, deshalb Verlängerung dieser Dosis)
- Mirtazapin 2.1mg 05/2019 - 06/2019
- Mirtazapin 2.0mg 07/2019 - 08/2019 (Viel Stress in der Firma; Weitere Reduktion ausgesetzt)
- Mirtazapin 1.9mg 09/2019 - 10/2018
- Mirtazapin 1.8mg 11/2019 - Heute (Effekte wieder vor Weihnachten; Unruhe tendenziell besser aber noch nicht abgeklungen)

Weitere Erkrankung: Keine bekannt aber zu Beginn der Erkrankung war ich auch übertrainiert durch Krafttraining,
Radfahren und Badminton spielen. Diese Aktivitäten habe ich sehr reduziert.

Aktueller Absetzverlauf
- Mirtazapin 1.8mg
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von TeaTime »

Hallo Yannsei,

gut, dass sich Dein Schlaf etwas verbessert hat.

In der Dosierung bis 15mg wirkt das Mirta nicht stimmungsaufhellend, sondern sedierend, was nicht heißen soll, dass es nicht in irgendeiner Art auf die Stimmung wirkt. Aber in 7,5 bis 15mg verschreibenen es die Ärtze als Einschlafhilfe.

In der Dosierung 30mg beginnt die stimmungsaufhellende Wirkung, aber dann hilft es eben nicht mehr beim einschlafen.

Dass Du mittags ein Stimmungstief hast ist also durchaus möglich, ich selber habe das allerdings nie bemerkt, Aber es gibt hier ja noch einige Mirtazapin Nutzer, die vielleicht eine ganz andere Erfahrung gemacht haben.

Und soooo schnell wirkt das jetzt auch nicht, Du nimmst es ja erst wieder einige Tage, das wird sicher alles noch besser.

Ganz sicher ist es hilfreich, wenn Du bei Deiner Arbeitsstelle Grenzen setzt.Stress kannst Du jetzt nämlich nicht brauchen.
Wie ehrlich Du da sein willst weiß ich nicht, aber Grenzen setzen heißt ja auch nicht, dass man sich offenbaren muss.
Ein bißchen Egoismus ist immer angebracht !! Man muss klar und deutlich sagen was man möchte, sonst ändert man nichts.
Du schaffst das bestimmt.

Lieben Gruß

TeaTime
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Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Yannsei »

Hallo Community,

ich bin in der Arbeit, im Freundes- und natürlich im Familienkreis sehr offen mit dem Thema.

Auf der Arbeit wurde das Thema sehr gut aufgenommen. Mein "outing" hat weitere Kollegen dazu ermuntert, auch etwas über Ihre Situation mitzuteilen. Dieser offene Umgang hat mir viel geholfen.

Im Freundeskreis habe ich sehr viel Feedback, Aufmunterung und Nähe erfahren. Die vielen Gespräche mit einigen sehr guten Freunden hat mir sehr viel geholfen.

Manche haben mir nahegelegt, nicht so offen zu sein. Ich denke, dass Offenheit hier hilft. Wenn mir jemand dann daraus einen Strick dreht, darf er dies gerne tun. Da stehe ich interessanterweise drüber.

In solchen Situationen sehe ich auch, auf wen ich mich wie verlassen darf.

Ich habe einen sehr stark verteilten Familienkreis (USA, München, Emmendingen), sodass meine Freunde hier auch Familienersatz sind. Ich bin froh, dass ich diese Freunde habe.

Ich denke, diese Phase in meinem Leben ist auch gut einige Dinge zu erkennen und ggf. zu ändern. Ich habe in den letzten 10 Monaten sehr viel über mein Leben nachgedacht und Punkte gefunden, die nicht gut sind bzw. waren. Das Ändern ist dann wieder ein eigener Prozess. Je nach Thema geht es schneller. Manche Änderungen brauchen aber auch länger.

Ein Beispiel für die physische Seite.
Ich bin sehr anspruchsvoll. Ich hatte vor dem Vorfall sehr viel Sport gemacht und wollte noch mehr machen. Das mein Körper älter wird (ich bin 47) und nicht mehr so Leistungsfähig ist wie mit 20, wollte ich nicht sehen. Nun habe ich das Krafttraining angepasst und die Radrunden reduziert.

Ein Beispiel für die psychische Seite.
Der Tod von einem Freund hat mir klar gemacht, dass auch ich sterblich bin. Das klingt vielleicht etwas doof, aber die Sterblichkeit und das Altern hatte ich ausgeblendet. Das war einfach sehr weit weg. Sein Tod hat mich da brutal in die Realität geholt. Dann habe ich mir angeschaut, mit was ich alles meine Zeit verbringe und was mir so alles in der Vergangenheit wichtig war. Nun verschiebe ich meine Prioritäten.

So traurig es mit einer Depression auch ist. Ich bin dankbar, dass mir das passiert ist, da ich nun die Chance habe, Korrekturen vorzunehmen.

Das ich nun mit dem Absetzen des Medikaments kämpfe, stinkt mir auf der einen Seite und macht mir zusätzliche Sorgen. Auf der anderen Seite habe ich aber dadurch dieses Forum entdeckt und Informationen erhalten, die ich für meinen Weg bei den Veränderungen nutzen kann und möchte.

Viele Grüsse

--Christian
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Suizid Gedanken, unregelmäßig Wahrnehmungsstörungen, Trockener Mund, Gewichtszunahme ca. 10 KG,
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- Mirtazapin 30mg auf 15mg innerhalb von 5 Wochen 06/2016 - 07/2016 - keine Symptome
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In der Nacht vor dem 14.8. starke Unruhe, Beine haben im Bett gejoggt.

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Ab 08 2016 Absetzen nach Vorschlag aus dem adfd.org Forum und Rücksprache mit der Hauzärztin.

- Mirtazapin 7.5mg 08/2016 - 02/2017
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von TeaTime »

Hallo Yannsei,

dass Du so offen über Deine Probleme redest finde ich sehr gut. Das macht vieles einfacher.

Und richtig, wer Dir daraus einen "Strick dreht"... Auf so jemanden kann man verzichten. Wie sagt man so schön, in der Not erkennt man echte Freunde.

Du hast ja aus Deiner Depression eigentlich auch viel Kraft geschöpft und erkannt, dass Du etwas ändern willst. Und genau das ist ja auch eine Depression, ein Zeichen, dass Dinge nicht richtig laufen. Und Medikamente ändern gar nichts, außer, dass sie einem das Bewusstsein, für genau diese Erkenntnis, nehmen.

Das alles macht nachdenklich, der Tod eines guten Freundes ist ein Schlag und macht einem ganz sicher die eigene Sterblichkeit bewusst. Nein, das klingt nicht doof. Es klingt ehrlich.

Du bist auf einem guten Weg, und Du machst das beste aus Deiner Erkrankung.

Die Medikamente bekommst Du auch noch weg, auch wenn es Dir momentan "stinkt".... Gib Dir ein wenig Zeit und dann hast Du das auch geschafft.

Lieben Gruß,

TeaTime
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Yannsei »

Hallo Zusammen,

hier ein Update.

Ich bin bis jetzt bei 7,5mg geblieben. Nachts kann ich schlafen, wobei ich merke, dass der Schlaf etwas leichter ist. Ich bin einmal von einem lauten Geräusch in der Nacht aufgewacht und dann später wieder eingeschlafen.

Wenn ich am anderen Tag Arbeiten muss, ist das Einschlafen unruhiger. Wenn ich am anderen Tag nicht arbeiten muss, ist es entspannter.

Meine sportlichen Aktivitäten habe ich eingeschränkt, da ich nicht einschätzen kann, ob das aktuell gut ist und ich Angst habe, mein System zu überlasten.

Am Freitag hatte ich wieder so ein Stimmungsloch in der Arbeit. Ich wollte zuerst früher heimgehen und Home Office machen. Ich habe es dann geschafft, länger zu bleiben. Ich hatte mich sehr auf einen Arbeitsvorgang konzentriert und war dann überrascht, wie schnell da die Zeit verging.

Auf dem Nachhause-Weg und dann auch zu Hause habe ich aber dann schon gemerkt, dass der Tag sehr anstrengend war.

Am Samstag morgen war ich beim Frühstücken in vertrauter Runde sehr nervös. Hat man mir angesehen. Erst als ich dann mit meinem Kumpel alleine war, habe ich mich beruhigt, was dann auch den Rest des Tages hielt.

Heute bin ich nicht ins Krafttraining gegangen. Habe mich ausgeruht und bin jetzt eine kleine Runde gemütlich gefahren um noch etwas frische Luft und Bewegung zu haben. Ich merkte, dass ich leicht gestresst war. Ich denke, dass ist auch eine Art Vor-Nervosität, da ja morgen wieder der Arbeitsalltag los geht.

Ich schätze meine Situation nach wie vor so ein, dass dies noch Absetzsymptome sind. Meiner Meinung nach ist für mich der entscheidende Unterschied, dass meine innere Stimmung eine gute ist. Obwohl ich nervös und teilweise ängstlich bin habe ich eine gute Stimmung. Das war in der Anfangsphase meiner Depression nicht so.

Ich hatte ja eine Wiedereingliederung gemacht. Was ich schade finde, ist, dass man danach davon ausgeht, das alles Friede Freude Eierkuchen ist.
Das mag vielleicht bei physischen Krankheiten sein. Bei psychischen Themen ist das meiner Meinung nach nicht so. Auf der Arbeit hat nach der Wiedereingliederung keiner gefragt, wie es mir geht und ob ich wieder klar komme. Teilweise kann ich das nachvollziehen, da viel Arbeit da ist und für das Mensch sein nicht mehr viel Zeit bleibt.

Mit meiner Hausärztin möchte ich das Ganze besprechen, sodass das auch protokolliert ist. Ich habe auch noch Fragen hinsichtlich meiner sportlichen Aktivitäten, da ich einfach verunsichert bin. Vielleicht werde ich noch einen weiteren Neurologen aufsuchen, um eine weitere Meinung zu haben.

Ich habe das Gefühl, dass das noch eine gute Zeit braucht. Ich will hier Geduld aufbringen und mich auch so akzeptieren.

Viele Grüße und einen entspannten Wochenstart

--Christian
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Medikation:
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Suizid Gedanken, unregelmäßig Wahrnehmungsstörungen, Trockener Mund, Gewichtszunahme ca. 10 KG,
Angstzustände mit Panikattacken

Frühere Absetzversuche:
- Mirtazapin 30mg auf 15mg innerhalb von 5 Wochen 06/2016 - 07/2016 - keine Symptome
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In der Nacht vor dem 14.8. starke Unruhe, Beine haben im Bett gejoggt.

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Ab 08 2016 Absetzen nach Vorschlag aus dem adfd.org Forum und Rücksprache mit der Hauzärztin.

- Mirtazapin 7.5mg 08/2016 - 02/2017
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- Mirtazapin 2.6mg 06/2018 - 09/2018 (Unruhe aufgekommen, deshalb Verlängerung dieser Dosis)
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- Mirtazapin 1.9mg 09/2019 - 10/2018
- Mirtazapin 1.8mg 11/2019 - Heute (Effekte wieder vor Weihnachten; Unruhe tendenziell besser aber noch nicht abgeklungen)

Weitere Erkrankung: Keine bekannt aber zu Beginn der Erkrankung war ich auch übertrainiert durch Krafttraining,
Radfahren und Badminton spielen. Diese Aktivitäten habe ich sehr reduziert.

Aktueller Absetzverlauf
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TeaTime
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von TeaTime »

Hallo Yannsei,

danke für Dein "Update".

Finde es immer schön, wenn Du ein feedback zu Deinem "IST"-Zustand gibst, der sich auch wirklich gut liest.

Insgesamt klingst Du sehr stabil, die innere Ruhe und Ausgeglichenheit kommen auch noch wieder.

Finde Du bist sehr abgeklärt und strukturiert, und achtest sehr auf Deine Stimmungen und Empfindungen, das ist alles genau richtig !!!!

Psychische Erkrankungen haben immer einen entscheidenden "Nachteil" gegenüber physischen, man sieht sie nicht. Und, die wenigsten verstehen sie.
Wärst Du jetzt mit Krücken zurück zur Arbeit, hätte wohl jeder gefragt wie es Dir geht, aber das psychische ist nicht greifbar und verunsichert die anderen auch eher.
Kenne das nur zu gut aus eigener Erfahrung, aber Du bist ja immer offen mit Deinen Probemen umgegangen, so dass die Menschen, die es wirklich interessiert, auch nachfragen.

Deine ganze Vorgehensweise, egal ob Sport, Arbeit oder Deine Idee mit der Hausärztin, finde ich wirklich richtig und gut.

Weißt Du Yannsei, selbst wenn man wieder einigermaßen "normal" agiert, wie Du schon mal gesagt hast, Du hast eine Menge gelernt. Man verändert sich, seine Einstellung zu sich selber, aber auch wenn man vielleicht dann anders ist, als man früher war, es ist letztendlich auch ein Lernprozess.
Oft fehlt Unbeschwertheit, vielleicht aber auch einfach nur, weil man nachdenklicher geworden ist.

Für mich bist Du auf dem absolut richtigen Weg, und dafür weiterhin alles Gute.

Lieben Gruß,

TeaTime
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[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
*100% geschafft !!Nach 10,5 Monaten erfolgreich abgesetzt !!!*
Bild

:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


Guten alten Zeiten nachzutrauern, bringen sie nicht zurück. Du musst Dir neue gute Zeiten schaffen ![/spoil]

"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Yannsei »

Hallo Community,

anbei wieder ein Update.

Diese Woche konnte ich nach Rücksprache in der Arbeit Home Office machen. Das war meine Überlegung, damit ich mit den Absetzsymptomen besser klar komme.

Am Montag konnte ich mit einem Neurologen (Urlaubsvertretung meines ursprünglichen) kurz am Telefon sprechen. War angenehm überrascht, dass er sich in der Mittagspause für mich Zeit genommen hat. Der Wechsel auf 7,5mg pro Tag war auch seine Empfehlung. Dies sollte ich 1-2 Wochen nehmen und schauen, ob ich mit den Absetzsymptomen klar komme. Wenn ich nicht klar kommen sollte, soll ich wieder hoch auf 15mg. Leichter Ausdauer Sport ist ok.

Am Dienstag war ich bei meiner Hausärztin. Ich wollte Ihre Sicht hören und noch ein paar Fragen klären bez. Sport und generelle Belastung von Herz und Kreislauf bei so was. War auch ein gutes Gespräch.

Der Dienstag war ein sehr guter Tag. Ich war noch bei einer befreundeten Familie. Das hat mir Auftrieb gegeben.

Mittwoch und Donnerstag waren leider schlechter. Am Donnerstag war ich abends noch einkaufen. Da war ich sehr gestresst von Menschen/Verkehr Verkehr und hatte auch eine gestörte Wahrnehmung. Auf dem Heimweg habe ich das Rad erst ein Stück geschoben, dass ich wieder etwas runter komme.

Freitag vor Mittag war sehr unangenehm, da ich ein Stichschmerz über der linken Leiste 1-2 mal pro Stunde hatte. Da bin ich sehr nervös geworden. Wollte am Nachmittag schon zur ärztlichen Bereitschaft gehen, um das prüfen zu lassen. Hatte mich Mittags kaum was getraut zu essen. Am frühen Abend ging es dann wieder. War am Abend noch mit 2 Kumpels weg. Heute bis jetzt auch ok. Ich vermute mal, dass war eine psychosomatische Reaktion.

Mit meinen Aktivitäten in der Arbeit bin ich noch nicht so happy. Da versuche ich noch das lockerer und entspannter zu sehen. Ich weiss, das ich nicht mehr als arbeiten kann, aber ich mache mir da einfach noch zu viele Gedanken und Sorgen.

Heute am Samstag ist es bis jetzt ok. Konnte auch gut relaxen bei einem guten Freund im Garten.

Am Montag bin ich nochmal bei meiner Hausärztin, um meinen aktuellen Status zu besprechen.

Im Moment bin ich mir nicht sicher, ob ich bei 7,5mg bleiben soll und schauen, dass ich noch eine Woche aushalte. Home Office mache ich bis jetzt nur bis Montag.

Auf der einen Seite, sehe ich, wie die Woche verlaufen ist und denke mir hoch auf 15mg. Das ist aber wohl auch Wunschdenken dabei mit der Hoffnung, einfach einen normalen Alltag zu haben. Manchmal tu ich mich schwer vorzustellen, wie ein normaler Alltag ist.

Auf der anderen Seite will ich das Medikament weg haben und sehe aber auch, dass mein System einfach Zeit braucht sich anzupassen. Ich vermute, dass mein Körper sich ein bisschen besser angepasst hat, da mein Gewicht runter geht. Auch meine Schlafdauer wird wieder wie gewohnt. Mit Medikament habe ich 89 Stunden geschlafen. Früher hatte ich 6-7 Stunden.

Ich könnte mich auch krank schreiben lassen, sodass ich die Belastung aus dem Arbeitsalltag nicht habe. Ich weiss jedoch nicht, wie lange ich überhaupt brauche, bis ich mich angepasst habe und es für einen normalen Arbeitsalltag stabil ist. Das nervt mich momentan auch etwas, da ich noch 2 Wochen bis zum Urlaub habe.

Ich bin gespannt, ob dieser Stichschmerz nochmal kommt, wenn ich wieder arbeite. Bisserl Muffel habe ich schon vor nächster Woche aber dies ist meine Realität in der ich lebe und mit der ich auch klar kommen möchte :)

Viele Grüße

--Christian
Mein Ausschleich-Thread

Ausgangssymptome: Schlaflosigkeit über mehrere Tage.
Diagnose: Depression 10/2015

Medikation:
- Mirtazapin 15mg 10/2015 - 11/2015 Müde tagsüber. Vorher 6 Stunden geschlafen, nun min. 8 Stunden oder länger
- Mirtazapin 30mg 11/2015 - 06/2016- Unruhe zu unterschiedlichen Zeiten, unregelmäßig
Suizid Gedanken, unregelmäßig Wahrnehmungsstörungen, Trockener Mund, Gewichtszunahme ca. 10 KG,
Angstzustände mit Panikattacken

Frühere Absetzversuche:
- Mirtazapin 30mg auf 15mg innerhalb von 5 Wochen 06/2016 - 07/2016 - keine Symptome
- Mirtazapin 15mg alle 2 Tage - 30.7.2016 - 14.8.2016 - Leichte Unruhe beim Einschlafen an Tagen ohne Medikament.
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von padma »

hallo Christian, :)

diese Schwankungen im Befinden sind ganz typisch, wenn das ZNS dabei ist, sich anzupassen.

Es freut mich, dass deine Ärzte dich unterstützen.
Dies sollte ich 1-2 Wochen nehmen und schauen, ob ich mit den Absetzsymptomen klar komme. Wenn ich nicht klar kommen sollte, soll ich wieder hoch auf 15mg.
Wenn du in 2 Wochen den Eindruck hast, dass die 7,5 mg zu wenig sind, würde ich leicht erhöhen, vielleicht auf 10 mg. Der Schritt gleich auf 15 mg scheint mir zu gross zu sein. Erstens ist gar nicht klar, ob du wirklich soviel brauchst, um dich zu stabilisieren. Und zweitens wäre eine solch starke Erhöhung ziemlicher Stress für das ZNS.
Auf der einen Seite, sehe ich, wie die Woche verlaufen ist und denke mir hoch auf 15mg. Das ist aber wohl auch Wunschdenken dabei mit der Hoffnung, einfach einen normalen Alltag zu haben.
Auf der anderen Seite will ich das Medikament weg haben und sehe aber auch, dass mein System einfach Zeit braucht sich anzupassen.
Genau, dein System braucht die Zeit. Dein Wunsch nach einem normalen Alltag ist sehr verständlich, aber das lässt sich nicht erzwingen. Geduld und Aktzeptanz ist das Zauberwort
Ich könnte mich auch krank schreiben lassen, sodass ich die Belastung aus dem Arbeitsalltag nicht habe.
Das ist auf jeden Fall eine Option, wenn die Belastung durch die Arbeit zu gross ist und deine Symptome verstärkt.
Ich weiss jedoch nicht, wie lange ich überhaupt brauche, bis ich mich angepasst habe und es für einen normalen Arbeitsalltag stabil ist. Das nervt mich momentan auch etwas, da ich noch 2 Wochen bis zum Urlaub habe.
2 Wochen ist ja ein überschaubarer Zeitraum, solange könntest du dich, wenn es zuviel ist, wirklich krank schreiben lassen. Wenn du dir dann im Urlaub viel Ruhe gönnst, geht es danach vielleicht wieder mit dem arbeiten.
Freitag vor Mittag war sehr unangenehm, da ich ein Stichschmerz über der linken Leiste 1-2 mal pro Stunde hatte. Da bin ich sehr nervös geworden.
Ich denke, das kannst du einfach weiter beobachten. Solange das nur gelegentlich auftritt, glaube ich nicht, dass da was Problematisches dahinter steckt.

liebe Grüsse,
padma
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Infoartikel: Antidepressiva absetzen
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von TeaTime »

Hallo Christian,

vielen Dank, dass Du immer so ausführlich und informativ Deinen Zustand schilderst.

Padma hat ja schon alle Bedenken und Fragen beantwortet.

Auf 15mg würde ich auch nicht zurückgehen, schon alleine, weil Deine Absetzerscheinungen noch erträglich sind und Du 15mg wahrscheinlich gar nicht mehr brauchen wirst.

Die Idee Dich vielleicht doch bis zu Deinem Urlaub krank schreiben zu lassen, finde ich sehr gut. Urlaub dient der Erholung, und wenn Du Dich da nun "hinschleppst", dann bist Du gestresster, als man das im Normalfall ohnehin ist, und erholen im Sinne von "Erholungsurlaub", ist das dann auch nicht.
Dann bräuchtest Du Deine 2 Wochen dafür, um einigermaßen auf die Beine zu kommen und dann quälst Du Dich wieder bis zum nächsten Urlaub. Wenn man krank ist, oder sich krank fühlt, dann sollte man auch nicht arbeiten gehen.

Meine eigene Einstellung war da mal ähnlich wie Deine, leider hat sie mir mehr geschadet als genutzt, denn es dankt Dir letztendlich niemand, wenn Du arbeiten gehst, obwohl Du nicht wirklich fit bist.

Schmerzen können immer ein Signal des Körpers sein, mit dem er seine Grenzen aufzeigt. Achte auf Dich und solche Signale.

Weiterhin alles Gute !

Lieben Gruß,

TeaTime
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Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

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Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
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Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Jamie »

Hallo Christian
Freitag vor Mittag war sehr unangenehm, da ich ein Stichschmerz über der linken Leiste 1-2 mal pro Stunde hatte. Da bin ich sehr nervös geworden. Wollte am Nachmittag schon zur ärztlichen Bereitschaft gehen, um das prüfen zu lassen. Hatte mich Mittags kaum was getraut zu essen. Am frühen Abend ging es dann wieder. War am Abend noch mit 2 Kumpels weg. Heute bis jetzt auch ok. Ich vermute mal, dass war eine psychosomatische Reaktion.
Bitte gehe nicht wegen eines Stichschmerzes zum ärztlichen Bereitschaftsdienst.
Das ist kein akutes Krankheitsbild (es sei denn du hättest eine Blinddarmentzündung, die sich bis zur Leiste als Stichschmerz bemerkbar macht) und man kann es langfristig durch den Hausarzt und ggf. Überweisungen zu Fachärzten abklären lassen, aber wenn du wegen solchen Sachen beim ärztl. Notdienst auf der Matte stehst, dann werden sie dich vermutlich in die Psychoecke schieben (hypochondrisch) und das Thema ist durch.
Dann wird dir wirklich nicht geholfen werden und du stehst frustriert da.

An Leistenschmerzen können diverse Ursachen schuld sein - vorrangig Verspannungen / Verkrampfungen, die sich auf Sehnen und Muskeln oder Bindegewebe an der Leiste auswirken (der Ursprung kann durchaus auch im Rücken liegen und nach vorne ziehen). Manchmal können auch Luft im Bauch / Blähungen nach unten drücken und einen ähnlichen Schmerz auslösen.
Wahrscheinlicher ist aber, dass durch Verkrampfungen sensible schmerzleitende Nervenbahnen gereizt werden und zu diesem Stichschmerz führen; Stichpunkt Absetzsymptom oder vielleicht auch die von dir genannte Psychosomatik.

Natürlich ist es deine Sache, ob du deswegen zum Notdienst gehst, aber meine Erfahrungen sind da echt nicht gut.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Re: Vorstellung / Hilfe und Fragen beim Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Anne777 »

Jamie hat geschrieben:Hallo Christian
Freitag vor Mittag war sehr unangenehm, da ich ein Stichschmerz über der linken Leiste 1-2 mal pro Stunde hatte. Da bin ich sehr nervös geworden. Wollte am Nachmittag schon zur ärztlichen Bereitschaft gehen, um das prüfen zu lassen. Hatte mich Mittags kaum was getraut zu essen. Am frühen Abend ging es dann wieder. War am Abend noch mit 2 Kumpels weg. Heute bis jetzt auch ok. Ich vermute mal, dass war eine psychosomatische Reaktion.
Bitte gehe nicht wegen eines Stichschmerzes zum ärztlichen Bereitschaftsdienst.
Das ist kein akutes Krankheitsbild (es sei denn du hättest eine Blinddarmentzündung, die sich bis zur Leiste als Stichschmerz bemerkbar macht) und man kann es langfristig durch den Hausarzt und ggf. Überweisungen zu Fachärzten abklären lassen, aber wenn du wegen solchen Sachen beim ärztl. Notdienst auf der Matte stehst, dann werden sie dich vermutlich in die Psychoecke schieben (hypochondrisch) und das Thema ist durch.
Dann wird dir wirklich nicht geholfen werden und du stehst frustriert da.

Hallo Christian,

kann mich Jamie nur anschließen, ich habe eine monatelange Odyssee durch sämtliche Notfallambulanzen in meinem Wohnbereich gestartet, damit nur meine Angst angefüttert und wurde sehr schnell nicht mehr ernst genommen, bzw. eindringlich aufgefordert Symptome auch auszuhalten und in Ruhe mit dem Hausarzt zu klären.

Ich weiß, das klingt einfach als gesagt, aber bitte nicht wegen jedem Pups ins KH - aushalten, realistisch bleiben und beobachten. Ich bin seit über 3 Jahren nur noch zu Routineuntersuchungen beim Arzt und habe alle Stiche, Ziepen, Drücken usw. überlebt.

Denk immer daran, Du fütterst damit deine Grundsymptomatik - Vertrau Dir - Du würdest spüren, wenn es wirklich ein lebensbedrohlicher Notfall wäre........alles andere ist die Angst.

:fly:

Liebe Grüße Annette :D
Ursprungsdiagnose 1999 Borderline, Anorexie, Angststörung
10 Monate Aufenthalt in einer analytischen Klinik
Psychoanalyse von 2000 bis 2004 - mit 4 Terminen pro Woche
Verhaltenstherapie 2009
Verhaltenstherapie 2013 bis 2015
Erster Kontakt mit SSRI 2013 bei einem Aufenthalt in der Akutpsychiatrie (Monatelang Schmerzen unklarer Ursache im Torso und Körper, 20 kg Gewicht verloren, Angst Angst Angst)
Erster Kontakt Benzodiazepame ab 1996 - immer sehr vorsichtig und nur sehr selten im Einsatz, keine weiteren Medis
Bromazanil 3mg als Bedarf, wovon ich nur 1/4 also 0,75 mg nehme max. 3-4 mal im Monat
Mirtazapin 7,5 mg als Einschlafhilfe von März 2013 - Oktober 2013, direkt auf 0 keine Absetzungserscheinungen, seit dem (nach über 15 Jahren) keine Schlafstörungen mehr

Cipralex - Escitalopram seit März 2013 eindosiert von 5 mg auf 30 mg (stationär als Booster) seit dem PPI Pantropazol 40 mg als Magenschutz
Absetzversuch Februar 2015 von 15 mg auf 10 mg - nach 4 Wochen wieder hoch auf 15 mg
Juni 2013 - Mai 2015 - 15 mg
13.07.2015 - Reduzierung auf 12,5 mg
24.07.2015 - Reduzierung auf 12,5 mg besteht, erste Absetzymptome (Kopfschmerzen, Übelkeit) ich bleibe aber dran, das Zeug muss weg
02.08.2015 - Reduzierung auf 10 mg - aktuell keine Absetzsymptome mehr, weiter geht es
23.08.2015 - Reduzierung auf 7,5 mg - aktuell keine Absetzsymptome - ich weigere mich, jedes Zipperlein dem Absetzen des Medis zuzuordnen, da ich diese auch schon aus der Zeit vor Escitalopram kenne (Herzklopfen, leichter Schwindel, kurzzeitige Übelkeit...)
02.09.2015 - immer noch 7,5 mg, mir geht es gut, für ein paar Tage Spannungskopfschmerzen - das ist aber ein altbekanntes Symptom, was ich nicht unbedingt mit dem Absetzen in Verbindung bringe
04.09.2015 - immer noch 7,5 mg - mir geht es gut, freue mich auf Projektstart
06.09.2015 - runter auf 5 mg - fühle mich gut, bin motiviert - also ran an das Ziel
11.09.2015 - immer noch 5 mg, mir geht es gut - richtig gut, endlich raus aus diesem abgestumpften Gefühl wie durch Watte und alles egal, bin happy auch beruflich läuft es prima
16.09.2015 - gute Gefühl, ich bin wieder mehr ich selbst, meine Lust ab Bücher lesen ist zurück, seit ein paar Tagen keinen unstillbaren Hunger mehr, völlig neues Lebensgefühl - go go go
20.09.2015 - Challenge gestartet und gewonnen 500 km mit dem Auto alleine unterwegs und für 3 Tage im Hotel YES !
28.09.2015 - 2,5 mg - Nacken verspannt, leicht reizbar (endlich wieder) ich fühle wieder.
13.10.2015 - 2,5 mg - bin wieder empfindsamer, endlich - fühle mich gut, keine Ängste trotz für mich persönlich sehr belastender Situationen, für mich ein Erfolg der VT und somit nachhaltig für mein weiteres Leben
05.11.2015 immer noch 2,5 mg - ich hatte einen starken Virusinfekt (keine Medis außer Nasentropfen und Tee und Bettruhe) und bin danach irgendwie nicht mehr *hochgekommen* , beobachte aktuell....schwere körperliche Symptome, Schmerzen mit Neuropathien - entsprechend meiner Ursprungsdiagnose (atypische Depression)
10.11.2015 erneute Schockdiagnose in der Familie hochdosiert auf 15 mg
01.01.2016 wieder 10 mg konstant
18.08.2016 - erneuter Absetzversuch geplant
21.08.2016 - runter auf 5 mg
22.08.2016 - Worte von Murmeline, Lisa Marie und Kevin zu Herzen genommen 7,5 mg
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