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Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Jofab » Montag, 05.03.18, 8:42

Liebe Houelle,

wie geht es dir inzwischen mit der Eindosierung ?
Verspürst du etwas Besserung ?
Lasse dir liebe Grüsse da.

Ilse
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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Montag, 05.03.18, 11:18

Liebe Ilse :)

ist das lieb von dir, dass Du an mich denkst. Das kann ich gerade gut gebrauchen. Wiedereindosieren ist erstaunlich gut gegangen. Es war ja davor fast gar nichts mehr möglich vor lauter Zwangsgedanken. Jetzt tue ich mich zwar schon sehr sehr schwer, v.a. da ich ja arbeiten muss - und heute noch unterrichten :(

Mal schauen, wie es wird. Habe mir auch eine Erkältung eingefangen und trägt auch nicht gerade zum Wohlbefinden bei!!

Dir das Beste für den heutigen Tag und eine feste Umarmung mit Kraftpaket,

Deine
Houelle
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2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Petunia » Montag, 05.03.18, 11:47

Liebe Houelle,

Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Tag gut packst und dass die Erkältung nicht schlimmer wird.

Bei mir hier scheint die Sonne und es ist so warm, dass ich mich nachher ein wenig auf due Terrasse setzen möchte.

Dicke Umarmung
Deine Beate
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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Montag, 05.03.18, 12:03

Liebe Beate,

so schön, dass Du dich meldest :) Ich habe mit Gänsehaut von Deiner Besserung gelesen gestern - und musste fast ein bisschen weinen!
Das ist sooooo schön!!!!

Ich drück' Dich und lass' Dich von der Sonne streicheln!!

Sehr herzlich,

Houelle
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Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

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Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Petunia » Montag, 05.03.18, 12:09

Danke Dir, liebe Houelle!

:hug:
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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Jofab » Montag, 05.03.18, 13:12

Liebe Houelle,

Ich freu mich sehr für dich und wünsche dir von Herzen, dass es so bleibt !
Hoffentlich zieht wenigstens die Erkältung vorbei !
Danke dir fürs Kraftpaket ! Kann ich gerade sehr gut gebrauchen.

Liebe Grüsse
Ilse
Zuletzt geändert von Murmeline am Montag, 05.03.18, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Montag, 05.03.18, 19:06

Meine Lieben :)

Ihr seid solche Schätzileins!!! Ohne euch wäre das heute nicht gegangen.
Ich war ja jetzt doch - alltagsmäßig - so ziemlich außer Gefecht die letzten drei Wochen. Heute das erste Mal wieder ein voller Arbeitstag.
Und eine richtig 'lupenreine' Panikattacke zu Beginn meines Unterrichts. Es war schrecklich!!!!!!

Aber jetzt sitze ich wieder hier, lebe noch und bin sogar - ein bisschen erleichtert :)

Euch alles Liebe - am liebsten würd ich euch alle 'einpacken' und wir fahren ans Meer. Irgendwohin wo's warm ist! :)
Und da es jetzt vielleicht nicht so wirklich möglich ist, so wie's uns gerade geht, träumen wir gerade einfach davon und halten uns an den schönen Bildern fest :)

Herzlichst,

eure Houelle

PS: Beates wunderbarer Pullli kommt natürlich auch mit, ganz egal wie warm es dort ist, wo wir hinfahren :)
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Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

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25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Jofab » Montag, 05.03.18, 19:37

Liebe Houelle -

das hört sich ja erstmal schlimm an mit der Panikattacke :o

Aber du scheinst es ja gut überstanden zu haben !
Bei uns lag heute ein Hauch - eine Vorstellung von Frühling in der Luft ! Ein Anfang !

Aber ans Meer wär schön .... :)


Erhol dich - schönen Abend !

LG Ilse
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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Petunia » Montag, 05.03.18, 19:52

Liebe Houelle,

Hut ab, wie Du das heute gemeistert hast. Panikattacke beim Unterrichten kenne ich auch. Man darf sich nichts anmerken lassen und muss weitermachen als wäre nichts. Das ist wirklich ätzend. Aber Du hast durchgehalten!

Klar kommt mein Pulli mit ans Meer! Es gibt ja kühle Abende. Zu heiss darf's tagsüber aber nicht sein, das kann ich nicht ab.

Ganz liebe Grüße, ruh Dich gut aus vom anstrengenden Tag

Beate
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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Montag, 05.03.18, 20:25

Liebe Beate :)

schön - oder nicht so schön - dass Du mir nachfühlen kannst. Ja, das ist wirklich Anstrengung pur. Und morgen dasselbe Spiel wieder. Aber von den Leuten kam so viel zurück. Das war eine schöne Erfahrung.

Ach, Beate. Was ich Dir noch rückmelden wollte: deine Zeilen klingen irgendwie gerade so kraftvoll.
Das bereitet mir große Freude!!!!

Dir einen hoffentlich entspannten Abend,

Herzlichst,
Houelle
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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Petunia » Dienstag, 06.03.18, 21:24

Liebe Houelle,

Wie war Dein Tag? Hab an Dich gedacht.

Einen schönen Abend Dir und ganz liebe Grüße
Beate
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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Dienstag, 06.03.18, 21:34

Meine liebe Beate :)

ich habe auch grad' bei dir gelesen. Das ist schön, wenn man so auf einer Welle schwingt.
Der Weggang Deiner Tante tut mir leid. Es kommt dann oft an 'schlechten' Tagen auch noch alles zusammen.

Mein Tag war sehr durchwachsen, sodass ich schon ein wenig an der Wiedereindosierung zweifle. Es fühlt sich an, als wäre mein ganzer Körper mit Adrenalin überschwemmt. Aber ich habe den Tag mit vielen Verpflichtungen geschafft. Jetzt bin ich nur noch fertig - und immer noch nicht 'runtergefahren'.... Es ist so kräftezehrend...

Was mir noch ganz wichtig ist: solltest Du morgen tatsächlich ins Auto steigen - wisse, dass ich ganz ganz ganz fest an Dich denke. Vielleicht einfach nur mal anrollen lassen und ein paar Meter??

Ich selbst bin ja da völlig unbdarft. Habe zwar den Führerschein. Habe mir dann aber nie Fahrparxis erworben, weil ich danach gleich ins Ausland bin. Danach war dann eh ziemlich schnell 'Angststörung' :(

Das ist schon eine große Einbuße an Autonomie und das bereue ich sehr.

Ich drück Dir die Daumen für morgen!!!! (Zieh Dir auch Deinen Pulli an...). Und vielleicht, ich weiß auch nicht, nimm das Strickzeug in das Auto. Wenn du mal an den Rand fahren musst, wenn die Reize zu viel werden. Dann strickst du eine Runde bevor du weiterfährst? Ich weiß nicht, vielleicht ist es auch eine blöde Idee? Aber vielleicht klappt es ja auch um Kreisläufe zu durchbrechen?? Und: mach' Dir keinen Druck. Wenn es morgen nicht geht, geht es vielleicht übermorgen!!

Dir alles Beste! Ich denk an Dich!!

Deine
Houelle
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Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

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seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

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25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Jofab » Freitag, 09.03.18, 9:36

Liebe Houelle,

habe bei Brigitte gelesen, dass es dir nicht gut geht und du vorgestern nicht arbeiten konntest.

Solche Tage sind schlimm und man gerät schnell in Zukunftsängste. Das kenne ich auch sehr gut.

Mir hat das Aufdosieren keine Erleichterung gebracht. Vielleicht hat es Schlimmeres verhindert- aber das weiss
ich nicht. Bin wieder langsam am Abdosieren.

Ich hoffe, es geht dir heute schon wieder besser.
Wir werden es schaffen, aber wir müssen wahrscheinlich noch viel Geduld aufbringen, bevor es wirklich
bergauf geht.

Ich wünsche dir einen guten Tag heute, damit du deinen Alltag hinbekommst.

Alles Liebe
Ilse
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Petunia
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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Petunia » Sonntag, 11.03.18, 19:24

Liebe Houelle,

Wie geht es Dir heute? Wirst Du morgen wieder arbeiten können?

Das wünsche ich Dir sehr.

Fühl Dich umarmt, alles Liebe
Deine Beate
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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Freitag, 13.07.18, 9:45

Meine Lieben :)

Wieder mal Zeit für ein Update von meiner Seite. Bald beginnt der vierte Monat nach 0 - und es ist seit drei Wochen einmal mehr der Horror. Aber sogar meine Psychiaterin hat mir gestern - o Wunder - beigepflichtet, dass nach jedem Herumschrauben an der AD-Dosis bzw. nach völligem Absetzen nach genau dieser Zeit heftige Symptome zurückkommen können, die nicht unbedingt etwas mit der Grunderkrankung zu tun haben. Das ist doch schon mal was und hat mich richtiggehend mit dieser 'Zunft' versöhnt :). Merke auch, dass mir jede Art von Spannungsreduktion gut tut, ganz besonders auch, wenn ich mich von psychiatrischer Seite verstanden fühle und ich das Gefühl habe, man arbeitet, zumindest bis zu einem gewissen Grad, miteinander und nicht gegeneinander. Das hat gut getan, irgendwie, hat aber natürlich auch seine Grenzen.

Ich gerate ja immer wieder in dieselbe Falle: nämlich, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es nach so langer Zeit der Entzug ist. Oder besser: dass nach so langer Zeit nach Null eine richtig heftige Welle kommt, die einen alltagsmäßig außer Gefecht setzt. Erschöpfung, Unruhe, komische Nervenschmerzen in den Zähnen und im Kiefer...

Aber es genügt ja schon, bei euch reinzulesen, wie bei Dir, Lena, und bei Dir Muryell und auch bei dir Ilse …
(Ein ganz besonderes Dank an dieser Stelle an Dich, Lena, dass Du uns an Deiner Paprika-Chips-Erfahrung hast teilhaben lassen. Diesen Post schickte mir der Himmel, denn ich hatte letzten Samstag eine halbe Packung gegessen, was ich noch nie gemacht habe - und die Nacht darauf war Irrsinn pur... :)


Es bleibt jetzt nur weiter zu kämpfen!! :sports: Ich wünsche uns allen viel Kraft und Courage.

Fühlt euch gedrückt von

Eurer Houelle
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2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Freitag, 13.07.18, 10:13

Meine Lieben :)

Ich nochmal, wegen einer konkreten Frage. Was macht ihr denn gegen diese permanente Reizüberflutung in den Wellen? Rausgehen (Stadt, Geschäft, Straße) ist so schwer, weil alle Reize gleichsam 'übereinander' auf einen einströmen und alles viel, viel zu laut ist. Ich kann nichts filtern. Wohne an einer Durchzugsstraße und schon allein wenn ich warten muss, bis ich die Straße überqueren kann kommen Angst, Panik und Tränen. Gestern, als ich mit dem Rad gefahren bin zum Arzt, dachte ich echt, Verkehrstauglichkeit ist was anderes :)

Einfach aussitzen und dem Impuls daheimzubleiben nachgeben bis es sich bessert?
Ich habe einfach so ein starkes Über-Ich. Da ist immer irgendein Männchen oder Weibchen oder 'Dämönchen' das rummotzt und sagt: 'du musst', 'du musst', 'du musst'... Ich habe glaube ich das häufige Drängen meines Umfeldes schon so was von verinnerlicht :(

Mal weitersehen.
Passt auf Euch auf,

Houelle
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Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

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ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Jamie » Freitag, 13.07.18, 10:21

Hallo Houelle, :)

gib dem Über-Ich einen Tritt in den Allerwertesten ;).
Und den Erwartungen des Umfelds ebenso :o :D .

Diese Reizüberflutung kann man nicht "behandeln", sie ist einfach da, weil dein ZNS so übersensibilisiert ist.
Aber es wird irgendwann auch wieder besser.
Ich kenne Menschen, die können nicht mal das Licht einer Glühbirne im Entzug vertragen, es ist wirklich anstrengend und irgendwie auch leicht gruselig.

Versuche wirklich diese stressigen Situationen nach Möglichkeit zu meiden.
Natürlich ist mir klar, dass das nicht immer geht, das Leben geht ja weiter und man muss manchmal einfach irgendwas erledigen oder sonstwie was tun, das unumgänglich ist, aber für die restlichen Situationen sei nett zu dir - du kennst ja jetzt auch die Triggersituationen; da kann man manchmal schon etwas gegensteuern.

Sehr wichtig finde ich Hilfsmittel, die diese Lage etwas erleichtern, zB Ohrstöpsel (es gibt auch individuell angepasste aus Spezialsilikon), eine gut abschirmende Sonnenbrille, Wasch- und Putzmittel ohne oder mit wenig Duftstoffe (falls deine Nase empfindlich ist) usw.

Wenn du lichtempfindlich bist und deine Jalousien etc nicht gut Licht abhalten und zB dein Schlaf schnell gestört wird, ist auch über die Investition eines Lichtschutzrollos, der wirklich perfekt Licht abhält, nachzudenken etc.
Ich weiß auch von Menschen, denen alles im Raum zu hell-tönend ist, dass sie viel Stoff an Wände etc. verlegen / drapieren, weil das etwas Geräusche schluckt etc., da muss man ggf. kreativ sein.

Viele Grüße und alles Gute
Jamie
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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Freitag, 13.07.18, 10:29

Liebe Jamie :)

einmal mehr habe ich Dir - ganz von 'innen raus' - zu danken. <3
Deine Worte, die ich sehr zu schätzen weiß, da ich vermute, dass um dich rum auch ganz schön viel klingelt und lärmt und klopft, helfen mir enorm. Es kommt fast augenblicklich für Sekundenbruchteile so etwas wie eine ganz tiefe Ruhe auf, ein Gefühl des Einklangs, das ich mit AD's nie spüren konnte. Ein unbezahlbares Gefühl wie: 'Du machst das schon richtig so. Hab Vertrauen'.

Das zeigt dann wieder, dass es sich lohnt, das ganze 'Gfrett' - ein Ösi-Ausdruck :) - auf sich zu nehmen.


Fühl Dich gedrückt,
Houelle
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Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von Marienkaefer » Dienstag, 17.07.18, 11:03

Liebe Houelle,

ich habe gerade deine Thread gelesen und bewundere deine Kraft und dein Durchhaltevermögen trotz der langen Zeit der Hoch :-) und Tiefs.

Vor 3,5 Monaten habe ich das AD Mirtazapin abgesetzt. Seit dem habe ich mit heftigsten Absetzsymptomen zu kämpfen, die mir ein Arbeiten nicht ermöglichen.
Gestern habe ich mich auf Anraten hier im Forum entschlossen, Mirtazapin in der Dosis 0,2 mg nach der langen Absetzzeit wieder einzudosieren. Heute verspüre ich noch keine Änderung.

Ich habe gelesen, dass du Escitalopram auch nach einer längeren Pause wieder eindosiert hast.
Kannst du mir bitte über deine Erfahrungen berichten :-).

1. In welchen Schritten bist du vorgegangen?
2. Konntest du eine Verbesserung auch nach einer längeren Zeit der Wiedereinnahme verspüren?
3. Wie ich in deiner Signatur lese, bist du gerade wieder bei Null. Haben sich die Symptome durch die Wiedereindosierung verstärkt?
4. Ist deiner Meinung nach, eine Wiedereindosierung ratsam?

Ich danke dir für deine Rückmeldung und wünsche dir einen sonnigen Tag.

Liebe Grüße von Marienkäfer
20.02.2017 - 19.03.2017 Ibuprofen (1800 mg) nach OP

Ab dem 19.03.2017 traten folgende Symptome über Nacht auf: innere Unruhe, starkes Zittern, benebelter Kopf, Sehstörungen. Meine Vermutung, hängt mit der Einnahme von Ibuprofen zusammen. Ärztin verneinte das. Sie meinte diese haben psychische Ursachen. Bis dato hatte ich keine psychischen Probleme.

20.03.2017 - 15.04.2017 Da keine körperlichen Ursachen für meine Beschwerden gefunden worden, glaubte ich mittlerweile, dass es doch psychische Ursachen haben muss. Deshalb, Aufsuchen der psychatrischen Notfallaufnahme am 16.04.2017.

Klinikaufenthalt: Diagnose: Depression, Entlassungsdiagnose: Anpassungsstörungen
16.04.2017 - 17.04.2017 Mirtazapin 15 mg
18.04.2017 - 22.05.2017 Mirtazapin 30 mg

1. Absetzversuch
22.05.2017 - 05.06.2017 Mirtazapin 15 mg
05.06.2017 - 16.06.2017 Mirtazapin 7,5 mg
17.06.2017 Mirtazapin 0 mg
(Schlafstörungen, innere Unruhe, Sehstörung, Zittern, Augen-, Wangen-, Kopfdruck)
Wiedereindosierung
05.07.2017 - 05.08.2017 Mirtazapin 7,5 mg

2. Absetzversuch
06.08.2017 - 19.08.2017 Mirtazapin 3,5 mg
20.08.2017 - 04.09.2017 Mirtazapin 2 mg
05.09.2017 Mirtazapin 0 mg
(Schlafstörungen, innere Unruhe, Sehstörungen, Zittern, Augen-, Wangen-, Kopfdruck)
Wiedereindosierung während stationärer Psychotherapie
22.10.2017 - 20.11.2017 Mirtazapin 15 mg (pardoxe Wirkung), von jetzt auf gleich in der Klinik durch Valdoxan ersetzt
21.11.2017 - 31.12.2017 Valdoxan 25 mg (Müdigkeit, Trägheit, Antrieblosigkeit nahmen zu.)

01.01.2018 Valdoxan wieder durch Mirtazapin 7,5 mg ersetzt.
01.01.2018 - 31.01.2018 Mirtazapin 7,5 mg

3. Absetzversuch
01.02.2018 - 08.02.2018 Mirtazapin 6 mg
09.02.2018 - 15.02.2018 Mirtazapin 5 mg
16.02.2018 - 28.02.2018 Mirtazapin 4 mg
01.03.2018 - 10.03.2018 Mirtazapin 2,5 mg
11.03.2018 - 20.03.2018 Mirtazapin 1 mg
21.03.2018 - 31.03.2018 Mirtazapin 0,5 mg

seit 01.04.2018 medikamentenfrei, aber starke Absetzsymptome (Übelkeit, Benommenheit, vernebelter Kopf, Sehstörungen, unruhige Augen, Kopf-, Wangen- und Augendruck, brennende Augen, innere Unruhe, schlechter Schlaf, Taubheitsgefühle, Gliederschmerzen, unruhige Beine, Schmerzen in den Beinen, Gefühl, eines Stromflusses in meinem Körper)

Auf Grund der erdrückenden Beschwerden am 16.07.2018 0,2 mg Mirtazapin wieder eindosiert.
17.07.2018 - 18.07.2018 keine Veränderungen festgestellt.

19.07.2018 - 21.07.2018 Gefühl, Symptome verstärken sich. Kann aber auch mit der PMS zusammenhängen. Warte
weiter ab.

22.07.2018 - 31.07.2018 positive Veränderungen treten nicht ein, weiterhin Nebel vor den Augen, Augenschwindel, Kopfdruck, innere Unruhe, unruhige Beine, Stromfluss im Körper

01.08.2018 starke Übelkeit, innere Unruhe, Herzrasen in der Nacht, Rauschen in den Ohren, starker Kopfdruck - Gefühl Kopf wird zerdrückt, starke Tagesmüdigkeit

02.08.2018 Herzrasen in der Nacht, Übelkeit am Morgen, Rauschen in den Ohren, starker Kopfdruck

03.08.2018 Wiedereindosierung beendet, da sich die Symptome verstärkten bzw. neue hinzu kamen
Derzeitige Symptome neu:
- sehr starke Übelkeit
- im senkrechten Zustand, benebelter Kopf mit starkem Kopfdruck an verschiedenen Stellen
- Gefühl, Gehirn wird hin und her gerissen
- starker Schwindel
- starke innere Unruhe
Alle anderen Symptome sind geblieben bzw. haben sich verstärkt :frust:

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Re: Houelle: Keine Stabilität mehr seit Deanxit Absetzung

Beitrag von houelle1 » Dienstag, 17.07.18, 11:20

Liebe Marienkäfer :)
So schön, von Dir zu lesen. Ich bin im Moment eigentlich dauernd (stille) Mitleserin im Forum, weil es mich 4 Monate nach 0 gerade so richtig durchbeutelt.

Ich freue mich so sehr über Deine Zeilen! Im Moment - so seit 10 Tagen - bin ich auch nicht wirklich arbeitsfähig, kann Gott sei Dank viel von zu Hause aus erledigen. Aber im Moment geht auch dies kaum und ich erwäge eine Krankschreibung in den nächsten Tagen, wenn das so weitergeht.

Danke deshalb vor allem auch für den guten Zuspruch und Mut - das kann ich brauchen.

Bei mir ist es jetzt ja auch der - glaub ich - 3. Absetzversuch von Esci. Es ist das erste Mal dass ich es - irgendwie - in den 4. Monat geschafft hab. Bei mir sind aber so 8 Wochen immer so die Grenze, wo sich Symptome einschleichen und die Alltagsbewältigung schwere wird.

Ich versuch' mal auf Deine Fragen zu antworten - obwohl, wie Du eh' weisst, jeder anders ist. Aber es hilft schon ungemein, sich nicht allein zu wissen. Diese Zustände sind so grauenvoll.

Vorab: für mich hören sich Deine Beschwerden sehr nach Absetzsymptomen an.

1. Ich habe Esci nach 3,5 Monaten wieder eindosiert. Ich habe die Dosis nicht abgewogen (keine Feinwage) und auch keine Wasserlösmethode angewendet (als großer Hypochonder hab' ich von jeder Art der Änderung Angst). Es waren so ca. 0,1 mg oder so. Das habe ich mehr oder weniger konstant 3 Wochen gehalten. Dann hab' ichs wieder sein lassen.

2. Das war wirklich erstaunlich: Ich habe gleich am 2. Tag eine bedeutende Besserung gehabt. Ich saß vorher nur noch weinend zu Hause und auf einmal war das wie weggeblasen. Von jetzt auf gleich, irgendwie.

3. Zuerst wie gesagt, konnte ich eine rapide Besserung verzeichnen. Dann bekam ich aber ziemlich hohen Blutdruck und habe wieder abgesetzt.

4. Es ist sehr schwierig. Ich bin ja jetzt wieder 4 Monate ohne und der Alltag ist schwierig / unmöglich. Ich denke gerade selbst über die Wiedereindosierung einer klitzekleinen Menge nach, da ich seit 10 Tagen fast dauerhaft am Rand der Panik stehe und auch ziemlich von Neuroemotionen gebeutelt werde.

Überlege es Dir gut. Ich denke aber auch, wenn du eine richtige Unverträglichkeit auf das Präparat entwckelt hast, dann würdest Du es sicher gleich merken. Und wahrscheinlich war ja Dein Schritt von 0,5 auf 0 ein bisschen zu groß. Man kann es ja kaum glauben, dass diese Medis im unteren Dosisbereich so wirksam sind...

Halt' mich in jedem Fall weiter auf dem Laufenden.
Ich denk' an Dich und wünsch Dir ganz viel Kraft und Courage,

Houelle
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fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

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August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

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ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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