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Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

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houelle1
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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Dienstag, 31.07.18, 14:10

Hallo Marienkäfer :)
schön, von Dir zu hören. Ich schlage mich so durch. Nach einem guten Wochenende hänge ich die letzten zwei Tage völlig durch. Mit starken Depressionsgefühlen. Habe auch schon über die Wiedereindosierung einer geringen Menge nachgedacht.

Tut mir sehr leid, dass ich nicht viel mehr Positives berichten kann :(

Aber ich sollte versuchen, mich an dem Schönen von letzter Woche aufzurichten. Konnte am Wochenende ins Schwimmbad und mit dem Rad hinfahren ohne gleich völlig reizüberflutet zu sein. Das ist nicht selbstverständlich.

Aber, wie so viele hier: wenn die 'Welle' kommt, dann ist man irgendwie eine ganz andere Person und man kann es einfach nicht mehr fühlen, wie es war als es 'gut' war.... :(

Und bei Dir? Bist du bei der Wiedereindosierung geblieben? Kommst du mit der Hitze einigermaßen klar?

Wünsche Dir alles Gute einstweilen und bis bald,

sehr herzlich,
Houelle
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Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Marienkaefer » Donnerstag, 02.08.18, 11:43

Liebe Houelle :-),

ich freue mich über deine Antwort :-). Wie geht es dir heute?

Auch ich kann leider nichts Positives berichten. Die Wiedereindosierung hat mir bisher noch keine Erleichterung verschafft. Im Gegenteil, neue Beschwerden wie Rauschen in den Ohren, starke Tagesmüdigkeit sind dazu gekommen.
Ich habe gerade im Forum um Hilfe gebeten, was ich nun machen kann. Absetzen oder Durchhalten?

Ist das ein Wahnsinn, in welcher Situation wir uns befinden. Für mich immer noch nicht wirklich begreifbar. Man möchte am Leben teilhaben und kann es nicht.

Ich hoffe sehr für dich, dass die Welle schon wieder vorbei ist.

Ja, mit der Hitze komme ich am Tag soweit klar. Die heißen Nächte machen mir sehr zu schaffen, da das Schlafen dadurch noch schwieriger ist als sonst :-(.
Heute ist ein Tag, wo man mal durchatmen kann. Vielleicht ist es in der Nacht dann auch aushaltbarer.

Ich wünsche dir einen Tag voller Kraft und Hoffnung.

LG von Marienkäfer
20.02.2017 - 19.03.2017 Ibuprofen (1800 mg) nach OP

Ab dem 19.03.2017 traten folgende Symptome über Nacht auf: innere Unruhe, starkes Zittern, benebelter Kopf, Sehstörungen. Meine Vermutung, hängt mit der Einnahme von Ibuprofen zusammen. Ärztin verneinte das. Sie meinte diese haben psychische Ursachen. Bis dato hatte ich keine psychischen Probleme.

20.03.2017 - 15.04.2017 Da keine körperlichen Ursachen für meine Beschwerden gefunden worden, glaubte ich mittlerweile, dass es doch psychische Ursachen haben muss. Deshalb, Aufsuchen der psychatrischen Notfallaufnahme am 16.04.2017.

Klinikaufenthalt: Diagnose: Depression, Entlassungsdiagnose: Anpassungsstörungen
16.04.2017 - 17.04.2017 Mirtazapin 15 mg
18.04.2017 - 22.05.2017 Mirtazapin 30 mg

1. Absetzversuch
22.05.2017 - 05.06.2017 Mirtazapin 15 mg
05.06.2017 - 16.06.2017 Mirtazapin 7,5 mg
17.06.2017 Mirtazapin 0 mg
(Schlafstörungen, innere Unruhe, Sehstörung, Zittern, Augen-, Wangen-, Kopfdruck)
Wiedereindosierung
05.07.2017 - 05.08.2017 Mirtazapin 7,5 mg

2. Absetzversuch
06.08.2017 - 19.08.2017 Mirtazapin 3,5 mg
20.08.2017 - 04.09.2017 Mirtazapin 2 mg
05.09.2017 Mirtazapin 0 mg
(Schlafstörungen, innere Unruhe, Sehstörungen, Zittern, Augen-, Wangen-, Kopfdruck)
Wiedereindosierung während stationärer Psychotherapie
22.10.2017 - 20.11.2017 Mirtazapin 15 mg (pardoxe Wirkung), von jetzt auf gleich in der Klinik durch Valdoxan ersetzt
21.11.2017 - 31.12.2017 Valdoxan 25 mg (Müdigkeit, Trägheit, Antrieblosigkeit nahmen zu.)

01.01.2018 Valdoxan wieder durch Mirtazapin 7,5 mg ersetzt.
01.01.2018 - 31.01.2018 Mirtazapin 7,5 mg

3. Absetzversuch
01.02.2018 - 08.02.2018 Mirtazapin 6 mg
09.02.2018 - 15.02.2018 Mirtazapin 5 mg
16.02.2018 - 28.02.2018 Mirtazapin 4 mg
01.03.2018 - 10.03.2018 Mirtazapin 2,5 mg
11.03.2018 - 20.03.2018 Mirtazapin 1 mg
21.03.2018 - 31.03.2018 Mirtazapin 0,5 mg

seit 01.04.2018 medikamentenfrei, aber starke Absetzsymptome (Übelkeit, Benommenheit, vernebelter Kopf, Sehstörungen, unruhige Augen, Kopf-, Wangen- und Augendruck, brennende Augen, innere Unruhe, schlechter Schlaf, Taubheitsgefühle, Gliederschmerzen, unruhige Beine, Schmerzen in den Beinen, Gefühl, eines Stromflusses in meinem Körper)

Auf Grund der erdrückenden Beschwerden am 16.07.2018 0,2 mg Mirtazapin wieder eindosiert.
17.07.2018 - 18.07.2018 keine Veränderungen festgestellt.

19.07.2018 - 21.07.2018 Gefühl, Symptome verstärken sich. Kann aber auch mit der PMS zusammenhängen. Warte
weiter ab.

22.07.2018 - 31.07.2018 positive Veränderungen treten nicht ein, weiterhin Nebel vor den Augen, Augenschwindel, Kopfdruck, innere Unruhe, unruhige Beine, Stromfluss im Körper

01.08.2018 starke Übelkeit, innere Unruhe, Herzrasen in der Nacht, Rauschen in den Ohren, starker Kopfdruck - Gefühl Kopf wird zerdrückt, starke Tagesmüdigkeit

02.08.2018 Herzrasen in der Nacht, Übelkeit am Morgen, Rauschen in den Ohren, starker Kopfdruck

03.08.2018 Wiedereindosierung beendet, da sich die Symptome verstärkten bzw. neue hinzu kamen
Derzeitige Symptome neu:
- sehr starke Übelkeit
- im senkrechten Zustand, benebelter Kopf mit starkem Kopfdruck an verschiedenen Stellen
- Gefühl, Gehirn wird hin und her gerissen
- starker Schwindel
- starke innere Unruhe
Alle anderen Symptome sind geblieben bzw. haben sich verstärkt :frust:

houelle1
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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Samstag, 18.08.18, 16:30

Meine Lieben :)

ich wollte mal ein Update geben am Beginn des sechsten Monats nach Null - und mich auch entschuldigen, dass ich derzeit fast nur mitlese und mich kaum einbringe. Ich hatte jetzt sechs Wochen eine wirklich schlechte Zeit, in der ich kaum mehr daran geglaubt habe, dass es nochmals besser wird.

Seit drei Tagen ist es 'mit einem Schlag' anders geworden. Was ich geändert habe? Bin dabei einiges an Zucker zu reduzieren, was für mich vor allem heißt, auf meine Apfelschorle zu verzichten. Ich trinke nur Wasser und Tee, keine Schokolade, keine Fertiggerichte. Auch habe ich begonnen, eine Kombi aus Magnesium und Vit B einzunehmen (Präparat ist aus Frankreich). Hatte beides lange Zeit nicht vertragen, aber jetzt scheint es zu funktionieren.

Mir geht es seit drei Tagen fast schon richtig gut. Plötzlich war auch das Früherwachen weg. Ich traue mich kaum, von Besserung zu schreiben, denn kaum ausgesprochen, schließen sich die Fenster ja meistens wieder. Aber wenigstens kann ich wieder daran glauben, dass es besser werden wird - mit eurer Hilfe.

Eine Sache ist mir jetzt aber noch besonders wichtig: Für alle, die gerade 'ganz unten' sitzen - vor allem Beate, Ilse, Myriel, aber auch Jamie und Lina, die so lange und an so vielen Fronten kämpfen - ich sende euch all meine guten Gedanken und ganz viel Kraft. Es ist bisweilen so schwer, die Zuversicht zu bewahren und durchzuhalten wenn man sich im eigenen Körper eingeschlossen fühlt und den Tunnelblick hat. Die Stunden, Tage, Wochen und Monate, in denen das Zeitgefühl verschwindet und der innere Druck unaushaltbar - und immer noch unbeschreibbarer - wird, sind so grausam.

Ich bin dankbar für jeden Moment, wo sich der Schleier hebt. Ohne euch alle könnte ich die Kraft wohl nicht aufbieten!

Ich drücke euch ganz sachte und bin traurig, dass ich nicht 'wirklich' helfen und Poseidon bestechen kann, dass er endlich mehr Ruhe (und Vorhersehbarkeit) walten lässt auf dem 'Entzugsmeer'.

In Verbundenheit,
Eure Houelle
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2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Towanda1 » Samstag, 18.08.18, 16:45

Liebe Houelle,

könntest Du bitte schreiben, wie das Magnesium-Vit.B-Präparat heißt? Ich bin ja ein Flox-Opfer, muß deshalb Magnesium und Vit.B hochdosiert nehmen. Deshalb bin ich immer auf der Suche nach Mitteln, mit denen ich meinen NEM-Plan noch optimieren kann. Grade bei Mg vertrag ich vieles nicht.

Vielen Dank und liebe Grüße,

Towanda
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11.02.18 - 22,50 mg Mirtazapin - Zustand stabilisiert sich, NW: leichte Muskel- und Gelenkschmerzen,
aber gut auszuhalten, hin und wieder Kribbelbeine
19.02.18 - Psychiatertermin - bei 22,5 mg bleiben
29.03.18 - 18,75 Mirtazapin
07.04.18 - wegen Gewichtszunahme Intervallfasten begonnen
14.05.18 - Psychiatertermin - Kribbelbeine sind schlimmer geworden, Empfehlung: Mirtazapin auf 15 mg reduzieren
22.05.18 - 15,00 mg Mirtazapin - 3 Tage später leichte Stimmungsschwankungen, 1 x Drehschwindel,
insgesamt nicht so stabil, Tagesschwankungen, aber auszuhalten
26.06.18 - 5 Glob. Ciprofloxacin C30 einmal wöchentlich
30.06.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Wasserlösmethode
01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin
10.10.18 - 9,50 mg Mirtazapin
09.11.18 - 8,50 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Petunia » Samstag, 18.08.18, 16:49

Liebe Houelle,

vielen, vielen Dank, dass Du das schreibst. So toll, dass es Dir besser geht. Das macht mir wirklich Mut, das es irgendwann besser wird.

Ich drücke Dir ganz doll die Daumen, dass es nun stetig aufwärts geht für Dich und Du von Wellen verschont bleibst oder sie zumindest nicht so lange dauern, falls sie doch kommen sollten.

Und ganz lieben Dank, dass Du an uns denkst und uns so liebe gute Wünsche schickst.

Eine dicke Umarmung für Dich und alles Liebe
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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Muryell » Samstag, 18.08.18, 17:45

Liebe Houelle,

es freut mich sehr, dass es Dir gut geht.
Vielen Dank für Deine Glückwünsche.

Jetzt muss ich wieder heulen, aus Dankbarkeit und Hoffnung.

Mach es ganz gut.

Muryell
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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Muryell » Montag, 20.08.18, 13:59

Liebe Houelle,
houelle1 hat geschrieben:
Samstag, 18.08.18, 16:30

Ich drücke euch ganz sachte und bin traurig, dass ich nicht 'wirklich' helfen und Poseidon bestechen kann, dass er endlich mehr Ruhe (und Vorhersehbarkeit) walten lässt auf dem 'Entzugsmeer'.
hier gibt es zwei Nachrichten für Dich: https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 70#p265969

Sei herzlich gegrüßt

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Marienkaefer » Dienstag, 28.08.18, 16:06

Liebe Houelle :-),

ich freue mich riesig für dich :-). Deine geschriebenen Worte machen mir Mut und Hoffnung.

Liebe Grüße von Marienkäfer
20.02.2017 - 19.03.2017 Ibuprofen (1800 mg) nach OP

Ab dem 19.03.2017 traten folgende Symptome über Nacht auf: innere Unruhe, starkes Zittern, benebelter Kopf, Sehstörungen. Meine Vermutung, hängt mit der Einnahme von Ibuprofen zusammen. Ärztin verneinte das. Sie meinte diese haben psychische Ursachen. Bis dato hatte ich keine psychischen Probleme.

20.03.2017 - 15.04.2017 Da keine körperlichen Ursachen für meine Beschwerden gefunden worden, glaubte ich mittlerweile, dass es doch psychische Ursachen haben muss. Deshalb, Aufsuchen der psychatrischen Notfallaufnahme am 16.04.2017.

Klinikaufenthalt: Diagnose: Depression, Entlassungsdiagnose: Anpassungsstörungen
16.04.2017 - 17.04.2017 Mirtazapin 15 mg
18.04.2017 - 22.05.2017 Mirtazapin 30 mg

1. Absetzversuch
22.05.2017 - 05.06.2017 Mirtazapin 15 mg
05.06.2017 - 16.06.2017 Mirtazapin 7,5 mg
17.06.2017 Mirtazapin 0 mg
(Schlafstörungen, innere Unruhe, Sehstörung, Zittern, Augen-, Wangen-, Kopfdruck)
Wiedereindosierung
05.07.2017 - 05.08.2017 Mirtazapin 7,5 mg

2. Absetzversuch
06.08.2017 - 19.08.2017 Mirtazapin 3,5 mg
20.08.2017 - 04.09.2017 Mirtazapin 2 mg
05.09.2017 Mirtazapin 0 mg
(Schlafstörungen, innere Unruhe, Sehstörungen, Zittern, Augen-, Wangen-, Kopfdruck)
Wiedereindosierung während stationärer Psychotherapie
22.10.2017 - 20.11.2017 Mirtazapin 15 mg (pardoxe Wirkung), von jetzt auf gleich in der Klinik durch Valdoxan ersetzt
21.11.2017 - 31.12.2017 Valdoxan 25 mg (Müdigkeit, Trägheit, Antrieblosigkeit nahmen zu.)

01.01.2018 Valdoxan wieder durch Mirtazapin 7,5 mg ersetzt.
01.01.2018 - 31.01.2018 Mirtazapin 7,5 mg

3. Absetzversuch
01.02.2018 - 08.02.2018 Mirtazapin 6 mg
09.02.2018 - 15.02.2018 Mirtazapin 5 mg
16.02.2018 - 28.02.2018 Mirtazapin 4 mg
01.03.2018 - 10.03.2018 Mirtazapin 2,5 mg
11.03.2018 - 20.03.2018 Mirtazapin 1 mg
21.03.2018 - 31.03.2018 Mirtazapin 0,5 mg

seit 01.04.2018 medikamentenfrei, aber starke Absetzsymptome (Übelkeit, Benommenheit, vernebelter Kopf, Sehstörungen, unruhige Augen, Kopf-, Wangen- und Augendruck, brennende Augen, innere Unruhe, schlechter Schlaf, Taubheitsgefühle, Gliederschmerzen, unruhige Beine, Schmerzen in den Beinen, Gefühl, eines Stromflusses in meinem Körper)

Auf Grund der erdrückenden Beschwerden am 16.07.2018 0,2 mg Mirtazapin wieder eindosiert.
17.07.2018 - 18.07.2018 keine Veränderungen festgestellt.

19.07.2018 - 21.07.2018 Gefühl, Symptome verstärken sich. Kann aber auch mit der PMS zusammenhängen. Warte
weiter ab.

22.07.2018 - 31.07.2018 positive Veränderungen treten nicht ein, weiterhin Nebel vor den Augen, Augenschwindel, Kopfdruck, innere Unruhe, unruhige Beine, Stromfluss im Körper

01.08.2018 starke Übelkeit, innere Unruhe, Herzrasen in der Nacht, Rauschen in den Ohren, starker Kopfdruck - Gefühl Kopf wird zerdrückt, starke Tagesmüdigkeit

02.08.2018 Herzrasen in der Nacht, Übelkeit am Morgen, Rauschen in den Ohren, starker Kopfdruck

03.08.2018 Wiedereindosierung beendet, da sich die Symptome verstärkten bzw. neue hinzu kamen
Derzeitige Symptome neu:
- sehr starke Übelkeit
- im senkrechten Zustand, benebelter Kopf mit starkem Kopfdruck an verschiedenen Stellen
- Gefühl, Gehirn wird hin und her gerissen
- starker Schwindel
- starke innere Unruhe
Alle anderen Symptome sind geblieben bzw. haben sich verstärkt :frust:

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Sonntag, 02.09.18, 8:50

Meine Lieben :)

ich traue es mich ja kaum zu schreiben - beinahe ein halbes Jahr nach der Null :)
Seit ich Zucker (fast) meide und viel Wasser trinke - keinerlei Säfte und Limonaden mehr - hat sich echt was getan.

Die quälende Unruhe ist weg und die depressiven Gefühle auch - und das morgens.
Es kam mit einem Schlag. Gerade bin ich nur unendlich dankbar.

Ich kann da auch nur Jamies letztem Post beipflichten: Entzug erscheint auch mir als eine Art 'Unterwelt' - mit seinen eigenen Gesetzen, seiner eigenen Räumlichkeit, seiner eigenen Zeitlichkeit. Ist man nicht mitten darin, kann man distanzierter - und gestärkter - auf das Treiben dort blicken, wohl wissend, dass die Grenzen zwischen den beiden Räumen 'durchlässig' sind und jederzeit ein 'Abrutschen' möglich ist.

Demut, Bewusstsein der (eigenen) Verwundbarkeit aber auch der eigenen Stärke, unendliche Freude und Dankbarkeit für die vermeintlich 'kleinen' Dinge - ich weiß, es wirkt kalenderspruchartig, aber es ist dennoch etwas ganz Großes - all das lehrt mich ein Blick zurück auf die vergangenen vier Jahre...

Ich war so verhärmt und bitter die letzten Jahre. Ich wünsche mir, dass dieser Panzer - der sicher auch Schutz ist - weiter abblättert... Dass ich vielleicht - sicher sogar - noch besser lernen kann, den eigenen Tod, die eigene Schwäche anzunehmen...

Ihr alle hier helft mir sehr, Tag für Tag..

Herzlich,

Houelle
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Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Petunia » Sonntag, 02.09.18, 9:55

Liebe Houelle,

ich bin Dir so unendlich dankbar für diesen Post. Es freut mich so sehr für Dich. Denn ich bin näher denn je am Aufgeben. Da möchte ich absolut nichts über Suizide lesen und hab es zum Glück auch nicht.

Erfolgsgeschichten brauche ich da so dringend.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es so gut für Dich weitergeht.

Dicke Umarmung und alles Liebe
Beate
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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Towanda1 » Sonntag, 02.09.18, 10:44

Liebe Houelle,

vielen Dank für Deinen mutmachenden Beitrag!

Ich wünsche Dir, daß Du Stück für Stück Deinen Panzer durchdringen kannst, immer ein bißchen mehr abblättert und Du das Leben in seiner Fülle wieder spüren kannst!

Alles liebe, Towanda
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11.02.18 - 22,50 mg Mirtazapin - Zustand stabilisiert sich, NW: leichte Muskel- und Gelenkschmerzen,
aber gut auszuhalten, hin und wieder Kribbelbeine
19.02.18 - Psychiatertermin - bei 22,5 mg bleiben
29.03.18 - 18,75 Mirtazapin
07.04.18 - wegen Gewichtszunahme Intervallfasten begonnen
14.05.18 - Psychiatertermin - Kribbelbeine sind schlimmer geworden, Empfehlung: Mirtazapin auf 15 mg reduzieren
22.05.18 - 15,00 mg Mirtazapin - 3 Tage später leichte Stimmungsschwankungen, 1 x Drehschwindel,
insgesamt nicht so stabil, Tagesschwankungen, aber auszuhalten
26.06.18 - 5 Glob. Ciprofloxacin C30 einmal wöchentlich
30.06.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Wasserlösmethode
01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin
10.10.18 - 9,50 mg Mirtazapin
09.11.18 - 8,50 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Sonntag, 02.09.18, 10:58

Liebe Towanda,

das ist so lieb, danke.

Antworte hier in meinem Therad, weil 'Angst vor dem Tod' bei mir DAS Lebensthema ist und viel mit meiner psychischen Instabilität in Wechselwirkung steht. Habe Papa mit knapp einem Jahr an Hirntumor verloren - Mama hat Depressionen und auch Suizidversuche hinter sich.

Mir helfen ganz besonders Zeilen von Leuten, die, wie Du, Wege gefunden haben, oder dabei sind, sie immer wieder neu zu finden, um mit Tod, Sterben, Krankheit, umzugehen.

Danke dafür <3

Sehr herzlich,

Houelle
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2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Jamie » Sonntag, 02.09.18, 15:09

Hallo houelle :)
Ich kann da auch nur Jamies letztem Post beipflichten: Entzug erscheint auch mir als eine Art 'Unterwelt' - mit seinen eigenen Gesetzen, seiner eigenen Räumlichkeit, seiner eigenen Zeitlichkeit. Ist man nicht mitten darin, kann man distanzierter - und gestärkter - auf das Treiben dort blicken, wohl wissend, dass die Grenzen zwischen den beiden Räumen 'durchlässig' sind und jederzeit ein 'Abrutschen' möglich ist.

Demut, Bewusstsein der (eigenen) Verwundbarkeit aber auch der eigenen Stärke, unendliche Freude und Dankbarkeit für die vermeintlich 'kleinen' Dinge - ich weiß, es wirkt kalenderspruchartig, aber es ist dennoch etwas ganz Großes - all das lehrt mich ein Blick zurück auf die vergangenen vier Jahre...

Ich war so verhärmt und bitter die letzten Jahre. Ich wünsche mir, dass dieser Panzer - der sicher auch Schutz ist - weiter abblättert... Dass ich vielleicht - sicher sogar - noch besser lernen kann, den eigenen Tod, die eigene Schwäche anzunehmen...

Danke dafür. <3
Nicht, weil du mir beipflichtest, sondern weil ich selten so etwas Treffendes in Bezug auf die Entzugssituation gelesen habe, was so den Kern trifft und mich so berührt zurück lässt.

Tod ist auch mein Thema..... :( Und bin noch lange nicht durch....

:hug: Danke und allen einen guten Tag
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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Sonntag, 02.09.18, 15:17

... Ohne Worte ... <3

Danke Dir,

Houelle
Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Kaenguru70 » Samstag, 08.09.18, 9:37

Liebe Houelle,

Wie geht es dir zur Zeit?

Du wohnst da, wo mein Vater studiert hat und er hat mir immer erzählt, dass er oft statt zur Vorlesung in die Berge zum Skifahren ist.
Das muss für ihn eine wunderbare Zeit gewesen sein.

LG
Sarah
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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Samstag, 08.09.18, 9:41

Das ist ja ein Zufall, liebe Sarah :)
Und wir nehmen das jetzt mal als gutes Omen.
Du und die anderen, ihr seid jedenfalls jetzt schon virtuell zum 'ADFD-Betriebsausflug' zu mir in die Berge eingeladen. Das wäre schön.

Wie es mir geht? Heute gerade mal wieder 'Wellenalarm'. Konnte in der Nacht nicht schlafen und habe mit Unruhe zu kämpfen. Nach 'guten Tagen' ist das immer ein großer Dämpfer.

Ich habe letzte Woche seit längerem wieder mal 'richtig' gearbeitet - konnte davor viel von zu Hause aus erledigen. Und es ging, zumindest einigermaßen.

Morgen fahre ich nach Frankreich auf Urlaub. Mal schauen, ob das geht - deshalb auch die Kürze.

Fühl Dich gedrückt.

Deine
Houelle

PS: Schifahren ist nicht so meins. Ich würde viel viel lieber am Meer wohnen :)
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14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Muryell » Samstag, 08.09.18, 9:45

Liebe Houelle,

ich wünsche Dir einen schönen Urlaub.

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Kaenguru70 » Samstag, 08.09.18, 10:52

Liebe Houelle,

Ich wünsche dir einen schönen Urlaub, hoffentlich ist er am Meer.
Beides ist schön, ich liebe die Berge aber besonders. Wie es ist wenn man da wohnt kann ich nicht wissen, vielleicht fühlt sich das anders an.
Die Weite am Meer weiß ich seit neuestem auch sehr zu schätzen.

Es entspannt den Geist einfach nur aufs Wasser zu blicken. Da ist mir besonders der Atlantik ans Herz gewachsen.

Herzliche Grüße
Sarah
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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Jofab » Montag, 10.09.18, 17:13

Liebe Houelle,

wahrscheinlich bist du schon angekommen ! :D
Ich hoffe, du kannst die Tage genießen und entspannen.

Herzlichst
Ilse
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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Montag, 10.09.18, 18:52

Meine liebe Ilse😀

Ich bin ganz gerührt, dass du an mich denkst <3
Bin in paris - etwas angespannt und müde... aber ich sitze im cafe😀

Umarm dich und schick dir viele gute gedanken😀💗

Deine
Houelle
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Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

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August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

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