Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe Fories, liebe Interessierte,

seit 1.8.2019 gibt es Änderungen im Forum. Es ist nur noch teilweise öffentlich zugänglich. Ohne Anmeldung können nur die Rubriken "Informationen", "Neue Teilnehmer" sowie "Erfahrungsberichte" gelesen werden.

Die anderen Rubriken sind nur noch für registrierte Mitglieder einsehbar. Dazu gehört auch der Bereich "Ausschleichen von Psychopharmaka" mit Dokumentation der einzelnen Verläufe (Tagebücher) zum Absetzen von Antidepressiva, Neuroleptika und Benzodiazepinen. Hier findet Ihr alle Neuerungen und Änderungen. Hier steht alles Wichtige für noch nicht registrierte Interessierte.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Ein Dankeschön an alle, die sich bereits aktiv in den Erfahrungsaustausch einbringen. Gegenseitige Unterstützung stärkt jede Selbsthilfegruppe.

Euer ADFD-Team

Risperidon - schwere NW

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
lenovo
Beiträge: 7
Registriert: Montag, 29.08.16, 12:19

Risperidon - schwere NW

Beitrag von lenovo » Montag, 29.08.16, 12:27

Hallo ich bin 20 Jahre alt und sollte normalerweise jetzt mein FachAbi machen, was jedoch durch die Einnahme von Risperdal verhindert wurde.
Ich habe eine drogeninduzierte Psychose durch Psylocbin Pilze und verschiedene andere Drogen bekommen, 2014 hatte ich meine erste Psychose, diese wurde durch Zyprexa behandelt, womit ich auf Dauer aber auch nicht zufrieden war, die Psychose wurde letztendlich durch ein Homöopathisches Mittel ausgeschlichen. Jetzt hatte ich einen Rückfall und bin wieder in die Psychose gekommen, werde zur Zeit mit 4mg Risperdal behandelt.
Ich fühle mich wie in Watte gepackt, alles ist zu anstrengend, selbst Reden verlangt mir viel ab.
Ich bin sehr depressiv, habe keinen Antrieb und kann mich kaum auf etwas konzentrieren, ich fühle mich zur Zeit wie ein Pflegefall, hilflos und hundeelend.

Ich weiß nicht mehr weiter, ich hoffe hier kann mir geholfen werden.

Sunnyrose
Beiträge: 2295
Registriert: Dienstag, 26.04.16, 10:20
Wohnort: Zürich

Re: Vorstellung, hilfe

Beitrag von Sunnyrose » Montag, 29.08.16, 12:49

Hallo Lenovo

Herzlich willkommen bei uns :)

Eine Drogeninduzierte Psychose ist sehr unangenehm, ich spreche auch aus persönlicher Erfahrung.
lenovo hat geschrieben:Jetzt hatte ich einen Rückfall und bin wieder in die Psychose gekommen, werde zur Zeit mit 4mg Risperdal behandelt.
Mit Rückfall meinst du da einen Drogenrückfall?
Absolute Abstinenz ist das oberste Gesetz um eine weitere Psychose zu verhindern.
lenovo hat geschrieben:Ich fühle mich wie in Watte gepackt, alles ist zu anstrengend, selbst Reden verlangt mir viel ab.
Ich bin sehr depressiv, habe keinen Antrieb und kann mich kaum auf etwas konzentrieren, ich fühle mich zur Zeit wie ein Pflegefall, hilflos und hundeelend.
Du leidest unter den Nebenwirkungen des Risperdals :( das ist bestimmt unglaublich unangenehm.

Ich würde dir empfehlen es ganz langsam und behutsam auszuschleichen. Wir empfehlen hier 5-10% der Dosis ca alle 4 Wochen, je nach Stärke der Absetzsymptome.

Wichtig ist Finger weg von allen Drogen, auch Cannabis!
Langsames Ausschleichen von Risperdal. Viel Wasser trinken. Und positives Denken. Weiterführende Therapie mit Blick auf Gedankenmuster und Verhaltensmuster.

Meine Drogeninduzierte Psychose (lange her) hat sich durch strikte Abstinenz ohne Medikamente aufgelöst. Drogen verursachen ein totales Chaos im Gehirn. Auch da ist eigentlich dasselbe angesagt. Viel Zeit "repariert" und heilt unsere Weltansicht, Gedanken und Gefühle jedoch nur unter Abstinenz :)

Wenn du das Risperdal absetzen willst oder zumindest vorerst reduzieren willst, helfen und unterstützen wir dich gerne :group:

Liebe Grüsse
Deria
Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

lenovo
Beiträge: 7
Registriert: Montag, 29.08.16, 12:19

Re: Vorstellung, hilfe

Beitrag von lenovo » Montag, 29.08.16, 13:24

Danke für die schnelle Antwort, meine Ärztin meint, dass ich erst in einem halben Jahr mit dem Ausschleichen beginnen sollte, gibt es eine Alternative zu dem Medikament? Was hältst du von Abilify?

Sunnyrose
Beiträge: 2295
Registriert: Dienstag, 26.04.16, 10:20
Wohnort: Zürich

Re: Vorstellung, hilfe

Beitrag von Sunnyrose » Montag, 29.08.16, 13:58

Hallo Lenovo

Wenn du die erneute Psychose durch Drogenkonsum erhalten hast, dann gibt es nur eine Alternative. Abstinenz, Therapie und dann langsames Ausschleichen.

Ob du das Medikament jetzt wirklich 6 Monate "brauchst" finde ich fragwürdig. NL sind insofern heikler, weil sie irreversible Schäden verursachen können.
http://www.infomed.ch/pk_template.php?pkid=410

Wie stark sind denn deine Psychose-Symptome? Hilft das Medikament denn im Moment? Vielleicht könntest du ein wenig runter dosieren? Damit die Nebenwirkungen weniger stark ausfallen. Und eine Zeitlang (3 Monate) so bleiben und dann ausschleichen.

Unbedingt in kleinen Dosen etwas verändern. Nie in grossen Schritte. Bei Neuroleptika besteht die Gefahr einer Absetzspsychose, die dann sehr gerne mit der "Grundkrankheit" verwechselt wird!

Wir sind ein Psychopharmaka-kritisches Forum und geben daher keine Ratschläge zu Medikamenten. Wir sind der Meinung, dass sie nie heilen sondern nur Symptome decken mit vielen Nebenwirkungen und der anschliessenden Absetzproblematik. Wir helfen jedoch sehr gerne beim Absetzen.

Jedoch, denke ich, dass wenn du es 3 Monate (max 6 Monate) nimmst und dann ausschleichst, bei andauernder Abstinenz, es dich evtl unterstützt diese Hürde zu schaffen. Ich würde es auf keinen Fall länger nehmen. Nur so kurz wie nötig!

Liebe Grüsse
Deria
Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 18648
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Vorstellung, hilfe

Beitrag von padma » Montag, 29.08.16, 14:05

hallo Lenovo, :)

auch von mir willkommen im ADFD.

Wir geben hier laut unseren Regeln keine Medikamentenempfehlungen.

Wenn deine Psychose abgeklungen ist, leuchtet mir nicht ein, warum du diese recht hohe Dosis von Risperidon nicht zumindest langsam reduzieren kannst.
Ich fühle mich wie in Watte gepackt, alles ist zu anstrengend, selbst Reden verlangt mir viel ab.
Ich bin sehr depressiv, habe keinen Antrieb und kann mich kaum auf etwas konzentrieren, ich fühle mich zur Zeit wie ein Pflegefall, hilflos und hundeelend.
Das sind definitiv alles NW. Ich finde es nicht richtig, dich auf dieser hohen Dosis zu lassen. Du könntest langsam in kleinen Schritten runter gehen. Dabei hättest du immer noch einen "Schutz".
Der zentrales Schutz ist aber wirklich, Finger weg von allen Drogen

liebe Grüsse,
padma

P.S. Ich gestalte deinen Titel aussagekräftiger, ich hoffe, das ist okay.

überschnitten mit Deria :)
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


lenovo
Beiträge: 7
Registriert: Montag, 29.08.16, 12:19

Re: Risperidon - schwere NW

Beitrag von lenovo » Montag, 29.08.16, 14:59

Morgen kommt meine betreuende Ärztin, ich nehme seit Samstag nur noch 3mg abends.
Meine Psychose Symptome sind zur zeit relativ weit abgeklungen, ich bin nur nicht mal richtig in der Lage dazu meine Lage zu beschreiben so mies geht es mir. Ich bin ziemlich verwirrt und kann auch kaum Konversationen folgen, außer mit meinen Eltern.

Ich habe meine Abstinenzentscheidung getroffen, ich lasse ab sofort die Finger von jeglichen Drogen.

Ist es sinnvoll alle 2 - 3 Wochen 1mg runter zu gehen?
Ggf, würde ich auch auf homöopathische Mittel zurückgreifen, da mir diese auch schon beim ersten Mal sehr gut geholfen haben.

Wielange würden die Absetzsymptome denn anhalten?
Und besteht Gefahr in der Psychose zu bleiben, trotz drogeninduzierter Psychose?

Murmeline
Moderatorenteam
Beiträge: 14691
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50

Re: Risperidon - schwere NW

Beitrag von Murmeline » Montag, 29.08.16, 15:06

Hallo Lenovo,

lies doch bitte in diese Broschüre rein (oder Deine Eltern), sie gibt einen gute Übersicht zum Absetzen: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=32&t=8997
Ist es sinnvoll alle 2 - 3 Wochen 1mg runter zu gehen?
Vielleicht wären kleinere Schritte sinnvoll. Absetzpausen dazwischen sind wichtig.
Ggf, würde ich auch auf homöopathische Mittel zurückgreifen, da mir diese auch schon beim ersten Mal sehr gut geholfen haben.
Das kannst Du versuchen, nach Möglichkeit keine Hochpotenzen, da haben einige ADFDler schlechte Erfahrungen mit.
Wielange würden die Absetzsymptome denn anhalten?
Bei kleinen Schritten sollten diese, wenn sie auftreten, aushaltbar sein und sich dann wieder regulieren. Vielleicht profitierst Du dann auch so von den schwächer werdenden Nebenwirkungen, dass es sich ausgleicht?
Ich habe meine Abstinenzentscheidung getroffen, ich lasse ab sofort die Finger von jeglichen Drogen.
Das ist eine wichtige Entscheidung.
:party2:
Vielleicht wird es niciht imemr leicht, aber Deiner Gesundheit wird es gut tun.
Und besteht Gefahr in der Psychose zu bleiben, trotz drogeninduzierter Psychose?
Es können Supersensivitätspsychosen entstehen beim Absetzen, daher ist das vorsichtige Absetzen wichtig. Die Broschüre erklärt es.

Grüße, Murmeline

PS: Wir begrüßen uns hier und schreiben eine Abschiedsformel, liest sich einfach netter. Bitte mach das doch auch, danke!
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Sunnyrose
Beiträge: 2295
Registriert: Dienstag, 26.04.16, 10:20
Wohnort: Zürich

Re: Risperidon - schwere NW

Beitrag von Sunnyrose » Montag, 29.08.16, 15:23

lenovo hat geschrieben: Ich habe meine Abstinenzentscheidung getroffen, ich lasse ab sofort die Finger von jeglichen Drogen.
Das ist die allerbeste Entscheidung :) du wirst sehen, dein Körper und deine Seele werden dir das danken!
lenovo hat geschrieben:Samstag nur noch 3mg abends
Ok. Jetzt würde ich mal 2 Wochen auf dieser Dosis bleiben. Und schauen wie du dich dabei fühlst. Danach in 0,5mg Schritten runter dosieren. Am besten sprichst du dich mit uns vorher ab. :) 1mg Schritte finde ich persönlich viel zu gross. Wichtig ist langsames abdosieren und auf dein Befinden achten.
lenovo hat geschrieben:Ggf, würde ich auch auf homöopathische Mittel zurückgreifen, da mir diese auch schon beim ersten Mal sehr gut geholfen haben.
Warst du bei einer Heilpraktikerin? Hast du diese nach den Psychopharmaka genommen oder während?

Pflanzliche Mittel wende ich auch oft an, bei Unruhe und noch vieles mehr. Sie können wirklich helfen.
lenovo hat geschrieben:Wielange würden die Absetzsymptome denn anhalten?
Und besteht Gefahr in der Psychose zu bleiben, trotz drogeninduzierter Psychose?
Es ist immer schwierig einzuschätzen wie lange die Absetzsymptome andauern. So individuell wir sind so individuell gestaltet sich die Absetzproblematik. Die Regel ist 5-10% der Dosis alle 4-6 Wochen reduzieren. Es gibt viele die haben bei dieser Regel kaum Absetzsymptome, dann gibts welche die ein wenig schneller vorgehen können. Und viele die sehr langsam vorgehen müssen. Z.b. alle 8 Wochen 0,25mg und ähnliches.

Wichtig ist jedoch zu wissen, dass es geht! Es ist machbar! :) je schonender umso besser geht das.

Ich bin mir, aus persönlichen Gründen, ziemlich sicher, dass du in nichts steckenbleibst. Allerdings (Wiederholung) Finger weg von Drogen. Bei mir ist nichts geblieben. Es hat gedauert, ohne Medikamente, mit viel Geduld und Zeit, ohne Drogen oder Alkohol, und mit lieben Menschen, da wieder rauszukommen. <3

Liebe Grüsse
Deria
Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

lenovo
Beiträge: 7
Registriert: Montag, 29.08.16, 12:19

Re: Risperidon - schwere NW

Beitrag von lenovo » Montag, 29.08.16, 15:37

Deria hat geschrieben:
lenovo hat geschrieben: Ich habe meine Abstinenzentscheidung getroffen, ich lasse ab sofort die Finger von jeglichen Drogen.
Das ist die allerbeste Entscheidung :) du wirst sehen, dein Körper und deine Seele werden dir das danken!
lenovo hat geschrieben:Samstag nur noch 3mg abends
Ok. Jetzt würde ich mal 2 Wochen auf dieser Dosis bleiben. Und schauen wie du dich dabei fühlst. Danach in 0,5mg Schritten runter dosieren. Am besten sprichst du dich mit uns vorher ab. :) 1mg Schritte finde ich persönlich viel zu gross. Wichtig ist langsames abdosieren und auf dein Befinden achten.
lenovo hat geschrieben:Ggf, würde ich auch auf homöopathische Mittel zurückgreifen, da mir diese auch schon beim ersten Mal sehr gut geholfen haben.
Warst du bei einer Heilpraktikerin? Hast du diese nach den Psychopharmaka genommen oder während?

Pflanzliche Mittel wende ich auch oft an, bei Unruhe und noch vieles mehr. Sie können wirklich helfen.
lenovo hat geschrieben:Wielange würden die Absetzsymptome denn anhalten?
Und besteht Gefahr in der Psychose zu bleiben, trotz drogeninduzierter Psychose?
Es ist immer schwierig einzuschätzen wie lange die Absetzsymptome andauern. So individuell wir sind so individuell gestaltet sich die Absetzproblematik. Die Regel ist 5-10% der Dosis alle 4-6 Wochen reduzieren. Es gibt viele die haben bei dieser Regel kaum Absetzsymptome, dann gibts welche die ein wenig schneller vorgehen können. Und viele die sehr langsam vorgehen müssen. Z.b. alle 8 Wochen 0,25mg und ähnliches.

Wichtig ist jedoch zu wissen, dass es geht! Es ist machbar! :) je schonender umso besser geht das.

Ich bin mir, aus persönlichen Gründen, ziemlich sicher, dass du in nichts steckenbleibst. Allerdings (Wiederholung) Finger weg von Drogen. Bei mir ist nichts geblieben. Es hat gedauert, ohne Medikamente, mit viel Geduld und Zeit, ohne Drogen oder Alkohol, und mit lieben Menschen, da wieder rauszukommen. <3

Liebe Grüsse
Deria

Danke für deinen aufbauenden Worte, ich war bei einem Heilpraktiker, zum Zeitpunkt als ich die Globulis eingenommen habe, habe ich kein NL mehr genommen, mein Zustand hat sich dann zwar für ein paar Wochen verschlechtert, jedoch hat die Arznei 6-8 Wochen gebraucht um sich zu entfalten, dann gings mir stetig besser, bis es mir dann so gut ging und ich meinte dass mir Drogen nichts anhaben können, woraufhin ich dann rückfällig wurde.

Sunnyrose
Beiträge: 2295
Registriert: Dienstag, 26.04.16, 10:20
Wohnort: Zürich

Re: Risperidon - schwere NW

Beitrag von Sunnyrose » Montag, 29.08.16, 15:45

Ok Levoro :)

Also weisst du ja was zu tun ist, oder?

Noch eine Frage. Seit wann genau nimmst du jetzt wieder Risperidon? Ist das noch nicht so lange?

Ich würde zuerst das Risperidon absetzen dann wieder genau gleich handeln. Es hat dir ja sehr geholfen. Kannst du wieder zu ihm gehen? Das zuerst eine Verschlimmerung eintreten kann, ist ja bekannt. Für mich so verständlich, dass es eben zuerst raus muss bevor es heilen kann.

Das wird wieder! :hug:

Liebe Grüsse
Deria
Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

lenovo
Beiträge: 7
Registriert: Montag, 29.08.16, 12:19

Re: Risperidon - schwere NW

Beitrag von lenovo » Donnerstag, 27.10.16, 19:05

Bin vor ca 1 monat auf abilify 15 mg umgestiegen wofurch es mir ein wenig besser ging, nehme jetzt seit ca 20 tagen die Hälfte der Tablette und seit 10 tagen mehr oder weniger unregelmäßig bzw. alle 2 tage, soll ich ab nächster woche versuchen ganz abzusetzen oder die Hälfte nochmal für eine Woche halbieren? Wann können und Absetzsymptome auftreten und in welcher Form?

Ausserdem habe ich vor ca. einer Woche ein pflanzliches Mittel genommen welches mir auch schon bei meiner ersten Psychose geholfen hat.

Zur Zeit fühle ich mich von meinen kognitiven Fähigkeiten noch ziemlich eingeschränkt und bin noch relativ antriebslos, wobei es nicht mehr so schlimm wie unter risperidon ist. Liegt es am Medikament oder noch an den Nachwirkungen der Psychose?

Wie groß ist ist die Chance seine kognitiven Fähigkeiten wieder vollständig zu erlangen nach einer 2. Psychose durch Drigenkonsum?

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18346
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Risperidon - schwere NW

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 27.10.16, 21:20

Hallo lenovo :),
Bin vor ca 1 monat auf abilify 15 mg umgestiegen wofurch es mir ein wenig besser ging, nehme jetzt seit ca 20 tagen die Hälfte der Tablette und seit 10 tagen mehr oder weniger unregelmäßig bzw. alle 2 tage, soll ich ab nächster woche versuchen ganz abzusetzen oder die Hälfte nochmal für eine Woche halbieren? Wann können und Absetzsymptome auftreten und in welcher Form?
diese Medikamente nur alle 2 Tage zu nehmen, davon raten wir hier sehr ab.
Das Gehirn ist auf stabile Wirkstoffspiegel angewiesen; Schwankungen, wie sie durch die Auslassmethode verursacht werden, können zu starken Absetzsymptomen führen.
Nimm lieber jeden Tag eine kontinuierliche niedrige Dosis; z.B. durch zusammenbröseln auf einer Feinwaage oder durch Auflösen in Wasser, sofern das Abilify nicht retardiert ist.

Du hast es jetzt noch nicht so lange genommen, wenn du Glück hast, halten sich Absetzsymptome in Grenzen.
Aber du solltest wirklich schauen, dass du täglich etwas nimmst und immer weiter langsam runtergehst.

Wir sind ein ehrenamtliches Selbsthilfe- und Austauschforum; hier heißt es auch, selbst etwas aktiv zu werden und zu lesen und sich zu informieren, ich habe weder Kraft noch Willen ( :roll: ) dir alle möglichen Absetzsymptome aufzuzählen, hoffe du verstehst das.
Aber ich verlinke dir eine Liste mit den häufigsten:
http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html
Zur Zeit fühle ich mich von meinen kognitiven Fähigkeiten noch ziemlich eingeschränkt und bin noch relativ antriebslos, wobei es nicht mehr so schlimm wie unter risperidon ist. Liegt es am Medikament oder noch an den Nachwirkungen der Psychose?
Ich denke, deine kognitiven Fähigkeiten sind noch "betäubt" durch das Risperidon. 4mg ist wirklich eine hohe Dosis gewesen und ich denke, da werden noch einige Monate ins Land gehen, ehe du wieder der Alte bist. Ich hatte noch nie eine Psychose, deswegen weiß ich nicht, ob Psychosen einen sehr erschöpfen können (ich tippe mal ja) - schau doch bitte mal in die Rubrik "Neuroleptika absetzen", da gibt es einige Threads über (Drogen-) Psychosen und Medikamente.
viewforum.php?f=32
Ubik und Arianrhod sind da relativ stark aktiv; vielleicht kannst du Arian auch mal per PN anschreiben, ob sie was dazu sagen kann, sie ist da ziemlich fit.
Wie groß ist ist die Chance seine kognitiven Fähigkeiten wieder vollständig zu erlangen nach einer 2. Psychose durch Drigenkonsum?
Zu deiner letzten Frage kann ich wirklich nichts Seriöses sagen. Ich würde aus dem Gefühl sagen, dass vollständige Heilung möglich ist, sofern irgendwann alle Medikamente aus dem Körper raus sind (und sich dein Gehirn erholen kann) und du nie mehr Drogen anrührst.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

lenovo
Beiträge: 7
Registriert: Montag, 29.08.16, 12:19

Re: Risperidon - schwere NW

Beitrag von lenovo » Samstag, 05.11.16, 20:08

Auch habe ich das Problem das ich keine Gespräche gühren kann, d.h. sie reißen schnell ab und ich weiß auch nie so recht was ich sagen soll. Wenn ich mit freunden unterwegs bin, bin ich die meiste zeit still und rede mit keinem.
Liegt das an den folgen der psychose oder der arznei?
Ist ziemlich ätzend für mich, mich bich unterhalten zu können und belastet mich auch sehr

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 18648
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Risperidon - schwere NW

Beitrag von padma » Montag, 07.11.16, 13:24

hallo Lenovo, :)

das glaube ich, dass das sehr belastend ist.

ich vermute als Grund, eine Kombination aus NW und noch Folgen der Drogen.

Die NW werden wieder weg gehen, wenn du Risperidon abgesetzt hast und ich bin auch zuversichtlich, dass sich auch die Folgen der Drogen wieder geben, vorausgesetzt du bleibst abstinent.

Könntest du bitte noch eine Signatur erstellen? http://www.adfd.org/austausch/app.php/rules 2c

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Antworten