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Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

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Thalion
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Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Thalion » Samstag, 19.11.16, 1:38

Hi,

ich bin da wohl in eine Zolpidem Abhängigkeit gerutscht.

Ca 15-20 mg pro Tag, dies über 2 Monate. Davor hin und wieder vereinzelt Zopiclon/Zolpidem.

Vereinzelt habe ich es genommen um mir die Schichtumstellung meines 4 Schicht Rythmus zu erleichtern.

Auf Dauerkonsum bin ich umgestiegen wegen Burn Out.

Ich beobachte seid einigen Tagen das mein Blutdruck hoch geht wenn ich die Tablette einige Stunden nicht genommen habe und wieder runter geht wenn ich sie dann nehme. Ich rede hier von Schwankungen bis 170/110 zu 120/80. Die 170/110 lassen sich nicht von den Betablockern die ich nehme beeindrucken, hat das jemand schon an sich beobachtet?

Thalion

Jamie
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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Jamie » Samstag, 19.11.16, 8:49

Hallo Thalion,

willkommen im Forum :).

Ich habe deinen Beitrag in unsere Vorstellungsrubrik verschoben, da du hier mit mehr Reaktionen rechnen kannst.

Ich würde es ähnlich sehen wie du - mir scheint du bist in einem Entzugszustand (vermutlich auch bereits Toleranz) und wenn dein Körper in den Entzug kommt (zB wenn du eine Tablette nicht nimmst / verspätet nimmst), dann löst der Entzug Bluthochdruck aus.
Du schreibst, du nimmst bereits Betablocker. Weswegen? Bluthochdruckbehandlung?
Wenn der Blutdruck bei dir eh schon nicht in Ordnung ist, dann ist das dann eben die "Schwachstelle" in deinem Körper, die auf den Entzug reagiert.

Die Frage ist - was möchtest du tun?
Wir können dich, wenn du möchtest, bei der Planung und Durchführung eines Entzugs unterstützen.
Was macht denn deine Arbeit? Und der Schlaf?
Vierschicht klingt grauenvoll :( Unmenschlich, so ein Schichtbetrieb. :oops:

Nimmst du noch andere Medikamente außer Benzos und Betablocker? Hast du weitere Entzugssymptome außer Hypertonie?

Annanas entzieht kein Benzo, sondern ein AD und leidet unter phasenweise schlimmen Blutdruckkrisen. Sie kann auch ein Lied davon singen.
Vielleicht meldet sie sich kurz bei dir (?)

Grüße
Jamie
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Thalion
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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Thalion » Samstag, 19.11.16, 12:32

Die Beta Blocker wurden mir gegen Panik Attacken / Herzrasen verschrieben, liegt leider wohl in der Familie. Nebenwirkungen haben sie nicht, den Blutdruck haben sie allerdings nie groß beeinflusst bei mir auch nicht in diesem Fall. Ich nehme jetzt zusätzlich ACE Hemmer.

Was weitere Symtome an geht fühle ich mich seit einiger Zeit auch nicht richtig ausgeschlafen mehr, steh irgendwie neben mir. Schlafen tu ich mit den Zolpidem vielleicht 4h und belasse es dabei um die Dosis nicht zu steigern.

Tja mein vegatives Nervensystem ist der letzte Dreck. Ich leide seid meiner Kindheit an Depris, ADHS und Essstörungen und bin auch Hypochonder. Einiges in meinem Leben habe ich allerdings doch geschaft, zum Beispiel nach 25 Jahren das Rauchen mit bis zu 40 Zigaretten täglich auf zu hören (Mit Champix).

Ich bin übrigens männlich und 40.

Tja Schicht ist Mist wem sagt Du das, dafür ist die Entlohnung natürlich extrem gut. Da sind jetzt noch einige Dinge zusammen gekommen das es so ausartete. Ich komme immer weniger mit den Mitarbeitern und meinen Kollegen klar, es werden immer mehr Mitarbeiter abgebaut und mit Zusatzaufgaben belegt, alles wird bürokratischer und man hat Angst einfach auf der Strecke zu bleiben. Ich arbeite im Qualitätsmanagment und lande oft zwischen 2 Stühlen, muss es zig Leuten Recht machen. Zusätzlich habe ich seid 1 1/2 Jahren einige gesundheitliche Probleme aufgeschoben / in mich rein gefressen / in der Zeit bin ich dann auch noch Vater geworden und Peng irgendwann war die Angst im Kopf etwas schlimmes zu haben und habe mich erstmal von oben bis unten durch checken lassen wobei bis auf B12 Mangel und erhöhte Leberwerte auf Grund einer Fettleber nix raus kam.

Ich habe mit einem jungen Kollegen gesprochen, er würde mit mir das Team tauschen dann hätte ich zumindest keine Nachtschicht mehr und einen wöchentlichen Rythmus. Momentan ist der ziemlich chaotisch. Als Beispiel 2Früh/4Nacht/3Frei/4Spät/2Nacht, ist immer ein Horror wenn man Termine irgendwo machen will - fast immer hat man dann die falsche Schicht. Ich glaube da macht es noch keinen Sinn ans Absetzen zu denken wenn die Rahmenumstände so sind?

Micha

Jamie
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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Jamie » Sonntag, 20.11.16, 10:28

Hallo Thalion, :)

ich verstehe gut, was du schilderst.
Deine Geschichte erinnert mich in Auszügen an meine Biographie.
Ich habe, um an der Uni und im Beruf funktionieren zu können, Schlaftabletten nehmen müssen. Ich war schwer schlafgestört aufgrund von einem Trauma im Jahr 2001, wo ich im Schlaf fast gestorben bin und konnte / kann seitdem nicht mehr schlafen.
Damit mir mein Leben nicht wegbricht (dabei war es schon weggebrochen und löste sich auf, ich wollte es nur nicht wahrhaben) nahm ich Tabletten, um zu funktionieren.

Aber ich funktionierte nicht richtig. Die ersten Wochen schlief ich gut, aber schnell ließ die Wirkung des Zolpidems nach und ich musste steigern (ich war in der Toleranz), dann gab es den Wechsel auf Zopiclon (eine Nacht Zolpidem, eine Nacht Zopiclon im Wechsel usw.) und am Ende kam noch Alprazolam dazu. Zum Schluss schlief ich auch mit Schlaftabletten nur noch 3-4 Stunden (und lag nach der Einnahme dennoch 1-2 Stunden wach), völlig fragmentiert und oberflächlich und ohne Tiefschlaf und war alle paar Wochen mit einem neuen Infekt krank, weil mein Körper so geschwächt war von der Schlaflosigkeit und den Tabletten. Das Spiel ging 8 Jahre.

Warum ich dir das erzähle. Ich musste meine Lebensumstände ändern. Ich musste, weil es mich sonst umgebracht hätte.
Passend dazu kam die Kündigung, weil ich so oft krank war. Ich war am Boden. Ich hatte mich jahrelang so erbärmlich gequält um irgendwie für diese undankbare Gesellschaft zu funktionieren (und mir meinen Rest von Selbstwürde zu erhalten, wie ich dachte) und nun das.
Gut. Ich bin ein Kämpfer. Ich dachte mir - wenn du jetzt nicht radikal was änderst, wird dich das ins Verderben stürzen.
Also ging ich in die Langzeitkrankschreibung, machte einen Entzug und bin seit Frühling 2014 benzofrei. Ich habe allerdings nicht zu einem normalen Schlaf zurückgefunden und bin seitdem auch voll EM-berentet. Ich kann in diesem Zustand nicht arbeiten, es geht einfach nicht. Ich musste lernen zu akzeptieren, dass man mit 3-4 Stunden Schlaf, manchmal auch nur 1-2 Stunden in schlimmen Nächten, einfach nicht arbeits- und gesellschaftstauglich ist. Ich bin krank. Das alleine gilt es erst mal anzunehmen; und dabei war ich immer ein so cleveres Kerlchen; aktiv, gesellschaftlich engagiert etc.

Jetzt habe ich mir mit viel Mühe mein kleines, bescheidenes Leben neu sortiert. Es ist nicht ganz einfach, weil ich finanziell prekär leben muss, aber ich bin innerlich frei. Und ich habe meine Selbstwürde zurück - weil ich begriffen habe, dass die Selbstwürde damit verknüpft ist nicht das zu tun, was andere wollen oder erwaten, sondern das, was ich in meinem - sehr reduzierten - Zustand zu leisten imstande bin, will und kann - und dass ich ein guter, liebenswerter Mensch bin, auch wenn ich leider nicht viel zum Bruttosozialprodukt beitragen kann. Jeder Mensch hat diese unantastbare Würde, egal ob einfacher Arbeiter oder Professor. Das vergessen wir nur immer.

So, diese ganze Geschichte - wofür erzählt? :)
Um dich zu bestärken, falls es möglich ist, ein Arbeitsmodell zu finden, das nicht so belastend für deine Gesundheit ist.
Dieser grausame Schichtbetrieb zwingt dich unnatürlich und ohne System zu schlafen - und das können Punkt A die wenigsten und Punkt B ist es total ungesund. Und wenn du weiter in diesem belastenden Umfeld bist, dann wirst du auch nicht von dem Zolpidem loskommen, denn da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Deine Gesundheit wird so auf lange Sicht schwer beeinträchtigt.
Bitte überlege, ob der Wechsel mit dem jungen Kollegen eine Option ist, auch wenn es finanz. Einbußen bedeutet.
Aber das ist nichts im Vergleich zu einer kaputten Gesundheit :oops:.

Manchmal muss man im Außen etwas ändern, um Erleichterung auf anderen Lebensgebieten zu bekommen.

Viele Grüße
Jamie
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Thalion
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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Thalion » Sonntag, 20.11.16, 13:50

Jamie hat geschrieben:Hallo Thalion, :)
So, diese ganze Geschichte - wofür erzählt? :)
Um dich zu bestärken, falls es möglich ist, ein Arbeitsmodell zu finden, das nicht so belastend für deine Gesundheit ist.
Dieser grausame Schichtbetrieb zwingt dich unnatürlich und ohne System zu schlafen - und das können Punkt A die wenigsten und Punkt B ist es total ungesund. Und wenn du weiter in diesem belastenden Umfeld bist, dann wirst du auch nicht von dem Zolpidem loskommen, denn da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Deine Gesundheit wird so auf lange Sicht schwer beeinträchtigt.
Bitte überlege, ob der Wechsel mit dem jungen Kollegen eine Option ist, auch wenn es finanz. Einbußen bedeutet.
Aber das ist nichts im Vergleich zu einer kaputten Gesundheit :oops:.

Manchmal muss man im Außen etwas ändern, um Erleichterung auf anderen Lebensgebieten zu bekommen.

Viele Grüße
Jamie
Auf jeden Fall will ich zumindest für 6 Monate in die Wechselschicht, mir ist ja schon klar wohin das führt.

Ja ich schlafe auch nur ca 4 Stunden und fühle mich mental nur auf 50% und hab Hitzewallungen...

Teilweise habe ich die Schlafmittel auch gegen Schmerzen genommen weil ich nicht schlafen konnte wenn
mir das Bein, der Arm, der Rücken weh tut und Ibo600 auch nicht helfen.

Dazu mal ne Frage: Ist euch aufgefallen das Mittel wie Zolpidem Schmerzen lindern oder ist das ein Hinweis
darauf das die Schmerzen eher psychomatisch waren dann ?

Micha

Lisamarie
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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 20.11.16, 19:15

Hallo Micha, Benzos und Benzoartige entspannen den Körper, so kann es sein das dadurch die Schmerzen besser werden. Ist nur keine Dauerlösung, warum hast du Schmerzen ? Ist das mal abgeklärt worden ?
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Thalion
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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Thalion » Montag, 21.11.16, 9:51

Lisamarie hat geschrieben:Hallo Micha, Benzos und Benzoartige entspannen den Körper, so kann es sein das dadurch die Schmerzen besser werden. Ist nur keine Dauerlösung, warum hast du Schmerzen ? Ist das mal abgeklärt worden ?
Lg Petra
So 100%ig weis ich das nicht.

Wegen der Arm und Rückenschmerzen war ich beim Orthopäden, Neurologen und Internisten.

Ich wiege 95kg bei 176cm.

Dort wurden mir Wirbel rein gedrückt, Thorax und Arm geröngt, Nervenleitung gemessen und eine Magenspiegelung verpasst. So richtig raus gekommen ist dabei leider nichts.

Bei Blutentnahmen wurde eine Vitamin-B12-Mangelanämie festgestellt, die muss schon seid 20 Jahren bestehen da ich eine Essstörung habe und ich spritze mir jetzt B12 in den Unterbauch. Habe durch das lange rauchen eine leichte COPD.

Micha

Jamie
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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Jamie » Montag, 21.11.16, 10:30

Hallo Thalion,

beschreibe doch mal deine Schmerzen genauer. Wo genau sitzen die? Wie fühlt es sich an? Sind die immer da?
Ein paar Sachen wurden ja bereits abgeklärt, aber da könnte es noch mehr geben. Ich habe gerade den Eindruck du hast ein Problem mit der Wirbelsäule.

Gut, dass du den B12 Mangel bekämpfst. Dieser Mangel kann schwere gesundheitliche Störungen verursachen; es ist wichtig zu substituieren.

Viele Grüße, gute Woche :)
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Thalion
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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Thalion » Montag, 21.11.16, 22:50

Jamie hat geschrieben:Hallo Thalion,

beschreibe doch mal deine Schmerzen genauer. Wo genau sitzen die? Wie fühlt es sich an? Sind die immer da?
Ein paar Sachen wurden ja bereits abgeklärt, aber da könnte es noch mehr geben. Ich habe gerade den Eindruck du hast ein Problem mit der Wirbelsäule.

Gut, dass du den B12 Mangel bekämpfst. Dieser Mangel kann schwere gesundheitliche Störungen verursachen; es ist wichtig zu substituieren.

Viele Grüße, gute Woche :)
Jamie
Hmm schwer zu beschreiben.

Rückenschmerzen etwa auf Höhe des Herzens, etwa im Bereich zwischen den Schultern, werden schlimmer wenn ich stehe, verschwinden wenn ich liege.

Schmerzen linkes Bein bis in den großen Zeh, eher Innenseite, fühlt sich an als wenn man im Eiswasser steht. Ich habe das Gefühl das ich ähnliches wesentlich weniger ausgeprägt auch im rechten Bein habe. Verschlimmert sich auch durch langes stehen.

Schmerzen linker Oberarm (ich bin Rechtshänder) als wenn ein Stahlband drum wäre. Das kann ich mir überhaupt nicht erklären. Das mit dem Arm habe ich bestimmt seid 3 Monaten.

Micha

Shonah
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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Shonah » Dienstag, 22.11.16, 6:55

Hallo Micha,

Ich setze Venlafaxin ab und ich habe auch diese grässlichen Rückenschmerzen zwischen den Schulterblättern und linke Rippen. Wie Krämpfe, als ob mir hinten einer auf dem Buckel sitzt und an der WS zieht. Leider strahlt das ganze auch öfter in die Herzgegend aus, was mir sehr Angst macht.

Auch ich war beim Internisten und da war alles io. Jetzt war ich beim Orthopäden und der hat mir zwei Blockaden gelöst und nun bekomme ich manuelle Therapie.

Bis jetzt hat das alles nix genutzt.

Könnte die Wände hoch gehen.

LG Shonah
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

2009 : 150mg V.
75mg V.
2010 : 37,5 mg V.
11/2010: abgesetzt

12/2010 : 37,5mg V.
2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
2015 : 18,25mg V. unret.
01.11.15 9mg V. unret.
12.11.15 : abgesetzt
17.11.15 18.25 mg V. unret.
29.12.15 : 9mg V. unret.
9mg V. unret.
12.01.16 : 9 mg V. unret. früh
7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
3mg V. unret. Abend
11.03.16 : 9 mg V. (u) früh
2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.
20.6.18 2,2mg V.u.
20.7.18 1,9 mg V.u.
5.9.18 1,7mg V.u.
14.10.18 1,7mg V. ret.

Psychiatrie, nix geht mehr

10.11.18 37,5 mg ret

Aktuelle Medikation:
Morgens: Venlafaxin ret. 37,5
Metoprolol ret. 25mg
Abends: Metoprolol ret. 25mg

Jamie
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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 22.11.16, 10:41

Hallo Thalion,

also das sind ja wirklich viele Baustellen :(.

Und die Empfindungsstörungen / Schmerzen sind sehr unterschiedlich lokalisiert.
Ich finde, man sollte die Wirbelsäule in kompletter Länge untersuchen; sprich ein MRT von der ganzen Wirbelsäule machen, um zu schauen, ob einzelne Wirbel oder Bandscheiben auf Nerven / Rückenmark drücken.
Mit einem Röntgenbild kommt man da kaum weiter; das kann die Bandscheiben nicht richtig erfassen.
Ein MRT hat im Gegensatz zum CT auch keine Strahlenbelastung, sondern arbeitet mit Magnetwellen.

Ich halte es für nicht ganz unwahrscheinlich, dass da auch starke Verspannungen und Verkrampfungen / Blockaden sind; dein stressiger Arbeitsrhythmus wird im Körper seine Spuren hinterlassen.
Dennoch sollte da irgendwann eine Differentialdiagnose gemacht werden - um eben andere Erkrankungen auszuschließen.

Das Benzo, das du aktuell nimmst, wirkt auch muskelentspannend - es kann Schmerzen theoretisch etwas lindern, aber gleichzeitig diese verstärken, denn wenn der Körper dann in den Entzug kommt, verspannt sich wieder alles und die ganze Muskelarbeit kommt in Dysbalance.

Grüße
Jamie
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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Thalion » Dienstag, 22.11.16, 11:39

Wer veranlasst sowas? Orthophäde oder Neurologe?

Micha

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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 22.11.16, 13:15

Hallo Thalion,

das kann auch der Hausarzt veranlassen, wenn er kulant ist. Ansonsten der Orthopäde.
Das gibt dann eine Überweisung in eine radiologische Praxis, allerdings darf man sich da auf ziemlich lange Wartezeiten einstellen, da diese Praxen auf Monate ausgebucht sind.

Viele Grüße
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Re: Blutdruckanstieg bei Zolpidementzug?

Beitrag von Thalion » Dienstag, 22.11.16, 15:03

Hmm dann werd ich den Orthopäde noch einmal anhauen, zur Not bezahl ich das Privat. Von meinem Hausarzt erwarte ich eigentlich nichts bzw. der Zug ist abgefahren, der wollte ich vor Wochen in die Neurologie einweisen deswegen aber ich hatte Schiss ins Krankenhaus zu kommen und hab diverse Ärzte nach einander durchgeklapptert was diesbezüglich nicht sehr ergiebig war bis jetzt.

Micha

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