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Ich und das Escitalopram

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badsidejoe
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Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Hallo liebe Community,

ich bin 24 Jahre alt und nehme nun seit fast genau 1,5 Jahren Escitalopram wegen einer Angststörung, gepaart mit Depressionen. Etwas weniger als ein Jahr 10mg und mittlerweile 5mg.

Zu meinem riesen Problem: Ich bin 1,76 groß(oder klein), männlich und habe während dieser 1,5 Jahre von 72 auf 105 Kilo zugenommen. Das sind 28 Kilo zu viel. Davor hatte ich lange Zeit Valdoxan genommen. Das wirkte zwar auch nicht, aber ich nahm wenigstens nicht zu; ganz im Gegenteil, da nahm ich eher ab, weil ich sehr intensiv Sport trieb um psychisch halbwegs über Wasser zu bleiben.

Mittlerweile kann ich nicht mal mehr Laufen gehen, da ich (vermutlich Gewichtsbedingt) starke Kreuzbein Beschwerden habe. Habe auch schon einige Physiotherapie Sitzungen hinter mir, wird aber irgenwie nicht besser. Um das ganze noch zu krönen stellte der Lungenarzt letzte Woche die Diagnose Asthma, welches ich wohl neuerdings meiner Hausstaub- und Pollenallergie zu verdanken habe.

Zur eigentlichen Frage:
Wie bekomm ich meine Kilos runter? Sport ist mir mittlerweile fast nicht mehr möglich. Gehe ich joggen, dann verkrampft mein Rücken; fahre ich Rad(so dass es was bringen würde), spinnt meine Lunge. Ich hab überlegt die AD's jetzt deshalb entgültig abzusetzten, da ich mir eigentlich zu 100% sicher bin, das die Gewichtszunahme damit zusammen hängt, habe aber auch riesen Respekt davor, weil ich keinesfalls rückfällig werden möchte.

Und die Frage der Fragen: Nehme ich überhaupt wieder ab wenn ich die Medikamente absetze? Meinungen auf die ich bis jetzt gestoßen sind waren allesamt eher gespalten.

Danke fürs Lesen und liebe Grüße
Joe
Zuletzt geändert von Annanas am 15.12.2016 08:05, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze eingefügt
Escitalopram:

Seit Juni 2015 10 mg: Gewichtszunahme, Gelenkschmerzen und Asthma, psychisch stabil
Juni - August 2016 Wochenweise -1mg auf 5mg:
problemlos, obige Symptome bestehen, psychisch aber stabil
20.12.2016 4,2 mg problemlos
18.01.2017 3,5 mg problemlos
09.02.2017 2,8 mg depressiv und Schlafprobleme
22.02.2017 3,2 mg Symptome bessern sich
April 2017 2,8 mg problemlos
29.06.2017 2,4 mg problemlos
31.07.2017 1,8 mg
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Annanas »

Hallo badsidejoe :) , herzlich willkommen im ADFD!
badsidejoe hat geschrieben:Zu meinem riesen Problem: Ich bin 1,76 groß(oder klein), männlich und habe während dieser 1,5 Jahre von 72 auf 105 Kilo zugenommen.
Bei den meisten Menschen haben Psychopharmaka diese Nebenwirkung, einfach weil die Einnahme einen gravierenden
Eingriff in das Zentrale Nervensystem und damit auch in den Stoffwechsel bedeutet.

Es ist ganz schwer, um nicht zu sagen, fast unmöglich, diese zusätzlichen Kilos zu verlieren, so lange man
diese Medikamente noch einnimmt (leider auch eigene Erfahrung).
badsidejoe hat geschrieben:nehme nun seit fast genau 1,5 Jahren Escitalopram wegen einer Angststörung, gepaart mit Depressionen. Etwas weniger als ein Jahr 10mg und mittlerweile 5mg.
Wie hast du abgesetzt (in welchen Schritten) u. seit wann bist du auf 5 mg??
Kannst du bitte dazu eine Signatur anlegen (rechts oben auf deinen Nickname, persönl Bereich, Profil, Signatur ändern) u.
dort die Medikamenteneinnahme (bitte auch andere Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel aufführen, die du ggf nehmen mußt)in mg u. das Absetzen dokumentieren?! Dankeschön!
Damit haben wir alle einen Überblick u können deine Situation besser einschätzen u. dir raten!
badsidejoe hat geschrieben:Mittlerweile kann ich nicht mal mehr Laufen gehen, da ich (vermutlich Gewichtsbedingt) starke Kreuzbein Beschwerden habe. Habe auch schon einige Physiotherapie Sitzungen hinter mir, wird aber irgenwie nicht besser. Um das ganze noch zu krönen stellte der Lungenarzt letzte Woche die Diagnose Asthma, welches ich wohl neuerdings meiner Hausstaub- und Pollenallergie zu verdanken habe.
Auch deswegen meine Frage, wann u. wie du auf 5 mg abgesetzt hast - es könnte sein, daß du außer unter den Gewichtsproblemen
unter Absetzsymptomen leidest.
Typisch sind gerade auch Rücken-/bzw Kreuzbeinschmerzen.
Viele unserer Mitglieder leiden auch unter verschiedenen Intoleranzen u. Allergien, die bei der Einnahme von Psychopharmaka bzw
beim Absetzen erstmals aufgetreten, also medikamenteninduziert, sind.

Wenn man schon vorher unter Allergien gelitten hat, können die Symptome sich bis zum Asthma verstärken :( !
badsidejoe hat geschrieben: Ich hab überlegt die AD's jetzt deshalb entgültig abzusetzten, da ich mir eigentlich zu 100% sicher bin, das die Gewichtszunahme damit zusammen hängt, habe aber auch riesen Respekt davor, weil ich keinesfalls rückfällig werden möchte.
Ich denke, das wäre der richtige Weg - nicht nur wegen der Gewichtszunahme, sondern wegen der Gesundheit insgesamt.
Psychopharmaka deckeln auch nur Symptome, heilen aber nie u. haben wirklich ein gesundheitsschädigendes Potential.

Kennst du denn mittlerweile die Auslöser für deine Angststörung?
Hast du evtl eine Psychotherapie durchgeführt, um diese aufzudecken bzw Strategien für den Umgang mit den Ängsten zu
entwickeln?

Das wäre in meinen Augen noch ein wichtiger Punkt, denn wie schon geschrieben, diese Medikamente deckeln nur die Symptome,
beseitigen aber nicht die Ursache.

Wenn du daran arbeitest und dazu schonend/langsam/kleinschrittig das Escitalopram ausschleichst, ist die Gefahr eines
Rückfalls gering.

Wir setzen hier alle 4 - 6 Wochen 5 - 10% der Dosis ab, damit werden Absetzsymptome moderat gehalten und man bleibt
meistens einigermaßen alltagskompatibel.

Hier ist etwas Lesestoff zu diesen Themen:
10 Mythen über Psychopharmaka von Prof Gotzsche
Prof Gotzsche warum AD mehr schaden als nutzen
häufig gestellte Fragen (FAQ) Absetzthematik
badsidejoe hat geschrieben:Und die Frage der Fragen: Nehme ich überhaupt wieder ab wenn ich die Medikamente absetze? Meinungen auf die ich bis jetzt gestoßen sind waren allesamt eher gespalten.
Die Erfahrungen hier, geben wieder, daß sich nach dem Absetzen der Stoffwechsel wieder einpendelt (Zeitdauer von
Mensch zu Mensch unterschiedlich) u. man mit gesunder Ernährung u. Bewegung diese Kilos wieder verliert.

Vllt kennst du auch Paläo/Paleo? Das ist keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung - ich hatte damit gute
Erfahrungen gemacht.
Leider hindern mich z.Zt. meine Absetzsymptome bzw eine Histaminintoleranz, die ich mir durch die Einnahme/das
Absetzen von Venlafaxin zugezogen habe, an der Umsetzung - deshalb habe ich momentan damit ausgesetzt.

Lieber Joe, das fürs Erste von mir - das hier ist jetzt dein Thread u. hier kannst du alle Fragen und Anmerkungen loswerden.
Lies gerne auch im Forum quer u. tausche dich mit anderen Mitgliedern aus.

Liebe Grüße von Anna
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lunetta

Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von lunetta »

Hallo und willkommen Joe!

Ich kann dir zwar nichts zu deinem Medikament sagen, da ich andere Medis nehme, aber die Gewichtszunahme unter Psychopharmaka ist leider ein bekanntes Problem unter dem viele leiden.

Du hast ja schon die Hälfte abgesetzt, das ist auf der einen Seite ein toller Erfolg, auf der anderen Seite ein Riesensprung beim Absetzen, und kann starke Absetzsymptome machen. Nicht jeder hat die, aber die meisten.
Dazu zählen auch Muskel-, Gelenks- und Knochenschmerzen.

Deshalb empfehlen wir hier Reduktionsschritte von 5-10 % alle 4-6 Wochen. Damit das Absetzen schonend vor sich geht und Symptome in grenzen gehalten werden.

Es werdend ir hier sicher noch andere Mitglieder antworten, die dir zu deiner Problematik mehr sagen können.

Schön, dass du uns gefunden hast!

Alles Liebe und LG!
Jamie
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Jamie »

Moin badsidejoe,

willkommen im Forum :).

Annanas :) hat bereits alles Wichtige geschrieben, ich wollte nur noch ermutigen, dass Absetzen vielleicht das Richtige für dich ist.
Es geht nicht darum die Medikamente schnell loszuwerden, sondern nachhaltig.
In aller Regel halten sich dann auch Beschwerden in Grenzen und sofern du das Gefühl hast, eigentlich auch gar nicht mehr das Citalopram zu brauchen, weil du dich halbwegs stabil fühlst, dann spricht nichts dagegen diesen Versuch zu wagen.

Das Gewicht ist für viele im Forum hier ein Ärgernis. Und meistens geht es nur weiter hoch; egal wie sehr man sich bemüht.
Die Meisten berichten, dass es nach dem Absetzen endlich wieder geht abzunehmen. Natürlich muss man sich auch etwas sportlich betätigen und auf das Essen achten, aber wenigstens sind diesbezügliche Bemühungen dann auch von Erfolg gekrönt.

Die Gewichtszunahme ist etwas, das wir sehr kritisch sehen, denn letztlich begünstigen AD - neben einer anderen riesen Latte an Problemen - damit auch die Entwicklung eines metabolischen Syndroms, sprich Diabetes, Bluthochdruck, zu hohe Blutfettwerte, Arteriosklerose usw.
AD sind für eine Langzeiteinnahme schlichtweg unbrauchbar ud gefährlich, werden aber leider trotzdem oft lebenslang verordnet :evil: .

Grüße, melde dich bei Fragen.

PS. bei 5mg könnte ein erster Absetzschritt die Dosis von 4,5mg sein (10% weniger).
Man kann es gut auflösen: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7936

Jamie
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Erstmal vielen Dank für die Antwort!
Annanas hat geschrieben: Auch deswegen meine Frage, wann u. wie du auf 5 mg abgesetzt hast - es könnte sein, daß du außer unter den Gewichtsproblemen
unter Absetzsymptomen leidest.
Typisch sind gerade auch Rücken-/bzw Kreuzbeinschmerzen.
Viele unserer Mitglieder leiden auch unter verschiedenen Intoleranzen u. Allergien, die bei der Einnahme von Psychopharmaka bzw
beim Absetzen erstmals aufgetreten, also medikamenteninduziert, sind.

Wenn man schon vorher unter Allergien gelitten hat, können die Symptome sich bis zum Asthma verstärken :( !
Das hör ich zu ersten mal und es klingt echt gruslig. Kann man diese Effekte Rückgängig machen durch Absetzen? Bzw. heißt das, dass ich mit diesen Sachen jetzt durch die 1,5 jährige Einnahme von Escitalopram dauerhaft leben muss? :shock:
Annanas hat geschrieben: Kennst du denn mittlerweile die Auslöser für deine Angststörung?
Hast du evtl eine Psychotherapie durchgeführt, um diese aufzudecken bzw Strategien für den Umgang mit den Ängsten zu
entwickeln?
Ich habe tatsächlich eine Psychotherapie gemacht, bei einer sehr netten Dame. Die Ursachen meiner Angststörung sind aber etwas verzwickt. Ich rede nicht gerne drüber, aber das war auf einem Festival 2014 auf dem mir eine Extasy Tablette angedreht wurde, ich selbst habe dazu keine Erinnerungen mehr, da ich zu diesem Zeitpunkt schon etwas über den Durst getrunken hatte. Seitdem habe ich damit zu kämpfen. Auch in den Therapiesitzungen wurde fast nur Symptombekämpfung betrieben und somit der Sache nicht auf den Grund gegangen, falls es da überhaupt einen tieferen Grund gibt. Ich seh es mittlerweile einfach als Einschränkung.
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Auch an die anderen vielen Dank für die Antworten, nett so freundlich empfangen zu werden :). Ich habe auch weiterhin vor es langsam abzusetzen und in Tropfenform langsam auszuschleichen, da das für mich am einfachsten erscheint. Gerade wächst mir nur alles über den Kopf, weil ich mich langsam wie ein Rentner fühle, da ständig neue Sachen dazukommen, die mich echt fertig machen. Klingt als würde jetzt alles einen Sinn machen. Kreuzbein schmerzen, meine Allergie wird schlimmer, usw.. Ich hoffe ich kann das wenigstens etwas zurückbiegen.
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Annanas »

Guten Morgen, Joe :) ,
Vorab noch die Fragen: Wie geht es dir z.Zt.? Welche Symptome sind außer Kreuzbeinschmerzen u. Asthma
noch dazugekommen?
badsidejoe hat geschrieben:Das hör ich zu ersten mal und es klingt echt gruslig. Kann man diese Effekte Rückgängig machen durch Absetzen? Bzw. heißt das, dass ich mit diesen Sachen jetzt durch die 1,5 jährige Einnahme von Escitalopram dauerhaft leben muss?
Ich denke, da brauchst du keine Angst zu haben - diese Symptomatik ist im Allgemeinen reversibel und verschwindet
nach dem Absetzen der Medikamente.

Unser Gehirn ist GsD neuroplastisch und kann sich wieder so umformen, daß es ohne den Wirkstoff in
sein biologisches Gleichgewicht zurückkehrt.
Was passiert bei AD Einnahme u. im Entzug
Leider muß man dazu sagen, daß es einige Zeit dauern kann, evtl auch nach Null.
Dem kann man etwas entgegenwirken, wenn man wirklich schonend, dh. kleinschrittig mit längeren Stabilisierungsphasen
dazwischen, absetzt.
The rule of 3KIS: Halte es einfach, langsam und stabil.

Joe, du warst im Sommer mit dem Absetzen zu schnell unterwegs (ist kein Vorwurf), jede Woche um 1 mg zu reduzieren, ist
bei vielen Menschen zu viel.

Es kann natürlich auch sein, daß du das Escitalopram nicht mehr verträgst u. jetzt zusätzlich zu den Absetzsymptomen
mit den Nebenwirkungen zu kämpfen hast - gerade auch allergische Reaktionen sind da aufgelistet.
Ich komme jetzt darauf, weil du schreibst, daß jeden Tag neue Sachen dazukommen - deshalb auch oben
meine Fragen nach diesen Symptomen.
Das ist auch keineswegs selten - ich selbst habe auch diese Probleme mit Absetzsymptomatik und NW.

Leider kann man auch bei Unverträglichkeit (es sei denn, es besteht Gefahr für die Gesundheit in Form von
EKG-Veränderungen oder Leberwerterhöhung z.B. und ein Arzt legt einem deswegen ein schnelles Absetzen nahe)
nicht schneller absetzen, weil sonst die Entzugssymptome unerträglich werden u. im Endeffekt auch länger andauern können.
badsidejoe hat geschrieben: Ich habe auch weiterhin vor es langsam abzusetzen und in Tropfenform langsam auszuschleichen, da das für mich am einfachsten erscheint.
Ja, die Tropfen sind dafür gut geeignet.
Ich würde dir wirklich raten, nach der 5 - 10% Methode mit entsprechenden Stabilisierungsphasen von 4 -6 Wochen dazwischen,
abzusetzen. So bekommt das ZNS die Zeit, die es braucht, sich langam wieder umzubauen.
badsidejoe hat geschrieben:Die Ursachen meiner Angststörung sind aber etwas verzwickt. Ich rede nicht gerne drüber, aber das war auf einem Festival 2014 auf dem mir eine Extasy Tablette angedreht wurde, ich selbst habe dazu keine Erinnerungen mehr, da ich zu diesem Zeitpunkt schon etwas über den Durst getrunken hatte. Seitdem habe ich damit zu kämpfen.
Danke für das Vertrauen.
Dann war der Auslöser wohl diese Einnahme von psychotropen Substanzen in Verbindung mit Alkohol.
Durch diese Angsterfahrung gerät man oft in einen verhängnisvollen Kreislauf, in dem Sinne, daß man
anschließend mit Angst vor der Angst zu kämpfen hat.

In einer Verhaltenstherapie kann man aber gut Strategien entwickeln, um aufkommende Ängste schon
im Keim zu ersticken oder hindurchzugehen.

Lieber Joe, berichte bitte engmaschig von deinem Absetzen, wenn da etwas nicht rund laufen sollte, können wir ggf
neu überlegen.
Ich drücke dir die Daumen, daß alles so klappt und wenn du was auf dem Herzen hast - immer
schreiben!

Liebe Grüße von Anna
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Annanas hat geschrieben:Vorab noch die Fragen: Wie geht es dir z.Zt.? Welche Symptome sind außer Kreuzbeinschmerzen u. Asthma
noch dazugekommen?
da brauchst du keine Angst zu haben - diese Symptomatik ist im Allgemeinen reversibel und verschwindet
nach dem Absetzen
Dauerhafte Müdigkeit und Schlafapnoe(hängt ws zusammen).
Falls diese Sachen durch das zu schnelle Absetzten gekommen sind, sind diese dann ebenfalls reversibel, oder hab ich mir das dann dauerhaft dadurch verdorben?
Ich ging bis jetzt davon aus, dass das Absetzen in Ordnung war, da ich psychisch keine Beeinträchtigungen hatte und körperliche wenn dann sehr schleichend bekommen habe.
Danke erneut und LG
Joe
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo badsidejoe :),

also Schlafapnoe ist in der Regel kein Absetzsymptom, sondern eine eigenständige Krankheit.
Dass das verschwinden wird, glaube ich eher nicht. Aber vielleicht wird es besser (?)
Ich nehme auch an, dass die Müdigkeit mit dem schlechten Schlaf / der Apnoe zu tun hat; brauchst du denn eine Schlafmaske?

Viele Grüße
Jamie
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Das kann gut sein, dass das ein anderer Dampfer ist mit der Apnoe. Hatte davor auch schon vereinzelt Atemaussetzer in der Nacht. Eine Maske trage ich nicht , habe aber bereits einen Termin fürs Schlaflabor.

Das mit dem Verschwinden der Absetzsymptome war auch eher pauschal gemeint. Sind entstandene Phänomene welche durch zu schnelles Absetzen entstanden sind reversibel?

LG
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Annanas »

Hallo badsidejoe :) , guten Morgen,
badsidejoe hat geschrieben:Dauerhafte Müdigkeit und Schlafapnoe(hängt ws zusammen).
Wie Jamie :) schon schrieb, ist die Schlafapnoe eine eigenständige Krankheit.
badsidejoe hat geschrieben:habe aber bereits einen Termin fürs Schlaflabor.
Das wäre auch in meinen Augen wichtig, um diese Diagnose überhaupt stellen zu können.

Das Gefühl von Atemaussetzern und nächtlichem Aufschrecken dadurch, kann auch eine
NW bzw ein Absetzsymptom von PP sein.
badsidejoe hat geschrieben:Das mit dem Verschwinden der Absetzsymptome war auch eher pauschal gemeint. Sind entstandene Phänomene welche durch zu schnelles Absetzen entstanden sind reversibel?
Ja, sie sind reversibel - nur kann (muß nicht) sich bei einem zu schnellem Absetztempo bzw zu großen Schritten, der Zeitraum bis zum
Verschwinden der Symptomatik. verlängern.
Dh. daß man u.U. noch einige Zeit nach Null damit zu kämpfen hat.

Liebe Grüße von Anna
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Kurze Frage bevor ich morgen anfange mit dem Ausschleichen. Ich habe noch geöffnete escitalopram Tropfen von vor einem halben Jahr. Meint ihr ich kann diese noch benutzen? Was könnte schlimmsten Falls passieren?

LG
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo,

schau bitte einmal im Beipackzettel, was da zur Haltbarkeit steht.
Eine Reihe der Tropfen ist konserviert und kann verwendet werden bis zum Ablaufdatum, bei einer anderen Reihe von Tropfen steht sowas in der Art: "nach dem Anbruch nur xyz Wochen / Monate haltbar."

Was schlimmstenfalls passieren kann? Dass die Tropfen verkeimt sind. Was nicht gut wäre.
Manchmal kann sich ein Wirkstoff bei Überlagerung auch zersetzen, was auch schlecht ist.
Aber wie gesagt, schau bitte nach. Es kann gut sein, dass es ausreichend konserviert ist.

Grüße
Jamie
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

"8 Wochen nach Anbruch aufbrauchen"
Das heißt wohl zum Arzt und neue verschreiben lassen:/
Bzw. Bis dahin werde ich mal die Wasserlösmethode probieren die du oben gepostet hast. Hab mir gestern extra noch ne Diabetesspritze besorgt um die Tropfen besser zu dosieren, also sollte das dosieren hier auch kein Thema sein. Escitalopram Besitzt meines Wissens nach keinen besonderen Schutzfilm oder täusche ich mich da?

LG
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Sunnyrose »

Hallo Joe :)

Ich löse auch Escitalopram auf. Funktioniert tiptop.

Liebe Grüsse
Deria
Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.
badsidejoe
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Hey Leute,
Habe heute nun mit dem Ausschleichen begonnen. Dazu habe ich noch eine Frage:
Gibt es eine Möglichkeit absetzsymptome von einem Rückfall zu unterscheiden? Ich fühl mich jetzt schon etwas unruhig und ängstlich, ist vermutlich nur der Placeboeffekt, oder merkt man tatsächlich so schnell eine etwas geringere Dosis? Vielen Dank und LG
Escitalopram:

Seit Juni 2015 10 mg: Gewichtszunahme, Gelenkschmerzen und Asthma, psychisch stabil
Juni - August 2016 Wochenweise -1mg auf 5mg:
problemlos, obige Symptome bestehen, psychisch aber stabil
20.12.2016 4,2 mg problemlos
18.01.2017 3,5 mg problemlos
09.02.2017 2,8 mg depressiv und Schlafprobleme
22.02.2017 3,2 mg Symptome bessern sich
April 2017 2,8 mg problemlos
29.06.2017 2,4 mg problemlos
31.07.2017 1,8 mg
Annanas
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Annanas »

Hallo Joe :) ,
badsidejoe hat geschrieben:Habe heute nun mit dem Ausschleichen begonnen.
Wieviel hast du abgesetzt? Kannst du bitte dahingehend deine Signatur aktualisieren, dankeschön!
badsidejoe hat geschrieben:Gibt es eine Möglichkeit absetzsymptome von einem Rückfall zu unterscheiden?
Es ist tatsächlich nicht ganz so einfach, die Symptome zu unterscheiden.
Aber du kannst davon ausgehen, wenn man gerade am Dosisreduzieren ist, daß es sich um
Absetzsymptome handelt.
Dabei kann auch manchmal ein Rebound vorkommen - also eine kurzzeitige Verstärkung der Ursprungs-
symptomatik.

Hier ist auch ein Thread dazu:
Absetzsymptome oder Wiederkehr der "Grunderkrankung"?
badsidejoe hat geschrieben:Ich fühl mich jetzt schon etwas unruhig und ängstlich, ist vermutlich nur der Placeboeffekt, oder merkt man tatsächlich so schnell eine etwas geringere Dosis?
Ich vermute, daß da deine Erwartungshaltung schon mithineinspielt.

Trotzdem kann es auch sein, wenn man ein sehr sensibilisiertes ZNS hat, daß sich die ersten Absetzsymptome
recht schnell bemerkbar machen können.
Dazu auch meine obige Frage - ich hoffe, du hast nicht gleich zu viel reduziert???

Am besten ist es, wenn du es schaffen könntest, dich irgendwie abzulenken - tue dir etwas Gutes u.
versuche nicht an die reduzierte Dosis zu denken (ich weiß, ist alles nicht ganz leicht).

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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13.12.20 13 Kügelchen (ca. 3,9 mg)
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Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.


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badsidejoe
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Ich habe auf 4,2 mg reduziert, da ich bisher auch keine Probleme mit noch größeren Schritten hatte. Bis auf einen unruhigen Schlaf haben sich meine Befürchtungen von gestern nicht bestätigt. Alles paletti bis jetzt:)
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Annanas »

Hallo Joe,
badsidejoe hat geschrieben:Ich habe auf 4,2 mg reduziert, da ich bisher auch keine Probleme mit noch größeren Schritten hatte. Bis auf einen unruhigen Schlaf haben sich meine Befürchtungen von gestern nicht bestätigt. Alles paletti bis jetzt:)
Klingt erstmal gut - aber gerade im unteren Dosisbereich bitte aufpassen mit der Reduktionsmenge.

Ich drücke dir die Daumen, daß sich das Absetzen so relativ problemlos fortsetzen läßt u. sich die Symptome in
Grenzen halten.

LG von Anna
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Einschleichen und Ausschleichen. Zusammenhang?

Beitrag von badsidejoe »

Hi ihr lieben,

Habe mir des öfteren schon die Frage gestellt ob es einen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Symptome beim einschleichen und Ausschleichen gibt. Quasi heftige Symptome bei Neuaueinnahme = ähnlich heftige Symptome beim Absetzen? Ich erinnere mich wage so etwas Mal gelesen zu haben. Was meint ihr dazu?

LG

Joe
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