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Ich und das Escitalopram

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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Murmeline »

Hallo Joe,

Ich würde das nicht so einfach sagen, es gibt hier sicher auch berichte, dass das eindosieren ganz gut ging, die Einnahme auch gut vertragen wurde und es trotzdem leider typische SSRI-Absetzsymptome gab, zusätzliche Probleme also erst beim Absetzversuch.

Symptome können aber ähnlich sein, bei mir waren es Symptome beim Wasserlassen.

Grüße, Murmeline
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Jamie
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo Joe
Habe mir des öfteren schon die Frage gestellt ob es einen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Symptome beim einschleichen und Ausschleichen gibt. Quasi heftige Symptome bei Neuaueinnahme = ähnlich heftige Symptome beim Absetzen? Ich erinnere mich wage so etwas Mal gelesen zu haben. Was meint ihr dazu?
Ich sehe das wie Murmeline.
Es kann so sein, wie du beschreibst; es sind aber auch alle anderen Konstellationen möglich.
Und es ist leider auch nicht vorhersehbar.
Hier landen auch immer wieder Fälle, die uns schildern, es ging doch all die Jahre gut beim Neueinnehmen und Wiederabsetzen.. aber irgendwann kommt dann halt der Tag x, wo das möglicherweise nicht mehr so ist.
Auf der relativ sicheren Seite ist man, wenn man langsam macht und möglichst einen großen Bogen um diese Medikamente schlägt. :roll:

Grüße
Jamie
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badsidejoe
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Danke für eure Antworten:) ich bin Mal gespannt wie sich das bei mir entwickelt. Nach einem kleinen abendlichen panikanfall gestern Abend bin ich wieder auf der Höhe und kann sonst keine (bis jetzt) Entzugserscheinungen feststellen. Mit etwas Glück klappt alles ähnlich reibungsarm wie beim einschleichen. Toi toi toi
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Juni - August 2016 Wochenweise -1mg auf 5mg:
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20.12.2016 4,2 mg problemlos
18.01.2017 3,5 mg problemlos
09.02.2017 2,8 mg depressiv und Schlafprobleme
22.02.2017 3,2 mg Symptome bessern sich
April 2017 2,8 mg problemlos
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Murmeline »

Hallo Joe,

Ich drücke dir die Daumen. Ein Teil der Menschen, die Antidperessiva nimmt, hat keine, kaum, wenige Absetzsymptome, mich hat es zum Beispiel auch nicht wirklich mit den typischen körperlichen SSRI/SNRI-Absetzsymptomen erwischt. Kennst du Atmenübungen bei Panikattacken? Bei YouTube gibt es da einiges, kannst ja mal Schüsse, ob was für dich dabei ist.

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badsidejoe
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Hi Leute, kurzes Update:
10 Tage rum und noch keine nennenswerten Schwierigkeiten aufgetreten. :)
Kurze Frage zu allgemeinen Nebenwirkungen von SSRI's:
Habe seit ein paar Wochen sehr trockene Haut unter den Augenbrauen. Kann das etwas mit dem escitalopram zu tun haben? LG und guten Rutsch
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo badsiedejoe :),

ja, Hautprobleme tauchen häufig unter Antidepressiva (alle Kategorien, besonders oft beobachtet auch unter den alten AD, den Trizyklika) auf.
Ekzeme, schuppige Haut etc. sind typisch. Gerne auch allergischer Ausschlag, unreine Haut, strohige kaputte Haare usw.
Wenn es bislang "nur" trocken ist, dann solltest du mal eine beruhigende / nährende Augencreme kaufen.
Dürfen auch Männer benutzen :D .
Es muss nicht gleich ein 25€-Produkt aus der Apotheke sein; Läden wie rossmann, dm Drogerie und Aldi bieten Eigenmarken für 3-4€ an.
Guck bei der Frauenkosmetik :wink: .

Ich rate wirklich explizit zu Augencreme (kein Gel! Das brennt bei trockener Haut), bitte nicht einfach Nivea oder sowas. In normalen Cremes sind Kriechstoffe, die ins Auge wandern und es reizen können; Augencremes sind augenärztlich getestet.
Suche dir eine Sorte aus für besonders trockene / empfindliche / reife Haut (selbst wenn du jung sein solltest)- da ist dann etwas mehr Fett drin und das braucht man, wenn die Partie sich schuppt.

Grüße, komm gut ins Neue Jahr :fly:
Jamie
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Super, danke für den Tipp :)!
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Die trockene Haut erholt sich sehr schnell mit Bepanthen Augen u. Nasecreme. Ist jetzt schon fast wie neu.
Jetzt noch etwas anderes: für wie wahrscheinlich haltet ihr ein Rückfall der alten Symptomatik bei korrektem Ausschleichen des escitalopram escitaloprams?
LG joe
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Murmeline »

Hallo Joe,

bekannte Symptome können wieder auftreten, ich weiß nicht, ob da Wahrscheinlichkeiten weiterhelfen.

Wichtiger wäre, wie Du ihnen begegnest. man kann da psychologisch rangehen (was wollen mir die Symptome sagen) oder sich eben klarmachne, dass solche Symptome auftreten, wenn der Körper in einem Alarmzustand geraten ist. Einige Mitglieder haben mit diesem Buch gute Erfahrungen gemacht: Klaus Bernhardt: "Panikattacken und andere Angststörungen loswerden". Vielleicht eine Inverstition wert? Auf seienr Webseite finden sich auch hilfreiche Audiovorträge.

Grüße, Murmeline
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Straycat »

Hallo Joe,

auch von mir herzlich willlkommen im Forum!

Ich habe kürzlich (im Herbst) wie du Escitalopram abgesetzt. Ich hatte dabei auch sehr eigenartige Absetzerscheinungen, aber glücklicherweise sind sie nach wenigen Wochen fast gänzlich verschwunden. Allerdings habe ich viel zu schnell abgesetzt, also ist es gut möglich, dass bei dir noch weniger Absetzsymptome oder gar keine auftreten, wenn du langsam reduzierst.

Bezüglich deiner Frage, wie man zwischen Absetzerscheinungen/Rebound-Symptomen etc. unterscheiden kann hier ein Link zu einem Artikel, den ich übersetzt habe für das Forum. Darin werden diese Unterschiede sehr gut beschrieben.

Ich drücke dir die Daumen, dass das Absetzen bei dir weiterhin so gut verläuft. Falls du noch Fragen hast, melde dich!

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Danke für die Antworten:)
Das Buch besitze ich bereits! Hilft auch oft weiter in schlechten Zeiten.
Cat: sehr schöner Artikel. Aber an sich bedeutet das ja ,dass man es erst mit der Zeit sieht um welche Art von Erscheinungen es sich handelt?

EDIT: eine Frage hätte ich noch. Gibt es denn irgendwelche wissenschaftlichen Studien zu der wirkweise von SSRI's nebst Alkoholkonsum? Während der Zeit in der ich die SSRI's konsumiere habe ich ab und an getrunken, hatte aber das Gefühl, dass wenn dann erst am nächsten Tag so etwas wie absetzsymptome zu spüren waren. Gibts es da irgendwelche Artikel da zu? Bin einfach neugierig.
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von carlotta »

Hallo Joe,
badsidejoe hat geschrieben:EDIT: eine Frage hätte ich noch. Gibt es denn irgendwelche wissenschaftlichen Studien zu der wirkweise von SSRI's nebst Alkoholkonsum? Während der Zeit in der ich die SSRI's konsumiere habe ich ab und an getrunken, hatte aber das Gefühl, dass wenn dann erst am nächsten Tag so etwas wie absetzsymptome zu spüren waren. Gibts es da irgendwelche Artikel da zu? Bin einfach neugierig.
Mit Studien kann ich dazu ad hoc nicht dienen, es ist aber bekannt, dass man unter SSRI besser keinen Alkohol trinken sollte, weil sich dessen Wirkung verstärken kann. Außerdem gehen die Medikamente auf die Leber, in Kombination mit Alkohol doppelt ungünstig. :( Soweit ich weiß, kann sich unter SSRI-Einnahme die Blutungsneigung verstärken, ebenfalls ungünstig, dazu Alkohol zu konsumieren.

Was aber häufig von Betroffenen berichtet wird, ist, dass die Lust auf Alkohol unter SSRI-Einnahme stark ansteigt und daher öfter auch mehr als gewöhnlich konsumiert wird. :shock:

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)


[spoil]Kurzabriss Verlauf:
viewtopic.php?f=18&start=140&t=12787&si ... fb#p266609
Seitdem nur unwesentlich mit dem Reduzieren weitergekommen, da längere Absetzpause.[/spoil]
Jamie
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo,

ich kenne jetzt keine expliziten Studien.
Studien werden immer nur dann erstellt, wenn irgend eine Seite Interesse hat (gelenkte???? genehme?) Ergebnisse zu bekommen.
Wer sollte das hier sein? Die Pharmaindustrie nicht, denn die weiß, dass Alkohol die Leber belastet und ihre Medikamente sowieso und die Spirituosen-Industrie sicher auch nicht, denn die wissen, die würden von der Pharmaindustrie in Grund und Boden gestampft, wenn sie erzählen würden, Antidepressiva und Alkohol würden sich vertragen. Also: lose - lose... :wink:

Ich kann dir aber eine persönliche Erfahrung schildern. Ich beziehe mich da zwar auf Benzos, aber ist ja egal - die sind auch psychoaktiv.
Als ich noch abhängig war, konnte ich ziemlich viel trinken ohne Kater zu bekommen (mit ziemlich viel meine ich 1-2 Gläser Rotwein / Frau / abends).
Man könnte ja glauben, je mehr ich Benzos nahm, desto sensibler würde ich auf Alkohol reagieren (doppelter Abschieß-Effekt), aber dem war nicht so.
Ich vertrug den Alkohol.
Im Entzug, der sich bei mir knapp 1,5 Jahre erstreckte, wurde ich immer empfindlicher und konnte gar nichts mehr trinken. Es machte komische Sachen mit mir, aber vor allem galt eins: es beschwippste mich nicht mehr angenehm, sondern fühlte sich einfach ungut und blöd an.
Und dieses Gefühl hat sich bis heute auch kaum geändert. Ich habe an Alkohol keine Freude mehr; oder nur sehr wenig.
Rotwein schießt mich völlig ab; und so trinke ich eben höchstens ab und an nur noch ein Gläschen Sekt - aber auch ohne irgendwelche entspannenden oder relaxenden Wirkungen.

Grüße
Jamie
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badsidejoe
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

carlotta hat geschrieben:.

Was aber häufig von Betroffenen berichtet wird, ist, dass die Lust auf Alkohol unter SSRI-Einnahme stark ansteigt und daher öfter auch mehr als gewöhnlich konsumiert wird. :shock:

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Das ist ja sehr interessant, das Gefühl hatte ich nämlich auch! Auf Grund des unerträglichen Katers hat sich das aber relativiert.

@jamie: neulich wurde mir in der Apotheke ein Zettel mitgegeben auf dem Stand, dass Ethanol die Wirksamkeit von escitalopram reduziert und Symptome wie Konzentrationsstörungen entstehen können. Ich dachte da gäbe es vielleicht irgendetwas publizierten, was das bestätigt.
War aber auch irgendwie ein komischer Zettel. A4 und nur ein paar Zeilen zu Alkohol+escitalopram drauf. Glaub das AD war von heumann.

Auf jeden Fall habe ich mich entschieden während des Ausschleichens auf Alkohol zu verzichten, um unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden. Ist das beste so.
Escitalopram:

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20.12.2016 4,2 mg problemlos
18.01.2017 3,5 mg problemlos
09.02.2017 2,8 mg depressiv und Schlafprobleme
22.02.2017 3,2 mg Symptome bessern sich
April 2017 2,8 mg problemlos
29.06.2017 2,4 mg problemlos
31.07.2017 1,8 mg
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Kurzes Update: bin seit gestern auf 3,5mg runter gegangen. Werde natürlich auch hier berichten wie es mir ergeht.
LG
Joe
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Sunnyrose »

Hallo Joe :)

Ich drücke dir fest die Daumen!

Liebe Grüsse
Deria (auch Escitalopram Geplagte)
Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Danke Deria,
Seit gestern bin ich auf 2,8 mg runter, bisher ist das Ausschleichen im Großen und Ganzen problemlos verlaufen, hoffe es geht so weiter. Habe übrigens schon 4 Kilo verloren, liegt aber auch an Krafttraining und passender Diät. Liebe Grüße
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09.02.2017 2,8 mg depressiv und Schlafprobleme
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Bin heute wieder auf 3,2 mg hoch, da ich die letzten Tage depressiv verstimmt war und kaum einschlafen konnte. Werde berichten ob sich das mit Aufdosierung wieder legt. LG Joe
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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von Murmeline »

Hallo Joe,

am besten aktualisierst Du bei Änderungen auch imemr gleich Deine Signatur. Symptome müssen nicht aber können leider auftreten, ganz ohne geht es manchmal auch nicht, idealerweise reguleiren sie sich aber wieder. Wenn es für Dich nicht tragbar war, kann es sinnvoll sein, aetwas höher zu gehen und sich wieder zu stabilisieren, und dann eben einen kleineren Schritt machen.

Hast Du Strategien an der Hand, um mit weniger Schlaf, Einschlafproblemen und depressiven Verstimmungen umzugehen, sie zu überstehen? Es kann hilfreich sein, sich da ein individuelles Set zusammenzustellen, aus Sachen, die einem etwas Stabilität geben.

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Re: Ich und das Escitalopram

Beitrag von badsidejoe »

Danke für deine Antwort. Das mit den Einschlafstörungen hatte ich so noch nicht. Versuche gerade verschiedenes. Früh ins Bett gehen, immer frische Luft, absolut dunkel machen usw. . Mit depressiven Verstimmungen umzugehen fällt mir bislang recht schwer, ich muss mich förmlich zwingen an positive Dinge zu denken, falls solche denn überhaupt greifbar sind in diesen Momenten. Naja, da muss ich wohl durch.
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