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Hi, mein Name ist Henning

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Murmeline
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Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Murmeline » Montag, 10.10.16, 21:53

Hallo Henning,
PPS: Ist eine Autorin. Hab ich eben erst bemerkt....
Genau, ist eine Frau :)
Mehr zu ihrer Geschichte findet sich hier, sie hat über 20 Jahre Psychopharmaka genommen und zuletzt 6 Medikamente über sechs Jahre abgesetzt: viewtopic.php?p=105184#p105184
Sie nennt ihr wirklich schwerwiegendes und langanhaltendes Absetzsyndrom auch ein autonomic nervous system dysfunction oder ein mitochondrial damage - das langsam heilt, aber es heilt. Auf ihrem Blog berichtet sie über Zusammenhänge, die sie für sich herausgefunden hat (sie will nichts allgemeingültiges beweisen). Und froh ist sie trotz allem, dass sie von den Psychopharmaka los ist: viewtopic.php?f=50&t=9704

Die Zusammenhänge funktionieren mal und dann auch wieder nicht bei ihr (wie auch bei den vielen anderen, die sie auf surviving antidepressants beim Entzug begleitet hat), daher habe ich die Stelle auch nochmal hervorgehoben, bei der sie beschriebt, wie ihr das ein oder andere in einer Zeit des Entzuges geholfen hat und dann wieder nicht mehr.

Auch sie tastet sich wie so viele hier durch und lernte ebenfalls auf die harte Tour. Im Moment ist sie an einem wirklich guten Punkt ihrer Heilung.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Annanas
Moderatorenteam
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Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Annanas » Samstag, 22.10.16, 15:10

Hallo Henning,
ich will jetzt nicht einen anderen Thread damit zutexten - sondern, da der Text an dich gerichtet ist, schreibe ich mal hier!

Vorweg: Ich schreibe dieses nicht als Teammitglied, dh. es soll nicht die Meinung des Teams widerspiegeln, sondern es ist meine ureigenste Meinung als Anna.

Erstens ist das hier ein Absetzforum für Psychopharmaka - die Erfahrungswerte mit dem Absetzen dieser Medikamente belaufen sich mittlerweile auf 13 Jahre.
Alles, was ich hier schreibe, bezieht sich auf diese Thematik bzw läuft unter der Überschrift.

Wenn dann über Absetzsymptome gesprochen wird, nach Einnahme und Abdosierung von Psychopharmaka finde ich es nicht angebracht - vehement auf einen Vitalstoffmangel zu verweisen.

Das Gehirn muß Umbauarbeiten leisten, um mit weniger bzw ohne Wirkstoff wieder in seine Balance zu finden, das hat meines Wissens nach nichts mit einem Vitalstoffmangel zu tun. Diese Symptome können z.B. durch fehlgeleitete Nervenimpulse entstehen, durch eben das fehlende/verringerte Wirkstoffangebot.

Zweitens sind die Ratschläge ziemlich kontraproduktiv, weil nach den Erfahrungswerten hier, viele NEM während des Entzuges bzw danach nicht vertragen werden. Selbst, wenn ein Mangel festgestellt wurde. Ist auch meine eigene, leidvolle Erfahrung.
Das impliziert nur, daß man nicht genug tut, um die Symptome abzumildern oder zum Verschwinden zu bringen.

Wenn man eine Prävention in dieser Richtung betreiben möchte, gehört das mMn in die Hände eines erfahrenen Arztes u. ja es gibt diese auch in Deutschland (z.B. Dr Strunz oder Dr. Spitzbarth).
Diese entscheiden erst nach einer ausführlichen Anamnese, welche Werte zu messen bzw sinnvoll sind, zu messen. Solch ein Test kostet ca. 1500 Euro incl. Auswertung - damit kann nach wirklich aussagekräftigen Werten eine Substitution bzw eine Lebensumstellung erfolgen.

Das hört sich jetzt als sehr viel Geld an, ist es auch u. man muß sich das überlegen, ob man es investieren möchte.
Wenn, dann finde ich es besser, als diese diversen Selbstversuche, bei denen sich die Beträge auch ins Bodenlose summieren, erstmal durch Werte, die man messen läßt, die aber dann evtl nicht mal aussagekräftig sind u. auch durch Substitute, die ggf nicht optimal passen - wo ständig nachkorrigiert werden muß.

Unser Körper ist so ein fein abgestimmtes System, mit all seinen Kreisläufen und Regularien, daß ich ein hier und da mal Substituieren für falsch halte.
Wo will man damit anfangen, wo aufhören?

Dann finde ich, ist diese Spurensuche beim Vitalstoffmangel auch ein falscher Ansatz - sie setzt auch nicht an den Ursachen an, sondern ist lediglich erstmal eine Symptombekämpfung (außer bei festgestellten Krankheiten, wie z.B. daß der Intrinsic Faktor fehlt, so daß Vitamin B12 nicht aufgenommen werden kann).
Aber diese Verwertungs-/Stoffwechselkrankheiten betreffen GsD nicht die Mehrheit der Bevölkerung.

Weitaus wertvoller, als das ständige Grübeln und Suchen nach Vitalstoffmängeln für seine Befindlichkeiten,
finde ich einen ganzheitlichen Ansatz:
- möglichst wenig Stress -Ausgleich zum Job schaffen
- das Leben entschleunigen - sich Ruhephasen gönnen,
- keine Fertiggerichte
- vorrangig Lebensmitel aus der Region u. dabei auch nach regionalem Wachstum gehen - frisch verarbeiten,
zur Ernährung gäbe es noch mehr zu sagen, aber das weiß ja mittlerweile Jeder
- Bewegung in den Tagesablauf einbauen
- Achtsamkeit üben - möglichst kein Multitasking
- ständige Erreichbarkeit vermeiden
- Dauerberieselung durch Medien vermeiden
- versuchen, sich viel in der Natur aufzuhalten,
- sich das Leben schaffen, was zu einem paßt.

Das ist noch längst nicht Alles - aber wenn man es schafft, einigermaßen danach zu leben - für Jeden gibt es auch noch individuelle Faktoren - dann sind die Vitalstoffräuber zum größten Teil ausgeschaltet.

Wenn es bei dir so funktioniert hat, wie du es beschreibst, gratuliere ich dir dazu - nur kann man nicht Jedem hier, der unter Entzug leidet, die Vitalstoffmangel- Kappe überstülpen u so empfinde ich es mittlerweile.

Das ist nur mal meine Meinung dazu, nichts für ungut!

Grüße von Anna

jojo71
Beiträge: 204
Registriert: Sonntag, 25.09.16, 1:47

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von jojo71 » Samstag, 22.10.16, 22:54

Hallo,
ich war z.B. bei einem bekannten Arzt in Deutschland (betreut z.B. eine Frauenfußballmannschaft in der BL/CL und andere bekannte Sportler), dort wurde ich untersucht und unter anderem mit Orthomolekularia in hohen Dosen behandelt. Das hatte alles keinen Erfolg, ich habe nur viel Geld "verloren". Zu der Zeit habe ich noch PPi genommen und dem Arzt auch gesagt... meine Vorgeschichte mit SSRI habe ich auch nicht verheimlicht! Ich gehe davon aus, durch die Medis fand einfach keine Aufnahme der Vitamine/Spurenelemente statt...

Meine Theorie ist einfach, durch die lange Einnahme von SSRI und PPI ist der Körper komplett unterversorgt mit allem! Vielleicht hängt die Dauer des protrahierten Entzugs auch davon ab, wie lange es dauert, bis die fehlenden Stoffe aufgefüllt sind... erst dann kann der Körper wirklich heilen?!?

Was ich auch damit sagen will, ich denke es gibt keinen Arzt, der sich mit SSRI/PPI Einnahme über Jahre und dessen Folgen auskennt und dann auch noch ein Experte ist, um die Schiefstände zu beheben... es ist einfach zu speziell das Ganze!

Henning hat nun durch seinen Beruf und seine Forschungen einen Weg gefunden, der bei ihm funktioniert hat. Da ist es doch klasse, wenn er versucht anderen zu helfen... wir sind doch auch hier, um schnellst möglich wieder mehr Lebensqualität und Gesundheit zu erlangen. Es werden hier Tipps gegeben zu Übergangsmedis uvm., warum ist es dann nicht auch angebracht Tipps zu Vitaminen und Co zu geben? Es wird sich hier doch auch von anderer Seite Gedanken in diese Richtung gemacht, z.B. Vitamin D ...

Es gibt halt viele Ansätze und einer ist eben den Körper mit Orthomolekularia zu unterstützen, ich denke das ist bei weitem nicht so gefährlich, wie die ganzen Medikamente. Blöde ist natürlich, wenn jemand die Infos falsch versteht oder sich sogar unter Druck gesetzt fühlt etwas in dieser Richtung unternehmen zu müssen... vielleicht kommt es von Henning falsch rüber bei manchen, was schade ist/wäre... das kann ich nicht beurteilen, da ich nicht alles hier lesen kann :wink:

Gruß
jojo
Mein persönlicher Alptraum begann mit einer Fehldiagnose und der Einnahme von SSRI!

Meine Story!

Seroxat ab ca. 2000
Wechsel zu Paroxat ca. 2006
Paroxat bis November 2014 (kalter Entzug)
Omeprazol sporadisch ab ca. 2010
Omeprazol dauerhaft seit ca. Anfang 2014
Omeprazol von 20mg auf 0 seit 26.09.2016
Omeprazol 20-40mg wieder seit ca. 16.11.2017

Meine Symptome, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben:
- diverse Probleme mit dem vegetativen Nervensystem (z.B. Kreislaufprobleme, Schwindel, starke Missempfindungen)
- diverse Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Fast ständig Druck im Oberbauch
- im Liegen steigender Druck Magen/Darmtrakt bis hin zu dem Gefühl das der Bereich von Hals bis Unterbauch abgestorben ist, sehr flache Atmung, Besserung nur im Sitzen wenn die Beine tiefer gelagert sind (Kutscherstellung)
- Herzstolpern, Herzrhythmusstörungen, Ruhepuls 90-100
- Muskelschmerzen (Hals, Nacken, Rücken)
- Intercostalneuralgie mehr linksseitig
- immer wieder Blockaden der HWS (Atlas), BWS und Beckenschiefstand
- Tinnitus
- Attacken (extremer Druck Oberbauch, weiß wie die Wand, höherer Ruhepuls, zittern, Polyurie usw. Dauer ca. 2-3 Stunden)
- Hypoglykämie
- Schmerzen nach jeder körperlichen Anstrengung über mehrere Tage
- Einschlafstörungen (Atemaussetzer, aufschrecken mit Missempfindungen und Herzstolpern)
- kein erholsamer Schlaf mehr möglich (An guten Tagen fühle ich mich morgens wie ein 80 Jähriger!)
- heftige Kopfschmerzen
- Extreme Stimmungsschwankungen
- absolut keine Stressverträglichkeit

Diagnosen bisher:
- Laktoseintoleranz (Fehldiagnose, liegt wohl an der DDF)
- Dünndarmfehlbesiedlung
- Herzrhythmusstörungen/hoher Ruhepuls
- Magenschleimhautentzündung/Hiatushernie
- Ständig Intercostalneuralgie
- Immer wieder Blockaden HWS (Atlas)/BWS und Beckenschiefstand
- Allergien: Gräser-, Roggen-, Birken-, Haselnusspollenallergie, Weizenmehl, Roggenmehl, Sellerie usw.
- Mangel an diversen Vitaminen

henning
Beiträge: 88
Registriert: Montag, 03.10.16, 10:37

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von henning » Sonntag, 23.10.16, 6:41

Hi Ananas,
Das Gehirn muß Umbauarbeiten leisten, um mit weniger bzw ohne Wirkstoff wieder in seine Balance zu finden, das
hat meines Wissens nach nichts mit einem Vitalstoffmangel zu tun. Diese Symptome können z.B. durch fehlgeleitete Nervenimpulse
entstehen, durch eben das fehlende/verringerte Wirkstoffangebot.
Tatsächlich wurde die Neuroplastizität durch NEMs erwiesenermaßen erhöht.
Allerdings gibt es auch Studien, die das Gegenteil beweisen! Es kommt eben auf die richtigen NEM's an.
Ähnlich beim Thema, dass AD abhängig machen. Da gibt Studien dafür und dagegen.
Ich bin davon überzeugt, dass AD abhängig machen. Aber auch, dass NEMs die Neuroplastizität beeinflussen.

Könnte es nicht auch sein, dass die fehlgeleiteten Nervenimpulse auftreten, wenn ein wichtiger Vitalstoff für die korrekte Übertragung fehlt?
Wie soll denn der Nervenimpuls richtig ankommen, wenn die dafür notwendigen Elektrolyte fehlen? Vielleicht deckelt hier ein AD nur, indem es die Signalübertragung erzwingt. Das auch in niedriger Dosierung. (Ich denke im letzten Punkt stimmen wir sogar überein).

Um das mal auf den anderen Thread zu beziehen:
Ist in so einem Fall der Ratschlag nach mehreren Monaten wieder ein AD einzuschleichen wirklich so gut? Helfen würde es nämlich in beiden Fällen: Im verzögerten Entzug und bei (induzierten) Vitalstoffmängeln.
Wo ist da der Unterschied zur Behandlung bei einem Psychiater, außer dass die Dosierung sehr viel niedriger ist?
(Mein Psychiater z.B. sieht AD als eine temporäre Stütze und Psychotherapie als Lösung.)


Was, wenn sich die Person in einem Stoffwechselzustand befindet, in der sie überhaupt KEINE SSRI verträgt?
Hierzu ein Auszug:



Quelle:
http://www.hdri-usa.com/assets/files/ro ... lation.pdf

HYPERMETHYLATION
Usually hypermethylated individuals cannot handle SSRI drugs very well.
They are anxiety-prone and exhibit hyperactivity, paranoid schizophrenia,
obsessive compulsion disorder (OCD), bipolar disorder, etc. Many of these
individuals have moderately low histamine in whole blood, high RBC copper,
low or high platelet dopamine, norepinephrine and low folic acid and vitamin
B12. Supplementation of folic acid as well as vitamins B12, B5, and B3 can
eliminate most of the problems of hypermethylated individuals. These
individuals are less tolerant to methionine and SAM and have high chemical
sensitivities such as to perfumes.

ROLE OF B VITAMINS IN BIOLOGICAL
METHYLATION
Tapan Audhya, Ph.D.
Health Diagnostics and Research Institute
(Vitamin Diagnostics, Inc)

"Hypermethylierte Personen vertragen SSRI für gewöhnlich nicht gut.
Sie neigen zu Angststörungen, Hyperaktivität, paranoider Schizophrenie, Zwangsstörungen, Bipolare-Störungen.
Viele haben dabei einen relativ niedrigen Histaminspiegel im Vollblut, hohen intrazelluläre Kupferwerte, wenig oder viel Dopamin, Noradrenalin und zu wenig Folsäure und Vitamin B12.
Eine Supplementierung von Folsäure, B12, B5 und B3 kann die meisten der Probleme der Hypermethylierung lösen.
Diese Personen vertragen Methionin und SAMe nicht gut und reagieren empfindlich auf Chemikalien wie z.B. Perfüm."

Hier die Frage: Wie könnt ihr also ohne vorher diese Blutwerte zu testen einfach darauf schließen, dass es sich um ein Entzugssyndrom handelt?
Unser Körper ist so ein fein abgestimmtes System, mit all seinen Kreisläufen und Regularien, daß ich ein hier und da mal
Substituieren für falsch halte.
Wo will man damit anfangen, wo aufhören?
Ganz einfach:
Beim Methylierungsprotokoll anfangen und damit auch dann auch aufhören. Das ist auch kein hier und da substituieren, sondern gezielt auf einen Stoffwechsel.

Um meinen Standpunkt nochmal klar zu machen:
Niemand hier bildet sich etwas ein, das AD-Entzugssyndrom ist absolut real.
Dennoch gibt es Menschen, die damit keine Probleme haben. Das ist doch auch nicht zu ignorieren?
Ich habe den Eindruck, dass du das für vollkommen unmöglich hältst.

Inwiefern ist es jetzt produktiver, wenn z.B. du mir hier schreibst, dass du glaubst ich würde mich noch immer mit AD-Entzug befinden und eine Psychotherapie die Lösung meiner Probleme ist? Obwohl ich klar genug geschrieben habe, dass beides auf mich nicht zutrifft.
Ich finde das gleicht Ärzten, die alle Symptome auf die Psyche schieben und einen AD-Entzug ignorieren.

Die letzten Fälle (nach deinem letzten Post hier), in denen ich NEM's empfohlen hatte, waren:
Eine Person, die nach 4 Wochen PPI-Einnahme eine Abhängigkeit entwickelt hatte.
Eine Person, die angegeben hatte, dass der AD-Entzug bei ihr einigermaßen gut verlief und kurz nach einer hochdosierten Einnahme Vitamin D instabil wurde.
Eine Person, die ausdrücklich gesagt hat ihr ging es bestens bis sie ein Antibiotikum eingenommen hatte.
Diverse per PN und eben jojo, der das ausdrücklich in seinem Thread wünscht.


Ich wüsste nicht, wo ich mich (nach deinem letzten Post) eingemischt hatte bei jemanden der schon lange nach der Kügelchenmethode entzieht und damit mehr oder weniger gut fährt (optimal läuft es schließlich nie ab, auch bei NEMs nicht).
Sollte ich es doch getan haben, tut mir das leid und da werde ich in zukunft noch mehr drauf achten.




Frag doch bitte mal bei Dr. Strunz und Spitzbarth nach dem Methylierungsprotokoll. Vielleicht bist du bei Dr. Mutter, Klinghardt oder Kuklinski besser aufgehoben. Inwiefern die schon damit behandeln weiß ich nicht.

Gleichzeitig sind 1500€ defintiv viel Geld nur für eine Diagnose, die einen evtl. nicht mal weiterbringt.
Ich weiß auch nicht wie man annähernd an diese Summe durch das Methylierungsprotokoll kommt. Es sei denn man lässt jeden Status testen, allerdings versuche ich das ja zu umgehen.


Deine Ansätze zur Problemlösung sind in Ordnung.
Allerdings haben die mir nicht weitergeholfen und das ist bei anderen auch der Fall.
Vitalstoffräuber sind damit auch nicht unbedingt zum größten Teil ausgeschaltet.

Es gibt vielleicht auch Menschen, die wirklich alles versuchen möchten, um ein entschleunigtes Leben zu vermeiden. ( Na gut, dazu gehört wohl jeder.)
Es geht hier auch nicht darum nach Strohhalmen zu greifen, schließlich fundiert das ganze auf solide wissenschaftliche Grundlagen, die vielen Menschen bereits unheimlich geholfen hat. Wenn das bei dir nicht der Fall ist, glaube ich dir das sofort. Ich kann immer wieder nur betonen, dass die Mikronährstofftherapie sehr komplex ist und es teilweise sogar auf den Hersteller ankommt, ob ein NEM eine positive Wirkung hat oder keine.

Ich denke jeder hat den Wunsch sein altes Leben wieder zurück zubekommen und ich bin schließlich kein Einzelfall der Genesung durch NEM's (auch wenn ich noch nicht fertig bin, allerdings vermute ich als Grund die Grunderkrankung und keine AD-Entzugssymptome. Wenn alles gut verläuft bin ich in 1-3 Monaten also fertig).
Allerdings befinden sich diese Leute nicht in diesem Forum, denn hier finden sie ohnehin keine Hilfe dazu.

Ich finde das Argument mit den 13 Jahren Erfahrung auch ein wenig...naja...
Mein Psychiater hatte noch sehr viel mehr Jahre Erfahrung mit Psychopharmaka, trotzdem sagt das nichts aus.
Meistens kriegt man nur Rückmeldung, wenn die Behandlung hilft. (Und selbst wenn es nicht hilft, stößt man offensichtlich auf taube Ohren)
Jemand der Psychopharmaka nicht vertragen hat, geht nicht mehr zum Psychiater. (Und selbst wenn, wozu)
Jemand der den Absetzplan nicht verträgt, bleibt bestimmt auch nicht in diesem Forum. (Auch da die Frage, wozu?)

Ist das hier also wirklich ein Forum, indem es um das Absetzen der Psychopharmaka geht. Geht es vielleicht mehr um die Kügelchenmethode, die für jeden als die richtige Behandlungsform gelten soll? Wenn ich sowas über NEM behaupte, werde ich hier sicherlich gebannt.
So wie man in anderen Foren verbannt wird oder vielleicht eher wurde, wenn man behauptet Psychopharmaka würden alle diese Symptome auslösen.



Gruß

Jamie
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Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Jamie » Sonntag, 23.10.16, 9:47

Guten Morgen henning,

also ganz ehrlich, ich bin geplättet, was ich hier lesen muss.
Du schreibst teilweise so arrogant und hochmütig; wobei du fairerweise einen freundlichen sachlichen Ton wahrst.

Keiner hat hier die Weisheit mit Löffeln gefressen, du nicht, ich nicht; wir sind auch in keiner Weise dogmatisch (Anspielung Kügelchenmethode), aber wir weisen hier wenigstens mit viel Mühe einige Möglichkeiten auf, wie man zB eine Darreichungsform reduzieren kann.
Keiner muss auf diese Weise reduzieren. Er kann es auch gleich ganz weglassen. Warum sollte es mich jucken, wenn der das dann nicht verträgt und in der Psychiatrie landet? Ist doch nicht mein Bier. Ich hab gewarnt, fertig aus.
Diese Teilnahmslosigkeit und Gleichgültigkeit teilen wir hier aber nicht im Forum. Ich spreche für mich; ich bin mitfühlend und habe ein großes Herz.
Menschen leiden sehen zu müssen ist furchtbar. Ich jedenfalls werde mir diese Mitmenschlichkeit nicht nehmen lassen, wenngleich es manchmal unendlich viel Kraft raubt und mich an den Rande der Erschöpfung, der Frustration und manchmal halb des Wahnsinns bringt.

Es wäre Aufgabe der Pharmaindustrie gewesen sichere Mittel zu entwickeln und fein abgestufte Dosen in den Handel zu bringen, wenn sie schon Substanzen auf den Markt bringen, die abhängig machen. Ferner wäre es auch deren Job gewesen zu schauen, ob die Präparate womöglich Nährstoffe verbrauchen / blockieren / an der Resorption hemmen oder was auch immer.
So bleibt den Leuten nur übrig, mühsam die Puzzlestückchen zusammenzusuchen. Niemand hier hat behauptet, dass dein Nährstoffansatz blöd ist, aber ich wage doch zu bezweifeln, dass man das schablonenhaft auf jeden übertragen kann.
Es kann auch nicht jeder deshalb ein Biologiestudium beginnen.
Ich komme mit deinem Ansatz Menschen zu betrachten auch nicht überein; wir sind beseelt und es gibt uns kein zweites Mal; wir sind Individuen und keine gleichgeschalteten Maschinen in menschlichen Körpern. Meine Meinung.

Dieses Forum kehrt täglich die Scherben auf und wir versuchen auch immer individuell zu gucken, was passt.
Niemand muss bei uns bleiben, der uns blöd oder unsympathisch findet oder unsere Ansätze als unwissenschaftlich betrachtet.
Wir sind seit Jahr und Tag bemüht, die neusten Forschungsergebnisse hier weiterzugeben und uns up to date zu halten.

Blöderweise sind wir aber auch diejenigen, die anschließend das halb ertrunkene Kind aus dem Brunnen fischen müssen und monatelang Trost- und Aufbauarbeit leisten, wenn Leute z.B. Vitamine genommen haben und sie nicht vertragen haben.
Vielleicht möchtest du das ja künftig übernehmen? Ich kann dir versichern, dafür geht täglich einiges an Lebenszeit drauf.
Kannst du verstehen, dass wir da eher vorsichtig sind?

Jeder, den die Vitaminsache anspricht, darf sich gerne mit dir austauschen und Hilfe holen, aber genau so, wie es für eine Depression nicht nur einen Auslöser gibt, gibt es für die Genesung auch nicht das eine Heilmittel.

Aber vielleicht reden wir auch aneinander vorbei; mir scheint nur dein Ansatz nicht mit meinem ganzheitlichen Ansatz kompatibel.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Berlin-2013
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Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Berlin-2013 » Sonntag, 23.10.16, 10:21

Hallo Henning,

ich finde es nicht arrogant was du schreibst, sondern sehe es eher als sehr hilfreich an und man muß ja nicht machen was du vorschlägst.

Dein Ansatz ist nachvollziebar und fundiert. Eine neue Sichtweise und auch ich würde eher versuchen einen Körper vor Mangelerscheinungen, mit Hilfe von Vitaminen zu schützen, als wieder mit Chemie eine falsches Gleichgewicht zu erzielen.

Ich bin froh über deine klaren und durchdachten Strategien und sehr klaren und umsetzbaren Vorschläge, mir gefällt das sehr gut und es macht Sinn.

Mir ganz persönlich ist das lieber, als unklare Ansagen und Stillstand. Neue Ideen sind immer gut, wenn sie durchdacht sind und Erfolg versprechen.

Wir sind ja nicht hier um Jahrzehntelang zu bleiben, sondern wollen so schnell es geht unser Leben zurück und ohne diese Chemie ein echtes Leben zu leben und dazu ist mir alles recht was hilft. Und du leistest einen Beitrag dazu, danke.

LG C.
Off Topic
Viele Grüße und 2019 wird mein erfolgreiches Jahr der Gesundheit
😍
FAZIT: Ich war viel zu schnell unterwegs und DAS hat alles verschlimmert und den Entzug dadurch unnötig verlängert!! :schnecke: besser ist ZEIT UND GEDULD beim Absetzen. Microtappering ist die beste und schonendste Variante!

Am 13. September 2019 sind es 5 Jahre nach 0 mg :party2: Die Heilung des ZNS ist leider erst zu 85 % erfolgt und da es bei mir nur langsam voran geht 🙄 kostet es mich sehr viel Kraft, Disziplin, Geduld und Willensstärke!

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Hoffnungsschimmer
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Registriert: Dienstag, 12.01.16, 10:05

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Hoffnungsschimmer » Sonntag, 23.10.16, 10:58

Hallo,
Ich finde die verschiedenen Ansichten echt interessant.
Ihr habt ALLE irgendwie Recht.
Jeder soll sich das rauspicken, was für ihn passt.
Jeder ist individuell.

LG
Hoffnung
2010 Sertralin mg?? Wegen Panikattacken
2011 Umstieg auf Citalopram 10mg (wegen Kinderwunsch)
2014 hochdosiert auf 20mg (wegen erneuten Panikattacken)
08/15 runterdosiert auf 10mg (Totalzusammenbruch)
09/15 hochdosiert auf 20mg + 12,5mg Atarax + 75mg
11/15 hochdosiert auf 30 mg + 12,5 mg Atarax + 50mg Trittico
12/15 Trittico reduziert auf 12 mg
5.1.16 Trittico abgesetzt
14.1.16 Atarax reduziert auf 11,25 mg
15.1.16 auf 9,375mg
18.1.16 auf 8,125mg
24.1.16 auf 6,25mg (beginn der Zwangsgedanken, aber noch eher schwach, Halsschmerzen, Ohrgeräusch lauter)
31.1.16 auf 5,625mg (immer wieder ZG)
3.2.16 auf 5mg (immer wieder ZG)
5.2.16 auf 4,375mg (immer wieder ZG)
8.2.16 auf 3,75mg - (Kopfschmerzen, starke Halsschmerzen und immer wieder ZG)
18.2.16 auf 3,25mg - ab jetzt wirds schwierig! Ohrgeräusch wieder lauter
21.2.16 auf 2,50mg - ich gebe nicht auf ;-)
29.2.16 auf 2,19mg - Reduktionsschritte werden jetzt kleiner (1x Panikattacke und 3Tg Schwindel, Durchfalll)
21.3.16 auf 1,88mg - (Ängste, und Unruhe)
26.3.16 auf 1,56mg - keine Absetzsymptome nur ganz leichte ZG
29.3.16 auf 1,25mg - keine Absetzsymptome nur ganz leichte ZG
01.4.16 auf 0,97mg - keine Absetzsymptome nur ganz leichte ZG
04.4.16 auf 0,63mg - keine Absetzsymtome (Zyklus hat sich um 3 Tage verschoben)
07.4.16 auf 0,32mg - (Halsschmerzen, starke Kopfschmerzen)
10.4.16 auf 0,16mg - keine Absetzsymptome
14.4.16 auf 0mg :D
mir gehts SUPER!!! Zwangsgedanken sind wie weggeblasen!!!!
_____________________________________________________
13.3.16 Citalopram mit 5% angetestet - ging gut
Citalopram Start am 2.6.2016 Ausgangsdosis 28,5mg
2.6.16 auf 25,5mg
4.7.16 auf 22,5mg
7.8.16 auf 21,75mg
24.8.16 auf 20mg
21.9.16 auf 19mg
22.10.16 auf 17,5mg
18.11.16 auf 16mg
15.12.16 auf 13,5mg
11.1.17 auf 12,5mg
8.2.17 auf 11,25mg
9.3.17 auf 10,5mg
25.3.17 auf 10mg :party2: 2 Drittel weg (auf Marke Bluefisch gewechselt)
22.4.17 auf 9,5mg (nicht geeignet für die Wasserlöstechnik)
4.5.17 gewechselt auf Marke Sandoz
19.5.17 auf 9mg
12.6.17 auf 8,5mg
3.7.17 auf 8mg, 5.7.17 wieder zurück auf 8,5mg
24.7.17 auf 8mg
24.8.17 auf 7,5mg
26.9.17 auf 7mg
24.10.17 auf 6,5mg
21.11.17 auf 6mg
22.12.17 auf 5,5mg
27.1.18 auf 5mg
7.4.18 auf 4,5mg
13.5.18 auf 4,25mg
10.6.18 auf 4mg
8.7.18 auf 3,5mg
5.8.18 auf 3mg
5.9.18 auf 2,5mg
25.10.18 auf 2,25mg
23.11.18 auf 2mg
22.12.18 auf 1,75mg
19.1.19 auf 1,40mg
10.3.19 auf 1,20mg
5.4.19 auf 1mg
3.5.19 auf 0,80mg

Seit Juni 30mg Citalopram und 150mg Trittico

Butterblume
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Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Butterblume » Sonntag, 23.10.16, 11:35

Guten Morgen,

nun gebe ich doch mal meinen Senf zu dieser Thematik ab:

zunächst: vielen Dank Henning, für Deine wertvollen Beiträge und Impulse!!! Du hast mir entscheidende "Anstösse" bei meiner Suche gegeben!
Zudem war ich mehr als verwundert darüber, welche "Anfeindungen", Entwertungen Deiner Beiträge vereinzelt erfolgten...
In Deinem letzten Beitrag hier triffst Du den "Nagel auf den Kopf". Leider glaube ich jedoch, dass so einiges in Deiner letzten Antwort nur unzureichend bis gar nicht "verstanden" werden wird (sorry, ich möchte definitiv niemandem hier zu nahe treten resp. verletzen oder angreifen!).
Doch weiß ich auch, dass die Vielzahl von extrem komplexen Stoffwechselvorgängen (biochemische Prozesse, die allesamt ineinander greifen), häufig nur schwer zu "verstehen" sind (in vielen Einzelbereichen auch für mich) und auch hierbei bis heute noch so einige "Unbekannte" sind.

Mir persönlich waren (Teil-)Erklärungen, wie z.B. Rezeptorenbelegung, zu ungenügend. Ich persönlich habe dieses Jahr mit meinem nun wirklich achtsamen und langsamen Absetzen wirklich nicht damit gerechnet, wieder massive Symptome zu bekommen, die mich wieder quasi ins "Aus" katapultiert haben. Also kann der Körper keine ausreichende Selbstregulation herbei führen. Woran liegt das? Und was ist dazu notwendig?? Sprich, um Symptome deutlich abzumildern resp. zu beseitigen... Wo ist die Ursache für die gravierenden Symptome, die multifunktionale Systeme des Körpers betreffen? Sprich: was verursacht (individuell) die Vielzahl und Schwere und Dauer der Symptome im Entzug??

Hier wird zwar über Cortisol in einzelnen Threads als Erklärung/Hinweis für Unruhe und Angst bspw. vermehrt am Morgen gegeben, doch hört es damit auf. Einerseits ist Cortisol nur ein Einzelparameter, andererseits stellt sich doch sodann die Frage, wodurch dieser Wert beeinflusst wird, wie es dazu kommt, dass der Körper individuell entweder nun deutlich zuviel oder auch deutlich zuwenig Cortisol bereitstellt (nur ein Bsp.). Stichwort hierzu ist die HPT-HVL-NNR-Achse mit allen seinen Parametern. Störungen, Ungleichgewichte in dieser Achse führen bspw. allesamt zu Symptomen, die auch vor AD-Einnahme aufgetreten sind. Alle diese Werte sind heute messbar. (Klar, werden von KK nicht übernommen ... - Teil des "Kranken - Systems" hier; Schulmedizin behandelt Symptome und keine Ursachen!) Doch gibt es einige wenige "Experten", die hinreichend gut diese Werte analysieren und (mit gutem Erfolg) therapieren können. (s. Hennings Angaben: Dr. Kuklinski: er hat in Veröffentlichungen (auch schwere) Fallbeispiele dargestellt...).

Es gibt mittlerweile auch Testkits online bestellbar - mit Analyse und Therapieempfehlung...

Ich persönlich mag den Begriff Nems nicht, schon alleine aus dem Grund, weil damit die gesamten wichtigen Bausteine und Funktionsstoffe des Körpers per se eine "Abwertung" erhalten. Dazu gehören auch nicht nur Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, sondern auch Aminosäuren und Enzyme sowie alle Hormone. (Aber wer denkt denn schon an Aminosäuren, geschweige denn weiß über ihre allzu wichtigen Funktionsweisen im Körper??) Zudem: wer weiß schon über die körpereigene Elektrizität im Körper Bescheid (das Optimun - wichtig auch für alle Stoffwechselfunktionen etc. - liegt bei ca. -70 bis -80 mikroAmpère messbar an jeder einzelnen Zellmembran aller ca. 70 Billionen Zellen im Organismus. Die Zellspannung einer Krebszelle bspw. ist auf etwa -20 und weniger MikroAmpère abgesunken. Ab -10mikroA tritt Zelltot ein.)
Leider finden sich auch unter den Herstellern in diesem Bereich viele "schwarze Schafe"... (Massenmarkt, in dem viel Geld verdient werden kann. Auch mit Schrottprodukten, weil .....) Allzuhäufig werden Füllstoffe, Trägerstoffe, Konservierer, Aromen etc. beigefügt, die zu Unverträglichkeiten führen (können). Oder es werden Verbindungen der Stoffe gewählt, die individuell nicht vertragen werden: Bsp.: Magnesiumcitrat (Magnesium gebunden an Citrat, dem Salz der Zitronensäure) hat zwar eine gute und sehr hohe Bioverfügbarkeit, beschleunigt allerdings die Darmbewegungen, Verdauung und soll Nierensteinen vorbeugen. Wer eher unter Verstopfung und Verdauungsproblemen leidet, dem werden bereits geringe Dosierungen von Mg-Citrat helfen. Andere werden sehr schnell Durchfall bekommen. Das liegt nicht an dem Mineralstoff selbst, sondern an seiner Verbindung!

Ich habe mich beim Durchlesen vieler Threads hier häufig gewundert, warum quasi ohne größere Hinterfragung Unverträglichkeitsreaktionen gelistet werden. Mich hätten dazu exakte Inhaltsangaben der Produkte sowie die Unverträglichkeitssymptome mind. interessiert. Deshalb:

henning hat geschrieben:Ich kann immer wieder nur betonen, dass die Mikronährstofftherapie sehr komplex ist und es teilweise sogar auf den Hersteller ankommt, ob ein NEM eine positive Wirkung hat oder keine.


Nicht nur Mikronährstoffthera sondern biochemische Abläufe/Prozesse sind mega komplex ...

Ich bin persönlich nicht gegen Therapie (sofern der Thera sein "Handwerk" versteht - denn auch hier gibt es leider sehr viele "schwarze Schafe"...). Doch kann Therapie ganz einfach nicht physiologische Mangelzustände und biochemische Fehlfunktionen beseitigen. Psycho-Therapie sehe ich hilfreich und wichtig in der Bewusstwerdung und Auflösung dysfunktionaler Verhaltensweisen, falschen Glaubensmustern (Überzeugungen) etc. etc. (wenn sie denn bestehen...)
Mir hilft dies aktuell nicht und würde darin nicht einmal begleitend "Unterstützung" finden. a) habe ich früher Therapien gemacht (gut und schlecht), b) sich im Entzug mit einem Mal quasi "ein Schalter" umgestellt hat, c) Skills, Ressourcen, Technniken, Übungen lediglich dazu (vielleicht) beitragen, dass ich Symptome irgendwie aushalte und nicht völlig "durchdrehe"... Mit einem Mal traten massive Ängste 24/7 völlig unbegründeter Natur auf, starke DR/DP etc. Grunderkrankung? Nein - jedenfalls nicht in Hinsicht vermeintlich unverarbeiteter "psychischer Störungen". Und ja, hinsichtlich irgendwelcher, individuellen physiologischen Defizite und Störungen wird mein Körper sich mit "meinen" Symptomen melden. Um meinen Leidensweg durch Entzug (und zusätzliche Krankheitssymptome erst seit AD-Einnahme, z.B. 4-fach erhöhte Cholesterinwerte, obwohl immer untergewichtig und auch nur einigermassen "gesunde" Ernährung - Angebot Schulmedizin: Statine, weiteres schweres Gift; habe ich all die Jahre immer abgelehnt...) lasse ich nun fast alle "wichtigen" Werte i.Sp., i.U. und/oder intrazellulär bei einem wissenschaftlichen und renommierten Spezialisten austesten mit anschliessender (auf meinen Status abgestimmte) Substitutionstherapie, damit ich zügig und bestmöglich ohne diese qualvollen und vielen massiven Symptome wieder zurück ins Leben finde. Ich werde beizeiten in meinem Thread darüber berichten ...

Fakt ist jedenfalls, dass auch vor AD-Einnahme (oder anderen Medis) viele Faktoren, wie mehr- oder minder- langanhaltender Stress (auch nitrosativer Art) gravierenden Einfluss auf die physiologischen Funktionen haben und Störungen des Zusam­men­wir­kens des Gehirns, des zentralen und peri­phe­ren Ner­ven­sys­tems, des hor­mo­nel­len Sys­tems und des Immunsystems entstehen. Symptome melden dies. ("Normale" Schul-Fachmediziner haben hiervon all zu häufig leider keine resp. viel zu wenig Ahnung - oder Stichwort "Kranken - System"...)

Ich habe hier im Forum mehrfach bspw. von häufig rezidivierten Blasenentzündungen während des Absetzens gelesen (z. Glück bin ich selber nicht davon betroffen, jedoch entwickelte ich unter der AD-Einnahme zunehmend Blasenschwäche und sogar leichte Inkontinenz bei Husten, Niesen - jetzt endlich fast weg). Hier scheint gehäuft eine Störung u.a. von Estriol vorzuliegen (Diagnostik per speziellem Test). Estriol benötigen nicht nur Frauen, sondern auch Männer. Es ist wichtig für die Vitalität aller Körperschleimhäute (hier auch das Stichwort trockene Augen und Sehstörungen, unter denen viele Betroffene massiv leiden - ich selber auch - herkömmliche Fachmediziner konnten alle nicht helfen...) Estriol hat nahezu keine östrogene beziehungsweise geschlechtsprägende Wirkung. Estriol ist verantwortlich für wichtige Organfunktionen und bei Mangel sind häufig Symptome, wie Infektanfälligkeit, rezidivierende Blasenentzündung, Verdauungsbeschwerden, Gelenkprobleme, Schwindel und Tinnitus anzutreffen. (Ich selber habe mit einem Mal ein "elektrisches Umspannwerk" im Kopf ...)

Auch sehe ich PTBS nicht als "Schicksal" an (wenn auch bei dem ein oder anderen hier spezifische Erfahrungen als schicksalhaft gefühlt werden), sondern als massive Funktionsstörungen o.g. physiologischer Funktionen. Ich bin selber PTBS betroffen in mehrfacher "schicksalhafter" Art ... Das alleine ist für mich keine hinreichende Erklärung, warum mein Körper so mit seinen Symptomen stark beinträchtigend reagiert.

Ich würde mich freuen, wenn Du Dich, Henning, hier nicht "vergraulen" läßt. Ich habe durch Dich schon einige weiterführende wertvolle Links erhalten.
Und ich würde mich freuen, wenn der Diskurs hier um Erkenntnisse über Metabolismus, Vitalstoffe (ALLE), Methylierung etc. sachlich weiter gehen würde. An Angriffen, grundsätzlichen Entwertungen (viell. auch nur, weil kaum Detaillwissen etc. vorhanden ist) etc. etc., habe ich persönlich weder Interesse noch momentan (Symptom-, Entzugsbedingt) Kraft bzw. Zeit. Ich möchte nun nicht in negativer Art und Weise "auseinander genommen" werden. Sachliche Diskussionen allerdings erwünscht.

Da ich persönlich stets sehr lösungsorientiert bin: warum meldet sich nicht einjeder in seinem eigenen Thread, wenn er/sie über diese hochkomplexe Thematik nix hören/lesen will??

Ich wünsche Euch allen einen hoffentlich symptomfreien/-armen, sonnigen Sonntag.

Herzliche Grüße
Butterblume
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Herbst 1998 Paroxetin 20mg
Ca. 2003 für ca. 2 Monate 40mg >> wieder auf 20mg runter, keine Symptome
Ende März ´12 von 20mg auf 10mg ca. 14 Tage, alles ok.
5mg nach 7 Tage, dann heftige und Vielzahl von Symptomen
wieder hoch auf 20mg, keine Besserung,
ab ca. 2. Maiwoche weiter hoch auf 30mg (HA verordnet)
ab 2. Juniwoche hoch auf 40mg (Psychiater)
Seitdem tagsüber weniger müde, Schwäche und Kraft besser, Zaps im Kopf besser, Bleigewichte im Kopf und auf Gesicht besser, Nerven- und Muskelschmerzen besser, Appetit wesentlich besser (20kg Gewichtsverlust), Nachtschlaf besser.
Weitere Symptome: extreme Suizidgedanken, ständiger Ruhepuls 140 - 160, Muskelzuckungen im Liegen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, ständiges Surren im Kopf, schlimme Depressionen und Ängste, Zustand wie Gelähmt zu sein: kann Aktivitäten kaum in Tat umsetzen, Schwierigkeiten das Haus zu verlassen. Schüttelfrost-Anfälle, Schwitzattacken, schlimmes Morgentief etc. etc.
>> Deutliche Stabilisierung erst im Frühjahr ´13.
01/16 19 mg, 02/16 17 mg, 03/16 16 mg, 04/16 15 mg
05/16 14 mg > Symptome kommen > ca. 10.5. zurück auf 15 mg, nach 2 1/2 Wochen Besserung
7.7.16 ca. 14 mg
8.8.16 13,75 mg mit Feinwaage (kurz viele und starke Symptome ...)
9.11.16 13,5 mg, Symptomfrei die gesamte weitere Zeit
20.11.16 13 mg
6.12.16 12,75 mg
15.12.16 12,25 mg
18.12.16 12,0 mg
21.12.16 11,0 mg
22.12.16 10,9 mg, weiteres Abdosieren alle paar Tage. Keine Symptome die gesamte Zeit, deshalb so umgesetzt
15.01.17 0 mg!
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Notwendigkeit schnelles Abdosieren wg.orgaischem Befund. Symtomfrei bis Mitte Juni, dann Narkose und seitdem Probleme...

jojo71
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Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von jojo71 » Sonntag, 23.10.16, 11:44

Hallo,
mal ne grundsätzliche Frage, geht es jetzt um die Art und Weise von Henning oder um die Vitamine/Mineralstoffe?!?

Meine Meinung zu den Orthomolekularia habe ich ja schon ausgeführt.

Ich für meinen Teil habe Henning auch nicht als arrogant empfunden, ich kann ihm teilweise nur nicht ganz folgen :? Wie das Methylierungsprotokoll funktioniert oder wie es abläuft habe ich auch noch nicht verstanden! Aber das er helfen will, steht doch ausser Frage oder? Er ist auf dem besten Wege wieder komplett gesund zu werden, versucht seine Erfahrungen zu teilen und meldet sich hier an. Würde das jemand tun, der nicht mitfühlend ist und helfen will? Im Gegensatz dazu, konnte ich lesen, das sich die meisten, welche es geschafft haben, nicht mehr aktiv im Forum beteiligen.

Ich befürchte wirklich es wird hier aneinander vorbei geschrieben und das finde ich sehr schade! :cry:

Gruß
jojo
Mein persönlicher Alptraum begann mit einer Fehldiagnose und der Einnahme von SSRI!

Meine Story!

Seroxat ab ca. 2000
Wechsel zu Paroxat ca. 2006
Paroxat bis November 2014 (kalter Entzug)
Omeprazol sporadisch ab ca. 2010
Omeprazol dauerhaft seit ca. Anfang 2014
Omeprazol von 20mg auf 0 seit 26.09.2016
Omeprazol 20-40mg wieder seit ca. 16.11.2017

Meine Symptome, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben:
- diverse Probleme mit dem vegetativen Nervensystem (z.B. Kreislaufprobleme, Schwindel, starke Missempfindungen)
- diverse Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Fast ständig Druck im Oberbauch
- im Liegen steigender Druck Magen/Darmtrakt bis hin zu dem Gefühl das der Bereich von Hals bis Unterbauch abgestorben ist, sehr flache Atmung, Besserung nur im Sitzen wenn die Beine tiefer gelagert sind (Kutscherstellung)
- Herzstolpern, Herzrhythmusstörungen, Ruhepuls 90-100
- Muskelschmerzen (Hals, Nacken, Rücken)
- Intercostalneuralgie mehr linksseitig
- immer wieder Blockaden der HWS (Atlas), BWS und Beckenschiefstand
- Tinnitus
- Attacken (extremer Druck Oberbauch, weiß wie die Wand, höherer Ruhepuls, zittern, Polyurie usw. Dauer ca. 2-3 Stunden)
- Hypoglykämie
- Schmerzen nach jeder körperlichen Anstrengung über mehrere Tage
- Einschlafstörungen (Atemaussetzer, aufschrecken mit Missempfindungen und Herzstolpern)
- kein erholsamer Schlaf mehr möglich (An guten Tagen fühle ich mich morgens wie ein 80 Jähriger!)
- heftige Kopfschmerzen
- Extreme Stimmungsschwankungen
- absolut keine Stressverträglichkeit

Diagnosen bisher:
- Laktoseintoleranz (Fehldiagnose, liegt wohl an der DDF)
- Dünndarmfehlbesiedlung
- Herzrhythmusstörungen/hoher Ruhepuls
- Magenschleimhautentzündung/Hiatushernie
- Ständig Intercostalneuralgie
- Immer wieder Blockaden HWS (Atlas)/BWS und Beckenschiefstand
- Allergien: Gräser-, Roggen-, Birken-, Haselnusspollenallergie, Weizenmehl, Roggenmehl, Sellerie usw.
- Mangel an diversen Vitaminen

Leni
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Registriert: Montag, 04.01.16, 13:01

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Leni » Sonntag, 23.10.16, 12:00

Guten Morgen zusammen,

ich möchte kurz meinen Eindruck schildern.

Henning hat vielleicht eine etwas direkte und überzeugte Art, seine Erfahrungen weiterzugeben. Aber darum sollte es nicht gehen. Leider kann ich seine Beiträge aus sachlicher Sicht gar nicht beurteilen. Mir missfällt aber die Art bestimmter Reaktionen darauf.

Da wir alle die Beiträge hier im Forum vor dem Hintergrund unserer eigenen Erfahrungen lesen, erhält ein und der gleiche Beitrag eine Vielzahl von verschiedenen Lesarten oder Interpretationen. Für einige kann er beispielsweise das Abstreiten der Entzugsproblematik bedeuten, für andere bedeutet er einen neuen Ansatz und für wieder andere ist es uninteressant. Und dann kommt es noch darauf an, genau zu lesen und nicht in eine Art Vorinterpretation zu fallen.

Es ist im Forum ausdrücklich erwünscht, dass sich jeder auf einen Beitrag melden kann und seine Erfahrungen schildern kann. Nur so kommt auch diese unglaubliche Vielzahl an unterschiedlichsten Ratschlägen zusammen. Sicher ist es dabei hilfreich, wenn die Tipps entsprechend "sanft", nicht verallgemeinernd formuliert werden und die sachlichen Hintergrundinfos enthalten.

Was man aber als Beitragender nicht steuern kann, ist folgendes: Wenn man einen Beitrag öffentlich an bestimmte User verfasst, wird dieser natürlich auch von anderen Usern gelesen. Und ich habe den Eindruck (ich benutze bewusst das Wort Eindruck), dass diese es manchmal nicht schaffen, sich nicht davon betroffen zu fühlen, obwohl sie gar nicht direkt angesprochen sind. Ich respektiere die persönlichen, qualvollen Erfahrungen dahinter und weiß, wie wenig sachlich sich das diskutieren lässt und es ist sicherlich sinnvoll, zu reagieren, wenn jmd. sachlich falsche Infos liefert oder gegen Grundsätze verstößt. Aber auch, wenn jmd. einen neuen Ansatz vorstellt und andere gezielt informieren möchte?

Das Forum lebt von einer Vielzahl von Erfahrungen im Umgang mit den Entzugssymptomen. Und neue sollten hinzukommen dürfen. Hier wird immer die Individualität der Verläufe betont. Dann sollten diese auch inidividuell beschrieben werden können ohne dass dies sofort zu Missverständnissen führt und einem die Verneinung der Entzugsproblematik unterstellt wird.

Jeder hat die Wahl, ob er/sie einen Beitrag lesen möchte oder nicht. Vor allem, wenn er nicht an ihn/sie selbst gerichtet ist.

LG Leni
Zuletzt geändert von Leni am Sonntag, 23.10.16, 13:17, insgesamt 2-mal geändert.
Erfahrungen mit Cipralex

Hashimoto Thyreoiditis, Nebennierenschwäche, HPU, Viren, Schwermetalle, Kieferostitis - wieder gesund

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Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Annanas » Sonntag, 23.10.16, 12:31

Hallo Henning,

1. Ich habe nichts gegen NEM - wenn ein erwiesener Mangel besteht - es kann auch hier zu der Gefahr einer Überdosierung
bzw eines "Durcheinanderbringens" der körperlichen Regularien mit gesundheitlichen Folgen kommen.
Leider ähneln sich einige Symptome bei Mangel oder Überschuß, so daß man m.E. nicht auschließlich nach der
Symptomatik gehen kann.
Ein Bsp zum Kalzium:
Die zusätzliche Aufnahme von Kalzium in Form von Nahrungsergänzungspräparaten sei vor allem dann problematisch, wenn bereits hohe Kalziumdosen mit der täglichen Nahrung zugeführt werden. Zittermann beruft sich auf eine Studie aus Schweden, deren Ergebnisse Anfang 2013 in der Fachzeitschrift "British Medical Journal" (BMJ) veröffentlicht worden sind. In der Studie war die Zahl der Todesfällen bei Frauen, die täglich mehr als 1.400 Milligramm Kalzium über ihre Nahrung und Ergänzungspräparate zu sich genommen hatten, deutlich erhöht.
Quelle: t-online/lifestyle/gesundheit

Wie willst du also wissen, z.B. bei Jojo - wieviel er von jedem NEM zu sich nehmen sollte?? Woran machst du das fest?
Du kennst weder seinen Stoffwechsel, noch hast du aussagekräftige Werte?!

Woher nimmst du die Gewißheit, daß die von dir empfohlenen Präparate besser sind, als andere?

2. Habe ich hier unter dem Aspekt der Psychopharmakaeinnahme bzw des -entzuges geschrieben, unter Einbeziehung der Erfahrungswerte
aus diesem Forum u. in diesem Forum befinden wir uns ja nun mal.
Hier sagen diese Erfahrungswerte aus, daß NEM während des Entzuges kaum oder gar nicht vertragen werden u. eine Symptomverstärkung
mit sich bringen.

Warum soll ich dann die Mitglieder hier nicht vorher warnen, daß so etwas passieren kann?
Entscheiden müssen sie eh selbst.
henning hat geschrieben:Niemand hier bildet sich etwas ein, das AD-Entzugssyndrom ist absolut real.
Dennoch gibt es Menschen, die damit keine Probleme haben. Das ist doch auch nicht zu ignorieren?
Ich habe den Eindruck, dass du das für vollkommen unmöglich hältst.
Das habe ich nie geschrieben, im Gegenteil - ich betone auch immer wieder, daß es Menschen gibt, die auch PP problemlos
absetzen können.
Weiterhin habe ich gesagt - ich gehe von unserem Forum aus u. hier finden sich nunmal die Betroffenen ein, für die das
Absetzen mit Schwierigkeiten verbunden ist.
henning hat geschrieben:Inwiefern ist es jetzt produktiver, wenn z.B. du mir hier schreibst, dass du glaubst ich würde mich noch immer mit AD-Entzug befinden und eine Psychotherapie die Lösung meiner Probleme ist? Obwohl ich klar genug geschrieben habe, dass beides auf mich nicht zutrifft.
Das habe ich nach deiner Vorstellung hier geschrieben u. da wäre es möglich gewesen u. ich würde nie diese Formulierung
verwenden, daß die PT die Lösung deiner Probleme darstellt, weil ich dich nicht kenne.

Und da kommt mir auch dein sehr einseitiger Ansatz ins Gehege - die körperliche Optimierung durch Vitalstoffe ist die eine Seite -
aber man sollte den Menschen doch als eine Einheit von Körper und Seele betrachten.
Wenn ich z.B. traumatisiert bin, in einer unglücklichen Beziehung lebe, im Job gemobbt werde usw, dann nutzen mir sämtliche
Vitalstoffe nichts - wenn ich nicht Einiges aufarbeite bzw mich dem stelle, daß ich Veränderungen in meinem Leben herbeiführen
muß.
henning hat geschrieben:Ich finde das Argument mit den 13 Jahren Erfahrung auch ein wenig...naja...
Mein Psychiater hatte noch sehr viel mehr Jahre Erfahrung mit Psychopharmaka, trotzdem sagt das nichts aus.
Es geht hier um Betroffenenberichte.........und -erfahrungen, die ich als sehr hilfreich erachte u. nicht um
gelehrtes u. aufgenommenes Wissen.
henning hat geschrieben:Ist das hier also wirklich ein Forum, indem es um das Absetzen der Psychopharmaka geht. Geht es vielleicht mehr um die Kügelchenmethode, die für jeden als die richtige Behandlungsform gelten soll?
Das empfinde ich schon als eine Beleidigung all derer, die dieses Forum geschaffen haben und am Leben erhalten!

Du kannst hier gerne schreiben, das ist auch nicht der Punkt - der Punkt ist der, daß du deine Theorien
als die ultimative Lösung der Absetzprobleme anbringst, so wie z.B. in deinem letzten Post, den du editiert hast u.
unsere Vorgehensweise, sagen wir mal, lächerlich machst (Kügelchenmethode).

Grüße von Anna

Butterblume
Beiträge: 15
Registriert: Freitag, 22.06.12, 20:51

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Butterblume » Sonntag, 23.10.16, 13:06

Hallo,

also ich kann nirgendwo auch nur ansatzweise Arroganz oder Hochmut in Hennings Zeilen erkennen. Ich lese in seinen Beiträgen unglaubliche Hilfsbereitsschaft (und auch Mitfühlen etc. pp.) heraus. Insbesondere auch in den einen akuten Benzo-Thread (weiß nicht, ob direkte Verlinkung erwünscht... , damit jeder weiß, welchen ich meine...?) Dort wurde Henning massiv aus gestoppt ...

Henning gibt hier profundes Fachwissen weiter - kann in guter Literatur oder auf kompetenten Infoseiten in www nachgelesen werden. Dafür wird auch kein Biologiediplom benötigt. Und wie Du selber Henning, in Deinen eigenen ersten Post Deines Threads irgendwo geschrieben hast, hast Du vieles damals angefangen selber an Fachwissen zur grundlegenden Funktionsweisen des menschlichen Körpers (versch. Stoffwechselzyklen etc.) zur recherchieren und zu lernen. (ich persönlich recherchiere selber und lese nach, was ich nicht gleich verstehe oder wo ich mehr wissen möchte. Alternative: direkte Frage nach detaillierter Antwort an Henning zu Unverständnissen.
Ich kann nur sagen - wie jojo auch schon schrieb: Toll und danke Henning, dass Du Dein Wissen und Deine Ansätze hier weitergibst, obwohl Du wahrscheinlich bald mit dieser "Thematik" selber komplett durch bist (wofür ich mich für Dich - wie selbstverständlich auch für jeden anderen Betroffenen - sehr freue).

Die Angriffe gegen Henning finde ich extremst ungerecht, kann diese überhaupt nicht nachvollziehen und ich habe mich schon manches Mal nach den individuellen "Achillesfersen" gefragt. Des Weiteren habe ich festgestellt, dass Du, Henning, mit großem Gleichmut sowie freundlicher Sachlichkeit stets reagierst.

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist dieses Forum auf der Suche nach dem jeweiligen Schlüssel fürs Schloss der jeweiligen AD & Co. Entzugsproblematik?!? Hinter allen Symptomen, ob AD & Co. induziert oder nicht, stecken mehr oder weniger komplexe, gravierende physiologische Funktionsstörungen der einzelnen verschiedenen Körpersysteme. Bluthochdruck bspw. entsteht auch aus gravierender Störung in der HPT-HVL-NNR-Achse und kann dauerhaft ohne weiter schädigende BetaBlocker erfolgreich dauerhaft (individuell) behandelt /reguliert werden.

Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn auf Angriffs-, Entwertungsmodus hier grundsätzlich verzichtet werden würde. Da nützt es dann für mich auch nicht, zu Beginn eines Posts ein Hallo o.ä. sowie am Schluß einen Gruß zu lesen, damit ein zugewandter und respektvoller Umgang gewahrt bliebe ...

Herzliche Grüße
Butterblume
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Herbst 1998 Paroxetin 20mg
Ca. 2003 für ca. 2 Monate 40mg >> wieder auf 20mg runter, keine Symptome
Ende März ´12 von 20mg auf 10mg ca. 14 Tage, alles ok.
5mg nach 7 Tage, dann heftige und Vielzahl von Symptomen
wieder hoch auf 20mg, keine Besserung,
ab ca. 2. Maiwoche weiter hoch auf 30mg (HA verordnet)
ab 2. Juniwoche hoch auf 40mg (Psychiater)
Seitdem tagsüber weniger müde, Schwäche und Kraft besser, Zaps im Kopf besser, Bleigewichte im Kopf und auf Gesicht besser, Nerven- und Muskelschmerzen besser, Appetit wesentlich besser (20kg Gewichtsverlust), Nachtschlaf besser.
Weitere Symptome: extreme Suizidgedanken, ständiger Ruhepuls 140 - 160, Muskelzuckungen im Liegen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, ständiges Surren im Kopf, schlimme Depressionen und Ängste, Zustand wie Gelähmt zu sein: kann Aktivitäten kaum in Tat umsetzen, Schwierigkeiten das Haus zu verlassen. Schüttelfrost-Anfälle, Schwitzattacken, schlimmes Morgentief etc. etc.
>> Deutliche Stabilisierung erst im Frühjahr ´13.
01/16 19 mg, 02/16 17 mg, 03/16 16 mg, 04/16 15 mg
05/16 14 mg > Symptome kommen > ca. 10.5. zurück auf 15 mg, nach 2 1/2 Wochen Besserung
7.7.16 ca. 14 mg
8.8.16 13,75 mg mit Feinwaage (kurz viele und starke Symptome ...)
9.11.16 13,5 mg, Symptomfrei die gesamte weitere Zeit
20.11.16 13 mg
6.12.16 12,75 mg
15.12.16 12,25 mg
18.12.16 12,0 mg
21.12.16 11,0 mg
22.12.16 10,9 mg, weiteres Abdosieren alle paar Tage. Keine Symptome die gesamte Zeit, deshalb so umgesetzt
15.01.17 0 mg!
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Notwendigkeit schnelles Abdosieren wg.orgaischem Befund. Symtomfrei bis Mitte Juni, dann Narkose und seitdem Probleme...

Parvati_LE
Beiträge: 59
Registriert: Dienstag, 04.10.16, 14:29

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Parvati_LE » Sonntag, 23.10.16, 13:16

Liebe Leute,

nun gebe ich als Formumsneuling auch mal meinen Senf dazu. Ich habe Hennings Beiträge mit viel Interesse verfolgt und bin vorhin aus allen Wolken gefallen, als ich nach einigen Tagen wieder hier rein geschaut und die vermehrte Kritik an seinem Ansatz gelesen habe.

Vielleicht habe ich ja etwas verpasst, aber ich persönlich kann nicht erkennen, wo Henning seine Theorien als ultimative Lösung dargestellt hat oder arrogant gewesen sein soll. Es ist schon interessant, wie unterschiedlich verschiedene Menschen ein und die selbe Situation erleben. Ich persönlich erlebe Hennings Beiträge hier nach wie vor als äußerst hilfreich (auch, wenn ich als interessierter Laie bei weitem nicht alles davon verstehe). Er hat mit der NEM-Methode für sich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht und teilt diese Erfahrungen hier mit uns. Dafür nimmt er sich unglaublich viel Zeit (siehe Jojos Thread), und ich persönlich finde, das ist ein Dankeschön wert.

Ich verstehe andererseits auch die Besorgnis der langjährigen Mitglieder sehr gut, da sie schon oft erlebt haben, dass NEM während des Absetzsyndroms hochproblematisch sein können. Aber ich denke, dass diese Tatsache den meisten Mitgliedern hier ja sicher bewusst ist. Mit diesem Bewusstsein kann doch jeder für sich entscheiden, ob er sich auf Hennings Methode (vorsichtig!) einlassen möchte oder nicht. Ich persönlich freue mich, dass du hier bist, Henning. Und würde mich noch mehr freuen, wenn ich dich mal per PN kontaktieren darf zwecks NEM, HPU, Nebennierenschwäche etc.

Herzliche Grüße an alle
Kristina
1997: Beginn Schlafstörungen, bin jedoch sehr lange ohne dauerhafte Medikation ausgekommen (außer Diazepam bei Bedarf, ca. 4-6 mal im Jahr)

Januar 2013: Stressbedingter Totalzusammenbruch mit massiver Schlaflosigkeit --> Beginn Einnahme Trimipramin 25 mg
August 2013: Trimipramin weggelassen (ohne großartiges Ausschleichen), keinerlei Probleme
Mai 2014: Aufgrund erneuter privater Ausnahmesituation Wiedereinnahme Trimipramin in wechselnden Dosierungen (75 mg in den ersten Wochen, später allmählich runter bis auf 12,5 mg)
Dezember 2015: Trimipramin ohne Probleme weggelassen
Januar 2016: Wieder massiver privater Stress, Wiedereinnahme Trimipramin für erneut einen Monat (100-75.50-25)
Ende Februar 2016: medikamentenfrei, keine Absetzsymptome
10. April 2016: plötzliche starke Derealisation und Erschöpfung, Schwankschwindel, Kopfdruck, Lichtempfindlichkeit, Nackensteifigkeit, Ziehen und Gefühl von Drehbewegung im Hirn besonders in Ruhe, Übelkeit, nach einem Monat massive Schlaflosigkeit aufgrund des Symptomdrucks
Ende Juni 2016: Aus Verzweiflung Wiedereindosierung Trimipramin 12,5 mg, gesteigert bis auf 100 mg --> komplett wirkungslos!!! seitdem 5-10 mg Diazepam bei Bedarf
08.07.2016: Diagnose Beidseitiger Ausfall des Gleichgewichtsnervs ungeklärter Ursache, hochdosiertes Cortison für 3 Wochen
25.07.2016: Gleichgewichtsnervausfall klinisch nicht mehr nachweisbar, alle Symptome sind dennoch unverändert --> dreiwöchige Therapie mit transkranieller Magnetstimulation --> wirkungslos
3.09.2016: Trimipramin endgültig weggelassen, stattdessen Einnahme Mirtazapin 7,5 mg, nach ca. zwei Wochen gesteigert auf 15 mg --> half die ersten zwei Wochen minimal beim Schlafen, danach wirkungslos --> nach 1 Monat Einnahme abgesetzt
4.10.2016 Symptome von April 2016 sind alle unverändert
Ende Oktober 2016: Erneute Lumbalpunktion (Ergebnis: abgelaufene ZNS-Infektion mit Herpes Simplex und Varicella Zoster), starkes postpunktionelles Syndrom mit unaushaltbaren Kopfschmerzen entwickelt, Novalgineinnahme, Ketamin-Infusion als Versuch der Schmerztherapie (musste aufgrund Dissoziation abgebrochen werden), dadurch Dia-Konsum endgültig außer Kontrolle geraten, mittlerweile wirken 15 mg kaum noch: es muss ein Absetzplan her!
12.02. Diazepam seit Mitte November von 10 auf nun 3,5 mg ausgeschlichten. Schlaf ist teilweise erheblich gestört. Neue Diagnose: Vestibularisparoxysmie, pathologischer Befund linksseitig in der kalorischen Prüfung --> Gleichgewichtsorgan ist noch immer erkrankt

Oliver
Gründer
Beiträge: 9259
Registriert: Freitag, 10.10.03, 23:58

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Oliver » Sonntag, 23.10.16, 13:21

Hallo Hening,

dass Du hier sowohl auf starken Gegenwind als auch auf Begeisterungsstürme stößt, wundert mich nicht. Du bist von Deiner Sache überzeugt und bietest Perspektiven an, die einigen Betroffenen hier große Hoffnungen machen, weil sie auch sehr fundiert klingen. Einige der Erfahreneren, hier sehen Deine Ansichten und Empfehlungen hingegen mit Skepsis und wollen vor zu viel Enthusiasmus warnen. Vieleicht auch, weil sie ein bisschen den Eindruck haben, dass Du hier was verkaufen willst. Ich habe das jetzt mal bewusst überspitzt dargestellt und versuche eher zu beschreiben, was bei den verschiedenen "Parteien" wohl ankommt, anstatt das was Du wirklich aussenden willst. Ich würde mich freuen, wenn Du es nun schaffen würdest, das entstandene Bild nach beiden Seiten etwas zu relativieren. Dann wird der Austausch sicher wieder konstruktiver.

Wenn Du zu diesem Zweck mal so kurz und knackig es geht, erklärst, wie man Deiner Meinung nach Menschen beim Absetzen von Psychopharmaka am Besten helfen kann, fände ich das klasse. Was denkst Du über die Ansätze die hier im ADFD verfolgt werden und was hoffst Du beitragen zu können, dass Menschen, die ihre Medikamente absetzen wollen, das besser schaffen können? Was können wir hier im ADFD anders/besser machen, um noch mehr Menschen helfen zu können?

Vielen Dank und Alles Gute
Oliver
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Wenn es um Probleme direkt mit Entscheidungen des Teams geht, dann wende Dich bitte per PN oder mail ( forenmaster@adfd.org) an mich.
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jojo71
Beiträge: 204
Registriert: Sonntag, 25.09.16, 1:47

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von jojo71 » Sonntag, 23.10.16, 18:05

Hallo,
wo ist denn der Beitrag von Kevin05 auf einmal hin?!? :o

Habe den Text noch kopieren können, da ich auf einige Provokationen antworten wollte... ist vielleicht auch besser so, denn damit wird es jetzt echt langsam zu viel aus meiner Sicht! Ich behalte meine Meinung dazu wohl lieber für mich, ist echt unnötiger Stress!

Gruß
jojo
Mein persönlicher Alptraum begann mit einer Fehldiagnose und der Einnahme von SSRI!

Meine Story!

Seroxat ab ca. 2000
Wechsel zu Paroxat ca. 2006
Paroxat bis November 2014 (kalter Entzug)
Omeprazol sporadisch ab ca. 2010
Omeprazol dauerhaft seit ca. Anfang 2014
Omeprazol von 20mg auf 0 seit 26.09.2016
Omeprazol 20-40mg wieder seit ca. 16.11.2017

Meine Symptome, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben:
- diverse Probleme mit dem vegetativen Nervensystem (z.B. Kreislaufprobleme, Schwindel, starke Missempfindungen)
- diverse Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Fast ständig Druck im Oberbauch
- im Liegen steigender Druck Magen/Darmtrakt bis hin zu dem Gefühl das der Bereich von Hals bis Unterbauch abgestorben ist, sehr flache Atmung, Besserung nur im Sitzen wenn die Beine tiefer gelagert sind (Kutscherstellung)
- Herzstolpern, Herzrhythmusstörungen, Ruhepuls 90-100
- Muskelschmerzen (Hals, Nacken, Rücken)
- Intercostalneuralgie mehr linksseitig
- immer wieder Blockaden der HWS (Atlas), BWS und Beckenschiefstand
- Tinnitus
- Attacken (extremer Druck Oberbauch, weiß wie die Wand, höherer Ruhepuls, zittern, Polyurie usw. Dauer ca. 2-3 Stunden)
- Hypoglykämie
- Schmerzen nach jeder körperlichen Anstrengung über mehrere Tage
- Einschlafstörungen (Atemaussetzer, aufschrecken mit Missempfindungen und Herzstolpern)
- kein erholsamer Schlaf mehr möglich (An guten Tagen fühle ich mich morgens wie ein 80 Jähriger!)
- heftige Kopfschmerzen
- Extreme Stimmungsschwankungen
- absolut keine Stressverträglichkeit

Diagnosen bisher:
- Laktoseintoleranz (Fehldiagnose, liegt wohl an der DDF)
- Dünndarmfehlbesiedlung
- Herzrhythmusstörungen/hoher Ruhepuls
- Magenschleimhautentzündung/Hiatushernie
- Ständig Intercostalneuralgie
- Immer wieder Blockaden HWS (Atlas)/BWS und Beckenschiefstand
- Allergien: Gräser-, Roggen-, Birken-, Haselnusspollenallergie, Weizenmehl, Roggenmehl, Sellerie usw.
- Mangel an diversen Vitaminen

Murmeline
Moderatorenteam
Beiträge: 15003
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 23.10.16, 18:23

Hallo Jojo,

von Seiten des Teams ist im System kein Ausblenden des Beitrags hinterlegt. Jeder kann seinen Beitrag eine gewisse Zeit nach der Erstellung auch selbst löschen.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Oliver
Gründer
Beiträge: 9259
Registriert: Freitag, 10.10.03, 23:58

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Oliver » Sonntag, 23.10.16, 18:24

Hallo,
jojo71 hat geschrieben:Hallo,
wo ist denn der Beitrag von Kevin05 auf einmal hin?!? :o
den hat Kevin selber ohne Angabe von Gründen gelöscht (ich kann das als Admin bei uns im Protokoll der Forensoftware genau nachvollziehen, wer was gemacht hat). Eigene Beiträge können hier von allen Teilnehmern, innerhalb einer bestimmten Zeitspanne editiert oder gelöscht werden.

Alles Gute
Oliver
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Mauersegler
Beiträge: 81
Registriert: Samstag, 17.09.16, 23:42

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Mauersegler » Sonntag, 23.10.16, 23:38

Hallo,

mir hat das Forum sehr geholfen. Bei mir ging es darum, ob ich nach Absetzen eines ADs ein anderes wieder nehme. Ich habe Unterstützung dabei gefunden, den Unsicherheiten zum Trotz, den bereits gewählten Weg fortzusetzen (=ohne AD).

Ich denke, es ist eine unglaubliche Hilfe - auch um sich im Zweifelsfall gegen den Arzt zu entscheiden. (Den man i. d.R. nicht umsonst, sd. aus Not aufsucht. Äh, oder doch umsonst ;-))

Ärzte gehen oft viel zu brachial im Absetztempo und auch mit den Folgeerscheinungen um. Das Forum ist hier, wie es geführt wird, Gold wert und einige Menschen kümmern sich uneigennützig um andere :-) Herzlichen Dank! :-)

Nun zu den NEMs: Ich habe es nur überflogen. Denn meine erste Reaktion war, dass ich das selbst nachlesen müsste. (Kann ja jeder alles erzählen :-)) Ich persönlich tue mich schwer damit, sie als Lösung zu sehen. Menschen sind komplex. Grundsätzlich hatte ich auch den Gedanken, dass in der Zeit der NEM-Selbstbehandlung evtl der Entzug abgeklungen ist ;-) (Hier die Worte einer Ungläubigen.)

Es könnte bedenklich werden, wenn die NEMs jemandem der akut in Not ist, als Heilmittel propagiert werden. In der Situation nämlich ist man zur rationalen Prüfung nicht in der Lage.

Ich persönlich denke, das Gehirn reguliert sich mit der Zeit wieder selbst. Übers langsame Absetzen (Stichwort Kügelchen) geschieht dies wesentlich schonender.

Liebe Grüße (insb. ans Team)
Mauersegler
zu den Medikamenten:
seit c. 2009 Cipralex (Dosierung ?)
2012 in Tagesklinik auf 150mg Venlaflaxin umgestellt
zwischenzeitlich 2-3 gescheiterte Absetzversuche
ab 09/15 schrittweises Absetzen
seit 04/16 ohne AD
15.08.16 bis 13.09.16 Johanniskraut (leif 900mg) - hatte plötzlich sehr starke, lange Panikanfälle, innere Unruhe, eigene, negative Gedanken waren mir übermäßig bewusst und ich stand an einem Morgen beim Aufwachen vor Angst senkrecht im Bett- Johanniskraut erstmal abgesetzt
15.09.16: Termin beim Psychiater - Eindosieren von Sertralin mit 25mg/Tag für zwei Tage, seitdem kein AD mehr :-)

henning
Beiträge: 88
Registriert: Montag, 03.10.16, 10:37

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von henning » Montag, 04.09.17, 6:49

Guten Morgen Leute,
tut mir leid für mein Verschwinden, allerdings gabs privat sehr viel Stress. Das zum gesundheitlichen Stress noch oben drauf :/

Es kommt leider nochmal einiges auf mich zu, aber ich hoffe, das wird nicht ganz so schlimm wie das letzte Jahr.

Ich bekomme hier ein paar private Nachrichten, kann euch leider aber nicht über dieses Forum antworten, da die PN Funktion deaktiviert wurde.
Schreibt mir doch einfach eure e-Mail per PN und ich antworte euch einfach per Mail.


Ich hatte letztes Jahr noch vor den Mods etwas zu schreiben, das mach ich hier einfach mal ganz kurz:

Was will ich in diesem Forum?

Ich war schon auf sehr vielen Gesundheitsforen unterwegs und überall geht es den Leuten schlecht und werden von Gesundheitssystem weltweit einfach fallen gelassen.
Besonders auffallend ist dieses Forum hier durch folgende Merkmale:
1.) Eine Gruppe von Menschen mit Psychopharmakakonsum
2.) Ein überreagieren auf einfach komplett alles, was den Stoffwechsel aus seinen gewohnten Bahnen bringt: Nahrungsergänzungsmittel, Nahrungsmittel, Medikamente, psychischer Stress etc.
3.) Eine übereinstimmende Symptomliste der Nutzer dieses Forums


Mein Ziel:
1.Herauszufinden (so weit und so gut es geht), was diese "Blockade" im Stoffwechsel auslöst (klar Psychopharmaka stehen stark in Verdacht, aber was genau, haben diese Medikamente denn geschädigt? Ist es eine Leberphase die den Geist aufgegeben hat? Ist es die HPA?Sind es die Neurotransmitter?Ist es das Immunsystem?Ist es der Zellstoffwechsel (mein persönlicher Verdacht))
2. Wie kann man diese Blockade zusätzlich zur Kügelchenmethode wieder in gang bringen? Insbesondere um den Entzug angenehmer zu gestalten und die Heilung zu unterstützen


Wie geht man am besten vor?
-Blutwerte und Symptome vergleichen
-> aus den resultierenden Blutwerten und Symptomen NEM oder pflanzliche Extrakte ausprobieren.

Es ist sicherlich unwahrscheinlich eine einheitliche Lösung für alle zu finden. Individuell wird immer jemand etwas optimieren müssen. Ein gemeinsamer Nenner mit ein paar Basisgrundlagen wird sich evtl. dennoch finden.

Ich bin auch sehr selten im Forum symptome.ch unterwegs. In diesem Forum beschäftigen sich viele mit dem körperlichen Stoffwechsel in Bezug auf Krankheiten.

Es wäre eine schöne Sache, wenn das auch hier möglich wäre.Der Stoffwechsel Psychopharmakageschädigter scheint mir doch sehr einzigartig zu sein.

Mein Name bei symptome.ch ist "Notthisguy" , aber ich kann auch dort keine PN schreiben, da ich dort noch keine 30 Beiträge zusammen habe.
Am ehesten bin ich auf www.forums.phoenixrising.me anzutreffen unter dem selben Namen. Allerdings ist das Board nur für CFS erkrankte und auf englisch.

Ich wünsche euch allen noch tapferes Absetzen ;)

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18661
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Hi, mein Name ist Henning

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.09.17, 13:04

Hallo henning, :)

danke, dass du dich noch mal gemeldet hast.

Wir haben uns im Team beraten und möchten dir die Möglichkeit geben, dass du ggf. per PN Kontakt zu denjenigen aufnimmst, die Anfragen an dich haben, sodass ihr die Chance habt "zusammenzukommen".
Alternativ kannst du auch eine (neutrale) EMail-Adresse posten, unter der dich Interessierte / Fragende erreichen können.

Das ADFD möchte dir aber künftig nicht mehr als Plattform für deinen Vitalstoffansatz zur Verfügung stehen. Diese Substanzen sind vermutlich sehr wichtig, das streiten wir hier gar nicht ab, aber im Entzug werden sie oft nicht vertragen und keiner von uns hat Kraft, da immer hinterher zu schreiben und aufzuklären, dass diese Symptomtrigger darstellen können.
Andere kritische Aspekte dieser Diskussion wurden früher auch bereits angeschnitten.

Bitte suche dir einen anderen Internet-Treffpunkt, organisiert euch z.B. in einem whatsapp-Chat oder eröffne deine eigene website / dein eigenes Forum oder verabredet euch für Meetings in Chatrooms usw.
Dank des Internets ist Vernetzung einfach geworden und wo ein Wille ist, wird sich auch ein Weg finden.

Alles Gute für dich und auch diejenigen, die den Vitalstoffansatz ausprobieren möchten

Das Team des ADFD
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

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